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Golßen: Verkehrsfreigabe der Landesstraße 711 zwischen Altgolßen und der B 96/115

Ersatz für den Bahnübergang am Bahnhof Golßen im Zuge des Ausbaus der Bahnstrecke Berlin-Dresden auf Tempo 200

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29.06.2017 Berlin

Golßen: Verkehrsfreigabe der Landesstraße 711 zwischen Altgolßen und der B 96/115

Ersatz für den Bahnübergang am Bahnhof Golßen im Zuge des Ausbaus der Bahnstrecke Berlin-Dresden auf Tempo 200

Ab 30. Juni 2017 haben Autofahrer freie Fahrt auf einem fast zwei Kilometer langen Neubauabschnitt der Landesstraße L 711 zwischen Altgolßen und der Bundesstraße B96/115. Die neue Straße ersetzt damit den Bahnübergang am Bahnhof Golßen (Niederlausitz).

Der Bahnübergang wird ab 30. Juni 2017 ab 18 Uhr für den motorisierten Verkehr gesperrt. Für Fußgänger bleibt die Querungsmöglichkeit am Bahnübergang im Bahnhof Golßen (Niederlausitz) bis zur Fertigstellung der barrierefreien Fußgängerunterführung bestehen. Für Autofahrer wird nördlich des Bahnhofs der Bahnübergang an der B96/115 durch eine Straßenbrücke ersetzt. Beide Baumaßnahmen werden Anfang September abgeschlossen sein, sodass es künftig keine Wartezeiten mehr am Bahnübergang gibt.

Baubeginn war im August 2016. Rund 7,4 Millionen Euro kostet der Ersatz des Bahnüberganges am Bahnhof Golßen (Niederlausitz). Jeweils ein Drittel der Kosten übernehmen Bund, Bahn und die Straßenbaulastträger (Land Brandenburg / Stadt Golßen). Das Land Brandenburg fördert 90 Prozent des Anteils der Stadt Golßen (900 000 Euro). 

Der Bahnübergang am Bahnhof Golßen wurde im Zuge des Ausbaus der Bahnstrecke Berlin-Dresden für Tempo 200 aufgelöst. Seit August 2016 ist die Strecke zwischen Wünsdorf-Waldstadt und Hohenleipisch im Land Brandenburg komplett gesperrt. Gleise, Bahnsteige, Bahntechnik werden komplett erneuert und 18 Bahnübergänge im Land Brandenburg durch Straßenüber- oder –unterführungen ersetzt. 

Am 10. Dezember 2017 wird die Streckensperrung wieder aufgehoben. Bis 2020 wird die Strecke mit dem einheitlichen europäischen Zugsicherungssystem ETCS (European Train Control System) ausgerüstet, dann kann Tempo 200 gefahren werden. 

Ziel des Gesamtausbaus der Bahnstrecke Berlin-Dresden ist es, die Fahrzeit zwischen den Hauptbahnhöfen der sächsischen Landeshauptstadt und der deutschen Hauptstadt auf 80 Minuten zu verkürzen.