Artikel: Hauptbahnhof Neustadt (Weinstraße): Künftige Gestalt des Empfangsgebäudes wird sichtbar
Die Deutsche Bahn (DB InfraGO) treibt die Modernisierung des denkmalgeschützten Empfangsgebäudes am Hauptbahnhof Neustadt (Weinstraße) sichtbar voran. Die künftige Gestalt des historischen Bahnhofs zeichnet sich inzwischen deutlich ab.
Rund 5,5 Millionen Euro investieren die DB und der Bund in die umfassende Sanierung des 1866 errichteten Empfangsgebäudes. Im kommenden Jahr soll der Bahnhof Reisende und Gäste zusammen mit dem neugestalteten Bahnhofsumfeld in modernem Erscheinungsbild empfangen.
Die Fachkräfte haben die Dächer des mittleren Gebäudeteils und des linken Seitenflügels bereits neu eingedeckt, inklusive Erneuerung des Blitzschutzes. Darüber hinaus bringen sie die Fassadensanierung Stück für Stück voran. Dazu zählen unter anderem die Instandsetzung der Sandsteinbereiche, die Sanierung von schadhaften Putzflächen und das Abtragen von alten Farbbeschichtungen. Dabei legten die Fachleute die ursprüngliche historische Farbfassung des Gebäudes frei. Künftig erhält das Empfangsgebäude wieder einen rötlichen Farbton, der sich am historischen Befund orientiert und den denkmalgeschützten Charakter des Bahnhofs stärker hervorhebt.
Auch bei der Barrierefreiheit hat das Projekt einen wichtigen Meilenstein erreicht: Die DB hat die neue Rampe einschließlich Austrittspodest fast hergestellt. Damit ist die künftige barrierefreie Verbindung zwischen Bahnhofsgebäude, Bahnhofsvorplatz und Zentralem Omnibusbahnhof (ZOB) vor Ort bereits sichtbar. Derzeit fertigen die Handwerksbetriebe die neuen Fenster, die in den kommenden Monaten eingebaut werden.
Gemeinsam informierten sich heute Markus Wolf, Staatssekretär für Verkehr und Mobilität im Ministerium des Innern, für Integration und Verkehr des Landes Rheinland-Pfalz, Marc Weigel, Oberbürgermeister der Stadt Neustadt, sowie Stefan Schwinn, Leiter Personenbahnhöfe Mitte der DB InfraGO AG, über den aktuellen Stand der Arbeiten.
(v. l. n. r.: Markus Wolf, Staatssekretär, Ministerium des Innern, für Integration und Verkehr Rheinland-Pfalz, Kathrin Behsler, Leiterin Bahnhofsmanagement Kaiserslautern, Ayse Kaplan Dibektas, Architektin und Projektleiterin Bau der DB InfraGO AG, Stefan Schwinn, Leiter Personenbahnhöfe Mitte und Marc Weigel, Oberbürgermeister Stadt Neustadt an der Weinstraße)
Stefan Schwinn, Leiter Personenbahnhöfe Mitte der DB InfraGO AG: „Unser Referenzprojekt in Neustadt kommt Schritt für Schritt weiter voran. Vor einem Jahr standen vor allem Rückbau- und Vorbereitungsarbeiten im Mittelpunkt. Heute können wir die Fortschritte an vielen Stellen bereits sehen. Mit den sanierten Dächern, der freigelegten historischen Fassade und der fertigen barrierefreien Rampe nimmt die künftige Mobilitätsdrehscheibe in Neustadt immer deutlicher Gestalt an. Gemeinsam mit unseren Partnern schaffen wir einen ganzheitlich attraktiven Bahnhof, der Historie, Aufenthaltsqualität und moderne Mobilität verbindet.“
„Hier entsteht etwas, das weit über die Landesgartenschau 2027 hinaus Bestand haben wird. Die Projektpartner leisten hervorragende Arbeit und zeigen, wie sich der Erhalt historischer Bausubstanz mit den Anforderungen an eine moderne, barrierefreie Mobilität verbinden lässt“, sagte Verkehrsstaatssekretär Markus Wolf. „Die sichtbaren Fortschritte zeigen, dass sich dieses Engagement auszahlt. So schaffen wir nicht nur gute Voraussetzungen für die Landesgartenschau, sondern einen dauerhaften Mehrwert für die Menschen vor Ort und die gesamte Region“, betonte Wolf.
Marc Weigel, Oberbürgermeister der Stadt Neustadt: „Der Bahnhof ist für viele Besucher:innen das Eingangstor zu unserer Stadt. Deshalb freut es mich besonders, dass die Menschen die Fortschritte heute unmittelbar erleben können. Gemeinsam mit dem neugestalteten Bahnhofsvorplatz, den Entwicklungen im Bahnhofsumfeld und den geplanten Investitionen rund um den Hotelneubau entsteht hier ein attraktiver und zukunftsfähiger Stadteingang.“