Ab Sommer 2027: neue Direktverbindungen von München über Innsbruck nach Mailand und Rom starten

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23. September 2026, 13:15 Uhr
Berlin
Kooperation von DB, Trenitalia und ÖBB • Zweites EU-Pilotprojekt für neue grenzüberschreitende Fernverkehrsverbindungen • Frecciarossa auf der InnoTrans 

Deutschland, Österreich und Italien wachsen über die Schiene bald noch enger zusammen: Ab Sommer 2027 bringen modernste Frecciarossa-Hochgeschwindigkeitszüge der Trenitalia Europa-Reisende von München entspannt, klimafreundlich und ohne Umstieg nach Mailand und Rom. Ermöglicht werden die Verbindungen durch die neue Kooperation von Deutscher Bahn (DB), der italienischen Trenitalia (FS Group) und den Österreichischen Bundesbahnen (ÖBB). Zahlreiche beliebte Urlaubsziele entlang der Strecke in Österreich und Italien sind mit den neuen Verbindungen direkt zu erreichen.

Im Rahmen der Messe InnoTrans in Berlin haben DB-Vorstand Personenfernverkehr, Dr. Michael Peterson, Trenitalia-Chef Simone Gorini und Dr. Sabine Stock, Vorständin ÖBB Personenverkehr AG heute sowohl die Kooperation als auch einen vor Ort ausgestellten Frecciarossa feierlich gewürdigt.

Dr. Michael Peterson, DB-Vorstand Personenfernverkehr: „Italien und Österreich als besonders beliebte Urlaubsländer per Bahn noch komfortabler an Deutschland anzubinden – darauf setzen wir mit unserer Kooperation. Internationaler Fernverkehr ist ein Mannschaftssport. Über 300 europäische Verbindungen bieten wir mit unseren Kooperationsbahnen bereits an. Unsere neue Route von München nach Mailand und Rom bringt hier noch mehr Schub. Und die Rückendeckung der EU-Politik bestärkt uns zusätzlich darin, das Angebot für unsere Fahrgäste kontinuierlich um starke neue Verbindungen quer durch Europa auszubauen.“

Simone Gorini, General Manager Trenitalia: „Es ist für uns eine große Freude, den Frecciarossa nach Deutschland zu bringen und gemeinsam mit der Deutschen Bahn und der ÖBB eine neue Phase unserer internationalen Expansion einzuleiten. Nachdem der Frecciarossa bereits von Millionen von Fahrgästen in Frankreich und Spanien geschätzt und genutzt wurde, wird er bald auch deutschen und österreichischen Reisenden zur Verfügung stehen und ihnen die Möglichkeit bieten, eine neue Art des Reisens zu entdecken und zu erleben, die Komfort, Qualität und Geschwindigkeit vereint. Die Verbindungen nach München stellen einen weiteren Schritt im internationalen Wachstum von Trenitalia dar und bestätigen unser Engagement, den europäischen Fahrgästen das Know-how und die Erfahrung zur Verfügung zu stellen, die wir im Bereich des Hochgeschwindigkeitsverkehrs in Italien entwickelt haben.“

Dr. Sabine Stock, Vorständin ÖBB Personenverkehr: „Der Frecciarossa bringt attraktive Tourismusregionen in Deutschland, Österreich und Italien noch näher zusammen und macht grenzüberschreitendes Reisen einfacher und komfortabler. Dieses neue Angebot zeigt, was möglich ist, wenn Bahnunternehmen ihre Kräfte bündeln: Gemeinsam schaffen DB, Trenitalia und ÖBB eine starke europäische Verbindung, von der Reisende, Regionen und der Tourismus gleichermaßen profitieren.“

Neue Direktverbindungen

Mit München–Mailand/Rom geht das zweite von insgesamt zehn Pilotprojekten in Betrieb, mit denen die Europäische Kommission die Förderung neuer grenzüberschreitender Bahnverbindungen unterstützt. Die neuen Verbindungen zählen damit zu den ausgewählten Vorhaben, mit denen die EU-Kommission Hindernisse im internationalen Schienenverkehr überwinden, die Marktbedingungen verbessern und attraktive, nachhaltige Mobilität in Europa entwickeln will. Die DB ist insgesamt an drei dieser von der EU-Kommission unterstützten Pilotprojekte beteiligt: Bereits in Betrieb gegangen ist jüngst die neue grenzüberschreitende Verbindung Prag–Berlin–Kopenhagen. Das dritte Projekt: eine neue Direktverbindung von Hamburg über Kopenhagen nach Oslo. Diese startet Mitte 2028.

Ab Sommer 2027 ist die Aufnahme von zwei Zugpaaren (Hin- und Rückfahrt) auf den Verbindungen München–Mailand sowie München–Rom geplant, auf einer Strecke von rund 600 bzw. 900 Kilometern.

Die wichtigsten Zwischenhalte auf der Verbindung München–Mailand sind: Innsbruck, Bozen, Trento, Rovereto, Verona, Brescia. Auf der Verbindung München–Rom: Innsbruck, Bozen, Trento, Rovereto, Verona, Bologna, Florenz.

Ab Dezember 2028 sollen die Verbindungen von München–Mailand bzw. München–Rom bis nach Neapel bzw. Berlin verlängert werden.

Derzeit wird der Frecciarossa für seinen künftigen Einsatz vorbereitet. Seit Mitte Juni 2026 finden in Deutschland Probefahrten mit dem ersten umgerüsteten Zug statt, in Österreich seit Ende August 2026. Technische Voraussetzung für den Start der Verbindungen ist die erfolgreiche und fristgerechte Zulassung durch die Hersteller Hitachi Rail und Alstom.

Alle Details zum Fahrzeug:

  • Als Fahrzeug kommt der Frecciarossa (ETR 1000) zum Einsatz, der Hochgeschwindigkeitszug der Trenitalia, der bereits seit 2015 in Italien verkehrt und mittlerweile auch in Frankreich und Spanien unterwegs ist.
  • Insgesamt werden im Rahmen der Kooperation neun Fahrzeuge vom Konsortium Hitachi/Alstom umgerüstet und für das deutsche und österreichische Schienennetz neu sowie für das italienische Schienennetz wieder zugelassen.
  • Die 200 m langen Züge verfügen über acht Wagen und 462 Sitzplätze in drei Wagenklassen (Trenitalia spricht von Service Levels): Standard/Premium (2+2-Bestuhlung), Business (2+1-Bestuhlung) und Executive (1+1-Bestuhlung, Catering im Fahrpreis inklusive). Infotainment und das Entertainmentportal „Portale FRECCE“ sollen auch auf Deutsch verfügbar sein und um weitere zielgruppenspezifische Inhalte ergänzt werden. WLAN ist inklusive.
  • Für Fahrgäste der Business Class: kostenloser Willkommensservice.
  • Ein Bordbistro ist vorhanden. 

Hinweis für die Redaktion: Bildmaterial finden Sie ab 14 Uhr in unserer Mediathek.