Zukunftstechnologie in der Lausitz: Das neue ICE-Werk Cottbus

Artikel: Zukunftstechnologie in der Lausitz: Das neue ICE-Werk Cottbus

Die DB betreibt zur Wartung ihrer Züge zahlreiche ICE-Werke im Land. In Cottbus entsteht nun ein modernes, klimafreundliches Werk. Doch was macht es eigentlich so besonders?

Je mehr ICEs die Deutsche Bahn (DB) auf die Schiene bringt, desto mehr Werke braucht sie, um die Züge zu warten und instand zu halten. In Cottbus baut die DB aktuell ein neues Instandhaltungswerk– ihr bisher innovativstes, das bereits 2024 in Betrieb gehen soll. Beim Bau des Werks setzt die DB auf einen besonderen Baustoff: Erstmals kommt sogenannter grüner Beton zum Einsatz. Doch was macht diesen Beton eigentlich so grün?

Ganz einfach: Der Beton enthält weniger Zement als üblich. Das spart CO2-Emissionen, weil gerade die Herstellung von Zement große Mengen des Klimagases freisetzt. Bis zu 30 Prozent weniger CO2 wird bei der Herstellung ausgestoßen. Der Energieverbrauch sinkt zusätzlich um fast 30 Prozent. Das Verfahren, mit dem der „grüne Beton“ klimafreundlicher, aber genauso robust wie herkömmlicher Beton produziert wird, hat das Startup Sonocrete aus Cottbus entwickelt. Ganz nach dem Motto „Von der Region – für die Region“ kommt diese nachhaltige Innovation beim Bau des Werks in Cottbus auch direkt zum Einsatz!

Mit dem neuen Werk schafft die DB in der Region, die vom Strukturwandel betroffen ist, außerdem 1.200 neue Arbeits- und Ausbildungsplätze. Diese neuen Mitarbeitenden werden die modernen ICE 4 warten und damit einen großen Beitrag zur klimafreundlichen Mobilität beitragen, denn: je schneller die ICEs wieder auf die Schiene kommen, desto mehr Zuverlässigkeit bietet die DB ihren Fahrgästen.