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Düsseldorf

Rollkur im vareo-Netz: Ab 22. Oktober Ersatzzug bei einzelnen Fahrten auf der Eifelstrecke unterwegs

Kühlmitteltausch bei Fahrzeugen des Kölner Dieselnetzes erforderlich • Gewährleistungsmaßnahme laut Hersteller bis Mitte 2019 abgeschlossen

Ab Montag, den 22. Oktober kommt bei einzelnen Fahrten auf der Eifelstrecke zwischen Köln, Gerolstein und Trier ersatzweise ein Zug älterer Bauart zum Einsatz. Statt mit regulär dort eingesetzten Fahrzeugen vom Typ Coradia LINT werden folgende Verkehrsleistungen jeweils montags bis freitags mit Zugmaterial der Baureihe VT 644 gefahren:

·         RB 22 um 5:56 Uhr von Gerolstein nach Trier

·         RE 12 um 7:25 Uhr von Trier nach Köln Messe/Deutz

·         RE 12 um 12:56 von Köln Messe/Deutz nach Trier

·         RB 22 um 16:11 von Trier nach Gerolstein

Der vorübergehend eingesetzte Ersatzzug verfügt über Komfortmerkmale wie Klimatisierung, Fahrgastinformationssysteme, Toiletten und Klapprampen für Rollstuhlfahrer. Mit in Summe 322 Sitzplätzen bietet der mit zwei Zugteilen verkehrende VT 644 zudem geringfügig höhere Kapazitäten gegenüber den regulär dort rollenden Fahrzeugen neuerer Bauart.

Grund für diese Ersatzmaßnahme ist ein Kühlmitteltausch bei der im Kölner Dieselnetz eingesetzten Fahrzeugflotte. Durch die Nutzung eines höherwertigen Kühlmittels soll die Störanfälligkeit der Fahrzeuge weiter reduziert werden. Dazu ist im Rahmen einer sogenannten Rollkur ein mehrtägiger Werkstattaufenthalt erforderlich, den sukzessive alle 58 Coradia LINT der vareo-Linien durchlaufen. Der Hersteller Alstom führt die aufwändigen Maßnahmen im Rahmen der Fahrzeuggewährleistung durch. Bis zu zwei Fahrzeuge pro Woche können die Rollkur durchlaufen; die Arbeiten werden voraussichtlich bis Mitte kommenden Jahres abgeschlossen sein.

Parallel werden die entstehenden Standzeiten im Werk für Umbaumaßnahmen an der Fahrzeugschürze genutzt. Dabei wird der vorhandene Bahnräumer im unteren Frontbereich der LINT-Züge gegen ein größeres, stabileres Bauteil ausgetauscht. Auf diese Weise sollen insbesondere durch Wildunfälle entstehende Unterflurschäden künftig reduziert werden, was sich positiv auf Fahrzeugverfügbarkeit und Betriebsqualität auswirkt.

Neben den im Rahmen der Rollkur kurzfristig gebundenen LINT stehen aufgrund von Unfällen derzeit mehrere Fahrzeuge nicht für den Einsatz im Kölner Dieselnetz zur Verfügung. Da die Instandsetzung jeweils längere Zeit in Anspruch nehmen wird, kann es bei einzelnen Fahrten weiterhin zu Einschränkungen im Platzangebot kommen.