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07. Juli 2026, 18:00 Uhr
Nürnberg
Sicherheitsüberprüfung der neuen Stellwerkstechnik in Bayern dauert länger als geplant • Durchgehender Zugverkehr zum Beginn der bayerischen Sommerferien wieder möglich • Umleitungskonzept und Ersatzverkehre werden in Bayern unverändert fortgeführt

Am Freitag nimmt die DB InfraGO zwei zentrale Bahnstrecken planmäßig wieder in Betrieb: Bei der Korridorsanierung Hagen – Wuppertal – Köln und der Qualitätsoffensive Hamburg – Hannover liegen alle Arbeiten im Plan. Dort enden am Freitagabend die Schienenersatzverkehre im Nahverkehr und teils weiträumige Umleitungen für Fern- und Güterzüge. 

Auf dem Korridor Nürnberg – Regensburg dauert die sicherheitstechnische Überprüfung der neuen Stellwerkstechnik jedoch an, obwohl Gleise, Weichen und Oberleitungen bereits fertiggestellt sind. Aus diesem Grund kann der Zugverkehr noch nicht wie geplant wieder aufgenommen werden. Spätestens zum Beginn der bayerischen Sommerferien am 31. Juli wird die Strecke wieder durchgehend nutzbar sein.

Gerd-Dietrich Bolte, Vorstand Infrastrukturplanung und -projekte der DB InfraGO: „Viele Reisende, Anwohnerinnen und Anwohner sowie unsere Partner haben in den vergangenen Monaten erhebliche Belastungen getragen. Umso enttäuschender ist es, dass wir die Strecke Nürnberg – Regensburg nicht wie geplant am 10. Juli in Betrieb nehmen können. Wir bitten in aller Form um Entschuldigung. Gleichzeitig gilt: Sicherheit steht im Eisenbahnbetrieb an erster Stelle. Wir werden mit den beteiligten Firmen alles daransetzen, die verbleibenden Arbeiten in Bayern schnellstmöglich zu erledigen.“

Das bisherige Umleitungskonzept für die Strecke Nürnberg – Regensburg bleibt bestehen. Fern- und Güterzüge werden über alternative Strecken geleitet. Entfallende Nahverkehrsverbindungen werden unverändert durch Busse ersetzt. Die DB InfraGO arbeitet in Abstimmung mit den Eisenbahnverkehrsunternehmen und der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) daran, dass die aktualisierten Fahrplandaten kurzfristig in die elektronischen Auskunftsmedien eingespielt werden können. 

Mit den von den Verzögerungen in Bayern betroffenen Güterverkehrsunternehmen steht die DB InfraGO ebenfalls im engen Austausch. Die Versorgung von Industriekunden bleibt gewährleistet. Aufgrund der parallel laufenden Korridorsanierung Obertraubling – Passau verkehren ohnehin bereits zahlreiche Verbindungen über Umleitungsstrecken. Wo erforderlich, vereinbart die DB InfraGO individuelle Lösungen mit den Unternehmen. 

01. Juli 2026, 15:15 Uhr
Stuttgart
Zusätzliche 38.000 Quadratmeter Depotfläche • Mehr Flexibilität und robustere Lieferketten • Ausbau sichert Kombinierten Verkehr in der Region 

Die Deutsche Bahn AG (DB AG) nimmt am Standort Ulm-Dornstadt eine neue Depotfläche für Container in Betrieb. Damit erweitert sie das bestehende Container-Depot um rund 38.000 Quadratmeter – das entspricht mehr als fünf Fußballfeldern. Die zusätzliche Fläche schafft weitere Abstellmöglichkeiten für Last- und Leercontainer und unterstützt so den Kombinierten Verkehr, also den Gütertransport mit Bahn und Lkw. 

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Quelle: Deutsche Bahn AG / Daniela Schad
Martin Ansbacher, Oberbürgermeister der Stadt Ulm, Dr. Clarissa Freundorfer, Konzernbevollmächtigte der Deutschen Bahn in Baden-Württemberg, Michael Heinemann, Geschäftsführer bei DB Intermodal Services GmbH Ralf, Günter Kloß, Vorstand Kombinierter Verkehr der DB Cargo AG (von links nach rechts).

Ralf-Günter Kloß, Vorstand Kombinierter Verkehr der DB Cargo AG: „Mit der neuen Depotfläche in Ulm-Dornstadt schaffen wir heute Platz für die Mengen von morgen. Wir stärken damit den Kombinierten Verkehr in der Region und machen die Logistik für unsere Kundinnen und Kunden planbarer.“

Martin Ansbacher, Oberbürgermeister der Stadt Ulm: „Container sind die Warenkörbe unserer starken regionalen Wirtschaft und ein Sinnbild für unsere lebendige exportorientierte Industrie zwischen Alb und Oberschwaben. Gerne haben wir darum die Erweiterung für die Kapazitätsweiterung der DB Intermodal Services unterstützt. Heute ist ein guter Tag für klimafreundlichen Güterverkehr auf der Schiene!“   

Mehr Kapazität für verlässliche Logistikketten

Die DB hat die neue Fläche in knapp neun Monaten Bauzeit fertiggestellt. Schon heute nutzen viele Reedereien, Speditionen und verladende Unternehmen aus der Region das Angebot. Der zusätzliche Platz durch die Erweiterung des Container-Depots sorgt für mehr Flexibilität bei der Bereitstellung und Annahme von Containern. Damit senkt er auch das Risiko von Engpässen und Logistikketten werden robuster.

Regionale Logistik profitiert

Die neue Depotfläche knüpft an den Ausbau des Umschlagterminals Ulm-Dornstadt an und richtet den Standort auf zusätzliche Mengen ein, die in den kommenden Jahren erwartet werden. Bis 2028 soll die Kapazität des Terminals für den Güterumschlag zwischen Straße und Schiene mehr als verdoppelt werden. Das Container-Depot und das Umschlagterminal bilden gemeinsam einen zentralen Knoten für den Kombinierten Verkehr und binden die Region an wichtige Transportkorridore an. 

Über DB Intermodal Services

DB Intermodal Services gehört zur DB Cargo AG und ist auf Container-Depots und Dienstleistungen rund um den Kombinierten Verkehr spezialisiert. Das Unternehmen betreibt Standorte, an denen Container gelagert, repariert und für den Weitertransport vorbereitet werden. So verbindet DB Intermodal Services die Angebote der Bahn mit den Bedürfnissen von Reedereien, Speditionen und verladenen Unternehmen. In Ulm-Dornstadt bündelt DB Intermodal Services die Lagerung von Last- und Leercontainern und arbeitet dabei eng mit dem Umschlagterminal zusammen, an dem Container zwischen Bahn und Lkw wechseln.

01. Juli 2026, 11:00 Uhr
Nürnberg
Rund 200 Objekte, Bilder und Dokumente geben Einblicke in die Unterwelt der Eisenbahn vom historischen Tunnelbau bis zu Megaprojekten der Gegenwart • Begleitmagazin zum Nachlesen und Rätseln • vielfältiges Rahmenprogramm mit Führungen des Ausstellungsteams, Sommerferienprogramm und Vorträgen

2026 begibt sich das DB Museum Nürnberg tief unter die Erde: Die neue Ausstellung „Tunnel“ zeigt ab dem 3. Juli 2026 die verborgene Welt der Eisenbahn. Auf 500 Quadratmetern geben rund 200 Objekte, Bilder und Dokumente Einblicke in die historische Entwicklung des Tunnelbaus, die Megaprojekte unserer Zeit und den Untergrund unserer Großstädte. Die Ausstellung spannt den Bogen von der Ostsee bis zu den Alpen. Sie erklärt, welche Bedeutung Tunnel heute für uns haben und was Menschen an Tunneln fasziniert. Besuchende begegnen Mineuren, die die Röhren graben, ebenso wie Höhlenforschern, die im Zuge der Grabungsarbeiten zufällig entdeckte Hohlräume erkunden konnten.

Museumsdirektor Dr. Oliver Götze: „Auf den ersten Blick recht unscheinbar, sind Tunnel nicht nur Meisterwerke der Technik, sie verbinden auch Länder und Menschen. Daher war es längst überfällig, eine Ausstellung zu diesen faszinierenden Bauwerken zu zeigen. Für unsere Museumsgäste tauchen wir tief in die Unterwelt der Eisenbahn ein und bringen zahlreiche spannende Geschichten und Aspekte ans Tageslicht.“ 

Ein Blick in die Vergangenheit: Von den Anfängen bis zu den Megaprojekten der Gegenwart

Tatsächlich beginnt die Geschichte des Tunnelbaus in großem Stil erst mit der Eisenbahn vor 200 Jahren. Brücken errichtet die Menschheit schon seit Jahrtausenden, Tunnel hingegen werden vor allem notwendig, weil Züge keine engen Kurven fahren können und geringe Steigungen brauchen. Um Gebirge zu durchqueren und hügelige Landschaften zu überwinden, entwickeln Ingenieure im 19. Jahrhundert daher immer neue Lösungen – der Tunnelbau wird zur Spitzentechnologie. Davon profitiert am Ende nicht nur die Eisenbahn, sondern auch der Bau von U-Bahnen und Kanalisationen. Mit der Industrialisierung beginnt so die Eroberung des Raumes unter der Erde. 

Seit dem späten 20. Jahrhundert erlebt der Tunnelbau eine neue Dynamik. Die Ausstellung stellt einige dieser Megaprojekte der Gegenwart vor – darunter den Fehmarnbelttunnel, der derzeit unter der Ostsee zwischen Dänemark und Deutschland entsteht, die zahlreichen Tunnel der Großprojekte Stuttgart 21 und VDE 8 sowie den Gotthardbasistunnel in den Alpen, den längsten Eisenbahntunnel der Welt. Auch die spannende Technik hinter den Tunnelbauprojekten wird erklärt, beispielsweise hochmoderne Bohrmaschinen, die sich wie Riesenroboter durch das Gestein graben.

Wie entsteht ein Tunnel? Interessante Einblicke für die ganze Familie

Für Kinder ab dem Lesealter gibt es eine eigene Erzählspur: Mit den Zwergen Theo, Tina und Toby Tunnler können sie sich auf eine Rallye begeben und lernen spielerisch, warum die Eisenbahn Tunnel benötigt, wie eine Tunnelbohrmaschine funktioniert und was genau ein Tunnelknall ist. Wenn alle Aufgaben gelöst sind, winkt eine kleine Überraschung (solange der Vorrat reicht). Dank interaktiver Exponate, Mitmachstationen und einem kleinen Kriechtunnel für Kinder, bietet die Ausstellung „Tunnel“ ein Museumserlebnis für die ganze Familie. 

Umfangreiches Rahmenprogramm und Begleitmagazin mit Rätselspaß 

Begleitend zur Ausstellung erscheint ein reich bebildertes und informatives Magazin. Auf 112 Seiten werden Einblicke in Megaprojekte des Tunnelbaus gegeben, Tunnelbautechniken anschaulich erklärt und historische Entwicklungen nacherzählt, vom Dynamit bis zur Tunnelbohrmaschine. Zehn Spaß- und Rätselseiten ergänzen die Reportagen und Bilderstrecken und laden zum Mitmachen ein. Das Magazin ist für 8,50 Euro exklusiv im DB Museum und über den museumseigenen Onlineshop erhältlich.

Zudem veranstaltet das DB Museum ein abwechslungsreiches Rahmenprogramm zur Ausstellung. Für Kinder wird in den Sommerferien ein Workshop mit Beton angeboten (12. und 13. August) und zum „Tag der Schiene“ im September stellt das DB Museum zusammen mit der DB InfraGO ein regionales Tunnelbauprojekt vor: den Güterzugtunnel Fürth (18. und 20. September). Kostenfreie Führungen am Sonntag (12:30 Uhr, ab 5. Juli) und Rundgänge mit dem Ausstellungsteam (26. Juli, 25. Oktober und 29. November) ergänzen das Programm und geben Einblicke in den Entwicklungsprozess der Ausstellung.

Pressebilder zur Ausstellung finden Sie hier: dbmuseum.de/pressefotos-tunnel

Deutsche Bahn Stiftung und DB Museum

Die Deutsche Bahn Stiftung wurde 2013 als gemeinnützige GmbH von der Deutschen Bahn AG gegründet und ist deutschlandweit in den Schwerpunkten Bildung, Integration und Ehrenamt aktiv. Mit dem DB Museum und seinen Standorten in Nürnberg, Koblenz und Halle (Saale) gehört zudem das weltweit älteste Eisenbahnmuseum zur Stiftung. Mit seinem umfangreichen Angebot und einer Fülle an Exponaten bewahrt es das historische Erbe der Eisenbahn in Deutschland und stärkt den Bildungsschwerpunkt der Stiftung. Mehr unter: dbmuseum.de und deutschebahnstiftung.de

01. Juli 2026, 09:00 Uhr
Berlin
Sicherheit für Mitarbeitende und Fahrgäste hat für die Deutsche Bahn höchste Priorität • DB stattet über 2.000 Mitarbeitende im Fernverkehr mit Bodycams aus • Einführung ist Teil des „Aktionsplans für mehr Sicherheit auf der Schiene“

Ab sofort stattet die Deutsche Bahn (DB) auch ihre Mitarbeitenden von DB Fernverkehr schrittweise mit Bodycams aus. Im ersten Schritt umfasst dies über 2.000 Kolleginnen und Kollegen im Zugbegleitdienst, in der Bordgastronomie und in den DB Lounges am Empfang. Die Nutzung bleibt freiwillig. 

Michael Peterson, DB Vorstand Personenfernverkehr: „Reisen im Fernverkehr sind sicher. Damit sich Reisende und Mitarbeitende auch weiterhin gut begleitet und sicher in unseren Zügen fühlen, führen wir Bodycams als einen weiteren Sicherheitsbaustein ein.“ 

Manfred Scholze, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats DB Fernverkehr: „Wenn Kolleginnen und Kollegen sagen, dass sie sich mit der Bodycam sicherer fühlen, dann ist das ein wichtiges Signal. Deshalb tragen wir die Einführung von Bodycams im DB Fernverkehr mit und begrüßen, dass die Nutzung freiwillig bleibt.“ 

Bevor die Bodycams als technisches Hilfsmittel zum Einsatz kommen, absolvieren die Mitarbeitenden der DB eine umfassende Schulung rund um Einsatzbedingungen, Rechtsgrundlagen, Kennzeichnungspflichten sowie praktische Bedienung und Umgang mit der Bodycam.  

Bodycams tragen dazu bei, dass sich Reisende und Mitarbeitende gleichermaßen sicher in den Zügen des Fernverkehrs fühlen. Sie haben eine präventive Wirkung und dienen der Abwehr und Reduktion von Gewalttaten sowie der Beweissicherung. Besonders dann, wenn eine vorherige Deeskalation an Bord nicht erfolgreich war, stellen sie einen zusätzlichen Sicherheitsbaustein dar.  

Weitergehende Informationen zum Einsatz von Bodycams stehen ab sofort über die bekannten Kundenkontaktkanäle zur Verfügung, z.B. im ICE-Portal und auf bahn.de/bodycam-fv. 

Die Einführung von Bodycams ist Ergebnis des „Aktionsplans für mehr Sicherheit auf der Schiene", den die DB gemeinsam mit Bund, Ländern, Gewerkschaften und Verkehrsbranche beschlossen hat. Seit Jahren steigt die Anzahl der Angriffe auf Bahn-Mitarbeitende. Tragischer Höhepunkt war der brutale und tödliche Angriff auf den DB-Mitarbeiter Serkan Çalar Anfang Februar. 

 

Hinweis für Redaktionen 

In der DB Mediathek können Fotos von Mitarbeitenden von DB Fernverkehr, ausgestattet mit einer Bodycam, heruntergeladen werden. 

30. Juni 2026, 10:00 Uhr
Frankfurt am Main
Deutsche Bahn und dott starten Kooperation für vernetzte Mobilitätsangebote • 80.000 Elektroroller und Leihräder ab sofort im DB Navigator buchbar 

Ab sofort können Fahrgäste dott-Scooter und Fahrräder bundesweit direkt im DB Navigator finden, buchen und bezahlen. Der Navigator wird konsequent zum zentralen Zugang für vernetzte Reisen weiterentwickelt und ein weiterer Schritt hin zu nahtlos verknüpfter Mobilität über alle Verkehrsmittel hinweg Realität. Als erster bundesweiter Sharing-Partner ist dott vollständig eingebunden. Rund 80.000 Fahrzeuge sind damit ab heute direkt buchbar. Weitere Kooperationen sollen folgen.

„Vor allem in Städten ersetzen vernetzte Mobilitätsangebote auf dem Smartphone insbesondere für viele junge Menschen inzwischen das eigene Auto“, erklärt Harmen van Zijderveld, Vorstandsvorsitzender der DB Regio AG. Laut Berechnungen des Datenportals statista, ist der Anteil der 17- bis 20-Jährigen in Deutschland, die über einen gültigen Führerschein verfügen, in den vergangenen 10 Jahren kontinuierlich auf mittlerweile 41 Prozent gefallen. Der Grund: neue Mobilitätsangebote und hohe Kosten beim Auto. 

„Im Alltag lassen sich Deutschlandticket, Roller und Leihräder perfekt kombinieren. Wir machen das künftig noch einfacher, in dem wir alle Angebote im DB Navigator bündeln. Denn auch in der digitalen Welt gilt: je einfacher, desto besser“, so van Zijderveld. „Damit bieten wir Menschen, die sich gerade in Zeiten hoher Spritpreise und enormen Kosten für den Führerschein ein Auto schlicht nicht leisten können, eine bezahlbare und verlässliche Alternative.“

Marco Zahn, Country Manager Deutschland, dott: „Anschlussmobilität ist ein entscheidender Hebel, um mehr Menschen dauerhaft für den öffentlichen Verkehr zu gewinnen. Nur wenn die gesamte Reisekette funktioniert, wird der Umstieg attraktiv. Wir wollen mit unseren niedrigschwelligen Angeboten die Abhängigkeit vom privaten Pkw reduzieren, ohne dabei auf gute Mobilität verzichten zu müssen.“ 

Die Neuerungen im DB Navigator auf einen Blick:

  • Künftig ermöglicht das DB Kundenkonto – der zentrale Login der Deutschen Bahn – verschiedene Mobilitäts-Dienste mit einem Single-Sign-On zu nutzen.
  • Sharing‑Fahrzeuge lassen sich ab sofort direkt und bundesweit im DB Navigator buchen und bezahlen – alles in einer App.
  • Für die Buchung wird nur ein DB Kundenkonto benötigt – der zentrale Login der Deutschen Bahn.
  • Alltagsmobilität wird einfach zugängig über eine Echtzeit‑Kartenansichten mit nahegelegenen Haltestellen sowie den Standorten von Elektrorollern und Leihrädern.
  • Einführung mit Mehrwert: Zum Start erhalten Kund:innen noch bis 31. August 2026 20 % Rabatt auf dott‑Buchungen im DB Navigator.

26. Juni 2026, 12:30 Uhr
Stuttgart
Harte Konsequenzen aus interner Revision • Geänderter Stufenplan für Inbetriebnahme ab Dezember 2027 • Neuaufstellung der Projektorganisation 

Die von Bahnchefin Evelyn Palla beauftragte Konzernrevision hat in ihrem Bericht zu Stuttgart 21 erhebliche Projekt-Versäumnisse offengelegt. Der Bericht zeigt gravierende Defizite in Planung, Steuerung und Risikomanagement. Das bisherige Prozessmanagement hat nicht ausgereicht, um ein Großprojekt dieser Komplexität sicher zu steuern. Die DB zieht daraus harte Konsequenzen – organisatorisch, personell und in der weiteren Projektführung. Zugleich hat sie den Inbetriebnahmeplan neu aufgestellt: Das Projekt wird im Zeitraum 2027 bis 2033 in Stufen an den Start gehen. 

Die Konzernrevision hat wesentliche Mängel und Verbesserungsbedarfe festgestellt. Nach den Erkenntnissen aus dem Revisionsbericht war der Inbetriebnahme-Termin Ende 2026 auf Basis der zugrunde gelegten Prämissen und der identifizierten Risiken aus heutiger Sicht realistisch betrachtet nicht erreichbar. Der Bericht weist insbesondere auf organisatorische Defizite in Prozessen und Kontrollen, auf mangelhafte Abstimmungen an zentralen Schnittstellen sowie auf Verbesserungspotenziale in der vorausschauenden Steuerung hin.  

DB-Vorstandsvorsitzende Evelyn Palla: „Um es klipp und klar zu sagen: Ich bin erschüttert über die Ergebnisse der Konzernrevision. Die Ergebnisse erschüttern nicht nur mich, sondern auch die Öffentlichkeit, insbesondere die Menschen in Stuttgart und alle Eisenbahnerinnen und Eisenbahner, die an jedem Tag ihr Bestes für unsere Kunden geben.“ 

Auf Basis der Erkenntnisse des Revisionsberichts und einer vertieften Überprüfung der Projektplanung haben die neuen Verantwortlichen der DB Projekt Stuttgart-Ulm GmbH (PSU) in den vergangenen Monaten einen aktualisierten Stufenplan mit Etappen von Dezember 2027 bis 2033 erarbeitet. Schon ab dem kommenden Jahr wird es deutliche Verbesserungen für die Reisenden in Stuttgart geben. Täglich zehntausende Menschen profitieren ab Ende 2027 von kürzeren Wegen durch den Bonatzbau und über das Dach des Durchgangsbahnhofs. 

Berücksichtigt sind in der neuen Projektplanung auch die vielschichtigen Wirkzusammenhänge zwischen Stuttgart 21 und den damit verbundenen Projekten Digitaler Knoten Stuttgart, Gäubahnausbau sowie Sanierung des Bonatzbaus. Die PSU wird sich als Inbetriebnahmeorganisation aufstellen und kann so die komplexen Prozesse verlässlich steuern. 

Bahnchefin Evelyn Palla sagte, die Entscheidung zur neuen Inbetriebnahmeplanung sei der DB „außerordentlich schwergefallen“. Man wisse um die Hoffnungen, die viele Menschen in das Projekt setzen. „Wir haben die Erwartungen an frühere Termine nicht erfüllt, das bedaure ich sehr“, so Palla. „Das neue Management bei S21 hat nun einen Plan erarbeitet, der sich von unrealistischen Prämissen verabschiedet hat. Risiken wurden umfassend analysiert und neu bewertet. Ehrlichkeit und Realismus sind im Projekt eingezogen. Nur so können wir verlorengegangenes Vertrauen wieder zurückgewinnen.“   

Kern des neuen Konzepts ist eine stufenweise Inbetriebnahme in fünf großen Schritten:   

Dezember 2027: Reisende profitieren von deutlich kürzeren Wegen dank einer direkten Verbindung zwischen Innenstadt und altem Kopfbahnhof durch den Bonatzbau und über das Dach des künftigen Hauptbahnhofs. 2028 eröffnen die Läden und Serviceeinrichtungen im Bonatzbau, auch das Bahnhofsumfeld wird schrittweise attraktiver. 

Dezember 2030: Inbetriebnahme des Fernbahnhofs am Flughafen. Zunächst fahren voraussichtlich Regionalzüge aus und in Richtung Reutlingen, Tübingen und Ulm. Der Anschluss aus und in Richtung Hauptbahnhof erfolgt 2031 mit dessen Eröffnung. 

Dezember 2031: Inbetriebnahme des neuen Hauptbahnhofs in Stuttgart. Der Fernverkehr und große Teile des Regionalverkehrs halten im Durchgangsbahnhof. Lediglich Züge aus und in Richtung Bad Cannstatt können erst ab 2032 in den Durchgangsbahnhof einfahren. Für diese wird bis Jahresmitte 2032 der alte Kopfbahnhof weiterbetrieben. Ab diesem Zeitpunkt wird der Kopfbahnhof nicht mehr benötigt. Bereits im Frühjahr 2032 endet die Gäubahn in Stuttgart-Vaihingen, um den neuen Teil der S-Bahn-Stammstrecke an die bestehenden Gleise anschließen zu können. 

Juli 2032: Digitalisierte und verlängerte S-Bahn-Stammstrecke und S-Bahn-Haltestelle Mittnachtstraße/Rosenstein nehmen den Betrieb auf. Die S-Bahn wird dadurch deutlich zuverlässiger.   

Dezember 2033: Inbetriebnahme des Pfaffensteigtunnels. Der Tunnel schließt die Gäubahn über den Flughafen an die Infrastruktur von Stuttgart 21 an. Der Pfaffensteigtunnel trägt wesentlich zu einer rund 15 Minuten kürzeren Reisezeit zwischen Stuttgart und Zürich bei.  

Auswirkungen auf Kosten des Projekts 

Die Verschiebungen wirken sich auch auf den Finanzierungsrahmen aus. Für das Projekt Stuttgart 21 rechnet die DB mit zusätzlichen Kosten von rund 3 Milliarden Euro, die Gesamtwertprognose beträgt nun 14,5 Milliarden Euro. Der Großteil der Mehrkosten entsteht aus den für die Inbetriebnahme noch notwendigen Arbeiten.    

Hauptursachen für den neuen Inbetriebnahme-Stufenplan sind:   

  • Die Digitalisierung des Bahnknotens hat sich als deutlich anspruchsvoller erwiesen als vor einigen Jahren absehbar war.  
  • Planungsprozesse hatten nicht den erforderlichen Reifegrad erreicht.  
  • Das Technikgebäude aus dem Jahr 2013 ist nicht mehr passend für den heutigen Bedarf.  
  • Eine zu späte Reaktion auf eine Normänderung bei der Stromversorgung, die eine vollständige Neuplanung erfordert. 

Projektorganisation neu aufgestellt 

Als Konsequenz aus den Erkenntnissen der Revision stellt die DB die Projektorganisation sowohl organisatorisch als auch personell neu auf. Als Inbetriebnahmeorganisation bündelt die PSU künftig Verantwortung und Steuerung. Das Risikomanagement wird neu aufgesetzt - mit klaren Eskalationswegen und engmaschiger Kontrolle. Engpassressourcen werden konzernweit gesteuert, um Verzögerungen frühzeitig zu erkennen und gegenzusteuern. Die Abstimmung mit der InfraGO und den Projektpartnern wird weiter verdichtet.     

Digitaler Knoten Stuttgart in allen drei Ausbaustufen 

Die Deutsche Bahn wird das Pilotprojekt Digitaler Knoten Stuttgart weiterhin in allen drei Ausbaustufen realisieren.   

Um die dafür auch weiterhin leider unvermeidlichen Streckensperrungen so gering wie möglich zu halten, wird die DB die Baumaßnahmen bündeln. Ein optimierter Schienenersatzverkehr soll zudem die Beeinträchtigungen für die Reisenden reduzieren.  

Die DB investiert dafür in enger Abstimmung mit dem Verband Region Stuttgart (VRS) und dem Land in:  

  • hochwertige Busse
  • stabile und verlässliche Echtzeitinformationen    
  • den Probebetrieb ohne Fahrgäste vor Betriebsaufnahme (für bessere Ortskenntnis der Fahrerinnen und Fahrer)
  • Bereitschaftsbusse zur Abfederung von Störgeschehen  
  • Bus-Koordinatoren an den Haltestellen  
  • eine Aufstockung des Einsatzes von Reisendenlenkern  
  • eine gute Ausstattung der Ersatzhaltestellen und Wegeleitung

Bahnchefin Evelyn Palla sagte, sie habe ihren persönlichen Anspruch an alle beteiligten DB-Gesellschaften deutlich adressiert: „Die kommenden Jahre bis zur Inbetriebnahme der wesentlichen Bestandteile von S21 werden sich für die Menschen in Stuttgart nicht so anfühlen wie die letzten Jahre. Es muss Erleichterungen geben. Darum werden wir uns kümmern.“    

Ziel bleibt unverändert Trotz der harten Einschnitte und der erneuten Verschiebung bleibt das Ziel unverändert: Stuttgart 21 wird den Bahnknoten Stuttgart leistungsfähiger machen, Reisenden bessere Verbindungen bieten und die Schiene in Baden-Württemberg stärken. Mit der Neuausrichtung der Inbetriebnahme und den Konsequenzen aus dem Revisionsbericht verbindet die DB den Anspruch, aus den Fehlern der Vergangenheit zu lernen und die verabredeten Termine künftig belastbar einzuhalten.  

26. Juni 2026, 08:00 Uhr
Berlin
In Kooperation von DB, ČD und DSB: drei europäische Hauptstädte über die Schiene direkt miteinander verbunden • Seit Mitte Juni in Betrieb 

Das erste EU-Pilotprojekt für neue grenzüberschreitende Bahnverbindungen ist erfolgreich in Betrieb gegangen: Seit dem 14. Juni sind Prag, Berlin und Kopenhagen auf der Schiene mit zwei täglichen Zugpaaren (Hin- und Rückfahrt) sowie einer saisonalen Verbindung über Nacht direkt miteinander verbunden. Das neue Angebot der Deutschen Bahn (DB) wird in Kooperation mit der Tschechischen Bahn (ČD) und der Dänischen Staatsbahn (DSB) betrieben. 

Mit diesem Angebot wird die erste komplett neue grenzüberschreitende Direktverbindung aus insgesamt zehn von der Europäischen Kommission unterstützten Pilotprojekten realisiert. Prag – Berlin – Kopenhagen zählt damit zu den ausgewählten Vorhaben, mit denen die EU-Kommission Hindernisse im internationalen Schienenverkehr überwinden, die Marktbedingungen verbessern und attraktive, nachhaltige Mobilität in Europa entwickeln will. Die trinationale Verbindung ermöglicht es Fahrgästen, klimafreundlich und ohne Umstieg von Prag über Berlin nach Kopenhagen zu reisen. Gleich drei Hauptstädte Europas sind damit direkt auf der Schiene miteinander verbunden. 

Die Inbetriebnahme des EU-Pilotprojekts würdigen feierlich DB-Vorstand Personenfernverkehr Michael Peterson, Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder, EU-Kommissar für nachhaltigen Verkehr und Tourismus, Apostolos Tzitzikostas, die Berliner Verkehrssenatorin Ute Bonde sowie die CEOs von ČD, Michal Krapinec, und DSB, Flemming Jensen, heute Nachmittag am Berliner Hauptbahnhof. 

Michael Peterson, DB-Vorstand Personenfernverkehr: „Europa wächst auf der Schiene noch enger zusammen. Mit dieser neuen Direktverbindung setzen wir unsere Strategie zum Ausbau grenzüberschreitender Verkehre fort. Dank der Unterstützung aus Brüssel bekommt der boomende internationale Bahnverkehr weiteren Schub.“ 

Patrick Schnieder, Bundesminister für Verkehr: „Drei Hauptstädte, drei Länder, eine durchgehende Verbindung – das ist ein starkes Signal für klimafreundliche Mobilität, für komfortables Reisen und für einen leistungsfähigen Bahnverkehr im Herzen von Europa. Ich danke der tschechischen, dänischen und natürlich auch der Deutschen Bahn, dass sie die Idee eines geeinten Europas hier in der Praxis auf der Schiene in die Tat umsetzen und mit Leben füllen.“ Apostolos Tzitzikostas, EU-Kommissar für nachhaltigen Verkehr und Tourismus: „Heute feiern wir in Berlin einen wichtigen Meilenstein für den Hochgeschwindigkeitsverkehr in Europa. Diese neue Verbindung ist ein konkretes Beispiel dafür, was ein besser vernetztes, widerstands- und wettbewerbsfähigeres Europa seinen Bürgern bieten kann. Durch die bessere Anbindung von drei bedeutenden Hauptstädten entlang des transeuropäischen Verkehrsnetzes bringen wir die Europäer einander näher und stärken grenzüberschreitende Mobilität. Seit 2023 unterstützt die Europäische Kommission diese Initiative im Rahmen ihres Aktionsplans zur Förderung des europäischen Fernverkehrs. Mit der Connecting Europe Facility werden wir weiterhin in wichtige Infrastrukturprojekte entlang der Strecke investieren. Mit dem Abbau von Engpässen und kürzeren Reisezeiten werden wir so zu einer stärkeren, besser vernetzten Europäischen Union beitragen.“ 

Ute Bonde, Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt: „Berlin ist nicht nur deutsche Hauptstadt – Berlin ist auch ein pulsierendes Herz des europäischen Bahnnetzes. Dass wir heute Prag, Berlin und Kopenhagen direkt auf der Schiene miteinander verbinden, ist ein starkes Signal: für klimafreundliches Reisen, für ein Europa, das zusammenwächst. Und für Berlin als Drehscheibe des internationalen Bahnverkehrs. Wer heute in unserer Stadt in den Zug steigt, kann ohne Umstieg bis an den Öresund oder bis in die böhmische Metropole fahren. Das ist Europa.” 

Michal Krapinec, CEO České dráhy: „Die Eisenbahn bringt Europa näher zusammen als je zuvor. Die Direktverbindung zwischen Prag, Berlin und Kopenhagen zeigt, wie Bahnunternehmen gemeinsam attraktive und nachhaltige Reisemöglichkeiten schaffen können. Ich freue mich sehr, dass unsere modernsten ComfortJet-Züge auf dieser Strecke im Einsatz sind.“ 

Flemming Jensen, CEO Danske Statsbaner: „Es ist eine große Freude zu sehen, wie wir als grenzüberschreitende Bahnbetreiber dazu beitragen können, die Europäer einander näherzubringen. Wir freuen uns darauf, auf weiteren Verbindungen zusammenzuarbeiten, um der wachsenden Nachfrage nach Bahnreisen gerecht zu werden.“ 

Auf der neuen Verbindung verkehren seit dem 14. Juni zwei tägliche Zugpaare (Hin- und Rückfahrt) ganzjährig – mit Reisezeiten im Regelfahrplan von rund sieben Stunden zwischen Kopenhagen und Berlin sowie elf Stunden zwischen Kopenhagen und Prag. Die Züge Richtung Kopenhagen fahren u.a. über Hamburg, Schleswig, Kolding und Odense, in Richtung Prag u.a. über Dresden, Bad Schandau, Děčín und Ústí nad Labem.  

In Berlin Hauptbahnhof starten die Züge um 10:34 Uhr und 14:34 Uhr und erreichen Kopenhagen Hauptbahnhof um 18:16 Uhr und 22:16 Uhr, im Regelfahrplan um 17:38 bzw. 21:38 Uhr. In der Gegenrichtung geht es im Regelfahrplan um 06:22 Uhr und 10:22 Uhr in Kopenhagen Hauptbahnhof los mit Ankünften um 13:23 Uhr bzw. um 17:24 Uhr am Berliner Hauptbahnhof. Hinzu kommt eine saisonale Nachtverbindung. Diese verkehrt bis Ende August zwischen Kopenhagen und Prag über Hamburg, Berlin und Dresden. 

Als Fahrzeug kommt der ComfortJet der ČD zum Einsatz. Die neuen Züge können mit einer Höchstgeschwindigkeit von 230 Stundenkilometern fahren und verfügen über 555 Sitzplätze, davon 99 in der 1. Klasse. Sie bieten ein erstklassiges Reiseerlebnis – unter anderem durch ein Bordrestaurant, mobilfunkdurchlässige Scheiben, WLAN, ein Kinderkino und verstellbare Sitze. An Bord gibt es Platz für zwölf Fahrräder. Für Reisende im Rollstuhl ist ein Hublift vorhanden. 

Die DB beteiligt sich an drei der von der EU-Kommission unterstützten Pilotprojekte für neue grenzüberschreitende Fernverkehrsverbindungen: Neben Prag – Berlin – Kopenhagen ist ein weiteres Projekt die neue Direktverbindung von München nach Mailand und Rom, die im Fahrplan 2027 in Betrieb gehen wird. Das dritte ist die Mitte 2028 startende neue Direktverbindung Berlin – Hamburg – Kopenhagen – Oslo mit dem ICE L. 

 

Hinweis an die Redaktionen 

Bildmaterial von der Veranstaltung finden Sie ab 15.30 Uhr in der DB Mediathek 

25. Juni 2026, 14:00 Uhr
DB-Chefin legt Marschroute für die nächsten zehn Jahre fest: Realismus statt unerreichbarer Ziele • Abkehr von der „Starken Schiene“ • Evelyn Palla: Wir konzentrieren uns auf das, was unmittelbar den Kunden und dem Geschäft hilft • Grundlage für Erfolg: eine andere Leistungskultur – Umbau wirkt   

DB-Chefin Evelyn Palla hat im Aufsichtsrat der Deutschen Bahn AG ihre Strategie für die nächsten zehn Jahre vorgestellt. Die Bahnchefin: „Die DB befindet sich im größten Wandel seit Jahren. Die Marschroute ist klar. Wir konzentrieren uns radikal auf das, wofür wir da sind: auf Eisenbahn und das Reiseerlebnis der Kunden. Wir verabschieden uns von unerreichbaren Versprechen. Wir setzen auf realistische Ziele und Fakten.“

Priorität haben dabei Verlässlichkeit, nachgewiesene betriebliche Qualität und wirtschaftliche Tragfähigkeit. Ziel ist, in den nächsten Jahren eine leistungsfähige Bahn aufzubauen.

Die DB zieht damit einen Schlussstrich unter die frühere Strategie „Starke Schiene“. Hauptsächlich wachstumsorientierte Ziele wie die Verdoppelung der Reisendenzahlen haben sich angesichts veränderter Rahmenbedingungen als nicht haltbar erwiesen. Voraussetzung für den Erfolg ist der aktuell laufende konsequente Konzernumbau, ein dezentrales Unternehmertum und ein grundlegender Kulturwandel. Evelyn Palla setzt dabei auf einen Paradigmenwandel, insbesondere bei der Kultur der DB: „Für den Erfolg brauchen wir eine Leistungskultur, in der sich Leistung und Verantwortung lohnen.“

Grundprinzip ist anders als früher dezentrales Handeln. Die konkreten Inhalte und Maßnahmen werden in den einzelnen Geschäftsfeldern verantwortet. Die Konzernleitung gibt übergreifende Kennzahlen und Steuerungsmechanismen vor. 

Der Weg zum Wiederaufbau der Leistungsfähigkeit erfolgt schrittweise in drei Phasen:

  • 2026 ist das Jahr des Umbaus. In diesem Jahr werden die Grundlagen für die komplette Neuausrichtung der DB geschaffen.
  • Bis 2030 saniert die DB InfraGO das Schienennetz und stabilisiert den Betrieb spürbar. Alle Geschäfte und Bereiche stellen sich eigenverantwortlich wettbewerbsfähig und wirtschaftlich auf.
  • 2035, im Jahr des 200-jährigen Eisenbahn-Jubiläums, ist der Sanierungsmarathon weitgehend abgeschlossen. Die DB schafft mit Unterstützung von Politik und Branche eine Pünktlichkeit im Fernverkehr von 80 Prozent.

DB-Chefin Evelyn Palla: „Eine Bahn, die stolz macht, ist keine Utopie, sondern Anspruch und Ansporn für jeden Tag. Die DB macht ihre Hausaufgaben. Dafür brauchen wir auch künftig eine auskömmliche Finanzierung und passende Rahmenbedingungen. Gemeinsam mit Bund und Branche bekommen wir eine leistungsfähige Eisenbahn hin.“

Der neue Kurs des DB-Vorstands zeigt bereits Wirkung.

  • Die Konzernleitung wird zu einer schlanken und schlagkräftigen Holding umgebaut. Die Geschäftsfelder werden gestärkt. Die internen Dienstleister haben ebenfalls nur ein Ziel: das Geschäft für den Kunden erfolgreich zu machen. Der Konzernumbau führt zu dauerhaften Einsparungen von mehr als 500 Millionen Euro jährlich bei Sach- und Personalkosten.
  • Auch wirtschaftlich greifen Pallas Neustart- und Umbau-Maßnahmen. Die DB ist Richtung schwarze Null unterwegs. Erstmals seit Jahren wird das Ergebnis nach Steuern der DB ab 2026 positiv sein. Die DB erwartet, dass sich das operative Ergebnis des Konzerns bis 2030 um über 1 Milliarde Euro auf 1,7 Milliarden Euro verbessert.
  • Die Sofortprogramme für mehr Sauberkeit und Sicherheit stehen für den neuen Ansatz von Evelyn Palla: Spürbare Verbesserungen im Alltag der Kunden. Und die Sofortprogramme wirken. Die Kundenzufriedenheit ist in den ersten Monaten 2026 deutlich gestiegen. Sauberkeit, Sicherheit und bessere Informationen werden künftig zur Regel.

Einzelheiten zu den drei Phasen der Strategie finden Sie im Folgenden.

Transformation der DB in drei Phasen bis 2035: „Eine Bahn, die stolz macht“: 

Quelle: DB AG

Phase 1 | 2026: Eine Bahn, die sich neu aufstellt.

Die Konzernstruktur wird verschlankt, ein Kulturwandel hin zu einer Leistungskultur eingeleitet und alles auf den Kundenfokus und ein besseres Reiseerlebnis ausgerichtet – trotz einer Pünktlichkeit, die nicht zufriedenstellt.

Der Umbau der Konzernstruktur und Personalabbau werden zum 1. Januar 2027 weitgehend abgeschlossen sein. Mit einer überdimensionierten Konzernleitung ist dann genauso Schluss wie mit überwiegend aus der Zentrale geführten Geschäftsfeldern. Was dem Kunden nutzt, wird in die Geschäftsfelder verlagert. Die Konzernleitung wird zu einer schlanken und schlagkräftigen Holding. Die internen Dienstleister werden gebündelt. Sie orientieren sich ausschließlich am Erfolg der Geschäftsfelder und an marktfähigen Preisen. Der Konzernumbau führt ab 2028 zu Kosteneinsparungen von 500 Millionen Euro pro Jahr bei Sach- und Personalkosten.

Schlüssel für den Erfolg auf allen Ebenen ist ein grundlegender Kulturwandel: Leistung und Zielerreichung sind Leitschnur. Dafür wurden Führungsebenen überall rausgenommen und klare Verantwortlichkeiten gestärkt. 

Der neue Kundenfokus wirkt. Da die Sanierung des Schienennetzes dauert, haben nach Amtsantritt der neuen DB-Chefin kurzfristig wirkende Sofortprogramme für mehr Sauberkeit, mehr Komfort und mehr Sicherheit gesorgt. An 1.400 Bahnhöfen kamen Reinigungsteams zum Einsatz. 220 Unterwegsreiniger reinigten die Fernzüge. In Fernverkehrszügen waren allein bis Mai 2026 bei rund 87 Prozent der Zugfahrten in der Bordgastronomie die Geräte störungsfrei. An 35 Schwerpunktbahnhöfen sorgt mit Bodycams und Helmen ausgestattetes Personal dafür, dass Reisende sich wohler fühlen. Die Kundenzufriedenheit im Fernverkehr ist in den ersten fünf Monaten auf ein 5-Jahres-Hoch gestiegen (Schulnote in 2026: 2,55, 2022: 2,7).

Phase 2 | 2027-2030: Eine Bahn, die hält, was sie verspricht.

In den Jahren bis 2030 setzen die DB InfraGO und die Eisenbahn-Geschäftsfelder klare Handlungsfelder um: Sanierung, Effizienz und attraktive Kundenangebote.

2027 bis 2030 setzen die DB InfraGO und die Geschäftsfelder einen verlässlichen Fahrplan, betriebliche Qualität und bessere Kundenangebote um. Ihre wirtschaftliche Sanierung wird abgeschlossen. Der Fernverkehr bereitet sich auf einen größeren Wettbewerb vor. Die DB erwartet, dass der Marktanteil künftig stabil bei rund 85 Prozent liegt (heute rund 95 Prozent).

Bis 2030 schafft die DB in der Infrastruktur die Trendwende in der betrieblichen Qualität und stabilisiert die Pünktlichkeit im Fern- und Regionalverkehr. Das heißt bis 2030 konkret: Das Netz wird mit Unterstützung von Politik und Branche fit gemacht, sodass 69 bis 72 Prozent Pünktlichkeit im Fernverkehr und 89,5 bis 91,5 Prozent Pünktlichkeit im Regionalverkehr erreichbar sind. Dafür saniert die DB InfraGO in den nächsten vier Jahren 24 Korridore und 2.500 Kilometer Streckennetz. 

Die DB InfraGO legt die Grundlagen für eine digitalisierte Infrastruktur und baut 200 weitere ETCS-fähige Stellwerke. Nach einer ehrlichen Bilanz bei der Digitalisierung steht aber auch fest: Jetzt werden zunächst Grundlagen geschaffen. Die Ziele der Digitalen Schiene waren nicht realistisch. So sollte bis 2035 ein digitales, vollautomatisiertes Bahnsystem umgesetzt sein. Solange noch alte Stellwerke aus der Kaiserzeit existieren, müssen Stellwerke Schritt für Schritt ersetzt werden. 

Die DB InfraGO setzt bis 2030 Maßnahmen für eine bessere Qualität um, die unter den aktuellen Rahmenbedingungen realisierbar sind. Beispiele sind konsequentes Bauen in festgelegten Zeitfenstern, kürzere Wartezeiten durch digitale Übermittlung von Informationen ans Betriebspersonal und mehr Einsatz von KI bei der Planung von Zugfahrten.

Klar ist: Es braucht Unterstützung aus Bund und Branche: Finanzierungssicherheit für das Bestandsnetz und regulatorische Rahmenbedingungen. Dazu gehört, hochbelastete Strecken und Knoten zu entlasten.

Der Umbau der DB Fernverkehr läuft. Auch hier werden Hierarchieebenen abgebaut und Aufgaben gestrichen, um die Organisation effizienter zu steuern.

In Phase 2 geht es darum, den vollen Kundenfokus auszubauen. Nach den kurzfristigen Sofortprogrammen in diesem Jahr verbessert der Fernverkehr bis 2030 die Sauberkeit dauerhaft – durch mehr Reinigungskräfte, mobile Instandhaltungsteams und höhere Wartungsintervalle. Kunden erhalten im Zug und am Bahnhof verlässlichere Informationen. Das Buchen im weiterentwickelten DB Navigator wird kundenfreundlicher. Der boomende internationale Fernverkehr wird weiter ausgebaut.

Der Regionalverkehr der DB ist weiterhin im Aufwind. Der Marktanteil auf der Schiene liegt aktuell bei 59 Prozent. Diese Position auf dem Markt gilt es bis 2030 zu halten. Das Ressort Straße, also das Busgeschäft, steht nach der Sanierung wirtschaftlich gut da. Die Zugausfälle, die durch DB Regio selbst verursacht werden, will der Regionalverkehr der DB weiter absenken – auf unter 1 Prozent.

Die Sanierung der DB Cargo läuft. Der Weg ist lang und mit harten Einschnitten verbunden. Das Zielbild 2030 nach einer Sanierung ist klar: DB Cargo wird ein starker europäischer Bahnlogistiker und damit Rückgrat für die Wirtschaft. Fakt ist aber: Der Einzelwagenverkehr braucht eine auskömmliche Förderung. Dafür braucht  DB Cargo den Bund. Denn: Der Einzelwagenverkehr ist für die Sanierung der Güterverkehrstochter elementar. Dieser macht 77 Prozent der Cargo-Züge und 44 Prozent der Erlöse aus. 

Die Basis für eine wieder leistungsfähige Bahn wird in den Jahren bis 2030 geschaffen. 

Phase 3 | 2031-2035: Eine Bahn, die stolz macht.

Bis 2035, dem Jahr des 200-jährigen Jubiläums der Eisenbahn in Deutschland, ist der Sanierungsmarathon abgeschlossen. Unser Angebot überzeugtFahrgäste und Güterverkehrskunden.Der Konzern ist leistungsfähig und wirtschaftlich stark.  

25. Juni 2026, 13:00 Uhr
Berlin
Aufsichtsrat bestellt erfahrenen VW-Spitzenmanager • AR-Vorsitzender Werner Gatzer: „Führungspersönlichkeit mit herausragender Expertise als CFO in einem Großkonzern“ macht Vorstand komplett 

Der Aufsichtsrat der DB AG hat heute in seiner turnusmäßigen Sitzung Michael Obrowski zum neuen Finanzvorstand der Deutschen Bahn (DB) berufen. Der 57-jährige erfahrene Finanzer und Diplom-Wirtschaftsingenieur übernimmt die Aufgabe voraussichtlich zum 1. September 2026. Er kommt aus der Mobilitätsbranche und wechselt von einer Vorstandsposition im VW-Konzern zur Bahn. Das Vorstandsteam um DB-Chefin Evelyn Palla ist damit nach den Neuzugängen Bernhard Osburg (Vorstand Güterverkehr) und Harmen van Zijderveld (Vorstand Regionalverkehr) vollständig besetzt.

Michael Obrowski vor Bahntowerfenster
Michael Obrowski vor Bahntowerfenster
Quelle: DB AG / Dominik Butzmann / Photothek

Finanzvorstand Michael Obrowski

Obrowski führt bei der VW-Tochter Volkswagen Nutzfahrzeuge seit 2021 das Finanz- und IT-Ressort – Bereiche, die auch im neu zugeschnittenen DB-Finanzressort unter einem Dach gesteuert werden. Zuvor leitete er fünf Jahre das Konzern-Controlling der Volkswagen AG. Er war insgesamt rund drei Jahrzehnte in verschiedenen Führungspositionen des Unternehmens im In- und Ausland tätig. Während seiner langjährigen Karriere als Spitzenmanager in einem Großkonzern gehörte die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Führungskräften, Mitarbeitenden sowie internen und externen Interessenvertretern zu seinem Arbeitsalltag.

Aufsichtsratsvorsitzender Werner Gatzer: „Michael Obrowski ist eine Führungspersönlichkeit mit herausragender Expertise als CFO in einem Großkonzern. Er bringt alle Erfahrungen und Fähigkeiten mit, um das Finanzressort mit Energie und Augenmaß weiterzuentwickeln. Mit dieser Personalentscheidung ist die Neuaufstellung des DB-Vorstands erfolgreich abgeschlossen.“ 

DB-Vorstandsvorsitzende Evelyn Palla: „Ich freue mich, dass mein Vorstandsteam nun komplett ist. Michael Obrowski ist genau der Richtige, um die strategische Neuausrichtung der DB mit einem starken Finanzressort voranzutreiben. Er verfügt über umfassende Erfahrung als Manager, kennt die Mobilitätsbranche und wird mit seinem Fokus auf Umsetzung zum Erfolg der Geschäfte beitragen.“

Die Bilder des neuen Vorstands finden Sie in der Mediathek.

19. Juni 2026, 10:00 Uhr
Berlin
28 Stationen modernisiert • 20 Stationen in der Fläche während der Korridorsanierung mit moderner Videotechnik ausgestattet  

Frischekur für 28 Bahnhöfe entlang der Bahnstrecke Hamburg – Berlin: Während der zehnmonatigen Korridorsanierung hat die DB InfraGO insgesamt 28 Bahnhöfe attraktiver gestaltet. Neue und modernisierte Bahnsteige, komfortable Sitzmöbel, energiesparende LED-Beleuchtung, bessere Orientierung durch neue Wegeleitung und Zuganzeiger: All das trägt dazu bei, dass die Fahrgäste komfortabler zum Zug kommen.

Vorher-Nachher-Galerie

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DB-Mitarbeiter reparieren Leuchten am Bahnsteig
DB-Mitarbeiter reparieren Leuchten am Bahnsteig
Quelle: Vedad Divovic

Darüber gibt es ein Plus bei Sicherheit: 20 Bahnhöfe in der Region profitieren jetzt von moderner Videotechnik. Dafür hat die DB InfraGO die für kleine Bahnhöfe typischen Zuganzeiger mit Kameras ausgerüstet. Diese Lösung ist durch neue Netzwerktechnik, einfachere Energieversorgung und Datenübertragung deutlich günstiger und robuster als herkömmliche Anlagen.

Insgesamt hat die DB deutschlandweit rund 11.000 Kameras an Bahnhöfen im Einsatz. Sie betreibt Kameras überall dort, wo sie in Abstimmung mit der Bundespolizei nötig sind. Videotechnik verbessert das subjektive Sicherheitsgefühl vieler Reisender. Darüber hinaus ist sie ein wesentlicher Bestandteil des umfassenden DB-Sicherheitsgeflechts. Die Ausstattung mit Video ist Teil des DB-Sofortprogramms für mehr Sicherheit und Sauberkeit an Bahnhöfen und ist aus DB-Eigenmitteln finanziert. 

 

Bahnhofsnamen zwischen Berlin und Hamburg
Bahnhofsnamen zwischen Berlin und Hamburg
Quelle: DB AG

 Überblick über die Modernisierungselemente 

Albrechtshof

Die DB hat den Bahnhof aufgewertet: Neue Scheiben im Treppenturm lassen mehr Licht durch. Die Gestaltung im durchgehenden Stil des Korridors sorgt für ein freundliches Ambiente. Moderne Sitzmöbel, Vitrinen, Abfallbehälter und energiesparende LED-Beleuchtung machen den Bahnhof komfortabler. Der gesamte Bahnsteigbelag ist ausgebessert worden - on top zu der eigentlich geplanten Teilerneuerung. Digitale Anzeigen und eine neue Wegeleitung helfen bei der Orientierung. Eine Entwässerung wurde installiert. 

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Seegefeld

Die DB hat Bahnsteige und Dächer erneuert sowie neue LED-Beleuchtung, Sitzmöbel und Vitrinen eingebaut. Auch die Orientierung ist mit moderner Wegeleitung und einem neuen Blindenleitsystem verbessert. Die Gestaltung im durchgehenden Stil des Korridors sorgt für ein freundliches Ambiente. Dazu gehören auch neue Verglasungen an den Treppen, die on top umgesetzt wurden. Der Bahnhof erhielt moderne, digitale Anzeigen zur Reisendeninformation. 

Falkensee

Die Bahnsteige sind erneuert und mit einem neuen Blindenleitsystem ausgestattet. Neue Sitzgelegenheiten, Anzeigen und eine bessere Beschilderung sorgen für mehr Komfort. Zusätzlich wurde ein Wetterschutzhaus errichtet sowie die Treppenanlagen verschönert. Die Gestaltung im durchgehenden Stil des Korridors sorgt für ein freundliches Ambiente. Neue Zuginformationsmonitore sorgen für bessere Reisendeninformation. Der hintere Zugang zum Bahnhof wurde neu bepflanzt.

Finkenkrug

Die DB hat die Bahnsteige komplett erneuert und modern ausgestattet. Neue LED-Beleuchtung, digitale Anzeiger und eine klarere Wegeführung verbessern den Aufenthalt. Die Gestaltung im durchgehenden Stil des Korridors sorgt für ein freundliches Ambiente. 

Brieselang

Die DB hat in Brieselang die Bahnsteige komplett erneuert und modern gestaltet. Neue Ausstattung mit Sitzmöbeln und Vitrinen, LED-Beleuchtung und digitale Anzeiger sorgen für ein zeitgemäßes Erscheinungsbild. Die Gestaltung im durchgehenden Stil des Korridors sorgt für ein freundliches Ambiente. Zusätzlich hat die DB das Bahnsteigdach instandgesetzt, die Treppenanlagen verschönert, Zäune getauscht und eine neue Lautsprecheranlage installiert.   

Nauen

Die DB hat die Bahnsteige, die Treppen zum Bahnsteig und das Bahnsteigdach instandgesetzt, aber auch Beleuchtung, die Ausstattung, wie beispielsweise Sitzmöbel und Vitrinen und die Orientierung am Bahnhof verbessert. Die Gestaltung im durchgehenden Stil des Korridors sorgt für ein freundliches Ambiente. Am südlichen Eingang wurde neu gepflastert und vor dem Wall hinter der Fahrradabstellanlage neu bepflanzt. Neue digitale Anzeiger verbessern die Reisendeninformation. Einen Vandalismusschaden (Brand am 31.3.) in der Fußgängerunterführung konnte die DB kurzfristig beheben.

Paulinenaue

Der Bahnhof hat die Bahnsteigbeläge erneuert,sowie moderne Ausstattung, Wetterschutzhäuser und bessere Beschilderung installiert. Die Beleuchtung ist auf LED umgerüstet worden. Treppen und Zugänge sind verschönert worden. Auch eine moderne Reisendeninformation ist installiert. Die Gestaltung im durchgehenden Stil des Korridors sorgt für ein freundliches Ambiente. 

Friesack (Mark)

Die DB hat in Friesack den Bahnsteig modernisiert. Die Ausstattung mit LED-Beleuchtung, neuen digitale Anzeigern, neuen Wartehäusern, Sitzmöbeln und Vitrinen ist deutlich besser geworden. Eine neue Wegeleitung sorgt für mehr Übersichtlichkeit. Die Gestaltung im durchgehenden Stil des Korridors sorgt für ein freundliches Ambiente. 

Neustadt (Dosse)

Die DB hat das Bahnhofs­dach instandgesetzt, Bahnsteigbeläge und Ausstattung, wie beispielsweise Sitzmöbel und Vitrinen, erneuert. Eine neue LED-Beleuchtung wurde installiert. Moderne digitale Anzeiger verbessern die Reisendeninformation für die Fahrgäste. Die Gestaltung im durchgehenden Stil des Korridors sorgt für ein freundliches Ambiente.

Breddin

In Breddin hat die DB den Bahnsteig (Gleis 1) komplett neu und barrierefrei errichtet, Bahnsteig 2 ist modernisiert worden, so z.B. der Bahnsteigbelag und das taktile Leitsystem. Die Bahnsteige wurden mit neuen Wetterschutzhäusern ausgestattet, zudem wurde die Treppe zur Personenunterführung erneuert. Auch die Ausstattung wie Sitzmöbel, Vitrinen und digitale Anzeiger sind modernisiert worden. Eine neue Wegeleitung sorgt für mehr Übersichtlichkeit. Neue LED-Beleuchtung spart Energie. Die Gestaltung im durchgehenden Stil des Korridors sorgt für ein freundliches Ambiente.

Glöwen

In Glöwen hat die DB Bahnsteige barrierefrei ausgebaut und modern gestaltet. Neue Ausstattung wie beispielsweise Sitzmöbel verbessern den Komfort. Vitrinen, LED-Beleuchtung und die digitalen Anzeiger sind erneuert worden. Die Gestaltung im durchgehenden Stil des Korridors sorgt für ein freundliches Ambiente. 

Bad Wilsnack

Die DB hat hier die Bahnsteige komplett barrierefrei ausgebaut. Neue LED-Beleuchtung sowie moderne Ausstattung wie Sitzmöbel, digitale Anzeiger und Vitrinen wurden eingebaut. Die neue Wegeleitung sorgt für besserer Orientierung. Die Gestaltung im durchgehenden Stil des Korridors sorgt für ein freundliches Ambiente. 

Wittenberge

Der Bahnhof Wittenberge wurde besonders umfangreich modernisiert. Mit Gleis 6 ist ein neuer Regional- und Fernbahnsteig in ICE-Länge inklusive neuem Aufzug entstanden. Weitere Bahnsteige sind modernisiert, beispielsweise mit komplett neuen Belägen. Drei Aufzüge sind ausgetauscht worden. Die Ausstattung ist deutlich kundenfreundlicher, beispielsweise mit neuen Sitzmöbeln und einem zusätzlichem Wetterhaus. Bahnsteigdächer wurden abgedichtet. Die Beleuchtung ist auf LED umgerüstet. Der Personentunnel wurde zum neuen Bahnsteig 6 verlängert. Die Gestaltung im durchgehenden Stil des Korridors sorgt für ein freundliches Ambiente.

Karstädt

In Karstädt hat die DB neben neuen längeren Bahnsteigen und moderner Ausstattung die Orientierung verbessert. Das Blindenleitsystem ist erneuert und neue digitale Reisendeninformation installiert worden. Die Station ist auf LED-Beleuchtung umgerüstet worden. Die Gestaltung im durchgehenden Stil des Korridors sorgt für ein freundliches Ambiente.  

Grabow (Meckl)

Die DB hat in Grabow (Meckl) die Bahnsteige modernisiert und das Blindenleitsystem erneuert.  Zwei neue Wetterschutzhäuser, Ausstattung mit neuen Sitzmöbeln und Vitrinen sowie moderne LED- Beleuchtung sorgen für mehr Komfort. Die Gestaltung im durchgehenden Stil des Korridors sorgt für ein freundliches Ambiente. 

Ludwigslust

Der Bahnhof Ludwigslust ist ein Großprojekt, das mit dem Bau einer Unterführung für den Straßenverkehr auch angrenzende Bereiche umfasst. Die DB hat hier umfassende Arbeiten realisiert:  Der Bahnhofsvorplatz wurde umgebaut, das Bahnhofsgebäude, Tunnel und Treppen aufgefrischt. Alle Bahnsteige sind auf über 400 Meter verlängert, Treppenanlagen neu gebaut sowie die alte Personenunterführung zurückgebaut. Drei neue Aufzüge für den Zugang aus der Personenunterführung wurden eingebaut. Moderne Ausstattung mit digitalen Anzeigern, LED-Beleuchtung, neuen Sitzmöbeln und Vitrinen sowie neue Wetterschutzhäuser sorgen für eine bessere Aufenthaltsqualität. Die Fahrradstellplätze sind neugestaltet und es gibt neue Bike-Ride-Fahrradboxen. Die Gestaltung im durchgehenden Stil des Korridors sorgt für ein freundliches Ambiente.

Vorher-Nachher-Vergleich

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Jasnitz

Die DB hat die Bahnsteige erneuert und barrierefrei ausgebaut. Neue Ausstattung beispielsweise mit Sitzmöbeln und Vitrinen sowie neue digitale Anzeiger sorgen für mehr Komfort bzw. bessere Reisendeninformation. Eine neue Wegeleitung sorgt für bessere Orientierung. Die Wetterschutzhäuser wurden erneuert. Die Gestaltung im durchgehenden Stil des Korridors sorgt für ein freundliches Ambiente. 

Strohkirchen

Die DB hat die Bahnsteige barrierefrei ausgebaut. Außerdem ist die Station jetzt mit neuer Ausstattung wie beispielsweile neuen Sitzmöbeln, LED-Beleuchtung und Vitrinen versorgt. Durch die neue Wegeleitung fällt die Orientierung leichter. Die Wetterschutzhäuser wurden erneuert und eine Fahrradabstellanlage installiert. Die Gestaltung im durchgehenden Stil des Korridors sorgt für ein freundliches Ambiente. 

Hagenow Land

Die neugestaltete Unterführung erhöht Komfort und Sicherheit. Neue LED-Beleuchtung sowie moderne Ausstattung, beispielsweise digitale Anzeigen, Sitzmöbel und Vitrinen sind eingebaut. Die neue Wegeleitung sorgt für besserer Orientierung. Die Gestaltung im durchgehenden Stil des Korridors sorgt für ein freundliches Ambiente. 

Pritzier

Die DB hat die Bahnsteige modernisiert und das Blindenleitsystem erneuert. Für die Barrierefreiheit wurde die Rampe instandgesetzt. Die Station ist besser ausgestattet, beispielsweise mit LED-Beleuchtung, erneuerten Wetterschutzhäusern, Sitzmöbeln und Vitrinen. Die Gestaltung im durchgehenden Stil des Korridors sorgt für ein freundliches Ambiente. 

Brahlstorf

Verlängerte und erneuerte Bahnsteige und neue Ausstattung sorgen für mehr Komfort bei den Reisenden, beispielsweise durch LED-Beleuchtung, erneuerten Wetterschutzhäusern, Sitzmöbel und Vitrinen. Die Gestaltung im durchgehenden Stil des Korridors sorgt für ein freundliches Ambiente.

Boizenburg (Elbe)

Modernisierte Bahnsteige, neue Ausstattung und bessere Orientierung bieten ein angenehmeres Umfeld für die Reisenden. Die Station ist besser ausgestattet, beispielsweise mit LED-Beleuchtung, neuem Wetterschutz, Sitzmöbeln und Vitrinen. Die Gestaltung im durchgehenden Stil des Korridors sorgt für ein freundliches Ambiente. 

Schwanheide

Die DB hat die Bahnsteige verlängert und barrierefrei ausgestattet, beispielsweise mit einem Blindenleitsystem. Außerdem ist der Wetterschutz verbessert und neue Ausstattung wie digitale Anzeiger, neue Sitzmöbel, LED-Beleuchtung, Vitrinen sorgen für mehr Komfort. Die Wegeleitung wurde ebenfalls erneuert. Die Gestaltung im durchgehenden Stil des Korridors sorgt für ein freundliches Ambiente. Eine begrünte Cortenstahlwand ergänzt das Design und fasst die Station attraktiv ein. 

Vorher-Nachher-Vergleich

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Büchen

Die DB hat zwei Gleise und Bahnsteigdächer verlängert und zwei barrierefreie Bahnsteige für den Regionalverkehr errichtet. Zwei Aufzüge wurden erneuert, moderne Ausstattung wie neue Wetterschutzhäuser, Sitzmöbel und LED-Beleuchtung eingebaut. Zur besseren Reisendeninformation wurden moderne und zusätzliche Zuginfomonitore an den Bahnsteigen und in den Zugangsbereichen errichtet. Ein neues Fliesenbild sorgt im Tunnel für ein freundliches Ambiente, ebenso der umgestaltete Verkaufspavillons auf Gleis 1. Die Wegeleitung ist kundenfreundlicher gestaltet. Eine Handyladesäule ist installiert. 

Vorher-Nachher-Vergleich

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Müssen

Die DB hat die Bahnsteige erneuert und für den Einsatz längerer Züge auf der Linie RE1 verlängert (finanziert von NAH.SH). Die Treppe zum Bahnsteig 2 ist saniert. Es erfolgt der barrierefreie Umbau. Neue Aufzüge werden installiert und bis Oktober 2026 in Betrieb genommen. Bessere Ausstattung wie vier neue Wetterschutzhäuser, LED-Beleuchtung, neue Sitzmöbel und Vitrinen sorgen für mehr Komfort. 

