Ausstellung – Wer war Fritz Kittel – Ein Reichsbahner entscheidet sich

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Diese Bahn bewegt Deutschland. Jeden Tag.

Eine Bahn. Verlässlich. Für alle Menschen.

Die Sofortprogramme für eine bessere Bahn.

Leistungsstärker, verlässlicher und entschlossen, die Qualität für die Fahrgäste dauerhaft und spürbar verbessern. 

Die Sanierung der Infrastruktur braucht Zeit.Damit die Kundinnen und Kunden erleben, dass sich bei der DB etwas zum Positiven verbessert, setzen wir drei Sofortprogramme um: für mehr Sicherheit und Sauberkeit an Bahnhöfen. Für mehr Komfort im Fernverkehr. Für eine bessere Kundeninformation. Für die drei Programme nehmen wir bei der DB allein 2026 insgesamt mehr als 140 Millionen Euro zusätzlich in die Hand.

Mit noch saubereren Zügen und einer verlässlicheren Bordgastronomie machen wir Zugreisen für Fahrgäste spürbar angenehmer und attraktiver. 

Höhere Präsenz von Sicherheitskräften, zusätzliche Reinigungen und schnelle Reparaturen an den Bahnhöfen sorgen dafür, dass sich die Menschen dort gern aufhalten und komfortabel zu ihren Zügen gelangen.

Die DB informiert Kund:innen vor und während ihrer Reise zukünftig noch besser – sowohl im Zug, am Bahnhof als auch auf den digitalen Auskunftskanälen. 

Die Wanderausstellung „Wer war Fritz Kittel – ein Reichsbahnarbeiter entscheidet sich – zwei Familien 1933-2022“ wurde 2023 im Deutschen Technikmuseum Berlin zum ersten Mal gezeigt. Die Finissage fand im Dezember 2024 in Darmstadt statt. Sie basierte auf einer Idee der Schriftstellerin Esther Dischereit und wurde gemeinsam realisiert.
Quelle: K. Hammer/Historische Sammlung DB AG
Fotoalbum, Familie Zacharias, zur Geburt der Tochter Hannelore, September 1936 – September 1942, Berlin.

Wer war Fritz Kittel? Diese Frage stellt die Schriftstellerin Esther Dischereit. In Familienerzählungen war der Name Fritz Kittel präsent. Später fand sie den Namen in den Berichten ihrer Mutter, Hella Zacharias, an die Entschädigungsbehörden in den 1950er Jahren. Der Eisenbahner versteckte die Jüdinnen Hella Zacharias und ihre Tochter Hannelore, die 1942 untergetaucht waren. In den Akten der Reichsbahn fand sich nichts zu Fritz Kittel.

2019 traf Esther Dischereit nach einiger Recherche Familienangehörige Kittels – sie lebten noch immer in Heringen (Werra), dem letzten Versteck ihrer Mutter und Schwester. Seiner Familie hat Fritz Kittel nie etwas von seiner mutigen Tat erzählt. Erst jetzt konnten sich seine Tochter Ernestine und die Enkelkinder einige der wenigen überlieferten Dokumente seines Lebens erklären.

Als Fritz Kittel die beiden Jüdinnen unter seinem Namen mit falschen Papieren versorgte und so vor dem Holocaust schützte, arbeiteten über eine halbe Millionen Menschen bei der Deutschen Reichsbahn. Nur wenige von ihnen halfen und wehrten sich gegen die Entrechtung, Verfolgung und Ermordung jüdischer Menschen. Die Verantwortlichen der Reichsbahn hatten sich 1933 von Beginn an mit dem NS-Regime und dessen Zielen gemein gemacht.

Quelle: Historische Sammlung DB AG
Vorstand der Deutschen Reichsbahn, 1934, Ludwig Homberger (2.v.r.)

Gemeinsam mit der Historischen Sammlung der Deutschen Bahn entwickelte Esther Dischereit die Idee und das Konzept der Ausstellung. Gezeigt wurden Videos, literarische Texte und Dokumente der beiden Familien. Sie fragt nach der Rolle der Deutschen Reichsbahn und erinnert an das Schicksal der Eisenbahner Ludwig Homberger, Franz Bergmann und Paul Levy, die als Juden verfolgt wurden.

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Ende des Sliders

Aufbau der Ausstellung

Die Ausstellung bot die Möglichkeit, sich selbst auf Entdeckungsreise nach dem Geschehenen zu begeben und in den dargestellten Dokumenten, Objekten und Filmen nach Antworten zu suchen. Eine große Ausstellungswand bot eine Einführung in das Thema und kontextualisiert das Biografische mit einer Zeitleiste.

In drei Ausstellungsschränken mit ausziehbaren Schubladen befanden sich Zeugnisse aus dem Leben der Familien Zacharias/Dischereit/Bradley und der Familie von Fritz Kittel, sowie der Geschichte der Reichsbahn und ihrer Kollegen.

Zehn dokumentarische Filme erzählen von dem Zusammentreffen der Enkelkinder Fritz Kittels und Hella Zacharias und gemeinsamen Suchen nach den Familiengeschichten in Berlin, Zary und Heringen.

Die literarischen Texte der Schriftstellerin Esther Dischereit verbinden die Objekte und Dokumentationen – sie konnten von den Besucher:innen mit nach Hause genommen werden.