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20. Februar 2026, 16:00 Uhr
Berlin
Prüfungen baugleicher Anlagen desselben Herstellers an weiteren Bahnhöfen in Deutschland nötig • Barrierefreie Zugänge weiterhin gewährleistet • Bitte an Reisende bei Umstieg mehr Zeit einzuplanen 

Ab Samstag werden am Berliner Hauptbahnhof die ersten Rolltreppen wieder laufen. Mitarbeitende der DB und des Herstellers haben die gestern begonnenen Sicherheitsprüfungen erfolgreich abgeschlossen. Damit erleichtern sich für Reisende wieder die Wege beim Umstieg. Die Sicherheit der Fahrgäste steht bei der DB an erster Stelle. Da Rolltreppen des gleichen Bautyps des Herstellers an weiteren Bahnhöfen im Einsatz sind, sperrte die DB diese vorsorglich ab. Insgesamt handelt es sich um rund 130 Rolltreppen bundesweit. Betroffen sind neben den Rolltreppen am Berliner Hauptbahnhof und Berliner Bahnhof Südkreuz, Anlagen in verschiedenen Bahnhöfen in Frankfurt/M., Köln/Bonn Flughafen und einige wenige in Dresden, Hamburg und Düsseldorf. 

Dr. Katja Hüske, Vorständin Personenbahnhöfe bei der DB InfraGO: „Wir arbeiten eng im Schulterschluss mit dem Hersteller unter Hochdruck an den bereits laufenden und anstehenden Prüfungen. Die Prüfungen erfolgen schnellstmöglich unter Einbeziehung der erforderlichen Hersteller-Expertise. Ad-hoc-Kräfte sind bereits zugesagt.“

Für weitere Prüfungen sind dafür mehrere Teams bundesweit im Einsatz. Hintergrund der Check-ups sind mögliche Defekte im Getriebe der Rolltreppen. Zuvor hatte es bei zwei Anlagen entsprechende Probleme gegeben.

Die DB bedauert die Unannehmlichkeiten für die Reisenden. Ziel ist es, sämtliche Rolltreppen so schnell wie möglich wieder in Gang zu setzen. Vermeidbare Risiken müssen aber ausgeschlossen werden. Zusätzliche Mitarbeitende unterstützen Reisende in den betroffenen Bahnhöfen. Mobilitätseingeschränkte Fahrgäste können weiterhin die Aufzüge nutzen. Wir bitten diese für die Betroffenen freizuhalten.

20. Februar 2026, 12:00 Uhr
Berlin
Enge Verzahnung von Wissenschaft und Praxis • Gemeinsame Ansprache von Fachkräften • Orientierungs- und Praxisformate für junge Talente • Erleichterter Einstieg in Bahnbranche

Die Deutsche Bahn (DB) und der Verband Deutscher Eisenbahn-Ingenieure e.V. (VDEI) haben mit einem Memorandum of Understanding (MoU) ihre Partnerschaft ausgebaut, um mehr Ingenieur:innen für die Bahn zu gewinnen. In ihrer Absichtserklärung haben sie verbindliche Ziele festgelegt und die Grundlage für eine engere, praxisorientierte Zusammenarbeit geschaffen.

Im Mittelpunkt steht dabei die Ansprache junger Talente: DB und VDEI wollen gemeinsam die Karriere-, Entwicklungs- und Qualifizierungswege sichtbarer machen und den Einstieg in die Bahnbranche erleichtern. Hierfür wird es unter anderem gemeinsame Informations- und Recruitingformate an Hochschulen geben. Exkursionen zu Anlagen und Baustellen sollen schon früh Orientierung geben und für die Arbeit bei der Bahn begeistern.

Auch die engere Verzahnung von Wissenschaft und Praxis ist ein festgelegtes Ziel: DB und VDEI wollen den Wissenstransfer zum Beispiel in gemeinsamen Facharbeitskreisen systematisch beschleunigen und verbessern.

DB-Personalvorstand Martin Seiler: „Die enge Kooperation mit dem VDEI zeigt, dass wir ein gemeinsames Ziel verfolgen: noch mehr Ingenieurinnen und Ingenieure für die Bahnbranche zu begeistern. Ob Studienabgänger oder ausgelernte Fachkräfte – wir brauchen aktuelles Ingenieurwissen, das schnell in Planung, Bau und Betrieb wirksam wird. Indem wir unsere Netzwerke bündeln und den fachlichen Austausch intensivieren, setzen wir ein klares Zeichen für die Zukunft des Systems Bahn.“

VDEI-Präsidentin Prof. Dr. Birgit Milius: „DB und VDEI bündeln ihre Kräfte, um die Zukunft des Systems Bahn zu stärken. Das Memorandum of Understanding schafft dafür einen idealen Rahmen. Gemeinsam werden wir die Sichtbarkeit von Karriere-, Entwicklungs- und Qualifizierungswegen steigern und fördern gezielt beispielsweise Wissenstransfer.“

Mit ihrer engen Zusammenarbeit wollen DB und VDEI die Innovations- und Leistungsfähigkeit der Branche stärken.

16. Februar 2026, 17:30 Uhr
Berlin/Hamburg
Diverse Arbeiten witterungsbedingt seit Ende Dezember nicht möglich • InfraGO-Vorstand Bolte: „Wir haben es mit dem stärksten Wintereinbruch seit mehr als 15 Jahren zu tun“ • Wiederinbetriebnahme der Strecke zum 30. April nicht mehr wie geplant zu schaffen • Inbetriebnahmekonzept wird zum 13. März vorgelegt

Das seit sechs Wochen anhaltende Winterwetter im Norden und Osten Deutschlands mit erheblich mehr Frosttagen als üblich bremst den Baufortschritt bei der Sanierung der Bahnstrecke Hamburg–Berlin. Die DB InfraGO wird die Strecke deshalb nicht wie geplant zum 30. April wieder in Betrieb nehmen können.

Wegen der dauerhaft niedrigen Temperaturen können seit Ende Dezember bestimmte Arbeiten technisch nicht durchgeführt werden. Da die Kabelkanäle vereist und teils zugefroren sind, können zum Beispiel Kabel für die Signal- und Stellwerkstechnik nicht wie geplant verlegt werden. Auf einigen Abschnitten der Strecke reicht der Bodenfrost bis in eine Tiefe von 70 Zentimetern. Auch Arbeiten an der Oberleitung und die Montage von Weichenantrieben sowie Signalanlagen sind seit Wochen witterungsbedingt nicht möglich.

Gerd-Dietrich Bolte, Vorstand Infrastrukturplanung und -projekte, DB InfraGO: „Wir haben es hier in der Region mit dem stärksten Wintereinbruch seit mehr als 15 Jahren zu tun. Natürlich haben wir in unserem Zeitplan einen Puffer für die kalte Jahreszeit eingebaut, aber Dauerfrost und Schnee halten deutlich länger an als erwartet. Fakt ist, dass wir bei der Montage der Leit- und Sicherungstechnik aktuell hinter dem Zeitplan liegen. Das ist eine bittere Nachricht, aber es ist uns wichtig, transparent darüber zu informieren. Gemeinsam mit unseren Baupartnern setzen wir in den nächsten Wochen alles daran, den Rückstand so gut wie möglich aufzuholen.“

Sobald der stark durchgefrorene Boden vollständig wieder aufgetaut ist, müssen die witterungsbedingt verschobenen Arbeiten neu eingetaktet werden. Das Personal auf der Baustelle wird deutlich verstärkt, sobald die Temperaturen die nächsten Schritte zulassen. Gemeinsam mit den Baupartnern erarbeitet die DB InfraGO bis 13. März ein Konzept für die Inbetriebnahme. Ziel ist es, eine für Reisende und Güterverkehrsunternehmen gleichermaßen verträgliche Lösung zu finden. Dabei werden auch Wechselwirkungen mit den ab 1. Mai geplanten, umfangreichen Sanierungsarbeiten auf der Strecke Hamburg–Hannover berücksichtigt. Diese Maßnahmen müssten bei einer Anpassung des Zeitplans für die Inbetriebnahme der Strecke Hamburg–Berlin neu eingetaktet werden, damit die Umleitungskonzepte für den Fern- und Güterverkehr zwischen den beiden größten deutschen Metropolen weiterhin funktionieren.

13. Februar 2026, 12:45 Uhr
Berlin
Bund, Länder, Gewerkschaften und Verkehrsbranche bringen gemeinsamen Aktionsplan auf den Weg • DB stattet alle Mitarbeitenden im Nah- und Fernverkehr und in Bahnhöfen mit Bodycams aus • 2025 gab es mehr als 3.000 körperliche Übergriffe auf DB-Mitarbeitende • Anstieg von 37 Prozent in zehn Jahren

Elf Tage nach dem brutalen und tödlichen Angriff auf den DB-Mitarbeiter Serkan Çalar in einem Regionalzug haben sich Spitzenvertreter von Bund, Ländern, Arbeitnehmervertretern und der Verkehrsbranche auf Handlungsfelder für einen gemeinsamen „Aktionsplan für mehr Sicherheit auf der Schiene“ verständigt. Zu dem Sicherheitsgipfel hatte die DB-Vorstandsvorsitzende Evelyn Palla eingeladen.

