Sicher drüber am Bahnübergang

ICE T passiert einen Bahnübergang

Artikel: Sicher drüber am Bahnübergang

Die Kampagne "sicher drüber" klärt über das richtige Verhalten am Bahnübergang auf

In der Präventionskampagne „sicher drüber“ haben sich Deutsche Bahn, ADAC, Bundespolizei, Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV), die Bundesarbeitsgemeinschaft (BAG) „Mehr Sicherheit für Kinder“ sowie die gesetzlichen Unfallversicherungen UVB und VBG zusammengeschlossen. Gemeinsames Ziel ist es, über das richtige Verhalten an Bahnübergängen zu informieren und damit Kollisionen an den Kreuzungen von Schiene und Straße durch intensive Aufklärung zu vermeiden. 

Video, Postkarten und Poster für Präventionsarbeit vor Ort

Im Mittelpunkt der Informationskampagne steht ein emotionales Video: Unterlegt mit Musik und mit schnellen Bildschnitten wird ein geselliger Abend von jungen Erwachsenen erzählt. Hierbei werden immer wieder sogenannte Boomerangs gezeigt, hinter denen sich kurze Videosequenzen verbergen, die eine Bewegung mit einer lustigen oder leichtsinnigen Situation mehrmals hintereinander zurückspulen und von vorn abspielen. In der Schlussszene fahren die Protagonisten des Films schließlich am Bahnübergang an der geschlossenen Halbschranke vorbei. Doch diese Sequenz lässt sich nicht zurückspulen, hier gibt es kein Zurück. 

Dieses und alle anderen Videos der Präventionskampagne „Wir wollen, dass du sicher ankommst!“ sind in der YouTube-Playlist Sicherheit an Bahnanlagen zu finden.

Mit der Botschaft „Bitte verhalte Dich nicht leichtsinnig am Bahnübergang!“ haben die Kampagnen-Partner begleitend zu dem Video Plakate und Postkarten entwickelt, die zum Beispiel in Fahrschulen und bei Vor-Ort-Terminen zum Einsatz kommen und insbesondere die junge Zielgruppe direkt erreichen. Auch hier stehen wichtige Verhaltensrichtlinien sowie Verkehrsschilder und Bahnübergangstechnik im Fokus.

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Fahrschulverlag, ADAC-Infotruck und Unfallauto: “sicher drüber” Aktionen im Überblick 

„sicher drüber“ wurde im Mai 2002 unter anderem mit Videospots, Broschüren, Plakaten sowie weiteren Informationsmaterialien ins Leben gerufen. Hinzu kamen Auftritte der Partner:innen bei Medienterminen und Veranstaltungen – zuletzt bei bundesweiten Präventionstagen. Auch der ADAC-Infotruck war im Sinne der Sicherheit unterwegs. Die Zusammenarbeit mit einem Fachverlag für Fahrschulen rundet das Angebot ab. Die Fahrschulunterlagen enthalten jetzt deutlich mehr Informationen zum richtigen Verhalten am Bahnübergang. Außerdem stehen den Fahrlehrer:innen ergänzende Materialien für den Unterricht zur Verfügung. Damit werden insbesondere Fahranfänger:innen unmittelbar erreicht. 

Logo "Sicher drüber"

Seit 2016 setzen die Partner:innen von „sicher drüber“ bewusst auch auf den Schockeffekt. Ein völlig zerstörtes Auto macht bei Vor-Ort-Terminen in ganz Deutschland auf die dramatischen Folgen von Leichtsinn und Unachtsamkeit am Bahnübergang aufmerksam. Mittlerweile ist ein weiteres Fahrzeug hinzugekommen.  

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Orientierung schafft Sicherheit

Ein Bahnübergang wird im Vorfeld mit speziellen Verkehrsschildern angekündigt. Das Andreaskreuz bedeutet, dass Züge am Bahnübergang absolute Vorfahrt haben. Der Abstand zum Bahnübergang ist durch Baken gekennzeichnet. Sie stehen in 240 Meter (3 Streifen), 160 Meter (2 Streifen) und 80 Meter (1 Streifen) Entfernung - oft in Verbindung mit Schildern zur Begrenzung der Geschwindigkeit. 

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So verhält man sich richtig an Bahnübergängen 
  • Bahnübergänge erkennst Du am Andreaskreuz. Das Verkehrszeichen zeigt an, dass der Zug hier stets Vorrang hat – auch an Fuß-, Feld-, Wald- oder Radwegen!
  • Nähere Dich dem Bahnübergang langsam und sei bremsbereit! Weiße Baken mit roten Streifen zeigen Dir an, wie weit der Bahnübergang noch entfernt ist.
  • Beachte die Verkehrszeichen mit der zulässigen Geschwindigkeit!
  • Auf keinen Fall überholen!
  • Achte auf akustische Signale der Bahnübergangsanlage oder der Züge!
  • Verringere die Lautstärke Deines Radios! Nimm die Kopfhörer ab!
  • Blicke am Andreaskreuz in Ruhe nach beiden Seiten über die Strecke! Fahre erst weiter, wenn Du Dich genau vergewissert hast, dass kein Zug kommt!
  • Bleibe bei rotem Licht am Bahnübergang immer stehen, auch wenn die Schranken noch oben sind! Bei gelbem Licht und rotem Blinklicht ebenfalls anhalten!
  • Geschlossene Schranken bedeuten Stopp! Sie schließen nicht ohne Grund! Umfahre sie niemals und klettere nicht darüber!
  • Bleibt Dein Fahrzeug auf dem Bahnübergang liegen, verlasse es und rufe die 112 an. Dein Leben ist wichtiger als Dein Auto!