Deutsche Bahn
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14.03.2017 Leipzig

Besserer Lärmschutz im oberen Elbtal geplant

Die Anwohner an der Bahnstrecke im oberen Elbtal bekommen einen besseren Lärmschutz. Lärmschutzwände auf einer Länge von über 30 Kilometern sowie sogenannte Schienenstegdämpfer auf knapp 35 Kilometern können den Lärm weiter reduzieren. In die derzeit insgesamt geplanten 35 Einzelmaßnahmen sollen über 60 Millionen Euro investiert werden. Dies sind die Ergebnisse einer Machbarkeitsuntersuchung für die Eisenbahnstrecke zwischen Dresden und der tschechischen Grenze, die heute vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur und der Deutschen Bahn Vertretern der Kommunen aus dem Elbtal und weiteren Mandatsträgern vorgestellt wurden.

„Die weitere Entlastung der Anwohner an besonders vom Lärm belasteten Streckenabschnitten  ist ein zentrales Ziel unserer Aktivitäten beim Lärmschutz. Mit der Umsetzung der im Rahmen der Machbarkeitsuntersuchung ermittelten Maßnahmen würde es für über 14.000 Bürger entlang der Strecke spürbar leiser werden“, so Eckart Fricke, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn AG für die Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen. „Wichtig dabei ist uns, dass die Maßnahmen auch vor Ort auf Akzeptanz stoßen.“

„Der Schutz der Menschen vor Schienenverkehrslärm leistet einen bedeutenden Beitrag zur Akzeptanz des Verkehrsträgers und gehört zu den Kernelementen unserer Verkehrspolitik. Im Rahmen unserer Strategie ‘Leise Schiene‘ fördern wir bereits die Umrüstung von Güterwagen auf leise Bremstechnik und finanzieren die freiwillige Lärmsanierung von bestehenden Strecken. Mit der Machbarkeitsuntersuchung Elbtal und der Umsetzung der vorgeschlagenen Maßnahmen gewährleisten wir darüber hinaus einen noch besseren Lärmschutz an einem Lärmbrennpunkt“, so Enak Ferlemann, parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesverkehrsminister.

Der Untersuchungsabschnitt hat eine Länge von rund 50 Kilometern. In den Jahren 2004 bis 2013 wurde dieser Bereich des Elbtals im Rahmen des Freiwilligen Lärmsanierungsprogramms  des Bundes bereits saniert. Jede einzelne Ortsdurchfahrt wurde nun erneut untersucht und weitere Maßnahmen identifiziert. Ebenfalls Gegenstand der Machbarkeitsuntersuchung waren zwei Abschnitte in Coswig (u.a. am Fachkrankenhaus) und Weinböhla bei Dresden mit einer Länge von knapp zwei Kilometern.

Die Vertreter der Kommunen haben nun die Möglichkeit, im Austausch mit dem beauftragten Ingenieurbüro Anregungen und Ergänzungen einzubringen. Die Einbindung der Öffentlichkeit erfolgt dann im Rahmen zweier Veranstaltungen in Dresden und Bad Schandau Anfang Juni. Ziel ist es, die Machbarkeitsuntersuchung im Sommer dieses Jahres abzuschließen.

Informationen auch unter: http://www1.deutschebahn.com/laerm/start