Schwarzenbek

Der Bahnhof wird mit neuer Beleuchtung, frischer Gestaltung und verbesserter Ausstattung aufgewertet. Fliesenmosaike und farbige Gestaltung lassen den Bahnhof deutlich freundlicher wirken. Die LED-Beleuchtung ist installiert. Neue Wegeleitung sorgt für bessere Orientierung. Die Gestaltung im durchgehenden Stil des Korridors sorgt für ein modernes Ambiente. Der Bahnsteig an Gleis 1 wurde für den Einsatz längerer Züge auf der Linie RE1 verlängert (finanziert von NAH.SH).

Friedrichsruh

Der Bahnhof Friedrichsruh ist seit vielen Jahren stillgelegt. Der Bahnhof bleibt geschlossen und wird nicht reaktiviert. Im Zuge der Korridorsanierung wurden noch bestehende Aufbauten (Vitrinen, Beleuchtung etc.) auf den Bahnsteigen zurückgebaut.

Hamburg – Bergedorf

Die DB hat den Bahnhof umfangreich modernisiert, im Bereich der S-Bahn erfolgte dies bereits 2024. Die Rolltreppen im Empfangsgebäude wurden erneuert, ebenso der Aufzug am Gleis 1/2. Moderne LED-Beleuchtung auf dem Bahnsteig und komfortable Ausstattung wie neues Mobiliar, Wegeleitung im neuen Design, moderne Zuginfomonitore, neu gestaltete Wandflächen im Empfangsgebäude und der Personenunterführung sorgen für ein besseres Ambiente. Die Bahnsteige wurden erneuert und erhielten neue Wetter- und Windschutzhäuser. Auch die Bahnsteiguhren wurden getauscht. Zusätzlich wurde eine neue Taubenvergrämung installiert. 

Vorher - Nachher:

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Aktuell finden an einigen Bahnhöfen noch Restarbeiten statt, die aufgrund der witterungsbedingten Einschränkungen Anfang des Jahres nicht rechtzeitig abgeschlossen werden konnten. Dadurch stehen an den Bahnhöfen Müssen, Nauen, Falkensee und Albrechtshof die Aufzüge noch nicht zur Verfügung. Die DB InfraGO arbeitet intensiv daran, alle Restarbeiten sukzessive abzuschließen und auch in absehbarer Zeit die Barrierefreiheit zu gewährleisten. Die Fahrgäste an den betroffenen Bahnhöfen bittet die DB um Verständnis. 

Mobilitätseingeschränkte Reisende können für Hilfeleistung Kontakt zur MSZ aufnehmen und sich bei bahnhof.de über eventuelle Einschränkungen informieren.

Bis Ende Juni führt die DB InfraGO auf der Bahnstrecke noch Abnahmefahrten durch. Im Abschnitt zwischen Hagenow Land und Berlin – Spandau läuft weiterhin die Abnahme der neuen Signal- und Stellwerkstechnik. Daher fahren Züge im Fernverkehr vorübergehend mit verminderter Geschwindigkeit. Wegen der besonders dichten Zugfolge auf der Strecke zeigen die ersten Tage seit der Wiederinbetriebnahme, dass sich im Zusammenhang mit den Abnahmefahrten die Fahrtzeitverzögerungen im Tagesverlauf sowohl im Fern- als auch im Regionalverkehr aufsummieren. Die DB bedauert die Anlaufschwierigkeiten. Die DB InfraGO-Teams unternehmen alles, um die aktuellen Fahrtzeitverzögerungen schnellstmöglich zu minimieren.

Bildmaterial ist in der DB Mediathek verfügbar.

18. Juni 2026, 07:30 Uhr
Berlin
Fernverkehrszüge zwischen Berlin und Hannover fahren Umleitung und brauchen zwischen Oktober und Dezember rund eine Stunde länger • Angepasstes Konzept mit zeitweise eingleisigem Betrieb • Ersatzbusse für entfallende Nahverkehrsverbindungen  

Mit der Sanierung des Korridors Lehrte – Berlin startet die DB InfraGO am 2. Oktober 2026 die achte Korridorsanierung im deutschen Streckennetz. Nach dem Korridor Hamburg – Berlin ist die Strecke mit 221 Kilometern die zweitlängste Achse, auf der die Infrastruktur gebündelt und gewerkeübergreifend erneuert wird. Der Abschnitt gehört zur wichtigsten Verbindung zwischen Berlin und Nordrhein-Westfalen. Täglich fahren hier mehr als 400 Züge des Nah- und Fernverkehrs und etwa 90 Güterzüge. Mit Blick auf die Bedeutung der Strecke Lehrte – Berlin hat die DB InfraGO gemeinsam mit den Eisenbahnverkehrsunternehmen und den für den Nahverkehr zuständigen Aufgabenträgern das Konzept der Korridorsanierung weiterentwickelt, um die notwendigen Einschränkungen auf ein für alle Verkehrsarten verträgliches Maß zu begrenzen.

Gerd-Dietrich Bolte, Vorstand Infrastrukturplanung und -projekte, DB InfraGO: „Das Konzept der Sanierung aller Anlagen entlang eines Korridors bewährt sich. Im Fall von Lehrte – Berlin elektrifizieren wir die parallel verlaufende Lehrter Stammbahn abschnittsweise in einem der größten laufenden Elektrifizierungsprojekte Deutschlands. So können Züge während der Sanierung der Schnellfahrstrecke dort entlangfahren. Anders als bei Hamburg – Berlin können wir daher einzelne Abschnitte phasenweise für den Zugverkehr öffnen. Das ist eine gute Lösung für unsere Kundeninnen und Kunden."

Quelle: DB InfraGO

Umfangreiches Baupensum

Während der Korridorsanierung erneuert die DB InfraGO bis Ende 2027 insgesamt mehr als 175 Weichen, 260 Kilometer Gleise sowie 13 Kilometer Lärmschutzwände. Entlang der Strecke werden 25 Bahnhöfe modernisiert und teilweise barrierefrei ausgebaut. Auch Brücken, Durchlässe und Weichenheizanlagen werden ersetzt. Die Oberleitungsanlagen sowie die Leit- und Sicherungstechnik werden einer Instandhaltung unterzogen. Während der Sperrungen saniert die DB InfraGO zudem auf der Schnellfahrstrecke auch umfangreich Abschnitte der sogenannten festen Fahrbahn westlich und östlich von Stendal.

Verkehrsstationen Maßnahmen: Immensen-Arpke – Wolfsburg
Verkehrsstationen Maßnahmen: Immensen-Arpke – Wolfsburg
Quelle: DB InfraGO
Verkehrsstationen Maßnahmen: Immensen-Arpke – Wolfsburg

Verkehrsstationen Maßnahmen: Oebisfelde – Schönhausen (Elbe)
Verkehrsstationen Maßnahmen: Oebisfelde – Schönhausen (Elbe)
Quelle: DB InfraGO
Verkehrsstationen Maßnahmen: Oebisfelde – Schönhausen (Elbe)

Verkehrsstationen Maßnahmen: Großwudicke – Berlin-Staaken
Verkehrsstationen Maßnahmen: Großwudicke – Berlin-Staaken
Quelle: DB InfraGO
Verkehrsstationen Maßnahmen: Großwudicke – Berlin-Staaken

 

 

 

 

Umsetzung in mehreren Bauphasen

Für die umfangreichen Arbeiten an der Schnellfahrstrecke zwischen Lehrte und Berlin – Spandau sind abschnittsweise Sperrungen erforderlich. Zu Beginn ist von Oktober bis Dezember 2026 der östliche Abschnitt Fallersleben – Berlin – Spandau gesperrt (Bauphase A). Anschließend ist in diesem Abschnitt im Zeitraum von Dezember 2026 bis Oktober 2027 eine abschnittsweise eingleisige Befahrung über die parallele Lehrter Stammbahn möglich (Bauphase B).

Im westlichen Abschnitt Lehrte – Fallersleben ist von Februar bis Juli 2027 eine Totalsperrung erforderlich (Bauphase C), um in diesem Abschnitt die gewerkeübergreifenden, gebündelten Sanierungsarbeiten durchzuführen.

Die Korridorsanierung endet mit einer Totalsperrung im östlichen Abschnitt Fallersleben – Berlin – Spandau im Zeitraum Oktober bis Dezember 2027 (Bauphase D).

Umleitungen im Fernverkehr und Busse für entfallende Nahverkehrsverbindungen

Reisende erreichen trotz Sperrungen und Einschränkungen ihr Ziel durch umgeleitete Züge im Fernverkehr sowie leistungsfähige Alternativverbindungen und Ersatzverkehr mit Bussen im Regionalverkehr. Ab Ende Juni können Reisende die Fahrpläne für die erste Bauphase, die bis 12. Dezember 2026 andauert, in den digitalen Auskunftsmedien wie dem DB Navigator oder den Apps der Verkehrsverbünde abrufen.

Während der Sperrungen im östlichen Bauabschnitt zwischen Fallersleben und Berlin – Spandau von jeweils Oktober bis Dezember 2026 und 2027 (Bauphase A+D) fahren Fernzüge zwischen Hannover und Berlin eine Umleitung und halten abwechselnd in Braunschweig und Magdeburg. Die Fahrzeit zwischen Hannover und Berlin verlängert sich um 60 bis 80 Minuten. Die Züge zwischen Amsterdam und Berlin – vier Zugpaare pro Tag – werden über Hamburg umgeleitet, was zu einer etwa 70 Minuten längeren Fahrzeit führt. Zwischen Dezember 2026 und Oktober 2027 (Bauphase B+C) rollen die Fernzüge in Richtung Hannover über die reguläre Verbindung via Wolfsburg, in Richtung Berlin fahren sie weiterhin die Umleitung über Magdeburg. 

Nahverkehrszüge werden, wo immer es möglich ist, bis dicht an den gesperrten Streckenabschnitt geführt, sodass den Fahrgästen möglichst die gewohnten Verbindungen auf der Schiene bestehen bleiben. Überall dort, wo kein Verkehr auf der Schiene gefahren werden kann, werden die Regionalzüge durch einen leistungsstarken Ersatzverkehr mit Bussen ersetzt. Die Busverkehre werden in der ersten Bauphase durch das Unternehmen go.on gefahren. Sämtliche Busse sind neuwertig und barrierefrei, mit WLAN und USB-Steckdosen ausgestattet sowie einheitlich in der Farbe Verkehrspurpur gestaltet. Zudem verfügen die Busse über optische Haltestellenanzeigen im Innenraum sowie automatische, akustische Haltestellenansagen. Dieses Vorgehen hat sich bei der Korridorsanierung Hamburg – Berlin bewährt. 

Auswirkungen auf den Nahverkehr 

Verkehrsverbund Berlin und Brandenburg

Für die Region Berlin und Brandenburg ergeben sich durch die Korridorsanierung je nach Bauphase umfangreiche Änderungen im Regionalverkehr.

So fährt bereits seit Sommer letzten Jahres bis zum 12. Dezember 2026 die RB34 zwischen Stendal und Rathenow im Ersatzverkehr.

Mit Beginn der Totalsperrung zwischen Fallersleben und Berlin – Spandau (Bauphase A) am 2. Oktober 2026 werden auch die Linien RE4 und RB21 abschnittsweise entfallen und teilweise umgeleitet.

Die RB51 ist von den Bauarbeiten nicht betroffen, es kommt jedoch mittags zu einzelnen Verschiebungen im Fahrplan, um Logistikfahrten für die Baustelle zu ermöglichen.

Zu beachten ist, dass parallel ebenfalls die Berliner Stadtbahn gesperrt ist, wodurch es zu zusätzlichen Umleitungen und Ausfällen kommt (nähere Informationen www.vbb.de/Stadtbahnsperrung).

Für die ausfallenden Abschnitte konnte in Zusammenarbeit mit der NASA, den Kommunen entlang der Lehrter Bahn und den Verkehrsunternehmen ein umfangreiches Ersatzverkehrskonzept erarbeitet werden.

Kernelement der Anbindung von Stendal und Rathenow in und aus Richtung Berlin sind die zwei Expressbuslinien X1 (Stendal – Genthin) mit Anschluss an den RE1 und X4 (Stendal – Rathenow – Nauen) mit Anschluss an den RE8 und RE2. Ergänzt werden diese durch die vier Lokallinien A (Brieselang – Falkensee), B (Rathenow – Nauen), C (Nauen – Priort – Falkensee) und D bzw. RB34 (Rathenow – Stendal). Die detaillierten Informationen zu den Routenverläufen und Takten der einzelnen Linien sowie das Liniennetz können unter www.vbb.de/Lehrte-Berlin abgerufen werden.

Durch ein dichtes Taktangebot und zentrumsnahe Haltestellen der Ersatzbusse sollen die Einschränkungen für die Fahrgäste im Rahmen der Möglichkeiten reduziert werden. So fahren die Busse zum Beispiel in Elstal nicht zum Bahnhof, sondern durch den Ort und halten dort.

Nach dem Ende der ersten Sperrung am 12.12.2026 (Bauphase B) kann der Regionalverkehr der Linien RB21 und RE4 trotz Bauarbeiten wieder verkehren. Durch die Elektrifizierung der sogenannten „Lehrter Stammbahn“ zwischen Rathenow und Stendal kann der RE4 über diese umgeleitet werden und wird ab dann die Fahrten der RB34 übernehmen. Somit besteht neu täglich ein Stundentakt mit dem RE4 zwischen Stendal und Berlin und weiter nach Falkenberg (Elster).

Das Ersatzverkehrskonzept für die Sperrung der Strecke zwischen Fallersleben und Berlin Spandau vom 15.10. bis 11.12.2027 (Bauphase D) befindet sich derzeit noch in Abstimmung und wird zu gegebener Zeit veröffentlicht.

Regionalverband Großraum Braunschweig 

Ab dem 2.10.2026 bis vsl. zum Fahrplanwechsel im Dezember 2027 (Bauphasen A+B+C+D) fahren die Züge der Linie RE70 zwischen Hannover und Braunschweig und der Linie RE50 zwischen Braunschweig und Wolfsburg lediglich im Stundentakt.

Zwischen 2.10. – 12.12.2026 (Bauphase A) fahren die Züge des RE30/RE50 montags bis freitags stündlich ab/bis Wolfsburg, samstags und sonntags verkehren die Züge nur bis Fallersleben. Zwischen Fallersleben und Wolfsburg fährt dann ein Schienenersatzverkehr. 

Vom 3.10. – 5.10.2026 fallen die Züge des RE30 zwischen Wolfsburg und Gifhorn aus. Es verkehren ersatzweise Busse. Außerdem fahren ab 2.10. die Verstärkerfahrten der Linie RE30 nur zwischen Hannover und Gifhorn (vorerst bis 12.12.26, Bauphase A).

In Bauphase C (5.2.2027 – 9.7.2027) entfallen die Züge der Linie RE30 zwischen Lehrte und Wolfsburg. Es sind drei Bus-Linien im Schienenersatzverkehr geplant: Direktbusse ohne Halt zwischen Lehrte und Wolfsburg, Expressbusse mit ausgewählten Halten und Busse mit allen Unterwegshalten.

Während der Bauphase D (16.10.–11.12.2027) verkehren alle Züge des RE30/RE50 nur bis Fallersleben. Von dort bis Wolfsburg Hbf werden ersatzweise Busse eingesetzt.

Nahverkehrsservice Sachsen-Anhalt

Die bereits seit Juni bzw. Dezember 2025 bestehenden Schienenersatzverkehre für die Nahverkehrslinien RB 34 Stendal – Rathenow und RB 35 Stendal – Wolfsburg werden bis zum Ende der Totalsperrung im Dezember 2026 unverändert fortgeführt. Zusätzlich entfallen während der Totalsperrung von Oktober bis Dezember 2026 (Bauphase A) die Züge der RE-Linie 4 zwischen Stendal und Berlin und werden durch Busse Stendal – Nauen mit Anschluss in Nauen an den Zugverkehr ersetzt. An den Wochenenden entfallen auch die Züge der Linien RE 6 und RB 36 Magdeburg – Wolfsburg im Abschnitt Oebisfelde – Wolfsburg und werden ebenfalls durch Busse ersetzt. 

Als Ersatz für die entfallenden ICE-Halte in Stendal werden zusätzliche Expressbusse angeboten: Zweistündlich verkehren dann Busse ohne Zwischenhalte von Stendal nach Wolfsburg und als Ersatz für die Fernverkehrsanbindung nach Berlin von Stendal nach Genthin. 

Für Reisende zwischen Stendal und Berlin bestehen damit während der Totalsperrung von Oktober bis Dezember 2026 (Bauphase A) mit Ziel in Berlin folgende Alternativen:

  • Fahrt mit Zugverbindungen über Wittenberge.
  • Fahrt mit dem Expressbus Stendal – Genthin mit Anschluss in Genthin vom/zum RE 1 aus/in Richtung Berlin.
  • (zeitlich länger): Nutzung der Busverbindung über Rathenow nach Nauen)

Für Reisende zwischen Stendal und Hannover stellen neben den Expressbussen nach Wolfsburg die Zugverbindungen über Uelzen oder Magdeburg Alternativen dar. 

Während der zweiten großen Totalsperrung von Oktober bis Dezember 2027 (Bauphase D) wird voraussichtlich ein ähnliches Ersatzkonzept zur Anwendung kommen.

Während der Bauphase von Mitte Dezember 2026 bis Anfang Oktober 2027 (Bauphase B) können vsl. die Nahverkehrszüge zwischen Wolfsburg und Stendal bzw. Stendal und Berlin mit längeren Fahrzeiten aufgrund vermehrter Zugbegegnungen auf der eingleisigen Strecke angeboten werden. Diese stellen in diesem Zeitraum auch für die entfallenden Fernverkehre von Hannover in Richtung Berlin den Ersatz dar, während in der Richtung von Berlin nach Hannover in dieser Bauphase Fernzugangebote bestehen. 

Informationen für Anwohnende

Am 30. Juni, 17.30 Uhr stellt die Deutsche Bahn den aktuellen Planungsstand des Projekts der breiten Öffentlichkeit vor und beantwortet Fragen. An der virtuellen Veranstaltung können alle Interessierten mithilfe dieses Links zur Webcast-Plattform https://www.db-buergerdialog.de/lehrte-berlin teilnehmen. 

Hinweis für die Redaktionen: Weitere Informationen erhalten Sie im Rahmen des Pressegesprächs am 30. Juni 2026. Die Einladungen dazu folgen. Die Website zur Korridorsanierung lehrte-berlin.deutschebahn.com ist bereits online.  

17. Juni 2026, 11:00 Uhr
Berlin
Dialog der DB-Vorstandsvorsitzenden Evelyn Palla und der Ministerpräsidenten der Länder Saarland, Niedersachsen und Brandenburg zu aktuellen Herausforderungen bei der Versorgung der Stahlindustrie • Ad-hoc-Runde zur Stabilisierung kritischer Rohstoffverkehre auf der Schiene vereinbart 

In einem Gespräch haben sich die Landesregierungen der drei Stahl-Länder mit der DB-Vorstandsvorsitzenden Evelyn Palla sowie den Spitzen von DB InfraGO und DB Cargo über die aktuelle Lage der Schienenlogistik und die Versorgung der Stahl-Industrie mit Rohstoffen ausgetauscht. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie die Lieferketten zentraler industrieller Grundstoffe künftig noch verlässlicher abgesichert werden können.Die Initiative zu dem Gespräch ging von den drei Länder-Regierungschefs aus, nachdem kurzfristige Versorgungsengpässe bei den betroffenen Stahlunternehmen durch die Schienenlogistik entstanden waren. Die Bahn hat umgehend Maßnahmen eingeleitet, um diese kritische Situation zu bewältigen. So wurden Lieferverkehre priorisiert und Material und Personal zu diesem Zweck kurzfristig aufgestockt. Dies wurde von den Länder-Vertretern als zielführend anerkannt.Es bestand zudem Einigkeit darüber, dass dauerhaft stabile Lieferketten eine zentrale Voraussetzung für die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie und verlässliche Planungsgrundlagen der Unternehmen sind. Das gemeinsame Ziel ist es daher, die Resilienz der Schienenlogistik weiter zu stärken und die Versorgung der Industrie auch während anspruchsvoller Situationen im Bahnbetrieb sicherzustellen.Aus dem Gespräch heraus entstand die Initiative, über die kurzfristige Abhilfe hinaus eine von der DB InfraGO organisierte Ad-hoc-Fach-Runde zu operativen Themen mit der betroffenen Industrie und der Logistikbranche einzuberufen. Dort sollen konkrete Maßnahmen identifiziert werden, mit denen die Versorgung der Industrie mit hochkritischen Rohstoffen auf der Schiene kurzfristig stabilisiert und die Lieferketten zentraler industrieller Grundstoffe langfristig abgesichert werden können.Ministerpräsidentin Anke Rehlinger, Saarland: „Die Industrie braucht eine zuverlässige Logistik und Rohstoffversorgung. Dafür ist die Bahn ein Schlüsselfaktor. Eine leistungsfähige Bahn-Infrastruktur muss daher verlässlich funktionierende Lieferketten über die Schiene und damit Planungssicherheit für die Industrie gewährleisten. Daran muss über die kurzfristige Abhilfe hinaus gemeinsam mit der Industrie weiter gearbeitet werden.“Ministerpräsident Olaf Lies, Niedersachsen: „Die Stahlindustrie ist ein zentraler Pfeiler unseres Wirtschaftsstandorts und sichert zahlreiche Arbeitsplätze – auch weit über die Branche hinaus. Und belastbare Lieferketten sind für sie eine zentrale Voraussetzung für einen starken Industriestandort. Gerade jetzt - also in Zeiten, in denen unsere Industrieunternehmen nahezu täglich von immer neuen geopolitischen Herausforderungen durchgerüttelt werden - müssen Unternehmen darauf vertrauen, dass zumindest das System in Deutschland stabil bleibt. Sie müssen sich darauf verlassen können, dass Rohstoffe und Vorprodukte zuverlässig ankommen. Deshalb war es so wichtig, jetzt alle Beteiligten an einen Tisch zu bringen. Ich begrüße, dass die Bahn die besondere Bedeutung erkennt und nun in einer Ad-hoc-Arbeitsgruppe gemeinsam mit den Stahlunternehmen an konkreten Lösungen für eine leistungsfähige und resiliente Lieferkette arbeiten will.“Ministerpräsident Dietmar Woidke, Brandenburg: „Die Stahlindustrie ist bereits in schwierigem Fahrwasser und auf eine zuverlässige Versorgung mit Rohstoffen angewiesen. Bahn-Baustellen und Herausforderungen im Güterverkehr dürfen nicht dazu führen, dass es zu Produktionskürzungen kommt. Es braucht künftig ein besseres Baustellenmanagement und verlässliche Zusagen für einen reibungslosen Transport, um die Versorgung der Industrie langfristig sicherzustellen. Es ist gut, dass nun an konkreten Lösungen gearbeitet wird."Vorstandsvorsitzender DB InfraGO Dr. Philipp Nagl: „Die DB InfraGO ist sich ihrer Verantwortung bewusst. Wir haben daher die wichtigsten Akteure entlang der Lieferketten an einen Tisch geladen. Unser Ziel ist eindeutig: Wir wollen gemeinsam analysieren, wo betriebliche Hebel liegen, und konkrete Lösungsansätze entwickeln, um die Versorgung insbesondere der systemrelevanten Industrien langfristig abzusichern.“

16. Juni 2026, 11:00 Uhr
Berlin
Rund 200 neue Mitarbeitende in 44 Teams sorgen für mehr Tempo bei Reparaturen • Motto: „44 Handwerkerteams: flexibel unterwegs für bessere Bahnhöfe.“ • Sichtbare Verbesserungen für Kundinnen und Kunden

Die Deutsche Bahn (DB) bringt Reparaturen an ihren Bahnhöfen künftig deutlich schneller voran: Neue mobile Handwerkerteams sind bundesweit im Einsatz und beheben Schäden direkt vor Ort. Ziel ist ein saubereres, sichereres und ansprechenderes Erscheinungsbild der Stationen für Reisende und Besucher:innen.

Katja Hüske, Vorständin Personenbahnhöfe bei der DB InfraGO AG: „Unsere Bahnhöfe sind unsere Visitenkarte. Mit den neuen mobilen Teams können kleine und größere Reparaturen wie beschädigte Glasscheiben, Graffiti oder defekte Ausstattungen künftig gebündelt und zügig erledigt werden.“ 

Handwerker und Katja Hüske, Vorständin Personenbahnhöfe am Bahnhof Ostkreuz
Handwerker und Katja Hüske, Vorständin Personenbahnhöfe am Bahnhof Ostkreuz
Quelle: Copyright: Deutsche Bahn AG / Christian Plambeck
Handwerker und Katja Hüske, Vorständin Personenbahnhöfe am Bahnhof Ostkreuz

 

Nach dem Prinzip „44 Handwerkerteams: flexibel unterwegs für bessere Bahnhöfe“ fahren sie gezielt einzelne Stationen an und erledigen dort sämtliche anfallenden Arbeiten. Damit geht die DB den nächsten Schritt: Die mobilen Handwerkerteams beheben nicht nur kleinere Mängel, sondern übernehmen auch umfangreichere Reparaturen und bringen so Bahnhöfe - vor allem in der Fläche - in einen insgesamt besseren Zustand.

Insgesamt arbeiten rund 200 neue Kolleg:innen in den neuen Handwerkerteams. Die Teams sind an 44 Standorten im ganzen Bundesgebiet stationiert. Jedes Team deckt jeweils seine Region ab. Die mobilen Teams ergänzen die bestehenden Strukturen mit bereits circa 400 Stations- und Hausinspektor:innen und sorgen für mehr Tempo, Sichtbarkeit bei den Fahrgästen und Qualität vor Ort. 

Das Konzept wurde zuvor erfolgreich in einem Pilotprojekt getestet, unter anderem in Niedersachsen. Das Recruiting ist weit vorangeschritten und soll baldmöglichst abgeschlossen werden. Einige wenige Regionen sind noch auf der Suche nach neuen Allrounder:innen. 

Die mobilen Handwerkerteams sind Teil des DB-Sofortprogramms für mehr Sicherheit und Sauberkeit an Bahnhöfen. Mit zusätzlichen Investitionen in Personal und Technik verbessert die DB das Erscheinungsbild ihrer Bahnhöfe und stärkt das Sicherheitsempfinden der Reisenden. Die DB gibt dafür 2026 über 50 Millionen Euro zusätzlich aus.

Hinweis an die Redaktionen: Aktuelles Fotomaterial finden Sie auf der Mediathek der Bahn

14. Juni 2026, 11:15 Uhr
Berlin
278 km lange Strecke wieder für den Zugverkehr freigegeben, Bus-Ersatzverkehr beendet • DB InfraGO-Chef Philipp Nagl: „Die größte der bis 2036 geplanten Korridorsanierungen ist abgeschlossen.“ • Verzögerungen in der Anlaufphase noch möglich  

Die DB InfraGO hat die Korridorsanierung auf Deutschlands wichtigster Städteverbindung zwischen Hamburg und Berlin abgeschlossen. Nachdem der Abschnitt von Hamburg bis Hagenow Land seit dem 15. Mai bereits wieder in Betrieb ist, rollen seit heute wieder Fern-, Regional- und Güterverkehrszüge durchgehend über die 278 Kilometer lange Strecke.

In den nächsten Tagen finden in einigen Streckenabschnitten noch Abnahmefahrten statt. Bis diese vollständig abgeschlossen sind, werden noch abschnittsweise Geschwindigkeitseinschränkungen für Fernverkehrszüge erforderlich sein, die sich in Teilen auch auf den Regionalverkehr auswirken können. Die angepassten Fahrpläne und Verspätungsprognosen sind über die Auskunftsmedien bahn.de und im DB Navigator hinterlegt. An den Bahnhöfen in Hamburg und Berlin sind zusätzliche Servicekräfte für die Reisenden im Einsatz. Zudem sind Fachteams an der Strecke unterwegs, um etwaige einzelne Störungen, die in den ersten Wochen auftreten können, schnellstmöglich zu beseitigen. 

14.06.2026 - Nach der Korridorsanierung rollen die Züge wieder zwischen Alster und Spree - hier bei Nauen
Quelle: Deutsche Bahn AG / Volker Emersleben
14.06.2026 - Nach der Korridorsanierung rollen die Züge wieder zwischen Alster und Spree - hier bei Nauen
Quelle: Deutsche Bahn AG / Volker Emersleben

Zwischen Hamburg und Berlin sowie den verschiedenen Regionen, die dieser Schienenkorridor miteinander verbindet, finden in Summe täglich 470 Zugfahrten im Fern-, Regional- und Güterverkehr statt.

Rund 1.000 Mitarbeitende der DB und der Bauunternehmen haben seit dem 1. August 2025 die überalterte und störanfällige Infrastruktur erneuert. Die DB und ihre Baupartner haben gemeinsam ein enormes Bauprogramm umgesetzt:

  • 165 Kilometer neue Gleise
  • 249 neue Weichen
  • Sieben neue Überleitstellen (für mehr Flexibilität im Zugverkehr)
  • Knapp fünf Kilometer Lärmschutzwände im Bereich Wohltorf/Aumühle grunderneuert
  • Sechs neue Stellwerke errichtet, 19 Stellwerke modernisiert
  • 28 modernisierte Bahnhöfe bieten mehr Komfort und Barrierefreiheit 

Die Technik und Stellwerke sind jetzt für das europäische Zugbeeinflussungssystem (ETCS) vorbereitet. Die gesamte Strecke wurde zudem für den zukünftigen 5G-Bahnfunk (FRMCS) ertüchtigt und ermöglicht die Ausrüstung mit zusätzlichen Mobilfunkanlagen für besseren Handyempfang. Fahrgäste und Güterverkehrskunden profitieren langfristig von einer modernen, verlässlichen Strecke und von mehreren Jahren ohne größere Bauarbeiten.

Dr. Philipp Nagl, Vorstandsvorsitzender der DB InfraGO: „Mit Hamburg – Berlin haben wir die größte Korridorsanierung innerhalb des bis 2036 geplanten Programms nun abgeschlossen. Dank des Sondervermögens des Bundes sind solche umfassenden Sanierungsmaßnahmen überhaupt erst möglich. Herzlichen Dank an alle, die an dieser herausfordernden Aufgabe mitgewirkt haben: an die Mitarbeitenden, die Baufirmen, die Aufgabenträger und Verkehrsunternehmen. Für die Geduld und das Verständnis während der verlängerten Bauarbeiten durch den strengen Winter und des Wiederanlaufens der Verkehre möchte ich heute allen Fahrgästen, Anwohnenden und Kommunen persönlich danken.“

Umfangreiches Bauprogramm auch für die Bahnhöfe 

Die DB InfraGO hat auch die 28 Verkehrsstationen entlang der Strecke modernisiert. Damit verbessert sich das Erlebnis der Reisenden am Bahnhof und im Bahnhofsumfeld. Dafür hat die DB Bahnsteige verlängert und erhöht, Dächer verlängert und Wegeleitsysteme für Menschen mit Sehbeeinträchtigungen installiert. Viele Bahnhöfe erhielten neu gestaltete Personenunterführungen, zusätzliche Sitz- und Wartemöglichkeiten, bessere Fahrradparkplätze und regionale Gestaltungskonzepte. Ein herausragendes Beispiel ist der Bahnhof von Wittenberge in Brandenburg, wo es gemeinsam mit der Stadt gelungen ist, Bahnhof und Umfeld mustergültig zu renovieren.

An einigen Bahnhöfen finden noch Restarbeiten statt. Aus diesem Grund sind Bahnsteige an den Stationen Müssen, Nauen, Falkensee und Albrechtshof vorübergehend noch nicht oder nur eingeschränkt barrierefrei erreichbar. Für mobilitätseingeschränkte Reisende gibt es ein Ersatzkonzept.

Positive Bilanz zum Verkehrskonzept  

Zum Abschluss der Bauarbeiten zieht die DB eine positive Bilanz zum Verkehrskonzept für die Reisenden. Fernverkehrszüge und einzelne Regionalzüge verkehrten in den vergangenen Monaten zuverlässig auf Umleitungsstrecken. Im Regionalverkehr wurde gemeinsam mit den Ländern ein umfangreicher Ersatzverkehr mit 170 modernen Bussen auf die Straße gebracht. Seit Mitte August 2025 haben diese rund 25 Millionen Kilometer zurückgelegt.

Nächste Meilensteine im Hochleistungsnetz 

Nach Hamburg – Berlin stehen noch in diesem Sommer weitere wichtige Bahnstrecken nach ihrer Sanierung wieder zur Verfügung: In rund einem Monat wird die DB InfraGO die Korridorsanierung von zwei weiteren hochbelasteten Streckenabschnitten abgeschlossen haben (Hagen – Wuppertal – Köln und Nürnberg – Regensburg). Dann werden bereits rund 580 Kilometer des künftigen Hochleistungsnetzes grundlegend modernisiert sein. Es geht kontinuierlich weiter: Mit dem heutigen Tag beginnen die Bauarbeiten der Korridorsanierung zwischen Obertraubling und Passau. Die Arbeiten zwischen Troisdorf und Wiesbaden entlang der Strecke am rechten Rhein starten Mitte Juli.

Aktuelles Bildmaterial finden Sie in der DB Mediathek.

11. Juni 2026, 14:00 Uhr
Berlin
Ab Sonntag buchbar: Familienticket inklusive Reservierung für 99,99 Euro • Super Sparpreis Young ab 4,99 Euro • Außerdem: Jugend BahnCard 25 für alle zwischen 6 und 18 Jahren geschenkt • Begleitung allein reisender Kinder mit dem DB Junior Express   

Reisen ist gerade in diesem Jahr angesichts schwankender Benzin- und Flugpreise zunehmend eine Kostenfrage. Die Deutsche Bahn (DB) hat daher für die Sommerferien eine ganze Palette von Tickets und Services für preiswertes, entspanntes Reisen entwickelt. Vor allem Familien profitieren von den maßgeschneiderten Angeboten, die ab dem 14. Juni buchbar sind.

Dr. Michael Peterson, DB-Vorstand Personenfernverkehr: „Wir bieten den Menschen in Deutschland Preis-Stabilität und bezahlbare Alternativen zu Auto und Flugzeug. Der Sommerurlaub darf nicht zur Wackelpartie werden. Familien sollen auch dieses Jahr verlässlich ihre großen Ferien planen können!" 

Für jede und jeden hat die DB das passende Bahn-Angebot parat – von der erstmals erhältlichen Familienurlaubsflatrate über attraktive Tickets für Jugendliche bis zum neuen Begleitservice für allein reisende Kinder. Familienbereiche, Kindermenüs und Spielmöglichkeiten machen die ICE-Fahrt für Familien besonders komfortabel. Auch das Gepäck fährt immer kostenlos mit.

Die neuen Angebote des „Bahn-Familien-Sommers“ im Überblick: 

DB Familienticket

Die Urlaubsfamilienflatrate für die Sommerferien 2026 kann ab dem 14. Juni bis zum 12. September gebucht werden. Das Angebot gilt für Reisen zwischen dem 26. Juni und 14. September. Zum Pauschalpreis von 99,99 Euro kann eine ganze Familie mit DB-Fernverkehrszügen in der 2. Klasse hin und zurück reisen. Eine einzelne Hin- bzw. Rückfahrt gibt es für 59,99 Euro. Das Angebot gilt für bis zu fünf Personen inklusive einer Sitzplatzreservierung.  

Super Sparpreis Young ab 4,99 Euro

Der Super Sparpreis Young – das Angebot für alle unter 27-Jährigen – ist ab dem 14. Juni nochmal deutlich preiswerter erhältlich: Die Fernverkehrstickets gibt es dann bereits ab 4,99 Euro – und mit BahnCard-Rabatt sogar ab 3,74 Euro. 

Jugend BahnCard

Vom 14. Juni bis 30. September gibt es die Jugend BahnCard 25 für junge Reisende bis einschließlich 18 Jahre kostenfrei. Mit ihr erhalten junge Reisende 25 Prozent Rabatt auf alle Super Spar-, Spar- und Flexpreise in der 1. und 2. Klasse – und das ein ganzes Jahr lang! Danach läuft die Jugend BahnCard automatisch ab, sie geht nicht in ein Abo über. 

DB Junior Express

Ab August 2026 bietet die DB innerhalb Deutschlands ein spezielles Serviceangebot zur Begleitung allein reisender Kinder an. Den familienfreundlichen Service gibt es auf ausgewählten Direktverbindungen zwischen München, Köln, Frankfurt, Hamburg und Berlin, freitags und sonntags. Kindern im Alter zwischen 6 bis einschließlich 14 Jahren werden auf ihrer Reise vom Start- bis zum Zielbahnhof von pädagogisch geschulten Begleitern betreut. So können Eltern, Großeltern oder Erziehungsberechtigte sicher sein, dass ihr Kind gut betreut und sicher unterwegs ist. Ein altersgerechtes Animationsprogramm sorgt während der Reise für Unterhaltung. Das Angebot wird digital buchbar sein – mit Hotline und Störfall-Management. Weitere Details zum Angebot folgen in Kürze. 

Deutschlandticket mit Probe BahnCard

Um den Umstieg auf die klimafreundliche Bahn noch attraktiver zu machen, führt die DB über den Sommer ein neues Kombi-Angebot ein: Für 5,99 Euro erhalten Pendler eine Probe Bahncard 25, mit der sie am Wochenende auch den Fernverkehr günstiger nutzen können. Das Angebot gilt für alle Neukunden des Deutschlandtickets und ist ab dem 26. Mai auf den Kanälen der Deutschen Bahn buchbar. 

Last Minute Sparpreise

Die DB bietet allen Kurzentschlossenen günstige ICE-Fahrten an. Die Last Minute Sparpreise gibt es bereits ab 6,99 Euro. Und auch bei diesem Angebot fahren Kinder kostenfrei mit. Damit können Familien besonders preiswert reisen. Zudem sind auch die Last Minute Sparpreise mit einem zusätzlichen BahnCard-Rabatt und damit bereits ab 5,24 Euro erhältlich. Gebucht werden kann immer Samstag und Sonntag für die darauffolgende Woche für viele Verbindungen in Deutschland. Wie andere Sparpreise sind auch die Last Minute Sparpreise kontingentierte Angebote. Damit ist sichergestellt, dass das Angebot nur auf Zügen buchbar ist, die auch noch freie Sitzplätze haben. Die Wahrscheinlichkeit, ein Schnäppchen zu ergattern, ist daher abseits der Hauptreisezeiten besonders hoch. 

Weitere Informationen unter anderem zur Ausstattung der Züge, zu Reisetipps sowie neuen Angeboten und Verbindungen im Sommer sind in den Faktenblättern veröffentlicht. Buchungsdetails finden Interessierte auch unter: www.bahn.de 

Quelle: DB AG

11. Juni 2026, 06:00 Uhr
Berlin
14,99 Euro für die direkte Fahrt zwischen beiden Metropolen • Tickets vom 12. bis 14. Juni buchbar, Reisezeitraum bis 12. Dezember • Wieder über 35 Prozent mehr Fernverkehrsfahrten auf der Strecke • Attraktive Hochgeschwindigkeitszüge für hohen Komfort • Direktverbindungen bis über Grenzen hinweg

Ab dem 14. Juni fahren die Fernzüge der Deutschen Bahn (DB) wieder ohne Umleitung zwischen Hamburg und Berlin – über die dann grundsanierte Infrastruktur. Aus diesem Anlass bietet die DB den Kundinnen und Kunden 100.000 Extra-Tickets zum Preis von 14,99 Euro für die Bahnfahrt im Fernverkehr zwischen beiden Metropolen. Erhältlich sind die Schnäppchentickets vom 12. bis 14. Juni; damit gereist werden kann bis zum 12. Dezember.

Michael Peterson, DB-Vorstand Personenfernverkehr: „Die Verbindung Hamburg – Berlin ist mit etwa 20.000 Fahrgästen am Tag ein Herzstück im Fernverkehrsnetz. Ab Sonntag binden unsere schnellen Züge die Metropolen wieder direkt an – mit über 35 Prozent mehr Fahrten. Als Dank für die Treue und Geduld in den Bau-Monaten laden wir die Fahrgäste ein, Hamburg und Berlin mit unseren Sondertickets besonders günstig zu entdecken. In Zeiten hoher Kraftstoffpreise sorgen wir damit weiter auch für Stabilität und günstige Mobilität für die Menschen in diesem Land.“

Die Zahl der täglichen direkten Fernverkehrszüge (ICE/Railjet RJ) zwischen Hamburg und Berlin wächst ab kommenden Sonntag von zuletzt 38 auf 52 Fahrten. Die DB bietet während der Sommermonate zunächst drei Züge pro Richtung innerhalb von zwei Stunden an. Auch Büchen, Ludwigslust und Wittenberge gehen wieder ans Netz. Der bisherige Umweg über Stendal, Salzwedel und Uelzen entfällt.

Nach der Betriebsaufnahme sind im Abschnitt Hagenow Land – Berlin-Spandau noch einige Abnahmen für die neue Signal- und Stellwerkstechnik erforderlich. Zudem setzt die DB InfraGO erforderliche Belastungs- und Abnahmefahrten fort. Währenddessen können die Züge noch nicht in allen Abschnitten mit der regulären Geschwindigkeit fahren.

Moderne ICE L und Railjet ersetzen ältere Reisezüge

Zwischen Hamburg und Berlin setzt die DB ab sofort ausschließlich moderne Hochgeschwindigkeitszüge ein. Neben den bewährten ICE-Baureihen sind der neue ICE L mit stufenlosem Einstieg und die neuen, komfortablen RailJet-Züge der tschechischen Kooperationsbahn (ČD) für die Fahrgäste unterwegs. Sie ersetzen die alten Reisezugwagen der DB und der ČD.

Direktverbindungen und kürzere Reisezeiten

  • Fahrgäste können die Direktverbindung Berlin – Westerland (Sylt) ab 14. Juni wieder nutzen. Erstmals kommt der ICE L mit stufenlosem Einstieg auf der wichtigen touristischen Route zwischen der Bundeshauptstadt und der Nordseeinsel zum Einsatz. Morgens hin – abends zurück.
  • Deutlich kürzere Fahrzeiten gibt es dann zwischen Hamburg und Dresden. Der neue, komfortable Railjet benötigt für die Gesamtstrecke nur noch rund dreieinhalb Stunden. Die Fahrzeit verkürzt sich damit um 40 Minuten. Die Züge verkehren zweistündlich und täglich acht Mal pro Richtung.
  • Die Strecke Berlin – Hamburg wird mit der Wiederinbetriebnahme zentraler Korridor auf der neuen europäischen Dreiländer-Direktverbindung von Prag über Berlin und Hamburg nach Kopenhagen. Der Railjet fährt die Strecke dreimal täglich pro Richtung.
  • Alle Direktverbindungen nach und von Budapest, Bratislava, Prag und Wien stehen ab dem 14. Juni wieder zur Verfügung und machen grenzenloses Reisen durch Europa attraktiver denn je.
  • Büchen, Ludwigslust und Wittenberge erhalten wieder Direktverbindungen nach Hamburg und Berlin. Es halten täglich über 20 Fernzüge in Büchen, Ludwigslust und Wittenberge.

Sanierung der Schieneninfrastruktur geht weiter

Während der gebündelten Baumaßnahmen im Knoten Hamburg gibt es vom 18. Juli bis 15. August nochmals Anpassungen im Fernverkehr. Die ICE-Züge verkehren in dieser Zeit im Stundentakt zwischen beiden Metropolen. Die Fahrplandaten sind bereits in der App DB Navigator und auf bahn.de hinterlegt und werden bei der Ticketbuchung entsprechend berücksichtigt. 

08. Juni 2026, 11:15 Uhr
Frankfurt/Main
Pilotprojekte und Bodycams zeigen Wirkung • Hieb- und Stichschutzwesten für Kundenbetreuer ab Juli • Einsatz von KI in Prüfung

Harmen van Zijderveld, Vorstandsvorsitzender der DB Regio AG, informierte heute gemeinsam mit Ralf Damde, Gesamtbetriebsratsvorsitzender der DB Regio AG am Frankfurter Hauptbahnhof zum aktuellen Stand der Sicherheitsmaßnahmen im Regionalverkehr der Deutschen Bahn. 

Harmen van Zijderveld: „Angst hat in unseren Zügen keinen Platz. Wir können die gesellschaftliche Entwicklung nicht ändern, aber dafür sorgen, dass unsere Züge Orte der Sicherheit und des Respekts im öffentlichen Raum sind – für Mitarbeitende und Fahrgäste.“ 

Ralf Damde: „Im Jahr 2025 gab es allein bei der DB über 3.000 Übergriffe auf Mitarbeitende. Der tödliche Angriff auf unseren Kollegen Serkan Çalar während der Fahrausweiskontrolle ist Ausdruck dieser hemmungslosen Gewalt. Wir alle sind gefordert, dieser zu begegnen.“

DB Regio setzt eine Vielzahl von Sicherheitsmaßnahmen ein, die der Prävention, der schnellen Hilfe im Ereignisfall und der Unterstützung der Strafverfolgung dienen:

Richtungsweisende Pilotprojekte 

Im bundesweiten Regionalverkehr gingen die körperlichen Übergriffe im Jahr 2025 im Vergleich zu 2024 um sieben Prozent zurück. Zugleich zeigt sich regional ein differenziertes Bild. In der Region Mitte, also in Hessen, Rheinland-Pfalz, dem Saarland und im nordbadischen Raum, stiegen körperliche Übergriffe beispielsweise im selben Zeitraum um 15 Prozent. Auch dank einer Übereinkunft mit den Aufgabenträgern und Verkehrsverbünden sowie in enger Abstimmung mit den Arbeitnehmervertretungen verprobt die DB genau hier neue Sicherheitskonzepte, die schnell mehr Sicherheit für Fahrgäste und Mitarbeitende schaffen. 

Dazu gehören die sogenannte 1/1-Begleitung, bei der Kundenbetreuer:innen durch eine weitere Person mit Sicherheitskenntnissen begleitet werden, sowie Doppelbesetzungen im Kundenservice. „Beide Ansätze haben gezeigt, dass konflikt- und emotionsgeladene Situationen besser bewältigt werden können und bereit für den Einsatz über die Region hinaus sind“, so van Zijderveld. Jetzt gilt es, die Konzepte aus der Pilotphase in die Verkehrsverträge mit den Aufgabenträgern, die die Verkehrsleistungen bestellen, zu integrieren und so auch langfristig abzusichern. Damde unterstreicht: „Das im RMV-Gebiet umgesetzte Pilotprojekt ‚Tandemstreife‘ hat gezeigt, dass das Einsetzen von Sicherheitsmitarbeitenden an der Seite unserer Kundenbetreuer:innen der Schritt in die richtige Richtung ist. Das Projekt darf Ende Juni nicht enden, vielmehr ist es in die Regelorganisation zu überführen und muss unter der Federführung der EVU laufen.“

Neu hinzu kommt ab Juli ein Trageversuch mit stichfesten Westen zur Erweiterung der persönliche Schutzausstattung. Zu dem erweiterte DB Regio das verpflichtende Deeskalationstraining bundesweit um das Modul „Selbstbehauptung im Zug“, das auch den Mitarbeitenden in der Region Mitte als Wahlmöglichkeit zur Verfügung steht und großen Zuspruch findet.

Bodycams zeigen Wirkung

Bodycams haben sich als wirksame Präventionsmaßnahme bewährt. “Von über 500 Vorfällen, bei denen die Bodycams eingeschaltet werden mussten, kam es lediglich in einem Fall zu einem schweren Übergriff”, so van Zijderveld Das Tragen der Bodycam ist für die Mitarbeiter:innen bei DB Regio freiwillig. Neben den Fakten, die für sich sprechen, will der Konzern mit verpflichtenden Schulungen noch mehr Kolleg:innen vom Nutzen der Bodycam überzeugen. Insgesamt konnte so die Ausstattungsquote seit Februar auf 1.750 deutlich erhöht werden. Bis August sollen alle Mitarbeitende geschult sein. 

Mit Blick auf die Verfügbarkeit macht van Zijderveld klar: „Alle, die eine Bodycam haben möchten, erhalten diese auch.“  Aktuell wird zudem daran gearbeitet, dass künftig neben Bild- auch Ton-Aufnahmen möglich werden, wodurch sowohl die präventive Wirkung als auch die Aufklärung von Straftaten deutlich verbessert wird. „Wir sind zuversichtlich, damit ab Herbst starten zu können.“ 

Damde ergänzt: „Die Ton-Aufnahme ist neben der Bild-Aufnahme ein Muss, die Bodycam ist mit dem Prio-Ruf zu verbinden, der Prio-Ruf und die Sicherheits-App sind auf die Polizeien des Bundes und der Länder sowie die Sicherheitsdienste zu erweitern. Interessierte Fahrgäste können sich die Sicherheits-App im Sinne der Zivilcourage selbst installieren.“

KI-Einsatz in Prüfung

Neben der Einführung von Tonaufzeichnungen bei Aktivierung der Bodycam und der Vernetzung von Prio-Ruf (Alarmsystem per Knopfdruck am Armband) und Bodycam, wird derzeit auch der Einsatz von Künstlicher Intelligenz (KI) geprüft. Künftig könnten die Aufnahmen der Kameras in den Zügen in Echtzeit an die Verkehrszentrale weitergeleitet werden. Die KI wertet die Aufnahmen dann aus und meldet Konflikte, etwa einen Streit unter Fahrgästen oder Randalierer. Hierdurch kann die Reaktionsgeschwindigkeit deutlich erhöht werden und im Zweifelsfall können schnell Einsatzkräfte alarmiert werden. 

Van Zijderveld: „Dass der KI-Einsatz technisch und datenschutzrechtlich möglich ist, zeigt ein Bremer Pilotprojekt. Da wollen wir anknüpfen. Für unsere Mitarbeitenden wäre das eine enorme Unterstützung mit großer präventiver Wirkung.“

„Der KI-Einsatz steht am Anfang seiner Entwicklung und ist noch fehleranfällig. Alles, was unsere Kolleg:innen schützt, ist aber ein probates Mittel“, so Damde.

Hinweis an Redaktionen: Unter folgendem Link finden Sie Fotos der Veranstaltung: https://mediathek.deutschebahn.com/marsDB/ko/de/8777604

06. Juni 2026, 10:30 Uhr
Berlin
Erste Fahrt des neuen Sommer-ICE von Köln über Brüssel nach Ostende an der belgischen Nordseeküste • Frisch getaufter ICE 3neo „Köln“ ab sofort zwischen den beiden Nachbarländern unterwegs  

Die Deutsche Bahn (DB) macht ihr Angebot im grenzüberschreitenden Fernverkehr noch attraktiver: Seit heute gibt es eine neue ICE-Verbindung, die von Köln direkt bis an die belgische Nordseeküste nach Ostende führt. Aus diesem Anlass wurde ein ICE 3neo auf den Namen „Köln“ getauft – stilecht mit Rheinwasser. Er ist künftig als Botschafter für die Domstadt nach Belgien, in die Niederlande und innerhalb Deutschlands unterwegs. An der Taufzeremonie im Kölner Hauptbahnhof nahmen Oberbürgermeister Torsten Burmester, der Konzernbevollmächtigte für Nordrhein-Westfalen der Deutschen Bahn, Jens Gräfer, der Honorarkonsul des Königreichs Belgien in Köln, Andreas Schaeben, sowie Sophie Buyse, Leiterin Marktmanagement internationaler Fernverkehr bei DB Fernverkehr, teil. Anschließend machte sich der getaufte ICE auf seine erste Reise nach Ostende.

Jens Gräfer: „Köln ist ein wichtiger Knoten für den internationalen Fernverkehr Richtung Belgien und in die Niederlande. Dessen Rückgrat ist der ICE 3neo, das Flaggschiff der ICE-Flotte. So lag es nahe, einen der Züge nach der Domstadt zu benennen.“

Torsten Burmester: „Mehr als 1.300 Züge halten täglich in Köln, davon allein mehr als 200 im Fernverkehr. Insgesamt 318.000 Fahrgäste steigen in Köln ein und aus – und das jeden Tag. Umso mehr freut es mich, dass einer der neuesten Züge – ein ICE 3neo – heute auf den Namen ‚Köln‘ getauft wird.“

Zwischen 2019 und 2025 sind die Fahrgastzahlen in den grenzüberschreitenden ICE-Zügen nach und von Belgien um rund 18 Prozent gestiegen. Die DB reagiert mit dem neuen Angebot auf die starke Nachfrage und weitet die Zusammenarbeit mit der belgischen Bahn SNCB aus. Die Züge halten in Aachen, Lüttich, Leuven, Brüssel Nord, Brüssel Midi, Gent St. Pieters und Brügge. Die Verbindung startet am Kölner Hauptbahnhof samstags und sonntags um 10.08 Uhr Richtung belgische Küste. Ab Aachen geht es um 10.58 Uhr los. Gent St. Pieters wird um 13.00 Uhr erreicht, Brügge um 13.30 Uhr und die Küstenstadt Ostende um 13.47 Uhr. Damit Reisende ihre Zeit am Urlaubsort voll auskosten können, startet der Zug in der Gegenrichtung samstags und sonntags um 14.24 Uhr in Ostende, um 14.40 Uhr in Brügge bzw. um 15.10 Uhr in Gent St. Pieters. Ankunft in Aachen ist um 17.00 Uhr und in Köln Hauptbahnhof um 17.50 Uhr. 

Der Sommer-ICE nach Ostende ist das neunte tägliche Zugpaar (Hin- und Rückfahrt) zwischen den beiden Nachbarländern Der neue Zug verkehrt vom 6. bis 27. Juni sowie vom 8. bis 30. August 2026. 

Die neue Verbindung zwischen Köln, Aachen, Brüssel und Ostende ist auf bahn.de, im DB Navigator sowie in den DB Reisezentren und DB Agenturen buchbar. Ebenfalls bereits erhältlich sind Tickets für die neue Direktverbindung zwischen Köln und Antwerpen via Aachen, Lüttich, Leuven und den Brüsseler Flughafen mit zwei täglichen Zugpaaren. Diese Verbindungen gehen am 7. September 2026 in Betrieb.

03. Juni 2026, 10:45 Uhr
Berlin
Nahverkehrszüge verkehren nach regulärem Fahrplan • Fahrzeiten im Fernverkehr in den ersten zwei Wochen leicht angepasst • Umfangreiches Baupensum vollständig umgesetzt

Die Korridorsanierung der Strecke Hamburg – Berlin steht vor dem Abschluss. Am 14. Juni wird der durchgehende Verkehr auf der Strecke zwischen den beiden größten deutschen Metropolen wie angekündigt wieder anlaufen. Ab diesem Tag verkehren alle Nahverkehrsverbindungen wieder nach regulärem Fahrplan. Der Busersatzverkehr endet. Auch die Kapazitäten für den Güterverkehr zwischen Hamburg und Berlin sind vollständig wiederhergestellt, ebenso wie auf den Zulaufstrecken. Seit dem 15. Mai fahren die Züge bereits wieder zwischen Hamburg und Hagenow Land/Schwerin.

Im Abschnitt zwischen Hagenow Land und Berlin-Spandau läuft aktuell die Abnahme der neuen Signal- und Stellwerkstechnik. Außerdem finden Belastungs- und Abnahmefahrten statt, die von den zuständigen Prüfsachverständigen eng begleitet werden. Bis diese Fahrten vollständig abgeschlossen sind, werden in den ersten Tagen nach der Inbetriebnahme noch abschnittsweise Geschwindigkeitseinschränkungen erforderlich sein. Dies betrifft ausschließlich Fernverkehrszüge.

Vor diesem Hintergrund wird die DB InfraGO in Abstimmung mit den Fernverkehrsanbietern die Fahrpläne für Fernverkehrszüge vorsorglich bis einschließlich 30. Juni im Minutenbereich anpassen. So ist ab dem ersten Betriebstag ein stabiles und zuverlässiges Angebot für Reisende gewährleistet. Es verkehren alle geplanten Züge in voller Kapazität. Fahrgäste sollten sich kurz vor Fahrtantritt über die elektronische Reiseauskunft auf www.bahn.de oder in der App DB Navigator noch einmal über ihre gebuchte Verbindung informieren.

Die Bauarbeiten an der Infrastruktur auf dem Korridor sind vollständig abgeschlossen. Seit dem 1. August 2025 hat die DB InfraGO entlang der Strecke Hamburg – Berlin u.a. insgesamt 165 Kilometer Gleise, 249 Weichen, sieben neue Überleitverbindungen, 678 Signale und 25 Bahnsteige erneuert. An insgesamt 28 Bahnhöfen wurden umfangreiche Modernisierungsarbeiten durchgeführt, um sie für Fahrgäste attraktiver zu gestalten.

Nach der Wiederinbetriebnahme der Strecke setzt die DB InfraGO an einigen Bahnhöfen noch Restarbeiten um, die aufgrund der witterungsbedingten Einschränkungen Anfang des Jahres nicht rechtzeitig abgeschlossen werden konnten. Aus diesem Grund werden Bahnsteige an den Stationen Müssen, Nauen, Falkensee und Albrechtshof vorübergehend noch nicht oder nur eingeschränkt barrierefrei erreichbar sein. An den Bahnhöfen Nauen, Falkensee und Albrechtshof bitten wir mobilitätseingeschränkte Reisende Kontakt zur MSZ aufzunehmen, um eine individuell passende Lösung zu finden, um zum nächsten barrierefrei erreichbaren Bahnhof zu gelangen.

Die DB InfraGO arbeitet mit Hochdruck daran, alle Restarbeiten schnellstmöglich abzuschließen.

29. Mai 2026, 13:30 Uhr
Stuttgart
Deutsche Bahn baut zwei neue Gleise für mehr Güterverkehr zwischen Offenburg und Müllheim im Markgräflerland • Güterzüge umfahren Freiburg und machen Platz für zusätzlichen Nah- und Fernverkehr auf der Rheintalbahn • Spatenstich für ersten Abschnitt zwischen Riegel und March

Die Deutsche Bahn (DB) baut zwischen Offenburg, Freiburg und Müllheim im Markgräflerland eine neue Güterzugstrecke entlang der Autobahn A5. Sie ist Teil der Verbindung Karlsruhe – Basel und des wichtigen europäischen Güterkorridors Rotterdam – Genua. Zusammen mit der bestehenden Rheintalbahn stehen künftig vier statt zwei Gleise zur Verfügung: Es können deutlich mehr Züge fahren. Die DB verlagert den Güterverkehr auf die neue Strecke. Das schafft Platz für zusätzliche Verbindungen im Nah- und Fernverkehr und einen stabileren Betrieb auf der Rheintalbahn. Gleichzeitig rollen künftig rund 50.000 Güterzüge pro Jahr weniger durch Freiburg und die umliegenden Gemeinden. Das senkt spürbar den Lärm. 

DB, Bund und Land gaben heute mit einem symbolischen Spatenstich nahe der Gemeinde Reute den Startschuss für die Bauarbeiten.

Dr. Philipp Nagl, Vorstandsvorsitzender der DB InfraGO: „Mit dem Bau der neuen Güterzugstrecke beginnt ein neues Kapitel beim Ausbau der Rheintalbahn, einer der wichtigsten Verkehrsadern Europas. Wir schaffen mehr Platz für den wachsenden Güterverkehr, stärken gleichzeitig den Personenverkehr und entlasten die Menschen vor Ort spürbar vom Schienenlärm. Das ist ein Gewinn für die Umwelt, unsere Fahrgäste und die Region.“

Patrick Schnieder, Bundesverkehrsminister: „Mit dem heutigen Spatenstich bringen wir eines der wichtigsten Schienenprojekte Europas sichtbar voran. Die neue Güterzugstrecke im Rheintal stärkt den europäischen Güterkorridor Rotterdam – Genua, schafft mehr Kapazität für den Schienengüterverkehr und macht auf der Rheintalbahn Platz für zusätzliche Verbindungen im Nahverkehr. Gleichzeitig entlasten wir Freiburg und die umliegenden Gemeinden spürbar vom Lärm. Das ist moderne Verkehrsinfrastruktur: leistungsfähig für Wirtschaft und Klimaschutz, verlässlich für Fahrgäste und konkret spürbar für die Menschen vor Ort.“

Nicole Razavi, Verkehrsministerin des Landes Baden-Württemberg: „Der so wichtige Ausbau der Rheintalbahn kommt mit dem heutigen Spatenstich einen großen Schritt voran. Es freut mich, dass ich gleich zu Beginn meiner Amtszeit als Landesverkehrsministerin den Startschuss für dieses Projekt erleben darf, das eine große Bedeutung auch für unser Land hat. Der Bau von zwei weiteren Gleisen, die im Regelbetrieb nur vom Güterverkehr genutzt werden, wird den Gütertransport im Rheintal auf ein neues Niveau heben. Er schafft neue Kapazitäten für eine starke Wirtschaft in der Region, in Deutschland und Europa und entlastet auch die Straßen.“Die neue Güterzugstrecke ist insgesamt über 90 Kilometer lang. Die DB baut zuerst den elf Kilometer langen Abschnitt zwischen Riegel und March. Für den Abschnitt rechnet die DB mit einer Bauzeit von etwa sechs Jahren. Einen Termin für die Inbetriebnahme der gesamten Strecke kann die DB erst festlegen, wenn für alle Abschnitte das notwendige Baurecht vorliegt.

Hinweise für Redaktionen

Bildmaterial finden Sie zeitnah nach der Veranstaltung hier in der DB-Mediathek.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie unter www.karlsruhe-basel.de, auf Facebook unter facebook.com/karlsruhebasel oder facebook.com/tunnelrastatt sowie auf Instagram unter instagram.com/karlsruhebasel (@karlsruhebasel) oder instagram.com/tunnelrastatt (@tunnelrastatt).

Das Bahnprojekt Karlsruhe – Basel wird kofinanziert von der Europäischen Union.

21. Mai 2026, 11:00 Uhr
Mit dem Jubiläumszug von Köln und Heidelberg zum Fest • Tickets unter dbmuseum.de/sonderfahrten • Fahrzeugparade und Fahrten mit dem Adler-Zug • abwechslungsreiches Programm für Kinder und Familien • Mitfahreisenbahnen

Am Wochenende vom 30. und 31. Mai 2026 lädt das DB Museum in Koblenz zum großen Jubiläumsfest. Anlässlich des 25. Geburtstags des Museumsstandorts wird ein abwechslungsreiches Programm für Eisenbahnfans, Kinder und Familien geboten: mit großer Jubiläums-Lokparade am Samstag, Fahrten mit dem legendären Adler-Zug, eine Ausstellung mit rund 100 Fahrzeugen inklusive vieler Gastfahrzeuge sowie Sonderfahrten mit einem Jubiläumszug ab Köln und Heidelberg zum Museum.

Dr. Oliver Götze, Direktor des DB Museums: „Vor 25 Jahren wurde unser Standort in Koblenz als erster Außenstandort des DB Museums eröffnet. Anlässlich dieses besonderen Geburtstages bieten wir unseren Gästen aus dem In- und Ausland ein abwechslungsreiches Jubiläumsprogramm mit zahlreichen Höhepunkten. Ganz besonders danken möchte ich bereits vorab unseren vielen Ehrenamtlichen. Ohne das große Engagement von rund 150 freiwilligen Helferinnen und Helfern wäre ein Fest dieser Größenordnung überhaupt nicht denkbar.“Mit dem Jubiläumszug zum Geburtstagsfest nach Koblenz

Anlässlich des 25-jährigen Jubiläums fährt das DB Museum in diesem Jahr mit einem ganz besonderen Zug von Köln bzw. Heidelberg zum Fest. Er besteht aus TEE- und IC-Wagen der 1960er bis 1980er Jahre und führt Großraum- und Abteilwagen der 1. und 2. Klasse sowie einen Gastrowagen mit. Am Samstag, 30. Mai fährt der Sonderzug von Köln zum DB Museum nach Koblenz; am Sonntag, 31. Mai verkehrt der IC 336 von Heidelberg u.a. über Mannheim, Worms und Mainz zum Jubiläumsfest und zurück. Für beide Fahrten sind noch Tickets auf der Webseite des DB Museums erhältlich (dbmuseum.de/sonderfahrten).

Große Fahrzeugparade mit 25 Fahrzeugen aus dem DB Museum Koblenz

Ein erster Höhepunkt des Koblenzer Jubiläumsfests erwartet die Gäste gleich am Samstag, 30. Mai um 14 Uhr. Bei einer rund zweistündigen Lokparade werden 25 Fahrzeuge aus der Geschichte des Museumsstandortes präsentiert – teilweise sind die Lokomotiven und Wagen in diesem Jahr erstmalig dabei. Mit der 323 852-4 wird die erste Lokomotive des Museumsstandorts gezeigt. Sie wurde 1998 ausgemustert und befindet sich seit 2001 im DB Museum Koblenz. Die E69 03, auch bekannt unter dem Spitznamen „Hermine“, gilt als Vorreiterin der elektrischen Zugförderung. Sie ist eine der ältesten, betriebsfähigen Elektrolokomotiven in Deutschland und seit 2008 in Koblenz beheimatet. Auch die E18 003 wird bei der Lokparade dabei sein. Sie wurde nach fast 30-jähriger Standzeit von den Ehrenamtlichen des Museumsstandorts aufgearbeitet und letztes Jahr zum ersten Mal präsentiert.