Die DB selbst wird kurzfristig folgende Maßnahmen umsetzen:

  • 2026 bekommen alle Mitarbeitenden mit Kundenkontakt im Nahverkehr, Fernverkehr und an den Bahnhöfen Bodycams zur Verfügung gestellt; die Nutzung soll freiwillig sein.
  • Die DB setzt 200 zusätzliche Kräfte der DB Sicherheit auf Bahnhöfen ein.
  • Die persönliche Schutzausrüstung von DB-Mitarbeitenden wird verbessert.
  • DB-Mitarbeitende werden noch mehr in Verhaltens- und Deeskalationstrainings geschult.
  • Damit DB-Mitarbeitende im Ernstfall schneller Hilfe bekommen, wird ihr schon vorhandener Hilferufknopf („Prio-Ruf“) weiter ausgerollt und auch weiterentwickelt.
  • Die DB führt in Zusammenarbeit mit der Bundespolizei regionale Sicherheitswerkstätten durch, um Sicherheitskonzepte vor Ort anzupassen.
  • Bei DB Regio gilt bei der Ticketkontrolle das Prinzip Eigensicherung vor Prüfung. Ab 1. März 2026 liegt es im Ermessen des Kontrollpersonals, ob ein Fahrgast bei der Ticketkontrolle einen Ausweis vorzeigen muss.

Die Bundespolizei setzt ihre Maßnahmen zur Bekämpfung der Gewaltkriminalität auf dem Gebiet der Bahnanlagen des Bundes uneingeschränkt fort. Bundespolizei und DB-Sicherheit gewährleisten eine hohe Sichtbarkeit, schnelle Intervention in Notfallsituationen sowie eine zielgerichtete Unterstützung in den Bahnhöfen und entlang der Strecke. Die bewährte 25-jährige Ordnungspartnerschaft zwischen DB und Bundespolizei wird fortentwickelt.

Der gemeinsame „Aktionsplan für mehr Sicherheit auf der Schiene“ wird zudem durch folgende konkrete Handlungs- und Prüffelder ergänzt:

  • Ausbau der Videoüberwachung in Zügen und an Bahnhöfen.
  • Besetzung der Nahverkehrszüge mit mehr Personal. Mit diesem Thema wird sich die Verkehrsministerkonferenz Ende März befassen.
  • Verzicht auf eine Ausweiskontrolle beim Deutschlandticket, um kritische Situationen zu verringern. Die Bundesländer wollen das Ticket dafür noch fälschungssicherer machen, auch das ist Thema auf der Verkehrsministerkonferenz Ende März.
  • Verstärkte und KI-unterstützte Auswertung von Video- und Audioaufzeichnungen zur Früherkennung. Die rechtlichen Grundlagen dafür sollen verbessert werden.
  • Stärkung des strafrechtlichen Schutzes von Mitarbeitenden, damit Angriffe auf sie besser geahndet werden können. Dies wollen die beteiligten Bundesministerien in das laufende Verfahren zur Anpassung des Strafgesetzbuchs einbringen.

Die Maßnahmen markieren einen Wendepunkt von Reaktion zu mehr Prävention und schnellerer Hilfeleistung.

Evelyn Palla, DB-Vorstandsvorsitzende:„Unser Anspruch ist klar: Sicherheit braucht eine klare Haltung – personell, technisch und rechtlich. Deshalb handeln wir entschlossen und setzen mit konkreten Maßnahmen ein deutliches Zeichen für mehr Sicherheit im Bahnverkehr. Wir stärken unsere Mitarbeitenden durch bessere Ausstattung, zusätzliche Unterstützung und gezielte Präventionsangebote. Dabei gilt für uns der Grundsatz: Prävention statt Reaktion. Gleichzeitig verfolgen wir eine konsequente Null-Toleranz-Strategie gegenüber jeder Form von Gewalt gegen unsere Mitarbeitenden.“

Patrick Schnieder, Bundesverkehrsminister:„Bahnhöfe und Züge müssen sichere Orte sein. Das gilt für Zugreisende und Zugpersonal in gleicher Weise. Daher müssen wir alles daransetzen, die Sicherheit auch in den Zügen weiter zu steigern. Ich bin dankbar, dass heute alle Beteiligten zusammengekommen sind und alle Maßnahmen diskutiert werden konnten. Ich bin zuversichtlich, dass wir auf Grundlage des Aktionsplans schnell Verbesserungen auf den Weg bringen können.“

Christian Bernreiter, Vorsitzender der Verkehrsministerkonferenz:„Die unfassbare Tat erschüttert meine Länder-Kolleginnen und -Kollegen genau wie mich zutiefst. Sicherheit in den Zügen und im gesamten öffentlichen Verkehr muss oberste Priorität haben – und zwar für die Beschäftigten genauso wie für die Reisenden! Es ist ein wichtiges Signal, dass die Deutsche Bahn, die als Arbeitgeber für die Sicherheit ihrer Beschäftigten verantwortlich ist, jetzt alle beteiligten Ebenen schnell zusammengebracht hat. Als Aufgabenträger im Schienenpersonennahverkehr treibt uns Länder das Thema Sicherheit immens um. Wir unterstützen Modelle einer sicherheitsorientieren Personalpräsenz in den Nahverkehrszügen. Über zusätzliche sinnvolle Möglichkeiten werden wir bereits im März auf der nächsten Verkehrsministerkonferenz sprechen.“

Dass DB-Mitarbeitende genau wie Polizeien, Feuerwehren und Rettungsdienste mehr Aggressivität zu spüren bekommen, zeigen bisher unveröffentlichte Zahlen für das vergangene Jahr. Bei Fahrkartenkontrollen, bei der Durchsetzung des Hausrechts sowie nach Großveranstaltungen kam es immer wieder zu verbalen und tätlichen Übergriffen.

Konkret: 2025 gab es konzernweit 3.262 körperliche Übergriffe auf DB-Mitarbeitende (versuchte sowie vollendete). Auch wenn dies im Vergleich zum Vorjahr ein leichter Rückgang ist, blieb die Zahl der Übergriffe insgesamt auf einem sehr hohen Niveau: Sie ist in den letzten zehn Jahren um 37 Prozent gestiegen (2016: 2.374). Besonders deutlich war der Anstieg in der Corona-Pandemie im Jahr 2021. Schwere und gefährliche Körperverletzungen bilden dabei die Ausnahme und machen lediglich ein bis zwei Prozent der Fälle aus.

Um die auf dem heutigen Sicherheitsgipfel identifizierten Maßnahmen auf den Weg zu bringen, werden Bund, Länder, DB und Verkehrsbranche bis Ende April 2026 konkrete Schritte zur Umsetzung vereinbaren.

Auch die Verkehrsministerkonferenz am 25. und 26. März wird sich mit der Sicherheit im Nahverkehr befassen.

Hinweis: Ein Themendienst zur „Sicherheit bei der DB“ steht zum Download bereit. In der DB Mediathek gibt es Fotos und Bewegtbildmaterial.  

10. Februar 2026, 13:00 Uhr
Berlin
3,8 Prozent plus auf das Tabellenentgelt • zusätzlich 2,2 Prozent für Strukturanpassungen • Einführung einer neuen, achten Entgeltstufe • 400 Euro Einmalzahlung • konkrete Vorschläge zur gemeinsamen Handhabung des Tarifeinheitsgesetzes • 30 Monate Laufzeit • DB‑Personalvorstand Martin Seiler: „Gutes und sehr weitreichendes Angebot“ • Streiks bis Ende Februar ausgeschlossen  ​​​​​​​

In den laufenden Tarifverhandlungen hat die Deutsche Bahn (DB) der Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) heute ein erstes Angebot vorgelegt. Es sieht Lohnerhöhungen von in Summe 6 Prozent vor: Die Tabellenentgelte sollen in zwei Schritten um 3,8 Prozent steigen, zusätzlich steht ein Budget von 2,2 Prozent für Strukturanpassungen zur Verfügung – dazu gehört zum Beispiel die geforderte Einführung einer neuen, achten Entgeltstufe. Neben einer Einmalzahlung von 400 Euro enthält das DB-Angebot auch konkrete Vorschläge, um die Anwendung des Tarifeinheitsgesetzes gemeinsam zu gestalten. Die Laufzeit soll 30 Monate betragen.

„Das ist ein gutes und sehr weitreichendes Angebot“, sagte DB-Personalvorstand Martin Seiler. „Wir bilden Kernforderungen der GDL ab und senden damit ein klares Signal für weitere Verhandlungen: Eine Einigung am Tisch ist möglich. Mit diesem Angebot bieten wir substanzielle Verbesserungen für unsere Mitarbeitenden, trotz der herausfordernden Lage des Konzerns. Ebenso strecken wir die Hand aus beim Tarifeinheitsgesetz und wollen hier bisherige Streitigkeiten beilegen.“

Die Laufzeit von 30 Monaten gebe Stabilität und Planungssicherheit für den Neustart der Bahn. Zudem müsse in einem Tarifabschluss die weitere Entwicklung der Sanierung bei DB Cargo berücksichtigt werden, so Seiler.

