Deutsche Bahn
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Die Deutsche Bahn in Hamburg

Zahlen, Daten und Fakten zur Deutschen Bahn in Hamburg

Stand März 2017

Die Deutsche Bahn (DB) beschäftigt in Hamburg 8.427 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Der Konzern ist damit einer der größten Arbeitgeber im Land und sichert hier durch Aufträge und Effekte aus Einkommen allein bei den regionalen Unternehmen der Dienstleistungs- und Zulieferindustrie tausende weitere Arbeitsplätze. Zudem bildet die Bahn derzeit in der Hansestadt 521 junge Menschen aus.

Mit der Verlagerung des Fernbahnhofs wird der zweite Entwicklungsabschnitt des städtebaulichen Projekts Mitte Altona möglich. Auf dem mehr als 13 Hektar großen Grundstück können weitere 1.900 Wohnungen errichtet werden. Damit würden in Mitte Altona insgesamt 3.600 Wohnungen entstehen und acht Hektar für Grün- und Freiflächen zur Verfügung stehen.

Das Konzept sieht vor, den bestehenden Kopfbahnhof aufzugeben und durch einen leistungsfähigen neuen Fernbahnhof Hamburg-Altona im Bereich der heutigen S-Bahnstation Diebsteich zu ersetzen. Der heutige S-Bahnhof Hamburg-Altona bleibt erhalten.

Der neue Bahnhof wird sechs Fernbahngleise und zwei S-Bahngleise an vier Bahnsteigen haben. Außerdem entsteht ein neues Empfangsgebäude. Der gesamte Bahnhof wird barrierefrei gebaut. Gleichzeitig müssen zwei Brücken erneuert und rund 25 Kilometer Gleise und 48 Weichen neu gebaut werden. Die Steuerung des Zugverkehrs erfolgt von einem neuen Elektronischen Stellwerk. 

Die freigegebenen Planungsmittel der DB betragen bisher rund 13 Millionen Euro. Ende 2015 wurde das Planfeststellungsverfahren eingeleitet. Parallel dazu sollen die Einzelheiten der Gestaltung des Bahnhofs und die Entwicklung des Umfelds abgestimmt werden. Hierfür haben Stadt und Bahn eine enge Abstimmung ihrer Planungen vereinbart. Zugleich wird die Öffentlichkeit ausführlich über die Pläne informiert. Die Inbetriebnahme des neuen Bahnhofs am Standort Diebsteich erfolgt 2023.

Die Stadt Hamburg hat mit der S-Bahn Hamburg den Verkehrsvertrag bis zum Jahr 2033 verlängert. Damit bringt das Angebot der S-Bahn Hamburg ab Dezember 2018 zahlreiche Verbesserungen für die Kunden. Die Deutsche Bahn investiert dafür insgesamt mehr als 500 Millionen Euro. So werden 60 Neufahrzeugen beschafft. Darüber hinaus werden auch die bereits bestehenden 112 Fahrzeuge der Baureihe ET 474 mit Wagenübergängen und einem modernem Fahrgastinformationssystem ausgestattet.

Im Januar 2016 wurde die umfangreiche Modernisierung bei 14 Zügen gestartet. Bis 2021 werden alle 112 S-Bahnzüge der aktuellen Baureihe 474 nach und nach dem Redesign unterzogen.

Die Modernisierung des Werks Ohlsdorf wurde bereits abgeschlossen. Die Kapazität konnte erhöht werden.

Noch in diesem Sommer startet der Neubau der Werkstatt Kronsaalsweg. Hier entsteht modernste Technik für die Instandhaltung der S-Bahnen. Die Fertigstellung ist für Ende 2018 geplant.

Verkehrsleistung

Im Jahr 2016 nutzten rund 235 Millionen Fahrgäste das Angebot des  Regionalverkehrs der Regionalbahn Schleswig-Holstein sowie der S-Bahn Hamburg.

Im Fernverkehr waren im vergangenen Jahr über neun Millionen Fahrgäste von und nach Hamburg unterwegs. Am Hamburger Hauptbahnhof verkehren auf 14 Gleisen täglich über 800 Züge des Fern- und Nahverkehrs und rund 1.200 S-Bahnen. Über 500.000 Reisende und Besucher nutzen täglich den Hamburger Hauptbahnhof.

Die S-Bahn Hamburg ist das erste Eisenbahnverkehrsunternehmen in Deutschland, das ausschließlich Öko-Strom für den Betrieb ihrer Fahrzeuge einsetzt und damit CO2-Emissionen vollständig vermeidet. Damit verbessert sich die Klimabilanz der Stadt Hamburg und jährlich werden rund 60.000 Tonnen des klimaschädlichen Treibhausgases Kohlenstoffdioxid eingespart.

DB Cargo steht für die weltweite Logistik der Deutschen Bahn. In Hamburg wurden im vergangenen Jahr rund 20 Millionen Tonnen Güter von DB Cargo bewegt.

Für den kontinentalen Kombinierten Verkehr werden im DUSS-Terminal in Hamburg-Billwerder über 300.000 Einheiten pro Jahr umgeschlagen mit steigender Tendenz. Dort sind 64 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt.

Seit Juni 2015 verkehren von Hamburg-Billwerder sieben Mal wöchentlich Güterzüge von Hamburg nach China und umgekehrt. 10.000 Kilometer Streckenlänge werden in nur 16 Tagen zurückgelegt.

Infrastruktur

Die Deutsche Bahn plant 2017 Investitionen in Höhe von rund 124 Millionen Euro in die Infrastruktur in Hamburg, im Zeitraum von 2016 bis 2020 sind auf Basis der derzeit gültigen Mittelfristplanung aus dem Jahre 2015 insgesamt über 740 Millionen Euro geplant. Davon entfallen knapp 550 Millionen Euro auf das Schienennetz, knapp 154 Millionen Euro auf die Bahnhöfe und 43 Millionen Euro auf Anlagen zur Energieversorgung. Diese Zahlen beinhalten sowohl Investitionen für das Bestandsnetz als auch für Neu- und Ausbaumaßnahmen.

