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Frankfurt am Main

Schneller durch den Frankfurter S-Bahn-Tunnel: Bahn baut zusätzliche Signale

Stabiler und flüssiger durch den hochfrequentierten City-Tunnel • Sperrung für Test- und Abnahmefahrten während der Osterferien

In einem letzten großen Kraftakt machen die Deutsche Bahn (DB) und der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) den Frankfurter S-Bahn-Tunnel fit für die Zukunft. Gemeinsam wurde entschieden, zusammen mit dem Bau des neuen Elektronischen Stellwerks (ESTW) eine Geschwindigkeitserhöhung umzusetzen.

Zusätzlich zum Einbau modernster Leit- und Sicherungstechnik für das neue ESTW werden auf der unterirdischen Strecke weitere Arbeiten vorgenommen, um für schnellere Züge zu sorgen: So baut die Deutsche Bahn 20 zusätzliche Signale im Tunnel ein und passt 48 bestehende Zugsignale für die neue Herausforderung an. Dabei müssen 70 Kilometer Signalkabel verlegt werden.

Danach sind schnellere Durchschnittsgeschwindigkeiten zwischen den Tunnelstationen möglich, sodass die einzelnen Verbindungen mit höheren Fahrzeitpuffern unterwegs sind. Dies sorgt für einen flüssigeren Betrieb auf dieser hochfrequentierten Strecke. Nach Abschluss der zusätzlichen Bauarbeiten in wenigen Wochen muss hierzu noch eine gesonderte, umfassende Sicherheitsüberprüfung durchgeführt werden. Dazu gehören neben der technischen Überprüfung der neuen Signale und Geschwindigkeitskontrolleinrichtungen auch die Durchführung umfangreicher und zeitintensiver Mess- und Abnahmefahrten auf der gesamten Tunnelstrecke.

Das Genehmigungsverfahren für die schnelleren Zuggeschwindigkeiten erfordert zusätzliche Sperrpausen, damit das neue ESTW sowie die zusätzliche Signalisierung wie geplant nach Ende der hessischen Schulferien im August 2018 in Betrieb gehen kann. Daher wird der Frankfurter S-Bahntunnel auch während der hessischen Osterferien 2018 vom 26. März bis 9. April sowie an den zwei „verlängerten“ Wochenenden im Mai (Christi Himmelfahrt und Fronleichnam) für den Zugverkehr gesperrt.

Während der Sperrungen können die Stationen Taunusanlage, Hauptwache, Konstablerwache, Ostendstraße  und Lokalbahnhof sowie zeitweise Mühlberg mit der S-Bahn nicht erreicht werden. Im U- und Straßenbahnverkehr wird die Frankfurter Innenstadt in dieser Zeit aber weiterhin gut erreichbar sein.

Der Regional- und Fernverkehr der DB ist von den Arbeiten im S-Bahn-Tunnel nicht betroffen.

Alle Fahrplanänderungen werden wie gewohnt rechtzeitig vor Beginn der Sperrungen in der elektronischen Verbindungsauskunft auf www.rmv.de und www.bahn.de eingearbeitet. Und vor Ort wird über Aushänge und Monitore zeitnah informiert. Selbstverständlich werden auch Reisendenhelfer wieder für Auskünfte und zur Unterstützung der Fahrgäste präsent sein.

Auch auf dem bekannten Internetportal www.sbahnbaustelle.de wird es ab Anfang März neben der Verbindungsauskunft wieder ein umfangreiches Informationsangebot geben: Von Geschichten und Reportagen sowie beeindruckenden Videos rund um die Baustelle und die Menschen hinter dem Gesamtprojekt bis hin zu den aktuellen Geschehnissen im Tunnel, Ersatzfahrten und den zusätzlichen Mobilitätsangeboten bietet das Portal alles, was man wissen muss - natürlich auch auf Englisch.

Der Frankfurter S-Bahn-Tunnel ist einer der meistbefahrenen Streckenabschnitte im deutschen S-Bahn-Netz. Der über 6 Kilometer lange City-Tunnel zwischen Frankfurt Hbf und Frankfurt-Lokalbahnhof beziehungsweise Frankfurt-Mühlberg mit seinen sieben Stationen wird von 8 S-Bahnlinien durchfahren. Stündlich verkehren hier in Spitzenzeiten in jede Richtung 24 S-Bahn-Züge.

Das Elektronische Stellwerk der Tunnelstammstrecke Frankfurt wird im Rahmen des Programms Frankfurt RheinMainplus realisiert, das vom Bund, dem Land Hessen, der Stadt Frankfurt, dem RMV sowie der Deutschen Bahn umgesetzt wird. Dieser Masterplan für den Ausbau des Schienennetzes in der Metropolregion Rhein-Main sorgt dafür, dass Millionen Menschen in Zukunft noch schneller, bequemer und barrierefrei ans Ziel kommen.