Video-Statement von Martin Seiler, DB-Personalvorstand:

Ende des oberhalb befindlichen Videos

Das Angebot im Überblick:

  • 3,8 Prozent plus auf das Tabellenentgelt: 2 Prozent zum 01.09.2026, 1,8 Prozent zum 01.09.2027
  • 2,2 Prozent zusätzlich für Strukturanpassungen, das sind z.B.:
    • Einführung einer neuen, achten Entgeltstufe
    • Gezielte Erhöhung von Entgelt und Zulagen für operative Personale
  • 400 Euro Einmalzahlung
  • Gemeinsame Handhabung des Tarifeinheitsgesetzes:
    • (1) Vereinbarungen zu einem unabhängigen, notariellen Zählverfahren zur Bestimmung der gewerkschaftlichen Mehrheiten in den Betrieben
    • (2) Vereinbarungen über die Geltung von bestimmten tarifvertraglichen Regelungen für alle Gewerkschaftsmitglieder – unabhängig von den Mehrheiten in den Betrieben der Eisenbahnverkehrsunternehmen  
  • 30 Monate Laufzeit (1. Januar 2026 bis 30. Juni 2028)

Bis Ende Februar gilt Friedenspflicht, Streiks sind so lange ausgeschlossen. Mehr Informationen auf www.deutschebahn.com/tarif.

Infografik: Das Angebot der DB im Überblick
DB legt GDL erstes Angebot vor
In Summe 6 % mehr: DB legt GDL Angebot vor 3,8 % plus auf das Tabellenentgelt (2% zum 01.09.2026, 1,8 % zum 01.09.2027) 2,2 % zusätzlich für Strukturanpassungen (z. B. Einführung einer neuen 8. Entgeltstufe) 400 Euro Einmalzahlung Vorschläge zur gemeinsamen Handhabung des TEG 30 Monate Laufzeit (1. Januar 2026 bis 30. Juni 2028)
DB legt GDL erstes Angebot vor
Quelle: Deutsche Bahn AG

06. Februar 2026, 14:00 Uhr
Düsseldorf
Bauteams bündeln umfangreiches Bauprogramm an Strecke und Bahnhöfen • DB setzt auf Erfahrungen der bisherigen Generalsanierungen • Umleitungs- und Ersatzverkehrskonzept für Züge im Nah-, Fern- und Güterverkehr

Die DB InfraGO startet mit der Generalsanierung des wichtigen Bahnkorridors zwischen Hagen, Wuppertal und Köln. Dr. Philipp Nagl, Vorstandsvorsitzender der DB InfraGO, Christian Hirte, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesministerium für Verkehr, und Oliver Krischer, Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, haben heute Nachmittag in Wuppertal-Elberfeld auf einer der zahlreichen Baustelleneinrichtungsflächen das offizielle Startsignal gegeben. Parallel beginnt heute auch die Generalsanierung auf der Strecke zwischen Nürnberg und Regensburg.

Nachdem die DB InfraGO 2025 bereits im Zusammenhang mit dem dreigleisigen Ausbau die Sanierung des Korridors zwischen Emmerich und Oberhausen umgesetzt hat, folgt mit dem Korridor zwischen Ruhrgebiet, Bergischem Land und Rheinland nun die erste große Sanierung in Nordrhein-Westfalen. In den Abendstunden schaltet das Bauteam die Oberleitungen auf der Strecke ab und die fünfmonatige Bauphase beginnt. Fern- und Güterverkehrszüge fahren bis zum 10. Juli 2026 auf Umleitungsstrecken. Für die betroffenen S-Bahn- und Regionalzüge kommen als Ersatz bis zu 200 Busse zum Einsatz.

Gruppenbild von Philipp Nagl, Christian Hirte und Oliver Krischer vor einem Bagger.
v.l.n.r.: Christian Hirte, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesministerium für Verkehr, Dr. Philipp Nagl, Vorstandsvorsitzender der DB InfraGO, Oliver Krischer, Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen
Gruppenbild von Philipp Nagl, Christian Hirte und Oliver Krischer vor einem Bagger.
Quelle: Deutsche Bahn AG / Michael Neuhaus
v.l.n.r.: Christian Hirte, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesministerium für Verkehr, Dr. Philipp Nagl, Vorstandsvorsitzender der DB InfraGO, Oliver Krischer, Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen

Dr. Philipp Nagl, Vorstandsvorsitzender der DB InfraGO: „Mit der Sanierung der Strecke zwischen Hagen, Wuppertal und Köln setzen wir unser umfangreiches Bauprogramm konsequent fort. Mitten in Nordrhein-Westfalen bündeln wir auf einer der wichtigsten Nah- und Fernverkehrsachsen ein ambitioniertes Bauvolumen und erneuern dabei Gleise, Weichen und Oberleitung. Ein besonderes Augenmerk legen wir zudem auf zwölf Bahnhöfe entlang der Strecke. Fahrgäste können sich hier künftig auf moderne und attraktive Stationen freuen. Klar ist auch: Diese Sanierung wird ein echter Kraftakt – sowohl für unsere Bauteams als auch für die betroffenen Reisenden, Anwohnenden und Unternehmen. Ich bin mir jedoch sicher: Auch diese Generalsanierung wird sich lohnen und dafür sorgen, dass die Infrastruktur wieder ein Stück robuster wird und der Zugverkehr deutlich störungsfreier durch Deutschland rollen kann.“

Christian Hirte, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesministerium für Verkehr: „Heute startet die zweite von zehn Korridorsanierungen in Nordrhein-Westfalen. Uns allen ist bewusst, dass die mit den Bauarbeiten einhergehenden Sperrungen den Fahrgästen insbesondere im Nahverkehr viel Geduld abverlangen. Doch die Korridorsanierungen sind entscheidend dafür, dass die Schieneninfrastruktur hier bei Ihnen vor Ort moderner und verlässlicher wird. Die Pünktlichkeit wird sich in der Region deutlich verbessern und der Schienenverkehr den Erwartungen, die die Menschen in unserem Land zurecht an die öffentliche Infrastruktur haben, wieder mehr entsprechen.“

Oliver Krischer, Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen: „Die Generalsanierungen sind notwendig, um lange aufgeschobene Modernisierungen nachzuholen und in die Zukunft zu investieren. Das verlangt den Menschen in Nordrhein-Westfalen gerade sehr viel Flexibilität und Geduld ab, aber auch die Aussicht auf Verbesserungen. Sie alle sollen am Ende spürbar mehr Qualität, Kapazität und Verlässlichkeit erhalten.“

Die Generalsanierung Hagen – Wuppertal – Köln im Überblick

Während der Zeit der Generalsanierung zwischen Februar und Juli 2026 erneuert die DB InfraGO zwischen Ruhrgebiet, Bergischem Land und Rheinland 81 Kilometer Gleis, 50 Weichen sowie 29 Kilometer der Oberleitung oder setzt sie umfassend instand. Zusätzlich bauen die Teams knapp vier Kilometer neue Schallschutzwände entlang der Strecke, sodass es für Anwohnende zukünftig deutlich leiser wird.

Darüber hinaus setzt die DB InfraGO auf die umfassende Sanierung von zwölf Bahnhöfen. Dabei stehen insbesondere die barrierefreie Modernisierung und eine optisch attraktivere Gestaltung der Stationen im Fokus. Neben den großen Bahnhöfen wie Wuppertal Hauptbahnhof und Solingen Hauptbahnhof profitieren auch kleinere Stationen wie beispielsweise Leichlingen, Haan-Gruiten und Ennepetal. Die Arbeiten an den Bahnhöfen werden auch über den Zeitraum der aktuellen Bauphase hinaus bis Ende 2027 fortgesetzt.

Ziel der fünfmonatigen Bauphase ist es, die hochbelastete Eisenbahnstrecke langfristig verlässlicher und leistungsfähiger zu machen. Störungen und damit einhergehende Verspätungen sollen sich so deutlich reduzieren.

Das Bauvolumen der Generalsanierung Hagen - Wuppertal - Köln auf einen Blick
Das Bauvolumen der Generalsanierung Hagen - Wuppertal - Köln auf einen Blick
Quelle: DB AG
Generalsanierung Hagen - Wuppertal - Köln: das Bauvolumen auf einen Blick

Busse statt Bahnen im Regionalverkehr, Umleitungen im Fernverkehr

Für die Zeit der Bauarbeiten hat die DB InfraGO in Abstimmung mit den Aufgabenträgern und den betroffenen Eisenbahnverkehrsunternehmen ein umfassendes Ersatzkonzept für den Nahverkehr erarbeitet. Dabei setzt die DB auch auf die Erfahrungen der bisherigen Generalsanierungen zwischen Mannheim und Frankfurt sowie zwischen Hamburg und Berlin.

