Barrierefrei in die S-Bahn Nürnberg: DB InfraGO schließt Arbeiten an der S2 pünktlich ab

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25. September 2026, 12:00 Uhr
Nürnberg
Fahrgäste können nun an zehn weiteren Stationen der S-Bahn-Linie S2 zwischen Nürnberg-Sandreuth und Roth barrierefrei ein- und aussteigen • 2027 werden die Zustiege an den Stationen zwischen Nürnberg-Dürrenhof und Fischbach barrierefrei umgebaut • Bayerischer Verkehrsminister Christian Bernreiter und DB-Konzernbevollmächtigter Christoph Kraller bekräftigen weitere Stärkung der S-Bahn Nürnberg 

Die DB InfraGO hat den barrierefreien Umbau der Zustiege an zehn Stationen der S-Bahn Nürnberg pünktlich abgeschlossen. An den Stationen können die Fahrgäste nicht nur stufenlos den Bahnsteig erreichen, sondern nun auch stufenlos und bequem in die S-Bahn einsteigen. Dafür wurden innerhalb von sieben Wochen an den S-Bahn-Stationen Nürnberg-Sandreuth, Nürnberg-Eibach, Nürnberg-Reichelsdorf, Reichelsdorfer Keller, Katzwang, Rednitzhembach und Büchenbach die Gleise angehoben. In Schwabach, Schwabach-Limbach und Roth baute die DB InfraGO die S-Bahnsteige neu. Seit 2023 sind im Rahmen von drei Baustufen 20 Stationen der S-Bahn Nürnberg für den barrierefreien Ein- und Ausstieg umgebaut worden. Der Freistaat Bayern förderte die Maßnahmen mit rund 50 Millionen Euro. 

Im Nürnberger S-Bahn-Netz sind seit 2020 moderne Züge mit einer einheitlichen Einstiegshöhe von 76 Zentimetern im Einsatz. An mehreren Stationen sind die Bahnsteigkanten bis zu 20 Zentimeter höher. Für den stufenfreien Ein- und Ausstieg sind deshalb zahlreiche Umbaumaßnahmen nötig. Im Zuge der Bauarbeiten wurden auch die Bahnsteigausstattungen erneuert und die elektrischen Anlagen einschließlich der Beleuchtung auf den neuesten Stand gebracht. Im Bahnhof Roth werden bis Frühjahr 2027 zudem die Aufzüge erneuert. 2027 baut die DB InfraGO die Zustiege an den S-Bahn-Stationen zwischen Nürnberg-Dürrenhof und Fischbach im Auftrag des Freistaats Bayern barrierefrei aus.

Christian Bernreiter, Bayerischer Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr, vor Ort vertreten durch Ministerialdirektor Thomas Gloßner: „Ich freue mich, dass nach sieben Wochen Sperrung und Schienenersatzverkehr der barrierefreie Ausbau von zehn S‑Bahn‑Stationen zwischen Nürnberg-Sandreuth und Roth pünktlich abgeschlossen wurde und die Züge wieder fahren können. Das ist ein bedeutender Meilenstein für die S-Bahn Nürnberg. Der Freistaat hat die aktuelle Maßnahme mit über 25 Millionen Euro vollständig gefördert und damit den größten Baustein unseres Maßnahmenpakets für eine barrierefreie Mobilität bei der S-Bahn Nürnberg realisiert. Dadurch ermöglichen wir den stufenfreien Ein‑ und Ausstieg für alle Menschen, aber besondere Bedeutung hat die Maßnahme für Fahrgäste mit Mobilitätseinschränkungen, Familien und Reisende mit schwerem Gepäck oder Fahrrädern. Barrierefreies Reisen ist ein zentrales Ziel der bayerischen Staatsregierung. Damit erhöhen wir nicht nur den Komfort, sondern stärken die Attraktivität der S‑Bahn für alle Bevölkerungsgruppen. Und ich kann sagen: Wir bleiben dran. Im Sommer 2027 werden weitere S-Bahn-Stationen zwischen Nürnberg-Dürrenhof und Fischbach barrierefrei gemacht.“ 

Christoph Kraller, DB-Konzernbevollmächtigter für den Freistaat Bayern: „Mehr als 100.000 Menschen nutzen täglich die Nürnberger S-Bahn. Die S-Bahn wächst weiter und ist wichtige Lebensader für die ganze Metropolregion. Umso wichtiger ist es, dass wir an allen Stationen ein barrierefreies Ein- und Aussteigen ermöglichen. Wir danken dem Freistaat Bayern ausdrücklich für die sehr gute Zusammenarbeit. Die Beauftragung der nächsten Baustufe ist ein wichtiger Schritt für eine weitere Verbesserung der Alltagsmobilität vieler unserer Fahrgäste.“

Andreas Buckreus, Erster Bürgermeister der Stadt Roth: „Durch den barrierefreien Zustieg am Bahnsteig der S2 wird ein weiterer Meilenstein zur Erneuerung des gesamten Rother Bahnhofs hinzugefügt. Weitere Verbesserungsmaßnahmen sollen und werden folgen.“

Barrierefrei in die S-Bahn Nürnberg
Barrierefrei in die S-Bahn Nürnberg
Quelle: Deutsche Bahn AG / Judith Göring
Ebenerdig in die S-Bahn Nürnberg: Darüber freuen sich (von links) der DB-Konzernbevollmächtigte in Bayern, Christoph Kraller, Ministerialdirektor Thomas Gloßner und Andreas Buckreus, Erster Bürgermeister der Stadt Roth. Foto: DB AG/Judith Göhring

 

Zur S-Bahn Nürnberg

Die S-Bahn Nürnberg verfügt auf ihrem derzeit 334 Kilometer langen Streckennetz über 92 S-Bahn-Stationen. Seit Dezember 2024 ist Crailsheim an das S-Bahn-Netz angebunden und die neue S-Bahnstation Forchheim Nord in Betrieb. Um in der Zukunft ein noch besseres umweltfreundliches Mobilitätsangebot im Großraum Nürnberg anzubieten, hat der Freistaat das „Ausbauprogramm S-Bahn Nürnberg“ (AuSbauNü) auf den Weg gebracht, mit dem eine gesamthafte Strategie für den bedarfsgerechten und zukunftsfähigen Ausbau der S-Bahn erarbeitet wird.  Die Verlängerung der S-Bahn von Roth nach Hilpoltstein ist das erste Umsetzungsprojekt des AuSbauNü. Das Projekt hat die Grundlagenermittlung abgeschlossen und startet nun in die Vorplanung.