Berichte aus erster Hand: Berufsbotschafter:innen bei der DB

Artikel: Berichte aus erster Hand: Berufsbotschafter:innen bei der DB

Viele Bahnunternehmen klagen über Schwierigkeiten bei der Suche nach Fachkräften. Deshalb hat sich die Allianz pro Schiene etwas einfallen lassen. 30 Berufsbotschafter:innen beantworten Interessierten ab sofort persönlich alle Fragen rund um ihren Job, Bewerbung und Arbeitsalltag. Auch Kolleg:innen von der DB sind dabei.

Die Berufe reichen von Lokführer und Zugbegleiterin über Flottenmanager und Sachbearbeiter bis hin zur Planungsingenieurin und Bahnspediteurin. „Mit der persönlichen Erreichbarkeit senken wir die Hemmschwelle von Bewerbern“, sagte Dirk Flege, Geschäftsführer der Allianz pro Schiene. „Wer den Berufsbotschafterinnen und Berufsbotschaftern schreibt, kann auf einen Rückruf und den persönlichen Austausch hoffen“, so Flege. Auch zeige die Auswahl, dass es „viel mehr Berufe als Lokführer oder Zugbegleiterin“ in der Bahnbranche gebe.

Froher Botschafter: „Es fühlt sich an, als wäre ich auf Reisen“


Zu den sieben Berufsbotschafter:innen der DB, die Fragen beantworten, gehören Peter Wuschansky, Regio-Triebfahrzeugführer, und Dana Hempel, die als Betra- und Sicherungsplanung bei DB Netz arbeitet. Peter Wuschansky schwärmt als Berufsbotschafter: „An meinem Beruf mag ich besonders, dass ich immer unterwegs bin. Es fühlt sich nie so an, als würde ich auf Arbeit gehen, sondern irgendwie, als wäre ich auf Reisen. Außerdem liebe ich den Umgang mit der Technik und schweren Fahrzeugen.“

Dana Hempel sorgt für das sichere Reisen und Arbeiten aller Beteiligten während Bauarbeiten: „An meinem Beruf mag ich besonders das hohe Sicherheitsverständnis, die Koordination von Eisenbahnbetrieb und Baumaßnahmen und ganz besonders die tägliche Abwechslung im Büro und das Wissen: Daran war ich beteiligt.“

30 Berufsbotschafter:innen aus mehr als 25 Berufen

Das gemeinnützige Verkehrsbündnis Allianz pro Schiene hat 30 Berufsbotschafter:innen aus mehr als 25 Berufen der Schienenbranche ausgewählt, sieben von ihnen arbeiten für die DB. Damit bietet erstmals eine Branche die Möglichkeit, direkt mit Vertreter:innen einzelner Berufe und Berufsfelder zu sprechen. Die aus mehr als 150 Bewerbungen ausgewählten Repräsentant:innenen werden auf der Webseite schienenjobs.de persönlich mit Namen, Foto und Video vorgestellt und sind direkt per E-Mail erreichbar.

„Die Berufsbotschafter sind ein weiterer Weg, mit denen wir junge Menschen für einen Einstieg in die Branche begeistern wollen“, sagte Michael Theurer, Bahnbeauftragter der Bundesregierung und Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, das das Pilotprojekt gefördert hat. Der Bahnsektor zählt mit seinen mehr als 500.000 Beschäftigten (Vollzeitäquivalente) schon heute zu den Wachstumsbranchen. Doch klagen viele Bahnunternehmen über Schwierigkeiten bei der Suche nach Fachkräften. Theurer: „Wer sich für einen Job im Bahnumfeld entscheidet, entscheidet sich für einen Job mit Zukunft und aktiven Klimaschutz.“