Während der umfassenden Sanierung zwischen Hagen, Wuppertal und Köln sind die vom Schienenpersonenfernverkehr, den RE- und RB-Zügen sowie vom Güterverkehr genutzten Fernbahngleise durchgängig gesperrt. Zusätzlich sind in drei Phasen auch die S-Bahn-Gleise wegen umfassender Arbeiten an den Bahnhöfen nicht nutzbar. Über den gesamten Bauzeitraum kommen auf den betroffenen Nahverkehrs- und S-Bahnlinien Ersatzbusse zum Einsatz. Dabei setzen die DB sowie die Aufgabenträger und Eisenbahnverkehrsunternehmen wie üblich auf einen Mix aus Bussen, die alle Haltestellen anfahren sowie Expressbusse mit ausgewählten Halten. Die Busse sind in unterschiedlichen Takten von zehn bis 60 Minuten unterwegs. Die genauen An- und Abfahrtszeiten sind in den elektronischen Auskunftsmedien enthalten. Fahrgäste können die Fahrten der Ersatzbusse zudem online über eine LiveMap einsehen.

Für die Ersatzverkehre während der Generalsanierungen hat die DB in Abstimmung mit den Aufgabenträgern einheitliche Qualitätsvorgaben sowie ein konsistentes Erscheinungsbild in der Farbe Verkehrspurpur definiert. Diese Standards kommen aktuell auf dem Korridor zwischen Hamburg und Berlin zur Anwendung und greifen auch für die Ersatzverkehre auf der Strecke Hagen – Wuppertal – Köln. Dazu gehören unter anderem neuwertige und barrierefrei zugängliche Fahrzeuge, die ausreichend Stauraum für Gepäck bieten und über WLAN an Bord verfügen.

Die Fernverkehrszüge werden während der Bauarbeiten grundsätzlich zwischen Köln und Dortmund via Düsseldorf und Essen umgeleitet oder entfallen auf dem Teilabschnitt zwischen Köln und Dortmund. Die Halte in Wuppertal Hbf, Solingen Hbf und Hagen Hbf entfallen. Ab Köln steht Fahrgästen eine stündliche ICE-Direktverbindung von/nach Berlin via Düsseldorf, Duisburg, Essen und Bochum zur Verfügung. Die Fahrzeit verlängert sich dabei um etwa 20 bis 30 Minuten. Die Züge der IC-Verbindung Stuttgart – Mainz – Köln – Hannover – Magdeburg – Dresden verkehren nur auf den Abschnitten zwischen Stuttgart und Köln sowie zwischen Dortmund und Dresden. Ab dem 15. Mai bestehen ab Hagen Hbf wieder zweistündliche ICE-Verbindungen von/nach Berlin.

Hinweise für Redaktionen:

06. Februar 2026, 12:00 Uhr
Nürnberg
DB bündelt bis zum 10. Juli umfangreiches Bauprogramm an der Strecke und an den Bahnhöfen • Fahrgäste bleiben dank eines umfassenden Verkehrskonzepts mobil • Umleitungen im Fern- und Güterverkehr • Ersatzbusse und Kapazitätsverstärkungen für ausfallende Regionalzüge

Die DB InfraGO beginnt mit der Generalsanierung der wichtigen Bahnstrecke Nürnberg – Regensburg. Gerd-Dietrich Bolte, Vorstand für Infrastrukturplanung und -projekte der DB InfraGO, der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr, Ulrich Lange, und der Bayerische Verkehrsminister Christian Bernreiter haben heute Mittag in Neumarkt (Oberpfalz) auf einer der rund 60 Baustelleneinrichtungsflächen das offizielle Startsignal gegeben. In den Abendstunden schaltet das Bauteam die Oberleitungen auf der Strecke ab und die fünfmonatige Bauphase in Form einer Vollsperrung beginnt. Züge des Fern- und Güterverkehrs werden umgeleitet, für die ausfallenden Regionalzüge sind hochwertige Ersatzbusse im Einsatz, zudem werden im Regionalverkehr auf einer alternativen Bahnverbindung von Nürnberg nach Regensburg die Kapazitäten erhöht. Zeitgleich beginnt auch die Generalsanierung der Bahnstrecke Hagen – Wuppertal – Köln in Nordrhein-Westfalen.

Start der Generalsanierung, Gruppenbild vor Baggern
v.l.n.r.: Christian Bernreiter, Bayerischer Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr, Ulrich Lange, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und Gerd-Dietrich Bolte, Vorstand für Infrastrukturplanung und -projekte der DB InfraGO.
Start der Generalsanierung, Gruppenbild vor Baggern
Quelle: Deutsche Bahn AG / Thomas Kiewning
v.l.n.r.: Christian Bernreiter, Bayerischer Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr, Ulrich Lange, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und Gerd-Dietrich Bolte, Vorstand für Infrastrukturplanung und -projekte der DB InfraGO.

Gerd-Dietrich Bolte, Vorstand für Infrastrukturplanung und -projekte der DB InfraGO: „Mit der Generalsanierung des Bahnkorridors Nürnberg – Regenburg bündeln wir auf einer der wichtigsten Bahnstrecken in Bayern ein ambitioniertes Bauvolumen. Wir erneuern Gleise, Weichen, Leit- und Sicherungstechnik sowie Oberleitung in großem Umfang. Auch die 20 Bahnhöfe entlang der Strecke packen wir an. Fahrgäste können sich hier künftig auf moderne und attraktive Stationen freuen. Für unsere Bauteams und die betroffenen Reisenden werden die kommenden Monate ein Kraftakt. Ich bin mir jedoch sicher: Auch diese Generalsanierung wird sich lohnen! Sie sorgt dafür, dass die Infrastruktur auf unseren hoch belasteten Strecken robuster wird und der Zugverkehr deutlich störungsfreier durch Deutschland rollen kann.“  

Ulrich Lange, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr: „Heute startet die erste von sieben Korridorsanierung in Bayern. Ich habe mich nach Amtsübergabe sehr für eine Anpassung des Sanierungskonzepts eingesetzt. Denn uns allen ist bewusst, dass die mit den Bauarbeiten einhergehenden Sperrungen den Fahrgästen insbesondere im Nahverkehr, aber auch den Güterverkehrskunden viel Geduld abverlangen. Auch bei den kommenden Sanierungen werden wir die Bedürfnisse der Menschen wieder in den Vordergrund stellen. Das hatte man beim alten Konzept aus dem Auge verloren. Mit den so angepassten Korridorsanierungen insgesamt und dem Start der heutigen Korridorsanierung Nürnberg-Regensburg wird das Schienennetz in Bayern ertüchtigt, um es pünktlicher und zuverlässiger zu machen. Damit der Schienenverkehr den Erwartungen, die die Menschen in unserem Land zurecht an die öffentliche Infrastruktur haben, wieder mehr entspricht.“

Christian Bernreiter, Bayerischer Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr: „Fahrgäste, Unternehmen und Politik wünschen sich auch in Bayern eine zuverlässigere, modernere und leistungsfähigere Bahn. Mit dem größten Sanierungsprojekt in der jüngeren bayerischen Eisenbahngeschichte starten jetzt auch im Freistaat die Korridorsanierungen. Das ist ein Lackmustest für die weiteren folgenden Großsperrungen der DB dieser Art. Bauarbeiten dieser Dimension sind für alle Beteiligten und Betroffenen maximal herausfordernd. Es muss alles darangesetzt werden, die Belastungen sowohl für die Fahrgäste als auch die Anwohner und die Wirtschaft so gering wie möglich zu halten.“

Hohes Bauvolumen auf der Strecke Nürnberg – Regensburg

Die rund 88 Kilometer lange Bahnstrecke zwischen Nürnberg und Regensburg gehört mit über 350 Zügen täglich zu den verkehrsreichsten Strecken in Bayern. Die Strecke ist ein wichtiger Bestandteil der europäischen Verkehrsachse Rhein-Donau und ist gleichzeitig ein überaus wichtiger Baustein der Bahnverkehre von und nach Österreich. Die Strecke gilt als hochbelastet, die Infrastruktur ist teilweise veraltet und sehr störanfällig. Während der Sanierung werden die pünktlichkeitsrelevanten Gewerke wie Gleise und Oberleitungen umfangreich erneuert. Ziel der fünfmonatigen Bauphase ist es, die Bahnstrecke langfristig widerstandsfähiger und stabiler zu machen. Störungen und Verspätungen sollen sich so deutlich reduzieren.

Dafür setzt die DB InfraGO zwischen Nürnberg und Regensburg – nach Abschluss aller Detailplanungen – auf die Erneuerung oder umfassende Instandhaltung von 96 Kilometern Gleise, 74 Weichen und 81 Kilometern Oberleitung inklusive Fahrdraht, Maste, Gründungen und Verstärkerleitung. Für mehr Flexibilität bei Störungen auf der Strecke entstehen zwei zusätzliche Weichenverbindungen (Überleitstellen), eine weitere wird baulich vorbereitet. Hinzu kommt die Sanierung der Bahndämme bei Deining und Pölling sowie einer Brücke bei Burgthann. Die Leit- und Sicherungstechnik wird modernisiert und der Einbau des modernen Zugbeeinflussungssystems ETCS vorbereitet. Die Innenanlagen von acht Stellwerken werden dafür erneuert. Darüber hinaus profitieren die Fahrgäste von attraktiveren Stationen. Die DB modernisiert alle 20 Bahnhöfe zwischen Feucht und Regensburg-Prüfening nach einem ganzheitlichen und klaren Qualitätsstandard. Der barrierefreie Ausbau steht dabei im Fokus. 

