Artikel: DB InfraGO passt Planungen für Elektrifizierung der Eifelstrecke an
Die DB InfraGO passt ihre Planungen für die Elektrifizierung der Eifelstrecke zwischen Trier und Köln an. Bisher hat sich noch kein Unternehmen für den Einbau der Oberleitung gefunden. Die DB hatte die Leistungen mehrfach und in veränderter Form ausgeschrieben. Unabhängig davon starten andere Bauteams im März kommenden Jahres mit den notwendigen Anpassungen von zehn Tunneln und 56 Brücken. Um die bereits geplanten Sperrpausen in den Jahren 2027 und 2028 dennoch bestmöglich für den Baufortschritt zu nutzen, führt die DB InfraGO in einem ersten Schritt auch alle bereits möglichen Arbeiten für die Elektrifizierung durch. Der Einbau des durchgängigen Fahrdrahts und der notwendigen Kettenwerke muss eventuell zu einem späteren Zeitpunkt erfolgen.
Trotz der angespannten Marktlage hat die Elektrifizierung der Eifelstrecke für die DB, die Länder Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz sowie die Aufgabenträger go.Rheinland und SPNV-Nord weiterhin eine sehr hohe Priorität. Die DB InfraGO arbeitet intensiv daran, zusätzliche Kapazitäten für den Oberleitungsbau zu gewinnen. Dazu gehören auch Bemühungen, weitere Unternehmen aus dem In- und Ausland für die noch ausstehenden Arbeiten zu gewinnen. Ebenso wird die DB InfraGO bei Risiken, die sich im Zuge der weiteren Planung etwa im Zusammenhang mit der Aufweitung einzelner Tunnel für die Elektrifizierung ergeben, gegensteuern, um die Inbetriebnahme der Strecke bis Ende 2028 sicherzustellen.
Die Arbeiten für die Elektrifizierung hatten 2024 begonnen. Um in der Region nach der Flut wieder einen stabilen Nahverkehr zu bieten, sind seit Oktober 2025 bis auf wenige Einschränkungen wieder durchgängig Züge zwischen Köln und Trier unterwegs. Bereits im vergangenen Jahr hatte die DB auf die schwierige Marktsituation aufmerksam gemacht. Daher hatten die Fachleute die Ausschreibungsunterlagen noch einmal angepasst. Dennoch konnten nicht für alle Abschnitte Bauunternehmen für die Oberleitungen gefunden werden.
Zugverkehr 2027: Im kommenden Jahr 2027 fahren die Züge von Mitte März bis Ende November zunächst im südlichen Abschnitt zwischen Gerolstein und Trier tagsüber nach Plan. Ab den späten Abendstunden stehen für die Reisenden Busse als Ersatz bereit. Im nördlichen Teil der Strecke arbeiten die Bauteams. Zwischen Gerolstein und Euskirchen ist die Strecke im vorgenannten Zeitraum gesperrt. Von Euskirchen bis Hürth-Kalscheuren fahren im Zeitraum Anfang März bis Anfang August ebenfalls keine Züge. Auf verschiedenen Streckenabschnitten kommt es zudem zu kürzeren Einschränkungen.
Zugverkehr 2028: Anfang Januar 2028 wechseln die Arbeiten in den südlichen Abschnitt der Strecke von Gerolstein nach Trier. Bis zum Jahresende 2028 passen die Fachleute dort Brücken und Tunnel für die Oberleitungen an. Die Züge fahren nach aktueller Planung von Anfang Februar bis Mitte April nur zwischen Gerolstein und Mechernich, danach bis Ende Juli 2028 von Gerolstein bis Euskirchen. Anschließend können die Reisenden bis Mitte September wieder den gesamten nördlichen Abschnitt von Gerolstein nach Köln mit dem Zug befahren. Danach kommt es auf dem nördlichen Abschnitt wieder zu Einschränkungen. Ab Ende 2028 soll wieder ein durchgehender Zugverkehr möglich sein.
Die Flut im Jahr 2021 hatte große Teile der Strecke in der Eifel zerstört. Mit dem Wiederaufbau mit moderner Leit- und Sicherungstechnik hatten sich der Bund sowie die Bundesländer Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen und die DB sich auch auf die Elektrifizierung der Strecke verständigt. Die Arbeiten laufen bereits. Seit Sommer 2025 steuert neue und moderne Leit- und Sicherungstechnik den Zugverkehr auf dem überwiegenden Teil der Strecke. Für einen verlässlichen, flexiblen Bahnverkehr hat die Bahn in Gerolstein und Euskirchen zwei moderne elektronische Stellwerke gebaut.
Weitere Informationen unter: www.eifel-strecke.de