Das „Achsenkonzept“ über den Ausbau der wichtigen Strecken in der Metropolregion Hamburg ist für den öffentlichen Personennahverkehr von wesentlicher Bedeutung. Darüber sind sich die Beteiligten einig. Für die Entlastung des Hamburger Hauptbahnhofs ist es erforderlich, weitere Nahverkehrsleistungen auf S-Bahngleise zu verlagern. Die Länder Hamburg und Schleswig-Holstein treiben die Planung des Projektes der S-Bahnlinie „S4 (Ost) von Hamburg nach Bad Oldesloe“ weiter voran.

Für den geplanten Bau der S-Bahnlinie S4 werden aktuell vertiefende Baugrunduntersuchungen sowie Schall- und Erschütterungsgutachten, Umweltverträglichkeitsstudien und Vermessungsarbeiten entlang der Strecke durchgeführt. Die Planer erarbeiten aktuell die Entwurfs- und Genehmigungsplanung für den Planfeststellungsabschnitt 1. Über die Finanzierung der Kosten werden sich die Länder Hamburg und Schleswig-Holstein mit dem Bund verständigen.

Europas größter Rangierbahnhof in Maschen, vor den Toren Hamburgs, wurde für rund 230 Millionen Euro umgebaut. Rund 121.000 Meter Gleise, 230 Weichen, rund 100 Brems- und Förderanlagen und die gesamte Computertechnik wurden erneuert. Nach fünfjähriger Bautätigkeit waren die Arbeiten im Sommer 2014 abgeschlossen.

Die Bahnstrecke zwischen dem Rangierbahnhof Maschen und Hamburg-Harburg ist eine der wichtigsten Verbindungen für die Hamburger Seehäfen und Teil des Korridors „Skandinavien–Mittelmeer“. Um Engpässe im Bereich des Eisenbahnknoten Hamburg zu beseitigen und die Streckenkapazität für Güterzüge zu steigern, beginnen ab März erste Arbeiten für ein zweites östliches Umfahrungsgleis für Güterzüge der Fahrtrichtung Süd/Nord, vorzugsweise aus Richtung Buchholz/Jesteburg.

Derzeit werden zwei Eisenbahnbrücken am Berliner Tor erneuert. Dort kreuzen die Fernbahnstrecke Hamburg–Berlin und die S-Bahnstrecke Hamburg Hbf–Aumühle die Strecke Hamburg–Lübeck sowie die Gleise der S-Bahnstrecke Hamburg Hbf–Poppenbüttel. Die Gesamtbaumaßnahmen, in die rund 90 Millionen Euro investiert werden, sollen nach derzeitiger Planung Ende 2020 abgeschlossen sein.

Auch die S-Bahnüberführung über die Julius-Leber-Straße in Hamburg-Altona wird erneuert. Diese Überführung ist eins (der westliche) von zwei Teilen des sogenannten „Lessingtunnels“. Im Sommer 2016 begannen erste Arbeiten. Die Kosten für die Erneuerung in Höhe von 25 Millionen Euro tragen der Bund, die Stadt und die Deutsche Bahn.

Die DB verfügt in Hamburg über ein Schienennetz von 271 Kilometern und betreibt 56 Bahnhöfe. Im Rahmen des mit dem Land Hamburg vereinbarten und sehr erfolgreichen „Programm zur Steigerung der Haltestellenattraktivität (PSH)“ wurden im vergangenen Jahr die Stationen Hasselbrook und Landungsbrücken stufenfrei ausgebaut. Damit sind bereits
rund 80 Prozent aller S-Bahnstationen in Hamburg stufenfrei.

Die Modernisierung insbesondere der S-Bahnstationen in Hamburg schreitet voran. In diesem Jahr startete die Modernisierung der unterirdischen Stationen im City-Tunnel. In den Stationen Blankenese und Kornweg begannen die Arbeiten für den barrierefreien Ausbau.

In der Station Alte Wöhr werden der Zugangstunnel und der Bahnsteig saniert, das Empfangsgebäude abgebaut und ein neuer ServiceStore errichtet. Die Bauarbeiten sollen bis Anfang 2019 dauern.

In Hamburg-Altona wurde im letzten Jahr der Umbau der Zwischenebene über den S-Bahnsteigen zu einer modernen Verkehrs- und Shop-Passage abgeschlossen.

Der Erfolg des im Sommer 2009 gestarteten Leihsystems StadtRAD Hamburg spricht für sich. Seitdem haben sich rund 395.000 Kunden für die Nutzung des Angebots registriert. Rund 2.450 Fahrräder stehen an über 200 Leihstationen zur Verfügung. Allein in 2016 wurden die „roten“ Fahrräder mehr als drei Millionen Mal ausgeliehen.

Digitalisierung

Die Digitaltechnik hilft die Qualität zu verbessern. Der neue DB-Navigator informiert die Reisenden per Handy über Abfahrt- und Umsteigezeiten sowie über Gleisangaben. Das System ADAM (Ausbau Digitalisierung im Anlagen-Management) überwacht die Aufzüge und meldet Störungen in Echtzeit. Mit der App „Bahnhof live“ lassen sich so unter anderem die Zustände der Aufzüge auf dem jeweiligen Reiseweg abrufen. Die Diagnose- und Analyseplattform DIANA macht die Weichen intelligent und verbessern die Zuverlässigkeit. Sensoren an den Weichen melden Unregelmäßigkeiten schon bevor große Störungen auftreten.