Infografik
Infografik
Quelle: DB InfraGO

Umfangreiches Busangebot und Umleitungen im Fern- und Güterverkehr

Während der Bauarbeiten vom 6. Februar (21 Uhr) bis 10. Juli ist auf der Strecke kein Zugverkehr möglich. Die Fahrgäste bleiben aber dank eines umfassenden Verkehrskonzepts, das die DB InfraGO gemeinsam mit der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) und den Eisenbahnverkehrsunternehmen vor Ort erarbeitet hat, mobil. Der Ersatzverkehr umfasst den Korridor zwischen Nürnberg Hauptbahnhof und Regensburg Hauptbahnhof sowie die Umleiterstrecken Neustadt (Donau) – Regensburg und Landshut – Plattling. Die S-Bahn-Linie S2 von Altdorf nach Nürnberg über Feucht ist von der Sperrung nicht betroffen. Lediglich an Wochenenden nachts fahren auch hier Ersatzbusse.

Für den Nahverkehr ergeben sich umfangreiche Änderungen auf den Linien S3, RE 22, RE 50 und RB 51 zwischen Nürnberg und Regensburg, außerdem auf den Linien RB 17/RE 18 und RE 3. Die Linien werden jeweils mit Ersatzbussen bedient. Zur Hauptverkehrszeit werden Verstärkerbusse eingesetzt. Als Ersatz für Züge im Nahverkehr kommen entlang der gesamten Strecke Nürnberg – Regensburg sowie auf den angrenzenden Umleiterstrecken in Spitzenzeiten über 90 Busse zum Einsatz. Diese verkehren auf acht Linien und legen täglich über 45.000 Kilometer zurück. Der zwischen Nürnberg und Regensburg via Schwandorf verkehrende RE 40 wird verstärkt, ebenso die im Zweistundentakt verbleibenden Züge auf den Linien RB 17 und RE 3. Die genauen An- und Abfahrtszeiten der Züge und Busse sind in den elektronischen Auskunftsmedien enthalten. Fahrgäste können die Fahrten der Ersatzbusse zudem online über eine LiveMap einsehen.

Für die Ersatzverkehre während der Generalsanierungen hat die DB in Abstimmung mit den im Nahverkehr zuständigen Aufgabenträgern einheitliche Qualitätsvorgaben sowie ein konsistentes Erscheinungsbild in der Farbe Verkehrspurpur definiert. Dazu gehören unter anderem neuwertige und barrierefrei zugängliche Fahrzeuge, die über WLAN und digitale Anzeiger für Echtzeitinformationen sowie zum Teil über Toiletten an Bord verfügen. 

Im Fernverkehr wird bis 13. Juni ein Teil der ICE-Züge zwischen Nürnberg und Regensburg über Ingolstadt und die Donautalbahn umgeleitet. Die Fahrzeit verlängert sich um rund eine Stunde. Zusätzlich wird eine ICE-Fahrt je Tag und Richtung von München über Landshut, Regensburg und Passau nach Wien fahren. Für Reisen zwischen Deutschland und Österreich stehen weiterhin auch die zweistündlichen Züge zwischen München und Wien via Salzburg zur Verfügung. In Regensburg, Passau und Plattling ist das Fernverkehrsangebot in dieser Phase reduziert, in Straubing können keine Fernzüge halten. Ab 14. Juni gibt es wegen des Starts der Generalsanierung Regensburg – Passau weitere Einschränkungen im Fernverkehr zwischen Nürnberg, Regensburg, Passau und Wien. Die Fahrpläne im Fernverkehr sind bereits angepasst.

Hinweis für Redaktionen:

05. Februar 2026, 16:15 Uhr
Berlin
Bahnchefin holt Vertreter aus Politik, Verbänden und Sicherheitsbehörden an einen Tisch

Nach dem brutalen Gewaltakt gegen den verstorbenen DB-Mitarbeiter Serkan C. bringt DB-Vorstandschefin Evelyn Palla jetzt einen Sicherheitsgipfel auf den Weg. Die DB will die Entscheidungsträger für mehr Sicherheit auf der Schiene an einen Tisch holen. Eingeladen werden insbesondere die Länder und deren Aufgabenträger, die den Nahverkehr auf der Schiene bestellen und damit auch das Sicherheitskonzept in den Regionalverkehrszügen dimensionieren, sowie weitere Vertreter aus Bundespolitik, des Bundesverkehrsministeriums, der Gewerkschaften, der Bundespolizei und der Bahnbranche. Mit dieser Initiative für mehr Sicherheit will die Bahnchefin kurzfristige Maßnahmen mit allen relevanten Akteuren definieren, aber auch die langfristige Finanzierungsfrage der Sicherheitskräfte im Regional- und Nahverkehr klären, da deren Einsatz über Verkehrsverträge individuell festgelegt wird.

DB-Vorstandsvorsitzende Evelyn Palla: „Unser Kollege Serkan wurde Opfer sinnloser Gewalt – jetzt müssen wir handeln! Schluss mit den Angriffen auf Menschen, die für unsere Gesellschaft im Einsatz sind – ob in Uniform oder zivil.“

Der Sicherheitsgipfel soll so bald wie möglich in Berlin stattfinden.

03. Februar 2026, 11:00 Uhr
Nürnberg
„Tunnel“, die neue Ausstellung 2026, eröffnet Anfang Juli • Über 235.000 Museumsgäste im DB Museum Nürnberg, Koblenz und Halle (Saale) • Prall gefüllter Jahresprogrammkalender mit Veranstaltungen für die ganze Familie

Große Freude im DB Museum: Dank eines Gästezuwachses von rund 6,8 Prozent erzielte das älteste Eisenbahnmuseum der Welt 2025 einen Besuchsrekord für die letzten zehn Jahre. Das Stammhaus in Nürnberg wurde 2025 von rund 190.750 Gästen besucht, ein Plus von rund 5 Prozent. Auch Koblenz und Halle schlossen das letzte Jahr mit positiven Besuchsbilanzen ab.„Das gesamte Team des DB Museums freut sich riesig über den großen Erfolg“, so Museumsdirektor Dr. Oliver Götze. „Und auch 2026 haben wir trotz der spürbaren Einsparungen wieder viele Highlights für Jung und Alt in unserem Programmkalender: Neben der Eröffnung unserer neuen Ausstellung „Tunnel“ wird es einige neue Veranstaltungsformate geben. Wir hoffen also auch in diesem Jahr wieder viele Menschen für das Thema Eisenbahn begeistern zu können.“Sonderausstellung „Tunnel“ bringt Licht in die Welt der dunklen RöhrenAnfang Juli eröffnet mit „Tunnel“ eine interaktive Ausstellung für die ganze Familie im Stammhaus in Nürnberg. Auf 500 Quadratmetern geben rund 70 Objekte und 100 Fotos Einblick in die Unterwelt der Eisenbahn. Tunnel sind für den Eisenbahnverkehr unverzichtbar. Doch während Brücken sichtbar Landschaften prägen, eröffnen Tunnel erst im Verborgenen neue Wege.Im 19. Jahrhundert entwickelte sich die Eisenbahn zur Pionierin des Tunnelbaus. Mit ihrer Ausbreitung begann eine neue Zeit des Bauens unter der Erde – bis heute entstehen für den Bahnverkehr unzählige Tunnel. Sie überwinden scheinbar jedes Hindernis: Bergmassive, große Städte und sogar Meerengen.„Tunnel“ zeigt die rasante Entwicklung des Tunnelbaus, wirft einen Blick auf Mega-Projekte und erklärt, was Tunnel heute für uns bedeuten. Eine Erzählspur für Kinder ermöglicht es kleinen Museumsgästen ab dem Lesealter, in die verborgene Welt der Eisenbahn einzutauchen. Begleitet von den Zwergen Theo, Tina und Toby Tunnler lernen sie spielerisch, warum die Eisenbahn Tunnel benötigt, wie eine Tunnelbohrmaschine funktioniert und was genau ein Tunnelknall ist. Ein prall gefüllter Veranstaltungskalender für die ganze Familie Rund 30 Veranstaltungen stehen 2026 im DB Museum Nürnberg auf dem Programm. Neue Formate sind ein Konzert des Blechbläserquintetts der Nürnberger Symphoniker im Rahmen der Reihe „Kultur² – Musik im Museum“ (20. Mai), ein großes Bunkerwochenende mit zahlreichen Führungen (11. und 12. Juli) sowie eine Geisterstunde zu Halloween für Kinder und Erwachsene (31. Oktober). Junge Museumsgäste dürfen sich zudem auf ein Sommerferienprogramm passend zur neuen Ausstellung „Tunnel“ freuen (12. und 13. August) und am „Tag der offenen Loks“ (10. Mai) sowie zum „Türöffner-Tag der Sendung mit der Maus“ (3. Oktober) hinter die Kulissen des DB Museums blicken. Die Klassiker im Eventkalender, beispielsweise die Draisinentage, die Fundsachenversteigerung und der traditionelle Adlergeburtstag, runden das Jahresprogramm des DB Museums ab.  Ab 2026 hat das DB Museum Nürnberg einen zweiten Schließtag und ist von Mittwoch bis Sonntag geöffnet. Der reguläre Eintritt beträgt 10 Euro.  Sie möchten mehr zum Jahresprogramm des DB Museums erfahren? Gerne stehen wir Ihnen für ein individuelles Pressegespräch zur Verfügung. Eine Auflistung aller Veranstaltungen finden Sie im Downloadbereich „Veranstaltungen DB Museum 2026“.  Deutsche Bahn Stiftung und DB MuseumDas DB Museum mit seinen Standorten in Nürnberg, Koblenz und Halle (Saale) bewahrt unter dem Dach der Deutsche Bahn Stiftung das historische Erbe der Eisenbahn in Deutschland. Die Deutsche Bahn Stiftung wurde 2013 als gemeinnützige GmbH von der Deutschen Bahn AG gegründet und ist deutschlandweit in den Schwerpunkten Bildung, Integration und Ehrenamt aktiv.Mehr unter www.dbmuseum.de und www.deutschebahnstiftung.de  