Zum Jubiläumsfest werden zudem mehrere Gastfahrzeuge erwartet. So werden unter anderem die E 04 01, die E 44 046 sowie die E 94 056, beheimatet am Leipziger Museumsgleis, nach Koblenz überführt. Die baugleichen Vertreterinnen der Bundesbahn bekommen also Geburtstagsbesuch von ihren Schwestern der Deutschen Reichsbahn aus der ehemaligen DDR.

Quelle: Deutsche Bahn AG / Filip Warchalowski

 

Fahrt ins Blaue, Mitfahrten im Adler-Zug und ein buntes Programm für Kinder

Neben der Fahrzeugparade bietet das Jubiläumsfest ein abwechslungsreiches Programm für Eisenbahnfans, Kinder und Familien. Ein besonderes Highlight sind auch in diesem Jahr die Führerstandsmitfahrten auf zwei Diesellokomotiven. Fahrten mit dem Adler-Zug machen die Anfänge der Eisenbahngeschichte zudem hautnah erlebbar. Der betriebsfähige Nachbau der im 19. Jahrhundert verschollenen Originallokomotive „Adler“ wurde 1935 anlässlich der Hundertjahrfeier der deutschen Eisenbahn angefertigt und wird auch in diesem Jahr wieder nach Koblenz gebracht.

Am Sonntag, 31. Mai, wird außerdem eine besondere Fahrt ins Blaue angeboten. Hierfür bespannen die E69 05 des „Bayerischen Localbahn Vereins e.V.“, der zu Gast im DB Museum sein wird, und die E69 03 des DB Museums einen aus vier Donnerbüchsen (Durchgangspersonenwagen der Deutschen Reichsbahn) gebildeten Nahverkehrszug im Stile der 1920er und 1930er Jahre. Das Fahrziel wird vorab nicht verraten; Tickets können direkt vor Ort erworben werden.

Auch kleine Eisenbahnfans kommen beim Jubiläumsfest auf ihre Kosten: Das gesamte Wochenende gibt es in der Fahrzeughalle eine Kreativwerkstatt mit Eisenbahnmotiven zum Ausmalen sowie eine Mitfahreisenbahn auf dem Außengelände. Eine Lokausstellung an der Drehscheibe, verschiedene Vorführungen der Modellbahn-Anlagen, Zugsimulatoren und ein vielfältiges gastronomisches Angebot runden das Programm an beiden Tagen ab.

An- und Abreise mit kostenlosen Pendelzügen ab Koblenz Hauptbahnhof

An beiden Tagen pendelt ein kostenloser Museumszug zwischen Hauptbahnhof Koblenz, Stadtmitte und DB Museum (Schönbornsluster Str. 14, 56070 Koblenz). Der Pendelzug wird aus historischen Nahverkehrswagen, sogenannten Silberlingen, gebildet, um schon bei der Anreise einen stimmungsvollen Einstieg zu ermöglichen.Auch eine Anreise mit dem ÖPNV ist möglich: Vom Bahnhof Koblenz-Lützel sind es zu Fuß circa zwei Kilometer bis zum DB Museum. Vom Busbahnhof Koblenz Hauptbahnhof fährt die Buslinie 30 bis Rheinkaserne bzw. DB Museum. Von dort führt ein ausgeschilderter Fußweg 300 Meter zum DB Museum. Vor Ort sind keine Parkplätze vorhanden!

Servicehinweis

Samstag, 30. Mai und Sonntag, 31. Mai 2026 von 10 bis 18 Uhr

Erwachsene: 7 EuroKinder (4 bis 17 Jahre): 3 EuroFamilienkarte: 14 Euro

Für Führerstandsmitfahrten, Adler-Fahrten, Mitfahreisenbahnen und die Fahrt ins Blaue werden zusätzliche Tickets benötigt, die ausschließlich vor Ort erworben werden können.

Alle Programmpunkte und Informationen ohne Gewähr. Tagesaktuelle Programmänderungen und Informationen unter dbmuseum.de/25jahre.

Deutsche Bahn Stiftung und DB Museum

Die Deutsche Bahn Stiftung wurde 2013 als gemeinnützige GmbH von der Deutschen Bahn AG gegründet und ist deutschlandweit in den Schwerpunkten Bildung, Integration und Ehrenamt aktiv. Mit dem DB Museum und seinen Standorten in Nürnberg, Koblenz und Halle (Saale) gehört zudem das weltweit älteste Eisenrbahnmuseum zur Stiftung. Mit seinem umfangreichen Angebot und einer Fülle an Exponaten bewahrt es das historische Erbe der Eisenbahn in Deutschland und stärkt den Bildungsschwerpunkt der Stiftung.

Mehr unter: dbmuseum.de und deutschebahnstiftung.de. 

15. Mai 2026, 06:00 Uhr
Hamburg
Zugverkehr zwischen Hamburg und Hagenow Land/Schwerin ist am Freitag, 15. Mai angelaufen • Zum kleinen Fahrplanwechsel am 14. Juni gesamte Strecke zwischen Hamburg und Berlin wieder regulär befahrbar  

Die DB InfraGO hat die Korridorsanierung auf dem nördlichen Streckenabschnitt von Deutschlands wichtigster Städteverbindung zwischen Hamburg und Berlin abgeschlossen. Zwischen Hamburg und Hagenow Land können die Züge des Personen- und Güterverkehrs seit heute wieder regulär fahren. Damit ist auch die Voraussetzung geschaffen, dass die Verkehre von Hamburg in Richtung Schwerin und weiter an die Ostseeküste wieder verkehren. Die Wiederinbetriebnahme des Abschnittes von Hagenow Land bis Berlin erfolgt zum kleinen Fahrplanwechsel am 14. Juni mit Betriebsbeginn. Fahrgäste und Güterverkehrskunden profitieren dann von einer umfangreich erneuerten und verlässlichen Schienen- und Bahnhofsinfrastruktur, pünktlicheren Zügen und mindestens fünf Jahren Baufreiheit.

Dr. Phillip Nagl, Vorstandsvorsitzender der DB InfraGO:Die Korridorsanierung Hamburg – Berlin ist ein weiterer wichtiger Schritt für die grundlegende Sanierung unserer Infrastruktur. Neue Gleise, Weichen, Signale und Stellwerkstechnik sorgen auf dieser hochbelasteten Strecke künftig für einen stabilen Betrieb. Reisende profitieren vielerorts von modernen und attraktiven Bahnhöfen. Heute ist der erste Abschnitt im Norden von Hamburg bis Hagenow Land wieder erfolgreich in Betrieb gegangen. Wir sind uns bewusst, dass wir den Fahrgästen, Anwohnenden und Kommunen in den vergangenen Monaten viel zugemutet haben und bedanken uns für die Geduld und das Verständnis während der Bauarbeiten.“

Zwischen Hamburg, Büchen und Schwerin und weiter nach Rostock fahren die Regionalzüge des RE 1 seit heute wieder durchgehend. Damit entfällt im Gebiet zwischen Hamburg und Schwerin der Busersatzverkehr. Ab dem 18. Mai setzt auch der durchgängige Regionalverkehr zwischen Lübeck, Büchen und Adendorf zudem wieder ein. 

Fernzüge können zwischen Hamburg und der Ostsee wieder auf dem Regelweg mit Halt in Schwerin verkehren. Zwischen Hamburg und Berlin ändert sich im Fernverkehr am aktuell bestehenden Angebot bis einschließlich 13. Juni nichts. Es fahren weiterhin stündlich direkte ICE-Züge sowie täglich zwei bis drei Flixtrain-Züge zwischen Hamburg und Berlin auf der Umleitungsstrecke über Uelzen und Stendal. Die ICE halten auch in Salzwedel und Stendal und meist stündlich wechselnd zusätzlich in Lüneburg bzw. Uelzen. 

Umfangreiches Bauprogramm für Strecke und Bahnhöfe

Im Rahmen der Korridorsanierung hat die DB InfraGO in sehr guter Zusammenarbeit mit ihren Baupartnern ein enormes Bauprogramm umgesetzt. Gleise, Weichen, Lärmschutzwände und Stellwerke wurden dabei umfangreich erneuert. Die Stellwerke und Achszähltechnik wurden dabei für den künftigen Einsatz des europäischen Zugbeeinflussungssystems ETCS vorbereitet. Während die Arbeiten zwischen Hamburg und Hagenow Land abgeschlossen sind, befinden sie sich zwischen Hagenow Land und Berlin-Spandau auf der Zielgeraden.

Auch die Bahnhöfe entlang der Strecke hat die DB InfraGO – teilweise grundlegend – modernisiert. Im nördlichen Streckenabschnitt hat die DB InfraGO die Bahnhöfe Hamburg-Bergedorf, Schwarzenbek, Müssen, Büchen, Schwanheide, Boizenburg (Elbe), Brahlstorf, Pritzier und Hagenow Land modernisiert und attraktiver gestaltet. Je nach Zustand des Bahnhofs hat die DB verschiedene Maßnahmen umgesetzt, um das Erlebnis der Reisenden am Bahnhof und im Bahnhofsumfeld zu verbessern: Dazu gehören Bahnsteigverlängerungen, Bahnsteigerhöhungen für einen stufenlosen Einstieg in den Zug, längere Bahnsteigdächer und Wegeleitsysteme für Menschen mit Sehbeeinträchtigungen. Die Expert:innen haben viele Bahnhöfe dabei ganzheitlich entwickelt – durch neu gestaltete Personenunterführungen, durchgängige Gestaltungskonzepte sowie mehr Sitz- und Wartemöglichkeiten und bessere Parkmöglichkeiten für Fahrräder. Einzelne Restarbeiten an den Stationen, etwa an der Wegeleitung und der Gestaltung von den Bereichen, die bisher für die Bauarbeiten benötigt wurden, und die Inbetriebnahme des Aufzugs am Bahnhof Müssen erfolgen in den kommenden Wochen. 

 

Detaillierte Informationen zum Verkehrsangebot ab Mai und zu den Bauarbeiten finden Sie auf der Projekthomepage www.db.de/hamburg-berlin

Weitere Informationen zum zweistufigen Inbetriebnahmekonzept der Strecke Hamburg-Berlin finden Sie in der Presseinformation vom 11. Mai: Inbetriebnahme der Strecke Hamburg – Berlin in zwei Stufen: Erste Zugfahrten ab 15. Mai

13. Mai 2026, 14:00 Uhr
Berlin
Dr. Jörg Nikutta ab 1. August 2026 neuer DB Regio Vorsitzender Region Nord 

Mit Wirkung zum 1. August 2026 wird Dr. Jörg Nikutta neuer Vorsitzender der Region Nord. Er folgt damit auf Nicole Berlin, die in den Vorstand der DB Regio aufgerückt ist und dort das Ressort Schiene verantwortet.

Nicole Berlin: "Wir freuen uns sehr, mit Jörg Nikutta einen erfahrenen Bahn-Manager für die Region Nord gewinnen zu können, der sowohl den Bahnkonzern als auch die Branche wie seine Westentasche kennt. Gleichzeitig bedanke ich mich bei Bernd Spiecker, der die Aufgabe interimsweise übernommen hat. Damit können wir nun auch im Norden mit voller Kraft neu starten."

Nikutta kann auf über 10 Jahre Erfahrung im DB-Konzern zurückgreifen, bevor er zuletzt in verschiedenen Geschäftsführerpositionen bei Alstom in Berlin, Wien, Kopenhagen und Oslo tätig war. In seiner neuen Position verantwortet er den Schienenverkehr von DB Regio in Bremen, Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein.

13. Mai 2026, 08:00 Uhr
Berlin
Google Maps integriert DB-Ticket-Kaufbuttons • DB Regio liefert Echtzeitdaten für verbesserte Routenplanung

In unsicheren Zeiten mit hohen Spritpreisen bietet DB Regio überall in Deutschland ein stabiles, preiswertes und verlässliches Mobilitätsangebot, das allein in unseren S-Bahnen an jedem Werktag 3.8 Millionen Menschen nutzen. Für alle, die im Alltag zwischen den Verkehrsmitteln abwägen, machen wir das Vergleichen und Umsteigen jetzt über die Google Maps-Suche noch einfacher und attraktiver. Wer künftig seine Wege mit Google Maps plant, bekommt nicht nur verlässlichere Daten, sondern kann auch direkt das passende Ticket im DB-Kosmos buchen. 

Harmen van Zijderveld, Vorstandsvorsitzender DB Regio AG: „Ohne digitale Umwege das passende Ticket zur gesuchten Strecke buchen zu können, ist ein echter Gamechanger. Denn wie in der realen Welt gilt auch im digitalen Raum: je einfacher, desto besser. Zudem werden unsere Züge künftig in Echtzeit angezeigt, was die Genauigkeit der Reiseplanung noch einmal deutlich erhöht. Wir wollen damit gezielt Reisende für den ÖPNV gewinnen, die vor Fahrtantritt noch nicht auf ein bestimmtes Verkehrsmittel festgelegt sind.“ 

Timo Rang, Partner Manager Google Maps: „Wir freuen uns sehr über die Partnerschaft mit DB Regio. Der direkte Zugang zu präzisen Echtzeitdaten auf Google Maps macht die Nutzung von Bus und Bahn erheblich komfortabler und stärkt damit den öffentlichen Nah- und Regionalverkehr in Deutschland. Dies ist ein wichtiger gemeinsamer Schritt, um klimafreundliche Mobilität für alle noch zugänglicher und attraktiver zu machen.“

Die DB Regio AG knüpft damit an eine seit August 2020 bestehende Kooperation zwischen Google und der DB Fernverkehr AG an. Zum Start können für mehr als die Hälfte der Regio-Schiene Verkehre Echtzeitdaten geliefert werden.

09. Mai 2026, 08:00 Uhr
Berlin
ICE L fährt ab Ende 2027 Richtung Nordeuropa • Neue Direktverbindung in Kooperation mit norwegischer Vy und dänischer DSB ab Sommer 2028

Sie wird eine der längsten Bahnverbindungen durch Europa sein: Die Deutsche Bahn (DB) bietet ab Sommer 2028 in Kooperation mit der norwegischen Vy und der dänischen DSB eine neue tägliche Direktverbindung zwischen Berlin und Oslo über Hamburg, Kopenhagen, Malmö und Göteborg an. 

Dr. Michael Peterson, DB-Vorstand Personenfernverkehr: „Wer Europa erleben will, steigt in die Bahn! Angesichts hoher Kraftstoffpreise bleiben Fernverkehrszüge eine gute Alternative zum Auto oder Flugzeug. Mit dem neuen internationalen Angebot von Berlin über Kopenhagen nach Oslo binden wir auch Nordeuropa noch enger an – und bringen gleich drei Hauptstädte über die Schiene zusammen.“

Zwei tägliche Zugpaare (Hin- und Rückfahrt) sind geplant. Als Fahrzeug kommt der ICE L zum Einsatz, der neueste Zug der DB. Die Fahrtzeit für die gesamte Strecke von Berlin nach Oslo wird rund 14-15 Stunden betragen. Ab Dezember 2027 ist der ICE L bereits zwischen Hamburg und Kopenhagen unterwegs. 

Die neue Direktverbindung Hamburg–Kopenhagen–Oslo zählt zu den zehn von der EU-Kommission unterstützten Pilotprojekten für neue grenzüberschreitende Fernverkehrsverbindungen.

Informationen zum Nachfrage-Boom im internationalen Fernverkehr und neuen bzw. saisonalen Verbindungen finden Sie hier.

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Nachfrage-Boom im internationalen Fernverkehr: · Über 25 Millionen Reisende waren 2025 mit Fernverkehrsverbindungen ins Ausland unterwegs · Fast ein Drittel mehr Menschen steigen für ihre Europa-Reise seit 2019 auf die klimafreundliche Bahn um
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Quelle: Deutsche Bahn AG

07. Mai 2026, 13:00 Uhr
Berlin
InfraGO-Zustandsbericht 2025: Gesamtnote 3,00 für alle Anlagen im Schienennetz • Mehr als 380.000 Anlagen nach Schulnotenlogik bewertet • Bahnhöfe verbessern sich leicht auf 2,96  

Der Zustand des deutschen Schienennetzes stabilisiert sich. Das zeigen neue Daten des DB InfraGO-Zustandsberichtes für das Jahr 2025. Die Zustandsnote für das gesamte Schienennetz in Deutschland beträgt im Mittel 3,00 und liegt auf Vorjahresniveau. Damit scheint der langjährige Abwärtstrend gestoppt zu sein. Die Bahnhöfe konnten sich mit der Note 2,96 gegenüber 3,03 in 2024 sogar leicht verbessern. Dazu beigetragen haben die im vergangenen Jahr fertiggestellten 124 Bahnhöfe – mit einer zukunftsweisenden Rundum-Erneuerung. 

Für den jährlichen Bericht untersucht die DB InfraGO mehr als 380.000 Anlagen des Fahrwegs und der Bahnhöfe und bewertet diese nach Schulnotenlogik. Benotet werden alle Brücken, Tunnel, Stützbauwerke, Gleise, Weichen, Bahnübergänge, Stellwerke, Oberleitungen sowie Anlagen der Bahnhofsinfrastruktur. 

Evelyn Palla, DB-Vorstandsvorsitzende: „Die Talsohle der ungebremsten Alterung unserer Schieneninfrastruktur scheint erreicht. Die Gesamtnote unseres Schienennetzes bleibt auf dem Niveau von 2024 – ein Zeichen dafür, dass die Trendwende noch nicht vollzogen ist. Viele Anlagen und Bahnhöfe befinden sich nach wie vor in einem schlechten Zustand. Deshalb müssen wir konsequent weiter modernisieren und erneuern. Der Weg zu einem modernen Schienennetz ist noch lang. Entscheidend ist, dass die öffentliche Hand auch künftig ausreichend Mittel bereitstellt, damit wir den Investitionsstau so schnell wie möglich abbauen können.“ 

2025 wurden rund 1.900 Kilometer Gleise und 1.900 Weichen erneuert. An mehr als 950 Bahnhöfen erfolgten Bauarbeiten, erneuert wurden unter anderem 250 Aufzüge und Rolltreppen. Zur Bilanz gehören 103 Brücken mit rund 25.000 qm Fläche und 3.700 modernisierte Stelleinheiten der Leit- und Sicherungstechnik. Eine zusätzliche Milliarde Euro vom Bund sicherte Investitionen in besonders komplexe Brücken sowie in moderne Leit- und Sicherungstechnik. 

Zustandsnoten des Netzes
Zustandsnoten des Netzes
Quelle: Deutsche Bahn AG

Dr. Philipp Nagl, Vorstandsvorsitzender der DB InfraGO AG: „Wir haben 2025 rund 19,9 Milliarden Euro für Instandhaltung und Ersatzinvestitionen verbaut und konnten damit die weitere Verschlechterung des Anlagenzustandes abwenden – trotz des parallel weiter angewachsenen Durchschnittsalters unserer Anlagen. Die Investitionen lohnen sich. Die gestiegenen Bauvolumina führten 2025 erstmals seit Jahren zu einem geringeren Wert beim Erneuerungsbedarf für die Anlagen mit den Zustandsnoten schlecht, mangelhaft und einschränkend. Im Bericht 2024 sind dafür rund 110 Mrd. Euro ermittelt; 2025 ist diese Summe auf rund 106 Mrd. Euro gesunken.“

Zustandsnoten nach einzelnen Gewerken
Zustandsnoten nach einzelnen Gewerken
Quelle: Deutsche Bahn AG

Bei 16,1 Prozent liegt der Anteil aller Anlagen im Schienennetz, die aufgrund ihres Zustands erneuert werden müssen (= Note 4 und schlechter). 2024 lag dieser Anteil mit 16,8 Prozent etwas höher.

  • Mit plus 0,10 Punkten verbesserte sich der Konstruktive Ingenieurbau – Brücken und Durchlässe – leicht gegenüber dem Vorjahr auf die durchschnittliche Zustandsnote 2,59.
  • Die Zustandsnote für den Oberbau – Gleise und Weichen – verschlechterte sich 2025 dagegen leicht um 0,06 auf 3,02. Grund dafür sind 9.600 Kilometer Gleise mit Erneuerungsbedarf und aktueller Note 3,00 (2024: 2,91). Störmeldungen und Langsamfahrstellen wirken sich hier unmittelbar auf die Benotung aus.
  • Die Zustandsnote der Weichen verschlechterte sich minimal von 3,05 auf 3,06. Etwa 15.800 der insgesamt 64.000 Weichen im Netz sind erneuerungsbedürftig.
  • 4,02: Stellwerke sind 2025 erneut das Gewerk mit der schlechtesten Zustandsnote (2024: 4,12). Jedes zweite der rund 4.000 Stellwerke ist erneuerungsbedürftig. Die Bahnübergänge verschlechtern sich leicht von 3,58 auf 3,65.
  • Die Anlagen in den Bahnhöfen verbessern sich leicht; insbesondere bei den Empfangsgebäuden sowie den Anlagen der Informations- und Telekommunikationstechnik und bei Aufzügen besteht jedoch weiter großer Bedarf an Erneuerung.
  • Bei der Benotung des Fahrwegs liegen die ostdeutschen Bundesländer, in denen seit der Wiedervereinigung umfassend in die Modernisierung des Schienennetzes investiert wurde, mit Noten zwischen 2,65 (Thüringen) bis 2,89 (Brandenburg) weiter vor den Ländern im übrigen Bundesgebiet. Mit 2,95 folgt Hessen. Nordrhein-Westfalen hat mit 3,26 erneut die schlechteste Gesamtnote.   
Zustandsnoten nach Bundesländern
Zustandsnoten nach Bundesländern
Quelle: Deutsche Bahn AG

Mit dem InfraGO-Zustandsbericht wurde 2021 eine neue, transparente Methodik der Berichterstattung und Steuerung eingeführt. Der Bericht bildet den Zustand der Infrastrukturanlagen umfassend und gewerkeübergreifend vergleichbar ab. Er dient der DB InfraGO als zentrale Grundlage, um den Bedarf bei Instandhaltung und Erneuerung zu bestimmen und diese effektiv zu steuern. Parallel wird jährlich der Infrastrukturzustands- und Entwicklungsbericht (IZB) erstellt. Mit dem IZB weist die DB InfraGO den vertragsgemäßen Einsatz der Mittel nach, die über die Leistungs- und Finanzierungsvereinbarung (LuFV) vom Bund zur Verfügung gestellt werden. Qualitätskennzahlen aus dem IZB fließen in die Berechnung der Netzzustandsnote im InfraGO-Zustandsbericht ein. Damit ist eine neutrale Analyse des Zustands des Netzes gewährleistet.

Die gemeinwohlorientierte DB InfraGO ist für den Betrieb, die Instandhaltung sowie die Weiterentwicklung des mit über 34.000 Kilometern größten Schienennetzes in Europa sowie für die Gestaltung und den Betrieb von rund 5.400 Bahnhöfen bundesweit zuständig.

07. Mai 2026, 13:00 Uhr
Berlin
Betriebliche Maßnahmen für schnelle Verbesserungen • Sanierung des Schienennetzes ist der Schlüssel für mehr Qualität im Betrieb • InfraGO-Zustandsbericht 2025 zeigt, dass sich die Investitionen lohnen 

Deutschland braucht die Schiene – heute mehr denn je.

Die Eisenbahn ist der Stabilitätsanker für die Mobilität in Deutschland, gerade in herausfordernden Zeiten. Sie verbindet Menschen, garantiert Versorgungssicherheit und sorgt dafür, dass die Wirtschaft läuft, auch wenn Energiepreise steigen. 

Um diesen Stabilitätsanker zu erhalten und auszubauen, investieren wir gemeinsam mit dem Bund in nie dagewesenem Umfang: über 20 Milliarden Euro jährlich. Wir modernisieren das Netz grundlegend — nicht nur um einzelne Schwachstellen zu beseitigen, sondern um eine verlässliche Basis für die Zukunft zu schaffen.

Das ist ein Kraftakt, der Ausdauer verlangt. Aber nur so können wir gewährleisten, dass die Bahn auch in den nächsten Jahrzehnten der Stabilitätsgarant für Deutschland bleibt.

3 Fragen an Dr. Philipp Nagl, Vorstandsvorsitzender DB InfraGO AG:

Ende des oberhalb befindlichen Videos

Hier können Sie das Video mit Dr. Philipp Nagl zur redaktionellen Nutzung herunterladen 

Seit der Bahnreform 1994 ist der Personenverkehr um 46 Prozent und der Güterverkehr sogar um 91 Prozent gestiegen, ohne dass das Netz mitgewachsen ist. Die Folge ist ein hochbelastetes, zum Teil überlastetes Netz. Und das spüren wir alle. Pünktlichkeit und Qualität sind deutlich hinter unseren eigenen Ansprüchen.

Überblick Pünktlichkeit unter Druck
Überblick Pünktlichkeit unter Druck
Quelle: Deutsche Bahn AG

Um den Betrieb dennoch zu stabilisieren, ergreift die DB InfraGO verschiedene Gegensteuerungsmaßnahmen. Fahren und Bauen sollen künftig deutlich besser in Einklang gebracht werden. Dafür führen die Expert:innen sowohl in der Disposition verschiedene Maßnahmen ein wie auch im Management von Baustellen. 

Fahren: Verfügbarkeit und Betrieb der Infrastruktur

DB InfraGO setzt unter anderem mit betrieblichen fahrplanerischen Maßnahmen wie dem digitalen Befehl, Flexabfahrten und Pufferzeiten um, damit Reisende und Verkehrsunternehmen zügig einen stabileren Betrieb und eine verbesserte Pünktlichkeit erleben. 

Digitaler Befehl

Der digitale Befehl im Bahnbetrieb beendet die Zettelwirtschaft im Stellwerk und in den Führerständen der Züge. Er ist deutlich schneller als das bisherige Prozedere und trägt dazu bei, dass sich weniger Verspätungsminuten aufbauen.

Übersicht: Der digitale Befehl
Übersicht: Der digitale Befehl
Quelle: Deutsche Bahn AG

Im Video kurz erklärt: Der digitale Befehl

Ende des oberhalb befindlichen Videos

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Ende des Sliders
Pufferminute, Flex-Abfahrten und Jokergleise 

Pufferminute, Flex-Abfahrten und Jokergleise sorgen kurzfristig für einen stabileren Betrieb und pünktlichere Züge. 

Bauen: Sanierung und Instandhaltung des Hochleistungs- und Flächennetzes

Die Sanierung des Schienennetzes ist der Schlüssel für mehr Qualität im Betrieb. Die DB InfraGO plant im laufenden Jahr gemeinsam mit dem Bund Bruttoinvestitionen in Höhe von mehr als 23 Milliarden Euro in das Schienennetz und die Bahnhöfe. So wird der Bau im Bahnnetz 2026 weiter deutlich an Fahrt aufnehmen: Mit mehr als 28.000 Baustellen steht ein Jahr intensiver Arbeiten an Schienen, Stellwerken und weiterer Infrastruktur an. Die Vielzahl der Maßnahmen zeigt, wie umfassend die Modernisierung des Netzes ausfällt – und wie wichtig es ist, Bauarbeiten und Zugbetrieb eng aufeinander abzustimmen, damit der Verkehr trotz aller Einschränkungen möglichst zuverlässig weiterlaufen kann.

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Ende des Sliders
Korridorsanierung hochbelasteter Streckenabschnitte

Die DB InfraGO bündelt in den kommenden Jahren das Baugeschehen auf 40 hochbelasteten Strecken im deutschen Schienennetz. Ziel ist es, den Zustand von Netz und Bahnhöfen innerhalb weniger Monate über alle Gewerke hinweg deutlich zu verbessern und die Leistungsfähigkeit der Infrastruktur zu erhöhen. Auf diese Weise können Synergien genutzt und die Einschränkungen für Reisende und Güterverkehrsunternehmen im Vergleich zum Bauen bei laufendem Zugbetrieb deutlich begrenzt werden.

In der Vergangenheit erfolgten entsprechende Sanierungsarbeiten in der Regel unter dem rollenden Rad, d.h. bei laufendem Zugbetrieb. Immer wieder wurden die Strecken gesperrt, etwa für die Erneuerung von Oberleitungen, Arbeiten an der Leit- und Sicherungstechnik oder an den Stationen. Die Einschränkungen für Reisende und Güterverkehrsunternehmen zogen sich oft über viele Jahre hin. Mit der Korridorsanierung hat sich das Baukonzept für hochbelastete Strecken fundamental verändert. Saniert wird nicht mehr nach einzelnen Gewerken und über viele Jahre gestreckt, sondern innerhalb einer einzigen mehrmonatigen Sperrung komplett und aus einem Guss. Alle notwendigen Baumaßnahmen auf den jeweiligen Abschnitten werden gebündelt und erfolgen gleichzeitig. Die pünktlichkeitsrelevanten Gewerke, wie Gleise, Weichen, Signale und Stellwerke, stehen dabei besonders im Fokus. Statt die bisherige Anlage 1:1 zu erneuern, verbessern wir die Anlage und sorgen so für mehr Leistungsfähigkeit – sowohl für den Regelbetrieb als auch im Störungsfall. Verkehrsstationen werden ebenfalls modernisiert, so dass Reisende nach der Sperrung von neuwertigen Bahnanlagen profitieren. 

Diese mehrmonatige Sperrung ist für Reisende und Güterverkehrskunden anstrengend – auch wenn wir umfangreiche Ersatzkonzepte und einen qualitativ hochwertigen Ersatzverkehr planen. Aber dafür haben wir danach eine zuverlässige Infrastruktur mit deutlich weniger Störungen und über viele Jahre Baufreiheit!

Dieses Konzept hat auch weitere positive Effekte: 

  • Insgesamt ist der Sperrzeitbedarf deutlich geringer als bei wiederkehrenden Arbeiten für unterschiedliche Gewerke
  • Ein stabiler Zustand über mehrere Monate auf den sich Verkehrsunternehmen und Reisende einstellen können.
  • Gute und effiziente Einsatzmöglichkeiten für Fachpersonal und Maschinen rund um die Uhr.
Übersicht Prinzip Korridorsanierung
Übersicht Prinzip Korridorsanierung
Quelle: Deutsche Bahn AG
Bauen im Takt

Die Schieneninfrastruktur der Deutschen Bahn befindet sich in einem Jahrzehnt des Bauens. Durch fehlende Investitionen in den vergangenen Jahren sind die Anlagen in einem Maße gealtert, dass nur ein schnelles und gebündeltes Bauen diese Überalterung aufhalten kann. Denn die sehr hohe Anzahl an Baustellen, die zum Teil auch kurzfristig eingeplant werden mussten, haben sich negativ auf die Pünktlichkeit ausgewirkt. Damit die Sanierung der Infrastruktur und gleichzeitig die Stabilisierung des Fahrplans gelingen, hat DB InfraGO daher ein neues Bau- und Instandhaltungsregime - das Bauen im Takt - eingeführt. 

Übersichtsfolie zum Thema "Bauen im Takt"
Übersichtsfolie zum Thema "Bauen im Takt"
Quelle: Deutsche Bahn AG
Moderne Stellwerke

Moderne Stellwerke und Bediensysteme sind das Herzstück für einen verlässlichen und belastbaren Bahnbetrieb. Aber: Die Hälfte der 4.000 Stellwerke stammt noch aus dem Vor-Computer-Zeitalter. Deshalb hat sich die DB InfraGO vorgenommen, bis Ende kommenden Jahres 200 Altstellwerke zu erneuern. Hier müssen sowohl wir als DB InfraGO als auch die Industrie Kompetenzen für Planung und Prüfung aufbauen und gleichzeitig Prozesse weiter standardisieren, um effizienter zu werden.

Ab Sommer 2026 setzt die DB InfraGO eine zentrale Programmsteuerung ein, um den Hochlauf und die Inbetriebnahme von Stellwerksprojekten abzusichern. Im Fokus stehen dabei:

  • Bei der DB InfraGO steuert ab Sommer 2026 eine zentrale Programmsteuerung den Hochlauf aller Stellwerksprojekte.
  • Das Gesamtportfolio - Bestandsnetz, Korridorsanierung, Aus- und Neubau - wird priorisiert und belastbar gereiht
  • … daran angepasst: Kapazitäten von Plan- und Abnahmeprüfern.
  • Strategisches Lieferantenmanagement stellt Kapazität, Lieferfähigkeit und Leistungsqualität der Lieferanten sicher
  • Dieser einheitliche Prozess reduziert Durchlaufzeiten und Prüfschleifen
Übersicht Stellwerksprogramm
Übersicht Stellwerksprogramm
Quelle: Deutsche Bahn AG

Der DB InfraGO-Zustandsbericht 2025 zeigt, dass sich die Investitionen lohnen

Der Zustand des Schienennetzes stabilisiert sich. Das zeigen die Daten des InfraGO-Zustandsberichts für das Jahr 2025. Die Zustandsnote für das gesamte Schienennetz in Deutschland beträgt im Mittel 3,00 und liegt auf Vorjahresniveau. Damit scheint der langjährige Abwärtstrend gestoppt zu sein. Die Bahnhöfe konnten sich mit der Note 2,96 gegenüber 3,03 in 2024 sogar leicht verbessern. Dazu beigetragen haben die im vergangenen Jahr fertiggestellten 124 Bahnhöfe – mit einer zukunftsweisenden Rundum-Erneuerung. Der Anteil der mit Note 1 und 2 bewerteten Anlagen des Fahrwegs liegt mittlerweile bei 58 Prozent.  

Details zum InfraGO-Zustandsbericht 2025

05. Mai 2026, 09:00 Uhr
Berlin
Motive bundesweit in Zügen und Bahnhöfen • Gemeinsames Projekt von BMV, VDV und DB • Teil des Aktionsplans für mehr Sicherheit • Bundesverkehrsminister Schnieder: „Deutliches Signal für mehr Respekt und gegen Gewalt.“ • DB-Chefin Palla: „Unsere Kolleginnen und Kollegen verdienen Schutz und uneingeschränkte Achtung.“ 

 „Die Würde des Menschen ist unantastbar. Auch für alle in Uniform.“ So steht es in weißer Schrift auf schwarzem Grund seit heute groß in Bahnhöfen und Zügen. Das Motiv ist eins von vieren, das Fahrgäste aufrütteln und helfen soll, die steigenden Übergriffe gegen Bahnmitarbeitende einzudämmen.

Rund drei Monate ist der tödliche Angriff auf den Zugbegleiter Serkan Çalar her. Nun setzen die Deutsche Bahn (DB), das Bundesverkehrsministerium (BMV) und der Branchenverband VDV mit der neuen Respektkampagne #mehrachtung ein deutliches Zeichen: Für mehr Rücksicht, mehr Anstand und mehr Respekt gegenüber dem Bahnpersonal. Auch der Konzernbetriebsrat der DB unterstützt dieses Anliegen ausdrücklich.

Patrick Schnieder, Bundesverkehrsminister: „Ich bin immer noch traurig und schockiert über den Tod von Serkan Çalar. Der immer weiter zunehmenden Zahl von Beleidigungen und Angriffen setzen wir ein klares Signal entgegen: Die Würde des Menschen ist unantastbar – auch bei der Ticketkontrolle. Auch wenn der Zug Verspätung hat. Wer eine Uniform trägt, verdient Respekt und Anerkennung.“

Evelyn Palla, Vorstandsvorsitzende DB AG: Respekt ist die Grundlage für Sicherheit. Mit unserer Kampagne setzen wir ein klares Zeichen: Gewalt und Übergriffe haben bei der Bahn keinen Platz. Unsere Kolleginnen und Kollegen bringen täglich Millionen Menschen sicher ans Ziel – sie verdienen dafür Schutz und uneingeschränkte Achtung. Deshalb handeln wir konsequent, setzen unseren Aktionsplan entschlossen um und stärken die Sicherheit in Bahnhöfen, Zügen und Bussen.“

Heike Moll, Vorsitzende Konzernbetriebsrat DB AG: „Sinkende Hemmschwellen verbunden mit einer erhöhten Gewaltbereitschaft sind ein gesamtgesellschaftliches Problem. Unsere Kolleginnen und Kollegen spüren das jeden Tag. Wir erwarten, dass die neue Kampagne tatsächlich für mehr Sicherheit sorgt und nicht nur bereits vorhandene Formate fortsetzt. Unserer Ansicht nach sind pünktliche Züge der größte Hebel, um Konflikte zwischen Mitarbeitenden und Reisenden im System Schiene zu minimieren. Dafür braucht es eine verlässliche, langfristige Finanzierung der Infrastruktursanierung.“

Ingo Wortmann, Präsident Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV): „Diese Kampagne zeigt, dass die Branche nach dem tragischen Vorfall in Rheinland-Pfalz nicht einfach zur Tagesordnung übergeht. Wir sorgen dafür, dass Sicherheit im öffentlichen Verkehr präsent und in den Köpfen bleibt. Die Branche tut viel, um die Situation für Beschäftigte und Fahrgäste zu verbessern. Die wachsende Zahl an Übergriffen zeigt: Das ist nicht genug, wir haben ein gesamtgesellschaftliches Problem. Wir müssen daher gemeinsam mit allen Akteuren mehr tun. Und das werden wir.“

Die Kampagne ist Teil des auf dem Sicherheitsgipfel beschlossenen „Aktionsplans für mehr Sicherheit auf der Schiene“. Diesen Gipfel hatte DB-Chefin Palla nach dem gewaltsamen Tod des Zugbegleiters einberufen. Gemeinsam haben DB, Bund, Länder, Gewerkschaften und Verkehrsbranche dort kurz- und mittelfristige Maßnahmen festgelegt. Die erste Bilanz fällt nach zwei Monaten positiv aus: 

Einsatz von Bodycams:

  • Insgesamt sind schon rund 2.000 Bodycams konzernweit im Einsatz.  
  • Noch 2026 bekommen alle Mitarbeitenden mit Kundenkontakt, die das wollen, Bodycams. 
    • DB Regio hat schon rund 1.700 Mitarbeitende mit Kundenkontaktmit einer Bodycam ausgestattet. Bei DB Sicherheit sind es rund 170.
    • DB Fernverkehr stattet ab Juli 2026 sukzessive rund 2.000 Mitarbeitende im Kundenkontakt freiwillig mit einer Bodycam aus.
    • Bei den Personenbahnhöfen erhalten rund 800 Mitarbeitende eine Bodycam ab dem zweiten Halbjahr 2026. 
  • Da Tonaufnahmen die deeskalierende Schutzwirkung der Bodycams erweitern, plant die DB außerdem Audioaufzeichnungen im dritten Quartal dieses Jahres zu testen.  

Personal:

  • DB Regio hat ein Pilotprojekt zur Doppelbesetzung im Nahverkehr gestartet, das bei Mitarbeitenden und Fahrgästen auf große Resonanz stößt. In Zusammenarbeit mit den Aufgabenträgern wird geprüft, auf welchen Linien oder zu welchen Zeiten eine Doppelbegleitung sinnvoll ist. Je nach Gefahrenlage können unterschiedliche Teamkonstellationen, etwa mit Sicherheitspersonal, im Einsatz sein. Die Entscheidung über die jeweilige Umsetzung liegt bei den zuständigen Aufgabenträgern vor Ort. 
  • Außerdem hat die DB in den letzten 12 Monaten die Anzahl ihrer Sicherheitskräfte von 4.500 auf 5.000 Personen gesteigert.  
  • Die bestehenden Deeskalations- und Verhaltenstrainings werden durch ein neues E‑Learning-Programm erweitert, das dann allen DB-Mitarbeitenden zur Verfügung steht. Außerdem hat die DB gemeinsam mit der Bundespolizei und operativen Kräften bereits vier regionale Sicherheitswerkstätten durchgeführt, bei welchen unter anderem die örtlichen Sicherheitskonzepte verbessert wurden.

Weitere Informationen zur Kampagne #mehrAchtung gibt es hier.

Hinweis für Redaktionen: 

Fotos und Kampagnenmotive finden Sie im Anschluss an den Pressetermin hier in der DB-Mediathek.

24. April 2026, 12:00 Uhr
Potsdam/Berlin
Naturschutzgebiet Allgäuer Hochalpen gewinnt Fahrtziel Natur Award 2026 • Nationalpark Jasmund ausgezeichnet • Naturpark Nagelfluhkette wird neues Fahrtziel Natur

Ein Vierteljahrhundert im Zeichen der umweltfreundlichen Mobilität: Im Potsdamer Kaiserbahnhof haben BUND, NABU, VCD und die Deutsche Bahn (DB) gemeinsam mit rund 100 geladenen Gästen den 25. Geburtstag der Kooperation Fahrtziel Natur gefeiert. Bundesumweltminister Carsten Schneider gratulierte zum Jubiläum und dankte vor Ort den Beteiligten für ihr Engagement.

Im Rahmen des Festakts wurde der neunte Fahrtziel Natur Award verliehen. Den Preis bekam das Naturschutzgebiet Allgäuer Hochalpen für den neu eingeführten, großräumig gültigen MOBIL PASS ALLGÄU. Ausgezeichnet wurde auch der Nationalpark Jasmund, der eine Mobilität auf Gästekarte entwickelt hat und ein Durchfahrverbot für PKW im Schutzgebiet effektiv durchsetzt.

Außerdem wurde der Naturpark Nagelfluhkette feierlich in die Kooperation aufgenommen. Das neue Fahrtziel Natur-Gebiet zwischen Allgäu und Bregenzerwald gilt als Juwel für Naturfreunde, Bergsportler und Kulturinteressierte.

Dr. Michael Peterson, DB-Vorstand Personenfernverkehr: „25 Jahre Fahrtziel Natur sind eine beispielhafte Erfolgsgeschichte. Sie zeigt, dass sich Geduld und Hartnäckigkeit beim Klima- und Naturschutz sowie nachhaltiger Mobilität lohnen. Alle Beteiligten leben die Kooperation mit voller Überzeugung.“ 

Carsten Schneider, Bundesminister für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit: „Abschalten und neue Kraft tanken – für viele von uns geht das am besten in der Natur. Wer in den Bergen Wandern geht, an Flüssen Fahrrad fährt oder im Wald spaziert, der spürt, wie gut die Natur uns Menschen tut. Zugleich können auch wir Gutes für die Natur tun, zum Beispiel, indem wir klimafreundlich anreisen. Die Bahn ist dafür die beste Option und das ‚Fahrtziel Natur‘ der verlässliche Kompass zu den schönsten Orten.“

Olaf Bandt, Vorsitzender des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND): „Die Fahrtziel Natur-Gebiete stehen für klimafreundliche Mobilität und den Erhalt wertvoller Naturlandschaften. Gleichzeitig stärken sie mit innovativen Verkehrskonzepten die Wertschöpfung vor Ort und damit die Entwicklung in ländlichen Räumen. Die Politik wünscht sich positive Visionen für eine nachhaltige Mobilität. Fahrtziel Natur ist eine solche, die sogar schon umgesetzt ist.“ 

Jörg-Andreas Krüger, Präsident Naturschutzbund (NABU): „Gemeinsam einzigartige Naturerlebnisse und nachhaltige Mobilität verknüpfen, auch gegen Widerstände, dafür steht Fahrtziel Natur. Das ist effektiver Natur- und Klimaschutz zum Erhalt der biologischen Vielfalt in Schutzgebieten.“ 

Matthias Kurzeck, Bundesvorsitzender Verkehrsclub Deutschland (VCD): „Fahrtziel Natur setzt Maßstäbe für nachhaltige Mobilität im Tourismus. Alle Schutzgebiete in der Kooperation sind bequem mit der Bahn erreichbar und verfügen über ein gut ausgebautes Angebot mit öffentlichen Verkehrsmitteln. Vor Ort ermöglichen ganzheitliche Konzepte wie die Gästekarte überall kostenlose Mobilität.“ 

Weitere Informationen unter www.fahrtziel-natur.de.

17. April 2026, 09:30 Uhr
Berlin
Vergleich beendet fast zehnjähriges Verfahren • Auch Bundeswehr und weitere Unternehmen profitieren • Martin Seiler, Vorstand Personal & Recht: „Gute Lösung für beide Seiten“ • Verfahren gegen Iveco läuft weiter

Die Deutsche Bahn (DB) hat sich mit dem Lkw-Hersteller MAN außergerichtlich und einvernehmlich auf eine Schadensersatzzahlung geeinigt. Hintergrund ist die Beteiligung von MAN am sogenannten Lkw-Kartell. Damit beenden DB und MAN ihre fast zehn Jahre andauernde gerichtliche Auseinandersetzung. Die Parteien haben Vertraulichkeit über die Höhe der Vergleichssumme vereinbart. Der zuständige DB-Vorstand für Personal & Recht, Martin Seiler, sprach von einer „guten Lösung für beide Seiten“, die nach intensiven Verhandlungen nun erreicht wurde.  

Um Entschädigungen aus Kartellvergehen durchzusetzen, hatte die DB eine eigene Gesellschaft gegründet, die DB Competition Claims GmbH. Hier sind die aus dem Lkw-Kartell entstandenen Schadensersatzansprüche der DB, der Bundeswehr, mehrerer Flughäfen und rund 40 weiterer Unternehmen gebündelt. Deshalb profitieren neben der DB auch diese vom jetzt geschlossenen Vergleich.

Nach der außergerichtlichen Einigung mit MAN verbleibt nur noch Iveco als beklagte Kartellantin im Schadensersatzprozess vor dem Landgericht München I. Mit allen anderen Unternehmen hat die DB in den letzten Jahren andere Lösungen gefunden. „Im Hinblick auf Iveco wird das laufende Verfahren vor dem Landgericht München I fortgeführt. Über den weiteren Verlauf entscheidet nun das Gericht“, so Martin Seiler. Über die verbliebenen Ansprüche gegen Iveco in Höhe von rund 70 Millionen Euro wird am 20. April 2026 verhandelt. Wann ein Urteil ergeht, ist noch offen.

Zur Historie des Lkw-Kartells

Die EU-Kommission hatte 2016 und 2017 festgestellt, dass die Lkw-Hersteller DAF, Daimler, Iveco, MAN, Volvo/Renault und Scania zwischen 1997 und 2011 verbotene Kartellabsprachen getroffen haben. Bei diesen illegalen Absprachen handelte es sich insbesondere um den Austausch über Bruttopreislisten sowie Verzögerungen und Kostenweitergabe bei der Einführung von emissionssenkenden Technologien. Gegen die Mitglieder des Kartells ergingen bereits Rekordgeldbußen von insgesamt 3,8 Milliarden Euro.

16. April 2026, 09:30 Uhr
Berlin
Preisträger:innen erhalten Ehrung der „Allianz pro Schiene“ • Auswahl aus hunderten Einsendungen von Reisenden • DB-Chefin Evelyn Palla gratuliert bei Gala: „Mit dem Neustart der Deutschen Bahn stärken wir genau die Macherinnen und Macher, die mit viel Leidenschaft, Herz und Empathie vor Ort dafür sorgen, dass die Menschen gut an ihr Ziel kommen.“

Für ihren außergewöhnlichen Einsatz für unsere Reisenden erhalten fünf Mitarbeitende der Deutschen Bahn (DB) die Auszeichnung „Eisenbahner:in mit Herz“ der Allianz pro Schiene. Mit diesem Wettbewerb werden jährlich besonders kundenfreundliche Beschäftigte der Eisenbahnbranche geehrt.

Patricia Bergmann sorgt im Mobilitätsservice dafür, dass alle Fahrgäste am Bahnhof Landshut gut und sicher abfahren, ankommen oder umsteigen. Ihre beherzte und pragmatische Art, die kleinen Hürden im Bahnhofsalltag zu meistern, überzeugte die Fachjury. Für ihre Hilfe einer mobilitätseingeschränkten Reisenden und deren Familie auf dem Weg zu Verwandten erhält sie die Bronze-Auszeichnung.

Servicemitarbeiter Alexander Rezek erhält in diesem Jahr den Sonderpreis. Nach rund zwanzig Jahren als Zugbegleiter bei DB Fernverkehr arbeitet Rezek mittlerweile im Reisezentrum im Kölner Hauptbahnhof. In dieser Funktion wird er für seinen unermüdlichen Einsatz und die stets offene und freundliche Art prämiert. Das Besondere: Mit zehn Nominierungen von Reisenden und nun fünf Auszeichnungen der Jury ist der DB Vertrieb-Kollege Rekordhalter beim Wettbewerb.

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Ende des Sliders

Evelyn Palla, DB-Vorstandsvorsitzende: „Sie sind das Herz der Bahn: Die vielen Tausend DB-Mitarbeitenden, die Tag für Tag für unsere Fahrgäste da sind – überall und zu jeder Zeit. Sie machen so viel mehr als Dienst nach Vorschrift. Mit dem Neustart der Deutschen Bahn stärken wir genau die Macherinnen und Macher, die mit viel Leidenschaft, Herz und Empathie vor Ort dafür sorgen, dass die Menschen gut an ihr Ziel kommen. Die Preisgekrönten stehen stellvertretend für die Kolleginnen und Kollegen, die immer wieder zeigen, worauf es ankommt. Ich gratuliere Ihnen von ganzem Herzen“. 

Martin Seiler, Vorstand Personal & Recht: „Das Engagement unserer Eisenbahnerinnen und Eisenbahner mit Herz berührt, weil es von echter Haltung geprägt ist: vom aufrichtigen Wunsch, Menschen zu helfen und sie gut begleitet ans Ziel zu bringen. Unsere Kolleginnen und Kollegen hören zu, bleiben dran und finden Lösungen – mit Fachkompetenz, Humor und großer menschlicher Wärme. Damit prägen sie das Erlebnis Bahn auf eine Weise, die nachwirkt und positiv in Erinnerung bleibt. Dieses tägliche Wirken verdient unsere höchste Anerkennung!“ 

Drei weitere DB-Kolleg:innen werden am Abend als Landessieger:innen ausgezeichnet: Jacqueline Stawicki von DB Fernverkehr ist die Eisenbahnerin mit Herz für Hessen. Die Zugbegleiterin hat die Jury mit ihrer besonders menschlichen und herzlichen Unterstützung einer Reisenden überzeugt, die zeigt: Die großen und kleinen Gesten des Alltags sind ebenso relevant wie die betrieblichen Abläufe.

Wasam Sulaiman sorgt bei DB Services für Sauberkeit und Ordnung am Bahnhof Delmenhorst und wird als Landessieger Niedersachsen geehrt. Seine Stärke: Er macht nicht bloß Dienst nach Vorschrift – mit Genauigkeit und Liebe zum Detail ist ihm daran gelegen, dass sich alle Reisenden beim Ein- und Aussteigen ein bisschen wohler fühlen. 

Den pragmatischen Griff zum Hörer, viel Geduld und viel Engagement: Damit wird Amir Fifa von der DB InfraGO zum Landessieger Saarland. Der Mitarbeiter im Bahnhofsservice Saarbrücken setzte sich mit Ausdauer und Ruhe für einen zurückgelassenen Koffer ein, der trotz schwieriger betrieblicher Umstände zügig seinen Weg nach Hause fand. 

Über den Wettbewerb

Mit dem Wettbewerb „Eisenbahner:in mit Herz“ zeichnet die Allianz pro Schiene seit 2011 jedes Jahr besonders kundenfreundliche Beschäftigte der Eisenbahnbranche aus. Dafür sammelt das Verkehrsbündnis Geschichten von Zugreisenden, die sich über besonders hilfsbereite Eisenbahner:innen gefreut haben. Eine Fachjury wählt anschließend aus hunderten Geschichten die Sieger:innen aus. 

Weitere Informationen zum Wettbewerb sowie zu allen Ausgezeichneten finden Sie hier bei der Allianz pro Schiene.

31. März 2026, 11:00 Uhr
Freiburg
Deutsche Bahn schließt Bauarbeiten im Abschnitt Müllheim – Auggen erfolgreich ab • Mehr Kapazität, höhere Qualität und schnellere Verbindungen im Personen- und Güterverkehr • Vier Gleise sorgen für stabileren Betrieb auf der Rheintalbahn • Bahnhof Müllheim im Markgräflerland jetzt vollständig barrierefrei zugänglich 

Die Deutsche Bahn (DB) hat die letzten Baumaßnahmen an der Rheintalbahn zwischen Müllheim und Auggen planmäßig abgeschlossen. Nach rund sechs Jahren Bauzeit profitieren Reisende von einer spürbar leistungsfähigeren und stabileren Infrastruktur. Bereits im Dezember 2025 war die sechs Kilometer lange Neubaustrecke Müllheim–Auggen in Betrieb gegangen. Im März dieses Jahres folgten letzte Sanierungsarbeiten am Untergrund der parallel verlaufenden Bestandsstrecke. Mit dem Abschluss der Maßnahmen umfasst der viergleisig ausgebaute und für bis zu 250 km/h ausgelegte Abschnitt der Rheintalbahn zwischen Karlsruhe und Basel nun rund 67 Kilometer.

Rheintalbahn: Viergleisig zwischen Müllheim und Auggen
Martin Löffler, Bürgermeister der Stadt Müllheim i. M.; Dr. Philipp Nagl, Vorstandsvorsitzender DB InfraGO; Winfried Hermann, Minister für Verkehr des Landes Baden-Württemberg; (v.l.n.r.)
Rheintalbahn: Viergleisig zwischen Müllheim und Auggen
Quelle: Copyright: Deutsche Bahn AG / Oliver Lang
Martin Löffler, Bürgermeister der Stadt Müllheim i. M.; Dr. Philipp Nagl, Vorstandsvorsitzender DB InfraGO; Winfried Hermann, Minister für Verkehr des Landes Baden-Württemberg; (v.l.n.r.)

Der Ausbau schafft spürbare Verbesserungen für Kund:innen im Personen- und Güterverkehr. Die zusätzlichen Gleise bieten mehr Kapazität auf einem der meistbefahrenen Abschnitte im deutschen Schienennetz. Gleichzeitig erhöht sich die Stabilität im Betriebsablauf deutlich. Engpässe werden reduziert, kürzere Fahrzeiten ermöglicht und die Pünktlichkeit steigt. 

In den vergangenen Jahren wurden zwischen Müllheim und Auggen auf sechs Kilometer Länge zwei zusätzliche Gleise errichtet sowie die bestehenden Gleise umfassend erneuert und angepasst. Zwölf Brücken wurden neu gebaut oder erweitert. Ergänzend entstanden auf einer Länge von rund acht Kilometern Schallschutzwände, um die Anwohnenden entlang der Strecke wirksam zu entlasten. Ein modernes elektronisches Stellwerk sowie zusätzliche Weichenverbindungen erhöhen die betriebliche Flexibilität und tragen zu einem stabileren und leistungsfähigeren Bahnverkehr bei. Sämtliche Arbeiten konnten trotz der hohen Auslastung der Rheintalbahn im vorgesehenen Zeitrahmen fertiggestellt werden.

Der Bahnhof Müllheim i. M. und der Haltepunkt Auggen wurden im Zuge der Maßnahmen umfassend modernisiert. Die Verkehrsstationen sind nun vollständig barrierefrei zugänglich. Stufenfreie Wege zu den Bahnsteigen und angepasste Bahnsteighöhen für einen ebenerdigen Einstieg in viele Züge sorgen für mehr Komfort und erleichtern insbesondere mobilitätseingeschränkten Reisenden, Familien mit Kinderwagen oder Fahrgästen mit Gepäck den Zugang zum Zug. Zudem profitieren Bahnkunden von modernen Fahrgastinformationsanlagen, die die Reisendeninformationen im Bahnhof verbessern.

Winfried Hermann, Verkehrsminister Baden-Württemberg: „Die Fertigstellung des Abschnitts zwischen Müllheim und Auggen bringt für die Anwohnerinnen und Anwohner und die Fahrgäste im Nahverkehr spürbare Verbesserungen. Mit den neuen Gleisen gibt es mehr Flexibilität, das erhöht die Stabilität im Bahnverkehr und sorgt für mehr Pünktlichkeit. Moderne und barrierefreie Stationen in Müllheim und Auggen sorgen für einen guten Beginn oder Abschluss der Reise, zudem wurden effektive Lärmschutzmaßnahmen umgesetzt. Ich hoffe, dass auch die noch laufenden Arbeiten nördlich von Basel in den kommenden Jahren zügig fertiggestellt werden können. Mit der dann vorliegenden durchgängigen Viergleisigkeit kann das Angebot im Schienenpersonennahverkehr weiter ausgebaut werden.“

Dr. Philipp Nagl, Vorstandsvorsitzender DB InfraGO AG: „Mit dem Abschluss der Bauarbeiten zwischen Müllheim und Auggen verbessern wir den Zugverkehr auf einer der wichtigsten europäischen Nord-Süd-Verbindungen deutlich. Der viergleisige Ausbau erhöht die Kapazität, macht den Betrieb zuverlässiger und ermöglicht schnellere Verbindungen. Wir stärken den Güterverkehr und entlasten das gesamte Bahnnetz. Davon profitieren alle Reisenden im Nah- und Fernverkehr, wie auch die Wirtschaft. Die heutige Inbetriebnahme ist ein weiterer wichtiger Schritt, um ein leistungsfähigeres, pünktlicheres Bahnnetz für unsere Fahrgäste zu schaffen.“

Martin Löffler, Bürgermeister Stadt Müllheim, i. M.: „Der erfolgreiche Abschluss des Ausbaus zwischen Müllheim und Auggen ist ein großer Gewinn für die Infrastruktur im Markgräflerland und stärkt zugleich das Bahnnetz in Deutschland und Europa. Die vollständig barrierefreien Gleise unseres Bahnhofs setzen ein wichtiges Zeichen für moderne, inklusive Mobilität. Ich danke unseren Kolleginnen und Kollegen aus der Stadtverwaltung, insbesondere aus den Dezernaten für Tiefbau und Stadtplanung, für ihre wichtigen Beiträge. Ein herzliches Dankeschön gilt vor allem den Planenden und Ausführenden bei der Deutschen Bahn, die dieses anspruchsvolle Projekt mit großem Engagement vorangetrieben haben. Wir danken auch für die gute Kommunikation und Zusammenarbeit während der gesamten Bauphase.“

Der Streckenabschnitt zwischen Müllheim und Auggen ist Teil der Verbindung Karlsruhe–Basel und zugleich Bestandteil des europäischen Güterkorridors Rotterdam–Köln–Basel–Mailand–Genua. 

Hinweise für Redaktionen

Bildmaterial finden Sie zeitnah nach der Veranstaltung hier in der DB-Mediathek.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie unter www.karlsruhe-basel.de, auf Facebook unter facebook.com/karlsruhebasel oder facebook.com/tunnelrastatt sowie auf Instagram unter instagram.com/karlsruhebasel (@karlsruhebasel) oder www.instagram.com/tunnelrastatt (@tunnelrastatt).

30. März 2026, 11:00 Uhr
Frankfurt/Koblenz
Zweitägiges Osterfest mit Ostereiersuche, Lokmitfahrten und vielem mehr • Im Mai: Großes Jubiläumsfest zum 25. Geburtstag • Fahrten mit Jubiläumssonderzug • Abwechslungsreiches Jahresprogramm für Familien und Eisenbahnfans 

Mit einem zweitägigen Osterfest startet das DB Museum in Koblenz am Sonntag, 5. April in die Saison 2026. Bis Ende September werden dann immer samstags von 10 bis 16 Uhr die Fahrzeughalle und das weitläufige Freigelände geöffnet. 

„Nach der langen Winterpause freuen wir uns sehr, unsere Gäste wieder im DB Museum Koblenz begrüßen zu dürfen. 2026 ist ein besonderes Jahr für uns, denn unser Außenstandort wird 25 Jahre alt und feiert seinen Geburtstag mit einem großen Jubiläumsfest. Los geht die Saison aber erstmal mit dem traditionellen Osterfest“, freut sich Museumsdirektor Dr. Oliver Götze.

Am Ostersonntag und Ostermontag (5. und 6. April 2026) versteckt der Osterhase bunte Eier auf dem Museumsgelände. Auf der Suche nach den Ostereiern können Lokomotiven aller Traktionen, Reisezug- und Güterwagen aus ganz neuer Perspektive bestaunt werden. Auch Lokmitfahrten, Vorführungen der Modellbahnanlagen und eine Mitfahreisenbahn stehen auf dem Programm. Am Ostermontag geht es dann mit dem Osterhasen-Express auf eine Fahrt ins Blaue. Die Fahrt dauert circa zwei Stunden, Tickets gibt es direkt vor Ort für 10 bzw. 5 Euro (Kinder).

Mit dem Jubiläumszug zum Geburtstagsfest

Auch der Mai bietet Grund zum Feiern, denn das DB Museum Koblenz wird 25 Jahre alt. Am 30. und 31. Mai dürfen sich daher kleine und große Eisenbahnfans auf zwei Tage Eisenbahnerlebnis pur freuen. Kostenlose Pendelzüge vom Hauptbahnhof Koblenz ermöglichen eine einfache Anreise zum Jubiläumsfest. Höhepunkt ist eine große Geburtstags-Lokparade am Samstag mit vielen Highlights aus dem Bestand des DB Museums. Am Sonntag liegt der Fokus dann auf Kindern und Familien. Von Fahrten auf Miniatureisenbahnen über Simulatoren bis hin zu Führerstandsmitfahrten wird ein buntes Programm geboten, das nicht nur Kinderherzen höherschlagen lässt.

Eine einzigartige Anreise zum Sommerfest wird durch Sonderfahrten mit einem Jubiläumszug möglich. Der Zug besteht aus drei Generationen des TEE- und InterCity-Verkehrs und bietet Wagen der 1. und 2. Klasse. Sowohl am Samstag, 30. Mai als auch am Sonntag, 31. Mai fährt der Jubiläumszug zum Sommerfest und zurück. Die Startbahnhöfe, der genaue Reiseverlauf sowie alle Informationen zum Ticketkauf werden ab Mitte April auf der Webseite des DB Museums veröffentlicht.

Ein abwechslungsreiches Programm für die ganze Familie

Neben dem Oster- und Jubiläumsfest ist der Veranstaltungskalender des DB Museums in Koblenz auch 2026 prall gefüllt mit Events und Aktionen für die ganze Familie. So beteiligt sich das Museum unter anderem am internationalen Museumstag (17. Mai) und am bundesweiten Ehrentag (23. Mai), veranstaltet die Einheitsloks- und Spur-1-Tage (26./27. September) und öffnet während der Winterpause zum Nikolausfest (6. Dezember) nochmal seine Tore. 

Das DB Museum Koblenz ist 2026 von 5. April bis 27. September immer samstags von 10 bis 16 Uhr geöffnet. Zu Sonderveranstaltungen gelten ggf. abweichende Öffnungszeiten.

Alle Veranstaltungen des DB Museums Koblenz entnehmen Sie bitte der beigefügten Programmübersicht 2026. Gerne stehen wir Ihnen zudem für ein Pressegespräch zur Verfügung.

Weitere Informationen: dbmuseum.de/koblenz oder deutschebahnstiftung.de  

Deutsche Bahn Stiftung und DB Museum

Das DB Museum mit seinen Standorten in Nürnberg, Koblenz und Halle (Saale) bewahrt unter dem Dach der Deutsche Bahn Stiftung das historische Erbe der Eisenbahn in Deutschland. Die Deutsche Bahn Stiftung wurde 2013 als gemeinnützige GmbH von der Deutschen Bahn AG gegründet und ist deutschlandweit in den Schwerpunkten Bildung, Integration und Ehrenamt aktiv. Mehr unter www.dbmuseum.de und www.deutschebahnstiftung.de 

27. März 2026, 11:00 Uhr
Berlin
Bereinigtes EBIT 2025 mit rund 300 Millionen Euro wieder positiv • DB-Chefin Palla: „Zufriedenheit wäre fehl am Platz – besser ist nicht gut genug“ • 2026 Jahr des Umbaus

Die Deutsche Bahn (DB) hat im Geschäftsjahr 2025 operativ wieder schwarze Zahlen geschrieben. Der Konzernumsatz ist im Vergleich zum Vorjahr um drei Prozent auf rund 27 Milliarden Euro gestiegen. Das operative Konzernergebnis (EBIT bereinigt) hat sich um 630 Millionen Euro auf plus 297 Millionen Euro verbessert. Unter dem Strich bleibt das Jahresergebnis nach Steuern mit minus 2,3 Milliarden Euro aber deutlich negativ. Unter Berücksichtigung der Effekte aus dem Schenker-Verkauf erzielte der DB-Konzern einen Jahresüberschuss von 5,3 Milliarden Euro.

Bilanz-Pressekonferenz der Deutsche Bahn 2026: Gruppenbild des Vorstands der DB AG.
Bilanz-Pressekonferenz der Deutsche Bahn 2026. Im Bild v.l.n.r.: Dr. Michael Peterson, Vorstand Personenverkehr; Martin Seiler, Vorstand Personal und Recht; Evelyn Palla, Vorstandsvorsitzende; Harmen van Zijderveld, Vorstand Regionalverkehr; Bernhard Osburg, Vorstand Güterverkehr.
Bilanz-Pressekonferenz der Deutsche Bahn 2026: Gruppenbild des Vorstands der DB AG.
Quelle: Deutsche Bahn AG / Christoph Soeder
Bilanz-Pressekonferenz der Deutsche Bahn 2026. Im Bild v.l.n.r.: Dr. Michael Peterson, Vorstand Personenverkehr; Martin Seiler, Vorstand Personal und Recht; Evelyn Palla, Vorstandsvorsitzende; Harmen van Zijderveld, Vorstand Regionalverkehr; Bernhard Osburg, Vorstand Güterverkehr.

