Artikel: Deutsche Bahn erreicht wichtigen Meilenstein beim Ausbau Leipzig–Chemnitz
Die Deutsche Bahn (DB) kommt beim Ausbau und der Elektrifizierung der Strecke Leipzig–Chemnitz einen wichtigen Schritt voran. Im September hat sie die Genehmigungsunterlagen für den ersten Planfeststellungsabschnitt zwischen Geithain und Chemnitz beim Eisenbahn-Bundesamt (EBA) eingereicht. Damit beginnt das formelle Genehmigungsverfahren für diesen Abschnitt. Über den aktuellen Planungsstand und die nächsten Schritte informierten der Freistaat Sachsen und die DB heute in Burgstädt.
Cornelia Kadatz, Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn für Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen: „Nach intensiver Planung nimmt das Projekt immer konkretere Formen an. Das ist ein starkes Signal für die Menschen in der Region und für eine leistungsfähige Schiene in Sachsen. Wir freuen wir uns, dass es jetzt vorangeht und wir perspektivisch eine moderne Strecke für ein deutlich dichteres Zugangebot haben werden.“
Regina Kraushaar, Sächsische Staatsministerin für Infrastruktur und Landesentwicklung: „Ich freue mich wirklich sehr: Der Ausbau der Strecke Chemnitz-Leipzig wird mit der nun eingeleiteten Genehmigungsphase und der frühen Beteiligung der Öffentlichkeit auch für die Region sehr konkret greifbar. Die Planung für den Bau des zweiten Gleises, deren Kosten immerhin 22 Millionen Euro betragen, trägt übrigens der Freistaat in vollem Umfang. Ich danke in diesem Zusammenhang den haushalttragenden Fraktionen des Sächsischen Landtages, die dies ermöglichten. Denn ohne Planung kein Bau. Das zweite Gleis zwischen Geithain und Chemnitz ist ein wichtiger Schritt für die Mobilität vieler Menschen und die Entwicklung der gesamten Region. Herzlich danken möchte ich auch der Deutschen Bahn für die sehr konstruktive Zusammenarbeit.“
Die rund 37 Kilometer lange Strecke zwischen Geithain und Chemnitz soll elektrifiziert und überwiegend zweigleisig ausgebaut werden. Zudem werden Bahnhöfe und Haltepunkte modernisiert, Bahnübergänge angepasst sowie die Leit- und Sicherungstechnik erneuert. Die Gesamtprojektkosten liegen bei rund 600 Millionen Euro.
Für das Genehmigungsverfahren hat die DB den Südabschnitt in vier Planfeststellungsabschnitte gegliedert.
- Geithain – Narsdorf – die Genehmigungsunterlagen wurden eingereicht.
- Narsdorf – Himmelhartha – Einreichung Unterlagen im ersten Quartal 2027
- Himmelhartha – Burgstädt - 2028
- Burgstädt – Chemnitz Hauptbahnhof - 2028
Nach derzeitiger Planung soll 2031 für alle vier Abschnitte bestandskräftiges Planrecht vorliegen. Im selben Jahr sind erste bauvorbereitende Maßnahmen vorgesehen, 2032 sollen die Hauptbaumaßnahmen beginnen.
Parallel setzt die DB den Dialog mit den Anwohnerinnen und Anwohnern entlang der Strecke fort. Heute Abend informiert das Projektteam von 18 bis 20.30 Uhr im Sportzentrum am Taurastein in Burgstädt über die Planungen. Im Mittelpunkt stehen unter anderem Schallschutz, Grundstücksfragen, Umweltschutz und die technische Planung. Weitere Informationsveranstaltungen in Geithain und Chemnitz sind geplant.