02. Februar 2026, 13:00 Uhr
Berlin
Wettbewerb für Geschäftskund:innen im bahn.business Programm • Über 1.100 teilnehmende Unternehmen • Preis: BahnCard Business 1. Klasse für alle Mitarbeitenden

Die Klima-Kilometer-Gewinner:innen stehen fest: Über 1.100 Unternehmen haben am Klima Cup-Wettbewerb für Geschäftskund:innen der Deutschen Bahn (DB) teilgenommen. Knapp eine Milliarde Kilometer wurden gesammelt. Das Ziel: Klimaschutz aktiv fördern und Unternehmen dabei unterstützen, ihre Klimabilanz zu verbessern. Der Preis: BahnCards Business 1. Klasse für alle Mitarbeitenden.

Und so hat der Klima Cup funktioniert: Alle teilnehmenden Unternehmen sind – je nach bahn.business Umsatz 2024 – in drei Kategorien angetreten: „Champions“, „Premium“ und „Smart“. Gezählt wurden automatisch die Kilometer jeder innerdeutschen bahn.business Geschäftsreise. Mit jeder Reise sammelten die Unternehmen so Klima-Kilometer. In jeder Kategorie gewannen die Unternehmen, die 2025 im Vergleich zum Vorjahr die größte prozentuale Steigerung der gesammelten Klima-Kilometer erreicht haben. In jeder der drei Kategorien gibt es für den 1. Platz BahnCards Business 50 für alle Mitarbeitenden, für die Plätze 2 und 3 BahnCards Business 25 – jeweils für die 1. Klasse. Die Gewinner-BahnCards gelten für das Jahr 2026.

Das sind die Gewinner:innen:

Kategorie „Champion“:

  1. Platz: Sartorius Corporate Administration GmbH 
  2. Platz: RailAdventure GmbH 
  3. Platz: Decathlon Sportartikel GmbH & Co. KG 

Kategorie „Premium“:  

  1. Platz: PPI AG 
  2. Platz: Prosoz Herten Softwareentwicklung GmbH 
  3. Platz: Arthrex GmbH 

Kategorie „Smart“:  

  1. Platz: neue deutsche Filmgesellschaft
  2. Platz: Eraneos Analytics Germany GmbH 
  3. Platz: geisler - moderation.mediation.beratung

Die feierliche Preisverleihung findet am 3. März 2026 auf der ITB in Berlin statt.

Alle Informationen zur Aktion gibt es hier: bahnbusiness.de/KlimaCup

30. Januar 2026, 09:00 Uhr
Berlin
Exklusives Angebot für junge Reisende • Beliebig viele Fahrten in ICE- und IC-Zügen zwischen Freitag, 18 Uhr und Sonntag, 14 Uhr • Flexibel und günstig reisen im Februar und März

Nach dem großen Erfolg im letzten Sommer bietet die Deutsche Bahn (DB) im Februar und März erneut die 44 Stunden ICE-Flatrate an. Im vergangenen Juli haben 55.000 junge Reisende das exklusive Angebot genutzt. Mit dem 44-Stunden-Ticket Young können Kund:innen bis einschließlich 26 Jahre für 44 Euro an Wochenenden im Februar und März – zwischen Freitag, 18 Uhr und Sonntag, 14 Uhr – beliebig viele Fahrten innerhalb Deutschlands in ICE- und Intercity-Zügen machen.

Das 44-Stunden-Ticket Young ist ab dem 1. Februar bis zum 19. März in der App DB Navigator, auf bahn.de und im Reisezentrum buchbar. Es ist erhältlich für alle Wochenenden im Februar und die ersten drei Wochenenden im März und gilt in der 2. Klasse. Gebucht werden kann das Ticket bis Donnerstag vor dem jeweiligen Wochenende.

Mehr Informationen zum Angebot gibt es unter https://www.bahn.de/44Stunden.

29. Januar 2026, 15:00 Uhr
Berlin
Intensive zweitägige Gespräche • Noch kein formales Angebot vorgelegt • Übernächste Woche wird fünf Tage verhandelt • Streiks bis Ende Februar ausgeschlossen

In den laufenden Tarifverhandlungen haben sich die Deutsche Bahn (DB) und die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) nach intensiven zweitägigen Gesprächen vertagt. Da die Zielvorstellungen beider Seiten noch weit auseinanderliegen, hat die DB zum jetzigen Zeitpunkt noch kein formales Angebot vorgelegt. 

„Wir haben uns mit komplexen Themen auseinandergesetzt und mögliche Lösungsansätze diskutiert“, sagte DB-Personalvorstand Martin Seiler nach dem Ende der dritten Runde. „Die Atmosphäre ist weiterhin sachlich und konstruktiv, das ist gut. Aber es gibt viel Gesprächsbedarf. Bis zu einer Lösung ist es noch ein hartes Stück Arbeit.“

Die Tarifverhandlungen gehen am 9. Februar weiter und sind auf fünf Tage angesetzt. „Diese Verhandlungswoche gibt uns die nötige Zeit und damit die Chance, uns aufeinander zuzubewegen und Kompromisse zu finden. Unser Ziel bleibt es, bis Ende Februar am Verhandlungstisch einen tragfähigen Abschluss zu erreichen.“

Bis 28. Februar gilt Friedenspflicht, Streiks sind so lange ausgeschlossen. Mehr Informationen auf www.deutschebahn.com/tarif.

29. Januar 2026, 12:00 Uhr
München
Im Münchner Werk Steinhausen wird ein Zug via 5G aus der Distanz gesteuert • Deutschlandweit großes Potenzial für schnellere Abläufe bei Rangierfahrten und für stabileren Betrieb • Rollout abhängig von Finanzierung

Erstmals rangiert auf dem Werksgelände in München-Steinhausen eine ferngesteuerte S-Bahn. Der Lokführer bewegt sie von einem Bedienplatz im Gebäude aus. Im Betrieb kann diese Innovation Laufwege ersparen und die Abläufe im Rangierbetrieb beschleunigen. So könnten Fahrzeuge schneller wieder in den Einsatz für Fahrgäste gehen und zu einem verlässlichen Betrieb beitragen.

Die Tests mit einem umgerüsteten Fahrzeug der Baureihe 423 liefern wichtige Grundlagen und Erkenntnisse für die weitere Entwicklung der Technik, für die Zulassung und die Anwendung von Remote Train Operation (RTO) im alltäglichen Rangierbetrieb. Das mögliche Anwendungsfeld ist groß: Deutschlandweit sind rund 400 S-Bahnen der Baureihe 423 im Einsatz und der technische Ansatz wäre auf weitere Baureihen übertragbar.

Die DB hat für die Ausrüstung des Testfahrzeugs mit innovativer Technik des Zugherstellers Alstom und für den führerstandsähnlichen Bedienplatz rund eine Million Euro investiert. Dabei entstand für die notwendige Datenübertragung in Echtzeit außerdem ein eigenes 5G-Campus-Netz.

Demonstration von Remote Train Operation bei der S-Bahn München
Demonstration von Remote Train Operation bei der S-Bahn München
Quelle: Deutsche Bahn AG / Thomas Kiewning
Bei der Demonstration des Testbetriebs von "Remote Train Operation" in München-Steinhausen: DB-Konzernbevollmächtigter und S-Bahn-Chef Heiko Büttner, Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter und DB-Konzernvorstand Regionalverkehr Harmen van Zijderveld

Harmen van Zijderveld, DB-Konzernvorstand Regionalverkehr: „Züge per Fernsteuerung zu rangieren, kann unsere Mitarbeitenden entlasten und die Abläufe in unseren Werken erheblich beschleunigen. In nur vier Monaten haben wir das Testsystem auf die Schiene gebracht: vom lokalen 5G‑Netz bis zum Bedienplatz und der Technik im Zug. Damit beweisen wir, dass technische Innovationen auch mit bestehenden Fahrzeugen realisierbar sind.“

Christian Bernreiter, Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr: „Innovationen wie die ferngesteuerte S-Bahn zeigen, wie Digitalisierung den Bahnverkehr leistungsfähiger und zuverlässiger machen kann. Ich freue mich über das Engagement der S-Bahn München – das geht Hand in Hand mit dem Einsatz des Freistaats für den bayerischen Schienenverkehr. Durch den Test werden hier in München wichtige Grundlagen gelegt und wertvolle Erkenntnisse für einen möglichen Rollout in der Zukunft gewonnen. Mit dieser erstmals in Bayern zum Einsatz kommenden Technologie könnten in Zukunft viele Rangierarbeiten von einem zentralen Arbeitsplatz effizient durchgeführt werden.“

Aymeric Sarrazin, President Digital & Integrated Systems, Alstom: „Diese Technologie bringt den Führerstand zum Betreiber in der Leitzentrale und vereinfacht jede einzelne Bewegung im Depot. Wir schätzen die Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn und ihr Vertrauen, diesen ersten Testeinsatz mit uns umzusetzen.“

Demonstration von Remote Train Operation bei der S-Bahn München
Demonstration von Remote Train Operation bei der S-Bahn München
Quelle: Deutsche Bahn AG / Thomas Kiewning
Bei der Demonstration des Testbetriebs von "Remote Train Operation" in München-Steinhausen.