„Zufriedenheit wäre fehl am Platz“, sagte DB-Chefin Evelyn Palla: „Erst wenn wir wieder nachhaltig Jahresüberschüsse erwirtschaften und Investitionen aus eigener Kraft stemmen können, sind wir am Ziel.“ Alle Geschäftsfelder mit Ausnahme von DB Cargo haben 2025 jedoch bereits ein positives operatives Ergebnis erreicht. Die Netto-Finanzschulden sind per 31. Dezember 2025 um 11,9 Milliarden Euro auf rund 20,7 Milliarden Euro gesunken. Der Grund: Die Erlöse aus dem Verkauf von DB Schenker wurden wie geplant vorrangig für den Schuldenabbau eingesetzt. „Bei Umsatz und operativem Ergebnis hat die DB 2025 einen wichtigen Schritt nach vorne gemacht. Eine Trendwende zeichnet sich ab. Besser ist aber noch nicht gut genug“, sagte Palla.

„Zufriedenheit wäre fehl am Platz. Erst wenn wir wieder nachhaltig Jahresüberschüsse erwirtschaften und Investitionen aus eigener Kraft stemmen können, sind wir am Ziel.“

Evelyn Palla, Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn AG

Vor allem zwei Sondereffekte haben 2025 das DB-Ergebnis beeinflusst: der vollzogene Verkauf von DB Schenker und eine Wertminderung bei DB Fernverkehr. Letztere hat zu einer hohen Abschreibung geführt. Die vom DB-Konzern fortgeführten Geschäftsbereiche verzeichneten einen Jahresfehlbetrag von 2,3 Milliarden Euro. Eine Abschreibung in Höhe von rund 1,4 Milliarden Euro bei DB Fernverkehr belastete das Jahresergebnis stark. Grund für die Wertminderung sind zukünftig geringere Umsatzerwartungen von DB Fernverkehr. Auch aufgrund der Streckung der Generalsanierungen bis 2036 erholen sich der Zustand der Infrastruktur und die Pünktlichkeit langsamer. Dies wirkt sich unmittelbar negativ auf die wirtschaftliche Entwicklung von DB Fernverkehr aus.

Die Brutto-Investitionen sind 2025 erheblich auf einen neuen Rekord von rund 22 Milliarden Euro gestiegen. Allein rund 19 Milliarden Euro flossen davon in die Infrastruktur. Die eigenfinanzierten Netto-Investitionen des DB-Konzerns lagen mit rund 5,9 Milliarden Euro auf dem hohen Niveau des Vorjahres. In diesem Jahr investieren Bund und Bahn über 23 Milliarden Euro in die Infrastruktur.

Ende des oberhalb befindlichen Videos

Evelyn Palla, Vorstandsvorsitzende der DB: „Unsere Rekordinvestitionen in die Infrastruktur sind ein großer Schritt hin zur leistungsstarken Bahn von morgen. Wenn wir dieses Investitionsniveau halten, haben wir die Chance, den Abwärtstrend bei der Pünktlichkeit zu stoppen. Nichts wird schnell gehen, aber wir bauen konsequent an einem zuverlässigen Schienennetz für die gesamte Branche: 2026 wird ein Superbaujahr.“

Quelle: Deutsche Bahn AG

2026 sei „das Jahr des Umbaus und des Aufbruchs“, so die DB-Chefin weiter: „Der Konzernumbau ist kein Selbstzweck. Wir bauen die DB um, um schneller und kundenorientierter zu handeln. Wir reduzieren intern konsequent unsere Bürokratie. Weniger Bürokratie ist ein Beitrag zur Steigerung der Wirtschaftlichkeit. Entscheidungen fallen künftig dort, wo Eisenbahn gefahren wird. Wo Kolleginnen und Kollegen für jeden pünktlichen Zug kämpfen. Nicht übermorgen, sondern bereits heute haben wir an jedem neuen Tag die Chance, besser zu werden.“

Die Transportbereiche der DB haben 2025 wirtschaftlich schon etwas besser abgeschnitten als in den Vorjahren.

DB Regio hat sein positives operatives Ergebnis auf insgesamt 191 Millionen Euro gesteigert. Auch DB Regio Straße mit seinen Busgesellschaften hat seit acht Jahren zum ersten Mal wieder einen operativen Gewinn eingefahren.

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Ende des Sliders

DB Fernverkehr hat 2025 den Einstieg in die Sanierung geschafft. Der Fernverkehr ist beim bereinigten operativen Ergebnis mit 45 Millionen Euro (Vorjahr: minus 96 Millionen Euro) zurück in den schwarzen Zahlen. Umsatz und Verkehrsleistung sind auf ein neues Rekordniveau gestiegen, bleiben jedoch aufgrund der infrastrukturellen Rahmenbedingungen hinter den Erwartungen zurück.

Die Zahl der Reisenden im Schienenpersonenverkehr des DB-Konzerns ist 2025 im Vergleich zum Vorjahr um 3,4 Prozent auf 1,93 Milliarden gewachsen. Die Verkehrsleistung hat um 2,7 Prozent auf rund 87 Milliarden Personenkilometer zugelegt.

DB Cargo verbuchte 2025 teils deutliche Leistungs- und Umsatzrückgänge. Das operative Ergebnis verbesserte sich auch durch Sanierungsmaßnahmen um 350 Millionen Euro. Es blieb aber noch leicht negativ. DB Cargo muss 2026 einen Sanierungsplan mit sehr harten Einschnitten konsequent umsetzen.

Die gemeinwohlorientierte Infrastrukturgesellschaft DB InfraGO verzeichnete mit 10 Millionen Euro ein leicht positives operatives Ergebnis (Vorjahr: 267 Millionen Euro). Unter anderem führten höhere Personalaufwendungen und investitionsbedingt gestiegene Abschreibungen zu zusätzlichen Belastungen. Die Betriebsleistung auf dem stark befahrenen Schienennetz blieb 2025 mit 1,1 Milliarden Trassenkilometer auf Vorjahresniveau.

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Die hohe Zahl der Baustellen unter anderem infolge der Rekordinvestitionen in die Schieneninfrastruktur haben 2025 die Pünktlichkeit ausgebremst. 60,1 Prozent der DB-Fernverkehrszüge erreichten 2025 pünktlich das Ziel (Vorjahr: 62,5 Prozent). Auch im Super-Baujahr 2026 wird die Pünktlichkeit unter Druck bleiben. Das Schienennetz wieder in Ordnung zu bringen, wird voraussichtlich noch zehn Jahre dauern. Damit Reisende schnell Verbesserungen spüren, hat die DB 2026 drei Sofortprogramme im Umfang von zusätzlich 140 Millionen Euro gestartet: für mehr Sauberkeit und Sicherheit an Bahnhöfen, mehr Komfort im Fernverkehr und bessere Kundeninformation.

Die DB erwartet für das Gesamtjahr 2026 schrittweise weitere Verbesserungen. Der Konzernumsatz soll auf ungefähr 28 Milliarden Euro steigen, das operative Konzernergebnis auf etwa 600 Millionen Euro. 

Hinweis für Redaktionen

26. März 2026, 18:45 Uhr
Berlin

Die Deutsche Bahn AG und Frau Karin Dohm haben sich in gemeinsamen Gesprächen einvernehmlich auf eine Beendigung der Zusammenarbeit verständigt.

Diese Entscheidung erfolgt ausdrücklich nicht aufgrund der in der Öffentlichkeit diskutierten Vorwürfe oder Mutmaßungen, mit denen der Aufsichtsrat sich eingehend befasst hat.  Vor dem Hintergrund dieser Befassung besteht kein Anlass für einen Vertrauensentzug.

Zweifel an der fachlichen Qualifikation, Integrität oder ordnungsgemäßen Amtsführung von Frau Dohm bestehen nicht. 

Die ersten Monate der Zusammenarbeit waren von einer Phase vertiefter Abstimmungen über die Ausgestaltung von Entscheidungsprozessen, Zuständigkeiten und Steuerungsmechanismen geprägt. Dabei hat sich gezeigt, dass unterschiedliche Vorstellungen über die zukünftige Ausgestaltung der Funktion sowie zentrale Fragen der Unternehmensentwicklung bestehen.

Der Aufsichtsrat und der Vorstand danken Frau Dohm ausdrücklich für ihre Tätigkeit sowie ihren Beitrag in einer anspruchsvollen Phase des Unternehmens. 

Die Deutsche Bahn AG wünscht Frau Dohm für ihre berufliche und persönliche Zukunft weiterhin viel Erfolg.

24. März 2026, 11:30 Uhr
Köln
Fokus auf persönlichem Service und Beratung • Verbesserte Orientierung durch größeren Empfang und neues Aufrufsystem im Reisezentrum • DB Lounge mit Comfort und Premium Bereich

Die Deutsche Bahn (DB) hat im Kölner Hauptbahnhof nach umfassender Sanierung sowohl das Reisezentrum als auch die DB Lounge mit Comfort und Premium Bereich wiedereröffnet. Während der Umbauphase hat die DB die beiden wichtigen Kunden-Anlaufstellen nach einem neuen Konzept modernisiert. Dabei stehen persönlicher Service und individuelle Beratung im Fokus. Sichtbar wird das neue Konzept für die Kund:innen vor allem durch ein ansprechendes Raum- und Möbeldesign in warmen Naturtönen sowie einen vergrößerten Empfang für die schnelle Bearbeitung der Anliegen. Gleichzeitig sorgt ein neues Aufrufsystem im Reisezentrum für mehr Orientierung.

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Dr. Michael Peterson, DB-Vorstand Personenfernverkehr: „Unsere Fahrgäste sollen sich vor, während und nach der Reise bei uns wohlfühlen – gerade auch in Köln als einem der wichtigsten deutschen Bahnverkehrsknoten Deutschlands. Mit unserem Sofortprogramm im Fernverkehr wollen wir ein noch besserer Gastgeber an Bord unserer Züge sein. Und damit nicht genug: Mit attraktiven DB Reisezentren und DB Lounges am Bahnhof sorgen wir dafür, dass Kundinnen und Kunden sich in angenehmer Atmosphäre auf schnellen und guten Service verlassen können. Damit stellen wir jetzt und auch in Zukunft kundennahe, digitale und inklusive Services für unsere Fahrgäste im Fernverkehr sicher.“

Oliver Krischer, Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen: „Mit dem modernisierten Reisezentrum wird der Service besser. Nach Düsseldorf ist das der nächste Erfolg des Modernisierungsprogramms. Jetzt gilt es, an vielen weiteren Bahnhaltepunkten in NRW die Sauberkeit und Aufenthaltsqualität zu verbessern.“

Maria Helmis-Arend, Bürgermeisterin der Stadt Köln: „Der Kölner Hauptbahnhof ist Entrée, Puls und Taktgeber für unsere Stadt. Mit dem neuen Reisezentrum und der Lounge wird dieses Tor komfortabler und entspricht der kölschen Gastfreundschaft, die jede und jeden herzlich willkommen heißt. Als Halte- und Startstation einer Lebensader ist der Bahnhof deutlich moderner aufgestellt. Eine starke Bahn beginnt nicht nur auf den Schienen, sondern auch am Bahnhof als Treffpunkt für Menschen. Gute Beratung und komfortable Aufenthaltsorte gehören zur Mobilität der Zukunft.“

Fünf Personen vor Schild "Eröffnung des DB Reisezentrums"
Fünf Personen vor Schild "Eröffnung des DB Reisezentrums"
Quelle: DB AG/Tobias Holzer
Bei der Eröffnung in Köln (von links): Oliver Krischer, Michael Peterson, Maria Helmis-Arend und zwei DB-Kolleginnen (links und rechts) aus dem Reisezentrum.

Das neu gestaltete Reisezentrum bietet unter anderem:

  • einen großen Empfangsbereich mit vier Schaltern, an denen einfache Serviceanfragen ohne lange Wartezeit direkt geklärt werden können
  • acht Monitore für eine bestmögliche Reisendeninformation
  • ein neues Aufrufsystem, mit dem Kund:innen u.a. eine Wartezeitprognose erhalten und optional die Möglichkeit haben, sich ihren Wartebon digital auf ihr Smartphone schicken zu lassen
  • einen einladenden Wartebereich für Reisende mit größerem Beratungsbedarf
  • vielfältige Verbesserungen für Fahrgäste mit verschiedenen Mobilitätseinschränkungen, wie zum Beispiel absenkbarer Schalter für Reisende im Rollstuhl, Induktionsschleife für Menschen mit Hörgeräten und taktile Streifen am Boden
  • ein komplett überarbeitetes Raum- und Möbeldesign in warmen Naturtönen, welches sich an das Design der DB Lounges und der neuen ICE-Generation anlehnt

Nach Düsseldorf, Nürnberg, Hamburg und Berlin (Südkreuz und Hauptbahnhof) ist das DB Reisezentrum in Köln das sechste, das nach dem neuen, erfolgreichen Konzept modernisiert wurde. Noch in diesem Jahr werden die DB Reisezentren in Mannheim, Dresden und Göttingen nach Umbau wiedereröffnet.

Die neu gestaltete DB Lounge bietet unter anderem:

  • ein modernes Design, eine stilvolle Einrichtung sowie eine Wandgestaltung mit Motiven aus der Eifel
  • eine vergrößerte Fläche und mehr Sitzplätze für noch mehr Komfort
  • einen Premium und einen Comfort Bereich mit bedürfnisorientiertem Zonierungskonzept
  • eine Bar im Premium Bereich mit Kaffeespezialitäten in Barista-Qualität

Insgesamt gibt es deutschlandweit 13 DB Lounge-Standorte mit Comfort Bereich. Sieben Standorte verfügen zusätzlich über einen Premium Bereich. Im Jahr 2025 nutzten rund 3,3 Millionen Fahrgäste dieses Angebot. Besonders vor und während der Reise sind die DB Lounges beliebte Anlaufstellen für Reisende.

Neues Reisezentrum im Kölner Hauptbahnhof | Zahlen

Anzahl Kund:innen               rund 460.000 (in 2025) 

Anzahl Mitarbeitende           rund 60 (im Schichtbetrieb)

Verkaufsfläche                      320 Quadratmeter 

Anzahl Schalter                     16, davon 4 als Empfang sowie für kurze Serviceanfragen

Öffnungszeiten                      Montag - Freitag   7.00 bis 21.00 Uhr

                                             Samstag, Sonntag, Feiertage   9.00 bis 21.00 Uhr

Neue Lounge im Kölner Hauptbahnhof | Zahlen

Anzahl Kund:innen                 über 200.000 im Jahr 

Anzahl Mitarbeitende             24 (im Schichtbetrieb)

Loungefläche                          448 Quadratmeter 

Sitzplätze                               42 Sitze im Premium Bereich, 58 Sitze im Comfort Bereich

Öffnungszeiten                       Montag - Freitag   6.30 bis 21.30 Uhr

                                              Samstag, Sonntag, Feiertage   7.00 bis 21.00 Uhr

                                               

Hinweis für Redaktionen

Unter folgendem Link können Fotos vom neuen Reisezentrum und der neuen DB Lounge in Köln abgerufen werden. Ab 13.30 Uhr finden Sie dort auch Fotos der Veranstaltung: https://mediathek.deutschebahn.com/marsDB/ko/de/8678788 

23. März 2026, 12:00 Uhr
Berlin
Rekordzahl an zusätzlichen Reinigungen: doppelt so viele Stationen wie im Vorjahr • DB sorgt mit Sofortprogramm für mehr Sicherheit und Sauberkeit an Bahnhöfen • Allein im Jahr 2026 rund 50 Millionen Euro zusätzlich für besseren Aufenthalt und Sicherheitsempfinden der Reisenden und Bahnhofsbesucher:innen

Die Deutsche Bahn (DB) startet eine umfassende Reinigungsaktion an mehr als 1.400 großen und kleinen Stationen in ganz Deutschland. Hunderte DB-Mitarbeitende sind im Großeinsatz und nehmen sich bundesweit Bahnsteige, Treppen, Tunnel, Aufzugsschächte, Glasflächen, Bedienflächen an Automaten und Aufzügen, Mobiliar und Vitrinen vor. Auch das mühsame Entfernen von Graffiti und Kaugummi sowie kleine Reparaturen gehören beim Frühjahrsputz dazu. Das Ziel: das Erscheinungsbild der Stationen sichtbar zu verbessern. 

Katja Hüske, Vorständin Personenbahnhöfe DB InfraGO AG: „Mit dem großen Frühjahrsputz bringen wir in diesem Jahr 1.400 Bahnhöfe auf Hochglanz. Noch nie haben wir so viele Stationen angepackt wie in diesem Jahr. Ein sauberer Bahnhof entsteht nicht von allein, sondern mit Engagement und Herzblut unserer Teams und Partner:innen. Mit dem Sofortprogramm investieren wir 2026 rund 50 Millionen mehr für Sicherheit und Sauberkeit, um Bahnsteige, Treppen, Glasflächen und vieles mehr gründlich zu reinigen. Mit dem Einsatz zahlloser Kolleginnen und Kollegen sorgen wir für mehr Sauberkeit, ein gestärktes Sicherheitsgefühl und ein einladendes Ambiente für alle Reisenden. Wo es sauber ist, fühlt man sich wohl und kommt gern mit der Bahn ans Ziel.“

Der Frühjahrsputz findet bis Ende Mai bundesweit statt. Viele Städte und Gemeinden, beispielsweise Halle, Cottbus, Hamburg, Essen, Osnabrück und Ulm, beteiligen sich. Einige reinigen gleichzeitig das Bahnhofsumfeld. Umfragen bei Fahrgästen zeigen: Das Sicherheitsempfinden steigt, wenn der Bahnhof sauber ist. 

Das Sofortprogramm für mehr Sicherheit und Sauberkeit an Bahnhöfen

Im Rahmen der Agenda des Bundes für zufriedene Kunden auf der Schiene setzt die Deutsche Bahn unter anderem schnelle Verbesserungen bei Sicherheit und Sauberkeit an den Bahnhöfen um. DB-Chefin Evelyn Palla und Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder gaben am 20. Januar 2026 am Berliner Hauptbahnhof grünes Licht für das Sofortprogramm, mit dem das Stationserlebnis für die Kundinnen und Kunden bereits in diesem Jahr spürbar ansprechender wird. An 35 besonders stark frequentierten Bahnhöfen sind ab sofort mehr Sicherheitskräfte unterwegs. An 30 großen Bahnhöfen erhöht die DB die Reinigungsintervalle, beispielsweise mit mobilen Teams. Damit sorgt die DB dafür, dass sich die Fahrgäste an den Bahnhöfen wohlfühlen und sicher und bequem zu ihren Zügen kommen.

Weitere Informationen zu den Sofortprogrammen veröffentlicht die DB in ihrem Online-Angebot. Darüber hinaus finden Sie aktuelles Bild- und Grafikmaterial zu den geplanten Bahnhofsmaßnahmen in unserer Mediathek.

22. März 2026, 09:45 Uhr
Berlin
BahnCard 50 vom 1. April bis 31. Juli für nur 199 Euro erhältlich • Senioren BahnCard 50 und My BahnCard 50 im Aktionszeitraum ebenfalls günstiger • Züge an Hauptreisetagen gut gebucht • DB empfiehlt Platzreservierung 

Pünktlich zum Osterfest hat die DB zwei neue BahnCard-Aktionen für noch günstigeres Bahnfahren im Angebot: Die BahnCard 50 gibt es vom 1. April bis 31. Juli zum Aktionspreis von 199 Euro (statt 244 Euro) für die 2. Klasse und für 429 Euro (statt 492 Euro) für die 1. Klasse. Mit ihr lassen sich 50 Prozent auf die Flexpreise und 25 Prozent auf die Sparpreise sparen. Die BahnCard 50 zum Aktionspreis gibt es für alle Neukunden und erstmals auch für alle Bestandskunden, deren Abo sich im Aktionszeitraum verlängert. 

Auch die Senioren BahnCard 50 (für alle ab 65 Jahre) und die My BahnCard 50 (für alle unter 27 Jahre) sind im Aktionszeitraum zu einem günstigeren Preis erhältlich. Wer sich für eine vergünstigte Senioren BahnCard entscheidet, kann diese gegen einen Aufpreis von 45 Euro als Senioren BahnCard Plus erwerben. Diese spezielle BahnCard beinhaltet ein Jahr lang das BahnBonus-Statuslevel Silber. Damit profitieren Inhaber von Extras wie Freigetränken oder Tagespässen für die DB Lounges. Die Senioren BahnCard Plus ist vom 1. April bis zum 31. Mai erhältlich.

Über die Bestpreissuche günstigere Tickets auch zu den Feiertagen 

Rund um die Osterfeiertage sind wieder mehr Menschen in der Luft, auf der Straße und der Schiene unterwegs. Hauptreisetage im Fernverkehr der Deutschen Bahn sind Gründonnerstag und Karfreitag sowie der Ostermontag. Wer früher oder später fahren kann, findet meist noch weniger ausgelastete Fahrten. Das gilt insbesondere für den Karsamstag und Ostersonntag sowie in den Abendstunden verkehrende Züge. 

Gerade rund um die Feiertage empfiehlt die DB allen Fahrgästen, die mit einem Ticket ohne Zugbindung reisen, sich vor der Fahrt über die Auslastungsanzeige auf bahn.de und in der App DB Navigator zu informieren. Diese zeigt an, wie stark nachgefragt einzelne Züge sind. Da jetzt schon viele Buchungen vorliegen, empfiehlt die DB allen Reisenden eine Sitzplatzreservierung.

11. März 2026, 10:00 Uhr
Berlin/Hamburg
Zugverkehr zwischen Hamburg und Hagenow Land kann ab 15. Mai wieder rollen • Zum kleinen Fahrplanwechsel am 14. Juni gesamte Strecke zwischen Hamburg und Berlin wieder regulär befahrbar • Qualitätsoffensive zwischen Hamburg und Hannover startet am 1. Mai schrittweise mit angepasstem Konzept

Das Konzept für die Inbetriebnahme der Strecke Hamburg – Berlin nach der Korridorsanierung steht: Der Zugverkehr wird in zwei Stufen wieder anlaufen. Mit Betriebsbeginn am 15. Mai können Züge wieder über den fertiggestellten nördlichen Streckenabschnitt von Hamburg bis Hagenow Land fahren. Damit ist auch die Voraussetzung geschaffen, dass die Verkehre von Hamburg in Richtung Schwerin/Mecklenburg-Vorpommern wieder im gewohnten Fahrplan fahren. Die komplette Wiederinbetriebnahme der gesamten Strecke Hamburg – Berlin erfolgt zum kleinen Fahrplanwechsel am 14. Juni mit Betriebsbeginn. 

Fahrgäste und Güterverkehrskunden profitieren dann von einer umfangreich erneuerten und verlässlichen Infrastruktur, pünktlicheren Zügen und mindestens fünf Jahren Baufreiheit. Neben 165 Kilometer Gleisen und fast 250 Weichen wurden sechs neue sogenannte Überleitstellen geschaffen sowie sechs neue Stellwerke gebaut und 19 weitere modernisiert. Zudem wurden 28 Stationen entlang der Strecke – teilweise grundlegend – modernisiert. Die umfassenden Verbesserungen durch die Korridorsanierung ermöglichen unter anderem mehr Bahnverkehr auf der Strecke als vorher.

Gerd-Dietrich Bolte, Vorstand Infrastrukturplanung und -projekte der DB InfraGO: „Der außergewöhnlich starke und langwierige Wintereinbruch in Norddeutschland hat unsere eingeplanten Zeitpuffer aufgebraucht. Das ärgert uns mindestens genauso sehr wie alle betroffenen Reisenden und Güterverkehrskunden, für deren Geduld wir uns ausdrücklich bedanken wollen. Wir haben gemeinsam mit den beteiligten Unternehmen alles versucht, um die Verzögerungen so gut wie möglich aufzuholen. Das ist uns bedauerlicherweise trotz gewaltiger Anstrengungen aller Beteiligten nicht ganz gelungen. Das zweistufige Inbetriebnahme-Konzept ermöglicht die auch weiterhin dringend notwendigen Baumaßnahmen angrenzender Strecken.“

Wochenlang anhaltender Frost und eine nahezu durchgängig geschlossene Schneedecke hatten seit Anfang Januar den Baufortschritt ausgebremst. Mit einsetzendem Tauwetter haben DB InfraGO und Baufirmen das Personal auf der Baustelle verstärkt, um den entstanden Rückstand bestmöglich aufzuholen. In den kommenden Wochen stehen u.a. noch die Endmontage der Leit- und Sicherungstechnik sowie der Oberleitungen bevor, ein Softwareupdate im Stellwerk Schwerin sowie umfangreiche Arbeiten an den Bahnhöfen. 

Stufe 1 – Zugverkehre ab dem 15. Mai im nördlichen Streckenabschnitt:

  • Regionalverkehr: Zwischen Hamburg und Schwerin und weiter nach Rostock und Stralsund fahren die Regionalzüge wieder durchgehend. Damit entfällt auch ein Großteil des Busersatzverkehrs.
  • Für alle weiteren Nahverkehrsverbindungen bleibt der Ersatzverkehr mit Bussen bis zum 13. Juni bestehen. Auch die angepassten Nahverkehrslinien bleiben bis zur vollständigen Wiederinbetriebnahme der gesamten Strecke erhalten, um beispielsweise weiterhin direkte Fahrten zwischen Schwerin und Berlin (RE 85) anbieten zu können.
  • Um Umleitungswege für den Güterverkehr zu ermöglichen, kommt es ab dem 15. Mai jedoch zu Teilausfällen auf der Linie RE 4 (Bützow – Lalendorf) sowie auf der RE 50 (Rostock – Langhagen). Die RE 5 verkehrt verändert über Plaaz anstelle über Güstrow.
  • Fernverkehr: Am aktuell bestehenden Angebot ändert sich bis einschließlich 13. Juni nichts. Es fahren weiterhin stündlich direkte ICE-Züge sowie täglich zwei bis drei Flixtrains zwischen Hamburg und Berlin auf der Umleitungsstrecke über Uelzen und Stendal. Die ICE halten auch in Salzwedel und Stendal und meist stündlich wechselnd zusätzlich in Lüneburg bzw. Uelzen.
  • Die Fernzüge zwischen Hamburg und der Ostsee verkehren wieder auf dem Regelweg über Schwerin.
  • Der Güterverkehr wird über Hamburg – Verden – Hannover, Hamburg – Uelzen – Stendal sowie über Hamburg – Schwerin – Neustrelitz – Berlin umgeleitet. 
Grafische Darstellung der Strecke Hamburg-Berlin
Grafische Darstellung der Strecke Hamburg-Berlin
Quelle: Deutsche Bahn AG

Stufe 2 – Vollständige Inbetriebnahme ab 14. Juni:

  • Am Morgen des 14. Juni 2026 erfolgt im zweiten Schritt die Inbetriebnahme des gesamten Korridors Hamburg – Berlin. Dann fahren wieder alle Fern-, Regional- und Güterzüge auf ihrem Regelweg. Dabei wird das Angebot für Fahrgäste größer sein als früher – Flixtrain fährt zusätzlich zu den halbstündigen ICE im Zweistundentakt. 

Die DB InfraGO arbeitet das finale Inbetriebnahme-Konzept nun gemeinsam mit den Eisenbahnverkehrsunternehmen schnellstmöglich in die Fahrpläne ein. Anschließend werden die Fahrplanauskünfte auf bahn.de und im DB Navigator aktualisiert.

Umfangreiches Bauvolumen während der Korridorsanierung

Insgesamt wurden während der Korridorsanierung bereits mehr als 165 Kilometer Gleise und fast 250 Weichen erneuert und die sogenannte feste Fahrbahn im Abschnitt zwischen Wittenberge und Dergenthin durch einen Schotteroberbau ersetzt. Sechs neue sogenannte Überleitstellen schaffen künftig mehr Stabilität und Flexibilität im Betrieb. Zudem erneuert die DB InfraGO die Leit- und Sicherungstechnik, errichtet sechs neue Stellwerke und modernisiert 19 weitere. Damit werden Stellwerke und Achszähltechnik für den künftigen Einsatz des europäischen Zugbeeinflussungssystems ETCS vorbereitet.

Die restlichen Inbetriebsetzungen an der Stellwerkstechnik - jeweils im Zulauf auf die Knoten Hamburg und Berlin - müssen noch abgeschlossen werden. Sie haben jedoch keine Auswirkung auf die im Fahrplan vorgesehene Reisezeit und werden nach Fertigstellung einen zusätzlichen Fahrzeitpuffer ermöglichen. 

Die 28 Bahnhöfe entlang der Strecke modernisiert die DB InfraGO und gestaltet sie attraktiver. Dazu gehören Bahnsteigverlängerungen, Bahnsteigerhöhungen für einen stufenlosen Einstieg in den Zug, längere Bahnsteigdächer und Wegeleitsysteme für Menschen mit Sehbeeinträchtigungen. 20 der 28 Bahnhöfe werden dabei ganzheitlich entwickelt – durch neu gestaltete Personenunterführungen, durchgängige Gestaltungskonzepte sowie mehr Sitz- und Wartemöglichkeiten und bessere Parkmöglichkeiten für Fahrräder.

Qualitätsoffensive Hamburg – Hannover startet am 1. Mai in angepasstem Konzept

Die Qualitätsoffensive zwischen Hamburg und Hannover wird wie geplant am 1. Mai starten - jedoch mit einem angepassten, stufenweisen Konzept. Diese Anpassung ist nötig, damit weiterhin Fern- und Güterverkehre zwischen Hamburg und Berlin umgeleitet werden können. 

Für die Arbeiten wird der Streckenabschnitt Celle – Hannover wie vorgesehen am 1. Mai vollständig gesperrt. Auf dem Abschnitt Celle – Uelzen werden bis zum 14. Mai noch Güterzüge, im Abschnitt Uelzen – Lüneburg noch Fern- und Güterzüge verkehren. Vom 14. Juni an wird der gesamte Streckenabschnitt für die Qualitätsoffensive gesperrt. Der Umfang der in diesem Konzept durchführbaren Maßnahmen wird dementsprechend geringer sein als geplant. 

Weitere Details zu den Auswirkungen auf die Qualitätsoffensive Hamburg – Hannover arbeitet die DB InfraGO nun zeitnah gemeinsam mit den beauftragten Baufirmen aus. Zudem wird geprüft, nicht durchführbare Maßnahmen zeitlich neu einzutakten. Gemeinsam mit dem Aufgabenträger werden die Auswirkungen auf das in Niedersachsen geplante Ersatzkonzept ab 1. Mai bewertet. Sobald die Prüfungen abgeschlossen sind, wird die DB InfraGO transparent informieren.

05. März 2026, 14:00 Uhr
Berlin
Heiko Büttner wird Geschäftsführer der S-Bahn Berlin • Dr. Matthias Glaub führt die Münchner S-Bahn • Nina Hutwagner übernimmt die Geschäftsleitung in Stuttgart • Veränderungen auch bei Regionalleitungen 

Der Aufsichtsrat der S-Bahn Berlin GmbH hat Heiko Büttner zum neuen Vorsitzenden der Geschäftsführung berufen. Er tritt den Posten am 1. April 2026 an. Seine bisherige Position als Chef der S-Bahn München wird Dr. Matthias Glaub übernehmen, der damit aus Stuttgart zurück in die bayerische Landeshauptstadt wechselt. In Stuttgart folgt ihm Nina Hutwagner als neue Vorsitzende der S-Bahn-Geschäftsleitung. 

Auch bei den Regionalleitungen von DB Regio Schiene gibt es Veränderungen: Heike Junge-Latz wird neue Vorsitzende der Regionalleitung für Baden-Württemberg. In Nordrhein-Westfalen übernimmt Markus Kaupper.

Nicole Berlin, Vorständin DB Regio Schiene: „Die drei S-Bahnen in Berlin, München und Stuttgart bewegen täglich zweieinhalb Millionen Fahrgäste und prägen die Mobilität der Metropolregionen. Ob neue Verkehrsverträge, digitaler Zugbetrieb oder neue Fahrzeuge, in allen drei Städten stehen Meilensteine an, die die S-Bahnen für Jahrzehnte prägen werden. Mit Heiko Büttner, Matthias Glaub und Nina Hutwagner setzen wir auf ausgewiesene Expert:innen, die die S-Bahnen mit ihrer Erfahrung zuverlässig in die Zukunft führen werden.“ 

Heiko Büttner, ab 1. April 2026 neuer Vorsitzender der Geschäftsführung der S-Bahn Berlin.
Heiko Büttner, ab 1. April 2026 neuer Vorsitzender der Geschäftsführung der S-Bahn Berlin.
Quelle: Deutsche Bahn AG

Heiko Büttner arbeitet seit fast 30 Jahren für die Deutsche Bahn (DB) und hatte mehrere Führungspositionen bei DB Regio und DB Vertrieb inne. Seit 2017 leitet er die S-Bahn München und hat in dieser Zeit erfolgreich den 1. Münchner S-Bahn-Vertrag mit dem Freistaat Bayern abgeschlossen. Dieser ist Grundlage für die neuen XXL-Fahrzeuge, zwei neue Werke und eine neue Leitstelle. Seit 2024 ist Büttner zusätzlich DB-Konzernbevollmächtigter für den Freistaat Bayern, auch aus dieser Funktion scheidet er aus. Über eine Nachfolge für diese Position ist aktuell noch nicht entschieden. Bei der S-Bahn Berlin hatte nach dem Tod des langjährigen Geschäftsführers Peter Buchner im November 2025 Karsten Preißel, Geschäftsführer Produktion, zusätzlich den Vorsitz der Geschäftsführung übernommen.  

Dr. Matthias Glaub, ab 1. Mai 2026 neuer Vorsitzender der Geschäftsleitung der S-Bahn München
Dr. Matthias Glaub, ab 1. Mai 2026 neuer Vorsitzender der Geschäftsleitung der S-Bahn München
Quelle: Deutsche Bahn AG / Thomas Niedermüller

Dr. Matthias Glaub ist seit mehr als 20 Jahren für die DB tätig. Nach Experten- und Führungspositionen bei DB Cargo, DB Netz sowie DB Vertrieb, war er sieben Jahre lang Geschäftsleiter Personal bei der S-Bahn München. In Stuttgart führte er die S‑Bahn als Vorsitzender der Geschäftsleitung durch eine erfolgreiche Rekrutierungsoffensive zurück zu einem vollständigen Fahrplanangebot. Mit ersten Testfahrten einer mit ETCS und hochautomatisierter Steuerung ausgerüsteten S‑Bahn setzte er zuletzt einen wichtigen Meilenstein auf dem Weg zum zukünftigen digitalen Zugbetrieb. 

Nina Hutwagner, ab 1. Mai 2026 neue Vorsitzende der Geschäftsleitung der S-Bahn Stuttgart
Nina Hutwagner, ab 1. Mai 2026 neue Vorsitzende der Geschäftsleitung der S-Bahn Stuttgart
Quelle: Deutsche Bahn AG

Nina Hutwagner arbeitet seit 15 Jahren für die DB. Zuletzt verantwortete sie als Leiterin Fahrplan und Verkehrsleitung in Frankfurt am Main die bundesweite Zugverkehrssteuerung im Fernverkehr sowie deren strategische Weiterentwicklung. Außerdem vertrat sie in der vom Bundesverkehrsministerium einberufenen „Taskforce für eine zuverlässige Bahn“ die Belange des Fernverkehrs. Dank ihrer langjährigen Erfahrung in der Organisation des täglichen Fernverkehrsbetriebs bringt sie ein tiefes Verständnis für die betrieblichen Anforderungen im Stuttgarter S‑Bahn‑Verkehr mit. Durch die Vorreiterrolle des Fernverkehrs beim Einsatz von ETCS auf den Schnellfahrstrecken verfügt die neue S-Bahn-Chefin zudem über umfassende Expertise für die anstehende Umstellung auf den Digitalen Knoten Stuttgart (DKS).

 

Zahlen, Daten und Fakten zu den drei S-Bahnen

 

Berlin

München

Stuttgart

Fahrgäste pro Werktag

1.400.000

840.000

354.000

Fahrten pro Werktag

3.000

1.200

958

Anzahl Fahrzeuge

671

289

215

Anzahl Mitarbeitende

3.170 

1.800 

1.000 

 

Änderungen in den Regionalleitungen Baden-Württemberg und NRW

Heike Junge-Latz arbeitet seit 2009 für die Deutsche Bahn und war nach Stationen bei DB Fernverkehr zuletzt Vorstand Anlagen- und Instandhaltungsmanagement der DB InfraGO. Sie folgt als Vorsitzende der Regionalleitung Baden-Württemberg auf Markus Kaupper. Dieser hatte die Position seit 2025 inne. Kaupper hatte seine Karriere 2013 bei DB Regio Baden-Württemberg begonnen. Er folgt nun als Vorsitzender der Regionalleitung NRW auf Frederik Ley, der zum Jahresanfang zum Vorstand DB Regio Straße berufen worden war. 

Hinweis an Redaktionen: Fotos der drei neuen Geschäftsführer:innen finden Sie hier in der Mediathek: https://mediathek.deutschebahn.com/marsDB/ko/de/8655212

04. März 2026, 12:00 Uhr
Berlin
Zusätzlicher Sommer-ICE zwischen Köln und Brüssel • an Wochenenden Verlängerung bis Gent, Brügge und Ostende • ab sofort buchbar, Aufnahme der Verbindungen am 3. Juni 2026

Noch häufiger mit der Bahn nach Belgien: Von Anfang Juni bis Ende August 2026 weitet die Deutsche Bahn (DB) ihr stark nachgefragtes Angebot zwischen Köln und Brüssel aus: In Kooperation mit der belgischen Bahn SNCB steht Fahrgästen in den Sommermonaten ein weiteres und damit neuntes Zugpaar (Hin- und Rückfahrt) pro Tag zwischen den beiden Nachbarländern zur Verfügung – mit Halt auch in Aachen, Liège bzw. ganz neu in Leuven sowie Bruxelles Nord. Am Wochenende bringen die neuen ICE-Züge Reisende zudem erstmals in die historischen Städte Brügge und Gent sowie direkt an die belgische Nordseeküste in Ostende.

Der neue Zug verkehrt vom 3. Juni bis 20. Juli sowie vom 6. bis 31. August 2026. Die Verbindung startet am Kölner Hauptbahnhof montags bis freitags um 10:40 Uhr bzw. 10:43 Uhr in Richtung Brüssel sowie samstags und sonntags um 10:08 Uhr an die belgische Nordseeküste. Ab Aachen fahren die neuen ICE-Züge montags bis freitags um 11:20 Uhr bzw. 11:29 Uhr sowie samstags und sonntags um 10:58 Uhr. Gent St. Pieters wird samstags und sonntags um 13:00 Uhr erreicht, Brügge um 13:30 Uhr und die Küstenstadt Ostende um 13:47 Uhr.

Damit Reisende die letzten Stunden am Urlaubsort noch entspannt genießen können, startet der Zug in der Gegenrichtung samstags und sonntags um 14:24 Uhr in Ostende, um 14:40 Uhr in Brügge bzw. um 15:10 Uhr in Gent St. Pieters, mit Ankünften in Aachen um 17:00 Uhr sowie Köln Hauptbahnhof um 17:50 Uhr. 

Auf der grenzüberschreitenden Verbindung ist das neueste Flaggschiff der ICE-Flotte im Einsatz: der ICE 3neo. Diese modernsten und innovativsten Züge der DB sind bereits seit Sommer 2024 u.a. auf den beliebten zweistündlichen Verbindungen zwischen Frankfurt (Main), Köln und der belgischen Hauptstadt Brüssel unterwegs und zeichnen sich durch besonders hohen Komfort und Zuverlässigkeit aus.

Die neue Verbindung zwischen Köln, Aachen, Brüssel und Ostende ist bereits in den Fahrplanmedien der DB ersichtlich und ab sofort auf bahn.de, im DB Navigator sowie in den DB Reisezentren buchbar. 

Ebenfalls über die DB-Vertriebskanäle erhältlich sind Tickets für die neue Direktverbindung zwischen Köln und Antwerpen via Aachen, Liège, Leuven und den Brüsseler Flughafen mit zwei täglichen Zugpaaren. Diese Verbindungen gehen am 7. September 2026 in Betrieb.

04. März 2026, 10:00 Uhr
Berlin
Probe BahnCard 25 und 50 Gold auf Zeitraum 6. bis 15. März ausgeweitet • Gewinnt Deutschland eine Goldmedaille, reisen am nächsten Tag alle mit der Aktions-BahnCard gratis 

Die Deutsche Bahn (DB) hat größten Respekt vor den Leistungen aller Athletinnen und Athleten von Team Deutschland und Team Deutschland Paralympics. Darum hat sich die DB in den vergangenen Wochen intensiv mit dem Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) und der Deutschen Sport Marketing (DSM), der exklusiven Vermarktungsagentur des DOSB und des Team D Paralympics, ausgetauscht und gemeinsam einen Plan für eine neue Partnerschaft entwickelt. 

Als erster Schritt wird die Aktions-BahnCard anlässlich der Olympischen Winterspiele – die Probe BahnCard Gold – auf die Paralympischen Spiele in Milano Cortina ausgeweitet. Mit dieser speziellen BahnCard konnten bereits während der Olympischen Winterspiele alle Besitzer bei einer Goldmedaille für Deutschland am jeweils nächsten Tag die Fernverkehrszüge der Deutschen Bahn kostenlos nutzen. Das gilt nun auch für die Paralympischen Winterspiele, die am 6. März beginnen. Gewinnt das Team Deutschland Paralympics eine Goldmedaille, gilt die Probe BahnCard 25 und 50 Gold am nächsten Tag deutschlandweit in allen ICE- und Intercity-Zügen als Ticket.

Dr. Michael Peterson, Vorstandsvorsitzender DB Fernverkehr: „Wir alle haben die Olympischen Winterspiele begeistert verfolgt – besonders natürlich alle Besitzer einer Probe BahnCard Gold. 50.000 Kunden haben das Angebot genutzt und konnten dank der Spitzenleistungen unserer Olympionikinnen und Olympioniken an acht Tagen kostenlos im Fernverkehr reisen. Ab kommenden Freitag werden die Sportlerinnen und Sportler bei den Paralympics ebenfalls Großartiges leisten. Daher gehen wir mit dem Angebot der Probe BahnCard Gold bis zum 15. März in die Verlängerung. Bereits seit Jahren sind wir ein starker und verlässlicher Partner für den Sport in Deutschland. Gemeinsam mit dem DOSB wollen wir dieses Engagement weiter vertiefen.“

Otto Fricke, Vorstandsvorsitzender des Deutschen Olympischen Sportbunds: „Als überzeugter Bahnfahrer freue ich mich sehr, dass die Deutsche Bahn als eines der größten Unternehmen Deutschlands den deutschen Sport, insbesondere das Team Deutschland und das Team Deutschland Paralympics, in Zukunft wieder unterstützen möchte. Bei aller Kritik, die auch ich in den vergangenen Wochen geäußert habe, möchten wir Unternehmen wie die Bahn als starken Partner an unserer Seite wissen. Denn am Ende geht es um eines: den Sport in Deutschland gemeinsam voranzubringen.“

Claudia Wagner, Geschäftsführerin der Deutschen Sport Marketing: „Die Gespräche, die wir in den vergangenen Tagen mit der Deutschen Bahn geführt haben, waren sehr konstruktiv. Die Deutsche Bahn hat klar zum Ausdruck gebracht, eine Partnerschaft mit dem Team Deutschland und dem Team Deutschland Paralympics einzugehen. Darauf werden wir in den kommenden Wochen aufbauen. Wir empfinden es zudem als faire Geste gegenüber der paralympischen Bewegung, dass sie die Kampagne, die sie zu den Olympischen Spielen aufgesetzt hat, nun auch auf die Paralympics ausweiten wird.“

Die DB ist langjähriger Hauptsponsor des weltweit größten Schulsportwettbewerbs „Jugend trainiert“. Als Förderer und Partner von „Jugend trainiert für Olympia“ begleitet die DB die Finalwettkämpfe bereits seit 1995 und unterstützt die An- und Abreise der Schülerinnen und Schüler zu den Bundeswettkämpfen in Berlin. Darüber hinaus begleitet die DB organisatorisch die Unterbringung der jeweils ca. 4.000 bis 4.500 Sporttalente und ist damit seit Jahren ein bedeutender Partner des Sports.  

Weitere Informationen unter bahn.de/bcgold.

27. Februar 2026, 10:00 Uhr
Berlin
Gehälter steigen um 5 Prozent • zusätzliche Anpassungen in der Entgeltstruktur • Einführung einer neuen, achten Entgeltstufe • 700 Euro Einmalzahlung • 24 Monate Laufzeit • Kompromisse zur gemeinsamen Handhabung des Tarifeinheitsgesetzes • DB‑Personalvorstand Martin Seiler: „Faires und tragfähiges Ergebnis“

Gute Nachrichten für die Kunden und die Beschäftigten der Deutschen Bahn (DB): In der Nacht zu Freitag haben der Konzern und die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) eine Einigung erzielt – am Verhandlungstisch und ohne Streiks. 

DB und GDL verständigten sich auf eine Steigerung der Gehälter in zwei Schritten um insgesamt 5 Prozent. Zusätzlich wird es weitere Anpassungen in der Entgeltstruktur geben, die individuell wirken. Dazu gehört etwa die Einführung einer neuen, achten Entgeltstufe und die gezielte Erhöhung von Entgelt und Zulagen für operative Personale. Die Mitarbeitenden erhalten darüber hinaus eine Einmalzahlung von 700 Euro. Die Laufzeit des neuen Tarifvertrags beträgt 24 Monate, daran schließt sich eine dreimonatige Verhandlungsphase mit Friedenspflicht bis zum 31.03.2028 an. 

„Das ist ein faires und tragfähiges Ergebnis“, sagte DB-Personalvorstand Martin Seiler. „Wir haben gerade zum Schluss intensiv gerungen, aber es ist immer konstruktiv und sachlich geblieben. Dadurch konnten wir uns zum ersten Mal seit Jahren ohne Streiks einigen. Unsere Mitarbeitenden profitieren nun von spürbaren Verbesserungen, gleichzeitig bedeutet die Einigung Planungssicherheit und Stabilität für das Unternehmen.“ 

Zur friedlichen Lösung mit der GDL beigetragen haben auch die gefundenen Kompromisse zur gemeinsamen Handhabung des Tarifeinheitsgesetzes. Neben einem notariellen Zählverfahren zur Mehrheitsfeststellung wurde fixiert, dass bestimmte tarifvertragliche Regelungen künftig auch für die Gewerkschaftsmitglieder gelten, die in Betrieben arbeiten, in denen vorrangig das Tarifwerk der jeweils anderen Gewerkschaft Anwendung findet. Eine Ausweitung des Geltungsbereichs der GDL-Tarifverträge in die Infrastruktur erfolgt nicht.

Die Einigung im Überblick:

  • 5 Prozent mehr Gehalt: 2,5 % zum 01.08.2026, 2,5 % zum 01.08.2027 
  • Zusätzliche Anpassungen in der Entgeltstruktur, die individuell wirken. Das sind zum Beispiel:
    • Einführung einer neuen, achten Entgeltstufe zum 01.08.2026 (ab 35 Jahren im Unternehmen)
    • Gezielte Erhöhung von Entgelt und Zulagen für operative Personale zum 01.12.2026 
  • 700 Euro Einmalzahlung im April 2026
  • 24 Monate Laufzeit (1. Januar 2026 bis 31.12.2027), anschließend dreimonatige Verhandlungsphase mit Friedenspflicht bis 31.03.2028 
  • Kompromisse zur gemeinsamen Handhabung des Tarifeinheitsgesetzes (Laufzeit bis 31.12.2030)
    • Unabhängiges, notarielles Zählverfahren zur Bestimmung der gewerkschaftlichen Mehrheiten in den Betrieben vereinbart
    • Bestimmte tarifvertragliche Regelungen können ab 01.01.2027 (Entgelttabelle) bzw. 01.01.2028 (Zulagen, Arbeitszeitvolumen) für Gewerkschaftsmitglieder auch in den Betrieben der drei Eisenbahnverkehrsunternehmen zur Anwendung kommen, in denen die jeweils andere Gewerkschaft die Mehrheit hat. Nicht davon umfasst sind insbesondere Regelungen, die die konkrete Einsatzplanung betreffen, um die Personaldisposition in den Betrieben einheitlich zu gewährleisten.
    • Schlichtungsvereinbarung bis Ende 2030 abgeschlossen
Infografik: Die Einigung im Überblick

 

27. Februar 2026, 08:30 Uhr
Berlin
Doppelt so viele Mitarbeitende reinigen vielgenutzte Züge während der Fahrt • Mobile Teams für Sonderreinigung und Reparaturen im Einsatz • Optimierte Logistikprozesse und verlässliches Gastronomieangebot an Bord • Reiseerlebnis für Kundinnen und Kunden schon 2026 spürbar besser

Im Zuge ihres Neustarts setzt die Deutsche Bahn (DB) schnelle Verbesserungen für die Kundinnen und Kunden um. DB-Personenfernverkehrsvorstand Michael Peterson und Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder haben dazu heute im ICE-Werk Berlin-Rummelsburg die Eckpunkte des gemeinsamen Sofortprogramms „Mehr Komfort in den Zügen des Fernverkehrs“ vorgestellt. Doppelt so viele Reiniger:innen während der Zugfahrt im Kernnetz, mobile Teams für Sonderreinigungen und Reparaturen, optimierte Logistikprozesse und ein verlässliches Sortiment an Speisen und Getränken an Bord führen zu einem spürbar attraktiveren Reiseerlebnis für die Kundinnen und Kunden. Das Sofortprogramm ist in der „Agenda für zufriedene Kunden auf der Schiene“ des Bundes angelegt. 

Michael Peterson, DB-Vorstand Personenfernverkehr: „Wir wollen für unsere Kundinnen und Kunden ein noch besserer Gastgeber an Bord unserer Züge sein. Daher setzen wir mit unserem Sofortprogramm auf deutlich mehr Komfort. Die Fahrgäste werden feststellen: Es tut sich was in den Fernverkehrszügen, und zwar rasch! Rund 20 Millionen Euro nehmen wir für mehr Sauberkeit, ein verlässlicheres Gastroangebot und eine höhere Verfügbarkeit von Bordanlagen in diesem Jahr zusätzlich in die Hand. Alle unsere ICE-Züge verfügen darüber hinaus schon heute über attraktive Kleinkind- und Familienbereiche. Mehr und mehr Züge statten wir außerdem mit mobilfunkdurchlässigen Scheiben aus.“

Patrick Schnieder, Bundesminister für Verkehr: „Ab sofort heißt es: spürbar mehr Komfort im Fernverkehr. Dieses Sofortprogramm ist Teil eines größeren Gesamtpakets, das Bund und DB gemeinsam auf den Weg gebracht haben. Drei Programme – ein Ziel: ein besseres Reiseerlebnis für alle, die mit der Bahn unterwegs sind. Wir verbessern, was verbessert werden muss. Nicht irgendwann, sondern jetzt. Mein Dank gilt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren schon jetzt großartigen Einsatz. Sie haben es mehr als verdient, auf ihre Bahn wieder stolz zu sein.“

Sofortprogramm für mehr Komfort im Fernverkehr: Sauberkeit, Verlässlichkeit, Verfügbarkeit
Sofortprogramm für mehr Komfort im Fernverkehr: Sauberkeit, Verlässlichkeit, Verfügbarkeit
Quelle: Deutsche Bahn AG

Im Rahmen des Sofortprogramms „Mehr Komfort in den Zügen des Fernverkehrs“ erhöht die DB die Anzahl der Personale, die während der Zugfahrt die Reinigung übernehmen, deutlich. Auf den vielgenutzten Verbindungen sind doppelt so viele Unterwegsreiniger:innen wie heute – konkret 220 Kolleginnen und Kollegen – täglich im Einsatz. 

An ausgewählten Knotenbahnhöfen, etwa in München, stehen künftig Sonderreinigungstrupps bereit. Ein weiterer Baustein: Die Teppiche in den ICE-Zügen werden häufiger behandelt. Haben die Reiniger:innen bisher wöchentlich Teppiche in der Größenordnung von vier Fußballfeldern intensiv gesäubert, sind dies nun umgerechnet sechs – ein Plus von 50 Prozent und etwa 60 Züge pro Woche. 

Die Verlässlichkeit der Bordgastronomie steht gleichermaßen im Fokus des Sofortprogramms. Optimierte Logistikprozesse sorgen für eine höhere Verfügbarkeit von Speisen und Getränken. Damit es durchgehend heiße Getränke aus der Spezialitäten-Kaffeemaschine gibt, intensiviert die DB die Wartung anfälliger Bauteile und setzt mobile Instandhaltungseinheiten ein. Diese Fachexperten stehen an vier Knotenbahnhöfen – in Frankfurt, München, Hamburg und Berlin – auf Abruf. Neben Reparaturen im Bordbistro sorgen sie auch dafür, Schäden in den Zugtoiletten schnell und wirksam zu beheben. Störungsanfällige Komponenten im WC tauscht die DB künftig verstärkt präventiv vorzeitig aus und sorgt so dafür, dass der Service an Bord den Fahrgästen möglichst ohne Einschränkungen zur Verfügung steht.

Das Sofortprogramm „Mehr Komfort in den Zügen des Fernverkehrs“ ist eines von insgesamt drei Programmen, die DB und Bund gemeinsam umsetzen, um in ganz Deutschland schnelle Effekte für ein besseres Reiseerlebnis zu erreichen. Ende Januar stellte die DB das Maßnahmenpaket für mehr Sauberkeit und Sicherheit an Bahnhöfen vor. In einem weiteren Sofortprogramm setzt die DB zudem auf eine noch bessere Kundenkommunikation. 

Informationen zu allen Sofortprogrammen veröffentlicht die DB in ihrem Online-Angebot. Aktuelle Fotos und Grafiken finden Sie im Verlauf des Vormittags in der Mediathek der Deutschen Bahn

26. Februar 2026, 07:00 Uhr
Köln/Brüssel/Berlin
Erstmals direkte ICE-Anbindung des Brüsseler Flughafens durch neue internationale Direktverbindung Köln–Antwerpen • Brussels Airlines und Deutsche Bahn starten Codeshare-Angebot • ab sofort buchbar, Aufnahme der Verbindungen ab 7. September 2026

Der Brüsseler Flughafen erhält erstmals einen direkten Anschluss an das ICE-Netz: Die Deutsche Bahn (DB) und Brussels Airlines bieten künftig eine einfache und komfortable An- und Abreise zum und vom Brüsseler Flughafen an. Mit einem gemeinsamen Codeshare-Angebot können Reisende in nur einem Buchungsschritt ein kombiniertes Ticket für Zug und Flug erwerben. Möglich wird die Kooperation durch die neue ICE-Direktverbindung Köln–Antwerpen über Aachen, Liège, Leuven und den Brüsseler Flughafen, die am 7. September 2026 in Betrieb geht: Zwei tägliche Zugpaare (Hin- und Rückfahrt) werden ab bzw. bis Köln Hauptbahnhof zum bzw. vom Brüsseler Flughafen und von dort weiter bis Antwerpen verkehren. Fahrkarten für die ICE-Züge zum Flughafen Brüssel sind ab sofort buchbar.

Michael Peterson, DB-Vorstand Personenfernverkehr: „Immer mehr Menschen nutzen eine klimafreundliche Anreise zu ihrem Flug. Die Vernetzung der beiden Verkehrsträger Bahn und Flugzeug liegt voll im Trend. Die neue Direktverbindung von Köln nach Antwerpen über den Brüsseler Flughafen als Drehkreuz hat gleich zwei positive Aspekte: Wir bedienen einmal mehr die hohe Nachfrage unserer Fahrgäste nach internationalen Bahnreisen – und können durch die Zusammenarbeit mit Brussels Airlines gleichzeitig unser intermodales Angebot erweitern.“

Dorothea von Boxberg, CEO Brussels Airlines: „Wir freuen uns sehr, die erste internationale Hochgeschwindigkeitsverbindung mit dem Zug zum Flughafen Brüssel bekanntzugeben. Im Westen Deutschlands lebt eine bedeutende afrikanische Community, die wir nun mit unserem Netzwerk in Subsahara-Afrika verbinden können. Unser Codeshare-Abkommen mit der Deutschen Bahn sorgt für reibungslose klimafreundliche Anschlüsse. Wir arbeiten daran, künftig weitere Verbindungen anbieten zu können.”

Arnaud Feist, CEO Flughafen Brüssel: „Wir freuen uns sehr, dass der Flughafen Brüssel wieder an das Hochgeschwindigkeitsnetz auf der Schiene angebunden ist, was ein wichtiger Schritt für die internationale Anbindung Belgiens ist. Intermodalität ist in der Tat eines unserer strategischen Ziele, und wir setzen uns nachdrücklich für die Entwicklung eines robusten, zukunftsorientierten Netzes ein, das unsere Rolle als wichtiger intermodaler Knotenpunkt stärkt. Diese neue Hochgeschwindigkeitsverbindung der Deutschen Bahn und im Codeshare mit Brussels Airlines bietet Passagieren aus den westlichen Regionen Deutschlands einen schnellen, nahtlosen Zugang zu unseren mehr als 180 weltweiten Zielen und damit eine noch effizientere und nachhaltigere Möglichkeit, zum und vom Flughafen zu reisen.“

Grafik_ICE zum Brüsseler Flughafen
Grafik_ICE zum Brüsseler Flughafen
Quelle: DB AG

 Das mit der Lufthansa innerdeutsch bereits etablierte Codeshare-Angebot („Lufthansa Express Rail“) wird in Zusammenarbeit mit Brussels Airlines auf die neuen Verbindungen von Köln über Aachen und Liège zum und vom Brüssel Flughafen ausgeweitet. Die Fahrtzeit zwischen Köln Hauptbahnhof und dem Flughafen Brüssel beträgt rund zwei Stunden. Für eine ideale Anbindung an das attraktive Langstreckenangebot des Brüsseler Flughafens kommt der morgendliche Zug bereits um 8:29 Uhr am Flughafen Brüssel an. Auf der grenzüberschreitenden Verbindung ist das neueste Flaggschiff der ICE-Flotte im Einsatz: der ICE 3neo. Diese modernsten und innovativsten Züge der DB zeichnen sich durch besonders hohen Komfort und Zuverlässigkeit aus.

Durch den Codeshare profitieren Gäste aus Köln und Aachen auch beim Umstieg auf einen internationalen Flug im Flughafen Brüssel von den bereits bei Lufthansa Express Rail bekannten Vorteilen, ebenso Reisende aus Liège. Zu den Vorteilen von Lufthansa Express Rail zählen: eine kostenfreie Sitzplatzreservierung im ausgewählten Zug, ein inkludiertes CityTicket in Aachen und Köln, Anschlussgarantie im Falle von Verspätungen in beiden Richtungen, eine Meilengutschrift für die Bahnfahrt sowie der Lounge-Zugang in Köln Hauptbahnhof für Business Class Reisende sowie Miles & More HON Circle und Senator-Kund:innen.

Tickets sind ab sofort über Reisebüros, auf Online-Flugportalen sowie auf brusselsairlines.com und lh.com buchbar. Zudem veröffentlicht die DB die ICE-Verbindungen in allen gängigen Flugreservierungssystemen und stellt diese somit auch anderen Airlines als Zubringerzüge zur Verfügung.

Die DB ist intermodaler Partner der Star Alliance. Damit setzen die DB und die Luftverkehrsbranche ein weiteres starkes Zeichen auf dem Weg hin zu mehr Nachhaltigkeit im Mobilitätssektor. Seit mehr als 20 Jahren ermöglicht die Kooperation zwischen DB und Lufthansa, mit nur einem Buchungsschritt ein kombiniertes Ticket für Zug und Flug zu erwerben. Durch die Kooperation mit Brussels Airlines wird das Programm weiter gestärkt.

20. Februar 2026, 16:00 Uhr
Berlin
Prüfungen baugleicher Anlagen desselben Herstellers an weiteren Bahnhöfen in Deutschland nötig • Barrierefreie Zugänge weiterhin gewährleistet • Bitte an Reisende bei Umstieg mehr Zeit einzuplanen 

Ab Samstag werden am Berliner Hauptbahnhof die ersten Rolltreppen wieder laufen. Mitarbeitende der DB und des Herstellers haben die gestern begonnenen Sicherheitsprüfungen erfolgreich abgeschlossen. Damit erleichtern sich für Reisende wieder die Wege beim Umstieg. Die Sicherheit der Fahrgäste steht bei der DB an erster Stelle. Da Rolltreppen des gleichen Bautyps des Herstellers an weiteren Bahnhöfen im Einsatz sind, sperrte die DB diese vorsorglich ab. Insgesamt handelt es sich um rund 130 Rolltreppen bundesweit. Betroffen sind neben den Rolltreppen am Berliner Hauptbahnhof und Berliner Bahnhof Südkreuz, Anlagen in verschiedenen Bahnhöfen in Frankfurt/M., Köln/Bonn Flughafen und einige wenige in Dresden, Hamburg und Düsseldorf. 

Dr. Katja Hüske, Vorständin Personenbahnhöfe bei der DB InfraGO: „Wir arbeiten eng im Schulterschluss mit dem Hersteller unter Hochdruck an den bereits laufenden und anstehenden Prüfungen. Die Prüfungen erfolgen schnellstmöglich unter Einbeziehung der erforderlichen Hersteller-Expertise. Ad-hoc-Kräfte sind bereits zugesagt.“

Für weitere Prüfungen sind dafür mehrere Teams bundesweit im Einsatz. Hintergrund der Check-ups sind mögliche Defekte im Getriebe der Rolltreppen. Zuvor hatte es bei zwei Anlagen entsprechende Probleme gegeben.

Die DB bedauert die Unannehmlichkeiten für die Reisenden. Ziel ist es, sämtliche Rolltreppen so schnell wie möglich wieder in Gang zu setzen. Vermeidbare Risiken müssen aber ausgeschlossen werden. Zusätzliche Mitarbeitende unterstützen Reisende in den betroffenen Bahnhöfen. Mobilitätseingeschränkte Fahrgäste können weiterhin die Aufzüge nutzen. Wir bitten diese für die Betroffenen freizuhalten.

20. Februar 2026, 12:00 Uhr
Berlin
Enge Verzahnung von Wissenschaft und Praxis • Gemeinsame Ansprache von Fachkräften • Orientierungs- und Praxisformate für junge Talente • Erleichterter Einstieg in Bahnbranche

Die Deutsche Bahn (DB) und der Verband Deutscher Eisenbahn-Ingenieure e.V. (VDEI) haben mit einem Memorandum of Understanding (MoU) ihre Partnerschaft ausgebaut, um mehr Ingenieur:innen für die Bahn zu gewinnen. In ihrer Absichtserklärung haben sie verbindliche Ziele festgelegt und die Grundlage für eine engere, praxisorientierte Zusammenarbeit geschaffen.

Im Mittelpunkt steht dabei die Ansprache junger Talente: DB und VDEI wollen gemeinsam die Karriere-, Entwicklungs- und Qualifizierungswege sichtbarer machen und den Einstieg in die Bahnbranche erleichtern. Hierfür wird es unter anderem gemeinsame Informations- und Recruitingformate an Hochschulen geben. Exkursionen zu Anlagen und Baustellen sollen schon früh Orientierung geben und für die Arbeit bei der Bahn begeistern.

Auch die engere Verzahnung von Wissenschaft und Praxis ist ein festgelegtes Ziel: DB und VDEI wollen den Wissenstransfer zum Beispiel in gemeinsamen Facharbeitskreisen systematisch beschleunigen und verbessern.

DB-Personalvorstand Martin Seiler: „Die enge Kooperation mit dem VDEI zeigt, dass wir ein gemeinsames Ziel verfolgen: noch mehr Ingenieurinnen und Ingenieure für die Bahnbranche zu begeistern. Ob Studienabgänger oder ausgelernte Fachkräfte – wir brauchen aktuelles Ingenieurwissen, das schnell in Planung, Bau und Betrieb wirksam wird. Indem wir unsere Netzwerke bündeln und den fachlichen Austausch intensivieren, setzen wir ein klares Zeichen für die Zukunft des Systems Bahn.“

VDEI-Präsidentin Prof. Dr. Birgit Milius: „DB und VDEI bündeln ihre Kräfte, um die Zukunft des Systems Bahn zu stärken. Das Memorandum of Understanding schafft dafür einen idealen Rahmen. Gemeinsam werden wir die Sichtbarkeit von Karriere-, Entwicklungs- und Qualifizierungswegen steigern und fördern gezielt beispielsweise Wissenstransfer.“

Mit ihrer engen Zusammenarbeit wollen DB und VDEI die Innovations- und Leistungsfähigkeit der Branche stärken.

16. Februar 2026, 17:30 Uhr
Berlin/Hamburg
Diverse Arbeiten witterungsbedingt seit Ende Dezember nicht möglich • InfraGO-Vorstand Bolte: „Wir haben es mit dem stärksten Wintereinbruch seit mehr als 15 Jahren zu tun“ • Wiederinbetriebnahme der Strecke zum 30. April nicht mehr wie geplant zu schaffen • Inbetriebnahmekonzept wird zum 13. März vorgelegt

Das seit sechs Wochen anhaltende Winterwetter im Norden und Osten Deutschlands mit erheblich mehr Frosttagen als üblich bremst den Baufortschritt bei der Sanierung der Bahnstrecke Hamburg–Berlin. Die DB InfraGO wird die Strecke deshalb nicht wie geplant zum 30. April wieder in Betrieb nehmen können.

