Deutsche Bahn
zurück zur Übersicht

08.03.2017 Düsseldorf/Köln

Der Rhein-Ruhr-Express (RRX) verbindet Metropolen: Baubeginn für Nordrhein-Westfalens größtes Infrastrukturprojekt für den Schienenpersonenverkehr

Feierlicher Auftakt in Köln • Millionen Pendler profitieren vom Ausbau der Infrastruktur zwischen Rhein und Ruhr

RRX-Baubeginn

Heute erfolgte der feierliche Auftakt für den Ausbau der Schieneninfrastruktur für den Rhein-Ruhr-Express zwischen Köln und Dortmund. Damit haben Ronald Pofalla, Vorstand Infrastruktur der Deutschen Bahn, Hannelore Kraft, Ministerpräsidentin des Landes Nordrhein-Westfalen, Michael Groschek, Verkehrsminister des Landes Nordrhein-Westfalen, Enak Ferlemann, parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, und Henriette Reker, Oberbürgermeisterin der Stadt Köln, den Startschuss für das bedeutendste Infrastrukturprojekt im Personenverkehr in NRW gegeben.

Der Rhein-Ruhr-Express verbindet Rheinland, Ruhrgebiet und Westfalen miteinander. Mit dem Ausbau der Infrastruktur gerade zwischen den Metropolen der wachsenden Rhein-Ruhr-Region wird der RRX für einen Quantensprung in punkto Pünktlichkeit, Qualität und Komfort sorgen. Dazu werden auf der 106 Kilometer langen Strecke zwischen Köln-Mülheim und Dortmund 84 Kilometer Gleise neu- oder umgebaut, die Strecke mit zusätzlichen 70 Weichen ausgestattet und mehr Überholmöglichkeiten geschaffen. Acht Bahnhöfe werden auf dem Kernkorridor modernisiert, elf Brücken neugebaut und 26 Brücken verbreitert. Diese Herkulesaufgabe stemmen alle Beteiligten bei laufendem Betrieb auf einer der am dichtesten befahrenen Strecken in NRW und einer engen, innerstädtischen Bebauung. Nach dem Ausbau der Infrastruktur wird auf dem derzeit hoch ausgelasteten Kernkorridor künftig ein Viertelstundetakt im Regionalverkehr möglich sein und damit für eine moderne, zukunftsorientierte Mobilität zwischen Rhein und Ruhr sorgen.

Ministerpräsidentin Hannelore Kraft sagte anlässlich des ersten Spatenstichs zum Ausbau der Schienenwege für den Rhein-Ruhr-Express zwischen Köln und Dortmund: „Heute ist ein bedeutender Tag für unser Land. Wir haben einen wichtigen Meilenstein erreicht, für die Pendler und die Wirtschaft. Mit dem RRX erreichen wir eine neue Qualitätsstufe für die Mobilität in NRW; sie wird leistungsfähiger, zuverlässiger und moderner.“

In Deutschlands bevölkerungsreichstem Bundesland pendeln rund die Hälfte der Erwerbstätigen zwischen Wohn- und Arbeitsort. 2,4 Millionen Menschen fahren in NRW täglich mit den Bahnen.

5 Gründe, warum wir den RRX brauchen…

1 | …weil auf der Kernstrecke von Köln nach Dortmund bislang nicht ausreichend Direktverbindungen angeboten werden können.

2 | …weil 500 Millionen Menschen jedes Jahr auf dem Schienenverkehrsnetz Nordrhein-Westfalens unterwegs sind und eine leistungsfähige Infrastruktur brauchen.

3 | …weil mit dem Ausbau die Voraussetzungen geschaffen werden, den gestiegenen Bedürfnissen an Mobilität und Komfort Rechnung zu tragen.

4 | …weil ein leistungsfähiges Verkehrsangebot mehr Verkehr von der Straße auf die Schiene bringt.

5 | …weil mehr Verkehr auf der Schiene auch weniger Umweltbelastung bedeutet. 

„Jeder in die Infrastruktur investierte Euro für den Rhein-Ruhr-Express ist ein Beitrag für mehr Mobilität. Denn mit neuer Infrastruktur sorgen wir für höhere Kapazität und Qualität im Regionalverkehr“, so Ronald Pofalla.