Auf dem Werksgelände in München Steinhausen zählt die S-Bahn täglich rund 350 Rangierbewegungen: Die Fahrzeuge werden zur Reinigung oder in die Werkshalle rangiert und für den Betrieb bereitgestellt. Diese Fahrten könnten künftig über 5G-Verbindungen aus der Ferne gesteuert werden. In Güterbahnhöfen steuern Rangierlokführer:innen Grundfunktionen ihrer Loks schon heute per Funk, während sie selbst an der Spitze eines geschobenen Zuges stehen.

Der Testbetrieb in Steinhausen setzt mit einer umfassenden 5G-basierten Steuerung aus größerer Distanz jetzt aber neue Maßstäbe in Deutschland. Das Fahrzeug lässt sich aus der Ferne nicht nur bewegen, die Mitarbeitenden können auch Türen schließen, die Beleuchtung einschalten oder Warnsignale abgeben. Große Displays zeigen am originalgetreuen Steuerpult Livebilder der Fahrt, während der Zug draußen komplett ferngesteuert fährt. Zusätzlich ist im Rahmen des Testbetriebs eine ortsunabhängige Steuerung per Tablet möglich.

Ob und wann RTO ausgerollt wird, hängt nun von der Finanzierung und eventuellen Fördermitteln für die weitere Entwicklung und Zulassung der Technik ab. Die für RTO benötigten Komponenten sind schon heute auf dem Markt verfügbar, eine Nachrüstung wäre technisch relativ schnell möglich: Finanzierung und Zulassung vorausgesetzt könnte der Rollout in München schon 2028 beginnen – noch vor der Digitalisierung der Infrastruktur.

Das Remote Operation Center ( © ALSTOM SA 2026. Alle Rechte vorbehalten I Flexi Desk I Advanced & Creative Design | ALSTOM™)

Fotos der Demonstration im Laufe des Tages in der DB Mediathek abrufbar: https://mediathek.deutschebahn.com/marsDB/ko/de/8609596

26. Januar 2026, 09:00 Uhr
Berlin
Gemeinsame Erklärung mit dem Freundeskreis Yad Vashem zum Holocaust-Gedenktag • Evelyn Palla: „Deutsche Bahn begreift das Gedenken an die Opfer der Shoah als festen Bestandteil ihrer gesellschaftlichen Verantwortung“

Aus Anlass des Internationalen Holocaust-Gedenktags am 27. Januar haben Borussia Dortmund, Deutsche Bahn AG, Deutsche Bank AG, Mercedes-Benz Group und Volkswagen Group in einer gemeinsamen Erklärung mit dem Freundeskreis der Internationalen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem ihre historische Verantwortung für die Erinnerung an den Holocaust und den entschlossenen Einsatz gegen Antisemitismus betont.

Besonders weisen die Vorstandsvorsitzenden der beteiligten Unternehmen in diesem Jahr auf die Bedeutung der sogenannten Survivors‘ Declaration hin. Diese wurde am 11. April 2002 von Holocaust-Überlebenden in Yad Vashem vorgestellt. Ausgangspunkt war die Erkenntnis, dass das „Zeitalter der Überlebenden“ zu Ende geht und bald niemand mehr persönlich sagen kann: „Ich war dort.“

Evelyn Palla, CEO Deutsche Bahn AG: „Die Deutsche Bahn begreift das Gedenken an die Opfer der Shoah als festen Bestandteil ihrer gesellschaftlichen Verantwortung. Wir treten entschieden gegen Antisemitismus sowie jede Form von Ausgrenzung, Hass und Hetze ein und engagieren uns für eine nachhaltige und lebendige Erinnerungskultur. Zu unserem Einsatz gegen das Vergessen gehört auch die Unterstützung von Yad Vashem, einer Institution von weltweiter Bedeutung für Bildungs- und Erinnerungsarbeit.“

Christian Sewing, CEO Deutsche Bank AG: „Wir haben eine historische Verantwortung, die Verbrechen des Holocaust nie in Vergessenheit geraten zu lassen – gerade wenn immer weniger Überlebende selbst darüber berichten können. Deshalb unterstützen wir aus voller Überzeugung die Internationale Holocaust Gedenkstätte Yad Vashem und auch Organisationen wie den Verein Zweitzeugen, der neue Generationen dazu ermutigt und befähigt, die Erinnerung wach zu halten. Unsere Bank ist entschlossen, Antisemitismus und alle anderen Formen von Diskriminierung, Vorurteilen und Hass zu verurteilen und zu bekämpfen. Dafür arbeiten wir mit gemeinnützigen Organisationen zusammen, die jungen Menschen Toleranz und Empathie vermitteln und sich gegen Hassreden und Vorurteile stellen.“

Oliver Blume, CEO Volkswagen Group: „Der Volkswagen Konzern steht für eine lebendige Erinnerungskultur. Antisemitismus, Rassismus und Diskriminierung haben in unserer Welt keinen Platz. Die Verbrechen des Nationalsozialismus dürfen sich nicht wiederholen. Aus unserer historischen Verantwortung heraus engagieren wir uns für die Erinnerungsarbeit der Holocaust Gedenkstätte Yad Vashem, des Internationalen Auschwitz Komitees und der Gedenkstätte Auschwitz. Gemeinsam mit unseren Beschäftigten bewahren wir die mahnende Erinnerung und tragen sie in die Zukunft.“

Ola Källenius, CEO Mercedes-Benz Group: „Mercedes-Benz engagiert sich seit vielen Jahren im Freundeskreis Yad Vashem und unterstützt die Ziele der Survivors‘ Declaration. Wir müssen die Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus dauerhaft wachhalten, denn nur so lässt sich eine Wiederholung des Unvorstellbaren verhindern. Die Gesellschaft ist aufgefordert, deutlich Position zu beziehen: Antisemitismus, Hass und Ausgrenzung haben in unserer Gemeinschaft keinen Platz. Deshalb treten wir konsequent ein für Vielfalt, Respekt und ein offenes Miteinander.“

Carsten Cramer, Sprecher der Geschäftsführung von Borussia Dortmund: „Für Borussia Dortmund sind die Erinnerung an den Holocaust und der Einsatz gegen Antisemitismus von besonderer Bedeutung. Der BVB engagiert sich seit vielen Jahren im Freundeskreis Yad Vashem und mit eigenen Bildungsprojekten zu den nationalsozialistischen Verbrechen. Zu diesem Engagement gehören persönliche Treffen mit Überlebenden. Daher unterstützt der BVB die Ziele der Survivors' Declaration und wird sich weiterhin für eine vielfältige Gesellschaft ohne Antisemitismus, Rassismus und Diskriminierung einsetzen, ganz getreu unserem Motto: ‘Borussia verbindet.'“

Kai Diekmann, Vorsitzender des Freundeskreis Yad Vashem e.V.: „Die Geschichte der Shoah prägt unsere Gesellschaft und unser Land bis heute – und verpflichtet uns zum Handeln. Angesichts der schwindenden Zahl von Überlebenden ist es unsere Verantwortung als Nachgeborene, entschlossen gegen Antisemitismus einzutreten und klar zu benennen, wohin er führt. Das gemeinsame Bekenntnis der Unternehmen zur Survivors’ Declaration macht deutlich, dass Holocaust-Erinnerung eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe ist, die Politik, Wirtschaft, Bildung und Zivilgesellschaft gleichermaßen in die Pflicht nimmt.“

Die Überlebenden machen in der Survivors‘ Declaration deutlich, dass Gedenken nicht beim Erinnern stehen bleiben darf, sondern zu konkreten Handlungen führen muss. Sie rufen dazu auf, Menschenwürde, Gleichheit und Menschenrechte zu schützen und Antisemitismus, Rassismus sowie Holocaust-Leugnung entschieden entgegenzutreten.

Aktuell ist Dani Dayan, als Vorsitzender von Yad Vashem, zugleich als israelischer Vertreter Präsident der International Holocaust Remembrance Alliance (IHRA). Anlässlich des Internationalen Holocaust-Gedenktages hat die israelische IHRA-Präsidentschaft eine weltweite Kampagne gestartet, um die Prinzipien der Survivors’ Declaration erneut ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken.

