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Leipzig

Für attraktive Stationen und ein modernes Schienennetz: In Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen hat die Deutsche Bahn bereits tausend Kilometer Schiene modernisiert - fast 900 Millionen Euro werden 2019 in den drei Bundesländer investiert

Investitionen der letzten Jahre zeigen Wirkung • Verbessertes Baumanagement für weniger Verspätungen • Mehr als 140 neue Mitarbeiter in baurelevanten Berufen

Die Deutsche Bahn (DB) setzt auch in diesem Jahr auf die Modernisierung ihrer Infrastruktur. „Mehr als tausend Kilometer Schiene haben wir bereits in den Ländern Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen seit 2015 modernisiert. Für mehr Pünktlichkeit müssen wir weiter in das Schienennetz investieren. In diesem Jahr stehen für die drei Bundesländer rund 900 Millionen Euro zur Verfügung“, erläutert Eckart Fricke, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. Rund 70 Millionen Euro, darunter Gelder von Bund, Ländern und Kommunen, kommen allein den Bahnhöfen zugute. Für ein Plus an Kapazität sorgen wichtige Neu- und Ausbauprojekte, insbesondere in den Eisenbahnknoten Leipzig, Halle (Saale), Magdeburg und Roßlau/Dessau.

Bundesweit fließen 2019 rund 10,7 Milliarden Euro (inklusive Instandhaltung) in das deutsche Schienennetz. Mit den Investitionen trägt die DB dazu bei, dass die Schiene als attraktiver Verkehrsträger ausgebaut und weitere Kunden gewonnen werden. „Wir wissen, dass wir mit der Vielzahl an Baustellen unseren Fahrgästen sehr viel Geduld abverlangen. Dafür bitten wir schon heute um Verständnis“, so Fricke.

Durch ein verbessertes Management der Baustellen haben die baubedingten Störungen gegenüber 2017 um mehr als ein Viertel abgenommen – bei insgesamt steigendem Bauvolumen. Im neuen „Lagezentrum Bau“ kümmern sich rund 100 Mitarbeiter ausschließlich darum, die betrieblichen Auswirkungen Baustellen besser zu prognostizieren und Maßnahmen für weniger Verspätungen zu entwickeln. Damit künftig noch besser geplant werden kann, sucht die Deutsche Bahn 2019 mehr als 140 neue Mitarbeiter für Bauprojektmanagement, Bauplanung und -überwachung sowie Instandhaltung (in Sachsen knapp 90, in Sachsen-Anhalt über 30 und in Thüringen mehr als 20 neue Mitarbeiter).

Außerdem verbessert die DB den Verkehrsfluss auf besonders stark ausgelasteten Strecken. Interdisziplinäre Expertenteams steuern und managen Zugfahrten des Nah- und Fernverkehrs künftig noch intensiver und in direkter Abstimmung mit den Eisenbahnverkehrsunternehmen in so genannten PlanKorridoren. Dazu gehören auch Maßnahmen an der Infrastruktur wie präventive Instandsetzungsarbeiten an Stellwerken oder Weichen. Seit Oktober 2018 ist zwischen Köln und Dortmund bereits der PlanKorridor West aktiv. Im diesem Jahr folgen die PlanKorridore Mitte (Fulda-Mannheim), Nord (Hamburg und Hamburger Zulauf) sowie Süd (Würzburg-Nürnberg).

Insgesamt liegt das größte Infrastruktur-Modernisierungsprogramm in der Bahngeschichte gut im Plan. Seit 2010 wurde fast jeder zweite Kilometer des rund 33.400 Kilometer langen Streckennetzes saniert, die Zahl der Infrastrukturmängel ist um knapp die Hälfte zurückgegangen. Über drei Viertel der 5.400 Stationen sind stufenfrei erreichbar. Neu- und Ausbaumaßnahmen auf der Schiene wie die Schnellfahrstrecke Berlin–München sorgen für zusätzliche Kapazitäten.

Wichtige Baumaßnahmen in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen:

  • Modernisierung der Eisenbahnknoten Leipzig, Halle (Saale), Magdeburg, und Roßlau/Dessau
  • Modernisierung der Sachsen-Franken-Magistrale, hier insbesondere der Chemnitzer Bahnbogen
  • Modernisierung der Bahnstrecken Dresden–Elsterwerda und Erfurt–Nordhausen
  • Modernisierung Bahnsteige und der Gleise in der Mittelhalle des Bahnhofs Dresden Hbf
  • Barrierefreier Ausbau des Bahnhofs Stendal
  • Bau neuer elektronischer Stellwerke in Meiningen und Köthen
  • Erneuerung von 44 Eisenbahnbrücken in den drei Ländern Sachsen (24), Sachsen-Anhalt (12) und Thüringen (8) (Brückenbauprogramm LuFV II)

Im Vorfeld einer Baumaßnahme informieren die DB beziehungsweise die Eisenbahnverkehrsunternehmen rechtzeitig über konkrete Auswirkungen und geplante Ersatzverkehre.

Aktuelle Angaben zu den Baustellen, deren Auswirkungen auf den Fahrplan und alternative Fahrmöglichkeiten sind in den Apps „DB Bauarbeiten“, „DB Navigator“, den „Streckenagenten“-Apps des Nahverkehrs, unter „www.deutschebahn.com/bauprojekte, www.deutschebahn.com/bauinfos, „https://inside.bahn.de/“ und auf den jeweiligen Internetseiten der EVU hinterlegt.

Hinweis an die Redaktionen: Grafiken und ergänzende Informationen rund um das Thema gibt es im bundesweiten Medienpaket unter: www.deutschebahn.com/investitionen2019 sowie auf den Internetseiten der DB-Pressestelle unter: www.deutschebahn.com/presse/leipzig