Wegen der dauerhaft niedrigen Temperaturen können seit Ende Dezember bestimmte Arbeiten technisch nicht durchgeführt werden. Da die Kabelkanäle vereist und teils zugefroren sind, können zum Beispiel Kabel für die Signal- und Stellwerkstechnik nicht wie geplant verlegt werden. Auf einigen Abschnitten der Strecke reicht der Bodenfrost bis in eine Tiefe von 70 Zentimetern. Auch Arbeiten an der Oberleitung und die Montage von Weichenantrieben sowie Signalanlagen sind seit Wochen witterungsbedingt nicht möglich.

Gerd-Dietrich Bolte, Vorstand Infrastrukturplanung und -projekte, DB InfraGO: „Wir haben es hier in der Region mit dem stärksten Wintereinbruch seit mehr als 15 Jahren zu tun. Natürlich haben wir in unserem Zeitplan einen Puffer für die kalte Jahreszeit eingebaut, aber Dauerfrost und Schnee halten deutlich länger an als erwartet. Fakt ist, dass wir bei der Montage der Leit- und Sicherungstechnik aktuell hinter dem Zeitplan liegen. Das ist eine bittere Nachricht, aber es ist uns wichtig, transparent darüber zu informieren. Gemeinsam mit unseren Baupartnern setzen wir in den nächsten Wochen alles daran, den Rückstand so gut wie möglich aufzuholen.“

Sobald der stark durchgefrorene Boden vollständig wieder aufgetaut ist, müssen die witterungsbedingt verschobenen Arbeiten neu eingetaktet werden. Das Personal auf der Baustelle wird deutlich verstärkt, sobald die Temperaturen die nächsten Schritte zulassen. Gemeinsam mit den Baupartnern erarbeitet die DB InfraGO bis 13. März ein Konzept für die Inbetriebnahme. Ziel ist es, eine für Reisende und Güterverkehrsunternehmen gleichermaßen verträgliche Lösung zu finden. Dabei werden auch Wechselwirkungen mit den ab 1. Mai geplanten, umfangreichen Sanierungsarbeiten auf der Strecke Hamburg–Hannover berücksichtigt. Diese Maßnahmen müssten bei einer Anpassung des Zeitplans für die Inbetriebnahme der Strecke Hamburg–Berlin neu eingetaktet werden, damit die Umleitungskonzepte für den Fern- und Güterverkehr zwischen den beiden größten deutschen Metropolen weiterhin funktionieren.

13. Februar 2026, 12:45 Uhr
Berlin
Bund, Länder, Gewerkschaften und Verkehrsbranche bringen gemeinsamen Aktionsplan auf den Weg • DB stattet alle Mitarbeitenden im Nah- und Fernverkehr und in Bahnhöfen mit Bodycams aus • 2025 gab es mehr als 3.000 körperliche Übergriffe auf DB-Mitarbeitende • Anstieg von 37 Prozent in zehn Jahren

Elf Tage nach dem brutalen und tödlichen Angriff auf den DB-Mitarbeiter Serkan Çalar in einem Regionalzug haben sich Spitzenvertreter von Bund, Ländern, Arbeitnehmervertretern und der Verkehrsbranche auf Handlungsfelder für einen gemeinsamen „Aktionsplan für mehr Sicherheit auf der Schiene“ verständigt. Zu dem Sicherheitsgipfel hatte die DB-Vorstandsvorsitzende Evelyn Palla eingeladen.

Die DB selbst wird kurzfristig folgende Maßnahmen umsetzen:

  • 2026 bekommen alle Mitarbeitenden mit Kundenkontakt im Nahverkehr, Fernverkehr und an den Bahnhöfen Bodycams zur Verfügung gestellt; die Nutzung soll freiwillig sein.
  • Die DB setzt 200 zusätzliche Kräfte der DB Sicherheit auf Bahnhöfen ein.
  • Die persönliche Schutzausrüstung von DB-Mitarbeitenden wird verbessert.
  • DB-Mitarbeitende werden noch mehr in Verhaltens- und Deeskalationstrainings geschult.
  • Damit DB-Mitarbeitende im Ernstfall schneller Hilfe bekommen, wird ihr schon vorhandener Hilferufknopf („Prio-Ruf“) weiter ausgerollt und auch weiterentwickelt.
  • Die DB führt in Zusammenarbeit mit der Bundespolizei regionale Sicherheitswerkstätten durch, um Sicherheitskonzepte vor Ort anzupassen.
  • Bei DB Regio gilt bei der Ticketkontrolle das Prinzip Eigensicherung vor Prüfung. Ab 1. März 2026 liegt es im Ermessen des Kontrollpersonals, ob ein Fahrgast bei der Ticketkontrolle einen Ausweis vorzeigen muss.

Die Bundespolizei setzt ihre Maßnahmen zur Bekämpfung der Gewaltkriminalität auf dem Gebiet der Bahnanlagen des Bundes uneingeschränkt fort. Bundespolizei und DB-Sicherheit gewährleisten eine hohe Sichtbarkeit, schnelle Intervention in Notfallsituationen sowie eine zielgerichtete Unterstützung in den Bahnhöfen und entlang der Strecke. Die bewährte 25-jährige Ordnungspartnerschaft zwischen DB und Bundespolizei wird fortentwickelt.

Der gemeinsame „Aktionsplan für mehr Sicherheit auf der Schiene“ wird zudem durch folgende konkrete Handlungs- und Prüffelder ergänzt:

  • Ausbau der Videoüberwachung in Zügen und an Bahnhöfen.
  • Besetzung der Nahverkehrszüge mit mehr Personal. Mit diesem Thema wird sich die Verkehrsministerkonferenz Ende März befassen.
  • Verzicht auf eine Ausweiskontrolle beim Deutschlandticket, um kritische Situationen zu verringern. Die Bundesländer wollen das Ticket dafür noch fälschungssicherer machen, auch das ist Thema auf der Verkehrsministerkonferenz Ende März.
  • Verstärkte und KI-unterstützte Auswertung von Video- und Audioaufzeichnungen zur Früherkennung. Die rechtlichen Grundlagen dafür sollen verbessert werden.
  • Stärkung des strafrechtlichen Schutzes von Mitarbeitenden, damit Angriffe auf sie besser geahndet werden können. Dies wollen die beteiligten Bundesministerien in das laufende Verfahren zur Anpassung des Strafgesetzbuchs einbringen.

Die Maßnahmen markieren einen Wendepunkt von Reaktion zu mehr Prävention und schnellerer Hilfeleistung.

Evelyn Palla, DB-Vorstandsvorsitzende:„Unser Anspruch ist klar: Sicherheit braucht eine klare Haltung – personell, technisch und rechtlich. Deshalb handeln wir entschlossen und setzen mit konkreten Maßnahmen ein deutliches Zeichen für mehr Sicherheit im Bahnverkehr. Wir stärken unsere Mitarbeitenden durch bessere Ausstattung, zusätzliche Unterstützung und gezielte Präventionsangebote. Dabei gilt für uns der Grundsatz: Prävention statt Reaktion. Gleichzeitig verfolgen wir eine konsequente Null-Toleranz-Strategie gegenüber jeder Form von Gewalt gegen unsere Mitarbeitenden.“

Patrick Schnieder, Bundesverkehrsminister:„Bahnhöfe und Züge müssen sichere Orte sein. Das gilt für Zugreisende und Zugpersonal in gleicher Weise. Daher müssen wir alles daransetzen, die Sicherheit auch in den Zügen weiter zu steigern. Ich bin dankbar, dass heute alle Beteiligten zusammengekommen sind und alle Maßnahmen diskutiert werden konnten. Ich bin zuversichtlich, dass wir auf Grundlage des Aktionsplans schnell Verbesserungen auf den Weg bringen können.“

Christian Bernreiter, Vorsitzender der Verkehrsministerkonferenz:„Die unfassbare Tat erschüttert meine Länder-Kolleginnen und -Kollegen genau wie mich zutiefst. Sicherheit in den Zügen und im gesamten öffentlichen Verkehr muss oberste Priorität haben – und zwar für die Beschäftigten genauso wie für die Reisenden! Es ist ein wichtiges Signal, dass die Deutsche Bahn, die als Arbeitgeber für die Sicherheit ihrer Beschäftigten verantwortlich ist, jetzt alle beteiligten Ebenen schnell zusammengebracht hat. Als Aufgabenträger im Schienenpersonennahverkehr treibt uns Länder das Thema Sicherheit immens um. Wir unterstützen Modelle einer sicherheitsorientieren Personalpräsenz in den Nahverkehrszügen. Über zusätzliche sinnvolle Möglichkeiten werden wir bereits im März auf der nächsten Verkehrsministerkonferenz sprechen.“

Dass DB-Mitarbeitende genau wie Polizeien, Feuerwehren und Rettungsdienste mehr Aggressivität zu spüren bekommen, zeigen bisher unveröffentlichte Zahlen für das vergangene Jahr. Bei Fahrkartenkontrollen, bei der Durchsetzung des Hausrechts sowie nach Großveranstaltungen kam es immer wieder zu verbalen und tätlichen Übergriffen.

Konkret: 2025 gab es konzernweit 3.262 körperliche Übergriffe auf DB-Mitarbeitende (versuchte sowie vollendete). Auch wenn dies im Vergleich zum Vorjahr ein leichter Rückgang ist, blieb die Zahl der Übergriffe insgesamt auf einem sehr hohen Niveau: Sie ist in den letzten zehn Jahren um 37 Prozent gestiegen (2016: 2.374). Besonders deutlich war der Anstieg in der Corona-Pandemie im Jahr 2021. Schwere und gefährliche Körperverletzungen bilden dabei die Ausnahme und machen lediglich ein bis zwei Prozent der Fälle aus.

Um die auf dem heutigen Sicherheitsgipfel identifizierten Maßnahmen auf den Weg zu bringen, werden Bund, Länder, DB und Verkehrsbranche bis Ende April 2026 konkrete Schritte zur Umsetzung vereinbaren.

Auch die Verkehrsministerkonferenz am 25. und 26. März wird sich mit der Sicherheit im Nahverkehr befassen.

Hinweis: Ein Themendienst zur „Sicherheit bei der DB“ steht zum Download bereit. In der DB Mediathek gibt es Fotos und Bewegtbildmaterial.  

10. Februar 2026, 13:00 Uhr
Berlin
3,8 Prozent plus auf das Tabellenentgelt • zusätzlich 2,2 Prozent für Strukturanpassungen • Einführung einer neuen, achten Entgeltstufe • 400 Euro Einmalzahlung • konkrete Vorschläge zur gemeinsamen Handhabung des Tarifeinheitsgesetzes • 30 Monate Laufzeit • DB‑Personalvorstand Martin Seiler: „Gutes und sehr weitreichendes Angebot“ • Streiks bis Ende Februar ausgeschlossen  ​​​​​​​

In den laufenden Tarifverhandlungen hat die Deutsche Bahn (DB) der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) heute ein erstes Angebot vorgelegt. Es sieht Lohnerhöhungen von in Summe 6 Prozent vor: Die Tabellenentgelte sollen in zwei Schritten um 3,8 Prozent steigen, zusätzlich steht ein Budget von 2,2 Prozent für Strukturanpassungen zur Verfügung – dazu gehört zum Beispiel die geforderte Einführung einer neuen, achten Entgeltstufe. Neben einer Einmalzahlung von 400 Euro enthält das DB-Angebot auch konkrete Vorschläge, um die Anwendung des Tarifeinheitsgesetzes gemeinsam zu gestalten. Die Laufzeit soll 30 Monate betragen.

„Das ist ein gutes und sehr weitreichendes Angebot“, sagte DB-Personalvorstand Martin Seiler. „Wir bilden Kernforderungen der GDL ab und senden damit ein klares Signal für weitere Verhandlungen: Eine Einigung am Tisch ist möglich. Mit diesem Angebot bieten wir substanzielle Verbesserungen für unsere Mitarbeitenden, trotz der herausfordernden Lage des Konzerns. Ebenso strecken wir die Hand aus beim Tarifeinheitsgesetz und wollen hier bisherige Streitigkeiten beilegen.“

Die Laufzeit von 30 Monaten gebe Stabilität und Planungssicherheit für den Neustart der Bahn. Zudem müsse in einem Tarifabschluss die weitere Entwicklung der Sanierung bei DB Cargo berücksichtigt werden, so Seiler.

Video-Statement von Martin Seiler, DB-Personalvorstand:

Ende des oberhalb befindlichen Videos

Das Angebot im Überblick:

  • 3,8 Prozent plus auf das Tabellenentgelt: 2 Prozent zum 01.09.2026, 1,8 Prozent zum 01.09.2027
  • 2,2 Prozent zusätzlich für Strukturanpassungen, das sind z.B.:
    • Einführung einer neuen, achten Entgeltstufe
    • Gezielte Erhöhung von Entgelt und Zulagen für operative Personale
  • 400 Euro Einmalzahlung
  • Gemeinsame Handhabung des Tarifeinheitsgesetzes:
    • (1) Vereinbarungen zu einem unabhängigen, notariellen Zählverfahren zur Bestimmung der gewerkschaftlichen Mehrheiten in den Betrieben
    • (2) Vereinbarungen über die Geltung von bestimmten tarifvertraglichen Regelungen für alle Gewerkschaftsmitglieder – unabhängig von den Mehrheiten in den Betrieben der Eisenbahnverkehrsunternehmen  
  • 30 Monate Laufzeit (1. Januar 2026 bis 30. Juni 2028)

Bis Ende Februar gilt Friedenspflicht, Streiks sind so lange ausgeschlossen. Mehr Informationen auf www.deutschebahn.com/tarif.

Infografik: Das Angebot der DB im Überblick
DB legt GDL erstes Angebot vor
In Summe 6 % mehr: DB legt GDL Angebot vor 3,8 % plus auf das Tabellenentgelt (2% zum 01.09.2026, 1,8 % zum 01.09.2027) 2,2 % zusätzlich für Strukturanpassungen (z. B. Einführung einer neuen 8. Entgeltstufe) 400 Euro Einmalzahlung Vorschläge zur gemeinsamen Handhabung des TEG 30 Monate Laufzeit (1. Januar 2026 bis 30. Juni 2028)
DB legt GDL erstes Angebot vor
Quelle: Deutsche Bahn AG

06. Februar 2026, 14:00 Uhr
Düsseldorf
Bauteams bündeln umfangreiches Bauprogramm an Strecke und Bahnhöfen • DB setzt auf Erfahrungen der bisherigen Generalsanierungen • Umleitungs- und Ersatzverkehrskonzept für Züge im Nah-, Fern- und Güterverkehr

Die DB InfraGO startet mit der Generalsanierung des wichtigen Bahnkorridors zwischen Hagen, Wuppertal und Köln. Dr. Philipp Nagl, Vorstandsvorsitzender der DB InfraGO, Christian Hirte, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesministerium für Verkehr, und Oliver Krischer, Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, haben heute Nachmittag in Wuppertal-Elberfeld auf einer der zahlreichen Baustelleneinrichtungsflächen das offizielle Startsignal gegeben. Parallel beginnt heute auch die Generalsanierung auf der Strecke zwischen Nürnberg und Regensburg.

Nachdem die DB InfraGO 2025 bereits im Zusammenhang mit dem dreigleisigen Ausbau die Sanierung des Korridors zwischen Emmerich und Oberhausen umgesetzt hat, folgt mit dem Korridor zwischen Ruhrgebiet, Bergischem Land und Rheinland nun die erste große Sanierung in Nordrhein-Westfalen. In den Abendstunden schaltet das Bauteam die Oberleitungen auf der Strecke ab und die fünfmonatige Bauphase beginnt. Fern- und Güterverkehrszüge fahren bis zum 10. Juli 2026 auf Umleitungsstrecken. Für die betroffenen S-Bahn- und Regionalzüge kommen als Ersatz bis zu 200 Busse zum Einsatz.

Gruppenbild von Philipp Nagl, Christian Hirte und Oliver Krischer vor einem Bagger.
v.l.n.r.: Christian Hirte, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesministerium für Verkehr, Dr. Philipp Nagl, Vorstandsvorsitzender der DB InfraGO, Oliver Krischer, Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen
Gruppenbild von Philipp Nagl, Christian Hirte und Oliver Krischer vor einem Bagger.
Quelle: Deutsche Bahn AG / Michael Neuhaus
v.l.n.r.: Christian Hirte, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesministerium für Verkehr, Dr. Philipp Nagl, Vorstandsvorsitzender der DB InfraGO, Oliver Krischer, Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen

Dr. Philipp Nagl, Vorstandsvorsitzender der DB InfraGO: „Mit der Sanierung der Strecke zwischen Hagen, Wuppertal und Köln setzen wir unser umfangreiches Bauprogramm konsequent fort. Mitten in Nordrhein-Westfalen bündeln wir auf einer der wichtigsten Nah- und Fernverkehrsachsen ein ambitioniertes Bauvolumen und erneuern dabei Gleise, Weichen und Oberleitung. Ein besonderes Augenmerk legen wir zudem auf zwölf Bahnhöfe entlang der Strecke. Fahrgäste können sich hier künftig auf moderne und attraktive Stationen freuen. Klar ist auch: Diese Sanierung wird ein echter Kraftakt – sowohl für unsere Bauteams als auch für die betroffenen Reisenden, Anwohnenden und Unternehmen. Ich bin mir jedoch sicher: Auch diese Generalsanierung wird sich lohnen und dafür sorgen, dass die Infrastruktur wieder ein Stück robuster wird und der Zugverkehr deutlich störungsfreier durch Deutschland rollen kann.“

Christian Hirte, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesministerium für Verkehr: „Heute startet die zweite von zehn Korridorsanierungen in Nordrhein-Westfalen. Uns allen ist bewusst, dass die mit den Bauarbeiten einhergehenden Sperrungen den Fahrgästen insbesondere im Nahverkehr viel Geduld abverlangen. Doch die Korridorsanierungen sind entscheidend dafür, dass die Schieneninfrastruktur hier bei Ihnen vor Ort moderner und verlässlicher wird. Die Pünktlichkeit wird sich in der Region deutlich verbessern und der Schienenverkehr den Erwartungen, die die Menschen in unserem Land zurecht an die öffentliche Infrastruktur haben, wieder mehr entsprechen.“

Oliver Krischer, Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen: „Die Generalsanierungen sind notwendig, um lange aufgeschobene Modernisierungen nachzuholen und in die Zukunft zu investieren. Das verlangt den Menschen in Nordrhein-Westfalen gerade sehr viel Flexibilität und Geduld ab, aber auch die Aussicht auf Verbesserungen. Sie alle sollen am Ende spürbar mehr Qualität, Kapazität und Verlässlichkeit erhalten.“

Die Generalsanierung Hagen – Wuppertal – Köln im Überblick

Während der Zeit der Generalsanierung zwischen Februar und Juli 2026 erneuert die DB InfraGO zwischen Ruhrgebiet, Bergischem Land und Rheinland 81 Kilometer Gleis, 50 Weichen sowie 29 Kilometer der Oberleitung oder setzt sie umfassend instand. Zusätzlich bauen die Teams knapp vier Kilometer neue Schallschutzwände entlang der Strecke, sodass es für Anwohnende zukünftig deutlich leiser wird.

Darüber hinaus setzt die DB InfraGO auf die umfassende Sanierung von zwölf Bahnhöfen. Dabei stehen insbesondere die barrierefreie Modernisierung und eine optisch attraktivere Gestaltung der Stationen im Fokus. Neben den großen Bahnhöfen wie Wuppertal Hauptbahnhof und Solingen Hauptbahnhof profitieren auch kleinere Stationen wie beispielsweise Leichlingen, Haan-Gruiten und Ennepetal. Die Arbeiten an den Bahnhöfen werden auch über den Zeitraum der aktuellen Bauphase hinaus bis Ende 2027 fortgesetzt.

Ziel der fünfmonatigen Bauphase ist es, die hochbelastete Eisenbahnstrecke langfristig verlässlicher und leistungsfähiger zu machen. Störungen und damit einhergehende Verspätungen sollen sich so deutlich reduzieren.

Das Bauvolumen der Generalsanierung Hagen - Wuppertal - Köln auf einen Blick
Das Bauvolumen der Generalsanierung Hagen - Wuppertal - Köln auf einen Blick
Quelle: DB AG
Generalsanierung Hagen - Wuppertal - Köln: das Bauvolumen auf einen Blick

Busse statt Bahnen im Regionalverkehr, Umleitungen im Fernverkehr

Für die Zeit der Bauarbeiten hat die DB InfraGO in Abstimmung mit den Aufgabenträgern und den betroffenen Eisenbahnverkehrsunternehmen ein umfassendes Ersatzkonzept für den Nahverkehr erarbeitet. Dabei setzt die DB auch auf die Erfahrungen der bisherigen Generalsanierungen zwischen Mannheim und Frankfurt sowie zwischen Hamburg und Berlin.

Während der umfassenden Sanierung zwischen Hagen, Wuppertal und Köln sind die vom Schienenpersonenfernverkehr, den RE- und RB-Zügen sowie vom Güterverkehr genutzten Fernbahngleise durchgängig gesperrt. Zusätzlich sind in drei Phasen auch die S-Bahn-Gleise wegen umfassender Arbeiten an den Bahnhöfen nicht nutzbar. Über den gesamten Bauzeitraum kommen auf den betroffenen Nahverkehrs- und S-Bahnlinien Ersatzbusse zum Einsatz. Dabei setzen die DB sowie die Aufgabenträger und Eisenbahnverkehrsunternehmen wie üblich auf einen Mix aus Bussen, die alle Haltestellen anfahren sowie Expressbusse mit ausgewählten Halten. Die Busse sind in unterschiedlichen Takten von zehn bis 60 Minuten unterwegs. Die genauen An- und Abfahrtszeiten sind in den elektronischen Auskunftsmedien enthalten. Fahrgäste können die Fahrten der Ersatzbusse zudem online über eine LiveMap einsehen.

Für die Ersatzverkehre während der Generalsanierungen hat die DB in Abstimmung mit den Aufgabenträgern einheitliche Qualitätsvorgaben sowie ein konsistentes Erscheinungsbild in der Farbe Verkehrspurpur definiert. Diese Standards kommen aktuell auf dem Korridor zwischen Hamburg und Berlin zur Anwendung und greifen auch für die Ersatzverkehre auf der Strecke Hagen – Wuppertal – Köln. Dazu gehören unter anderem neuwertige und barrierefrei zugängliche Fahrzeuge, die ausreichend Stauraum für Gepäck bieten und über WLAN an Bord verfügen.

Die Fernverkehrszüge werden während der Bauarbeiten grundsätzlich zwischen Köln und Dortmund via Düsseldorf und Essen umgeleitet oder entfallen auf dem Teilabschnitt zwischen Köln und Dortmund. Die Halte in Wuppertal Hbf, Solingen Hbf und Hagen Hbf entfallen. Ab Köln steht Fahrgästen eine stündliche ICE-Direktverbindung von/nach Berlin via Düsseldorf, Duisburg, Essen und Bochum zur Verfügung. Die Fahrzeit verlängert sich dabei um etwa 20 bis 30 Minuten. Die Züge der IC-Verbindung Stuttgart – Mainz – Köln – Hannover – Magdeburg – Dresden verkehren nur auf den Abschnitten zwischen Stuttgart und Köln sowie zwischen Dortmund und Dresden. Ab dem 15. Mai bestehen ab Hagen Hbf wieder zweistündliche ICE-Verbindungen von/nach Berlin.

Hinweise für Redaktionen:

06. Februar 2026, 12:00 Uhr
Nürnberg
DB bündelt bis zum 10. Juli umfangreiches Bauprogramm an der Strecke und an den Bahnhöfen • Fahrgäste bleiben dank eines umfassenden Verkehrskonzepts mobil • Umleitungen im Fern- und Güterverkehr • Ersatzbusse und Kapazitätsverstärkungen für ausfallende Regionalzüge

Die DB InfraGO beginnt mit der Generalsanierung der wichtigen Bahnstrecke Nürnberg – Regensburg. Gerd-Dietrich Bolte, Vorstand für Infrastrukturplanung und -projekte der DB InfraGO, der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr, Ulrich Lange, und der Bayerische Verkehrsminister Christian Bernreiter haben heute Mittag in Neumarkt (Oberpfalz) auf einer der rund 60 Baustelleneinrichtungsflächen das offizielle Startsignal gegeben. In den Abendstunden schaltet das Bauteam die Oberleitungen auf der Strecke ab und die fünfmonatige Bauphase in Form einer Vollsperrung beginnt. Züge des Fern- und Güterverkehrs werden umgeleitet, für die ausfallenden Regionalzüge sind hochwertige Ersatzbusse im Einsatz, zudem werden im Regionalverkehr auf einer alternativen Bahnverbindung von Nürnberg nach Regensburg die Kapazitäten erhöht. Zeitgleich beginnt auch die Generalsanierung der Bahnstrecke Hagen – Wuppertal – Köln in Nordrhein-Westfalen.

Start der Generalsanierung, Gruppenbild vor Baggern
v.l.n.r.: Christian Bernreiter, Bayerischer Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr, Ulrich Lange, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und Gerd-Dietrich Bolte, Vorstand für Infrastrukturplanung und -projekte der DB InfraGO.
Start der Generalsanierung, Gruppenbild vor Baggern
Quelle: Deutsche Bahn AG / Thomas Kiewning
v.l.n.r.: Christian Bernreiter, Bayerischer Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr, Ulrich Lange, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und Gerd-Dietrich Bolte, Vorstand für Infrastrukturplanung und -projekte der DB InfraGO.

Gerd-Dietrich Bolte, Vorstand für Infrastrukturplanung und -projekte der DB InfraGO: „Mit der Generalsanierung des Bahnkorridors Nürnberg – Regenburg bündeln wir auf einer der wichtigsten Bahnstrecken in Bayern ein ambitioniertes Bauvolumen. Wir erneuern Gleise, Weichen, Leit- und Sicherungstechnik sowie Oberleitung in großem Umfang. Auch die 20 Bahnhöfe entlang der Strecke packen wir an. Fahrgäste können sich hier künftig auf moderne und attraktive Stationen freuen. Für unsere Bauteams und die betroffenen Reisenden werden die kommenden Monate ein Kraftakt. Ich bin mir jedoch sicher: Auch diese Generalsanierung wird sich lohnen! Sie sorgt dafür, dass die Infrastruktur auf unseren hoch belasteten Strecken robuster wird und der Zugverkehr deutlich störungsfreier durch Deutschland rollen kann.“  

Ulrich Lange, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr: „Heute startet die erste von sieben Korridorsanierung in Bayern. Ich habe mich nach Amtsübergabe sehr für eine Anpassung des Sanierungskonzepts eingesetzt. Denn uns allen ist bewusst, dass die mit den Bauarbeiten einhergehenden Sperrungen den Fahrgästen insbesondere im Nahverkehr, aber auch den Güterverkehrskunden viel Geduld abverlangen. Auch bei den kommenden Sanierungen werden wir die Bedürfnisse der Menschen wieder in den Vordergrund stellen. Das hatte man beim alten Konzept aus dem Auge verloren. Mit den so angepassten Korridorsanierungen insgesamt und dem Start der heutigen Korridorsanierung Nürnberg-Regensburg wird das Schienennetz in Bayern ertüchtigt, um es pünktlicher und zuverlässiger zu machen. Damit der Schienenverkehr den Erwartungen, die die Menschen in unserem Land zurecht an die öffentliche Infrastruktur haben, wieder mehr entspricht.“

Christian Bernreiter, Bayerischer Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr: „Fahrgäste, Unternehmen und Politik wünschen sich auch in Bayern eine zuverlässigere, modernere und leistungsfähigere Bahn. Mit dem größten Sanierungsprojekt in der jüngeren bayerischen Eisenbahngeschichte starten jetzt auch im Freistaat die Korridorsanierungen. Das ist ein Lackmustest für die weiteren folgenden Großsperrungen der DB dieser Art. Bauarbeiten dieser Dimension sind für alle Beteiligten und Betroffenen maximal herausfordernd. Es muss alles darangesetzt werden, die Belastungen sowohl für die Fahrgäste als auch die Anwohner und die Wirtschaft so gering wie möglich zu halten.“

Hohes Bauvolumen auf der Strecke Nürnberg – Regensburg

Die rund 88 Kilometer lange Bahnstrecke zwischen Nürnberg und Regensburg gehört mit über 350 Zügen täglich zu den verkehrsreichsten Strecken in Bayern. Die Strecke ist ein wichtiger Bestandteil der europäischen Verkehrsachse Rhein-Donau und ist gleichzeitig ein überaus wichtiger Baustein der Bahnverkehre von und nach Österreich. Die Strecke gilt als hochbelastet, die Infrastruktur ist teilweise veraltet und sehr störanfällig. Während der Sanierung werden die pünktlichkeitsrelevanten Gewerke wie Gleise und Oberleitungen umfangreich erneuert. Ziel der fünfmonatigen Bauphase ist es, die Bahnstrecke langfristig widerstandsfähiger und stabiler zu machen. Störungen und Verspätungen sollen sich so deutlich reduzieren.

Dafür setzt die DB InfraGO zwischen Nürnberg und Regensburg – nach Abschluss aller Detailplanungen – auf die Erneuerung oder umfassende Instandhaltung von 96 Kilometern Gleise, 74 Weichen und 81 Kilometern Oberleitung inklusive Fahrdraht, Maste, Gründungen und Verstärkerleitung. Für mehr Flexibilität bei Störungen auf der Strecke entstehen zwei zusätzliche Weichenverbindungen (Überleitstellen), eine weitere wird baulich vorbereitet. Hinzu kommt die Sanierung der Bahndämme bei Deining und Pölling sowie einer Brücke bei Burgthann. Die Leit- und Sicherungstechnik wird modernisiert und der Einbau des modernen Zugbeeinflussungssystems ETCS vorbereitet. Die Innenanlagen von acht Stellwerken werden dafür erneuert. Darüber hinaus profitieren die Fahrgäste von attraktiveren Stationen. Die DB modernisiert alle 20 Bahnhöfe zwischen Feucht und Regensburg-Prüfening nach einem ganzheitlichen und klaren Qualitätsstandard. Der barrierefreie Ausbau steht dabei im Fokus. 

Infografik
Infografik
Quelle: DB InfraGO

Umfangreiches Busangebot und Umleitungen im Fern- und Güterverkehr

Während der Bauarbeiten vom 6. Februar (21 Uhr) bis 10. Juli ist auf der Strecke kein Zugverkehr möglich. Die Fahrgäste bleiben aber dank eines umfassenden Verkehrskonzepts, das die DB InfraGO gemeinsam mit der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) und den Eisenbahnverkehrsunternehmen vor Ort erarbeitet hat, mobil. Der Ersatzverkehr umfasst den Korridor zwischen Nürnberg Hauptbahnhof und Regensburg Hauptbahnhof sowie die Umleiterstrecken Neustadt (Donau) – Regensburg und Landshut – Plattling. Die S-Bahn-Linie S2 von Altdorf nach Nürnberg über Feucht ist von der Sperrung nicht betroffen. Lediglich an Wochenenden nachts fahren auch hier Ersatzbusse.

Für den Nahverkehr ergeben sich umfangreiche Änderungen auf den Linien S3, RE 22, RE 50 und RB 51 zwischen Nürnberg und Regensburg, außerdem auf den Linien RB 17/RE 18 und RE 3. Die Linien werden jeweils mit Ersatzbussen bedient. Zur Hauptverkehrszeit werden Verstärkerbusse eingesetzt. Als Ersatz für Züge im Nahverkehr kommen entlang der gesamten Strecke Nürnberg – Regensburg sowie auf den angrenzenden Umleiterstrecken in Spitzenzeiten über 90 Busse zum Einsatz. Diese verkehren auf acht Linien und legen täglich über 45.000 Kilometer zurück. Der zwischen Nürnberg und Regensburg via Schwandorf verkehrende RE 40 wird verstärkt, ebenso die im Zweistundentakt verbleibenden Züge auf den Linien RB 17 und RE 3. Die genauen An- und Abfahrtszeiten der Züge und Busse sind in den elektronischen Auskunftsmedien enthalten. Fahrgäste können die Fahrten der Ersatzbusse zudem online über eine LiveMap einsehen.

Für die Ersatzverkehre während der Generalsanierungen hat die DB in Abstimmung mit den im Nahverkehr zuständigen Aufgabenträgern einheitliche Qualitätsvorgaben sowie ein konsistentes Erscheinungsbild in der Farbe Verkehrspurpur definiert. Dazu gehören unter anderem neuwertige und barrierefrei zugängliche Fahrzeuge, die über WLAN und digitale Anzeiger für Echtzeitinformationen sowie zum Teil über Toiletten an Bord verfügen. 

Im Fernverkehr wird bis 13. Juni ein Teil der ICE-Züge zwischen Nürnberg und Regensburg über Ingolstadt und die Donautalbahn umgeleitet. Die Fahrzeit verlängert sich um rund eine Stunde. Zusätzlich wird eine ICE-Fahrt je Tag und Richtung von München über Landshut, Regensburg und Passau nach Wien fahren. Für Reisen zwischen Deutschland und Österreich stehen weiterhin auch die zweistündlichen Züge zwischen München und Wien via Salzburg zur Verfügung. In Regensburg, Passau und Plattling ist das Fernverkehrsangebot in dieser Phase reduziert, in Straubing können keine Fernzüge halten. Ab 14. Juni gibt es wegen des Starts der Generalsanierung Regensburg – Passau weitere Einschränkungen im Fernverkehr zwischen Nürnberg, Regensburg, Passau und Wien. Die Fahrpläne im Fernverkehr sind bereits angepasst.

Hinweis für Redaktionen:

05. Februar 2026, 16:15 Uhr
Berlin
Bahnchefin holt Vertreter aus Politik, Verbänden und Sicherheitsbehörden an einen Tisch

Nach dem brutalen Gewaltakt gegen den verstorbenen DB-Mitarbeiter Serkan C. bringt DB-Vorstandschefin Evelyn Palla jetzt einen Sicherheitsgipfel auf den Weg. Die DB will die Entscheidungsträger für mehr Sicherheit auf der Schiene an einen Tisch holen. Eingeladen werden insbesondere die Länder und deren Aufgabenträger, die den Nahverkehr auf der Schiene bestellen und damit auch das Sicherheitskonzept in den Regionalverkehrszügen dimensionieren, sowie weitere Vertreter aus Bundespolitik, des Bundesverkehrsministeriums, der Gewerkschaften, der Bundespolizei und der Bahnbranche. Mit dieser Initiative für mehr Sicherheit will die Bahnchefin kurzfristige Maßnahmen mit allen relevanten Akteuren definieren, aber auch die langfristige Finanzierungsfrage der Sicherheitskräfte im Regional- und Nahverkehr klären, da deren Einsatz über Verkehrsverträge individuell festgelegt wird.

DB-Vorstandsvorsitzende Evelyn Palla: „Unser Kollege Serkan wurde Opfer sinnloser Gewalt – jetzt müssen wir handeln! Schluss mit den Angriffen auf Menschen, die für unsere Gesellschaft im Einsatz sind – ob in Uniform oder zivil.“

Der Sicherheitsgipfel soll so bald wie möglich in Berlin stattfinden.

03. Februar 2026, 11:00 Uhr
Nürnberg
„Tunnel“, die neue Ausstellung 2026, eröffnet Anfang Juli • Über 235.000 Museumsgäste im DB Museum Nürnberg, Koblenz und Halle (Saale) • Prall gefüllter Jahresprogrammkalender mit Veranstaltungen für die ganze Familie

Große Freude im DB Museum: Dank eines Gästezuwachses von rund 6,8 Prozent erzielte das älteste Eisenbahnmuseum der Welt 2025 einen Besuchsrekord für die letzten zehn Jahre. Das Stammhaus in Nürnberg wurde 2025 von rund 190.750 Gästen besucht, ein Plus von rund 5 Prozent. Auch Koblenz und Halle schlossen das letzte Jahr mit positiven Besuchsbilanzen ab.„Das gesamte Team des DB Museums freut sich riesig über den großen Erfolg“, so Museumsdirektor Dr. Oliver Götze. „Und auch 2026 haben wir trotz der spürbaren Einsparungen wieder viele Highlights für Jung und Alt in unserem Programmkalender: Neben der Eröffnung unserer neuen Ausstellung „Tunnel“ wird es einige neue Veranstaltungsformate geben. Wir hoffen also auch in diesem Jahr wieder viele Menschen für das Thema Eisenbahn begeistern zu können.“Sonderausstellung „Tunnel“ bringt Licht in die Welt der dunklen RöhrenAnfang Juli eröffnet mit „Tunnel“ eine interaktive Ausstellung für die ganze Familie im Stammhaus in Nürnberg. Auf 500 Quadratmetern geben rund 70 Objekte und 100 Fotos Einblick in die Unterwelt der Eisenbahn. Tunnel sind für den Eisenbahnverkehr unverzichtbar. Doch während Brücken sichtbar Landschaften prägen, eröffnen Tunnel erst im Verborgenen neue Wege.Im 19. Jahrhundert entwickelte sich die Eisenbahn zur Pionierin des Tunnelbaus. Mit ihrer Ausbreitung begann eine neue Zeit des Bauens unter der Erde – bis heute entstehen für den Bahnverkehr unzählige Tunnel. Sie überwinden scheinbar jedes Hindernis: Bergmassive, große Städte und sogar Meerengen.„Tunnel“ zeigt die rasante Entwicklung des Tunnelbaus, wirft einen Blick auf Mega-Projekte und erklärt, was Tunnel heute für uns bedeuten. Eine Erzählspur für Kinder ermöglicht es kleinen Museumsgästen ab dem Lesealter, in die verborgene Welt der Eisenbahn einzutauchen. Begleitet von den Zwergen Theo, Tina und Toby Tunnler lernen sie spielerisch, warum die Eisenbahn Tunnel benötigt, wie eine Tunnelbohrmaschine funktioniert und was genau ein Tunnelknall ist. Ein prall gefüllter Veranstaltungskalender für die ganze Familie Rund 30 Veranstaltungen stehen 2026 im DB Museum Nürnberg auf dem Programm. Neue Formate sind ein Konzert des Blechbläserquintetts der Nürnberger Symphoniker im Rahmen der Reihe „Kultur² – Musik im Museum“ (20. Mai), ein großes Bunkerwochenende mit zahlreichen Führungen (11. und 12. Juli) sowie eine Geisterstunde zu Halloween für Kinder und Erwachsene (31. Oktober). Junge Museumsgäste dürfen sich zudem auf ein Sommerferienprogramm passend zur neuen Ausstellung „Tunnel“ freuen (12. und 13. August) und am „Tag der offenen Loks“ (10. Mai) sowie zum „Türöffner-Tag der Sendung mit der Maus“ (3. Oktober) hinter die Kulissen des DB Museums blicken. Die Klassiker im Eventkalender, beispielsweise die Draisinentage, die Fundsachenversteigerung und der traditionelle Adlergeburtstag, runden das Jahresprogramm des DB Museums ab.  Ab 2026 hat das DB Museum Nürnberg einen zweiten Schließtag und ist von Mittwoch bis Sonntag geöffnet. Der reguläre Eintritt beträgt 10 Euro.  Sie möchten mehr zum Jahresprogramm des DB Museums erfahren? Gerne stehen wir Ihnen für ein individuelles Pressegespräch zur Verfügung. Eine Auflistung aller Veranstaltungen finden Sie im Downloadbereich „Veranstaltungen DB Museum 2026“.  Deutsche Bahn Stiftung und DB MuseumDas DB Museum mit seinen Standorten in Nürnberg, Koblenz und Halle (Saale) bewahrt unter dem Dach der Deutsche Bahn Stiftung das historische Erbe der Eisenbahn in Deutschland. Die Deutsche Bahn Stiftung wurde 2013 als gemeinnützige GmbH von der Deutschen Bahn AG gegründet und ist deutschlandweit in den Schwerpunkten Bildung, Integration und Ehrenamt aktiv.Mehr unter www.dbmuseum.de und www.deutschebahnstiftung.de  

02. Februar 2026, 13:00 Uhr
Berlin
Wettbewerb für Geschäftskund:innen im bahn.business Programm • Über 1.100 teilnehmende Unternehmen • Preis: BahnCard Business 1. Klasse für alle Mitarbeitenden

Die Klima-Kilometer-Gewinner:innen stehen fest: Über 1.100 Unternehmen haben am Klima Cup-Wettbewerb für Geschäftskund:innen der Deutschen Bahn (DB) teilgenommen. Knapp eine Milliarde Kilometer wurden gesammelt. Das Ziel: Klimaschutz aktiv fördern und Unternehmen dabei unterstützen, ihre Klimabilanz zu verbessern. Der Preis: BahnCards Business 1. Klasse für alle Mitarbeitenden.

Und so hat der Klima Cup funktioniert: Alle teilnehmenden Unternehmen sind – je nach bahn.business Umsatz 2024 – in drei Kategorien angetreten: „Champions“, „Premium“ und „Smart“. Gezählt wurden automatisch die Kilometer jeder innerdeutschen bahn.business Geschäftsreise. Mit jeder Reise sammelten die Unternehmen so Klima-Kilometer. In jeder Kategorie gewannen die Unternehmen, die 2025 im Vergleich zum Vorjahr die größte prozentuale Steigerung der gesammelten Klima-Kilometer erreicht haben. In jeder der drei Kategorien gibt es für den 1. Platz BahnCards Business 50 für alle Mitarbeitenden, für die Plätze 2 und 3 BahnCards Business 25 – jeweils für die 1. Klasse. Die Gewinner-BahnCards gelten für das Jahr 2026.

Das sind die Gewinner:innen:

Kategorie „Champion“:

  1. Platz: Sartorius Corporate Administration GmbH 
  2. Platz: RailAdventure GmbH 
  3. Platz: Decathlon Sportartikel GmbH & Co. KG 

Kategorie „Premium“:  

  1. Platz: PPI AG 
  2. Platz: Prosoz Herten Softwareentwicklung GmbH 
  3. Platz: Arthrex GmbH 

Kategorie „Smart“:  

  1. Platz: neue deutsche Filmgesellschaft
  2. Platz: Eraneos Analytics Germany GmbH 
  3. Platz: geisler - moderation.mediation.beratung

Die feierliche Preisverleihung findet am 3. März 2026 auf der ITB in Berlin statt.

Alle Informationen zur Aktion gibt es hier: bahnbusiness.de/KlimaCup

30. Januar 2026, 09:00 Uhr
Berlin
Exklusives Angebot für junge Reisende • Beliebig viele Fahrten in ICE- und IC-Zügen zwischen Freitag, 18 Uhr und Sonntag, 14 Uhr • Flexibel und günstig reisen im Februar und März

Nach dem großen Erfolg im letzten Sommer bietet die Deutsche Bahn (DB) im Februar und März erneut die 44 Stunden ICE-Flatrate an. Im vergangenen Juli haben 55.000 junge Reisende das exklusive Angebot genutzt. Mit dem 44-Stunden-Ticket Young können Kund:innen bis einschließlich 26 Jahre für 44 Euro an Wochenenden im Februar und März – zwischen Freitag, 18 Uhr und Sonntag, 14 Uhr – beliebig viele Fahrten innerhalb Deutschlands in ICE- und Intercity-Zügen machen.

Das 44-Stunden-Ticket Young ist ab dem 1. Februar bis zum 19. März in der App DB Navigator, auf bahn.de und im Reisezentrum buchbar. Es ist erhältlich für alle Wochenenden im Februar und die ersten drei Wochenenden im März und gilt in der 2. Klasse. Gebucht werden kann das Ticket bis Donnerstag vor dem jeweiligen Wochenende.

Mehr Informationen zum Angebot gibt es unter https://www.bahn.de/44Stunden.

29. Januar 2026, 15:00 Uhr
Berlin
Intensive zweitägige Gespräche • Noch kein formales Angebot vorgelegt • Übernächste Woche wird fünf Tage verhandelt • Streiks bis Ende Februar ausgeschlossen

In den laufenden Tarifverhandlungen haben sich die Deutsche Bahn (DB) und die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) nach intensiven zweitägigen Gesprächen vertagt. Da die Zielvorstellungen beider Seiten noch weit auseinanderliegen, hat die DB zum jetzigen Zeitpunkt noch kein formales Angebot vorgelegt. 

„Wir haben uns mit komplexen Themen auseinandergesetzt und mögliche Lösungsansätze diskutiert“, sagte DB-Personalvorstand Martin Seiler nach dem Ende der dritten Runde. „Die Atmosphäre ist weiterhin sachlich und konstruktiv, das ist gut. Aber es gibt viel Gesprächsbedarf. Bis zu einer Lösung ist es noch ein hartes Stück Arbeit.“

Die Tarifverhandlungen gehen am 9. Februar weiter und sind auf fünf Tage angesetzt. „Diese Verhandlungswoche gibt uns die nötige Zeit und damit die Chance, uns aufeinander zuzubewegen und Kompromisse zu finden. Unser Ziel bleibt es, bis Ende Februar am Verhandlungstisch einen tragfähigen Abschluss zu erreichen.“

Bis 28. Februar gilt Friedenspflicht, Streiks sind so lange ausgeschlossen. Mehr Informationen auf www.deutschebahn.com/tarif.

29. Januar 2026, 12:00 Uhr
München
Im Münchner Werk Steinhausen wird ein Zug via 5G aus der Distanz gesteuert • Deutschlandweit großes Potenzial für schnellere Abläufe bei Rangierfahrten und für stabileren Betrieb • Rollout abhängig von Finanzierung

Erstmals rangiert auf dem Werksgelände in München-Steinhausen eine ferngesteuerte S-Bahn. Der Lokführer bewegt sie von einem Bedienplatz im Gebäude aus. Im Betrieb kann diese Innovation Laufwege ersparen und die Abläufe im Rangierbetrieb beschleunigen. So könnten Fahrzeuge schneller wieder in den Einsatz für Fahrgäste gehen und zu einem verlässlichen Betrieb beitragen.

Die Tests mit einem umgerüsteten Fahrzeug der Baureihe 423 liefern wichtige Grundlagen und Erkenntnisse für die weitere Entwicklung der Technik, für die Zulassung und die Anwendung von Remote Train Operation (RTO) im alltäglichen Rangierbetrieb. Das mögliche Anwendungsfeld ist groß: Deutschlandweit sind rund 400 S-Bahnen der Baureihe 423 im Einsatz und der technische Ansatz wäre auf weitere Baureihen übertragbar.

Die DB hat für die Ausrüstung des Testfahrzeugs mit innovativer Technik des Zugherstellers Alstom und für den führerstandsähnlichen Bedienplatz rund eine Million Euro investiert. Dabei entstand für die notwendige Datenübertragung in Echtzeit außerdem ein eigenes 5G-Campus-Netz.

Demonstration von Remote Train Operation bei der S-Bahn München
Demonstration von Remote Train Operation bei der S-Bahn München
Quelle: Deutsche Bahn AG / Thomas Kiewning
Bei der Demonstration des Testbetriebs von "Remote Train Operation" in München-Steinhausen: DB-Konzernbevollmächtigter und S-Bahn-Chef Heiko Büttner, Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter und DB-Konzernvorstand Regionalverkehr Harmen van Zijderveld

Harmen van Zijderveld, DB-Konzernvorstand Regionalverkehr: „Züge per Fernsteuerung zu rangieren, kann unsere Mitarbeitenden entlasten und die Abläufe in unseren Werken erheblich beschleunigen. In nur vier Monaten haben wir das Testsystem auf die Schiene gebracht: vom lokalen 5G‑Netz bis zum Bedienplatz und der Technik im Zug. Damit beweisen wir, dass technische Innovationen auch mit bestehenden Fahrzeugen realisierbar sind.“

Christian Bernreiter, Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr: „Innovationen wie die ferngesteuerte S-Bahn zeigen, wie Digitalisierung den Bahnverkehr leistungsfähiger und zuverlässiger machen kann. Ich freue mich über das Engagement der S-Bahn München – das geht Hand in Hand mit dem Einsatz des Freistaats für den bayerischen Schienenverkehr. Durch den Test werden hier in München wichtige Grundlagen gelegt und wertvolle Erkenntnisse für einen möglichen Rollout in der Zukunft gewonnen. Mit dieser erstmals in Bayern zum Einsatz kommenden Technologie könnten in Zukunft viele Rangierarbeiten von einem zentralen Arbeitsplatz effizient durchgeführt werden.“

Aymeric Sarrazin, President Digital & Integrated Systems, Alstom: „Diese Technologie bringt den Führerstand zum Betreiber in der Leitzentrale und vereinfacht jede einzelne Bewegung im Depot. Wir schätzen die Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn und ihr Vertrauen, diesen ersten Testeinsatz mit uns umzusetzen.“

Demonstration von Remote Train Operation bei der S-Bahn München
Demonstration von Remote Train Operation bei der S-Bahn München
Quelle: Deutsche Bahn AG / Thomas Kiewning
Bei der Demonstration des Testbetriebs von "Remote Train Operation" in München-Steinhausen.

Auf dem Werksgelände in München Steinhausen zählt die S-Bahn täglich rund 350 Rangierbewegungen: Die Fahrzeuge werden zur Reinigung oder in die Werkshalle rangiert und für den Betrieb bereitgestellt. Diese Fahrten könnten künftig über 5G-Verbindungen aus der Ferne gesteuert werden. In Güterbahnhöfen steuern Rangierlokführer:innen Grundfunktionen ihrer Loks schon heute per Funk, während sie selbst an der Spitze eines geschobenen Zuges stehen.

Der Testbetrieb in Steinhausen setzt mit einer umfassenden 5G-basierten Steuerung aus größerer Distanz jetzt aber neue Maßstäbe in Deutschland. Das Fahrzeug lässt sich aus der Ferne nicht nur bewegen, die Mitarbeitenden können auch Türen schließen, die Beleuchtung einschalten oder Warnsignale abgeben. Große Displays zeigen am originalgetreuen Steuerpult Livebilder der Fahrt, während der Zug draußen komplett ferngesteuert fährt. Zusätzlich ist im Rahmen des Testbetriebs eine ortsunabhängige Steuerung per Tablet möglich.

Ob und wann RTO ausgerollt wird, hängt nun von der Finanzierung und eventuellen Fördermitteln für die weitere Entwicklung und Zulassung der Technik ab. Die für RTO benötigten Komponenten sind schon heute auf dem Markt verfügbar, eine Nachrüstung wäre technisch relativ schnell möglich: Finanzierung und Zulassung vorausgesetzt könnte der Rollout in München schon 2028 beginnen – noch vor der Digitalisierung der Infrastruktur.

Das Remote Operation Center ( © ALSTOM SA 2026. Alle Rechte vorbehalten I Flexi Desk I Advanced & Creative Design | ALSTOM™)

Fotos der Demonstration im Laufe des Tages in der DB Mediathek abrufbar: https://mediathek.deutschebahn.com/marsDB/ko/de/8609596

26. Januar 2026, 09:00 Uhr
Berlin
Gemeinsame Erklärung mit dem Freundeskreis Yad Vashem zum Holocaust-Gedenktag • Evelyn Palla: „Deutsche Bahn begreift das Gedenken an die Opfer der Shoah als festen Bestandteil ihrer gesellschaftlichen Verantwortung“

Aus Anlass des Internationalen Holocaust-Gedenktags am 27. Januar haben Borussia Dortmund, Deutsche Bahn AG, Deutsche Bank AG, Mercedes-Benz Group und Volkswagen Group in einer gemeinsamen Erklärung mit dem Freundeskreis der Internationalen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem ihre historische Verantwortung für die Erinnerung an den Holocaust und den entschlossenen Einsatz gegen Antisemitismus betont.

Besonders weisen die Vorstandsvorsitzenden der beteiligten Unternehmen in diesem Jahr auf die Bedeutung der sogenannten Survivors‘ Declaration hin. Diese wurde am 11. April 2002 von Holocaust-Überlebenden in Yad Vashem vorgestellt. Ausgangspunkt war die Erkenntnis, dass das „Zeitalter der Überlebenden“ zu Ende geht und bald niemand mehr persönlich sagen kann: „Ich war dort.“

Evelyn Palla, CEO Deutsche Bahn AG: „Die Deutsche Bahn begreift das Gedenken an die Opfer der Shoah als festen Bestandteil ihrer gesellschaftlichen Verantwortung. Wir treten entschieden gegen Antisemitismus sowie jede Form von Ausgrenzung, Hass und Hetze ein und engagieren uns für eine nachhaltige und lebendige Erinnerungskultur. Zu unserem Einsatz gegen das Vergessen gehört auch die Unterstützung von Yad Vashem, einer Institution von weltweiter Bedeutung für Bildungs- und Erinnerungsarbeit.“

Christian Sewing, CEO Deutsche Bank AG: „Wir haben eine historische Verantwortung, die Verbrechen des Holocaust nie in Vergessenheit geraten zu lassen – gerade wenn immer weniger Überlebende selbst darüber berichten können. Deshalb unterstützen wir aus voller Überzeugung die Internationale Holocaust Gedenkstätte Yad Vashem und auch Organisationen wie den Verein Zweitzeugen, der neue Generationen dazu ermutigt und befähigt, die Erinnerung wach zu halten. Unsere Bank ist entschlossen, Antisemitismus und alle anderen Formen von Diskriminierung, Vorurteilen und Hass zu verurteilen und zu bekämpfen. Dafür arbeiten wir mit gemeinnützigen Organisationen zusammen, die jungen Menschen Toleranz und Empathie vermitteln und sich gegen Hassreden und Vorurteile stellen.“

Oliver Blume, CEO Volkswagen Group: „Der Volkswagen Konzern steht für eine lebendige Erinnerungskultur. Antisemitismus, Rassismus und Diskriminierung haben in unserer Welt keinen Platz. Die Verbrechen des Nationalsozialismus dürfen sich nicht wiederholen. Aus unserer historischen Verantwortung heraus engagieren wir uns für die Erinnerungsarbeit der Holocaust Gedenkstätte Yad Vashem, des Internationalen Auschwitz Komitees und der Gedenkstätte Auschwitz. Gemeinsam mit unseren Beschäftigten bewahren wir die mahnende Erinnerung und tragen sie in die Zukunft.“

Ola Källenius, CEO Mercedes-Benz Group: „Mercedes-Benz engagiert sich seit vielen Jahren im Freundeskreis Yad Vashem und unterstützt die Ziele der Survivors‘ Declaration. Wir müssen die Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus dauerhaft wachhalten, denn nur so lässt sich eine Wiederholung des Unvorstellbaren verhindern. Die Gesellschaft ist aufgefordert, deutlich Position zu beziehen: Antisemitismus, Hass und Ausgrenzung haben in unserer Gemeinschaft keinen Platz. Deshalb treten wir konsequent ein für Vielfalt, Respekt und ein offenes Miteinander.“

Carsten Cramer, Sprecher der Geschäftsführung von Borussia Dortmund: „Für Borussia Dortmund sind die Erinnerung an den Holocaust und der Einsatz gegen Antisemitismus von besonderer Bedeutung. Der BVB engagiert sich seit vielen Jahren im Freundeskreis Yad Vashem und mit eigenen Bildungsprojekten zu den nationalsozialistischen Verbrechen. Zu diesem Engagement gehören persönliche Treffen mit Überlebenden. Daher unterstützt der BVB die Ziele der Survivors' Declaration und wird sich weiterhin für eine vielfältige Gesellschaft ohne Antisemitismus, Rassismus und Diskriminierung einsetzen, ganz getreu unserem Motto: ‘Borussia verbindet.'“

Kai Diekmann, Vorsitzender des Freundeskreis Yad Vashem e.V.: „Die Geschichte der Shoah prägt unsere Gesellschaft und unser Land bis heute – und verpflichtet uns zum Handeln. Angesichts der schwindenden Zahl von Überlebenden ist es unsere Verantwortung als Nachgeborene, entschlossen gegen Antisemitismus einzutreten und klar zu benennen, wohin er führt. Das gemeinsame Bekenntnis der Unternehmen zur Survivors’ Declaration macht deutlich, dass Holocaust-Erinnerung eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist, die Politik, Wirtschaft, Bildung und Zivilgesellschaft gleichermaßen in die Pflicht nimmt.“

Die Überlebenden machen in der Survivors‘ Declaration deutlich, dass Gedenken nicht beim Erinnern stehen bleiben darf, sondern zu konkreten Handlungen führen muss. Sie rufen dazu auf, Menschenwürde, Gleichheit und Menschenrechte zu schützen und Antisemitismus, Rassismus sowie Holocaust-Leugnung entschieden entgegenzutreten.

Aktuell ist Dani Dayan, als Vorsitzender von Yad Vashem, zugleich als israelischer Vertreter Präsident der International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA). Anlässlich des Internationalen Holocaust-Gedenktages hat die israelische IHRA-Präsidentschaft eine weltweite Kampagne gestartet, um die Prinzipien der Survivors’ Declaration erneut ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken.

Die Erneuerung der Survivors’ Declaration ist heute besonders wichtig, weil immer weniger Überlebende selbst sprechen können. Erinnerung muss daher von nachfolgenden Generationen weitergetragen werden. Zugleich ist sie eine klare Positionierung gegen wachsenden Antisemitismus und Hass. Mit der gemeinsamen Erneuerung zeigen der Freundeskreis Yad Vashem und die beteiligten Unternehmen, dass Holocaust-Erinnerung eine gemeinsame gesellschaftliche Aufgabe ist.

Hintergrundinformationen zur Survivors’ Declaration finden Sie hier: https://israelinihra.mfa.gov.il/de/survivors_declaration

Über den Freundeskreis Yad Vashem

Das Ziel des Freundeskreises Yad Vashem besteht darin, die Sammlungen und die Expertise der Internationalen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem im öffentlichen Bewusstsein zu verankern. Dafür stärkt der Verein nicht nur die Beziehungen zwischen der Holocaust-Gedenkstätte in Jerusalem und deutschen Institutionen, sondern bietet zahlreiche Ausstellungen und Kampagnen in Zusammenarbeit mit Yad Vashem an. Durch Initiativen wie #LichtZeigen und Ausstellungen wie Sechzehn Objekte setzt sich der Freundeskreis Yad Vashem für eine lebendige Erinnerungskultur ein.

22. Januar 2026, 16:30 Uhr
Berlin
Erster Einstieg in komplexe Themen • DB-Personalvorstand Martin Seiler: „Alle haben heute sehr konzentriert gearbeitet, ein inhaltlicher Start ist damit gemacht.“ • Nächster Termin in der kommenden Woche • Streiks bis Ende Februar ausgeschlossen

Die Deutsche Bahn (DB) und die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) haben ihre Tarifverhandlungen wie geplant fortgesetzt. Beim zweiten Gesprächstermin im Berliner Hauptbahnhof haben die Tarifpartner einen Einstieg in die komplexen Themen gefunden. Insgesamt geht es um 40 verschiedene Forderungen der GDL.

DB‑Personalvorstand Martin Seiler: „Die Gespräche laufen weiter sachlich und konstruktiv. Alle haben heute sehr konzentriert gearbeitet, ein inhaltlicher Start ist damit gemacht. Es ist noch viel zu tun, aber ich bin weiter zuversichtlich. Das Ziel ist klar: Wir wollen einen tragfähigen Abschluss am Tisch erreichen, der die Leistung gerade der operativen Kolleginnen und Kollegen anerkennt.“

Der nächste Termin findet bereits in der kommenden Woche statt: Am 28. und 29. Januar gehen die Verhandlungen in Berlin weiter. Insgesamt haben DB und GDL 14 Verhandlungstage im Januar und Februar vereinbart. Bis 28. Februar gilt Friedenspflicht, Streiks sind so lange ausgeschlossen.

Mehr Informationen auf deutschebahn.com/tarif

20. Januar 2026, 15:30 Uhr
Berlin
Höhere Präsenz von Sicherheitskräften • Mehr Personal und Geld für zusätzliche Stationsreinigung und Reparaturen • Verdopplung der Frühjahrsputzaktionen in diesem Jahr auf 1.400 Bahnhöfe • Start mit 25 Bahnhöfen im ganzen Bundesgebiet

Gemäß der Agenda des Bundes für zufriedene Kunden auf der Schiene setzt die Deutsche Bahn (DB) im Rahmen eines Neustarts schnelle Verbesserungen bei Sauberkeit und Sicherheit in den Bahnhöfen um. DB-Chefin Evelyn Palla und Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder gaben heute am Berliner Hauptbahnhof grünes Licht für ein Sofortprogramm, mit dem das Stationserlebnis für die Kundinnen und Kunden bereits in diesem Jahr spürbar ansprechender wird. Den Auftakt markiert die DB an 25 Bahnhöfen, darunter dem Berliner Hauptbahnhof. Weitere Stationen werden im Lauf des Jahres folgen. An den Bahnhöfen sorgen eine höhere Präsenz von Sicherheitskräften, zusätzliche Reinigungen und schnelle Reparaturen dafür, dass sich die Menschen dort gern aufhalten und komfortabel zu ihren Zügen gelangen.

Evelyn Palla, Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn AG: „Der erste Eindruck zählt. Unsere Bahnhöfe sind unsere Visitenkarte. Mit vielen konsequenten Schritten sorgen wir dafür, dass sich unsere Kundinnen und Kunden an unseren Bahnhöfen willkommen und sicher fühlen. Insgesamt stehen in diesem Jahr rund 50 Millionen Euro zusätzlich für Sicherheit und Sauberkeit an den Bahnhöfen zur Verfügung. Unsere Fahrgäste sollen erleben, dass sich rasch etwas zum Positiven verändert – auch wenn die Pünktlichkeit 2026 durch ein enormes Bauaufkommen noch eine Herausforderung bleibt.“

Patrick Schnieder, Bundesminister für Verkehr: „Mit unserer Agenda für zufriedene Kunden auf der Schiene haben wir die entscheidenden Weichen für eine bessere Bahn gestellt. Viele Maßnahmen, wie die Modernisierung des Netzes, brauchen Zeit. Aber es gibt auch vieles, was man sofort besser machen kann. Dazu gehören die Sauberkeit und Sicherheit unserer Bahnhöfe. Wenn sich Bürgerinnen und Bürger an einzelnen Bahnhöfen nicht sicher fühlen, erwarte ich, dass schnell gehandelt wird. Und das tut die Bahn: Mit mehr Streifen und Technik für Ihre Sicherheit sowie einer Reinigungsoffensive für ein besseres Erscheinungsbild unserer Bahnhöfe.“

Bahn startet Sofortprogramm für Bahnhöfe
Bahn startet Sofortprogramm für Bahnhöfe
Quelle: Deutsche Bahn AG / Christoph Soeder
v.l.n.r. Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder; DB-Chefin Evelyn Palla, CEO DB AG; Dr. Katja Hüske, Vorständin Personenbahnhöfe DB InfraGO. Copyright: Deutsche Bahn AG / Christoph Soeder

Mit Investitionen in Personal und Technik verbessert die DB die Sicherheit an den Bahnhöfen weiter. Ziele sind ein besseres Sicherheitsempfinden und ein sauberes Erscheinungsbild. An zahlreichen Bahnhöfen schickt die DB im Jahr 2026 zusätzliches Sicherheitspersonal auf Streife, darunter finden sich die Hauptbahnhöfe von Mainz, Mannheim und Hamburg. Zudem arbeitet die Bahn gemeinsam mit der Bundespolizei intensiv daran, weitere Bahnhöfe mit Kameras und Videotechnik auszustatten. Schon heute sind an Bahnhöfen rund 11.000 Kameras für Prävention und eine konsequente Strafverfolgung im Einsatz. Begleitet wird das Programm durch eine Präventionskampagne, die Respekt gegenüber Mitarbeitenden stärkt, das Bewusstsein für den öffentlichen Raum Bahnhof schärft und an zivilgesellschaftliche Selbstkontrolle appelliert.

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Für mehr Sauberkeit verstärkt die DB im Jahr 2026 die regelmäßige Reinigung an den Bahnhöfen. Unter den 25 Bahnhöfen, die hier den Auftakt markieren, sind Hannover Hauptbahnhof, Frankfurt (Main) Hauptwache und München Pasing. Doppelt so viele Bahnhöfe wie im Vorjahr erhalten 2026 einen Frühjahrsputz: 1.400 statt 700, viele davon im ländlichen Raum. Dazu zählen beispielsweise die Bahnhöfe in Bitterfeld, Greifswald und Remagen. Beim Frühjahrsputz reinigen DB-Mitarbeitende besonders intensiv Bahnsteige und Treppen, Tunnel und Aufzugsschächte, Glasflächen, Bedienflächen an Automaten und Aufzügen, Mobiliar und Vitrinen. Auch das mühsame Entfernen von Graffiti und Kaugummi gehört dazu. Vielerorts unterstützen Städte und Gemeinden oder Mieter der Bahnhöfe mit Werkzeug und Wischmopp.

Neue mobile DB-Handwerksteams übernehmen bald bundesweit Reparaturen. Damit soll es künftig schneller gehen: hier eine Glasscheibe austauschen, dort eine Graffiti-besprühte Wand zügig streichen oder eine Vitrine reparieren. In einem Pilotversuch hat die DB bereits die Wirkung eines mobilen Teams getestet. Die Rekrutierung der Handwerker:innen erfolgt nun sukzessive in ganz Deutschland.

Weitere Informationen zu den Sofortprogrammen veröffentlicht die DB in ihrem Online-Angebot. Darüber hinaus finden Sie aktuelles Bild- und Grafikmaterial zu den geplanten Bahnhofsmaßnahmen in unserer Mediathek.

