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Köln

Allzeithoch im NVR-Stationsbericht: Gute Noten für die Bahnhöfe im Rheinland

95 Prozent aller Bahnhöfe im grünen und gelben Bereich • Noch nie sind Stationen im Rheinland so gut bewertet worden • Modernisierung von Bahnhöfen zeigen Wirkungen

Die Bahnhöfe im Gebiet des Nahverkehr Rheinland (NVR) sind seit Beginn der Erhebung noch nie so gut bewertet worden wie im aktuellen Stationsbericht 2018. Der NVR hat 200 Stationen getestet und bei 82 Prozent eine grüne Bewertung (akzeptabel) abgegeben. Rund 13 Prozent aller getesteten Bahnhöfe haben eine gelbe Bewertung (noch akzeptabel) erhalten. Von den 200 geprüften Bahnhöfen sind 144 im Besitz der DB Station&Service, für die anderen Bahnhöfe sind andere Stationsbetreiber verantwortlich.

„Seit 2015 haben wir einen kontinuierlichen Anstieg bei den gut bewerteten Bahnhöfen“, so Stephan Boleslawsky, Regionalbereichsleiter der DB Station&Service für die Region West. „Wir haben es geschafft, die Attraktivität an den Bahnhöfen im Rheinland zu steigern. Reisende fühlen sich im Bahnhof noch wohler – und vielleicht steigt der ein oder andere noch häufiger auf den Zug um. Das Ergebnis freut mich sehr und ist das Resultat harter Arbeit aller Mitarbeiter in den letzten Jahren.“

Ein Baustein zur Verbesserung der Stationen im vergangenen Jahr: der Austausch von Bahnsteigausstattungen im Rahmen eines NVR-Programms. An vielen Bahnhöfe sind Vitrinen, Sitzbänke und Abfallbehälter ausgetauscht worden. Diese Erneuerungen spiegeln sich auch im Bewertungsergebnis wieder: so ist die Sauberkeit der Sitze und der Wetterschutzhäuser an den Bahnhöfen gestiegen.

Ein Kampf gegen Windmühlen ist dagegen die Entfernung von Schmierereien: Die Zahl der Verunreinigungen ist im vergangenen Jahr leicht gestiegen. Um das Erfolgserlebnis der Sprayer zu schmälern, beseitigt die DB die Schäden möglichst innerhalb von 24 bis 72 Stunden. Bei Hinweisschildern, Informationstafeln oder Vitrinen mit Fahrplanaushängen ist die schnelle Entfernung des Graffitis besonders wichtig. Leider zeigt die Erfahrung, dass viele Flächen kurz nach der Säuberung wieder beschmiert werden. Ein wirksames Instrument gegen illegale Schmierereien sind professionelle Kunst-Graffitis, wie sie beispielweise in Köln-Ehrenfeld oder Köln-Hansaring erstellt worden sind. Die Erfahrung zeigt, dass diese Kunstwerke von Sprayern nicht beschmiert werden. Reisende und Besucher haben sich bislang außerordentlich positiv zu den Kunstwerken geäußert und vielfach gelobt.

Darüber hinaus kämpft die DB gegen ein weiteres gesellschaftliches Problem: Durch Vandalismusschäden wird das Erscheinungsbild von Bahnhöfen immer wieder beeinträchtigt, zum Beispiel durch „scratching“ an Scheiben oder Zerstörung von Bahnhofsuhren. Auch viele Aufzüge werden mutwillig beschädigt und stehen so unseren Kunden oft mehrere Tage oder Wochen nicht zur Verfügung, da teilweise erst Ersatzteile neu bestellt werden müssen. Die Höhe der Graffiti- und Vandalismusschäden an NRW-Bahnhöfen lag im vergangenen Jahr bei 2,8 Millionen Euro.

Trotz des guten Abschneidens will die Deutsche Bahn die Qualität der Stationen weiter verbessern.