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Wanderausstellung der Deutschen Bahn

DB zeigt auch 2010 die Ausstellung „Sonderzüge in den Tod“

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Auch im Jubiläumsjahr der Eisenbahn in Deutschland 2010 wird die Wanderausstellung kostenfrei an Städte, Gedenkstätten und Museen verliehen. Seit ihrer Eröffnung im Januar 2008 haben sie über 150.000 Menschen gesehen.

Das Interesse an der Rolle der Deutschen Reichsbahn im Nationalsozialismus ist weiterhin groß. Nachdem die Ausstellung 2008 in Bahnhöfen zu sehen war, konnte sie im Jahr 2009 beginnend im Hanauer Rathaus in Gedenkstätten, Museen, Stadthallen, Bibliotheken und schließlich im Zentrum für Stadtgeschichte in Bochum gezeigt werden. Auch 2010 wird die Deutsche Bahn AG die Ausstellung kostenfrei zur Verfügung stellen und ausleihen.

Die Deutsche Reichsbahn war durch die Deportation zahlloser Menschen unmittelbar am Holocaust beteiligt. Ohne den Einsatz des Transportmittels Eisenbahn wäre der systematische Mord an den europäischen Juden, Sinti und Roma nicht möglich gewesen. Insgesamt wurden im Zweiten Weltkrieg etwa drei Millionen Menschen aus fast ganz Europa mit Zügen in die Vernichtungslager des NS-Regimes transportiert.

Wanderausstellung "Sonderzüge in den Tod"

Die Ausstellung erinnert auf 40 Informationstafeln an das unermessliche Leid, dass diesen Menschen zugefügt wurde. Sie zeigt Einzelschicksale von Kindern, Frauen und Männern, die von ihren Heimat- und Fluchtorten in den Tod deportiert wurden. Überlebende schildern in Zeitzeugeninterviews die grauenvollen Zustände in den Zügen. Die fahrplanmäßige und betriebliche Durchführung der Transporte durch die Reichsbahn sowie die Verantwortlichkeiten in den Ministerien wird anhand von Dokumenten und Grafiken dargestellt.

Die Ausstellung beruht auf der im Museum der Deutschen Bahn in  Nürnberg gezeigten Dauerausstellung zur Geschichte der Reichsbahn im Nationalsozialismus sowie der Initiative von Serge und Beate Klarsfeld und der Organisation "Fils et Filles des Déportés Juifs de France". In Zusammenarbeit mit dem Berliner Centrum Judaicum und dem Deutschen Technikmuseum Berlin wurde das Thema der Deportationen vertieft und für die Wanderausstellung neu zusammengestellt. Fotos und Biografien von Kindern, die aus Frankreich deportiert wurden, stammen aus der Sammlung von FFDJF, die eigens für die Ausstellung in Deutschland ausgwählt wurden. Mit der Wanderausstellung setzt die DB AG ihr Engagement für ein dauerhaftes Erinnern, Darstellen und Gedenken fort. 

Ausstellungstermine 2010:

Ort:Datum:
Riesa, Stadtmuseum27.01. -  21.03.2010
Wuppertal-Vohwinkel, Bahnhof07.05. - 24.05.2010
Lübeck, Kulturforum Burgkloster13.08. - 03.10.2010
Heidelberg, Dokumentations-
und Kulturzentrum Deutscher
Sinti und Roma
12.10. - 21.11.2010

Zur Ausstellung ist die gleichnamige Begleitpublikation "Sonderzüge in den Tod. Die Deportationen mit der Deutschen Reichsbahn" hrsg. von A. Engwert und S. Kill im Böhlau Verlag erschienen. (ISBN, 978-3-412-20337-5, € 16,90, 162 Seiten)

Bild von Deportierten vor Reichsbahnwaggon

Flyer zur Ausstellung "Sonderzüge in den Tod"

Dateiformat: PDF

Dateigröße: 0,28 MB

Flyer zur Ausstellung "Sonderzüge in den Tod" (frz.)

Dateiformat: PDF

Dateigröße: 0,28 MB

Letzte Aktualisierung: 05.03.2010

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Reichsbahnwaggons: SS Wachpersonal und Deportierte

Deportation von Juden aus Mainfranken, Würzburg, April 1942

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Bahnhofsuhren aus verschiedenen Epochen

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