20. Januar 2026, 11:00 Uhr
Nürnberg
Die Fotografien zeigen in erschütternder Deutlichkeit die Ankunft deportierter jüdischer Menschen aus Ungarn im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau • Album diente im ersten Frankfurter Ausschwitz-Prozess als wichtiges Beweisstück • DB Museum bietet kostenfreie Rundgänge zur Ausstellung an

Das DB Museum zeigt ab dem 25. Januar 2026 eine kleine Ausstellung zum sogenannten Auschwitz-Album. Es gilt als das einzige erhaltene fotografische Zeugnis für den Ablauf des Massenmords im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau durch das nationalsozialistische Regime. Die Fotos wurden von Angehörigen der SS 1944 erstellt und zeigen in erschütternder Deutlichkeit die Ankunft deportierter jüdischer Menschen aus Ungarn an der berüchtigten Rampe in Auschwitz-Birkenau. Warum das Album angelegt wurde, ist unklar.

Der Weg des Albums in die Gedenkstätte Yad Vashem

Durch Zufall wurde das Album von der jüdischen Gefangenen Lilly Jacob nach der Befreiung des Konzentrationslagers Mittelbau-Dora 1945 in einem verlassenen Quartier der SS-Wachmannschaft gefunden und für die Nachwelt gesichert. Es umfasst 56 Seiten mit 193 Fotos. Das Album diente im ersten Frankfurter Auschwitz-Prozess als wichtiges Beweisstück. 1980 übergab Lilly Jacob das Album an die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem. 1999 wurde es digitalisiert; aus dem Material fertigte die Ausstellungsabteilung der Gedenkstätte eine kleine Schau, die auch online zur Verfügung steht.

„Denkmal für die Deportierten“ in Yad Vashem

In Yad Vashem erinnert ein Denkmal an die Millionen von Jüdinnen und Juden, die von überall in Europa unter unmenschlichen Bedingungen in die Vernichtungslager transportiert wurden. Dort erwartete sie in den meisten Fällen der Tod. Im Jahr 2024 wurde das Denkmal restauriert, dessen zentrales Element ein originaler gedeckter Reichsbahn-Güterwagen ist. Die Deutsche Bahn, die das Restaurierungsprojekt unterstützte, und die Gedenkstätte Yad Vashem nahmen die Restaurierung zum Anlass, Material des Auschwitz-Albums für eine kleine Ausstellung in der DB Akademie in Potsdam aufzubereiten. Diese wandert nun ins DB Museum, ergänzt durch einen Film, der die Restaurierung des Denkmals dokumentiert.

Kostenfreie Führungen durch die Ausstellung

Die Ausstellung wird vom 25. Januar bis zum 26. April 2026 im DB Museum präsentiert. Anlässlich des „Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust“ bietet das Museum am Sonntag, 25. Januar 2026 zwei kostenlose Führungen (13 und 14 Uhr) an. Ab dem 8. Februar findet zudem jeden Sonntag (13:30 Uhr) ein kostenloser Rundgang statt.

Das DB Museum Nürnberg ist geöffnet von Mittwoch bis Sonntag. Der reguläre Eintritt beträgt 10 Euro.

Deutsche Bahn Stiftung und DB Museum

Das DB Museum ist das älteste Eisenbahnmuseum der Welt. Unter dem Dach der Deutsche Bahn Stiftung bewahrt es das historische Erbe der Eisenbahn in Deutschland. Die Deutsche Bahn Stiftung wurde 2013 als gemeinnützige GmbH von der Deutschen Bahn AG gegründet und ist deutschlandweit in den Schwerpunkten Bildung, Integration und Ehrenamt aktiv. 

Mehr unter www.dbmuseum.de und www.deutschebahnstfitung.de

16. Januar 2026, 08:00 Uhr
Berlin
Neue Probe BahnCard 25 und 50 Gold zu den Winterspielen Milano Cortina • Gewinnt Deutschland eine Goldmedaille, reisen am nächsten Tag alle mit der Aktions-BahnCard gratis • Erhältlich vom 16. Januar bis 5. Februar ab 19,90 Euro

Die Deutsche Bahn bietet anlässlich der Winterspiele Milano Cortina eine ganz besondere Aktions-BahnCard an: Bei jeder Goldmedaille für Deutschland können Besitzer der neuen Probe BahnCard Gold am jeweils nächsten Tag alle Fernverkehrszüge der Deutschen Bahn deutschlandweit kostenlos nutzen. Die Probe BahnCard Gold gilt dann als Ticket. Doch auch wenn die deutsche Mannschaft mal nicht gewinnt, kann man mit der BahnCard sparen: Sie gewährt ganz regulär 25 Prozent auf alle Super Spar- und Sparpreise und 25 bzw. 50 Prozent Rabatt auf alle Flexpreise auf dem deutschen Streckennetz.

Erhältlich ist die Probe BahnCard Gold vom 16. Januar bis zum 5. Februar. Es gibt sie als Probe BahnCard 25 Gold für 19,90 Euro (2. Klasse) bzw. 39,90 (1. Klasse) und als Probe BahnCard 50 Gold für 76,90 (2. Klasse) bzw. 152 Euro (1. Klasse). Die Probe BahnCard Gold hat eine Gültigkeit von drei Monaten und läuft danach – wenn sie nicht gekündigt wird – in ein reguläres Abo über. Sie kann über bahn.de, die App DB Navigator oder im Reisezentrum erworben werden.

Begleitet wird die Probe BahnCard Gold von einem TV-Spot, der für Wintersport-Fans eine besondere Überraschung bereithält: Die Helden vergangener olympischer Winterspiele können hier entdeckt werden. Legenden wie Markus Wasmeier (Ski Alpin), Sven Hannawald (Skispringen), Viktoria Rebensburg (Ski Alpin), Kati Wilhelm (Biathlon), Martina Ertl (Ski Alpin), Gerd Schönfelder (Para-Ski Alpin) oder André Lange (Bob) sind im ICE unterwegs. Zusammen bringen sie 27 Olympia-Goldmedaillen mit. Zu sehen gibt es den Spot unter anderem bei YouTube.

Weitere Informationen zum Aktionsangebot: bahn.de/bcgold

13. Januar 2026, 10:00 Uhr
Berlin
Erstmals Szenarien für den Einsatz der neuen Technologie in ganz Deutschland berechnet • Größter Nutzen bei flächendeckendem Einsatz von Shuttles und Bussen • Bis zu 50 Prozent weniger Wartezeit für Fahrgäste • Elf Prozent weniger Straßenverkehrsbelastung

Autonom fahrende Shuttles und Busse können Deutschlands öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) auf ein neues Qualitätsniveau heben. Das zeigt eine Studie im Auftrag von DB Regio, der Regionalverkehrssparte der Deutschen Bahn. Flächendeckend eingesetzt würde autonomes Fahren das Angebot für die Fahrgäste verbessern, die Verkehrsbelastung in Städten reduzieren und ländliche Gegenden besser anbinden.

Die Studie „Autonomes Fahren – Schlüssel für die Mobilität von morgen“ untersucht erstmals anhand von detaillierten Szenarien für das Jahr 2045, wie autonomes Fahren maximalen Nutzen für die Menschen in Deutschland entfalten kann. Erstellt wurde die Studie in Zusammenarbeit mit dem Software- und Verkehrsplanungs-Unternehmen ioki, dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT), dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der Prognos AG. Ein Expertenbeirat hat die Studie begleitet.

Frederik Ley, Vorstand Straße bei DB Regio: „Autonomes Fahren wird kommen. Die Technologie und die Gesetze für die Anwendung im ÖPNV sind da. Den größten Nutzen können wir daraus ziehen, wenn wir den ÖPNV grundlegend weiterentwickeln und das Angebot ausbauen – mit autonomen Shuttles, optimierten Buslinien und einer Verknüpfung zum Zug. Damit verbessern wir die Lebensqualität und die Mobilität in Städten und auf dem Land.“ 

Knut Ringat, Vizepräsident des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) und Geschäftsführer des Rhein-Main-Verkehrsverbunds (RMV): „Autonomes Fahren ist kein Selbstzweck. Es ist eine große Chance, den ÖPNV als Rückgrat sozialer Teilhabe effizienter, stärker und attraktiver für Fahrgäste zu machen. Jetzt geht es darum, das in der Praxis für städtische und vor allem auch ländliche Räume zu erproben, und zwar mit Modellregionen für autonomes Fahren im ÖPNV. Der RMV ist bereit, auf diesem Weg weiterhin gemeinsam mit seinen Partnern voranzugehen und aktiv mitzugestalten.“

Prof. Meike Jipp, Bereichsvorständin für Energie und Verkehr des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR): „Autonomes Fahren ist mehr als Technik – es ist eine Chance, Mobilität effizient und wirtschaftlich nachhaltig zu gestalten. Unser Forschungsansatz geht davon aus, dass Mobilität nicht rational, sondern tief verwurzelt in Routinen und Emotionen ist. Menschen verändern ihre Gewohnheiten nur, wenn das neue Angebot verlässlich, attraktiv und in ihr Alltagsleben passt. Das Daseinsvorsorge-Szenario zeigt: Mit einem integrierten, flächendeckenden ÖPNV-System schaffen wir nicht nur mehr Lebensqualität – wir stärken auch die deutsche Wirtschaft. Durch die Etablierung eines europäischen Marktes für autonome Mobilität entstehen neue, hochwertige Arbeitsplätze und Wertschöpfung. Die Zukunft der Mobilität beginnt in den Köpfen der Menschen.“

Autonomes Fahren kann die Qualität im ÖPNV massiv verbessern
Die Grafik zeigt, wie autonomes Fahren die Qualität im öffentlichen Nahverkehr verbessern kann. Sie vergleicht verschiedene Szenarien (Status quo, Basis-, Wettbewerb- und Daseinsvorsorge-Szenario) in Metropole, Stadt und Land anhand von Kriterien wie Zeit von Wunsch bis Einstieg, Fahrzeit im Vergleich zum Pkw, Entfernung zur Haltestelle und Anzahl der Umstiege. Im Vergleich zum jetzigen Status quo führen die Szenarien mit autonomem Fahren zu kürzeren Wartezeiten, schnelleren Fahrten im Vergleich zum Pkw, geringeren Entfernungen zur nächsten Haltestelle und weniger Umstiegen. Die genauen Zahlen finden Sie im PDF-Dokument, das als Download in der rechten Spalte oder am Ende der Seite zur Verfügung gestellt wird.
Autonomes Fahren kann die Qualität im ÖPNV massiv verbessern
Quelle: Deutsche Bahn AG

Laut der Studie bringt es kaum Vorteile, wenn die Technologie nur dazu genutzt wird, das vorhandene Angebot an Bussen autonom fahren zu lassen. Auch privatwirtschaftlich betriebene Robotaxis bringen kaum Verbesserung, im Gegenteil: Der Verkehr würde in Metropolen um bis zu 40 Prozent zunehmen, und im ländlichen Raum würde das Mobilitätsangebot nicht verbessert.

Den größten Nutzen brächte autonomes Fahren laut Studie dann, wenn es in den ÖPNV integriert, dieser zusätzlich ausgebaut und anders strukturiert wird. Eine zentrale Rolle in diesem für 2045 berechneten Szenario spielen selbstfahrende Shuttles. Sie bringen Fahrgäste entweder direkt ans Ziel oder sind Zubringer zum Zug und zu optimierten Buslinien, die schneller und direkter unterwegs sind als heute.

Wären rund eine Million autonome Shuttles und Busse unterwegs, lägen die durchschnittlichen Wartezeiten der Fahrgäste bis zum Einstieg bei 5 Minuten in Metropolen und bei 13 Minuten im ländlichen Raum. Letzteres wäre 50 Prozent kürzer als aktuell. Die Reisezeiten entsprächen nahezu denen des Pkw und wären in Metropolen teilweise sogar kürzer.

Mit einem derartigen Angebot würden der Studie zufolge mehr Menschen auf ein eigenes Auto verzichten und auf den ÖPNV umsteigen: Der Anteil an der gesamten Verkehrsleistung, die öffentliche Verkehrsmittel erbringen, würde sich auf 35 Prozent mehr als verdoppeln.

Für die Gesellschaft wäre der potenzielle Gewinn im Vergleich zur heutigen Situation enorm: Die Belastung durch den Straßenverkehr würde in Städten und Metropolen um bis zu 11 Prozent sinken. Gleichzeitig könnte die öffentliche Hand ihre Zuschüsse zum ÖPNV trotz des massiv ausgebauten Angebots um 20 Prozent reduzieren. Möglich wird dies durch technologische Effizienzgewinne und stärkere Nutzerfinanzierung. Autofahrende würden 2045 beim Umstieg auf den ÖPNV durchschnittlich 170 Euro pro Monat sparen.

13. Januar 2026, 09:00 Uhr
Berlin
Viele beliebte Strecken zum kleinen Preis • Tickets einfach online, mobil und im Reisezentrum buchbar • Zusätzlich sparen mit BahnCard

Die Deutsche Bahn (DB) startet im Fernverkehr mit einer Super Sparpreis Aktion in das neue Jahr. Fahrgäste können vom 13. bis 15. Januar 2026 Schnäppchentickets ab 8,99 Euro für viele beliebte mittellange Strecken buchen – mit BahnCard sogar noch 25 Prozent günstiger. Und das für Reisen vom 13. Januar bis 31. März 2026. Die Tickets sind auf bahn.de, im DB Navigator und vor Ort im Reisezentrum erhältlich.

Ab 8,99 Euro sind Kund:innen zum Beispiel auf diesen Topstrecken unterwegs:

  • Berlin-Hamburg
  • Frankfurt-Köln
  • Hamburg-Hannover
  • München-Nürnberg
  • Düsseldorf-Frankfurt

Auf kurzen Strecken sind Super Sparpreis-Tickets auch während des Aktionszeitraums wie gewohnt bereits ab 6,99 Euro erhältlich.

08. Januar 2026, 15:00 Uhr
Berlin
In Auftaktrunde Forderungen besprochen und Fahrplan abgesteckt • Streiks bis Ende Februar ausgeschlossen • DB-Personalvorstand Martin Seiler: „Guter Start in gegenseitigem Respekt“

Die Deutsche Bahn (DB) und die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) haben heute mit den Tarifverhandlungen begonnen. Der erste Termin im Berliner Hauptbahnhof war konstruktiv und sachlich, DB-Personalvorstand Martin Seiler sprach im Nachgang von einem „guten Start in gegenseitigem Respekt“.

Wie zum Auftakt von Tarifverhandlungen üblich, wurden die Forderungen der Gewerkschaft besprochen sowie der weitere Fahrplan abgesteckt. In den nächsten zwei Monaten haben DB und GDL insgesamt 14 Verhandlungstage vereinbart. Bis 28. Februar gilt Friedenspflicht, Streiks sind ausgeschlossen.

Martin Seiler betonte, dass die DB einen „fairen und tragfähigen Abschluss am Tisch“ erreichen will. Gerade die Leistung der operativen Mitarbeitenden müsse angesichts schwieriger Bedingungen gewürdigt werden.

Der nächste Verhandlungstermin ist der 22. Januar. Mehr Informationen auf www.deutschebahn.com/tarif

28. Dezember 2025, 08:00 Uhr
Berlin
Bauvolumen in Oberbau-Gewerken über Vorjahr: 2.065 Weichen erneuert, 2.173 km Gleise gebaut • 950 Bahnhöfe modernisiert und 60 moderne Stellwerke errichtet • DB InfraGO-Vorstandsvorsitzender Philipp Nagl: Fahren und Bauen bleibt große Herausforderung

Für 2025 bilanziert DB InfraGO ein gegenüber Vorjahr weiter gestiegenes Bauvolumen zur Sanierung des Schienennetzes in Deutschland. Auf rund 26.000 Baustellen wurde in den zurückliegenden Monaten planmäßig gebaut - zur Sanierung zahlreicher Strecken und Anlagen, zur Modernisierung von Bahnhöfen sowie zur Erneuerung von Leit- und Sicherungstechnik.

2025 standen dem gemeinwohlorientierten Infrastrukturbereich der Deutschen Bahn dafür mehr als 19 Milliarden Euro zur Verfügung. Zu den größten Vorhaben zählt die laufende Korridorsanierung der Strecke Hamburg-Berlin, die Inbetriebnahme der Dresdner Bahn/Anhalter Bahn sowie die Wiederinbetriebnahme der bei der Flut 2021 zerstörten Ahrtalbahn.

Dr. Philipp Nagl, Vorstandsvorsitzender der DB InfraGO AG: „Wir konnten in diesem Jahr ein riesiges Bauvolumen umsetzen, haben erfolgreich große Projekte und auch viele kleine Maßnahmen fertiggestellt. Das ist eine enorme Leistung unseres InfraGO-Teams. Für 2026 haben wir die Planungs- und Finanzierungssicherheit, um die Sanierung weiter kraftvoll vorantreiben zu können.  Zentrale Herausforderung bleibt ‚Fahren und Bauen‘ übereinander zu bekommen. Wir gehen von 28.000 Baustellen aus und einer mindestens gleichbleibenden Betriebsleistung in Höhe von über einer Milliarde Trassenkilometern. Zu Ende 2025 sind 530 Eisenbahnunternehmen, Operateure und Verlader im deutschen Netz unterwegs – der Rekord steht auch für die Attraktivität des Bahnverkehrs.“   

Zum Jahresende lässt sich prognostizieren, dass bei den Investitionen im Gesamtnetz des Fahrwegs die Mengen in einigen Gewerken des Oberbaus gegenüber Vorjahr steigen werden. Auch bei den Bahnhöfen liegen Modernisierungsaufkommen und Inbetriebnahmen über jenen des Jahres 2024.

Vorläufige Bilanz 2025 in Zahlen (Bestandsnetz und Bedarfsplan):

  • 2.065 Weichen sind erneuert – das ist ein Plus von 2,6 Prozent. 
  • Im Gleisbau liegt die Menge mit 2.173 km leicht über dem Niveau von 2024 und 2023.  
  • 288 km erneuerte Oberleitung sind ein leichter Rückgang (minus 2 Prozent) gegenüber 2024. 
  • Bei den Eisenbahn-Brücken werden in Summe 2025 rund 40.000 Quadratmeter in Betrieb genommen. Das sind 27 Prozent qm weniger als im Vorjahr, da 2024 flächenmäßig größere Brücken gebaut wurden.  
  • Ein Erfolg: 2025 werden 60 neue Stellwerke in Betrieb genommen (in den vergangenen Jahren lag die Zahl bei 40). Nicht erreicht wurde die Inbetriebnahme des neuen Stellwerks in Köln Hbf. 4.025 Stelleinheiten wurden 2025 insgesamt erneuert. 
  • Bei der Ausrüstung mit ETCS ist die Streckenlänge im Netz auf insgesamt 683 Kilometer angewachsen; 157 Kilometer kamen 2025 hinzu.
  • Rund 950 der insgesamt 5.700 Bahnhöfe in ganz Deutschland hat die DB InfraGO 2025 modernisiert. Wo möglich werden Stationen aus einem Guss – also Verkehrsstation, Gebäude und Umfeld gemeinsam – geplant und erneuert. Über 100 Bahnhöfe sind nach diesen Standards ausgebaut worden. 
  • Zu Ende 2025 sind rund 8.000 neue Mitarbeitende an Bord, darunter über 3.600 neue Kolleg:innen in den wichtigen Hauptberufsgruppen Bauprojekt-/Bauüberwacher und Fahrweginstandhaltung. Im Betrieb konnten die Qualifizierungskapazitäten erhöht werden. 2.100 neue Fachkräfte haben die Qualifizierung zur Zugverkehrssteuerer:in begonnen. Die leistungswirksame Personalbedarfsdeckungsquote in den Stellwerken liegt bei 99,0 Prozent (Stand November).

Die Projekte 2025:

Korridorsanierung Hamburg-Berlin

Neuer Inhalt (2)
Neuer Inhalt (2)

Fünf Monate nach Start der Arbeiten auf der 270 km langen Strecke ist der Oberbau erneuert. Das sind 165 Kilometer Gleise und 249 Weichen sowie 5 Kilometer Schallschutzwände. Dazu kommen neue Weichenverbindungen und Überleitstellen sowie entsprechend angepasste Oberleitungen. In den kommenden Monaten wird die Leit- und Sicherungstechnik modernisiert. Bis Ende April 2026 werden auch die Arbeiten an den 28 Bahnhöfen entlang der Strecke abgeschlossen. Dazu gehören Bahnsteigverlängerungen, Bahnsteigerhöhungen für einen stufenlosen Einstieg in den Zug, längere Bahnsteigdächer und Wegeleitsysteme für Menschen mit Sehbeeinträchtigungen.

Weitere Bauvorhaben 2025

 

Bahnhöfe

Insgesamt hat die DB InfraGO im Jahr 2025 rund 950 ihrer 5.700 Bahnhöfe in ganz Deutschland modernisiert. Die DB InfraGO geht bei der Sanierung und Modernisierung neue Wege: Die Stationen werden wo möglich aus einem Guss – also Verkehrsstation, Gebäude und Umfeld gemeinsam – geplant und modernisiert, so zum Beispiel in Bad Bentheim, Hamburg-Ottensen, Dortmund-Marten, Langenau, Bad Salzungen, Halberstadt, Dresden Plauen, Oberkotzau, Beelitz-Heilstätten, Bad St Peter-Ording, Nievern, Darmstadt-Lichtwiese und Bubach. Dazu bindet die DB InfraGO Städte und Gemeinden eng ein. Eigens dafür hat sie 2024 die Kompetenzstelle Bahnhofsvorplatz und Anschlussmobilität gegründet. Städte und Gemeinden, denen meist große Anteile der Vorplätze gehören, können hier bei Bedarf eine Beratung zur Umsetzung und Finanzierung erhalten, um gemeinsam ein attraktives Bahnhofsumfeld zu entwickeln.

Eindrücke aus den Regionen:

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Kleine und mittlere Maßnahmen

Zu den Projekten zählen Überleitmöglichkeiten, zusätzliche Signale und Gleiswechselbetriebe oder neue Bahnsteige. Das Programm zielt darauf, schnell positive Effekte auf die Kapazität und Pünktlichkeit für Reisende und Güterverkehrskunden zu erreichen. Finanziert werden die Vorhaben im Wesentlichen über das Klimaschutzpaket des Bundes und Eigenmittel der DB. 2025 wurden mehr als 30 dieser Vorhaben fertig, darunter:

Neue Leit- und Sicherungstechnik

16. Dezember 2025, 10:15 Uhr
Berlin
Erneuerung von Gleisen, Weichen sowie Schallschutzwänden weitgehend abgeschlossen • 740 Kilometer Kabel für Anschluss von Anlagen an neue Stellwerkstechnik erforderlich • Fortlaufende Anpassung des Ersatzverkehrs an die Nachfrage

Rund fünf Monate nach dem Start der Generalsanierung auf der Bahnstrecke Hamburg–Berlin steht die erste Bauphase planmäßig vor dem Abschluss. Mehr als 1.000 Mitarbeitende der DB InfraGO und der beteiligten Bauunternehmen haben seit 1. August mit bis zu 140 Baumaschinen vor allem den sogenannten Oberbau erneuert: 164 km Gleise, 241 Weichen, 5 km Schallschutzwände, 270 Signale, 25 km Oberleitung und 12 Bahnsteige. Damit ist das geplante Bausoll für den Oberbau bereits erfüllt. Für mehr Flexibilität im Betrieb sowie alternative Fahrtmöglichkeiten bei Störungen hat die DB InfraGO außerdem neue Weichenverbindungen und Überleitstellen gebaut und die Oberleitungen entsprechend angepasst. In der nächsten Bauphase steht nun neben den Bahnhöfen die Signal- und Stellwerkstechnik im Fokus.

Dr. Philipp Nagl, Vorstandsvorsitzender der DB InfraGO AG: „Mit dem Abschluss der Oberbauarbeiten geht die Generalsanierung der Strecke Hamburg–Berlin in ihre nächste wichtige Phase. Eine moderne Leit- und Sicherungstechnik wird diese wichtige Verbindung langfristig stabiler, leistungsfähiger und zukunftsfest machen. In den kommenden Monaten gilt es nun, mehr als 1.000 einzelne technische Anlagen mit der rundum erneuerten Stellwerkstechnik zu verbinden. Unser Team hat dabei gemeinsam mit den Herstellern also noch einige Herausforderungen vor sich.“

Infografik zum Baufortschritt der Generalsanierung Hamburg–Berlin mit Kennzahlen.
Infografik zum Baufortschritt der Generalsanierung Hamburg–Berlin mit Kennzahlen.
Quelle: DB AG

Die Grafik zeigt den aktuellen Baufortschritt der Strecke Hamburg–Berlin: Schon 99 % der Gleise, 97 % der Weichen und 95 % der Schallschutzwände sind fertig. Täglich sind über 1.000 Mitarbeitende, 120 Baumaschinen und 170 Ersatzbusse im Einsatz, um einen planmäßigen Ablauf zu sichern.

Insgesamt 740 Kilometer Kabel verbinden künftig die verschiedenen neuen Komponenten der Strecke mit den 27 Stellwerken. Dazu zählen u.a. 678 Signale, 224 Weichenantriebe und die sogenannten Achszähler, die melden, ob ein Streckenabschnitt frei oder noch belegt ist. Nachdem die Kabel und Adern mit den richtigen Anschlüssen in den Kabelschränken verbunden sind, erfolgt ein mehrstufiger Prüf- und Abnahmeprozess.

Parallel zu den Arbeiten an der Leit- und Sicherungstechnik erfolgen in den kommenden Monaten umfangreiche Arbeiten an 28 Bahnhöfen entlang der gesamten Strecke. Dazu gehören, je nach Station, unter anderem Bahnsteigverlängerungen, Bahnsteigerhöhungen für einen stufenlosen Einstieg in den Zug, längere Bahnsteigdächer und Wegeleitsysteme für Menschen mit Sehbeeinträchtigungen. 20 der 28 Bahnhöfe sollen dabei ganzheitlich zu Zukunftsbahnhöfen entwickelt werden – durch neu gestaltete Personenunterführungen, durchgängige Gestaltungskonzepte sowie mehr Sitz- und Wartemöglichkeiten und bessere Parkmöglichkeiten für Fahrräder.

Seit dem Baustart am 1. August sorgt ein umfangreiches Verkehrskonzept dafür, dass Reisende im Fern- und Regionalverkehr weiterhin ihre Ziele erreichen. Die direkten Fernzüge der DB und anderer Eisenbahnunternehmen zwischen Hamburg und Berlin werden über Uelzen und Stendal umgeleitet. Mehrere Nahverkehrslinien waren im Vorfeld gemeinsam mit den zuständigen Aufgabenträgern und Verkehrsunternehmen umgeplant worden. Als Ersatz für entfallende Zugverbindungen im Nahverkehr sind täglich mehr als 170 Busse des Betreibers ecoVista auf mehr als 25 Linien im Einsatz. Fahrgäste können auf einer Live-Map die Fahrt ihres Busses verfolgen.

Auf Basis der Rückmeldungen von den Verkehrsunternehmen hat die DB InfraGO seit dem Baustart eine Vielzahl von Verbesserungen umgesetzt. Dazu gehören Sanitärcontainer an insgesamt sechs Standorten und eine angepasste Wegeleitung durch z.B. zusätzliche Schilder. Darüber hinaus wurden in Wittenberge Flächen gepflastert, damit die seit Ende November versetzte Haltestelle auch barrierefrei zugänglich ist.In Abstimmung mit den Aufgabenträgern wird das Ersatzverkehrsangebot fortlaufend an die Nachfrage angepasst. So sind im Land Brandenburg Leistungen der Linie X4 auf die Linie R verschoben worden. Das Angebot auf den Linien C2, X8 und X9 wurde ausgeweitet bzw. auf weniger stark nachgefragten Linien in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern leicht reduziert.

Die Bahnstrecke zwischen Hamburg und Berlin ist 278 Kilometer lang, das entspricht etwa dem Vierfachen der Riedbahn zwischen Frankfurt/Main und Mannheim, die die DB im vergangenen Jahr als ersten Korridor gebündelt erneuert und modernisiert hatte. Mit täglich rund 470 Zügen des Regional-, Fern- und Güterverkehrs gilt die Strecke Hamburg–Berlin als hochbelastet. Die Generalsanierung wird am 30. April planmäßig abgeschlossen. 

Hinweis für Redaktionen: Aktuelles Bildmaterial von der Generalsanierung der Strecke Hamburg–Berlin finden Sie in der DB Mediathek. Umfassende Informationen zum Projekt, einen Baustellen-Blog sowie den Link zum WhatsApp-Kanal mit regelmäßigen Updates erhalten Sie unter www.db.de/hamburg-berlin. Unter https://generalsanierung.db-ersatzverkehr.de/ersatzverkehr/Generalsanierungen/Hamburg-Berlin sind alle Informationen rund um den Ersatzverkehr gebündelt. 

14. Dezember 2025, 12:45 Uhr
Freiburg
Vier Gleise für einen robusten und leistungsfähigen Bahnbetrieb • 67 Kilometer der Rheintalbahn mit 250 km/h befahrbar • Umfassender Lärmschutz für Anwohnende

Mit dem Fahrplanwechsel hat die Deutsche Bahn (DB) die Neubaustrecke zwischen Müllheim im Markgräflerland und Auggen pünktlich in Betrieb genommen. Der Abschnitt liegt auf der stark befahrenen europäischen Verkehrsachse zwischen Rotterdam, Köln, Basel und Genua und wird täglich von rund 300 Zügen genutzt. Um die steigende Nachfrage zu bewältigen, erweitert die DB die Rheintalbahn zwischen Karlsruhe und Basel schrittweise auf vier Gleise. Die zwei zusätzlichen Gleise entlasten die hoch belastete Rheintalbahn, erhöhen die Stabilität im Betrieb und schaffen die Voraussetzung für schnellere Fernverkehrsverbindungen.

Gesamtprojektleiter Philipp Langefeld: „Mit der heutigen Inbetriebnahme setzen wir ein klares Zeichen: Das Großprojekt Karlsruhe–Basel macht große Schritte nach vorn. Mit den jetzt zusätzlichen sechs Gleiskilometern sind nun rund 67 Kilometer der Rheintalbahn zwischen Karlsruhe und Basel viergleisig ausgebaut und mit 250 km/h befahrbar. Und Ende nächsten Jahres folgt der Bereich des Tunnel Rastatt mit weiteren 16 Kilometern. Sobald die Rheintalbahn komplett ausgebaut ist, wird sie den Bahnverkehr deutschlandweit spürbar beschleunigen.“

In sechs Jahren Bauzeit hat die Deutsche Bahn zwischen Müllheim und Auggen zwei neue Gleise errichtet, die bestehenden Gleise erneuert und verlegt, zwölf Brücken neu gebaut und fast acht Kilometer Schallschutzwände aufgestellt. Auch der Bahnhof Müllheim und der Haltepunkt Auggen wurden vollständig modernisiert und barrierefrei ausgebaut. Für einen reibungslosen Betrieb sorgen zudem ein neues elektronisches Stellwerk (ESTW) sowie neun neu installierte Weichen.

Eine besondere Herausforderung bestand darin, sämtliche Arbeiten bei laufendem Zugbetrieb durchzuführen. Auf der stark frequentierten Rheintalbahn sind längere Gleissperrungen kaum möglich – erlaubt sind in der Regel nur kurze Nacht- und Wochenendfenster. „In den vergangenen sechs Jahren mussten wir die Strecke mehrfach an langen Wochenenden sperren, um besonders anspruchsvolle Bauaufgaben zu bewältigen“, erklärt Langefeld. „Dazu zählten etwa das Einfliegen von Oberleitungsmasten per Helikopter oder der Einbau neuer Weichen zwischen Rheintalbahn und Neubaustrecke. Für die Geduld der Fahrgäste während dieser Zeit bedanken wir uns herzlich.“

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie unter www.karlsruhe-basel.de

In den sozialen Netzwerken unter:Facebook http://www.facebook.com/karlsruhebasel, www.facebook.com/tunnelrastatt undInstagram www.instagram.com/karlsruhebasel (@karlsruhebasel) oder www.instagram.com/tunnelrastatt (@tunnelrastatt) 

14. Dezember 2025, 11:00 Uhr
Berlin
Fernverkehrsangebot zwischen den Nachbarländern wächst im Fahrplan 2026 um 50 Prozent • vier Direktzüge täglich zwischen Leipzig, Breslau und Krakau • zwei Züge davon bis/von Przemysl • 3,5 Stunden Fahrzeit nach Breslau, 7 Stunden bis Krakau

Ab heute sind Leipzig und Südpolen erstmals mit Eurocity (EC)-Zügen direkt auf der Schiene miteinander verbunden. Die Deutsche Bahn (DB) und die polnische PKP Intercity (PKP IC) bieten mit dem ab heute gültigen Fahrplan 2026 die komplett neu eingeführte Verbindung Leipzig–Breslau–Krakau mit zwei EC-Zügen pro Tag und Richtung in Kooperation an. Eine tägliche Verbindung führt dabei bis Przemysl an der polnisch-ukrainischen Grenze. Die wirtschaftlichen und kulturellen Zentren Südpolens sowie die polnisch-ukrainische Grenzstadt Przemysl erhalten mit der neuen Direktverbindung erstmals eine schnelle Anbindung aus der bzw. in die Mitte Deutschlands.

Auch das sächsische Riesa und Hoyerswerda sowie die brandenburgischen Städte Elsterwerda und Ruhland profitieren als Haltebahnhöfe von dem neuen Angebot. Das Fernzugangebot zwischen Deutschland und Polen wächst um 50 Prozent auf 34 EC-Fahrten täglich.

Michael Peterson, DB-Vorstand Personenfernverkehr: „Immer mehr Menschen fahren auch über nationale Grenzen hinweg Bahn. Auf die gestiegene Nachfrage nach Verbindungen zwischen Deutschland und unserem Nachbarland Polen reagieren wir mit einem deutlichen Ausbau des Eisenbahnverkehrs. Die neuen Direktverbindungen in die wirtschaftsstarken Regionen Südpolens und an die Grenze zur Ukraine sind gleichermaßen politisch wie wirtschaftlich und touristisch bedeutend.“

Janusz Malinowski, Vorstandsvorsitzender der PKP Intercity: „Die Zahl der Passagiere, die mit unseren Zügen nach Deutschland reisen, steigt von Jahr zu Jahr, daher erweitern wir das internationale Angebot nach Westen. Neben noch häufiger am Tag verkehrenden Zügen nach Berlin schaffen wir auch neue Verbindungen in andere deutsche Städte. Wir freuen uns, dass wir unseren Reisenden die Fahrt bis nach Leipzig ermöglichen können.“

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder: „Das neue Fernverkehrsangebot stärkt die gute Nachbarschaft zwischen Deutschland und Polen. Es ermöglicht noch mehr Menschen, das Nachbarland klimafreundlich per Bahn zu entdecken – ein Erfolg jahrzehntelanger gemeinsamer Investitionen in die grenzüberschreitende Infrastruktur. Allein auf deutscher Seite wurden dafür mehr als 1,1 Milliarden Euro investiert. Auch die Bedrohungslage in Europa zeigt, wie wichtig der grenzüberschreitende Bahnverkehr ist – neben den kulturellen und wirtschaftlichen Vorteilen gewinnt die verteidigungspolitische Notwendigkeit an Bedeutung.“

Thomas Dienberg, Bürgermeister für Stadtentwicklung und Bau in Leipzig: „Für Leipzig ist dies ein sehr schöner Tag, denn die neue Eurocity-Verbindung schafft nach vielen Jahren wieder eine Direktverbindung zu unserer Partnerstadt Krakau und stärkt damit die internationale Anbindung Leipzigs an Polen.“

Quelle: DB AG

Tickets für Reisen nach bzw. von Polen sind bereits sechs Monate im Voraus, z.B. mit dem Super Sparpreis Europa ab 18,99 Euro erhältlich. Bei Buchung einer Fahrkarte wird automatisch eine kostenfreie Sitzplatzreservierung mit gebucht. Im innerdeutschen Abschnitt ist keine Reservierung erforderlich.

Die Züge mit modernisierten Eurocity-Wagen der PKP IC und jeweils mehr als 300 Sitzplätzen starten in Leipzig Hauptbahnhof um 10:55 Uhr und 14:55 Uhr. Fahrgäste erreichen Breslau in dreieinhalb Stunden und Krakau in sieben Stunden entspannt, klimafreundlich und ohne Umstieg im Eurocity von DB und PKP IC. Der morgendliche EC fährt auch weiter bis Przemysl an die ukrainische Grenze, wo Anschlüsse nach und von Kiew bestehen. Der EC aus Krakau bzw. Przemysl erreicht Leipzig um 13:04 Uhr und 17:04 Uhr.

Die neuen EC-Züge halten auch in Riesa, Elsterwerda, Ruhland und Hoyerswerda und binden so durch gute Anschlüsse an den Nahverkehr z.B. auch Chemnitz, Dresden, Görlitz, Cottbus und Berlin (inklusive BER) an die neue Fernverkehrslinie an. Für Reisende aus München, Nürnberg, Erfurt oder Frankfurt (Main) nach Breslau verkürzt sich die Reisezeit im Fernverkehr durch abgestimmte Umsteigezeiten in Leipzig um rund zwei Stunden.

Hinweis für Redaktionen: Der erste EC-Zug Richtung Krakau wird am Sonntag, den 14. Dezember, um 14.55 Uhr feierlich am Leipziger Hauptbahnhof auf die Reise geschickt.Fotos finden Sie in der Mediathek der Deutschen Bahn

13. Dezember 2025, 11:30 Uhr
Berlin
Deutsche Bahn bindet Hersteller mit langfristigen Verträgen • MAN erneut Hauptpartner für rund 95 Prozent der neuen Busse • Flottenanteil der reinen E-Busse wird systematisch ausgebaut • Komfortable Ausstattung für Fahrgäste

Die Deutsche Bahn (DB) schafft die Voraussetzungen für massive Investitionen in neue Fahrzeuge: Über Rahmenverträge mit verschiedenen Herstellern plant das Unternehmen, in den kommenden Jahren mehr als 3.000 hochmoderne Busse mit Hybrid- oder Elektroantrieb anzuschaffen. Sie werden für die Regionalverkehrstochter DB Regio AG in ganz Deutschland eingesetzt.

Die Rahmenverträge sind das Ergebnis einer europaweiten Ausschreibung, mit der die DB ihre Busflotte weiter modernisiert und elektrifiziert: Als Hauptpartner liefert das Münchner Unternehmen MAN Truck & Bus Niederflur- und Überlandbusse mit Hybrid- und Elektroantrieb; eine kleinere Flotte von E-Überlandbussen liefert der chinesische Hersteller BYD aus seiner Produktion in Ungarn. Dieses Segment macht rund fünf Prozent der erwarteten Fahrzeuge aus. Daneben schließt die DB nachrangige Rahmenverträge mit IVECO, Scania, Daimler Buses und Zhongtong, um die Verfügbarkeit neuer Fahrzeuge abzusichern.

Harmen van Zijderveld, DB-Vorstand für Regionalverkehr: „Mit den neuen Bussen kommen unsere Fahrgäste weiterhin zuverlässig, komfortabel und umweltfreundlich ans Ziel. Die langlaufenden Verträge garantieren, dass wir immer moderne Fahrzeuge haben und diese eng mit den Herstellern weiterentwickeln können. Dass der weitaus größte Anteil der Busse von einem Münchner Hersteller kommt, ist eine gute Nachricht für den Industriestandort Deutschland.“

Es ist die bislang größte Vergabe im Busbereich in der Geschichte von DB Regio. Geplant ist die Abnahme von rund 3.300 Solo- und Gelenkbussen; bei Konfiguration und Antrieb erlauben die Verträge größtmögliche Flexibilität. Im Rahmen der Verträge kann DB Regio weitere Kontingente in Anspruch nehmen, wenn das Verkehrsunternehmen zusätzliche langfristige Aufträge gewinnt. Die Rahmenverträge summieren sich auf mehr als 1 Mrd. Euro, sie haben eine Laufzeit von sechs Jahren. Die Busse sollen in den Jahren 2027 bis 2032 geliefert werden.

Mit den neuen Fahrzeugen baut DB Regio den Anteil batterie-elektrisch angetriebener Busse in der Flotte weiter aus. Daneben kommen Busse mit kraftstoffsparenden Hybridmotoren zum Einsatz, in denen ein Elektromotor beim Anfahren und Beschleunigen unterstützt und in denen beim Bremsen Energie zurückgewonnen wird. Die Fahrzeuge können außer klassischem Diesel auch alternative Kraftstoffe wie „Hydrotreated Vegetable Oils“ (HVO) tanken und erfüllen die Anforderungen der Euro6e-Norm. Für die E-Busse garantieren die Hersteller hohe Reichweiten von über 300 Kilometern ohne Nachladen über die gesamte Nutzungsdauer.

Alle Busse bieten USB-Anschlüsse an den Sitzen, sodass Fahrgäste unterwegs ihre Handys und Smartphones laden können. LEDs sorgen für eine angenehme und energiesparende Innenbeleuchtung, speziell gepolsterte Sitze für Komfort bei Fahrten über Land. Außerdem sind alle neuen Solo- und Gelenkbusse klimatisiert, die Elektrobusse haben durchgängig Klimaanlagen mit einem klimaneutralen Kältemittel und kommen ohne fossile Zusatzheizungen aus. Für zusätzliche Sicherheit im Straßenverkehr sind alle neuen Busse unter anderem mit LED-Scheinwerfern, Abbiegeassistent und Rückfahrkamera ausgerüstet.

Großen Wert hat die DB bei der Vergabe auf hohe Wirtschaftlichkeit über den gesamten Lebenszyklus gelegt: Neben den Anschaffungskosten wurden Energieverbrauch, Instandhaltungsaufwand und weitere Qualitätskriterien betrachtet. Die DB hat bei dem Verfahren im Rahmen des vergaberechtlich Zulässigen auch die Lage der Produktionsstandorte und den Umfang des Servicenetzes der Hersteller berücksichtigt. Zudem stellte die DB hohe Ansprüche an die ökologische, ökonomische und soziale Verantwortung (CSR) ihrer künftigen Lieferanten.

Mit rund 561 Millionen Fahrgästen im Jahr 2024 ist DB Regio der größte Anbieter im deutschen Busverkehr. Jeden Tag sind im Schnitt 1,5 Millionen Menschen in Deutschland mit Bussen von DB Regio unterwegs. Damit sichert DB Regio Bus öffentlichen Nahverkehr, Anschluss an die klimafreundliche Schiene und Teilhabe an Mobilität in weiten Teilen Deutschlands.

12. Dezember 2025, 15:00 Uhr
Frankfurt/Main
Regionalbahnen fahren ab Sonntag wieder zwischen Remagen und Ahrbrück • Wiederaufbau der Infrastruktur in Rekordzeit umgesetzt • 18 Kilometer Gleise, 22 Brücken, fünf Tunnel und zehn Stationen im vorgesehenen Zeitplan wiederhergestellt • Moderne Stellwerkstechnik installiert und Strecke elektrifiziert • Schulterschluss von DB, Politik, Gemeinden und Aufgabenträgern

Ab dem 14. Dezember können die Fahrgäste auf der von der Flut 2021 stark zerstörten Ahrtalbahn wieder durchgehend mit dem Zug fahren. Zwei Regionalzuglinien sind dann für die Kundinnen und Kunden unterwegs und sorgen besser als zuvor für attraktive Verbindungen weit über das Ahrtal hinaus. Die Deutsche Bahn (DB) hat dafür auf der 29 Kilometer langen, in Teilen komplett von den Wassermassen zerstörten Strecke zwischen Remagen und Ahrbrück 18 Kilometer Gleise, 22 Brücken, fünf Tunnel sowie zehn beschädigte Stationen wiederhergestellt und auf den neuesten Stand gebracht. Wo immer möglich haben die Fachkräfte die Bahnanlagen – insbesondere im Bereich der Brücken und Stützbauwerke – resilienter gegen Hochwasser errichtet. Gleichzeitig hat die DB die Strecke entlang der Ahr mit moderner Stellwerkstechnik und Oberleitungen für einen klimafreundlicheren Zugverkehr ausgestattet. Das komplexe Wiederaufbau- und Elektrifizierungsprojekt konnte im engen Schulterschluss mit dem Bund, dem Land Rheinland-Pfalz, den Gemeinden und dem SPNV Nord in nur vier Jahren realisiert werden.

Video: Wiederaufbau der Ahrtalbahn

Ende des oberhalb befindlichen Videos

Evelyn Palla, Vorsitzende des Vorstands Deutsche Bahn AG: „Die Bahn ist zurück im Ahrtal. Zwischen Remagen und Ahrbrück fahren wieder regelmäßig Züge. Damit bringen wir für die Menschen ein Stück Normalität zurück. Unsere Mitarbeitenden, die Bauteams und Partner haben nicht nur die zerstörte Infrastruktur wiederaufgebaut, sondern eine neue, bessere Ahrtalbahn geschaffen: klimaresilient, leistungsfähig, modern. Wir haben gezeigt: Gemeinsam schaffen wir Großes, wenn regionale Kompetenz, Erleichterungen bei der Planung, ein Schulterschluss aller Beteiligten und finanzielle Sicherheit zusammenkommen. So können wir das Schienennetz gemeinsam weiter voranbringen und die Bahn für die Kundinnen und Kunden besser machen.“   

Patrick Schnieder, Bundesminister für Verkehr: „Nach der schrecklichen Flutkatastrophe vor viereinhalb Jahren ist vieles schnell wiederaufgebaut worden – dank einer gemeinsamen Kraftanstrengung von Bund, Land und vor allem der tapferen und fleißigen Menschen hier vor Ort im Ahrtal. Mein Glückwunsch und mein Respekt auch für die Aufbauleistung der Bahnmitarbeiterinnen und -mitarbeiter und der beteiligten Baufirmen. Ich habe die Bilder noch vor Augen von Bahngleisen, die im Nichts endeten, Bahntrassen, die komplett weggespült waren. Heute stehen wir nicht nur an einer wiederaufgebauten, sondern mit der Elektrifizierung auch enorm aufgewerteten Strecke. Darauf haben viele gewartet – die Pendler, aber auch die Touristen.“

Alexander Schweitzer, Ministerpräsident des Landes Rheinland-Pfalz: „Mit der Wiederinbetriebnahme der Ahrtalbahn kehrt ein zentrales Stück Alltag und Zukunft in die Region zurück. Dass es gemeinsam mit der Deutschen Bahn gelungen ist, diese wichtige Verbindung in nur vier Jahren nicht nur wiederherzustellen, sondern zugleich zu modernisieren und widerstandsfähiger zu machen, ist ein Erfolg der gemeinsamen Anstrengungen von Bund, Land und Kommunen. Der Wiederaufbau zeigt, dass wir im Land fest an der Seite der Menschen im Ahrtal stehen und gemeinsam den Weg in eine stabile, verlässliche und zukunftsfähige Infrastruktur gestalten.“

Cornelia Weigand, Landrätin des Landkreises Ahrweiler: „Für uns alle kehrt heute ein wichtiges Stück Normalität ins Ahrtal zurück. Die Einwohnerinnen und Einwohner in den Ortschaften entlang der Strecke standen stets hinter dem Mammutprojekt und haben in den vergangenen viereinhalb Jahren Lärm, Baustellenverkehr sowie Straßensperrungen mit viel Langmut ertragen. Nun freuen wir uns sehr, die Inbetriebnahme unserer nachhaltigen und resilienten Ahrtalbahn feiern zu können. Die Ahrtalbahn ist ein Herzstück des öffentlichen Personennahverkehrs im Landkreis, denn sie erleichtert die Alltagsmobilität, bedeutet ein Plus an Lebensqualität und fördert auch maßgeblich die touristische Attraktivität unserer Region. Ich danke allen, die an Planung, Entscheidungsprozessen und Bauausführung mitgewirkt haben.“

Landrat Achim Hallerbach, Verbandsvorsteher SPNV Nord: „Es freut mich sehr, dass die Ahrstrecke nun wieder vollständig mit dem Zug befahrbar ist. Dass mit dem Wiederaufbau gleichzeitig die komplette Elektrifizierung der Strecke vorgenommen wurde, ist ein großer Gewinn für die Region. Mit der Neuordnung der Linien sind wir mit einem besseren Verkehrsangebot unterwegs und binden das Ahrtal besser an. Rund 20 Millionen Menschen haben nun die attraktive Möglichkeit, mit dem Zug innerhalb von maximal zwei Stunden ins Ahrtal zu kommen. Ich danke allen Beteiligten, die den klimaresilienten Wiederaufbau der Ahrtalbahn umgesetzt haben.“

Ahrtal Leistungen
18 Kilometer Gleise neu gebaut, 28.000 Schwellen, 36.000 Meter Schienen, 60.000 Tonnen Schotter, 9 Weichen, 15 Brücken neu gebaut, 7 Brücken saniert, alle Stützbauwerke und Durchlässe erneuert oder saniert, alle Bahndämme in großem Umfang wiederhergestellt, 1 ESTW-Zentrale neu gebaut in Ahrweiler, 3 ESTW-Modulgebäude in Bad Bodendorf, Dernau und Kreuzberg, 84 Signale neu aufgestellt, 19 Bahnübergänge neu gebaut, 10 Verkehrsstationen saniert oder neu gebaut, 5 Tunnel saniert und für Elektrifizierung erweitert, 885 Masten neu aufgestellt, 55 Kilometer Oberleitung neu gezogen
Ahrtal Leistungen
Quelle: Deutsche Bahn AG

Pendler:innen profitieren von besserem Angebot als vor der Flut

Ab dem 14. Dezember stehen den Fahrgästen im Ahrtal zwei Regionalbahnlinien mit einem erweiterten Angebot zur Verfügung. Die RB 30 (DB Regio) verbindet dabei im Stundentakt Ahrbrück über Remagen mit Bonn. Bis zum Sommer kommenden Jahres werden die Züge auf elektrische Fahrzeuge des Typs Talent 2 umgestellt. Darüber hinaus fährt die neu konzipierte RB 32 (Trans Regio Deutsche Regionalbahn GmbH) elektrisch mit Neufahrzeugen des Typs MIREO Smart stündlich zwischen Remagen und Ahrbrück. Alle zwei Stunden fährt die RB 32 von Remagen über Koblenz nach Boppard und zurück ins Ahrtal.

Auf dem Streckenabschnitt Walporzheim–Ahrweiler nutzen die Züge der Linie RB 32 aufgrund letzter Restarbeiten an der Oberleitung derzeit ein paralleles Gleis. Die Züge halten daher an den Stationen Ahrweiler-Markt und Ahrweiler zunächst an einem anderen Bahnsteig.

Aufgrund von Bauarbeiten für eine komplexe Stützwand, die in Heimersheim für zusätzlichen Hochwasserschutz sorgt, fährt bis Sommer 2026 zunächst die RB 30 bis Ahrbrück, die RB 32 endet in Altenahr. Nach Fertigstellung der Stützwand ist für beide Züge ein Verkehr bis Ahrbrück möglich. Bis dahin werden auch die geplanten Fahrtzeiten der RB 32 angepasst und ein Umstieg in Remagen mit Bahnsteigwechsel ist für Fahrgäste Richtung Koblenz und Boppard erforderlich. Trotz dieser Zwischenlösung profitieren die Fahrgäste bereits ab Dezember von einem besseren Angebot als vor der Flut und erhalten eine weitere neue direkte Anbindung an die Mittelrheinachse.

DB_Streckenkarte_Flutkatastrophe_Übersicht
DB_Streckenkarte_Flutkatastrophe_Übersicht
Quelle: Deutsche Bahn AG

Neue Stationen für mehr Komfort und Aufenthaltsqualität

Damit die Reisenden an modernen Stationen ein- und aussteigen können, hat die DB alle zehn von der Flut zerstörten Stationen neu gebaut oder umfangreich saniert. Zudem sind die insgesamt 13 Stationen entlang der Bahnlinie von Remagen bis Ahrbrück Mitte Dezember bis auf Bahnsteig 2 in Ahrweiler-Markt vollständig barrierefrei. Dank weiterer Verbesserungen wie Wetterschutzhäusern, modernen dynamischen Schriftanzeigern und neuer Wegeleitung profitieren die Kundinnen und Kunden ab Fahrplanwechsel insgesamt von höherem Komfort und mehr Aufenthaltsqualität.

Im Zuge des Wiederaufbaus der Ahrtalstrecke haben die Planer auf Wunsch der Gemeinden Heimersheim, Lohrsdorf und Dernau die Haltepunkte so verlegt, dass sie von den Reisenden besser genutzt werden können. Gemeinsam mit SPNV Nord und dem Ahrtal-Tourismus Bad Neuenahr-Ahrweiler e.V. hat die DB außerdem ein Konzept zur Förderung der regionalen Identität des Ahrtals an allen 13 Stationen entlang der Strecke umgesetzt. Auf speziellen Stelen finden Interessierte Wissenswertes über die Geschichte und Ausflugziele.

Ahrtal Ausbau Stationen
Ahrtal Ausbau Stationen
Quelle: Deutsche Bahn AG

Moderne resiliente Schieneninfrastruktur für verlässlichen Verkehr

Die Flutkatastrophe im Sommer 2021 hatte die Ahrstrecke teilweise komplett zerstört. Der erste Abschnitt von Remagen bis Walporzheim ist bereits seit Ende 2021 wieder in Betrieb. Auf den letzten 14 Kilometern zwischen Walporzheim und Ahrbrück kam der Wiederaufbau der Ahrstrecke einem Neubau gleich. Parallel haben die Bauteams die Elektrifizierung der gesamten Ahrtalbahn vorangetrieben. 80 Mastfundamente und 55 Kilometer Oberleitung wurden dabei entlang der Strecke installiert. Zudem hat die DB 84 neue Signale aufgestellt sowie 19 Bahnübergänge technisch erneuert und an das neue elektronische Stellwerk (ESTW) in Ahrweiler angeschlossen. Dieses moderne Stellwerk ist seit September 2023 in Betrieb und ersetzt vier mechanische Stellwerke aus den 1950er Jahren.

Generell hat die DB die Infrastruktur an der Ahr so gestaltet, dass sie künftig widerstandsfähiger gegenüber extremen Wetterereignissen ist. Dazu gehören Brückenkonstruktionen ohne Mittelpfeiler in der Ahr, die bei einem potenziellen Hochwasser möglichst wenig Angriffsfläche bieten.

Ahrtal Brücken
Ahrtal Brücken
Quelle: Deutsche Bahn AG

Der Wiederaufbau im Rekordtempo war neben der engen partnerschaftlichen Zusammenarbeit aller Beteiligten vor allem durch gesetzliche Ausnahmeregelungen in den Flutgebieten möglich. So galten zum Beispiel vereinfachte Bedingungen bei Planrecht und Vergabe. Die finanziellen Mittel für den Wiederaufbau stellt der Bund bereit. Die Elektrifizierung der Ahrtalbahn finanziert das Land Rheinland-Pfalz gemeinsam mit dem Bund und der DB. Das Investitionsvolumen betrug insgesamt rund 590 Millionen Euro.

Weitere Informationen und aktuelle Bilder unter: www.ahrstrecke.de sowie in der Mediathek der Deutschen Bahn.

11. Dezember 2025, 12:00 Uhr
Berlin
Abschnitt Berlin Südkreuz–Blankenfelde geht in Betrieb • Kürzere Fahrzeiten durch zwei neue Gleise und Oberleitungen • Weiterer Meilenstein für den Ausbau des europäischen Güterverkehrskorridors • Anhalter Bahn mit neuen Gleisen und Weichen

Die Deutsche Bahn (DB) hat eines der wichtigsten Bauvorhaben pünktlich zum Fahrplanwechsel abgeschlossen: Ab 14. Dezember rollt der Verkehr wieder über die Dresdner Bahn und erstmals fahren auch Regional- und Fernverkehrszüge von Berlin Richtung Süden über diese mit zwei neuen Gleisen und Oberleitung wiederaufgebaute Strecke. Durch die direkte Linienführung über die Dresdner Bahn kann die Fahrzeit der Flughafenexpresslinie (FEX) ab Berlin Hbf zum Flughafen BER von bisher 39 Minuten auf etwa 23 Minuten nahezu halbiert werden. Fernverkehrsreisende können künftig Dresden und Prag rund 10 Minuten schneller erreichen.

Mit einer Sonderzugfahrt von Berlin Südkreuz zum Flughafen Berlin Brandenburg (BER) nahmen Philipp Nagl, Vorsitzender des Vorstands DB InfraGO AG, und Patrick Schnieder, Bundesminister für Verkehr, Ute Bonde, Berliner Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt, Detlef Tabbert, Brandenburger Minister für Infrastruktur und Landesplanung sowie Regina Kraushaar, Staatsministerin für Infrastruktur und Landesentwicklung des Freistaats Sachsen die Dresdner Bahn für ein verbessertes Bahnangebot in Betrieb.

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Grafik: Der Streckenverlauf der Dresdner Bahn

Patrick Schnieder: „Durch den Ausbau der Dresdner Bahn profitiert die Hauptstadtregion von einer schnelleren Anbindung an den Flughafen BER, einer besseren Anbindung des Regionalverkehrs aber auch der internationalen Verkehre Richtung Südosteuropa. Herzlichen Dank an alle, die an diesem Projekt mitgewirkt haben. Der heutige Tag beweist, dass auch scheinbar unendliche Geschichten ein gutes Ende finden können. Er zeigt aber auch, dass wir beim Planen und Bauen dringend schneller werden müssen. Eine entsprechende Initiative habe ich bereits aufs Gleis gesetzt. Denn von Ausbauvorhaben wie diesem profitieren Menschen und Wirtschaft enorm – in den Regionen und weit darüber hinaus.“

Philipp Nagl: „Dieses wichtige Ausbauprojekt zeigt, wie wir mit neuer und verbesserter Infrastruktur das Angebot auf der Schiene für Reisende und Kund:innen im Güterverkehr ausweiten können. Zudem entlasten zusätzliche Gleise den gesamten Berliner Bahnknoten, was sich ebenfalls positiv auf die Stabilität des Zugverkehrs auswirken wird. Zusammen mit der umfangreichen Modernisierung der Anhalter Bahn, die nun ebenfalls pünktlich abgeschlossen ist, haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine Mammutaufgabe erfolgreich geschafft.“

Ute Bonde: „Ich möchte mich bei allen bedanken, die die Dresdner Bahn als Weg zur BER-Anbindung aus ihrem Dornröschenschlaf wecken. Der Flughafenexpress und die damit möglichen Verbesserungen auf anderen Strecken bringen uns in dieser Sache ein gutes Stück weiter. Die längliche Umleitung über Gesundbrunnen und Ostkreuz kann nun entfallen, die Fahrzeit ab Hauptbahnhof sinkt von ca. 38 Minuten auf nun 23 Minuten. Der Flughafenexpress bindet die wichtigen Umsteigeknoten Hauptbahnhof, Potsdamer Platz und Südkreuz an. Fast alle Berlinerinnen und Berliner werden von den Reisezeitverkürzungen profitieren. Mit Entfall der Interimsanbindung des BER werden Kapazitäten für weitere Verbesserungen frei: Eine neue Direktverbindung von Hohenschönhausen, Lichtenberg, Ostkreuz und Schöneweide zum BER fährt auf den Linien RB24 und RB32 zweimal pro Stunde. Damit stärken wir die Anbindung des BER aus den östlichen Bezirken Berlins.“

Detlef Tabbert: „Die Inbetriebnahme der Dresdner Bahn ist ein Meilenstein für den Schienenverkehr in Brandenburg. Durch die neuen Fernbahngleise ab Blankenfelde werden Pendler aus Teltow-Fläming, Dahme-Spreewald und dem Süden schneller in die Hauptstadtregion und zum Flughafen BER kommen. Gleichzeitig stärken wir den europäischen Güterverkehrskorridor und schaffen mehr Kapazitäten für ein stabiles, klimafreundliches Bahnangebot – von Mahlow über Lübbenau bis Elsterwerda.“

Regina Kraushaar: „Es ist geschafft! Mit der neuen Dresdner Bahn schließen wir eine zentrale Lücke im deutschen Schienennetz. Die Dresdner Bahn macht die Wege zwischen den Metropolen leichter und gibt unseren Wirtschaftsräumen starke Impulse. Und nicht zuletzt zeigt sie, dass wir den Ausbau moderner, schneller Schieneninfrastruktur gemeinsam umsetzen können. Ein nächstes wichtiges Projekt steht in den Startlöchern: Nun muss auch die Neubaustrecke Dresden–Prag mit dem Erzgebirgstunnel aufs sprichwörtliche Gleis gesetzt werden.“

Östlich der bestehenden S-Bahn-Trasse entstanden auf 16 Kilometer Länge zwei neue elektrifizierte Fernbahn-Gleise. Die DB hat zudem alle neun Bahnübergänge durch Eisenbahn- oder Straßenüberführungen ersetzt. Die gesamte Strecke wurde mit Elektronischer Stellwerkstechnik ausgerüstet. Im Berliner Stadtgebiet, zwischen Südkreuz und Lichtenrade, können nun Züge schneller mit einer Geschwindigkeit von bis zu 160 km/h fahren, ab Landesgrenze Berlin/Brandenburg sogar 200 km/h. Insgesamt haben DB, Bund und Länder rund 1,1 Mrd. Euro investiert.

Im Oktober 2017 hatten die vorbereitenden Arbeiten begonnen. Am 5. Februar 2019 war offizieller Beginn der Bauarbeiten. Die Dresdner Bahn existiert bereits seit 1875. Sie beginnt südlich des Bahnhofs Berlin Südkreuz, wo die Strecke von der Anhalter Bahn abzweigt. Die Dresdner Bahn führt über die Berliner Ortsteile Marienfelde und Lichtenrade zur Stadtgrenze, von dort weiter über Mahlow und Blankenfelde in Richtung Dresden. Sie ist Teil des europäischen Güterverkehrskorridors 7, der die strategisch wichtigen Häfen der Nord- und Ostsee mit dem Schwarzen Meer und dem Mittelmeer verbindet.

Während der letzten Monate hat die DB InfraGO auch die Anhalter Bahn zwischen Berlin Südkreuz und Bitterfeld überholt. Sie hat 33 neue Weichen eingebaut und weitere 59 Weichen instandgesetzt. Knapp 100 Kilometer Gleise wurden vollständig erneuert, weitere 38 Kilometer saniert. Ab 14. Dezember 2025 ist wieder freie Fahrt für die Züge zwischen Berlin und Leipzig/Halle. 

Bildunterschrift: Minister für Infrastruktur Brandenburg Detlef Tabbert, Berliner Senatorin für Mobilität und Verkehr Ute Bonde, Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder, Vorsitzender des Vorstands DB InfraGO Philipp Nagl, Staatsministerin für Infrastruktur des Freistaats Sachsen Regina Kraushaar

11. Dezember 2025, 10:30 Uhr
Berlin
Auftakt zum Umbaujahr 2026: DB-Chefin Evelyn Palla bringt neue Konzernstruktur zum 1. Januar auf den Weg • Vorstand und Zentrale werden schlanker, schneller, kundenfreundlicher • dezentrale Entscheidungen und unternehmerisches Handeln auf allen Ebenen – 50 Prozent weniger Top-Führungskräfte • Sofortprogramme für mehr Qualität kurz vor dem Start • DB investiert rund 140 Millionen Euro für besseres Kundenerlebnis • Evelyn Palla: „Ein Weg der vielen kleinen Schritte.“

DB-Chefin Evelyn Palla setzt den Neustart der DB konsequent um: Zehn Wochen nach Amtsantritt der neuen Vorstandsvorsitzenden hat der Aufsichtsrat der Deutschen Bahn AG gestern das Konzept zum Umbau des Konzerns begrüßt. Zum 1. Januar 2026 etabliert Palla eine neue Konzernstruktur mit weniger Ressorts, weniger Einheiten und weniger Führungskräften. Weitere Umbauphasen folgen bis Ende 2026. Ziel des Neustarts Bahn ist eine deutlich leistungsfähigere und damit kundenfreundlichere DB, bei der Entscheidungen nah am Geschäft und damit nah an Kundinnen und Kunden getroffen werden. Darüber hinaus startet die DB Anfang 2026 schnell wirksame Sofortprogramme, die die Information für Reisende, die Sauberkeit und die Sicherheit spürbar verbessern werden. Allein dafür nimmt die DB 2026 mehr als 140 Millionen Euro zusätzlich in die Hand.

„Eine bessere Bahn braucht einen konsequenten Neustart und ein radikales Umdenken auf allen Ebenen. Ich freue mich sehr über den Rückenwind durch den Aufsichtsrat“, sagte Evelyn Palla bei der Vorstellung ihrer Pläne. Das bedeute eine konsequente Dezentralisierung von Aufgaben und mehr unternehmerisches Handeln. Der Fokus liege als Erstes darauf, schlanker, schneller und kundenorientierter zu werden. Palla: „Wir geben der DB ein neues Bauprinzip für mehr Nähe zum Geschäft.“ Der Weg zurück zur Verlässlichkeit sei ein Weg der vielen kleinen Schritte: „Mit drei Sofortprogrammen sorgen wir schon 2026 für ein besseres Reiseerlebnis. Unsere Kundinnen und Kunden werden spüren: Bei der Bahn tut sich etwas.“ Die Modernisierung der Schieneninfrastruktur und damit eine deutlich bessere Pünktlichkeit seien eine längere Wegstrecke.

Mit dem Plan für den Neustart des Konzerns setzt die DB einen wichtigen Teil der Agenda für zufriedene Kunden auf der Schiene von Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder um. Der Minister hatte diese am 22. September 2025 in Berlin vorgestellt.

