Artikel: Leverkusen-Opladen: DB InfraGO schließt Instandsetzung der Wupperbrücke planmäßig ab
Die DB InfraGO hat die Instandsetzungsarbeiten an der Wupperbrücke in Leverkusen-Opladen pünktlich abgeschlossen. Seit heute Morgen rollen die Züge wieder auf zwei Gleisen über die Eisenbahnbrücke. Wie bereits angekündigt, gilt im Bereich der Brücke eine Geschwindigkeitsbegrenzung und die Züge sind etwas langsamer unterwegs. Die Fahrzeit verlängert sich daher geringfügig um ein bis zwei Minuten pro Zug.
In den vergangenen zehn Wochen haben Fachleute der DB InfraGO zunächst kurzfristig statische Berechnungen und Ausführungsplanungen erstellt und im Nachgang eine stählerne Lagerplatte auf dem südlichen Brückenpfeiler ausgetauscht. Dort hatte sich in kurzer Zeit ein Riss entwickelt, der bei der letzten Untersuchung der Brücke Ende 2025 noch nicht feststellbar war. Des Weiteren wurde das darunterliegende Lager der Brücke noch zusätzlich gesichert.
In einem nächsten Schritt erarbeitet die DB InfraGO ein umfassendes Sanierungskonzept für die Brücke. Die ohnehin für die 2030er Jahre geplante Sanierung werden die Fachexpert:innen nun vorziehen. Hierfür erarbeiten sie aktuell die betriebliche und verkehrliche Aufgabenstellung. Mit ersten Ergebnissen rechnet das Projektteam Ende des Jahres.
Fokus Brücken: Neues Brückenkompetenzteam NRW
Um die Eisenbahnbrücken in Nordrhein-Westfalen noch besser im Blick zu haben und die Sanierung der Brücken zu fokussieren, hat die DB InfraGO für das bevölkerungsreichste Bundesland erstmalig ein Brückenkompetenzteam ins Leben gerufen. In der Spezialeinheit bündelt die DB InfraGO zukünftig die gesamte Expertise. Bis Ende 2028 stellt die DB InfraGO hierfür rund 90 zusätzliche Mitarbeitende ein, insbesondere Projektingenieur:innen für die Planung und Erneuerung von Eisenbahnbrücken.
Mit dem Aufbau des Teams soll die Zahl der Brückenerneuerungen von aktuell 14 auf 23 Maßnahmen pro Jahr erhöht werden. Außerdem sollen die Instandhaltungsmittel für Brücken in Nordrhein-Westfalen weiter steigen.