Enak Ferlemann: „Der Rhein-Ruhr-Express ist für den Bund von herausragender Bedeutung. Mit ihm setzen wir unser Ziel um, mehr Verkehr auf die Schiene zu bringen. Der RRX wird die Städte in der Metropolregion Rhein-Ruhr im Viertelstundentakt miteinander verbinden. Ein enormer Mobilitätsfortschritt für Pendler und Reisende. Der RRX wird somit zum zentralen Rückgrat des Personenverkehrs in NRW.“

Beim Rhein-Ruhr-Express spielt das Thema Schallschutz eine herausgehobene Rolle. An der Strecke sind umfangreiche Schallschutzmaßnahmen vorgesehen. Der Bau von 44 Kilometer hochabsorbierenden Schallschutzwänden ist geplant. Durch das Zusammenspiel von aktivem und passivem Schallschutz können die Auswirkungen des Lärms deutlich gemindert werden.

Dabei setzt die DB nicht nur beim Thema Lärmschutz auf eine frühe Beteiligung aller Betroffenen und der Öffentlichkeit. „Die frühe Beteiligung und der offene Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern ist der Grundstein für die Akzeptanz von Infrastrukturmaßnahmen in der Bevölkerung – und damit auch ein Erfolgsfaktor für den RRX“, sagt Ronald Pofalla.

Der RRX ist außerdem Pilotprojekt für das „Building Information Modeling“. Dabei werden alle Planungsunterlagen und -daten in einem dreidimensionalen Modell digital erfasst und mit Termin- und Kostenplänen vernetzt. Dies erleichtert den Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern, da bereits in dieser frühen Phase anschaulich gemacht werden kann, wie die Strecke zukünftig aussehen wird.

RRX-Streckenplan



RRX-Projektleiter Michael Kolle

Print- und Radiointerview mit Michael Kolle
Projektleiter RRX, DB Netz AG

Michael Kolle ist der zuständige Projektleiter für den Rhein-Ruhr-Express bei der DB Netz AG. Im Interview spricht er über die Herausforderungen, die ein solches Großprojekt mit sich bringt, über den weiteren Zeitplan und die Beteiligung der Öffentlichkeit. 


1. Was sind die größten Herausforderungen beim RRX-Projekt?

Das Projekt RRX ist das größte Infrastrukturprojekt im Personenverkehr in NRW. Wir bauen insgesamt über 84 Kilometer Gleise neu oder um. Hiermit verbunden sind der Neubau von 70 Weichen und der Umbau von 120 Weichen. Elf Brücken müssen wir neu bauen sowie 26 Brücken verbreitern. Dazu kommen unzählige Kilometer neue Oberleitung und neue Kabel. Die größte Herausforderung ist hierbei aber nicht das Bauvolumen, sondern die Tatsache, dass diese Maßnahmen alle unter laufendem Betrieb umgesetzt werden müssen. In NRW sind jeden Tag 2,4 Millionen Pendler auf der Schiene unterwegs, die auch weiterhin an ihr Ziel kommen müssen. Und das alles in engen Innenstadtlagen, in denen auch die Logistik eine riesige Herausforderung wird.


2. Wie geht man mit diesen Herausforderungen um?

Diese Aufgabe ist nur zu meistern, indem man umfangreich plant und bereits in frühen Planungsphasen den Baubetrieb berücksichtigt. Im regulären Projektablauf wird zunächst das fertige Bauwerk oder die Strecke geplant und dann der Bauablauf. Wir arbeiten bereits jetzt mögliche Bauphasen und Zwischenstände in unsere Planung ein. Wir stimmen uns deutlich früher als in anderen Projekten schon mit unserem Fahrplan, aber auch mit vielen anderen Beteiligten, wie den Bestellern im Nahverkehr ab.


