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Stuttgart

Land Baden-Württemberg und DB Regio arbeiten an Verbesserungen auf der Hochrheinstrecke

Ersatzmaßnahmen wegen mangelnder Verfügbarkeit des VT 612 vorgesehen • Diskussion zu weiteren Maßnahmen und Konzepten angestoßen • Zusätzliche Sitzplatzkapazitäten bei morgendlicher Verbindung ab Basel

„Die Störanfälligkeit der umgebauten VT 612 ist nach wie vor zu hoch, was für Pendler und Urlauber an Bodensee und Hochrhein unbefriedigend ist“, so David Weltzien, Vorsitzender der Regionalleitung von DB Regio, anlässlich eines Termins zum SPNV auf der Hochrheinstrecke in Waldshut. „Die Schäden, die an den abgestellten Fahrzeugen vor und während des Umbaus entstanden sind, sind leider vielfältiger als erwartet. Wir nehmen daher für Stabilisierungs-maßnahmen an den Fahrzeugen nochmals einen Millionenbetrag in die Hand und setzen zusätzliche Personale in unserer Werkstatt in Ulm ein“, so Weltzien weiter.

Prof. Dr. Uwe Lahl, Amtschef im Ministerium für Verkehr sagt zur Situation auf der Hochrheinstrecke: „Wir fordern von DB Regio eine vertragskonforme Erbringung von Leistungen. Hierzu zählt im Besonderen die Verfügbarkeit von ausreichenden Fahrzeugen. Da wir die Bemühungen von DB Regio zur Verbesserung der Situation erkennen, haben wir zur Stabilisierung des Einsatzes der VT 612 einem abweichenden Fahrzeugeinsatz auf anderen Strecken nochmals befristet zugestimmt.“

Hintergrund der aktuellen Probleme ist der Ersatz der Neigetechnikfahrzeuge der Baureihe VT 611 durch die modernere Baureihe VT 612. Während der VT 612 in anderen Regionen, wie beispielsweise in Bayern, deutlich weniger störanfällig ist, kam es auf der IRE-Linie Ulm – Basel immer wieder zu Fahrzeugstörungen und damit zu Kapazitätseinschränkungen. Grund für die Störungen sind Schäden, die während längerer Abstellzeiten an Motoren, Verkabelungen, Türen und Kupplungen der Fahrzeuge entstanden sind.

Ab dem 10. September kommt es zu einer Umplanung beim Fahrzeugeinsatz im Neigetechniknetz, um mehr VT 612 für den Einsatz auf der Hochrheinstrecke zur Verfügung zu haben. Hierbei werden durch die Vorhaltung zusätzlicher Lok-Wagen-Züge auch die Voraussetzungen für eine Fortführung des erfolgreichen Fahrradzuges im Donautal in der Saison 2019 geschaffen.

„Durch die mit dem Ministerium für Verkehr vereinbarte Lösung zum Einsatz von Lok-Wagen-Zügen einzelner Leistungen zwischen Ulm und Donaueschingen erwarten wir bereits nach den Sommerferien ein stabileres und zuverlässigeres Angebot für unsere Kunden“, erläutert David Weltzien.

„Wir werden die Stabilisierungsmaßnahmen von DB Regio weiterhin beobachten und begleiten. Für weitere Ansätze für einen stabilen SPNV auf dem Hochrhein sind wir offen und werden hier weiter in der Diskussion bleiben. Die Verdoppelung der Kapazität bei der Frühverbindung von Basel nach Friedrichshafen mit der Abfahrt um 6:35 Uhr haben wir zum Fahrplanwechsel im Dezember bereits bei DB Regio beauftragt“, sagt Prof. Dr. Lahl abschließend in Waldshut.