Deutsche Bahn
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16.02.2017 Leipzig

Echtzeitanzeige zu Nahverkehrsanschlüssen

S-Bahn Mitteldeutschland jetzt mit Echtzeitanzeige zu Nahverkehrsanschlüssen

Die S-Bahn Mitteldeutschland hat für Fahrgäste seit dem Fahrplanwechsel im Dezember vergangenen Jahres ihr Serviceangebot erweitert: Kunden erhalten jetzt bereits im Zug neben den bisherigen Informationen zu Anschlusszügen auch Hinweise über die nächsten Straßenbahn- und Busanschlüsse im gesamten S-Bahn-Gebiet. Möglich wird dies durch Daten des Europäischen Fahrplanzentrums (EFZ) und die umfassende technische Ausrüstung von Bussen und Straßenbahnen im Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV).

S-Bahnnetz schafft Verbindungen zum ÖPNV

Seit der Einführung des Mitteldeutschen S-Bahn-Netzes im Dezember 2013 profitieren täglich tausende Fahrgäste von neuen Verbindungen, kürzeren Reisezeiten und dem direkten Erreichen des Leipziger Stadtzentrums. Da für viele Menschen die Fahrt aber nicht an den jeweiligen S-Bahn-Haltestellen endet, sondern oft ein Umstieg in weitere öffentliche Verkehrsmittel erfolgt, hat die S-Bahn Mitteldeutschland  gemeinsam mit dem Zweckverband für den Nahverkehrsraum Leipzig (ZVNL) ihr Angebot in Sachen Mobilität und Service für die Kunden weiter ausgebaut. Für alle Halte der Züge des S-Bahn-Netzes werden in den Fahrzeugen nunmehr nicht nur die Anschlüsse zu anderen S-Bahnen und Regionalzügen angezeigt, sondern auch die Abfahrtszeiten von Straßenbahnen und Bussen im Stadtgebiet von Leipzig und im gesamten Bediengebiet der S-Bahn an der jeweiligen Haltestelle in Echtzeit – also auch mit eventuell entstandenen Verspätungen.

Neues System mit Vorreiterfunktion

Die Anzeige der Anschlüsse zu Straßenbahnen und Bussen ist möglich durch die Nutzung von Echtzeitdaten, welche die Verkehrsunternehmen an das Europäische Fahrplanzentrum weiterleiten und die so im Reisenden-Informationssystem der Deutschen Bahn AG mit angezeigt werden können. So werden zuverlässig die Verbindungen der jeweiligen Haltestelle für die nächsten 15 bis 30 Minuten dargestellt. Lediglich wenn Stationen zu eng beieinander liegen oder die Abdeckung des Mobilfunknetzes nicht ausreicht, kann es vorkommen, dass einzelne Informationen nicht rechtzeitig vorliegen.

Die S-Bahn Mitteldeutschland vernetzt sich so noch enger mit den anderen Verkehrsmitteln der Region und für die Kunden wird das Gesamtsystem noch einfacher und besser nutzbar. Grundlage für die Einbindung des übrigen ÖPNV ist der u.a. mit Zuschüssen der Europäischen Union, des Freistaats Sachsen und des ZVNL erfolgte Aufbau eines rechnergestützten Betriebsleitsystems (RBL) bei den anderen Verkehrsunternehmen. In Höhe von mehreren Millionen Euro wurde hierfür ein Netzwerk errichtet, das auch für die Zukunft eine aktuelle Information aller Reisenden gewährleistet.

Das neue Fahrgastinformationssystem im Mitteldeutschen S-Bahn-Netz soll auch Vorbildfunktion für Straßenbahnen und Busse sein, die im Umkehrschluss auf entsprechende Anschlussstellen im Schienenpersonennahverkehr (SPNV) hinweisen können.

Von den Kunden - für die Kunden

Die Einführung des neuen Systems geht auch auf die im Herbst 2016 durchgeführte Ideen- und Mitmachplattform der S-Bahn Mitteldeutschland für ihre Fahrgäste zurück. Kunden hatten dort die Möglichkeit, Ideen und Vorschläge zu den Themen Kommunikation, Angebote, Service oder Fahrzeuge zu unterbreiten. Insgesamt beteiligten sich 156 Fahrgäste mit 1.246 Diskussionsbeiträgen zur Zukunft des Service-Angebots der S-Bahn Mitteldeutschland. Ein oft geäußerter Wunsch war die verbesserte Darstellung der Anschlussbeziehungen zum ÖPNV, die jetzt mit der neuen Echtzeitanzeige in den Zügen realisiert wurde.

Über die S-Bahn Mitteldeutschland:

Die S-Bahn Mitteldeutschland hat ihren Betrieb am 15. Dezember 2013 aufgenommen. Durch die Zusammenführung und Neustrukturierung von bisherigen S-Bahn-, Regionalbahn- und Regional-Express-Linien wurde das Mitteldeutsche S-Bahn-Netz mit insgesamt acht neuen S-Bahn-Linien geschaffen, die sich durch einen dichten, integrierten Taktfahrplan auszeichnen. Die von der DB Regio AG, Regio Südost, betriebene S-Bahn Mitteldeutschland befährt ein 430 Kilometer langes Streckennetz mit 117 Haltepunkten. Die Linien führen in das Tarifsystem von vier Verkehrsverbünden – dem Mitteldeutschen Verkehrsverbund (MDV), dem Verkehrsverbund Mittelsachsen (VMS), dem Verkehrsverbund Oberelbe (VVO), dem Verkehrsverbund Berlin/Brandenburg (VBB) – sowie in die Tarifgemeinschaft Anhalt-Bitterfeld-Wittenberg-Tarif (ABW).

Mehr Informationen: www.s-bahn-mitteldeutschland.de

Über den Zweckverband für den Nahverkehrsraum Leipzig (ZVNL):

Der Zweckverband für den Nahverkehrsraum Leipzig (ZVNL) plant, organisiert und finanziert den regionalen Schienenpersonennahverkehr (SPNV). Als einer von fünf Aufgabenträgern im Freistaat Sachsen ist er für die Stadt und den Landkreis Leipzig sowie den Landkreis Nordsachsen zuständig. Auf diesem Gebiet sorgt der ZVNL dafür, dass den Bewohnern und Gästen des Großraums Leipzig ein attraktives und zuverlässiges Angebot an Regionalverbindungen bereitgestellt wird. Der Zweckverband bedient ein Gebiet von ca. 4.000 Quadratkilometern mit ca. 1 Mio. Einwohnern, 500 km Streckennetz und 108 Haltepunkten. Die jährliche Zugkilometerleistung liegt bei etwa 10,9 Millionen.

Mehr Informationen zum ZVNL sind zu finden unter www.zvnl.de