3. Heute ist offizieller Baubeginn. Wie geht’s nun weiter?

In diesem Jahr bauen wir in Köln-Mülheim. Dort vergrößern wir auf dem 2,3 Kilometer langen Abschnitt zwischen Köln-Mülheim und Köln-Stammheim den Abstand zwischen den S-Bahn-Gleisen. Damit können künftig Güterzüge, die derzeit auf den Fernbahngleisen die schnellen Züge des Regional- und Fernverkehrs ausbremsen, auf das S-Bahn-Gleis verlagert werden. S-Bahn und Güterzug fahren aufgrund der Zughalte der S-Bahnen etwa die gleiche Durchschnittsgeschwindigkeit und haben deshalb keine gegenseitigen Staueffekte. Mit dieser Maßnahme wird der Güterverkehr lediglich verlagert und kein Mehrverkehr verursacht. Außerdem bauen wir vier Weichen ein. Damit wird die Flexibilität der Betriebsführung erhöht. Auch die Signal- und Oberleitungstechnik wird erneuert. Die Arbeiten haben Anfang März begonnen und werden voraussichtlich im Juli diesen Jahres abgeschlossen sein.

In den anderen Planfeststellungsabschnitten laufen die Verfahren zur Erlangung des Baurechts noch. Sobald wir Baurecht haben, werden wir sukzessive mit dem Bau beginnen.


4. Welche Rolle spielt die frühe Öffentlichkeitsbeteiligung beim RRX?

Wir bewegen uns beim Projekt RRX in einem dicht besiedelten Gebiet. Hier ist die frühe und intensive Beteiligung der Öffentlichkeit besonders wichtig. Wir beteiligen die Öffentlichkeit aber nicht nur um die Anwohner vom Projekt zu überzeugen, sondern profitieren auch massiv von den Anregungen der Bürger, die die örtlichen Verhältnisse, beispielsweise bei den Zufahrten besser kennen als wir.

Wir informieren die Bürger mit Broschüren und einem Onlineauftritt. Wir binden sie im Rahmen von Informationsveranstaltungen, Bürgerwerkstätten und Sprechstunden ein und stehen per Mail und Telefon für die individuellen Anfragen zur Verfügung.

 



Ralf Baumgärtel, ISU Plan

Expertengespräch mit Ralf Baumgärtel
Schallschutzexperte der ISU Plan

Ralf Baumgärtel ist Schallschutzexperte bei der Planungsgruppe für Immissionsschutz Stadtplanung und Umweltplanung (ISU Plan). Im Interview spricht er über gesetzliche Vorgaben, Verfahren und Gutachten für den Schallschutz entlang der RRX-Strecke.


Der Ausbau des Rhein-Ruhr-Express bedeutet für die Anwohner ein Mehr an Schallschutz. Welche gesetzlichen Vorgaben haben dazu geführt?

Aufgrund des Ausbaus der Schieneninfrastruktur für den RRX wird der Neubau aktiver Schallschutzmaßnahmen durchgeführt. Der Gesetzgeber gibt nämlich vor, dass bei einer wesentlichen Änderung der Schallsituation durch einen Aus- oder Umbau einer Strecke oder eines Streckenabschnitts, die aktuellen Grenzwerte des Bundesimmissionsschutzgesetzes einzuhalten sind. Diese Grenzwerte sind niedriger als die heutigen Werte an der Strecke. Daher haben viele Anwohner Anspruch auf aktive und passive Schallschutzmaßnahmen. In der Regel werden Schallschutzwände gebaut und Häuser mit passiven Maßnahmen, wie neue Fenster ausgestattet.

Darüber hinaus sind die neuen RRX-Fahrzeuge auf dem neusten Stand der Technik und somit leiser als die heutigen RE-Züge.

In den Streckenbereichen in denen schon ausreichend Gleise vorhanden sind, kommt es zu keiner wesentlichen Änderung. Dort wird die Mehrbelastung durch den zusätzlichen Verkehr aber ausgeglichen. Es wird also nirgendwo lauter als heute.


Wie genau läuft das Verfahren ab, um Schutzmaßnahmen zu formulieren?

Die Deutsche Bahn als Bauherrin beauftragt, bevor sie die Planfeststellung, also ihren Bauantrag beantragt, uns als Gutachterbüro mit einer Schalltechnischen Untersuchung für einen Streckenabschnitt. Wir als Gutachter sammeln in einem ersten Schritt Kartenmaterial, Bebauungspläne und weitere Informationen und werten diese aus. Dann erfassen wir jedes Gebäude im Abschnitt – auch durch Besichtigungen vor Ort. Aus diesen ganzen Daten bauen wir ein Berechnungsmodell, was die geometrischen und topografischen Details der Strecke abbildet. In dieses Modell fließt auch das zukünftige Betriebsprogramm ein. Also die Art und Frequenz der Züge. Aus diesem Modell ergeben sich dann Beurteilungspegel für jedes Gebäude, die dann mit den zulässigen Grenzwerten verglichen werden. Wir schlagen dann geeignete Schutzmaßnahmen vor und formulieren unser Gutachten, inklusive umfangreicher Ergebnistabellen und Karten.


