Quiz
Deutschland, deine Mode
Überspringen: Deutschland, deine ModeGäbe es das alte Fernsehquiz „Dalli Dalli“ noch, würden wohl die meisten Rateteams bei der Aufgabe „Nennen Sie abwechselnd deutsche Modedesigner von Weltruf“ kaum punkten: Karl Lagerfeld, Wolfgang Joop, Jil Sander, Harald Glööckler – wie heißt noch mal die von Strenesse? Und die Zeit ist um! Wir können leider nur drei gelten lassen, Glööckler kennt die Welt nicht. Ach ja, Gabriele Strehle wäre der Name gewesen ...
Mehr Modemacher von internationalem Format haben wir eben nicht zu bieten, werden viele sagen. Wir brauchen ja auch keine, denn grundsätzlich scheinen die Deutschen wenig modebewusst. Man muss sich nur in den Fußgängerzonen umsehen: Die meisten scheinen nicht empfänglich für die neuesten Trends. Es dominieren eher zeitlose Kleidungsstücke, schlicht im Schnitt, oft grau oder beige, kurz: langweilig. Selbst die Jüngeren bevorzugen die Uniformen aus den Discountern, sicher greller und flippiger, aber doch ein Einheitslook.
In den Zentren von Rom, Madrid oder Paris kommen einem die Menschen im Gegensatz dazu vor wie aus einer zukünftigen Epoche des Bekleidungsdesigns: Sie sind stets so angezogen, als warte ein Fotograf der Modezeitschrift Vogue gleich an der nächsten Ecke und bäte um eine Aufnahme. Sie kleiden sich meistens elegant oder modern-flippig, bestimmt nicht nur teuer, aber nie deutsch ...
Umso erstaunlicher: Der Großteil aller Modedesigner Europas wird in Deutschland ausgebildet. Je nach Quelle gibt es in Deutschland rund 90 staatliche und private Modeschulen von Relevanz, nicht selten bewerben sich 700 Interessenten um die vielleicht 35 Plätze einer Schule, jährlich gibt es rund 2000 Absolventen. Können wir also doch Mode?
Designer wie Markus Lupfer, John Ribbe, Lutz Hueller oder Anja Gockel jedenfalls sind seit Jahren in London oder Paris erfolgreich. Internationale Marken wie das italienische Label Bottega Veneta beschäftigen Deutsche wie Thomas Maier als Chefdesigner. Dirk Schönberger war bis Juni Chefdesigner bei JOOP!, jetzt ist er neuer Creative Director bei Adidas. Guido Maria Kretschmer wiederum stattet Künstler aus der internationalen Film-, Werbe- und Musikbranche aus, zu seinen Fans zählen etwa Jane Seymour und Charlize Theron. Michael Michalsky war einst bei Adidas und wurde dort als erster Modemacher überhaupt mit dem renommierten Red-dot-award für Design ausgezeichnet. Heute hat er sein eigenes erfolgreiches Label. Der Bremerhavener Kai Kühne schließlich gilt in New York als der Geheimtipp.
Deutsche Modehochburg ist Berlin. Allein hier gibt es neun Modeschulen. Und die Berliner Labels schicken sich an, die Welt zu erobern. Die Marke c.neeon der Designerinnen Clara Kraetsch und Doreen Schulz heimste europäische Nachwuchspreise ein, die beiden entwarfen unter anderem eine Kollektion für das britische Modelabel Topshop. Kaviar Gauche, 2004 gegründet von Alexandra Fischer-Roehler und Johanna Kühl, bietet traumhafte Abendkleider, die zur Lieblingsgarderobe von Stars wie Heike Makatsch oder Topmodel Nadja Auermann gehören. Auch das Strickmodelabel Lala Berlin ist international erfolgreich: Lou Doillon oder Claudia Schiffer tragen die Entwürfe, die Marke ist sogar in Japan, Kuwait oder den USA erhältlich.
Frank Leder, Anett Röstel, Firma, Penkov, Smeilinener – die Liste weltbekannter deutscher Designer und Labels ließe sich noch fortführen. Ihr Hauptgeschäft allerdings liegt nur selten im Inland, oft kommen sie zum Beispiel in Asien besonders gut an. Vielleicht ist es an der Zeit, sie auch in Deutschland zu beachten.
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Beantworten Sie einfach die folgenden drei Fragen:
1. Wie lautet der Name für ein traditionelles Karomuster, hauptsächlich für Hemden und Anzüge?
AVE) Paisley
OVE) Glencheck
UVE) Hahnentritt
2. Welches der folgenden Zitate wird Karl Lagerfeld zugeschrieben?
RKN) Mode bleibt Mode, bis sie den Leuten zum Halse heraushängt.
AKW) Bei der Schürze liegt die Würze in der Kürze.
BWL) Ich bin nie mit der Mode gegangen. Ich habe sie gemacht.
3. Wie nennt man, im Gegensatz zur Haute Couture, sogenannte tragbare Mode?
OOS) Pas de deux
AAS) Pot-au-feu
EES) Prêt-à-porter
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Reichstag, Berlin. |
2.–10. Preis: Je ein Warengutschein im Wert von 50 € für Einkäufe im BahnShop 1435.
11.–20. Preis: Je ein entsprechender Warengutschein im Wert von 25 €.
Schicken Sie Ihre Lösung bis zum 30. September 2010 (Poststempel) an mobil, Stichwort: Rätsel 09/10, 23857 Reinfeld, E-Mail: mobil.raetsel@azm-gmbh.de
Es ist nur eine Einsendung pro Person möglich. Teilnehmen kann nur, wer die Antwort eigenhändig schreibt und absendet. Ausdrücklich ausgeschlossen sind Einsendungen, die beauftragte Dienstleister für ihre Kunden vornehmen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Auflösung aus mobil 07/10: albert john luthuli
Gewinner:
1. Preis: Georg Saumweber.
2.–10. Preis: Günter Christnacht, Monika Haller, Gundhild Holste,
Jutta Klemm, Georg Kobler, Manfred Krause,
Anneliese Kreisel-Kössler, Gisela Schaaf, Helmut Wittmann.
11.–20. Preis: Markus Calleja, Manfred Höfert, Roland Hofmann,
Ines Neumann, Torsten Scheurich, Heidemarie Sethaler,
Frank Siegesmund, Albert Simon, Karin Thelen, Sigrid Wülfing.
Letzte Aktualisierung: 31.08.2010
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