Deutsche Bahn
zurück zur Übersicht

29.11.2017 Jena

Größter Fahrplanwechsel in der Geschichte der Deutschen Bahn - Zahlreiche Vorteile für Ostthüringen

Im Saaletal weiter Fernverkehr • Deutlich mehr Züge im Regionalverkehr

Am 10. Dezember beginnt für Deutschland eine neue Ära des Bahnreisens. Mit der Eröffnung der Schnellfahrstrecke Berlin – München schafft die Deutsche Bahn AG für 17 Millionen Menschen kürzere Reisezeiten, mehr Direktverbindungen und bessere Anschlüsse. Die neue Strecke wird ein gewaltiger Mobilitätssprung.

Mit Inbetriebnahme der Schnellfahrstrecke und dem neuen ICE-Knoten Erfurt wird das deutsche Hochgeschwindigkeitsnetz erweitert. Die Bahn wird bis zu 2 Stunden schneller zwischen Berlin/Mitteldeutschland und Bayern. Diese Reisezeitvorteile werden auch in die Region Ostthüringen getragen. Ein optimierter Fahrplan sorgt in Erfurt für gute Anschlüsse der ICE-Verbindungen von und zum Regionalverkehr. Zusätzlich profitiert Jena mit neuen Direktanbindungen von der neuen Schieneninfrastruktur.

Die Deutsche Bahn AG hat seit 2015 über 770 Million Euro in den Ausbau der Schieneninfrastruktur in Thüringen investiert. In den nächsten zwei Jahren kommen nochmals 350 Millionen Euro hinzu. Der größte Anteil von rund 400 Millionen Euro ging in den Ausbau der Mitte-Deutschland-Verbindung zwischen Weimar und Glauchau. Aber auch die Saalebahn und der Bahnknoten Gera wurden grundlegend erneuert. Erhebliche Investitionen sind auch in die Verkehrsstationen entlang der Mitte-Deutschland-Verbindung geflossen. Hier sind insbesondere Jena West, Jena Göschwitz und Oberweimar zu nennen.

Der vom Freistaat Thüringen und der Deutschen Bahn AG im November 2015 vorgestellte Vier-Punkte-Aktionsplan wird damit umgesetzt:

o   Ab 10. Dezember 2017 verkehrt täglich ein ICE-Zugpaar zwischen Jena und Berlin und ein IC-Zugpaar zwischen Karlsruhe, Jena und Leipzig.

o   Ab Dezember 2018 wird auf der Ost-West-Achse auf der Mitte-Deutschland-Verbindung (MDV) der mit dem Regionalverkehr integrierte Fernverkehr mit drei IC-Zugpaaren zwischen Gera – Jena – Erfurt und Nordrhein-Westfalen verbunden. In Kombination mit den Regionalverkehren von DB Regio, Erfurt Bahn und Abellio entsteht dadurch ein integrierter Halb-Stunden-Takt mit Anbindung an den ICE-Knoten Thüringen.

o   Ab Dezember 2023 ist eine zweistündliche Fernverkehrsverbindung von Nürnberg über Jena nach Leipzig geplant. Unterwegs sollen die Züge unter anderem auch in Lichtenfels und Saalfeld halten. Sie stellen eine gute Verknüpfung für Ostthüringen her. In Leipzig besteht Anschluss nach Berlin.

o   Die Planungen für das Projekt „Elektrifizierung Weimar – Gößnitz“ beginnen mit einer Machbarkeitsstudie und Vorplanung. Der Abschluss der Elektrifizierung stellt einen wichtigen Lückenschluss im Fernverkehrsnetz dar. Unmittelbar danach soll das Fernverkehrsangebot auf der Mitte-Deutschland-Verbindung nach Chemnitz verlängert werden. Der Freistaat Thüringen und die DB Fernverkehr streben ein durchgehendes zweistündliches Fernverkehrsangebot zwischen Westsachsen/Ostthüringen und dem Ruhrgebiet bis 2033 an. Der lange Vorlauf ist notwendig, da die Harmonisierung mit Nahverkehrskonzepten im Raum NRW erforderlich ist. Für vier thüringische Städte verbessert sich damit die Fernverkehrs-anbindung (Erfurt, Weimar, Jena und Gera).

Ab dem 10. Dezember 2017 verkehren auch deutlich mehr Züge im Regionalverkehr zwischen Jena, Weimar und Erfurt. Ein zirka halbstündliches Angebot verbindet die Städte Erfurt und Jena von 6 Uhr bis 20 Uhr. In Erfurt besteht ein Übergang zur neuen ICE-Linie 15 von/nach Frankfurt (Main). Darüber hinaus verkehren zwei zusätzliche RE-Züge in der Hauptverkehrszeit (am Morgen) zwischen Erfurt und Jena. Gera profitiert durch zusätzliche Direktverbindungen nach Erfurt und Anschlüsse zur ICE-Linie 15. Eine neue zweistündliche RE-Linie verbindet Jena mit Halle/Saale und hat dort direkten Übergang an die ICE-Züge in Richtung Berlin.