Wer entscheidet über den Anspruch auf Schallschutz?

Final entscheidet das Eisenbahn-Bundesamt als Aufsichtsbehörde der DB im Rahmen der Planfeststellung, welche Maßnahmen durchgeführt werden. Hierzu prüft das Bundesamt nicht nur fachlich alle eingereichten Unterlagen. Es wägt auch zwischen den privaten und öffentlichen Interessen ab und hört über die Bezirksregierungen Bürger und Träger öffentlicher Belange, also beispielsweise die Kommunen, zu ihrer Meinung an.


Warum wird ein Schallgutachten berechnet und nicht gemessen?

Das Hauptargument ist, dass man mit einer Messung nur die gegenwärtigen Gegebenheiten beurteilen kann. Ich will mit einem Gutachten aber die Zukunft abbilden, also beispielsweise die Situation an einer Strecke abbilden, die es noch gar nicht gibt, oder die zwei Gleise mehr umfasst als heute. Außerdem ist die Berechnung deutlich effizienter und unabhängig von momentanen äußeren Gegebenheiten. Wir rechnen richtliniengemäß außerdem zu Gunsten der Anwohner immer in Mitwindrichtung und unter Berücksichtigung einer Inversionswetterlage. 



Hermann Marth, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Zollverein (Copyright: Frank Vinken/Stiftung Zollverein)

Interview mit Hermann Marth
Vorstandsvorsitzender der Stiftung Zollverein
 

Hermann Marth ist Vorstandsvorsitzenden der Stiftung Zollverein. Im Interview spricht er über den Wandel und die Mobilität von Metropolregionen und darüber, welche Funktion der Rhein-Ruhr-Express dabei übernimmt.


Was sind die wichtigsten Kriterien für Wandel?

Als Entwickler eines altindustriellen Standortes wie die Zeche und Kokerei Zollverein in Essen wissen wir: das wichtigste Kriterium für Wandel ist der unbedingte Wille, Wandel zu gestalten und Neues zu ermöglichen. Vor allem bei Infrastrukturprojekten im öffentlichen Raum braucht man für Innovationen einen langen Atem: Von der Abstimmung der Planungen bis zum Baustart vergehen mitunter viele Jahre, bis alle Voraussetzungen vorliegen.

Der Masterplan von Rem Koolhaas für die Entwicklung von Zollverein zu einem integrierten Kultur- und Wirtschaftsstandort wurde 2002 fertiggestellt. Erst jetzt, 15 Jahre später, sind die wesentlichen Bausteine realisiert.

Aus dieser Erfahrung heraus wissen wir: Die wichtigste Voraussetzung für Wandel – sozialen, gesellschaftlichen und wirtschaftlichen, strukturellen Wandel – ist eine umfassende Planung mit einer Infrastruktur, die von Beginn an Raum lässt für Zukunft und Entwicklung. 


Kunst, Kultur und Wirtschaft sind entscheidend für eine Metropolregion. Wie verknüpft man Altes und Neues?

Kunst, Kultur und Wirtschaft befruchten sich gegenseitig. Besonders deutlich geworden ist das im Jahr der Kulturhauptstadt Europas 2010, das unter dem Motto stand: Wandel durch Kultur, Kultur durch Wandel. Heute ist das Ruhrgebiet eine der dichtesten Bildungs- und Kulturlandschaften als Ergebnis eines erfolgreichen Strukturwandels. Kunst und Kultur ist neben Bildungsmöglichkeiten, attraktiven Arbeitsplätzen, guten Wohnbedingungen sowie Naherholungsmöglichkeiten Bestandteil einer Lebensqualität die ausschlaggebend für die Attraktivität einer Region ist. Das UNESCO-Welterbe Zollverein ist ein Best Practice-Projekt dafür, wie man Altes und Neues miteinander verbinden kann. Wo früher Kohle gefördert wurde, wird heute Kultur, Bildung, Kreativität und Wissenschaft gelebt und befördert. Was die Besucher an dieser Location am meisten schätzen, ist das industriekulturelle Ambiente, das Unverwechselbare, das Einmalige. Aus dem Alten etwas Neues zu erschaffen, kostet Kraft. Das Ergebnis aber ist total faszinierend und entfaltet eine Wirkung, die sich bereits jetzt auszahlt.