Die neue Konzernstruktur ordnet Verantwortlichkeiten klarer zu, verschlankt Strukturen und Arbeits- und Entscheidungswege. Folgende Eckpunkte sind ab Januar 2026 in Kraft:

  • Verkleinerung des Konzernvorstands: Der Konzernvorstand hat nur noch sechs Vorstandsressorts. Die zwei Vorstandsressorts Technik/Digitalisierung und Infrastruktur werden aufgelöst. Mit einer klaren Trennung der gemeinwohlorientierten DB InfraGO AG von den rein wettbewerblichen Geschäften sorgt die DB für die Entflechtung im Sinne des Bundes.
  • Verschlankung der Aufbauorganisation: Auf den Ebenen unterhalb des Konzernvorstands fallen viele Funktionen und Abteilungen weg. So streicht die DB eine komplette Zwischenebene zwischen Vorstand und erster Führungsebene. Zudem reduziert sie die erste Führungsebene von heute 43 auf künftig 22 Organisationseinheiten und damit die Anzahl der Führungskräfte deutlich.
  • Reduzierung des Overheads: Der Personalabbau in der Konzernleitung wird fortgesetzt. Konkrete Zielgrößen werden im Laufe des kommenden Jahres erarbeitet. Die DB bietet den betroffenen Mitarbeitenden über den internen konzernweiten Arbeitsmarkt neue Tätigkeiten an.
  • Straffung von Strukturen in den Geschäften: DB Fernverkehr und DB Regio verschlanken ebenfalls ihre Entscheidungsstrukturen. Die eigenständigen Marketingressorts in den jeweiligen Vorständen werden aufgelöst und auf andere Ressorts verteilt.
  • Neuer DB InfraGO-Vorstand: Um der Mammutaufgabe der Modernisierung der Schieneninfrastruktur besser gerecht zu werden, wird auch bei der gemeinwohlorientierten DB InfraGO AG die Zahl der Vorstände von acht auf sechs reduziert. Künftig liegen Fahren und Bauen wieder in einem einzigen Vorstandsressort – auch regional wird es Verantwortliche geben, die Sperrpausen und Betrieb optimal im Sinne aller Verkehrsunternehmen auf der Schiene aufeinander abstimmen.
  • Qualitätssteuerung als Chefinnen-Sache: Direkt bei der DB-Vorstandsvorsitzenden gibt es künftig eine Funktion zur „Steuerung der Qualität“. Um den Neustart der DB hin zu mehr Unternehmertum vor Ort zu erreichen, etabliert die DB ein neues Steuerungssystem für Qualität und Wirtschaftlichkeit auf allen Ebenen. Statt nach einem umfangreichen übergeordneten Programm mit breitem Kennzahlenset zu steuern, wird die Verantwortung für die Qualitäts- und Wirtschaftlichkeitsziele direkt in der Liniensteuerung der Geschäftsfelder verankert.

Auch die internen Dienstleister, wie Vertrieb oder Fahrzeuginstandhaltung, richtet die DB zukünftig konsequenter an den Bedürfnissen der Geschäftsfelder aus.

Sofortprogramme für die Reisenden

Im Jahr 2026 startet die DB drei Sofortprogramme, damit die Kundinnen und Kunden rasch von einem besseren Reiseerlebnis profitieren. In den ersten Monaten des neuen Jahres werden DB Fernverkehr und DB InfraGO konkrete Projekte zur Qualitätsverbesserung direkt und spürbar umsetzen. Dabei geht es um mehr Komfort in den Zügen des Fernverkehrs, eine bessere Kundenkommunikation sowie mehr Sicherheit und Sauberkeit an Bahnhöfen. Die DB setzt beispielsweise mobile Reinigungsteams ein und intensiviert so die Reinigung vor und während der Zugfahrt. Reisende müssen sich zudem auf eine funktionierende Bordgastronomie und Toiletten verlassen können.

09. Dezember 2025, 06:00 Uhr
Berlin
Neuer ICE-Halbstundentakt, neue ICE-Direktzüge, neuer barrierefreier ICE L • deutlich mehr Fernzüge verbinden Europas Metropolen • Ticketpreise bleiben stabil – internationale Fahrten jetzt direkt buchbar

Mehr Angebote auf besonders nachgefragten Strecken bietet die Deutsche Bahn (DB) mit dem neuen Fahrplan 2026, der ab Sonntag (14. Dezember) gilt. 21 Städte im ICE-Netz bekommen einen Halbstundentakt. Das sind etwa doppelt so viele wie bisher. Die Fernzüge fahren damit ähnlich regelmäßig wie die S-Bahn. Zusätzliche ICE-Sprinter sorgen auf noch mehr Verbindungen für besonders schnelle Reisezeiten.

Das Fahrtenangebot des Fernverkehrs bleibt insgesamt stabil auf dem hohen Niveau des Vorjahres. Angesichts des umfangreichen Sanierungsbedarfs mit zahlreichen Baustellen im Schienennetz bleibt die Herausforderung an einen verlässlichen Betrieb groß. Die hochmoderne ICE-Flotte – die zum Fahrplan 2026 um den neuen ICE L erweitert wird – bietet jedoch gute Voraussetzungen, das Angebot dort auszuweiten, wo eine hohe Nachfrage besteht. Einige besonders schwach genutzte Fahrten mit nur wenigen Fahrgästen können aus wirtschaftlichen Gründen jedoch nicht mehr angeboten werden.

ICE-Angebot wird strukturierter

Der neue Fahrplan 2026 macht einiges einfacher: Auf den wichtigsten ICE-Linien werden Start- und Zielbahnhöfe, Zwischenhalte, Fahrplantakte und eingesetzte Baureihen vereinheitlicht. Dadurch verändern sich vereinzelt Direktverbindungen. Das Ziel: Das System wird weniger komplex, damit verlässlicher und insgesamt stabiler.

Die Ticketpreise bleiben zum neuen Fahrplan 2026 stabil. Die Deutsche Bahn verzichtet auf eine Preiserhöhung. 

ICE-Sprinter-Netz mit neuem Rekord

Das beliebte ICE-Sprinter-Angebot, bei dem besonders schnelle Fahrten mit nur wenigen oder gar keinen Zwischenhalten angeboten werden, wächst. In nur 4:45 Stunden Rekordzeit ist ab 18. Dezember ein neuer ICE-Sprinter zwischen Berlin und Stuttgart unterwegs – die Zeitersparnis liegt bei über einer Stunde. Einen Zwischenstopp gibt es nur in Nürnberg.

Mit insgesamt 14 neuen Sprinter-Verbindungen kommen auf den Nord-Süd-Achsen auch zwischen Hamburg–Frankfurt (Main) und Berlin–München weitere schnelle Fahrten hinzu. Baubedingt geht ein Teil der neuen Verbindungen erst im Verlauf der ersten Woche des neuen Fahrplans in Betrieb. 

Halbstundentakt mit attraktiven Anschlussverbindungen

Der stark erweiterte ICE-Halbstundentakt macht beispielsweise Fahrten zwischen Hamburg, Hannover und Kassel, zwischen Berlin, Halle und Erfurt sowie zwischen Erfurt, Nürnberg und München attraktiver. In diesem Zusammenhang entstehen durch Verschiebung von Abfahrts- und Ankunftszeiten auch neue attraktive Anschlüsse, z.B. zweistündlich in Nürnberg für Verbindungen zwischen Stuttgart und Berlin sowie in Erfurt für Fahrten zwischen München und Dresden. Dabei verkürzt sich die Reisezeit um bis zu 30 Minuten.

ICE L – der erste barrierefreie Hochgeschwindigkeitszug im Fahrgasteinsatz

Mit dem neuen Fahrplan 2026 beginnt die Einführungsphase für den ICE L. Zwischen Berlin und Köln haben Fahrgäste erstmals die Gelegenheit, die Vorzüge des jüngsten Mitglieds der ICE-Familie zu testen. Der Ein- und Ausstieg ist komplett stufenlos – ein Pluspunkt für Reisende mit körperlichen Einschränkungen, Familien mit Kindern und Fahrgästen mit Fahrrädern und Gepäck. Ab Mai fährt der ICE L dann zwischen Berlin, Hamburg und Westerland (Sylt), ab Mitte Juli geht es auch von NRW und Frankfurt (Main) auf Deutschlands nördlichste Insel sowie von NRW nach Oberstdorf. 

Internationaler Fernverkehr boomt neue Direktverbindungen in neun europäische Länder

Bahnfahren liegt auch europaweit im Trend. In Zusammenarbeit mit ihren Partnerbahnen bietet die DB im Verlauf des Jahres rund 40 neue bzw. verlängerte grenzüberschreitende Fahrten täglich an, z.B. nach Belgien, Dänemark, Polen und Tschechien.

Zwischen Deutschland und Polen nimmt am Sonntag die neue Eurocity-Linie zwischen Leipzig, Breslau und Krakau bzw. Przemysl den Verkehr auf – jeweils mit passenden Anschlüssen z.B. von/nach Frankfurt (Main). Ab Mai 2026 startet die durchgehende Verbindung Prag–Kopenhagen über Dresden, Berlin und Hamburg. U.a. neue und verbesserte Infrastruktur sorgt für eine 40 Minuten schnellere Fahrzeit zwischen Hamburg und Prag. Erstmals gibt es ab September 2026 vier tägliche ICE-Verbindungen zwischen Köln und Antwerpen über den Flughafen Brüssel, der damit neu einen Anschluss an das ICE-Netz erhält.

Der tägliche ICE von Berlin nach Paris fährt ab Sonntag über Halle (Saale), Erfurt Frankfurt (Main) Hauptbahnhof sowie Mannheim in die französische Hauptstadt. Fahrgäste aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen profitieren von der guten Erreichbarkeit des beliebten Zuges.

Internationaler Ticketkauf deutlich einfacher und komfortabler

Während die grenzüberschreitende Fahrt im Fernzug längst ein Kinderspiel ist, gestaltete sich der Ticketkauf in der Vergangenheit oftmals komplizierter. Die europäischen Bahnen sind mittlerweile einen großen Schritt vorangekommen, die Buchungswege zu vereinfachen: Neben Tickets für Fernverkehrszüge der ÖBB und SBB können Kundinnen und Kunden auch viele innerfranzösische TGV-Verbindungen sowie Fahrkarten mit dem Eurostar direkt auf bahn.de oder im DB Navigator buchen. Dazu gehören auch Tickets von Frankfurt nach London oder von Paris nach Marseille. Auch die durch Deutschland führenden Nachtzüge der ÖBB sind über die digitalen DB-Vertriebskanäle erhältlich. Weitere europäische Bahnen sind in Kürze verfügbar.

Bis Ende 2026 wird die DB Tickets aller großer Bahnen der Nachbarländer direkt über bahn.de und die App DB Navigator anbieten. Die technische Basis hierfür schafft OSDM (Open Sales and Distribution Model): ein neuer Standard für den Datenaustausch zwischen den europäischen Bahnen und Ticketverkäufern. OSDM bietet zahlreiche Vorteile für die Kundinnen und Kunden: Sie erhalten direkt eine übersichtliche Preisauskunft für die angezeigten Verbindungen, inklusive Sparangebote der Auslandsbahnen. Zudem können gebuchte Tickets bequem im DB-Kundenkonto eingesehen und verwaltet werden.

Generalsanierungen der Infrastruktur werden fortgesetzt

Noch bis Ende April kommenden Jahres läuft die Generalsanierung der Bahnstrecke Hamburg–Berlin. In dieser Zeit wird der ICE-Verkehr zwischen beiden Städten umgeleitet. Mit bis zu 65 täglichen Fahrten – davon 36 direkt und im Stundentakt – gibt es trotz verlängerter Fahrzeit von rund 45 Minuten weiter ein gutes Angebot. Weitere Baumaßnahmen sind von Februar bis Juli auf der Wupperstrecke zwischen Hagen und Köln geplant. Von Februar bis Dezember kommt es zu baubedingten Einschränkungen zwischen Nürnberg und Passau. An der rechten Rheinstrecke zwischen Köln und Frankfurt wird zwischen Juli und Dezember gebaut. Die geänderten Fahrpläne sind größtenteils bereits in die Auskunftsmedien eingearbeitet.

Fahrplan 2026 – alle Verbindungen im Netz verfügbar

Die neuen Verbindungen des Fahrplans 2026 sind bereits in der Fahrplanauskunft auf bahn.de und im DB Navigator abrufbar. Tickets sind bis zu zwölf Monate im Voraus buchbar. Nationale Angebote wie der Super Sparpreis, der Sparpreis und der Flexpreis können noch für die kommenden Festtage rund um Weihnachten und den Jahreswechsel, aber auch schon für Ostern und Pfingsten, die Schulferien und andere planbare Ereignisse gebucht werden. Tickets ins Ausland sind bis zu sechs Monate vor Reisebeginn erhältlich.

Informationen und Tickets gibt es auf bahn.de und im DB Navigator sowie inDB Reisezentren und DB Agenturen.

08. Dezember 2025, 11:00 Uhr
Berlin/Hamburg
DB und Blue Elephant Energy schließen zwei umfangreiche Stromlieferverträge • Neue Großsolarparks gehen bis 2027 in Betrieb • Liefermenge an DB reicht jährlich für rund 14 Millionen ICE-Kilometer

Die Deutsche Bahn (DB) erhöht ihren Ökostromanteil weiter. Dafür hat die Konzerntochter DB Energie mit der Blue Elephant Energy GmbH (BEE) zwei langfristige Stromlieferverträge, sogenannte Power Purchase Agreements (PPA), über insgesamt rund 2,5 Terrawattstunden (TWh) Solarstrom abgeschlossen. Geliefert wird der Solarstrom von zwei Großsolarparks aus Bayern und Baden-Württemberg, die bis Mitte 2027 in Betrieb gehen. Mit der Abnahme eines Großteils der Stromerzeugung aus den beiden Anlagen kann die DB jährlich rund 14 Millionen ICE-Kilometer zurücklegen. Durch eine Vertragslaufzeit von bis zu 13 Jahren ermöglicht die DB die Realisierung beider Großprojekte und leistet zugleich einen bedeutenden Beitrag für die klimafreundliche Energieversorgung der Bahn.

Die beiden neuen Solarparks produzieren insgesamt jährlich mehr als 300 Gigawattstunden (GWh) Strom. Mit einer Leistung von 266 Megawatt Peak (MWp) wird der Solarpark Schafhöfen in Bayern nach Fertigstellung der zweitgrößte Solarpark Deutschlands sein. Dafür werden bis 2027 auf einer Fläche von mehr als 300 Fußballfeldern rund 370.000 Solarmodule installiert. Die eigens auf der Fläche realisierte Umspannwerksinfrastruktur und der gleichzeitig geplante Batteriespeicher gewährleisten dabei eine effiziente Netzanbindung. Mit 53 MWp wird der Solarpark Aulendorf zu den größten Solarparks in Baden-Württemberg zählen.

Florian Reuter, Geschäftsführer der DB Energie GmbH: „Wir machen Bahnfahren in Deutschland immer klimafreundlicher. Mit täglich rund 15.000 Zugfahrten auf dem elektrifizierten Schienennetz sind wir als Deutsche Bahn eine der größten Ökostromverbraucherinnen Deutschlands und Treiberin der Energiewende in Deutschland. Unser Ziel ist klar: Wir wollen bis 2040 klimaneutral werden. Mit langfristigen Ökostromverträgen wie diesen ermöglichen wir den Bau großer Solarparks und stärken so den Ausbau erneuerbarer Energien in Deutschland. Zudem können wir den Solarstrom, der sich derzeit durch die niedrigsten Stromerzeugungskosten auszeichnet, durch die Kombination mit Batteriespeichern künftig noch deutlich flexibler nutzen – so kommen wir dem Ziel einer klimaneutralen Bahn Schritt für Schritt näher und stellen gleichzeitig Versorgungssicherheit und Wirtschaftlichkeit sicher.“

Felix Goedhart, Gründer und CEO der Blue Elephant Energy GmbH: „Wir freuen uns sehr über das Vertrauen von DB Energie in unsere Projekte. Die Vereinbarungen stellen einen wichtigen Meilenstein für unser weiteres Wachstum in Deutschland dar und tragen wesentlich dazu bei, die Energieversorgung langfristig und verlässlich zu dekarbonisieren. Gleichzeitig stärken wir unsere Rolle als Projektentwickler und festigen unser Profil als ganzheitlicher Partner für Grünstrom – sei es mit Photovoltaik, Wind oder Batteriespeicher-Systemen. Die kurze Entwicklungszeit von drei Jahren bis zur Baureife beweist: Deutschland kann es. Deutschlandgeschwindigkeit ist möglich, wenn alle Projektbeteiligten vor Ort an einem Strang ziehen. Unser besonderer Dank geht daher auch an die beiden Gemeinden. Die geplante Ergänzung der Solarparks um Batteriespeicher wird den Projekten künftig ermöglichen, zusätzlichen Mehrwert für die Versorgungssicherheit und Flexibilität im Stromsystem zu leisten.“

Die Deutsche Bahn deckt aktuell rund 70 Prozent des DB-Bahnstroms mit erneuerbaren Energien und liegt damit über dem öffentlichen Grünstrommix von derzeit rund 59 Prozent. Seit Anfang 2025 werden alle Bahnhöfe, Instandhaltungswerke, Bürogebäude und Anlagen in Deutschland, die von DB Energie beliefert werden, vollständig mit Ökostrom versorgt. Reisende im DB-Fernverkehr sind bereits seit 2018 innerhalb Deutschlands mit 100 Prozent Ökostrom unterwegs. Der grüne Strom der DB stammt aus einem immer breiter werdenden Portfolio: Die Hochsee-Windparks Nordsee-Ost, He Dreiht, Trianel Borkum sowie Amrumbank-West, Festland-Windparks und Photovoltaik-Parks in ganz Deutschland liefern Ökostrom an die DB. Seit dem vergangenen Jahr wird das Portfolio zudem mit Batteriespeichern ergänzt - die beiden ersten gehen im kommenden Jahr in Walsum und Beckum in Betrieb.

Über DB Energie GmbH:

DB Energie leistet mit ihrer Entwicklung und Bereitstellung von Energie-Infrastruktur einen wichtigen Beitrag zur Energiewende der Deutschen Bahn. Das Tochterunternehmen der Deutschen Bahn bietet in Deutschland Eisenbahnverkehrsunternehmen eine zuverlässige und nachhaltige Energieversorgung. Als Netzbetreiberin bewirtschaftet DB Energie das mehr als 7.900 Kilometer lange 16,7-Hertz-Bahnstromnetz, geschlossene 50-Hertz-Verteilernetze sowie die Gleichstromversorgungsanlagen der S-Bahnen Berlin und Hamburg. Bis 2038 wird der gesamte DB-Bahnstrom – rund sieben Terawattstunden pro Jahr – zu 100 Prozent grün sein.

Über Blue Elephant Energy GmbH:

Blue Elephant Energy entwickelt, erwirbt und betreibt Solar- und Windparks (onshore) sowie Batteriespeicherlösungen mit einem Fokus auf den europäischen Markt. Seit der Gründung im Jahr 2016 hat sich BEE als führender unabhängiger Energieerzeuger (IPP) etabliert und verfügt über eine installierte Leistung von 1,73 GW und eine weitere Projektpipeline von 9,5 GW. Mit einer umfangreichen, technologieübergreifenden Projektpipeline und tiefgehender Erfahrung entlang der gesamten Wertschöpfungskette treibt BEE ihr dynamisches Wachstum konsequent voran.

04. Dezember 2025, 12:30 Uhr
Berlin/London
DB und Eurostar legen mit MoU den Grundstein für erste Hochgeschwindigkeitsverbindung • Großes Potenzial für neue Direktverbindungen – politisches Handeln unerlässlich • Neue Verbindung zwischen London und Deutschland für Anfang der 2030er Jahre geplant

Die Deutsche Bahn (DB) und Eurostar gehen den nächsten Schritt auf dem Weg zu einer direkten Hochgeschwindigkeitsverbindung zwischen Deutschland und London.

In einer jetzt unterzeichneten Absichtserklärung (Memorandum of Understanding, MoU) kündigen beide Unternehmen an, Optionen für ein gemeinsames Fernverkehrsangebot zwischen London und deutschen Großstädten wie Köln und Frankfurt auszuloten.

Eurostar wird sein Know-how im Bereich der Bahnreisen durch den Tunnel unter dem Ärmelkanal beisteuern, während die DB ihre Kompetenz als Netzanbieter einbringt, der deutschlandweit präsent ist. Der Start der neuen Direktverbindung, bei der die neuen doppelstöckigen Celestia-Züge von Eurostar zum Einsatz kämen, ist für die frühen 2030er Jahre geplant. Hierfür müssen jedoch die erforderlichen technischen, betrieblichen und rechtlichen Voraussetzungen erfüllt sein.

Michael Peterson, DB-Vorstand Personenfernverkehr: „Europa wächst auf der Schiene immer enger zusammen. In Zusammenarbeit mit Eurostar wollen wir auch Deutschland und das Vereinigte Königreich mit Hochgeschwindigkeit näher zusammenbringen. Wir sind von dem großen Potenzial einer solchen Direktverbindung überzeugt. Das Projekt zeigt aber auch, dass neue grenzüberschreitende Fernverkehrsangebote aufgrund der komplexen Rahmenbedingungen oft nur durch Partnerschaften wie diese möglich sind.“

Gwendoline Cazenave, CEO Eurostar: „Wir freuen uns sehr, diese Partnerschaft mit der DB zu starten. Dies ist ein großer Schritt, um das Reisen zwischen London und Deutschland nachhaltiger und leichter zu gestalten. Indem wir unser Know-how bei Bahnreisen durch den Kanaltunnel und unsere neue Flotte mit der starken Präsenz der DB in Deutschland kombinieren, schaffen wir ein ganz neues Maß an Verbindungen und Komfort für unsere Kunden. Diese Partnerschaft wird dazu beitragen, das Wachstum von Eurostar weiter voranzutreiben und uns unserem Ziel näherbringen, 30 Millionen Fahrgäste über unser Netz zu befördern.“

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder: „Mit dieser Initiative setzen wir ein starkes Zeichen für die Zukunft des europäischen Bahnverkehrs. In einer eigens für dieses Projekt gegründeten Task Force arbeiten wir bereits mit Hochdruck an den rechtlichen, infrastrukturellen und politischen Voraussetzungen für diese neue Verbindung. Ich begrüße es sehr, dass die beteiligten Unternehmen diesen Faden nun aufnehmen. Ich bin mir sicher, dieses Projekt wird ein großer Gewinn für alle Bahnreisenden in ganz Europa.“

Heidi Alexander, britische Verkehrsministerin: „Diese Partnerschaft zwischen Eurostar und der Deutschen Bahn hat das Potenzial, den grenzüberschreitenden Bahnverkehr in Europa für kommende Generationen zu verändern. Nach konstruktiven Gesprächen mit meinem deutschen Amtskollegen im Sommer beschleunigen wir nun unsere Pläne. Es geht darum, die Art und Weise, wie Millionen Menschen zwischen unseren beiden Ländern reisen, grundlegend zu verändern. Eine direkte Bahnverbindung wird Arbeitsplätze schaffen, wichtige Handelsbeziehungen stärken und eine Verbindung ermöglichen, die internationales Reisen noch einfacher und umweltfreundlicher macht.“

Ziele der geplanten Zusammenarbeit:

  • Schaffen eines direkten Fernverkehrsangebots auf der Schiene zwischen dem Vereinigten Königreich und Deutschland. Dessen Durchführung durch einzelne Bahnunternehmen gilt als äußerst schwierig. Gemeinsame Partnerschaften sind daher entscheidend.
  • Verbesserte Verbindungen für Reisende zwischen London und Deutschland mit einem größeren Angebot, mehr Komfort und einer Verbindung von Stadtzentrum zu Stadtzentrum, die so eine nachhaltige Alternative zum Fliegen bieten.
  • Nutzen des Fachwissens und der Ressourcen von DB und Eurostar zum beiderseitigen Vorteil und zur Bereitstellung besserer Lösungen für die Kunden. Gemeinsam werden DB und Eurostar mögliche Fahrpläne entwickeln und Terminaleinrichtungen untersuchen, die internationale Grenz- und Sicherheitskontrollen ermöglichen.

DB und Eurostar begrüßen die starke politische Unterstützung für eine künftige Direktverbindung zwischen dem Vereinigten Königreich und Deutschland. Diese spiegelt sich insbesondere in dem am 17. Juli vom deutschen Bundeskanzler und dem britischen Premierminister unterzeichneten Vertrag über Freundschaft und bilaterale Zusammenarbeit wider. Als eine Maßnahme aus diesem Vertrag haben die Ministerien beider Länder eine Task Force eingerichtet, die die politischen Herausforderungen für eine Direktverbindung zwischen Deutschland und London gemeinsam angehen soll – insbesondere im Hinblick auf die Einreiseformalitäten und die erforderliche Infrastruktur sowie zwischenstaatliche Vereinbarungen.

03. Dezember 2025, 18:45 Uhr
Berlin
Dr. Imke Kellner wird Vorständin für das neue Ressort Fahrweg • Dr. Katja Hüske als Vorständin für das Ressort Personenbahnhöfe bestellt • Gerd-Dietrich Bolte wird Vorstand Infrastrukturplanung und -projekte • Ralf Thieme übernimmt Personalressort • Dr. Philipp Nagl und Jens Bergmann bleiben in ihren Vorstandsfunktionen

In seiner heutigen Sitzung hat der Aufsichtsrat einer neuen Organisationsstruktur der DB InfraGO AG zum 1. Januar 2026 mit sechs statt acht Vorstandsressorts zugestimmt und neue Vorstandsmitglieder bestellt.

Dr. Imke Kellner übernimmt als Vorständin das neue Ressort Fahrweg. Die promovierte Maschinenbau-Ingenieurin wechselte 2023 zur DB InfraGO und leitete seitdem das Anlagen- und Instandhaltungsmanagement Ost. Sie war zuvor jahrelang im produktionstechnischen Bereich unter anderem als Werkleiterin und Geschäftsführerin tätig.  

Als Vorständin des Ressorts Personenbahnhöfe wurde Dr. Katja Hüske berufen. Derzeit ist sie in Personalunion Leiterin Grundsätze Infrastrukturplanung und -projekte und Leiterin Infrastrukturprojekte Nord. In ihren mehr als 20 Jahren bei der Deutschen Bahn war sie in verschiedenen Funktionen und Geschäftsbereichen, u. a. bei der DB ProjektBau GmbH und der DB Engineering und Consulting, tätig. 

Sie folgt auf Ralf Thieme, der das Ressort Personal übernimmt. Vor seiner Berufung als Vorstand Personenbahnhöfe in der DB InfraGO AG verantwortete er vier Jahre das Personalressort bei der DB Station&Service AG. Er ist seit 2002 bei der DB und war in verschiedenen Funktionen im Personalbereich tätig. Er tritt die Nachfolge von Heinz Siegmund an, der Ende des Jahres in den Ruhestand eintritt. 

Gerd-Dietrich Bolte wird Vorstand Infrastrukturplanung und -projekte. Bolte ist seit 1996 in verschiedenen leitenden Funktionen im DB-Konzern tätig, u.a. als Leiter Investitionscontrolling und als Bereichsleiter Projektmanagement und CIO bei der DB ProjektBau GmbH. In den letzten zehn Jahren verantwortete er Großprojekte und Infrastrukturprojekte in der Region Mitte. 

Dr. Philipp Nagl als Vorstandsvorsitzender der DB InfraGO AG und Jens Bergmann als Vorstand Finanzen/Controlling bleiben in ihren bisherigen Funktionen.  

„Wir bauen eine bessere Bahn. Mit diesem Ziel sind wir angetreten, um ein Unternehmen zu gestalten, das den hohen Anforderungen an eine leistungsfähige Infrastruktur, moderne Anlagen, attraktive Bahnhöfe und einen zuverlässigen Betrieb gerecht wird. Mit der Neuaufstellung machen wir einen weiteren Schritt hin zu einer starken Organisation: mit einer schlanken Führungsstruktur, mehr unternehmerischer Verantwortung vor Ort und klarer Zuständigkeit für unsere Produkte in den jeweiligen Ressorts“, so Dr. Philipp Nagl, Vorstandsvorsitzender der DB InfraGO. „Herzlich danken möchte ich den bisherigen Vorständen Heike Junge-Latz, Dr. Christian Gruß, Klaus Müller und Heinz Siegmund. Sie haben unschätzbare Beiträge zur Weiterentwicklung unseres Unternehmens geleistet.“

03. Dezember 2025, 09:30 Uhr
Minden
Kooperation zwischen Technischer Hochschule Ostwestfalen-Lippe, Hochschule Bielefeld, Universität Bielefeld und DB Systemtechnik treibt innovative Lösungen im Bereich automatisiertes Fahren voran • Bundesverkehrsministerium fördert das Projekt mit rund 11,5 Millionen Euro

Ein wichtiger Schritt für weitere Digitalisierung und Automatisierung im Schienenverkehr: In Minden entsteht bis 2027 ein Innovationslabor für automatisiertes Fahren. Dort entwickeln, testen und erproben die Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe (TH OWL), die Hochschule Bielefeld, die Universität Bielefeld und die DB Systemtechnik zukünftig gemeinsam innovative Lösungen und Technologien für das voll- und teilautomatisierte Fahren von Zügen.

Im Innovationslabor sollen künftig automatisierte, reproduzierbare und realitätsnahe Tests durchgeführt werden, die die Qualifizierung und Zulassung verschiedener Perzeptionssysteme (z.B. Sensorsysteme) ermöglichen. Diese Systeme sind die Grundlage für den automatisierten Zugbetrieb, denn sie sind beispielsweise für die Überwachung des Fahrwegs und der Fahrgastströme verantwortlich. Die Hochschulen bringen dabei wichtiges Know-how zu Steuerungs-, Sensorik- und Automatisierungstechnologien ein. Die DB Systemtechnik verfügt über umfassende Erfahrung im Bahnbetrieb und in der Fahrzeugtechnik.

Um die entsprechenden Systeme umfangreich zu testen, wird das Innovationslabor mit Forschungs- und Versuchsanlagen ausgestattet, mit denen u.a. realistische Bewegungen von Fahrgästen, Fahrrädern oder Tieren simuliert werden. Zudem können auch unterschiedliche Umgebungs- und Wettersituationen nachgeahmt werden. Dazu gehören Schneefall, Nebel, Regen oder verschiedene Lichtverhältnisse. Gemeinsames Ziel ist es, eine Plattform zu schaffen, die einen langfristigen Wissenstransfer und innovative Projekte ermöglicht.

Setzen auf den Bau des Innovationslabors für das automatisierte Fahren: Vertreter:innen von Hochschulen und DB Systemtechnik
Setzen auf den Bau des Innovationslabors für das automatisierte Fahren: Vertreter:innen von Hochschulen und DB Systemtechnik
Quelle: Deutsche Bahn AG / Thore Arendt
Setzen auf den Bau des Innovationslabors für das automatisierte Fahren: Beginnend von rechts ist Prof. Dr. Jürgen Krahl (TH OWL), Prof. Dr. Anant Patel (HSBI), Dr. Hiie-Mai Unger (DB Systemtechnik) und Prof. Dr. Reinhold Decker (Uni Bielefeld). (Copyright: DB AG/Thore Arendt)

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Dr. Hiie-Mai Unger, Vorsitzende der Geschäftsführung der DB Systemtechnik: „Klar ist: Wir brauchen mehr Digitalisierung und Automatisierung auf der Schiene, um den zukünftigen Herausforderungen im Bahnverkehr erfolgreich zu begegnen. Mit dem Innovationslabor schaffen wir mit starken Partnern einen gemeinsamen Raum für Praxis und Wissenschaft. Hier bündeln wir unser Know-how, um sichere, innovative und praxisnahe Lösungen für das automatisierte Fahren zu entwickeln und zu testen.“

Professor Dr. Jürgen Krahl, Präsident Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe: „Automatisiertes Fahren ist ein wichtiges Zukunftsfeld der nachhaltigen Mobilität. Es kann nur im Verbund von Wirtschaft und Wissenschaft gedeihen. Die TH OWL bringt sich mit ihrer ganzen Kompetenz ins Innovationslabor Minden ein und ist dankbar, dabei starke Partner an ihrer Seite zu wissen.“

Professorin Dr. Ingeborg Schramm-Wölk, Präsidentin der Hochschule Bielefeld: „Das Innovationslabor eröffnet uns einzigartige Möglichkeiten: Erstmals können wir unsere Systeme unter vollständig reproduzierbaren Bedingungen entwickeln und testen. Die Erprobung von Innovationen, direkt am realen Bahnsystem, trifft den Kern anwendungsorientierter Forschung an der HSBI. So entstehen industrienahe Forschungsprojekte, durch die die Zukunft der Mobilität, insbesondere der Bahn, maßgeblich mitgestaltet wird.“

Professorin Dr. Angelika Epple, Rektorin der Universität Bielefeld: „Die Bahnsysteme der Zukunft haben das Potenzial, intelligenter, flexibler und nachhaltiger zu werden. Automatisiertes Fahren kann dazu maßgeblich beitragen, wenn die Technologien unter allen Umgebungs- und Wetterbedingungen verlässlich arbeiten. In diesem Projekt bringen unsere Forschenden jüngste Entwicklungen zur maschinellen Wahrnehmung und intelligenten Steuerung ein. Vielversprechende Anwendungen wie autonome Bahnübergänge, automatisiertes Ein- und Aussteigen oder Outdoor-Roboter können hier entwickelt und getestet werden. Die Stärke dieses Verbunds liegt darin, dass wissenschaftliche Innovation und Wissen aus der Praxis zusammenkommen.“Das Projekt „TestingATO - Bau eines Innovationslabors zum automatisierten Fahren“ wird im Rahmen des „Deutschen Zentrums Mobilität der Zukunft“ (DZM) vom Bundesministerium für Verkehr (BMV) mit rund 11,5 Millionen Euro gefördert. Gebaut wird das Innovationslabor am Mindener Standort der DB Systemtechnik, die auch die Errichtung der Infrastruktur übernimmt. Die Technische Hochschule OWL, die Hochschule Bielefeld und die Universität Bielefeld beschaffen und installieren je eine Versuchsanlage.

Über „Deutsches Zentrum Mobilität der Zukunft“:

Im DZM sollen Kompetenzen aus Wissenschaft, Wirtschaft, Gesellschaft und öffentlicher Verwaltung gebündelt werden und an vier Forschungs- und Innovationsstandorten einen Beitrag zur Mobilitätsforschung leisten. Die im DZM geförderten Projekte sollen digitale Innovationen für Mobilitätslösungen unterstützen, Forschungsprojekte übergreifend vernetzen, einen Beitrag zum Klimaschutz liefern sowie zur nachhaltigen Mobilität, zur Sicherung der technologischen Souveränität und zur Nutzung der Potenziale der Digitalisierung beitragen.

Der RailCampus OWL in Minden, als einer der Projektstandorte widmet sich zukünftigen Mobilitätssystemen, die sich durch zunehmend automatisierte und digitalisierte Verkehre auszeichnen; in diesem Zusammenhang wird eine Forschungs- und Testinfrastruktur für alternative schienengebundene Fahrzeuge aufgebaut.

30. November 2025, 10:00 Uhr
Berlin
Buchungen sechs Prozent über Vorjahr • Wichtige Bauprojekte pünktlich vor Feiertagen fertig • DB empfiehlt Sitzplatzreservierung, Bestpreissuche sowie Nutzung der Auslastungsanzeige • Schon Weihnachten: Neue Sprinter-Angebote und Halbstunden-ICE-Verbindungen

Die hohe Nachfrage nach Bahntickets hält weiter an: Aktuell liegen die Buchungen für Fahrten rund um das Weihnachtsfest rund sechs Prozent über dem Vorjahresniveau. Da Heiligabend in diesem Jahr auf einem Mittwoch fällt, verteilen sich die Hauptreisetage gut auf den Zeitraum vom Donnerstag, den 18. Dezember, bis zum Dienstag, den 23. Dezember. Auch in diesem Jahr ist in den ICE- und IC-Zügen rund um Weihnachten genügend Platz: Die Deutsche Bahn (DB) hat in den letzten Jahren das Sitzplatzangebot deutlich erhöht. Ermöglicht haben das auch die vielen neuen, modernen Fahrzeuge in der ICE-Flotte. Zum Fahrplanwechsel baut die DB zudem das Sprinter-Netz weiter aus und bietet zwischen 21 Städten einen Halbstundentakt an. Gleichzeitig verzichtet die DB zum Fahrplanwechsel auf Preiserhöhungen. Dank dieser Maßnahmen sind trotz der hohen Nachfrage für den gesamten Weihnachtszeitraum und Silvester noch viele günstige Super Sparpreise erhältlich, selbst auf den Top-Relationen. Am einfachsten lassen sich die Schnäppchentickets über die Bestpreissuche auf bahn.de und in der App DB Navigator finden. Dort werden die besten Angebote zur ausgewählten Verbindung besonders hervorgehoben.

Reduziertes Bauen und zusätzliches Personal

Rund um die Feiertage werden die Bautätigkeiten jahreszeitbedingt auf dem Streckennetz auf ein Minimum heruntergefahren. Zudem werden wichtige Bauprojekte zum Fahrplanwechsel und damit auch pünktlich vor den Feiertagen fertig, zum Beispiel:

  • Ausbau der Dresdner Bahn zwischen Berlin Südkreuz und Blankenfelde: Der Flughafen BER, Dresden und Prag sind von Berlin aus schneller und komfortabler erreichbar. Zudem entlastet der Ausbau den Knoten Berlin.
  • Instandhaltung und Modernisierung der Anhalter Bahn zwischen Berlin Hbf, Berlin Südkreuz und Bitterfeld: Neue Weichen und Gleise ermöglichen freie Fahrt von Berlin nach Leipzig/Halle.
  • Wiederaufbau und Elektrifizierung der Ahrtalbahn sowie barrierefreier Ausbau der Stationen

Für einen möglichst reibungslosen Weihnachtsverkehr setzt die DB an den großen Bahnhöfen zudem mehr Servicepersonal und zusätzliche Reisendenlenker ein.

Tipps der DB für entspanntes Reisen zu Weihnachten

  • Günstige Tickets lassen sich am schnellsten mit der Bestpreissuche auf bahn.de oder in der App DB Navigator finden.
  • Gerade rund um die Feiertage empfiehlt die DB allen Fahrgästen, die mit einem Ticket ohne Zugbindung reisen, sich vor der Fahrt über die Auslastungsanzeige auf bahn.de und in der App DB Navigator zu informieren. Die Auslastungsanzeige zeigt an, wie stark nachgefragt einzelne Züge sind.
  • Noch wenig ausgelastete und damit in der Regel preiswertere Verbindungen gibt es vor allem abseits der Hauptreisezeiten – also eher in den Tagesrandzeiten am frühen Morgen und späteren Abend.
  • In jedem Falle ist es ratsam, einen Sitzplatz zu reservieren.
  • Um die Reise passend zu den eigenen, individuellen Bedürfnissen zu planen, kann die Umsteigezeit in der Reiseauskunft angepasst werden. Das ist gerade für Familien mit kleinen Kindern oder Menschen mit eingeschränkter Mobilität ein wichtiger Tipp.
  • Wer mit schwerem Gepäck reist: Mit dem Gepäckservice können Koffer separat verschickt werden.

Schon zu Weihnachten: Highlights des neuen Fahrplans

  • ICE-Züge verbinden jetzt 21 Städte Deutschlands im Halbstundentakt.
  • Das ICE-Sprinter-Netz wird ausgebaut – mit Rekordfahrzeit zwischen Stuttgart und Berlin.
  • Die DB erweitert ihr internationales Angebot und bietet zusätzliche Direktverbindungen in neun europäische Länder an.
  • Auf den wichtigsten ICE-Linien vereinheitlicht die DB – wo immer es möglich ist – Start- und Zielbahnhöfe, Zwischenhalte und Fahrplantakte für mehr Fahrplanstabilität.
  • Mit dem Fahrplanwechsel feiert der neue ICE L Premiere. Erste Einsätze sind zwischen Berlin und Köln vorgesehen, ab Mitte 2026 wird er auch auf den Verbindungen nach Westerland (Sylt) sowie zwischen Dortmund und Oberstdorf im Einsatz sein.

Der neue Fahrplan gilt ab 14. Dezember 2025. Alle Details gibt es hier: deutschebahn.com/fahrplan.

28. November 2025, 16:15 Uhr
Berlin

Im Rahmen der konzernweiten Verschlankung der Strukturen hat die DB Fernverkehr AG beschlossen, zum 1. Februar 2026 das Ressort Marketing und Vertrieb aufzulösen. Die Aufgaben werden in das Ressort des Vorstandsvorsitzenden Michael Peterson integriert. Stefanie Berk wird daher Ende des Jahres ihr Vorstandsmandat im Fernverkehr niederlegen und die DB verlassen.

Michael Peterson, DB-Vorstand Personenfernverkehr: „Stefanie Berk trat ihr Amt im März 2020 an – mitten in der Corona-Epidemie. Mit ihrem klaren Kundenfokus trug sie maßgeblich zur Erholung des Fernverkehrs nach der Pandemie bei. Sie stellte das Angebot des Fernverkehrs auf solide wirtschaftliche Füße, führte zahlreiche Serviceverbesserungen ein und trieb die Digitalisierung des Vertriebs konsequent voran. Ich bin Stefanie Berk für ihren großartigen Einsatz dankbar und wünsche ihr für ihre berufliche Zukunft alles Gute.“

Stefanie Berk: „Marketing und Vertrieb im Fernverkehr sind heute wesentlich digitaler und moderner als vor sechs Jahren. Zusammen mit einem starken Team haben wir Kurs gehalten. Tausend Dank an die große Eisenbahnerfamilie, zu der ich fast sechs Jahre gehören durfte. Die Begegnungen mit den Menschen, die täglich für eine bessere Bahn kämpfen, werde ich am meisten vermissen.“

27. November 2025, 16:30 Uhr
Frankfurt/Main
Der Aufsichtsrat bestellt zwei neue Mitglieder • Nicole Berlin leitet den Bereich Schienenverkehr • Frederik Ley übernimmt das Geschäft von Regio Straße

Der Aufsichtsrat der DB Regio AG hat in seiner heutigen Sitzung zwei neue Vorstände berufen. Zum 1. Januar 2026 übernimmt Nicole Berlin das Ressort Regio Schiene. Frederik Ley wird zeitgleich Vorstand im Ressort Regio Straße. Beide wurden für drei Jahre berufen.

Die bisherigen Vorstandsmitglieder Arne Schneemann (Regio Straße) und Jan Schilling (Marketing) wechseln in die Konzernleitung der Deutschen Bahn. Das Ressort Marketing wird im Rahmen der konzernweiten Verschlankung der Strukturen zum 1. Januar aufgelöst. Die Aufgaben werden in die bestehenden Vorstandsbereiche integriert.

Harmen van Zijderveld, Vorstandsvorsitzender von DB Regio: „Mit Nicole Berlin und Frederik Ley kommen zwei Menschen in den Vorstand mit einer ausgeprägten Expertise im ÖPNV, die Regio in den vergangenen Jahren in zentraler und regionaler Rolle vorangebracht haben. Sie sind Teamplayer mit klarem Kompass – und genau die Richtigen, um unsere Straße- und Schiene-Teams weiter zu stärken. Arne Schneemann und Jan Schilling haben Regio in herausfordernden Jahren geprägt. Arne hat mit seinem Team unser Straße-Geschäft wirtschaftlich stabilisiert und in eine neue Phase geführt. Jan hat mit seinem Team unsere Marke geschärft, das Deutschlandticket vorangetrieben und wichtige Brücken zu Verbänden und Aufgabenträgern gebaut. Dafür danke ich ihnen sehr.“

Nicole Berlin (57) hat Betriebswirtschaftslehre studiert und kam direkt nach ihrem Studium zur Deutschen Bahn. Zuletzt war sie Vorsitzende der Regionalleitung Nord von DB Regio Schiene. In dieser Funktion steuerte sie den Betrieb in Bremen, Niedersachsen, Hamburg und Schleswig-Holstein.

Frederik Ley (53) ist Volkswirt und seit mehr als 20 Jahren bei der Deutschen Bahn. In den vergangenen Jahren führte er die Regionalleitung von DB Regio Schiene NRW. Davor war er in verschiedenen Führungs-, Betriebs- und Steuerungsfunktionen bei DB Regio im Schiene- und Straße-Geschäft tätig.

26. November 2025, 15:00 Uhr
Berlin
Enge Zusammenarbeit zwischen der Deutschen Bahn und der Bundespolizei ist starke Basis für Sicherheit in Zügen und Bahnhöfen

Mehr Sicherheit und hohe Aufenthaltsqualität an Bahnhöfen und in Zügen sind zentrale Ziele der gemeinsamen Arbeit der Deutschen Bahn und der Bundespolizei. Seit dem Jahr 2000 sind das Verkehrsunternehmen und die Sicherheitsbehörde in einer Ordnungspartnerschaft verbunden. Zum 25-jährigen Jubiläum schauen die Partner auf eine starke Bilanz und neue Herausforderungen. Im Rahmen eines Forums unterzeichneten Staatssekretär Hans-Georg Engelke, BMI, und Dr. Patrick Hennies, Sicherheitschef der DB, die Vereinbarung zur Weiterentwicklung der Kooperation.

Hans-Georg Engelke, Staatssekretär im Bundesministerium des Inneren: „Ich bin sehr dankbar über die lange und bewährte Zusammenarbeit, die wir nun fortschreiben, um gemeinsam die Sicherheit und das Sicherheitsgefühl an den Bahnhöfen weiter zu stärken. Gerade im Bereich neuer Technologien, wie der Videoüberwachung, hat sich die Zusammenarbeit und der konsequente Ausbau äußerst bewährt. Bis zum Ende des Jahres 2024 haben die Deutsche Bahn AG und die Bundespolizei dafür gesorgt, dass sich die Zahl der Kameras gegenüber 2012 fast verdoppelt hat. Dadurch konnte die Anzahl aufgeklärter Straftaten mittels Videoüberwachung seit 2019 mehr als verdreifacht werden. Diesen erfolgreichen Weg beim Ausbau der Videoüberwachung werden wir gemeinsam fortsetzen.“

Patrick Hennies, Leiter der Konzernsicherheit der DB: „Sicherheit steht für uns an erster Stelle! In unserer starken Partnerschaft setzen wir auf Präsenz in Bahnhöfen und Zügen sowie den Schutz des Systems Bahn, seiner Kunden und Mitarbeitenden. Einen besonderen Fokus haben wir auf unsere Infrastruktur und die Anwendung neuer Technologien.“

Thomas Plank, Vizepräsident des Bundespolizeipräsidiums: „Wir sind Sicherheit - auch im Bahnverkehr! Mit der Fortschreibung unserer innovativen Partnerschaft ist der Grundstein gelegt, damit wir auch zukünftig den Herausforderungen der sich wandelnden Sicherheitslage erfolgreich begegnen können.“

Ein Beispiel für die besondere Form der Zusammenarbeit ist das Sicherheitszentrum Bahn, in dem Mitarbeitende der DB und Beamte der Bundespolizei rund um die Uhr gemeinsam den Überblick über Lage und Ereignisse haben, Informationen analysieren und gemeinsam Entscheidungen im Sinne der Sicherheit treffen. Ob Staatsbesuch, Eingriffe Außenstehender in den Bahnbetrieb, Großveranstaltungen oder Bundesliga-Wochenende: Ziel ist maximale Sicherheit für alle. Expertenteams werten gemeinsam Daten aus, planen Sicherheitsmaßnahmen und entwickeln auf Basis aktueller Erkenntnisse gemeinsame Sicherheits- und Einsatzkonzepte.

Auch für Bahnkunden und Bahnhofsbesucher ist die Partnerschaft sichtbar: An immer mehr Bahnhöfen gehen Beamte der Bundespolizei und Sicherheitskräfte der DB zusammen auf Streife. Auch dabei steht die Kombination aus hoheitlichen Befugnissen der Bundespolizei und dem Hausrecht der DB für das gemeinsame Ziel Sicherheit.

Bei der Kriminalitätsbekämpfung erzielten die DB und die Bundespolizei große Fortschritte im konsequenten Ausbau und der Modernisierung von Videotechnik. Bis Ende 2024 wurden 143 Bahnhöfe zusätzlich mit modernster Videotechnik ausgestattet. Insgesamt liefern deutschlandweit an rund 1.000 Bahnhöfen Kameras Bilder an die Bundespolizei. Damit konnte die Bundespolizei beachtliche Erfolge bei der Aufklärung von Straftaten und der Erhellung des Dunkelfeldes erzielen. Gemeinsam arbeiten die Partner am Ausbau weiterer Verkehrsstationen mit Videotechnik nach den Ausstattungsempfehlungen der Bundespolizei.

Ein weiterer Baustein ist das gemeinsame Forschungsvorhaben Sicherheitsbahnhof, bei dem die DB und die Bundespolizei mit wissenschaftlicher Begleitung neue Sicherheitstechnologien erforschen und erproben. Im Mittelpunkt steht die Steigerung der Sicherheit der Bahnhofsnutzenden und der Schutz der kritischen Infrastruktur Bahn. Ziel ist es, Gefahren, insbesondere in zeitkritischen Situationen, zuverlässig und frühzeitig zu erkennen, um proaktiv handeln und Schäden verhindern zu können.

Neue Technologien wie Künstliche Intelligenz oder Drohnensysteme sind Chance und Herausforderung zugleich: Sie eröffnen innovative Möglichkeiten für moderne Sicherheitsstrategien, stellen die Ordnungspartner jedoch auch vor die Aufgabe, deren missbräuchlichen Einsatz zum Nachteil der Bahn wirksam zu unterbinden. Daher gewinnt die Beschäftigung mit neuen Technologien zunehmend an Bedeutung und erfordert ebenso gemeinsame und verantwortungsvolle Aufmerksamkeit gegenüber aktuellen Risiken.

Am Ende waren sich die Partner einig: Das Unterzeichnen der Vereinbarung ist ein Symbol für die ohnehin bereits enge, vertrauensvolle und vielschichtige Zusammenarbeit. Das erklärte gemeinsame Ziel ist, dass Reisen mit dem Verkehrsmittel Bahn für alle Nutzerinnen und Nutzer nachhaltig sicherer gestaltet wird. Diese besondere Partnerschaft wird sich den Herausforderungen der Zukunft gemeinsam stellen und daran weiterwachsen.

Hinweis an die Redaktionen:

Bildmaterial kann ab ca. 18 Uhr in der DB Mediathek abgerufen werden.

Weiterführende Links:

http://sicherheitsbahnhof.bahnhof.de/www.deutschebahn.com/sicherheithttps://bundespolizei.de/unsere-aufgaben/bahnpolizei

25. November 2025, 12:15 Uhr
Berlin
3D-Druck bringt Züge schneller zurück aufs Gleis • Bereits über 200.000 Bauteile aus dem 3D-Drucker im Einsatz • Mehr als 20 Millionen Euro durch schnelle und effiziente Verfügbarkeit von Ersatzteilen eingespart

Seit 2015 setzt die Deutsche Bahn auf 3D-Druck. Was mit einfachen Ersatzteilen wie einem Kleiderhaken aus Kunststoff begann, hat sich inzwischen zu einer Auswahl von über 200.000 Teilen für mehr als 1.000 Anwendungen entwickelt. Das Verfahren ermöglicht eine schnelle und effiziente Beschaffung von Ersatzteilen und hat bereits mehr als 20 Millionen Euro eingespart.

Deutsche Bahn (DB) weltweit führend im 3D-Druck bei den Bahnunternehmen

Mit dem 3D-Druck produziert die DB insbesondere Ersatzteile für die Instandhaltung von Zügen und Lokomotiven. Dabei reicht die Bandbreite von kleinen Kunststoffteilen bis hin zu echten Schwergewichten aus Metall wie etwa einem 540 Kilogramm schweren Getriebegehäuse. Die Komponenten werden nach Bedarf produziert und stehen durch die innovative Technologie schnell in der benötigten Menge zur Verfügung. Das spart Lagerkosten und Logistikfläche, verkürzt Lieferzeiten und schafft Unabhängigkeit.

Grundlage dafür ist das Digitale Warenlager der DB – eine zentrale Datenbank für technische Zeichnungen von Ersatzteilen. Aktuell umfasst es über 1.000 virtuelle Modelle. Damit leistet der 3D-Druck einen wichtigen Beitrag zu Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit der DB: Züge und Lokomotiven können schneller repariert und langfristig weiterbetrieben werden. Gerade dann, wenn Hersteller oder Zulieferer wichtige Ersatzteile nicht liefern können oder gar nicht mehr produzieren. 3D-Druck hilft in solchen Fällen schnell und unkompliziert.

Stefanie Brickwede, Leiterin Konzernprojekt 3D-Druck: „Mit Hilfe von 3D-Druck können wir benötigte Ersatzteile buchstäblich auf Knopfdruck zur Verfügung stellen. Davon profitieren unsere Kund:innen, denn wir bringen Züge dadurch schneller wieder zurück auf die Strecke. Gleichzeitig unterstützen wir unsere Mitarbeitenden, die effizienter arbeiten können.“

Kleines Teil, großer Effekt: Auch beim neuen ICE L kommt ein 3D-gedrucktes Hilfsmittel zum Einsatz. Eine gelbe Schablone hilft Mitarbeitenden, Piktogramme passgenau anzukleben, an denen Fahrgäste sich im Zug orientieren können – zum Beispiel die Kennzeichnung der BahnBonus-Bereiche oder die QR-Codes fürs Kundenfeedback. Mithilfe der Schablone funktioniert das Kleben deutlich schneller, einfacher und damit auch günstiger.

Bei der Herstellung der Bauteile greift die DB auf eigene Drucker und ihr Partnernetzwerk zurück. 2016 hat der Konzern das Netzwerk "Mobility goes Additive" ins Leben gerufen. Mehr als 140 Unternehmen – von Anwendern, Druckmaschinenherstellern und Druckdienstleistern über Universitäten bis hin zu Startups – arbeiten zusammen, um Innovationen gemeinsam voranzutreiben. Zum Einsatz kommen verschiedene Druckverfahren, darunter unter anderem die Materialextrusion, das Pulverbett-Verfahren oder Binder-Jetting.

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3D-Druck in Zahlen

  • Die DB nutzt seit zehn Jahren die Vorteile des 3D-Drucks.
  • Seit 2015 wurden über 200.000 Bauteile für mehr als 1.000 verschiedene Anwendungen 3D-gedruckt. Dazu gehören zum Beispiel ein 540 Kilogramm schweres Getriebegehäuse, Handlaufschilder mit Blindenschrift, Tablet-Halter, Bohrschablonen, Abdeckungen oder Mantelhaken.
  • Die DB nutzt insgesamt zwölf verschiedene 3D-Druckverfahren, darunter mit Metall, Kunststoff und Sand.
  • Die schnelle und effiziente Beschaffung von Ersatzteilen hat bereits mehr als 20 Millionen Euro eingespart.

19. November 2025, 11:00 Uhr
Nürnberg
Ab 2026 bleibt das DB Museum Nürnberg auch dienstags geschlossen • Einschränkungen zudem bei den Nutzungszeiten von Bibliothek und Archiv • Museumspädagogische Angebote des Museums für Kommunikation Nürnberg können weiterhin am Dienstagvormittag gebucht werden

Das DB Museum Nürnberg passt ab dem 12. Januar 2026 seine Öffnungszeiten an: Künftig bleibt das Museum montags und dienstags geschlossen. Auch die Nutzungszeiten von Bibliothek und Archiv werden um ein Drittel reduziert. Mit diesen Änderungen reagiert das Museum auf das strukturelle Sanierungsprogramm der Deutschen Bahn AG, welches auch Auswirkungen auf die Deutsche Bahn Stiftung hat. Nach einem umfangreichen Prüfungsprozess wurden Maßnahmen für alle Museumsstandorte beschlossen, ohne damit den Kernauftrag des Museums zu gefährden, die deutsche Eisenbahngeschichte zu bewahren.

Dr. Oliver Götze, Direktor DB Museum: „Als großes Technik- und Verkehrsmuseum fällt uns die Einführung eines weiteren Schließtages sehr schwer. Wir haben jedoch alle Möglichkeiten sorgfältig geprüft und uns schließlich für den besuchsschwachen Dienstag als zweiten Schließtag entschieden. Neben Kostenersparnissen ermöglicht uns die längere Ruhephase, unsere Ressourcen gezielter für Wartung und Angebotsentwicklung einzusetzen und unser vielfältiges Angebot trotz Umstrukturierungen auf hohem Niveau zu sichern.“

Das Museum für Kommunikation Nürnberg, das sich im selben Gebäude befindet, wird künftig ebenfalls am Wochenanfang zwei Tage geschlossen sein. Dort bleiben allerdings am Dienstagvormittag Führungen, Workshops und der Besuch des Escape Rooms für Schulklassen buchbar.

Jährlich besuchen rund 175.000 Gäste aus der ganzen Welt das DB Museum in Nürnberg. Über den Museumsbetrieb hinaus erfüllt das Museum den gemeinnützigen Zweck der zentralen Erschließung, Sammlung, Darstellung und Vermittlung der Geschichte des Eisenbahnwesens in Deutschland.

Deutsche Bahn Stiftung und DB Museum

Das DB Museum ist das älteste Eisenbahnmuseum der Welt. Unter dem Dach der Deutsche Bahn Stiftung bewahrt es das historische Erbe der Eisenbahn in Deutschland. Die Deutsche Bahn Stiftung wurde 2013 als gemeinnützige GmbH von der Deutschen Bahn AG gegründet und ist deutschlandweit in den Schwerpunkten Bildung, Integration und Ehrenamt aktiv. Mehr unter www.dbmuseum.de und www.deutschebahnstiftung.de.

05. November 2025, 10:00 Uhr
Berlin/Hayange
Saarstahl Rail beliefert DB mit 1.000 Tonnen grünem Stahl • Grüner Stahl wird mit neuer Technologie produziert und verursacht bis zu 70 Prozent weniger CO2e-Emissionen

Die Deutsche Bahn (DB) kauft erstmals Schienen aus „grünem Stahl“ ein. Dafür hat DB InfraGO mit Saarstahl Rail einen Liefervertrag über rund 1.000 Tonnen klimafreundlich produzierter Schienen abgeschlossen. Die erste Lieferung umfasst Schienen, die in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und im Saarland verbaut werden. Insgesamt entsprechen die rund 1.000 Tonnen Stahl rund 22 Schienenkilometern.

Mit dieser Kooperation setzen beide Unternehmen ein wichtiges Zeichen für nachhaltige Lieferketten und Kreislaufwirtschaft in der Bahnindustrie. Der grüne Stahl von Saarstahl Rail wird im französischen Werk Saarstahl Ascoval hergestellt. Das Werk stellt Stahl nicht über die traditionelle Hochofenroute unter dem Einsatz von Eisenerz und Kohle her, sondern verwendet die sogenannte Elektrolichtbogenofen-Technologie, um aus Altschienen und Schrott neuen Stahl zu produzieren. Im Vergleich zu Schienen, die über traditionelle Hochöfen produziert werden, fallen in Elektrolichtbogenöfen bis zu 70 Prozent weniger CO2e-Emissionen an. Bei 1.000 Tonnen grünem Stahl beträgt die CO2e-Einsparung rund 1.800 Tonnen.

Philipp Nagl, Vorstandsvorsitzender DB InfraGO AG: „Mit dem Einsatz von emissionsreduziertem Stahl leisten wir einen wichtigen Beitrag, um auch unsere Baumaterialien und Beschaffungsprozesse in der Bahninfrastruktur noch nachhaltiger zu gestalten. Gemeinsam mit Saarstahl Rail zeigen wir in diesem Pilotprojekt, dass klimafreundliches Bauen und heimische Wertschöpfung Hand in Hand gehen können. Darüber hinaus stärken wir Leitmärkte für emissionsreduzierte Baustoffe. So gestalten wir eine Infrastruktur, die dauerhaft nachhaltig und wirtschaftlich Bestand hat.“

Jonathan Weber, Vorstand Transformation Saarstahl und verantwortlicher Vorstand für Saarstahl Rail: „Es ist ein starkes Signal für nachhaltiges Bauen, dass die Deutsche Bahn beim Ausbau der Bahninfrastruktur auf die CO2-arm hergestellte Schiene von Saarstahl Rail setzt. Die grüne Schiene hat sich damit im internationalen Bahnsektor als wichtiger Baustein für das Gelingen der Mobilitätswende etabliert. Ein Vorbild für den Einsatz emissionsreduzierter Materialien in anderen Branchen.“

Die Schiene ist schon heute der klimafreundlichste motorisierte Verkehrsträger. Die Deutsche Bahn will bis 2040 klimaneutral werden und hat sich verpflichtet, ihre Treibhausgasemissionen über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg auf „Net-Zero“ zu reduzieren. Mit Blick auf die aktuell drängendsten Herausforderungen durch den Klimawandel fokussiert sich die DB bei ihrer ökologischen Transformation auf die fünf Handlungsfelder Klimaresilienz, Klimaschutz, Ressourcenschutz, Umweltschutz und Lärmschutz. Gleichzeitig investiert die DB in den kommenden Jahren massiv in eine zuverlässige Infrastruktur. Da bereits heute rund 50 Prozent der Scope-3-Emissionen der Deutschen Bahn, also indirekte Treibhausgasemissionen aus der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette, auf Bautätigkeiten entfallen, setzt die DB auf emissionsreduzierte Baustoffe und erprobt den Einsatz von grünem Stahl und grünem Beton.

Über DB InfraGO

Die DB InfraGO AG ist die gemeinwohlorientierte Infrastrukturgesellschaft der Deutschen Bahn AG. Mit mehr als 68.000 Mitarbeitenden ist sie für das rund 33.400 Kilometer lange Streckennetz inklusive aller betriebsnotwendigen Anlagen und 5.400 Bahnhöfe verantwortlich. Die DB InfraGO AG ist in die Geschäftsbereiche Fahrweg und Personenbahnhöfe untergliedert. Der Geschäftsbereich Fahrweg ist der größte Eisenbahninfrastrukturanbieter Europas mit jährlich mehr als 1.100 Mio. gefahrenen Trassenkilometer auf den Gleisen in Deutschland. Der Geschäftsbereich Personenbahnhöfe vereint neben der Entwicklung, dem Bau und dem Betrieb von Bahnhöfen auch vielfältige mobilitätsorientierte Dienstleistungen am Bahnhof und zählt zudem zu Deutschlands größten Gewerbevermietern.

Über Saarstahl Rail

Saarstahl Rail, eine Tochter der Saarstahl-Gruppe mit Sitz in Hayange, Frankreich, produziert hochwertige Schienenprodukte basierend auf CO2-reduziertem Stahl und treibt so die ökologische Mobilitätswende erfolgreich voran. Die Geschichte des Standortes Hayange reicht bis ins Jahr 1892 zurück. Die erste Schiene wurde 1897 hergestellt. 2021 wurde der Standort in die SHS/Saarstahl-Gruppe integriert. Das Produktportfolio von Saarstahl Rail umfasst insgesamt über 100 Schienenprofile, die in 25 Stahlsorten mit einer Länge von bis zu 108 m geliefert werden können. Alternative Längen sind genauso möglich. Der CO2-reduzierte Stahl wird von Saarstahl Ascoval geliefert.

Weitere Informationen: www.saarstahl-rail.com

31. Oktober 2025, 10:00 Uhr
Berlin
Alle Kund:innen mit BahnCard 25 und 50 können im November bis zu vier weitere Mitreisenden rabattiert mitnehmen

Im November können alle Besitzer:innen einer BahnCard 25 oder 50 bis zu vier Mitreisenden mit ihrem BahnCard-Rabatt mitnehmen. Das heißt: Alle Reisenden erhalten 25 bzw. 50 Prozent Rabatt auf alle Flexpreise und 25 Prozent Rabatt auf alle Sparpreise (ausgenommen City-Ticket).

Die BahnCard-Aktion gilt für Reisen im November, die vom 1. bis 30. November gebucht werden. Die Tickets mit BahnCard-Rabatt sind über alle DB-Vertriebswege – also in den DB Reisezentren und DB Agenturen sowie über bahn.de und die App DB Navigator – erhältlich.

So können Kund:innen das Angebot bei der Online-Buchung nutzen:

  1. Gewünschte Strecke eingeben
  2. Reisende auswählen: Bis zu 5 Reisende mit BahnCard 25 oder 50 Ermäßigung in derselben Klasse angeben
  3. Verbindung und Angebot auswählen
  4. Gemeinsam fahren und sparen

Das ist noch wichtig: Die Buchung der Fahrt muss für alle Reisende im selben Buchungsschritt erfolgen. Zudem müssen alle Reisende gemeinsam fahren, da der BahnCard-Inhaber bei der Kontrolle im Zug seine BahnCard für alle Mitreisenden vorzeigen muss.

Je nachdem, für welche Klasse die BahnCard des Inhabenden gilt, ist das Angebot sowohl für die 2. als auch für die 1. Klasse nutzbar. Weitere Informationen rund um die Aktion gibt es hier: bahn.de/bc25-50mitfahraktion 

30. Oktober 2025, 17:15 Uhr
Berlin
Aufsichtsrat bestellt drei neue Vorstände • Karin Dohm wird neue Finanzvorständin • Harmen van Zijderveld übernimmt den Regionalverkehr • Neuer Güterverkehrsvorstand wird Bernhard Osburg • Dr. Sigrid Nikutta verlässt die DB • Infrastrukturvorstand Berthold Huber scheidet aus

Der Aufsichtsrat der DB AG hat in seiner heutigen außerordentlichen Sitzung drei neue Vorstände berufen. Nach dem CEO-Wechsel zu Evelyn Palla vor vier Wochen ist damit die Neuaufstellung des Konzernvorstands beschlossen.

