DB Logo

Hamburg

Neubau S-Bahnstation Elbbrücken

Baugrund stellt die Bahn vor große Herausforderungen

An den Hamburger Elbbrücken entsteht der neuer S-Bahn-Haltepunkt Elbbrücken, mit dem das neue Quartier „Elbbrücken“ an den öffentlichen Nahverkehr angebunden wird.

Zwischen den Haltestellen Hammerbrook und Veddel, in unmittelbarer Nähe der Hamburger Elbbrücken, wird dieser neue S-Bahn-Haltepunkt mit zwei Außenbahnsteigen von je 210 Metern Länge errichtet.

Durch eine Fußgängerbrücke mit der benachbarten U-Bahn-Station verbunden, entsteht hier zudem ein wichtiger Umsteigepunkt zwischen S- und U-Bahn.

Diese Station entsteht zwischen den S-Bahnbrücken „Oberhafenkanal“ und „Norderelbe“ direkt an den Fernbahngleisen, die hier parallel zu den
S-Bahngleisen verlaufen. Unter anderem stellt diese räumliche Enge und der nahezu uneingeschränkt stattfindende S- und Fernbahnverkehr alle Beteiligten des Projekts vor besondere Herausforderungen.

Für das neu zu errichtende zentrale Technikgebäude der Station, auf dem ein Teil der zukünftigen Bahnsteigelemente aufliegen wird, mussten zur Ableitung der Lasten zahlreiche Bohrpfähle bis zu einer Länge von 18 Metern eingebracht werden.

Trotz umfangreicher Untersuchungen im Vorfeld in Form von Probebohrungen konnten die zwischen 90 und 120 Zentimeter starken Bohrpfähle teilweise nur wenige Meter in den Baugrund eingebracht werden. Vermutlich stellt eine alte Spundwand oder Hafenkaimauer das Hindernis dar.

Um die Tragfähigkeit der hergestellten Bohrpfähle und damit deren Nutzbarkeit für die Herstellung des Technikgebäudes und der Bahnsteigelemente beurteilen zu können, wurden fünf Probepfähle in unmittelbarer Nähe hergestellt und umfangreichen Belastungstests unterzogen. Die Auswertung dieser Tests wird in den nächsten Wochen erwartet und ist die Grundlage für die Festlegung, inwieweit die Bauarbeiten an dieser Stelle wiederaufgenommen werden können und wann die erste S-Bahn an der neuen Station hält.

Der Bau der Bahnsteige läuft soweit möglich parallel weiter.

Die Gesamtinbetriebnahme inklusive Stationsdach ist weiterhin für Ende 2019 geplant.