Eine sich wandelnde Gesellschaft ist eine mobile Gesellschaft. Welche Voraussetzungen für Mobilität gibt es?

Der Standort Zollverein im Essener Norden liegt in der bevölkerungsreichsten Metropolregion Deutschlands und verfügt damit faktisch über beste Voraussetzungen: Er liegt mitten im Verkehrsknotenpunkt der Rhein-Ruhr-Region und erschließt im zentralen europäischen Wirtschaftsraum potentiell Millionen von Menschen.

1,5 Mio. Menschen besuchen pro Jahr das UNESCO-Welterbe Zollverein. Eine stolze Zahl, aber mit Luft nach oben. Eine der Voraussetzungen für eine erfolgreiche Weiterentwicklung unserer touristischen Destination ist eine funktionierende Verkehrsinfrastruktur, insbesondere die Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln.


Der RRX wird das Rheinland noch stärker mit dem Ruhrgebiet verknüpfen. Welche Bedeutung hat die Anbindung des Ruhrgebiets an das Rheinland aus Ihrer Sicht?

Betrachtet man die Rhein-Ruhr-Region aus der Vogelperspektive, stellt sich diese Region als eine große zusammenhängende Metropole dar. Tatsächlich aber wird diese Region nicht „gelebt“. Die Gründung einer eigenen Metropole Rheinland ist hierfür aktuelles Beispiel. Heute ist es selbstverständlich, dass Menschen in einer Stadt wohnen und in einer anderen Stadt 50 oder 100 Kilometer entfernt arbeiten. Die Anbindung des Ruhrgebiets an das Rheinland ist überfällig, wird die Mobilität von Millionen Reisenden Tag für Tag verbessern und in jeder Hinsicht attraktivere Verbindungen für die Menschen schaffen. Hier wird über den RRX noch besser verbunden, was zusammen gehört.

 

Wie wichtig ist der Faktor Geschwindigkeit für die Zukunftsfähigkeit einer Region?

Für jede Region, und für das Ruhrgebiet ganz besonders, sind Geschwindigkeit und Mobilität eine extrem wichtige und sehr harte Währung. Um im Wettbewerb mithalten zu können, sind Investitionen in den Ausbau der mobilen Infrastruktur und in den Faktor Geschwindigkeit eine Grundvoraussetzung für die Zukunftsfähigkeit unserer Region. In einer zunehmend mobilen Gesellschaft dürfen Reisende und Pendler von einem der größten Verkehrsräume Europas eine Infrastruktur erwarten, die sich in Taktung und Ausstattung an modernen Metropolen messen kann. Dies gilt auch für den Ausbau des Rhein-Ruhr-Express.


   

Sachstand Januar 2017

Infokasten: Das RRX-Projekt in Zahlen

106 Kilometer Gesamtstrecke

84 Kilometer Gleis Neu- und Umbau

70 zusätzliche Weichen (192 Neubau, 116 Rückbau)

11 Brücken werden neu gebaut

26 Brücken werden erweitert

2.487 Meter neue Bahnsteige

200.000 qmSchallschutzwände

2.400.000 Pendler pro Tag in NRW

24.000 Personenfahrten jeden Tag werden auf die Schiene verlagert (Prognose)

8.500 Tonnen CO2  werden jährlich einegspart (Prognose)


Aktueller Bauabschnitt Köln-Mülheim (PFA 1.1):

2,6 Kilometer Gleis Neu- und Umbau

2.900 Tonnen neuer Schotter

5,5 Kilometer Schienen

1 zusätzliche Weiche (3 Einbau; 2 Rückbau)

4.350 Schwellen werden getauscht

3,5 Kilometer Oberleitung werden umgebaut

2,5 Kilometer Schallschutz (BüG)