Harmen van Zijderveld übernimmt die Aufgabe des Vorstands Regionalverkehr zum 1. November 2025. Der 50-Jährige verantwortete zuletzt im Vorstand der DB Regio das Ressort Regio Schiene. Die frühere Finanzvorständin bei Continental und der Hornbach Gruppe, Karin Dohm wechselt zum 1. Dezember 2025 an die Spitze des Finanzressorts der Deutschen Bahn. Das Vorstandsressort Güterverkehr und damit die DB Cargo verantwortet ab 15. November der 57-jährige Stahlmanager Bernhard Osburg.

Aufsichtsratsvorsitzender Werner Gatzer: „Die Deutsche Bahn steht vor einem einschneidenden Neuanfang. Mit Karin Dohm, Harmen van Zijderveld und Bernhard Osburg gewinnen wir Persönlichkeiten, die Tempo machen und die zum geplanten Aufbruch passende Expertise mitbringen.“

Evelyn Palla, Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn AG: „Ich freue mich sehr darauf, gemeinsam mit dem neuen Vorstandsteam den Neustart der Deutschen Bahn entschlossen voranzutreiben. Mit Karin Dohm, Harmen van Zijderveld und Bernhard Osburg gewinnen wir erfahrene und verantwortungsstarke Führungspersönlichkeiten, die genau das Umsetzungsvermögen und die Zukunftsorientierung mitbringen, die wir jetzt benötigen.“

Karin Dohm hat in den vergangenen Jahren bei der Hornbach Gruppe das CFO-Ressort inklusive Planning & Controlling, Accounting, Tax, Unternehmensfinanzierung und Treasury, Compliance, Datenschutz, interne Revision und Investor Relations verantwortet. Davor war die 53-jährige Volkswirtin, als Wirtschaftsprüferin und Steuerberaterin zahlreiche Jahre in verschiedenen globalen Leitungsfunktionen bei der Deutschen Bank und im Beratungs- und Prüfungsgeschäft als Partnerin bei Deloitte tätig.

Harmen van Zijderveld ist seit mehr als 20 Jahren in verschiedenen Positionen bei der DB tätig, zunächst als Teamleiter in der Konzernentwicklung. Über diverse Leitungsfunktionen in der Geschäftsentwicklung, dem Angebotsmanagement und der Verkehrsleitung bei DB Fernverkehr kam er als Leiter zurück in die Konzernentwicklung. Seit Februar 2024 war er bei der DB Regio im Vorstand für das Ressort Schiene zuständig. Der gebürtige Niederländer ist Vater von drei Kindern.

Bernhard Osburg war zuletzt (2020 – 2024) Vorstandsvorsitzender von Thyssenkrupp Steel und zuvor über 20 Jahre in der Stahlbranche in verschiedenen Führungspositionen tätig. Der Diplom-Ingenieur verantwortete bei Thyssenkrupp Steel u. a. den Vertrieb des Stahlunternehmens und den Verkauf von Geschäftsbereichen. Osburg setzte zudem beim Duisburger Unternehmen Programme zur Umstrukturierung sowie Kostensenkung um und hat insbesondere die Transformation zu einer nachhaltigen Stahlproduktion vorangetrieben.

Die neuen Vorstände Karin Dohm, Harmen van Zijderveld und Bernhard Osburg

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Dr. Sigrid Evelyn Nikutta, Vorstand für Güterverkehr der DB AG und Vorstandsvorsitzende der DB Cargo AG, wird zum Jahresende die Deutsche Bahn im gegenseitigen Einvernehmen verlassen. Zum 15. November 2025 übergibt sie die Geschäfte an ihren Nachfolger und wird einen reibungslosen Übergang gestalten. 

Dr. Nikutta trat im Januar 2020 in einer der schwierigsten Phasen für die DB Cargo ihr Amt an. Sie steuerte die DB Cargo sicher durch die Corona-Zeit und machte deutlich, welche zentrale Rolle der Schienengüterverkehr für die Versorgungssicherheit Europas spielt. Dank ihres persönlichen Einsatzes ist DB Cargo verlässlicher Partner der Bundeswehr und Nato. Innerhalb weniger Tage initiierte Dr. Nikutta eine Schienenbrücke in die Ukraine. Im Zuge der laufenden Sanierung hat sie mittelständische Strukturen und klare Ergebnisverantwortung etabliert. Der von ihr eingeschlagene Kurs zeigt schon in 2025 seine Wirkung: Bis auf den Einzelwagenverkehr sind alle Bereiche profitabel.  

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats Werner Gatzer: „Ich danke Frau Dr. Nikutta für ihre außerordentliche Leistung. Gerade in etablierten Strukturen ist Veränderung herausfordernd. Dr. Sigrid Nikutta hat gezeigt, dass Transformation machbar ist. Gemeinsam haben wir uns für einen personellen Neuanfang entschieden. Auch im Namen meiner Kollegen im Aufsichtsrat möchte ich Dr. Sigrid Nikutta für ihren Einsatz für die DB AG danken.“

Abschied von Berthold Huber

In der heutigen Gremiensitzung wurde ebenfalls Berthold Huber, Vorstand Infrastruktur, verabschiedet. Der 62-jährige scheidet nach 28 Jahren bei der DB zu Ende Oktober aus dem Unternehmen aus. Anlass ist die Neustrukturierung des Konzernvorstands der DB AG. Huber hat in den letzten drei Jahrzehnten an verschiedenen Stellen des Unternehmens maßgeblich erfolgreiche Weichenstellungen vorgenommen. Zuletzt hat er richtungsweisend die gemeinwohlorientierte Infrastruktursparte DB InfraGO etabliert und damit zusammen mit der Politik und den Arbeitnehmervertretern einen der größten Paradigmenwechsel seit der Bahnreform 1994 umgesetzt.   

Aufsichtsratsvorsitzender Werner Gatzer: „Jahrzehntelang hat sich Berthold Huber wie kaum ein anderer in verschiedenen Funktionen für die DB mit großem Engagement und viel Herzblut für eine bessere Bahn eingesetzt. Für Huber waren vom ersten Tag an die Eisenbahnerinnen und Eisenbahner immer der größte Schatz des Unternehmens. Wir bedanken uns für die langjährige vertrauensvolle Zusammenarbeit.“

Die Bilder der neuen Vorständ:innen finden sie in der Mediathek.

30. Oktober 2025, 11:00 Uhr
Berlin
Rund 30 Millionen ICE-Reisende zwischen Deutschland und den Niederlanden seit dem Jahr 2000 • 25.000 zusätzliche Sparpreise anlässlich des Jubiläums • Ab 1. November ist die Linie zwischen Berlin und Amsterdam komplett auf ICE 3neo umgestellt • Mehr Zuverlässigkeit und Komfort für die Kunden

Ein Vierteljahrhundert ICE-Verkehr zwischen Deutschland und den Niederlanden: Deutsche Bahn (DB) und NS International feierten heute das 25-jährige Bestehen der deutsch-niederländischen Kooperation mit einer gemeinsamen Veranstaltung im niederländischen Amersfoort.

Das klimafreundliche Reisen mit der Bahn zwischen Deutschland und den Niederlanden erfreut sich großer Beliebtheit: Rund 30 Millionen Fahrgäste waren seit dem Start der Verkehre im November 2000 im ICE zwischen beiden Ländern unterwegs. Das Jubiläum begehen die Partner mit einer Ticketaktion: 25.000 zusätzliche Sparpreise und Supersparpreise Europa ab 19,99 Euro sind bis Mitte November für Fahrten zwischen Deutschland und den Niederlanden erhältlich.

Stefanie Berk, Vorständin Marketing & Vertrieb DB Fernverkehr: „30 Millionen Fahrgäste in 25 Jahren ICE-Verkehr zwischen den beiden Nachbarländern zeigen: Klimafreundliches Bahnfahren auch über Landesgrenzen hinweg ist immer häufiger die erste Wahl. Mit modernsten Fahrzeugen wie dem ICE 3neo, der nun auch zwischen den Hauptstädten Berlin und Amsterdam verkehrt, wird Reisen innerhalb Europas für unsere Fahrgäste noch komfortabler und geben dem boomenden internationalen Fernverkehr so einen weiteren Schub.“

Heike Luiten, Direktorin NS International: „Diese neuen Züge sind für Reisende ein großer Fortschritt in Sachen Komfort und Zuverlässigkeit. In jüngster Vergangenheit kam es bei Zugreisenden wiederholt zu Beeinträchtigungen aufgrund von Störungen an älteren Zügen. Wir freuen uns darauf, Reisende an Bord willkommen zu heißen und sie nachhaltig und komfortabel an ihr Ziel zu bringen. Mit der Einführung der ICE-Züge nach Berlin markieren wir gleichzeitig einen besonderen Moment: Seit 25 Jahren verbindet der ICE die Niederlande und Deutschland. Alle Züge der Tagesverbindungen von den Niederlanden nach Deutschland werden nun mit dem ICE gefahren, sodass wir neben der Strecke nach Frankfurt und München nun auch alle Züge nach Berlin mit dem ICE anbieten.“

Anfang November 2000 startete eine Direktverbindung des „ICE International“ zwischen Köln und Amsterdam. Durch den Einsatz von mehrsystemfähigen ICE-Zügen, die mit den unterschiedlichen Strom- und Signalsystemen in beiden Ländern kompatibel waren, entfiel der bisher notwendige, zeitaufwändige Lokwechsel an der Grenze in Emmerich. Der erste ICE zwischen Amsterdam und Frankfurt fuhr bereits im Dezember 2002 über die damals neue Hochgeschwindigkeitsstrecke Köln-Rhein/Main. Die Fahrtzeit zwischen Frankfurt und Amsterdam sank unter vier Stunden – 80 Minuten schneller als zuvor. Seitdem entwickelte sich der grenzüberschreitende Fernverkehr zwischen den beiden Nachbarländern äußerst positiv: Zwischen Frankfurt und Amsterdam fahren die Züge mittlerweile bis zu acht Mal am Tag pro Richtung im Zweistundentakt.

Hinzu kamen im Laufe der Jahre weitere ICE-Verbindungen: Amsterdam ist heute unter anderem von Frankfurt/Main, Köln, Düsseldorf, München, Stuttgart sowie neu Berlin und Hannover direkt mit dem ICE erreichbar.

Fahrzeugseitig folgte im Juni 2024 pünktlich zum Start der Fußball-EM ein weiterer Meilenstein im internationalen Fernverkehr: Die DB setzte in die Niederlande und nach Belgien auf Verbindungen von/nach Frankfurt (Main) erstmals das neueste Flaggschiff der ICE-Flotte ein: den ICE 3neo. Die modernsten und innovativsten Züge der DB ersetzten damit schrittweise die störanfällig gewordene Vorgängerbaureihe. Der ICE 3neo zeichnet sich durch eine besonders hohe Zuverlässigkeit aus: Fahrzeugbedingte Zugausfälle konnten seit dem Einsatz dieses Zuges auf den Verbindungen Frankfurt–Brüssel und Frankfurt–Amsterdam deutlich reduziert werden.

Zwischen Berlin und Amsterdam erfolgt die Umstellung auf den modernen ICE 3neo schrittweise: Am 24. September fuhr erstmals der ICE zwischen Berlin und Amsterdam. Seit Mitte Oktober werden bereits zwei Drittel der Verbindungen mit ICE-Komfort angeboten. Ab 1. November verkehren alle Direktzüge dieser Strecke als ICE und ersetzen vollständig die in die Jahre gekommenen Intercity-Züge. Die Verbindung Berlin–Amsterdam verkehrt je Richtung sechs Mal täglich im Zweistundentakt in rund sechs Stunden Fahrzeit. Zusätzlich fährt ein Zug pro Tag und Richtung zwischen Hannover und Amsterdam.

Alle ICE halten zudem in Osnabrück, wo beispielsweise per Umstieg auch Bremen und Hamburg komfortabel angebunden sind.

Fotos von der Veranstaltung finden Sie hier in der DB-Mediathek.

26. Oktober 2025, 11:00 Uhr
Berlin
Fokus auf operativen Berufen • rund 1.000 angehende Zugverkehrssteuernde, rund 850 Lokführer:innen • Übernahmegarantie gilt nach wie vor

Die Deutsche Bahn (DB) sucht tausende junge Macherinnen und Macher: Für 2026 stellt der Konzern bundesweit rund 5.200 neue Azubis und Dual Studierende ein. Für die Nachwuchskräfte gilt bei erfolgreichem Abschluss nach wie vor eine Übernahmegarantie innerhalb des Unternehmens. Bewerbungen für den Start im Herbst nächsten Jahres sind bereits möglich. Stellenausschreibungen sind unter www.deutschebahn.com/karriere zu finden.

Bei den Ausbildungsberufen liegt der Fokus auf operativen Berufen im direkten Eisenbahnbetrieb. Die DB bildet rund 1.000 junge Menschen zu Zugverkehrssteuernden (früher „Fahrdienstleiter:innen“) aus, rund 850 zu Lokführer:innen. Weitere rund 1.000 Ausbildungsplätze entfallen auf den Bereich der Infrastruktur-Instandhaltung (z.B. Elektroniker:innen, Mechatroniker:innen, Gleisbauer:innen), rund 700 Plätze auf den Bereich der technischen Wartung von Zügen (z.B. Elektroniker:innen, Mechatroniker:innen). Insgesamt gibt es bei der DB 50 verschiedene Ausbildungsberufe und 25 duale Studiengänge.

„Auch in Zeiten der Veränderung legen wir größten Wert auf unsere Nachwuchskräfte. Sie sichern die nachhaltige Zukunft unseres Unternehmens“, sagt DB-Personalvorstand Martin Seiler. „Wir bieten den jungen Menschen neben einer erstklassigen Ausbildung auch einen unbefristeten Arbeitsvertrag, wenn sie den Abschluss geschafft haben.“

Hinweis an Redaktionen: Bildmaterial finden Sie in unserer Mediathek.

20. Oktober 2025, 12:30 Uhr
München
Mehr als vier Milliarden Euro für Erneuerung von rund 500 Kilometer Gleisen und über 200 Weichen sowie Neu- und Ausbau in ganz Bayern im nächsten Jahr

Zusätzlich zu den 2025 bereits umgesetzten Sanierungsmaßnahmen im Werdenfels-Netz und in der Oberpfalz wird die DB InfraGO im kommenden Jahr rund 500 Kilometer Gleise und über 200 Weichen in Bayern erneuern. Davon profitieren unter anderem die Münchner S-Bahn mit zusätzlichen Sanierungsmaßnahmen auf den Linien S2, S4 und S7 sowie das Allgäu-Netz.

Dr. Philipp Nagl, Vorstandsvorsitzender DB InfraGO AG: „Für diese Arbeiten investiert die DB InfraGO rund 10 Prozent zusätzlich in Bayern. Zusammen mit den Generalsanierungen sowie dem Neu- und Ausbauprogramm für Strecken und Bahnhöfe fließen damit 2026 über vier Milliarden Euro in die Schieneninfrastruktur Bayerns. Wir wissen, dass die vielen Baustellen im nächsten Jahr den Reisenden viel Geduld abnötigen werden und bitten um Verständnis. Gleichzeitig wollen wir dauerhafte Einschränkungen im Bahnbetrieb möglichst vermeiden. Diese Zusatzmaßnahmen sind durch die stabile Finanzierungssituation aus dem Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität möglich.“

Christian Bernreiter, Bayerischer Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr: „Es ist eine gute Nachricht, wenn die DB mehr Geld ins bayerische Schienennetz steckt. Es ist auch bitter nötig! Die Bahn muss bei den Neubauprojekten vorankommen und dringend in die Instandhaltung und Sanierung der Infrastruktur investieren. Entscheidend wird sein, dass dabei nicht nur die Hochleistungskorridore im Fokus stehen. Genauso wichtig sind Fortschritte bei weit gediehenen Projekten wie der Elektrifizierung der Franken-Sachsen-Magistrale und generell bei den Nebenstrecken im ländlichen Raum. Die Bundesregierung hat mit dem Sondervermögen die richtigen Weichen gestellt. Ich freue mich, wenn die Bahn damit nun die Baustellen in Bayern angeht!“

17. Oktober 2025, 11:00 Uhr
Berlin
Einfach einsteigen: ICE L setzt neuen Standard bei Komfort • Erster Fahrgasteinsatz ab Mitte Dezember 2025 zwischen Berlin und Köln

Die Deutsche Bahn (DB) hat heute den ersten Hochgeschwindigkeitszug mit stufenlosem Einstieg in Deutschland vorgestellt. Mit Neuerungen wie mobilfunkdurchlässigen Scheiben, einem überarbeiteten Innendesign sowie verbesserten Sitzen ist der ICE L der erste Baustein für die Umsetzung der "Agenda für zufriedene Kunden auf der Schiene".

Evelyn Palla, Vorstandsvorsitzende der DB AG, Dr. Michael Peterson, DB-Vorstand Personenfernverkehr, Patrick Schnieder, Bundesminister für Verkehr, und Carlos de Palacio y Oriol, Executive Chairman des spanischen Herstellers Talgo, stellten den neuen ICE L heute in Berlin Ostbahnhof der Öffentlichkeit vor.

Patrick Schnieder, Bundesminister für Verkehr und Evelyn Palla, Vorstandsvorsitzende der DB AG
Patrick Schnieder, Bundesminister für Verkehr und Evelyn Palla, Vorstandsvorsitzende der DB AG
Quelle: Deutsche Bahn AG / Oliver Lang
Patrick Schnieder, Bundesminister für Verkehr und Evelyn Palla, Vorstandsvorsitzende der DB AG mit DB-Mitarbeitenden bei der Präsentation des neuen ICE L

Evelyn Palla: „Wir wollen die Menschen mit unseren Zügen begeistern. Mit dem neuen ICE L setzen wir ganz klar auf mehr Komfort und Zuverlässigkeit für unsere Fahrgäste. Jeder neue Zug zahlt auf einen stabilen Betrieb ein. Deshalb haben wir unsere Flotte in den letzten Jahren konsequent modernisiert und viele neue Hochgeschwindigkeitszüge beschafft.“

Patrick Schnieder: „Ich habe von Anfang an klar gemacht, dass der Kunde auf der Schiene wieder König sein muss. Dafür ist dieser Zug ein perfektes Beispiel: Vom stufenlosen Zugang über das familienfreundliche Platzangebot bis hin zum verbesserten Mobilfunkempfang bringt die neue ICE-Generation viele spürbare Verbesserungen für die Reisenden. Wer modernisiert, verbessert nicht nur die Technik, sondern gleichzeitig das Reiseerlebnis für Millionen Menschen. Das gilt für die Infrastruktur genauso wie für die Züge.“

Carlos de Palacio y Oriol: „Heute beginnt ein neues Kapitel in unserer Beziehung mit der DB. Ich kann versichern, dass wir all unsere Kraft und Ressourcen mit Priorität darauf verwenden werden, ein enger, effizienter, loyaler und zuverlässiger Partner zu sein. All dies, damit der Betrieb der von Talgo gebauten ICE L in der unmittelbaren Zukunft ein Erfolg wird. Es handelt sich um niederflurige Züge, welche auf der gesamten Zuglänge einen stufenlosen Einstieg ermöglichen. Dadurch erfüllen sie auf clevere Weise die neuen Anforderungen an nachhaltige Mobilität.“

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Hoher Fahrgastkomfort

Neben dem stufenlosen Einstieg verfügt der ICE L über zahlreiche Ausstattungsmerkmale für verbesserten Reisekomfort:

  • Das neue Innenraumdesign mit neuen Farben und Materialien sorgt zusammen mit den kürzeren Wagen im ICE L für ein angenehmes, wohnliches Raumgefühl. Hinzu kommt eine tageszeitabhängige Lichtsteuerung.
  • Die 562 verbauten Sitze sind eine echte Neuentwicklung, bei der mehr als 1.600 Testpersonen involviert waren. Die Sitze verfügen an allen Plätzen über Steckdosen sowie bei den Reihensitzen über Klapptische und Tablethalter.
  • Die Fensterscheiben des ICE L lassen Mobilfunksignale direkt und ohne Umwege über Repeater in das Wageninnere. Diese Technologie sorgt für deutlich verbesserten Mobilfunkempfang im Zug.
  • Neue Reservierungsanzeigen mit farbigen LED-Leuchten informieren auf einen Blick über reservierte und freie Sitzplätze.
  • Für Reisende im Rollstuhl bietet der ICE L zusätzlich zum stufenlosen Einstieg eine breitere Tür sowie elektrisch höhenverstellbare Tische an den Rollstuhlplätzen.
  • Familienfreundlichkeit wird beim ICE L ebenfalls großgeschrieben. Mit 46 Plätzen bietet der Zug den größten Familienbereich in der gesamten ICE-Flotte. Hinzu kommen neun Plätze im Kleinkindabteil und damit so viele wie in keinem anderen ICE.

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Einsatz des ICE L ab Mitte Dezember

Der neue Zug wird ab Fahrplanwechsel am 14. Dezember 2025 zunächst schrittweise innerdeutsch eingesetzt. Die ersten Fahrten finden zwischen Berlin und Köln statt (ICE 1548, Abfahrt Berlin Hauptbahnhof 7.10 Uhr, und ICE 1055, Abfahrt Köln Hauptbahnhof 15.36 Uhr). Ab 1. Mai 2026 wird der ICE L zwischen Berlin, Hamburg und Westerland (Sylt) und damit erstmals auf einer touristischen Verbindung fahren. Ab 11. Juli erfolgt dann der Einsatz auf weiteren touristischen Verbindungen von Frankfurt (Main) über Gießen sowie von Köln über Münster nach Westerland (Sylt). Von Dortmund nach Oberstdorf geht es dann ebenfalls mit dem ICE L. Perspektivisch fährt der Zug auch nach Amsterdam, Kopenhagen und Wien, sobald alle hierfür notwendigen Voraussetzungen vorliegen.

Grafik: Hier fährt der ICE L

Hinweis an die Redaktionen:

Bild- und Videomaterial vom neuen Zug finden Sie unter: mediathek.deutschebahn.com. Weiteres Fotomaterial von der Premierenveranstaltung wird fortlaufend aktualisiert.

14. Oktober 2025, 15:00 Uhr
Aach (Baden-Württemberg)
Feierliche Eröffnung des EnBW-Solarparks in Aach / encore | DB, ein Corporate Startup der DB Bahnbau Gruppe, liefert Batteriespeicher mit E-Fahrzeug-Akkus

Im Landkreis Konstanz (Baden-Württemberg) hat die EnBW in Aach feierlich einen Solarpark eröffnet. Die Anlage kann mit ihren 14,2 Megawatt installierter Leistung jährlich so viel Strom erzeugen wie rund 5.500 Haushalte in diesem Zeitraum verbrauchen (3-Personenhaushalte mit durchschnittlich 2.900 Kilowattstunden Verbrauch). Der Solarpark ist seit September 2025 in Betrieb. Das Besondere an der Anlage: Vor Ort wird aktuell ein Batteriespeicher mit Fahrzeug-Akkus installiert, den das DB-Startup encore | DB liefert. Der Speicher besteht aus 360 Modulen. Das entspricht der Anzahl von Modulen, die in rund 40 Fahrzeugen zum Einsatz kommt. Durch diese Akkus lässt sich die Einspeisung des Stroms aus dem Solarpark flexibler gestalten.

E-Fahrzeug-Batterien machen Stromeinspeisung aus Solarpark flexibler

„Dieser Speicher ist ein schönes Beispiel dafür, wie Mobilitätswende und die Transformation des Energiesystems Hand in Hand gehen“, erklärt Arnim Wauschkuhn, Leiter Batteriespeicherlösungen bei der EnBW. Er ergänzt: „Mit dem Hochlauf der E-Mobilität werden immer mehr Fahrzeug-Akkus produziert und es kommen immer mehr leistungsstarke Batteriespeicher in den Umlauf. Und diese Batterien können wir auch für stationäre Speicher nutzen. Das spart wertvolle Ressourcen und ermöglicht gleichzeitig die Nutzung von Solarstrom auch bei geringer Sonneneinstrahlung oder nachts.“

Markus Egerer, Geschäftsführer der DB Bahnbau Gruppe, erklärt: „Batteriespeicher sind ein zentraler Baustein für die Energiewende. Mit unseren Systemen aus überschüssigen E-Auto-Batterien verbinden wir Nachhaltigkeit mit Innovation und zeigen, dass wir Verantwortung für Umwelt und Gesellschaft übernehmen.“

Wichtiger Beitrag der Gemeinde, Menschen vor Ort können sich am Solarpark beteiligen

Für Aachs Bürgermeister Manfred Ossola ist die Eröffnungsfeier am Solarpark ein schöner Moment: „Aach leistet damit nicht nur einen wichtigen Beitrag zur Energieerzeugung der Zukunft – bei uns kann man auch sehen, wie wir dafür die vorhandenen Ressourcen und Potenziale optimal nutzen.“ Die Einwohnerinnen und Einwohner aus den Gemeinden Aach, Eigeltingen und Volkertshausen haben zudem die Möglichkeit, sich über ein sogenanntes Nachrangdarlehen finanziell am Erfolg des Solarparks zu beteiligen.

Effiziente Nutzung verwendeter Ressourcen durch Einsatz von E-Auto-Akkus

Gemeinsam kommen die E-Auto-Akkus auf eine Kapazität von 2,34 Megawattstunden und haben eine Leistung von rund 810 Kilowatt. Zur Einordnung: Damit lässt sich rechnerisch etwa drei Stunden lang der Strombedarf von rund 2.400 Haushalten decken. Der Speicher ist dabei so gebaut, dass er sowohl mit gebrauchten als auch mit neuen E-Auto-Akkus betrieben werden kann. Aktuell werden hier ungenutzte, neuwertige Batteriemodule eingesetzt, die im Rahmen von Überproduktionen hergestellt wurden, aber noch nicht in Fahrzeugen verbaut waren. Durch diesen Einsatz als sogenannte „Second Chance“-Module erhöht sich ebenfalls die Ressourceneffizienz – es müssen keine zusätzlichen Rohstoffe für die verwendeten Akkus abgebaut werden. Mit dem weiteren Hochlauf der E-Mobilität werden zukünftig auch verstärkt Module aus gebrauchten Fahrzeugen zur Verfügung stehen. Sie können dann im Speicher in Aach im Rahmen eines regulären Austauschs verwendet werden.

Batteriespeicher als Standard an EnBW-Solarparks

Seit 2023 plant die EnBW ihre neuen Solarparks standardmäßig mit Batteriespeicher. Durch den Einsatz von Speichern lässt sich die Einspeisung aus den Solarparks besser am Bedarf im Stromnetz ausrichten und der vorhandene Netzverknüpfungspunkt optimal nutzen. Zudem helfen die Speicher dabei, den Eigenbedarf der Anlagen auch bei Nacht zu decken.

Informationen zur Bürgerbeteiligung 

Alle relevanten Informationen zur Beteiligungsmöglichkeit für die Bürgerinnen und Bürger bietet die EnBW hier: https://buergerbeteiligung.enbw.com/spaach

Über die EnBW Energie Baden-Württemberg AG 

Mit rund 30.000 Mitarbeiter*innen ist die EnBW eines der größten Energieunternehmen in Deutschland und Europa. Sie versorgt rund 5,5 Millionen Kund*innen mit Energie und ist auf allen Wertschöpfungsstufen von der Erzeugung über den Handel bis hin zum Netzbetrieb und den Vertrieb von Strom, Wärme und Gas aktiv. Dieses Alleinstellungsmerkmal steht auch im Mittelpunkt der aktuellen Markenkampagne „Unsere Energie Bewegt Was“, mit der das Unternehmen deutschlandweit für eine zukunftsweisende und effiziente Energieinfrastruktur sowie clevere, innovative Energielösungen für Menschen, Mitarbeitende und Kommunen wirbt. Im Zuge der Neuausrichtung vom klassischen Energieversorger zum nachhaltigen Infrastrukturunternehmen sind der Ausbau der erneuerbaren Energien sowie der Verteil- und Transportnetze für Strom, Gas und Wasserstoff Eckpfeiler der EnBW-Wachstumsstrategie und Schwerpunkt der Investitionen. Bis 2030 plant die EnBW bis zu 50 Milliarden Euro zu investieren, rund 85 Prozent davon in Deutschland. Bis dahin soll rund 80 Prozent des EnBW-Erzeugungsportfolios aus erneuerbaren Energien bestehen, der Ausstieg aus der Kohle wird bis Ende 2028 angestrebt, sofern die Rahmenbedingungen es zulassen. Dies sind zentrale Meilensteine auf dem Weg zur Klimaneutralität des Unternehmens im Jahr 2035. Unsere Energie Bewegt Was

Über die DB Bahnbau Gruppe GmbH

Die DB Bahnbau Gruppe GmbH ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Deutschen Bahn AG und zählt zu den führenden Anbietern für Bau, Instandhaltung und Modernisierung der Eisenbahninfrastruktur in Deutschland. Mit über 4.000 Mitarbeiter:innen und rund 700 Instandhaltungsfahrzeugen werden die Planung, Erstellung und Instandhaltung von Infrastrukturanlagen, insbesondere der Eisenbahninfrastruktur und Eisenbahnverkehrsleistungen, erbracht. Als innovativer Partner im DB-Konzern treibt sie zudem innovative Technologien und alternative Energiesysteme voran – von der Entwicklung moderner Ladeinfrastruktur über den Einsatz von Brennstoffzellen bis hin zu Batteriespeicherlösungen.

Über encore | DB

Das Corporate Startup encore | DB, das Batteriespeicher aus Modulen der Elektromobilität herstellt, orchestriert als Full-Service Dienstleister den gesamten Prozess: von der Beschaffung der Batterien über die Fertigung bis zur Inbetriebnahme und Instandhaltung der nachhaltigen Batteriespeicher. Die einzelnen Module werden dabei zunächst auf ihre Funktion getestet und anschließend neu zusammengestellt. Die nachhaltigen Batteriespeicher können Energie aus Solar-, Wind- oder Wasserkraft speichern und je nach Nutzung viele Jahre im Einsatz sein. 

14. Oktober 2025, 10:00 Uhr
Berlin
Tickets 12 Monate im Voraus buchbar • Sparpreisaktion vom 17. bis 21. Oktober

Buchungsstart bei der Deutschen Bahn (DB): Ab morgen können Zugfahrten für das neue Fahrplanjahr einschließlich der Reisen rund um die Weihnachtsfeiertage über alle Buchungskanäle der DB gekauft werden. Die gute Nachricht dabei: Die Preise für Flextickets, die Einstiegspreise für Super Spar- und Sparpreise sowie die Preise für die BahnCards werden nicht steigen. Mehr noch: Vom 17. bis 21. Oktober bietet die DB anlässlich des Buchungsstarts 12 Prozent Rabatt auf alle nationalen Super Spar- und Sparpreistickets. Buchbar sind die Tickets mit Rabatt über bahn.de und die App DB Navigator.

Stefanie Berk, Vorständin Marketing und Vertrieb DB Fernverkehr: „Der neue Fahrplan bietet viele Verbesserungen für unsere Reisenden. Und mit dem Verzicht auf Preiserhöhungen und mit einer tollen Sparpreisaktion stellen wir sicher, dass das ICE-Fahren auch weiterhin so günstig ist wie bisher. Dank der Vorkaufsfrist von 12 Monaten können sich unsere Kundinnen und Kunden jetzt schon Bahntickets für die Feiertage und Ferien im kommenden Jahr sichern – und das zum Frühbucher-Schnäppchenpreis.“

DB-Konzernsprecher Achim Stauß mit Spartipps zum Fahrplanwechsel:

Ende des oberhalb befindlichen Videos

Download des Videos im Querformat (16:9) / Download des Videos im Hochformat (9:16)

Highlights des neuen Fahrplans

  • ICE-Züge verbinden jetzt 21 Städte Deutschlands im Halbstundentakt.
  • Das ICE-Sprinter-Netz wird ausgebaut – mit Rekordfahrzeit zwischen Stuttgart und Berlin.
  • Die DB erweitert ihr internationales Angebot und bietet zusätzliche Direktverbindungen in neun europäische Länder an.
  • Auf den wichtigsten ICE-Linien vereinheitlicht die DB – wo immer es möglich ist – Start- und Zielbahnhöfe, Zwischenhalte und Fahrplantakte für mehr Fahrplanstabilität.
  • Mit dem Fahrplanwechsel feiert der neue ICE L Premiere. Erste Einsätze sind zwischen Berlin und Köln vorgesehen, ab Mitte 2026 wird er auch auf den Verbindungen nach Westerland (Sylt) sowie zwischen Dortmund und Oberstdorf im Einsatz sein.

Der neue Fahrplan gilt ab 14. Dezember 2025. Alle Details gibt es hier: deutschebahn.com/fahrplan

09. Oktober 2025, 11:30 Uhr
Berlin
Evelyn Palla besetzt Spitze von Kommunikation und Marketing der Deutschen Bahn AG neu • Jens-Oliver Voß wird mit sofortiger Wirkung Leiter Kommunikation und Marketing

Die Deutsche Bahn vollzieht mit der neuen Bahnchefin Evelyn Palla einen Neustart. Als eine ihrer ersten Initiativen besetzt Palla die Spitze von Kommunikation und Marketing neu und macht Jens-Oliver Voß mit sofortiger Wirkung zum Leiter Kommunikation und Marketing.

„Der Neustart der Bahn ist auch eine kommunikative Aufgabe“, betont Evelyn Palla. „Kommunikation ist über die Maßen entscheidend für das Vertrauen unserer Kundinnen und Kunden sowie den Stolz, Teil dieser Bahn zu sein.“

Quelle: DB AG / Heye Jensen

Mit Jens-Oliver Voß übernimmt ein ausgewiesener Kommunikationsexperte die Verantwortung. Voß bringt langjährige Erfahrung aus Journalismus und Unternehmenskommunikation mit und ist seit 2005 in verschiedenen Positionen bei der DB tätig.

Die Deutsche Bahn dankt Nicole Mommsen ausdrücklich für ihre Arbeit. Nicole Mommsen wird das Unternehmen im gegenseitigen Einvernehmen verlassen.  In den vergangenen zwei Jahren hat sie den Bereich neu ausgerichtet, modernisiert und einen strategisch-offensiven Kommunikationsansatz verankert. Die integrierten Kampagnen rund um die Generalsanierung der Riedbahn und die Vertriebsoffensive Switch tragen maßgeblich ihre Handschrift.

DB Vorstandsvorsitzende Evelyn Palla: „Ich habe Nicole Mommsen in den vergangenen zwei Jahren als professionelle Kommunikatorin kennen und schätzen gelernt, die den Bereich Kommunikation und Marketing mit Entschlossenheit neu ausgerichtet und messbare Ergebnisse geliefert hat. Dafür möchte ich mich auch im Namen des gesamten Vorstandsteams herzlich bei ihr bedanken. Gleichzeitig haben wir uns entschlossen, den Neustart bei der DB mit Blick auf die anstehenden Veränderungen auch mit einem Wechsel in der Kommunikation zu untermauern. Wir wünschen Nicole Mommsen für ihre weitere berufliche Zukunft alles Gute.“

Mit der neuen Aufstellung unterstreicht die Deutsche Bahn: Der kommunikative Neustart ist Teil des umfassenden Modernisierungs- und Reformkurses, den Evelyn Palla vorantreibt.

„Mit Evelyn Palla steht eine Bahnchefin mit klaren Zielen an der Spitze: weniger Bürokratie, schnellere Entscheidungen, mehr Kundenorientierung - und das wird sich auch in unserer täglichen Arbeit bei Kommunikation und Marketing widerspiegeln“, so Voß.

08. Oktober 2025, 12:15 Uhr
Berlin/Frankfurt am Main
Schauspielerin Anke Engelke als ICE-Zugchefin Tina • Episoden erzählen Geschichten aus dem Alltag des Zugpersonals mit einem Augenzwinkern • Start der Webserie am 8. Oktober auf dem YouTube-Kanal der DB

Im Hauptbahnhof in Frankfurt/Main wurde heute die neue Webserie der Deutschen Bahn (DB) „Boah, Bahn! Wir sitzen alle im selben Zug.“ vorgestellt. „Boah, Bahn!” ist die erste fiktionale Webserie von der Deutschen Bahn über die Deutsche Bahn. In kurzen Episoden werden humorvoll und mit einem Augenzwinkern Geschichten aus dem Alltag in den Zügen erzählt. Die neue Webserie geht heute mit den ersten beiden Folgen auf dem DB-YouTube-Kanal online. Morgen, am 9. Oktober werden weitere vier 3-4-minütige Episoden erscheinen. Die Serie wird auch auf dem Instagram- und TikTok-Kanal der DB zu sehen sein.

Dr. Michael Peterson, DB-Vorstand Personenfernverkehr: „Wir freuen uns sehr über diese Webserie mit Anke Engelke in der Hauptrolle. „Boah, Bahn!“ ist eine humorvolle Liebeserklärung an die Mitarbeitenden der DB. Sie spricht damit ganz vielen unserer Fahrgäste aus dem Herzen. Mit ihrem engagierten und leidenschaftlichen Handeln sind unsere Mitarbeitenden tolle Gastgeber – trotz der oft widrigen Umstände! Die Serie drückt unser aller Wertschätzung für sie aus!“

Anke Engelke: „Hammer, dass ich sowohl durch das Praktikum als auch durch die Dreharbeiten ins Herz der Deutschen Bahn gucken durfte. Selten so ein tolles Abenteuer bei der Arbeit erlebt: Dreharbeiten mit Cast, Team und Kompars:innen in fahrenden Zügen – Herausforderung und Riesenspaß zugleich. Danke, Universum, für ein 1a-Team und Riesenvertrauen auf allen Seiten.“

In der Serie meistert Zugchefin Tina (gespielt von Anke Engelke) gemeinsam mit ihrem Team, der Zugbegleiterin Katy (Chenoa North-Harder), Lukas (Yannik Heckmann) sowie Bordbistro-Stewart Serdar (Mücahit Altun) den teilweise turbulenten Alltag im ICE. Mit Liebe zum Job, mit Humor und Teamgeist begleiten Tina und ihre Crew ihre Fahrgäste auf der Reise quer durch Deutschland, stellen sich allen Herausforderungen und halten trotz aller Widrigkeiten stets zusammen.

Die Webserie wurde von der wtf GmbH, einem Jointventure der btf/ bildundtonfabrik & Elastique. produziert. Regie führte Arne Feldhusen.

Zu sehen gibt es die Episoden hier: youtube.com/c/DeutscheBahnKonzern/shorts

Hinweis an die Redaktionen:

Fotomaterial von der Pressekonferenz steht ab 13 Uhr hier in der DB Mediathek zur Verfügung.

26. September 2025, 10:00 Uhr
Berlin
Neue Sprinter-Verbindungen mit attraktiven Fahrzeiten • deutlich mehr Europaverbindungen • erster Einsatz des ICE L • internationale Fahrten einfacher buchbar

Mehr Städte als je zuvor sind seit 14. Dezember im Halbstundentakt an den Fernverkehr der Deutschen Bahn (DB) angebunden. Seitdem gilt der neue Fahrplan und mit ihm zahlreiche Verbesserungen für die Fahrgäste der DB.

DB-Vorstand Personenfernverkehr Michael Peterson: „Die Menschen wollen Bahn fahren. Wo jetzt schon viele Fahrgäste unterwegs sind, bieten wir im neuen Fahrplan noch mehr Zugfahrten an. Wir bauen unseren Fahrplan mit Blick auf Nachfrage und Kapazität auf dem Schienennetz gezielt aus. Wir freuen uns, trotz der vielen zusätzlichen Baustellen das Angebotsvolumen auch 2026 konstant hoch auf dem Rekordniveau des Vorjahrs halten zu können.“

Der Fahrplan 2026 im Überblick:

Fast so regelmäßig wie die S-Bahn: ICE-Züge verbinden noch mehr Städte Deutschlands im Halbstundentakt

Mit 21 angeschlossenen Städten verdoppelt sich der bisherige Umfang nahezu. Das Streckennetz, auf dem etwa alle halbe Stunde ein Hochgeschwindigkeitszug fährt, wächst von 900 auf 2.300 Kilometer. Dies gilt unter anderem für Verbindungen zwischen Hamburg, Hannover und Kassel oder auch Erfurt, Halle und Berlin. Mit der Verdoppelung der Halbstundentakt-Städte unterstreicht die DB ihr Ziel, ein attraktives Verkehrsangebot für ganz Deutschland auf die Schiene zu bringen.

ICE-Sprinter-Netz wird ausgebaut – Rekordfahrzeit zwischen Stuttgart und Berlin

Mit 14 neuen besonders schnellen ICE-Fahrten werden die Nord-Süd-Achsen Hamburg–Frankfurt (Main) und Berlin–München verstärkt. Über eine Stunde schneller als bisher ist der neue Sprinter Berlin–Stuttgart über Nürnberg mit rund 4:45 Stunden Fahrzeit – eine Rekordfahrzeit zwischen diesen Metropolregionen.

Internationaler Fernverkehr boomt die DB erweitert ihr Angebot und bietet zusätzliche Direktverbindungen in neun europäische Länder an

Ob beispielsweise Belgien, Tschechien, Dänemark, Polen oder Schweiz – mit grenzüberschreitend rund 40 neuen bzw. verlängerten Fahrten täglich wächst die Auswahl kräftig. Zwischen Deutschland und Polen nimmt die neue Eurocity-Linie zwischen Leipzig und Krakau den Verkehr auf – jeweils mit passenden Anschlüssen z.B. von/nach Frankfurt (Main). Auch die Verbindungen in die Schweiz werden weiter verbessert. So gibt es künftig mehr schnelle ICE-Direktverbindungen aus Nordrhein-Westfalen weiter in die Schweiz hinein, direkt bis Zürich oder Chur. Ganz neu angebunden wird Brig – sowohl aus Nordrhein-Westfalen als auch in Richtung Berlin.

Ab Mai 2026 startet die durchgehende Verbindung Prag–Kopenhagen über Dresden, Berlin und Hamburg. Dadurch fahren je nach Saison auch bis zu vier zusätzliche Züge täglich zwischen Hamburg und Kopenhagen. Und erstmals gibt es ab September 2026 vier tägliche ICE-Verbindungen zwischen Köln und Antwerpen über den Flughafen Brüssel, der damit neu einen Anschluss an das ICE-Netz erhält.

Der Plan für mehr Fahrplanstabilität: ICE-Verkehr wird systematischer

Auf den wichtigsten ICE-Linien vereinheitlicht die DB – wo immer es möglich ist – Start- und Zielbahnhöfe, Zwischenhalte und Fahrplantakte. Auch sollen möglichst alle Fahrten der Linien jeweils mit derselben ICE-Baureihe erfolgen. Das System wird so weniger komplex, damit verlässlicher und der Bahnbetrieb insgesamt stabiler. Das Grundprinzip entspricht dem von S-Bahn-Systemen. Dadurch ändern sich vereinzelt Direktverbindungen. Zum Beispiel erhält die Landeshauptstadt Kiel statt vieler unsystematischer Einzelverbindungen nun ein systematisch zweistündliches Taktangebot in Richtung Hannover, Frankfurt und Stuttgart.

Außerdem verzichtet die DB weitestgehend darauf, einen aus zwei Fahrzeugen bestehenden ICE an einem bestimmten Bahnhof zu teilen bzw. die beiden Teile zusammenzuführen. Solche sogenannten Flügelkonzepte ermöglichen zwar mehr Direktverbindungen, sind aber verspätungsanfällig.

Weiterhin großes Fernzugangebot auch in der Fläche

Neben den wichtigen Ausweitungen des Fernverkehrs steht die Deutsche Bahn weiterhin zu einer guten Fernverkehrsanbindung auch außerhalb der großen Städte. Gleichzeitig nutzen die Kunden hier verstärkt den oft ähnlich schnellen, aber günstigeren Nahverkehr – vor allem mit dem Deutschlandticket. Einige sehr schwach nachgefragte Züge kann die DB angesichts der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen mit hohen Kostensteigerungen daher nicht mehr anbieten. Dies betrifft extrem schwach ausgelastete Verbindungen, bei denen teilweise nur zehn Prozent der Sitzplätze belegt sind, etwa zwischen Leipzig und Nürnberg über Jena. Dort wird die Fahrtenanzahl pro Richtung von fünf auf zwei reduziert.

Das jüngste Mitglied der ICE-Flotte hat Premiere: Der ICE L geht an den Start

Mit dem Fahrplanwechsel feiert der neue ICE L Premiere. Erste Einsätze sind zwischen Berlin und Köln vorgesehen. Dann haben Fahrgäste erstmals Gelegenheit, die Vorzüge des neuen Mitglieds der ICE-Familie zu testen. Ab 1. Mai 2026, nach Abschluss der Generalsanierung der Strecke Hamburg–Berlin, fährt der ICE L nach Westerland (Sylt), ab Mitte Juli auch auf den Verbindungen von Köln und Frankfurt nach Westerland sowie zwischen Dortmund und Oberstdorf. Damit kommen auf diesen touristisch bedeutsamen Verbindungen künftig barrierefrei zugängliche Fernzüge auf die Schiene.

Auch die europäischen Nachbarbahnen setzen auf vielen Verbindungen von und nach Deutschland neue Hochgeschwindigkeitszüge ein. Neben den tschechischen ComfortJet kommen im neuen Fahrplanjahr ab Hamburg die mit dem ICE L vergleichbaren dänischen Talgo-Züge sowie der schweizerische Giruno hinzu. Damit gibt es auf nahezu allen wichtigen Reiserouten jeweils landestypischen ICE-Komfort, der Lust auf noch mehr Reisen durch Europa mit der Bahn macht.

Von Frankfurt nach London: Neuerungen beim vereinfachten internationalen Ticketkauf

Neue und zusätzliche grenzüberschreitende Verbindungen machen das Bahnfahren in Europa immer attraktiver. Doch auch das Buchen von Tickets für internationale Bahnreisen ist inzwischen deutlich einfacher und komfortabler.

Nun ist der nächste Meilenstein erreicht: Neben Tickets für Fernverkehrszüge der ÖBB und SBB können Kundinnen und Kunden ab sofort auch viele innerfranzösische TGV-Verbindungen sowie Fahrkarten mit dem Eurostar direkt auf bahn.de oder im DB Navigator buchen. Konkret können Reisende beispielsweise Fahrkarten von Frankfurt nach London oder von Paris nach Marseille mit dem TGV erwerben. Auch die durch Deutschland führenden Nachtzüge der ÖBB sind nun ganz komfortabel über die gewohnten, digitalen DB-Vertriebskanäle erhältlich. Weitere europäische Bahnen sind in Kürze verfügbar.

Bis Ende 2026 wird die DB Tickets aller großer Bahnen der Nachbarländer direkt über bahn.de und die App DB Navigator anbieten. Die technische Basis hierfür schafft OSDM (Open Sales and Distribution Model): ein neuer Standard für den Datenaustausch zwischen den europäischen Bahnen und Ticketverkäufern. OSDM bietet zahlreiche Vorteile für die Kundinnen und Kunden: Sie erhalten direkt eine übersichtliche Preisauskunft für die angezeigten Verbindungen, inklusive Sparangebote der Auslandsbahnen. Zudem können gebuchte Tickets bequem im DB-Kundenkonto eingesehen und verwaltet werden.

Generalsanierungen der Infrastruktur werden fortgesetzt

Noch bis Ende April kommenden Jahres läuft die Generalsanierung der Bahnstrecke Hamburg–Berlin. In dieser Zeit wird der ICE-Verkehr zwischen beiden Städten umgeleitet. Mit bis zu 65 täglichen Fahrten – davon 36 direkt und im Stundentakt – gibt es trotz verlängerter Fahrzeit von rund 45 Minuten weiter ein gutes Angebot. Weitere Baumaßnahmen sind von Februar bis Juli auf der Wupperstrecke zwischen Hagen und Köln geplant. Von Februar bis Dezember kommt es zu baubedingten Einschränkungen zwischen Nürnberg und Passau. An der rechten Rheinstrecke zwischen Köln und Frankfurt wird zwischen Juli und Dezember gebaut. Die geänderten Fahrpläne sind bereits in die Auskunftsmedien eingearbeitet.

Buchungsstart für den neuen Fahrplan

Seit 15. Oktober sind die neuen Verbindungen in der Fahrplanauskunft auf bahn.de und im DB Navigator abrufbar. Seitdem läuft auch der Verkauf der Fahrkarten – diese können bis zu zwölf Monate im Voraus gebucht werden. Nationale Angebote wie der Super Sparpreis, der Sparpreis und der Flexpreis können damit z.B. bereits für die kommenden Festtage wie Weihnachten, Ostern und Pfingsten, die Schulferien und andere planbare Ereignisse gebucht werden. Tickets ins Ausland sind bis zu sechs Monate vor Reisebeginn erhältlich.

Informationen und Tickets gibt es auf bahn.de und im DB Navigator sowie inDB Reisezentren und DB Agenturen.

23. September 2025, 11:15 Uhr
Berlin
Evelyn Palla tritt Amt der Vorstandsvorsitzenden zum 1. Oktober 2025 als Nachfolgerin von Dr. Richard Lutz an • AR-Vorsitzender Werner Gatzer: „Mit Evelyn Palla gelingt der Neustart.“

Der Aufsichtsrat der Deutschen Bahn AG hat in seiner heutigen Sitzung Evelyn Palla zur neuen Vorstandsvorsitzenden mit Wirkung zum 1. Oktober 2025 berufen. Der bisherige Vorstandsvorsitzende Dr. Richard Lutz scheidet im gegenseitigen Einvernehmen zum 30. September 2025 aus dem Unternehmen aus.

Der Aufsichtsratsvorsitzende Werner Gatzer erklärte in Berlin: „Evelyn Palla hat mit herausragenden operativen und strategischen Fähigkeiten in führenden europäischen Konzernen und seit 2019 auch bei der Deutschen Bahn bewiesen, dass sie Transformationsprojekte erfolgreich umsetzen kann. Das Geschäftsfeld DB Regio AG hat sie aus schwierigsten in ruhige Fahrwasser geführt – gemeinsam mit allen Beteiligten und vor allem mit den Kolleginnen und Kollegen, die jeden Tag für Millionen Kundinnen und Kunden im Einsatz sind. Wir sind fest davon überzeugt, dass der DB mit Evelyn Palla an der Spitze ein erfolgreicher Neustart gelingen und die vom Bundesverkehrsministerium vorgestellte Agenda für zufriedene Kunden auf der Schiene zügig umgesetzt werden kann.“

Aufsichtsratschef Werner Gatzer dankte Richard Lutz für seine langjährige Arbeit für die DB: „Richard Lutz hat die Geschicke des Konzerns seit mehr als 30 Jahren zunächst als Controller und Finanzvorstand und seit 2017 als Vorstandsvorsitzender entscheidend geprägt. Die von ihm umgesetzte Strategie der Starken Schiene hat einen wichtigen Beitrag zur verkehrspolitischen Wende in Deutschland geleistet und den Kolleginnen und Kollegen der DB Orientierung in Zeiten extremer betrieblicher Herausforderungen gegeben. Mit dem Sanierungsprogramm S3 hat er darüber hinaus im vergangenen Jahr die Sanierung des Konzerns in den drei Dimensionen Infrastruktur, Betrieb und Wirtschaftlichkeit eingeleitet und sichtbare erste Erfolge erzielt. Ich bedanke mich im Namen des gesamten Aufsichtsrats für die Verdienste, die Richard Lutz für die DB geleistet hat.“  

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder, der Aufsichtsratsvorsitzende Werner Gatzer und der noch amtierende Vorstandsvorsitzende Richard Lutz hatten sich am 14. August 2025 einvernehmlich verständigt, den Vertrag des Vorstandsvorsitzenden vorzeitig zu beenden. Es wurde vereinbart, dass Richard Lutz bis zur Regelung der Nachfolge weiterhin geschäftsführend zur Verfügung steht.

Evelyn Palla, Vorstandsvorsitzende Deutsche Bahn AG
Evelyn Palla, Vorstandsvorsitzende Deutsche Bahn AG
Quelle: Deutsche Bahn AG / Stefan Wildhirt
Evelyn Palla, Vorstandsvorsitzende Deutsche Bahn AG

Evelyn Palla, Jahrgang 1973, startete ihre berufliche Laufbahn 1997 bei der Infineon Technologies AG. Ab 2003 war die gebürtige Südtirolerin bei der E.ON AG in München, Köln und Mailand tätig. 2011 wechselte sie zu den Österreichischen Bundesbahnen nach Wien. Dort war sie ab 2015 als Vorstand der ÖBB Personenverkehr AG für den Regionalverkehr zuständig. Zudem bekleidete sie ab 2015 das Amt der Aufsichtsratsvorsitzenden der ÖBB Postbus AG. Im Februar 2019 wechselte Evelyn Palla zur Deutschen Bahn und trat ihre neue Funktion als Finanzvorstand der DB Fernverkehr AG an. Im Juli 2022 wurde Evelyn Palla zum Vorstand für Regionalverkehr der Deutschen Bahn AG berufen.

23. September 2025, 11:00 Uhr
Saarbrücken
Das Saarland und die DB starten Modellregion für integrierte Alltagsmobilität • Leihräder und E-Scooter ab sofort auch im DB Navigator auffindbar • Neue Angebote ergänzen künftiges S-Bahn-Netz

Mit dem Nahverkehr von Tür zu Tür, ohne auf das eigene Auto angewiesen zu sein – das ist das Ziel der „Modellregion für Integrierte Mobilität im Saarland“, die das saarländische Ministerium für Umwelt, Klima, Mobilität, Agrar und Verbraucherschutz (MUKMAV) und die Deutsche Bahn (DB) heute in Saarbrücken offiziell eröffnet haben.

Den Anfang machen neue Leihstationen für Fahrräder und E-Scooter an der Universität des Saarlandes in Saarbrücken sowie an den Bahnhöfen Dudweiler und Scheidt. Diese Mobilitätsangebote ergänzen das gut ausgebaute Schienennetz im Saarland, das bis Ende 2026 zu einem S-Bahn-Netz so erweitert wird, dass wichtige Linien in einem 20-Minuten-Takt fahren werden. Stück für Stück werden an weiteren Standorten neue Mobilitätsangebote dazukommen. Dazu können neben Leihrädern, On-Demand-Verkehren oder gesicherten Fahrradabstellanlagen auch Plus- oder Expressbuslinien gehören.

Jan Schilling, Vorstand DB Regio: „Egal ob ins Büro, zur Uni oder zum Einkauf – alltägliche Wege müssen komfortabel ohne eigenes Auto möglich sein. Das ist unser Ansatz einer nahtlosen Mobilität – physisch und digital: Wir vernetzen Bahn, Leihräder und E-Scooter und wollen künftig auch Expressbusse und On-Demand-Verkehre integrieren. Möglich ist ein solcher Ansatz nur gemeinsam. Und daher ist es so wertvoll, dass das Saarland mit uns als DB, unseren Partnern und den Kommunen gemeinsam an einem Strang zieht. Nach SMILE24 in Schleswig-Holstein ist das Saarland die nächste Region, in der wir als DB unsere Expertise einbringen und gemeinsam mit unseren Partnern wichtige Erkenntnisse gewinnen können.“

Sebastian Thul, Staatssekretär MUKMAV: „Gerade im Autoland Saarland brauchen wir attraktive Alternativen, die den ÖPNV sinnvoll ergänzen. Sharing-Fahrzeuge wie Fahrräder und E-Scooter schaffen genau diese Flexibilität für die letzte Meile und ermöglichen so nahtlose Reiseketten. Solche Angebote sind ein Schlüssel für mehr nachhaltige Mobilität, weil sie es den Menschen erleichtern, für ihre täglichen Wege auf umweltfreundliche Verkehrsmittel umzusteigen.“

Patrick Berberich, Baudezernent Saarbrücken: „Die neuen Sharing-Angebote sind ein wichtiger Baustein für eine moderne Mobilität in unserer Stadt. Mit dem neuen Angebot schaffen wir die nötige Infrastruktur vor Ort und leisten damit einen wichtigen Beitrag. Als Landeshauptstadt ist es uns wichtig, dass umweltschonende Angebote wie diese für alle Bürger und Gäste einfach zu nutzen sind und gut sichtbar im öffentlichen Raum verankert werden.“

Prof. Dr. Raimund Seidel, Vizepräsident für nachhaltige Entwicklung uns Strategie an der Universität des Saarlandes: „Die Universität des Saarlandes begrüßt dieses Projekt. Die Umsetzung des Reallabors steht im Einklang mit unseren Bestrebungen, den Campus nachhaltig, autoarm und lebenswerter zu gestalten. Gleichzeitig verbessert das Angebot die Anbindung an die Universität und schafft mehr Flexibilität für Studierende und Mitarbeitende.“

Tobias Griesmeier, Head of Regulatory Affairs Dott: „Wir begrüßen die Einrichtung von neuen Sharingstationen ausdrücklich und freuen uns auf den Start dieses Projektes. Rund die Hälfte unserer Nutzer verbinden schon heute eine e-Scooter-Fahrt mit dem ÖPNV. Wir erhoffen uns von den neuen Stationen eine bessere Sichtbarkeit von alternativen Mobilitätsmöglichkeiten und eine verstärkte Nutzung des Umweltverbundes.Passend dazu hat die App DB Navigator kürzlich ein praktisches Update erhalten. In der unteren Leiste der App finden Nutzer:innen den Button „Umgebung“ und können so Sharing-Dienste wie Leihräder und E-Scooter direkt in der App finden. Das Feature steht bundesweit zur Verfügung.

Auf der InnoTrans 2024 unterzeichneten das Saarland und die DB einen Letter of Intent, der die Einrichtung der Modellregion im Saarland mit verschiedenen „Reallaboren“ vorsieht. Im vergangenen Jahr ist das Bundesland daher in den Austausch mit vielen Kommunen getreten, um zu prüfen, welches Angebot das passende für den jeweiligen Bahnhof ist.

Vom 23. September bis 15. Oktober zeigt eine Ausstellung im Reisezentrum in Saarbrücken Fortschritte und Ziele des Projekts. Hier können sich Interessierte kostenfrei über die Zusammenarbeit der Partner informieren. Außerdem ist im Reisezentrum die digitale Verkaufsassistenz Kiana ausgestellt. Kiana funktioniert per Spracheingabe und kann KI-basiert das passende Ticket für Fahrgäste finden.

Über DB RegioDB Regio ist der größte Anbieter von öffentlichem Personennahverkehr in Deutschland. Das Tochterunternehmen der Deutschen Bahn betreibt mit rund 42.000 Mitarbeitenden bundesweit Zug- und Busverbindungen. Zudem zählen die Metropol-S-Bahnen in Berlin, Hamburg, München, Rhein-Main und Stuttgart zu DB Regio. Im ländlichen Raum ergänzt DB Regio die bestehenden Verbindungen durch eine wachsende Zahl an On-Demand-Verkehren. Leistungen im Nahverkehr werden in Deutschland per Gesetz von Bundesländern und Kommunen koordiniert.

In der Modellregion „SMILE24“ an der Schlei-Region in Schleswig-Holstein betreibt die DB-Tochter Autokraft unter Federführung der örtlichen Aufgabenträger die Busverkehre und On-Demand-Verkehre der Region. SMILE24 ist Ostern 2024 gestartet und bietet Reisenden rund um die Uhr Zugang zum ÖPNV.

Über das Saarland

Die Umsetzung der nachhaltigen Mobilitätsstrategie des Saarlandes erfolgt insbesondere auf Basis der Richtlinien zur nachhaltigen Mobilität (RL-NMOB). Es werden zum Beispiel die Einführung von On-Demand-Verkehren, der barrierefreie Ausbau von Haltestellen, die Errichtung von Mobilitätsstationen sowie verschiedene Maßnahmen im Bereich Radverkehr gefördert. Derzeit wird im Saarland zudem partizipativ ein Klimaschutzkonzept erarbeitet, das für den Bereich Verkehr und Mobilität ambitionierte Ziele und Maßnahmen enthält.

20. September 2025, 13:00 Uhr
Waldshut
DB beginnt mit Bauarbeiten zwischen Basel und Erzingen • Fahrgäste profitieren von verbessertem Angebot im Nahverkehr, barrierefreien Stationen und neuen Haltepunkten • Projekt weiter im Zeitplan und soll bis Dezember 2027 abgeschlossen sein

Die Weichen für den Ausbau und die Elektrifizierung der Hochrheinbahn sind gestellt. In Waldshut haben die Hauptbauarbeiten begonnen. Ziel des Gesamtprojekts ist ein deutlich verbessertes Verkehrsangebot auf der Hochrheinstrecke zwischen Basel und Erzingen. Die Fahrgäste profitieren künftig von mehr Verbindungen zwischen Südbaden, Bodensee und der Nord- und Ostschweiz. Regionalbahnen sollen ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2027 nahezu halbstündlich fahren und werden ins Linienkonzept der trinationalen S-Bahn Basel eingebunden. Zusätzlich zum stündlichen Regionalexpress können Fahrgäste den neuen Hochrhein-Bodensee-Express nutzen, der alle zwei Stunden, in der Hauptverkehrszeit stündlich, von Basel Bad Bf über Waldshut und Konstanz nach St. Gallen/Herisau unterwegs sein wird. Dank der neuen elektrischen Züge wird es für Anwohner:innen entlang der Strecke künftig leiser.

Vertreter:innen aus Politik und Verwaltung, von der Deutschen Bahn (DB) und den beteiligten Partnern und Bauunternehmen feierten heute in Waldshut den Auftakt.

Berthold Huber, Vorstand Infrastruktur der DB AG: „Leistungsfähiger, zuverlässiger, umweltfreundlicher: Mit dem Ausbau und der Elektrifizierung der Hochrheinbahn machen wir die Bahn zwischen Deutschland und der Schweiz deutlich attraktiver. Die Grenzregion kann sich auf ein dichteres Netz, mehr Verbindungen und eine höhere Qualität freuen. Das kommt Pendlern und Besuchern gleichermaßen entgegen. Besonders freut mich, dass wir bei diesem anspruchsvollen Projekt voll im Zeitplan liegen.“

Christa Hostettler, Direktorin des Bundesamts für Verkehr: „Die Hochrheinbahn ist weit mehr als ein Infrastrukturprojekt. Sie ist ein Symbol für das, was möglich ist, wenn wir über Grenzen hinweg denken und handeln. Die Bahn wird Menschen zusammenbringen – Pendlerinnen und Pendler, Familien, Unternehmen – und damit auch unsere gemeinsamen Werte und Ziele stärken.“

Winfried Hermann, Verkehrsminister des Landes Baden-Württemberg: „Das Land will bis 2030 die Fahrgastzahlen des öffentlichen Verkehrs im Vergleich zu 2010 verdoppeln und die Emissionen im Verkehr um mindestens 55 Prozent senken. Der Ausbau und die Elektrifizierung der Hochrheinbahn bringen den Fahrgästen viele Vorteile: Das Fahrplanangebot wird deutlich ausgeweitet und die alten Dieselzüge werden durch neue, komfortable und emissionsfreie Fahrzeuge mit mehr Platz abgelöst.“

Esther Keller, Regierungsrätin des Kantons Basel-Stadt und Vorsteherin des Bau- und Verkehrsdepartements: „Eine attraktive S-Bahn ist entscheidend für unser Dreiland. Sei es für Menschen, die pendeln, oder für die Freizeit: Nur mit einem zeitgemässen Bahnangebot können wir den Druck auf die Strassen reduzieren und die Lebensqualität in den Städten und Dörfern erhöhen.“

Marion Dammann, Landrätin des Landkreises Lörrach: "Für den Landkreis Lörrach ist der Ausbau und die Elektrifizierung der Hochrheinbahn ein Meilenstein, der unsere Vernetzung im Dreiländereck nochmals stärkt. Mit neuen, barrierefreien Haltepunkten wie in Rheinfelden-Warmbach und der engeren Einbeziehung der trinationalen S-Bahn Basel machen wir den Nahverkehr in unserer Region attraktiver und umweltfreundlicher."

Dr. Martin Kistler, Landrat des Landkreises Waldshut: „Der Ausbau und die Elektrifizierung der Hochrheinbahn und das künftige Angebot wird unserer Region einen weiteren Schub verleihen - davon bin ich fest überzeugt. Wir werden attraktiver, besser erreichbar und vor allem schneller, bequemer und entspannter zur Arbeit und zur Schule kommen.“

Bis Dezember 2027 errichtet die DB auf der 75 Kilometer langen Strecke zwischen Basel Badischer Bahnhof und Erzingen (Baden) 130 Kilometer Oberleitung. Dafür werden 1.600 Masten aufgestellt. Parallel werden die Stationen Tiengen (Hochrhein) und Lauchringen zu sogenannten Kreuzungsbahnhöfen ausgebaut, sodass dort künftig auf dem eingleisigen Abschnitt zwischen Waldshut und Erzingen Züge aneinander vorbeifahren können. Für mehr Komfort und einen stufenfreien Ein- und Ausstieg in die Züge sorgt der barrierefreie Ausbau der 17 Stationen entlang der Strecke. Außerdem kommen drei neue Haltepunkte in Rheinfelden-Warmbach, Bad Säckingen-Wallbach und Waldshut-West hinzu. Waldshut bekommt eine neue Weichenverbindung nach Koblenz (CH); der Bahnhof wird zudem grundlegend umgebaut.