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Erneuerung der historischen Eisenbahnbrücke über die Königsstraße

Investition von rund 23 Millionen Euro • Fertigstellung Ende 2019 geplant

Die Deutsche Bahn erneuert ab April die Eisenbahnbrücke über die Königstraße in Hannover-Mitte. Die unter Denkmalschutz stehende Gewölbekonstruktion wurde 1880 in Betrieb genommen. Über diese, im Ostkopf von Hannover Hbf liegende Brücke, führen die Gleise der Fernbahnstrecken von Hannover nach Berlin und Braunschweig sowie in Richtung Süden. Außerdem überqueren dort die Gleise der Regional- und S-Bahnen die Straße.

Die Investitionen von rund 18 Millionen Euro werden aus der Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung (LuFV) finanziert. Die Fertigstellung ist für Ende 2019 geplant.

Im Rahmen der Vorplanung wurden umfangreiche Untersuchungen durchgeführt. Diese ergaben, dass die Brücke komplett neu errichtet werden muss. Die Untere Denkmalschutzbehörde der Landeshauptstadt Hannover (LHH) hat den Abbruch genehmigt mit der Auflage, das stadtbildprägende Brückenportal zum Thielenplatz im Originalzustand zu erhalten.

Das neue Bauwerk wird als Stahlbetongewölbe auf massiven Wiederlagern errichtet. Seitlich der jetzigen Brücke auf dem Thielenplatz entsteht das neue Bauwerk. Aufgrund der eingeschränkten Platzverhältnisse wird der Überbau in zwei Teilen vorgefertigt und später eingeschoben. Hierfür entsteht ein spezielles Montagegerüst.

Aus diesem Grund muss die Königstraße ab Anfang Juni zwischen Lavesstraße/Joachimstraße und Augustenstraße für den Straßenverkehr – auch für Fußgänger und Radfahrer - bis zum Ende der Bauarbeiten gesperrt werden. Diese notwendige Sperrung hat erhebliche Auswirkungen auf den Straßenverkehr in den umliegenden Stadtteilen. Davon betroffen ist auch der Busverkehr auf den Linien 100/200, 128 und 134. Deshalb wurde das Büro SHP mit der Erstellung eines Verkehrskonzeptes beauftragt. Die Ausarbeitung dieses Konzeptes erfolgte in enger Abstimmung mit der Stadt Hannover. Die Ergebnisse und die daraus resultierenden Empfehlungen wurden der Öffentlichkeit in mehreren Informationsveranstaltungen vorgestellt und erläutert.

Auch für den Zugverkehr werden für die zeitweise notwendigen Gleissperrungen Ersatzkonzepte erarbeitet und rechtzeitig in den Fahrplanmedien veröffentlicht. Die erste Gleissperrung im „Ostkopf“ von Hannover Hbf erfolgt vom 1. bis 15. Oktober. In dieser Zeit werden die alten Gewölbeüberbauten abgebrochen.

Um den Bahnverkehr während der folgenden Bauzeit aufrecht halten zu können, werden 16 Hilfsbrücken eingebaut. Der Hauptbahnhof Hannover wird während der gesamten Bauzeit jederzeit erreichbar sein.

Es werden alle nach dem Stand der Technik zur Verfügung stehenden und im Rahmen des Bauablaufs zumutbaren Möglichkeiten ausgeschöpft, um Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten. Trotzdem lassen sich Belästigungen durch Lärm und Staub sowie Umleitungen nicht vermeiden.

Die Deutsche Bahn bittet alle Betroffenen um Verständnis für die mit den Bauarbeiten verbundenen Unannehmlichkeiten für Reisende und Straßenverkehrsteilnehmer. 

Weitere Informationen zu diesem Projekt finden Sie hier im Internet.