Die Erneuerung der Survivors’ Declaration ist heute besonders wichtig, weil immer weniger Überlebende selbst sprechen können. Erinnerung muss daher von nachfolgenden Generationen weitergetragen werden. Zugleich ist sie eine klare Positionierung gegen wachsenden Antisemitismus und Hass. Mit der gemeinsamen Erneuerung zeigen der Freundeskreis Yad Vashem und die beteiligten Unternehmen, dass Holocaust-Erinnerung eine gemeinsame gesellschaftliche Aufgabe ist.

Hintergrundinformationen zur Survivors’ Declaration finden Sie hier: https://israelinihra.mfa.gov.il/de/survivors_declaration

Über den Freundeskreis Yad Vashem

Das Ziel des Freundeskreises Yad Vashem besteht darin, die Sammlungen und die Expertise der Internationalen Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem im öffentlichen Bewusstsein zu verankern. Dafür stärkt der Verein nicht nur die Beziehungen zwischen der Holocaust-Gedenkstätte in Jerusalem und deutschen Institutionen, sondern bietet zahlreiche Ausstellungen und Kampagnen in Zusammenarbeit mit Yad Vashem an. Durch Initiativen wie #LichtZeigen und Ausstellungen wie Sechzehn Objekte setzt sich der Freundeskreis Yad Vashem für eine lebendige Erinnerungskultur ein.

22. Januar 2026, 16:30 Uhr
Berlin
Erster Einstieg in komplexe Themen • DB-Personalvorstand Martin Seiler: „Alle haben heute sehr konzentriert gearbeitet, ein inhaltlicher Start ist damit gemacht.“ • Nächster Termin in der kommenden Woche • Streiks bis Ende Februar ausgeschlossen

Die Deutsche Bahn (DB) und die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) haben ihre Tarifverhandlungen wie geplant fortgesetzt. Beim zweiten Gesprächstermin im Berliner Hauptbahnhof haben die Tarifpartner einen Einstieg in die komplexen Themen gefunden. Insgesamt geht es um 40 verschiedene Forderungen der GDL.

DB‑Personalvorstand Martin Seiler: „Die Gespräche laufen weiter sachlich und konstruktiv. Alle haben heute sehr konzentriert gearbeitet, ein inhaltlicher Start ist damit gemacht. Es ist noch viel zu tun, aber ich bin weiter zuversichtlich. Das Ziel ist klar: Wir wollen einen tragfähigen Abschluss am Tisch erreichen, der die Leistung gerade der operativen Kolleginnen und Kollegen anerkennt.“

Der nächste Termin findet bereits in der kommenden Woche statt: Am 28. und 29. Januar gehen die Verhandlungen in Berlin weiter. Insgesamt haben DB und GDL 14 Verhandlungstage im Januar und Februar vereinbart. Bis 28. Februar gilt Friedenspflicht, Streiks sind so lange ausgeschlossen.

Mehr Informationen auf deutschebahn.com/tarif

20. Januar 2026, 15:30 Uhr
Berlin
Höhere Präsenz von Sicherheitskräften • Mehr Personal und Geld für zusätzliche Stationsreinigung und Reparaturen • Verdopplung der Frühjahrsputzaktionen in diesem Jahr auf 1.400 Bahnhöfe • Start mit 25 Bahnhöfen im ganzen Bundesgebiet

Gemäß der Agenda des Bundes für zufriedene Kunden auf der Schiene setzt die Deutsche Bahn (DB) im Rahmen eines Neustarts schnelle Verbesserungen bei Sauberkeit und Sicherheit in den Bahnhöfen um. DB-Chefin Evelyn Palla und Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder gaben heute am Berliner Hauptbahnhof grünes Licht für ein Sofortprogramm, mit dem das Stationserlebnis für die Kundinnen und Kunden bereits in diesem Jahr spürbar ansprechender wird. Den Auftakt markiert die DB an 25 Bahnhöfen, darunter dem Berliner Hauptbahnhof. Weitere Stationen werden im Lauf des Jahres folgen. An den Bahnhöfen sorgen eine höhere Präsenz von Sicherheitskräften, zusätzliche Reinigungen und schnelle Reparaturen dafür, dass sich die Menschen dort gern aufhalten und komfortabel zu ihren Zügen gelangen.

Evelyn Palla, Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn AG: „Der erste Eindruck zählt. Unsere Bahnhöfe sind unsere Visitenkarte. Mit vielen konsequenten Schritten sorgen wir dafür, dass sich unsere Kundinnen und Kunden an unseren Bahnhöfen willkommen und sicher fühlen. Insgesamt stehen in diesem Jahr rund 50 Millionen Euro zusätzlich für Sicherheit und Sauberkeit an den Bahnhöfen zur Verfügung. Unsere Fahrgäste sollen erleben, dass sich rasch etwas zum Positiven verändert – auch wenn die Pünktlichkeit 2026 durch ein enormes Bauaufkommen noch eine Herausforderung bleibt.“

Patrick Schnieder, Bundesminister für Verkehr: „Mit unserer Agenda für zufriedene Kunden auf der Schiene haben wir die entscheidenden Weichen für eine bessere Bahn gestellt. Viele Maßnahmen, wie die Modernisierung des Netzes, brauchen Zeit. Aber es gibt auch vieles, was man sofort besser machen kann. Dazu gehören die Sauberkeit und Sicherheit unserer Bahnhöfe. Wenn sich Bürgerinnen und Bürger an einzelnen Bahnhöfen nicht sicher fühlen, erwarte ich, dass schnell gehandelt wird. Und das tut die Bahn: Mit mehr Streifen und Technik für Ihre Sicherheit sowie einer Reinigungsoffensive für ein besseres Erscheinungsbild unserer Bahnhöfe.“

Bahn startet Sofortprogramm für Bahnhöfe
Bahn startet Sofortprogramm für Bahnhöfe
Quelle: Deutsche Bahn AG / Christoph Soeder
v.l.n.r. Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder; DB-Chefin Evelyn Palla, CEO DB AG; Dr. Katja Hüske, Vorständin Personenbahnhöfe DB InfraGO. Copyright: Deutsche Bahn AG / Christoph Soeder

Mit Investitionen in Personal und Technik verbessert die DB die Sicherheit an den Bahnhöfen weiter. Ziele sind ein besseres Sicherheitsempfinden und ein sauberes Erscheinungsbild. An zahlreichen Bahnhöfen schickt die DB im Jahr 2026 zusätzliches Sicherheitspersonal auf Streife, darunter finden sich die Hauptbahnhöfe von Mainz, Mannheim und Hamburg. Zudem arbeitet die Bahn gemeinsam mit der Bundespolizei intensiv daran, weitere Bahnhöfe mit Kameras und Videotechnik auszustatten. Schon heute sind an Bahnhöfen rund 11.000 Kameras für Prävention und eine konsequente Strafverfolgung im Einsatz. Begleitet wird das Programm durch eine Präventionskampagne, die Respekt gegenüber Mitarbeitenden stärkt, das Bewusstsein für den öffentlichen Raum Bahnhof schärft und an zivilgesellschaftliche Selbstkontrolle appelliert.

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Ende des Sliders

Für mehr Sauberkeit verstärkt die DB im Jahr 2026 die regelmäßige Reinigung an den Bahnhöfen. Unter den 25 Bahnhöfen, die hier den Auftakt markieren, sind Hannover Hauptbahnhof, Frankfurt (Main) Hauptwache und München Pasing. Doppelt so viele Bahnhöfe wie im Vorjahr erhalten 2026 einen Frühjahrsputz: 1.400 statt 700, viele davon im ländlichen Raum. Dazu zählen beispielsweise die Bahnhöfe in Bitterfeld, Greifswald und Remagen. Beim Frühjahrsputz reinigen DB-Mitarbeitende besonders intensiv Bahnsteige und Treppen, Tunnel und Aufzugsschächte, Glasflächen, Bedienflächen an Automaten und Aufzügen, Mobiliar und Vitrinen. Auch das mühsame Entfernen von Graffiti und Kaugummi gehört dazu. Vielerorts unterstützen Städte und Gemeinden oder Mieter der Bahnhöfe mit Werkzeug und Wischmopp.

Neue mobile DB-Handwerksteams übernehmen bald bundesweit Reparaturen. Damit soll es künftig schneller gehen: hier eine Glasscheibe austauschen, dort eine Graffiti-besprühte Wand zügig streichen oder eine Vitrine reparieren. In einem Pilotversuch hat die DB bereits die Wirkung eines mobilen Teams getestet. Die Rekrutierung der Handwerker:innen erfolgt nun sukzessive in ganz Deutschland.

Weitere Informationen zu den Sofortprogrammen veröffentlicht die DB in ihrem Online-Angebot. Darüber hinaus finden Sie aktuelles Bild- und Grafikmaterial zu den geplanten Bahnhofsmaßnahmen in unserer Mediathek.

20. Januar 2026, 11:00 Uhr
Nürnberg
Die Fotografien zeigen in erschütternder Deutlichkeit die Ankunft deportierter jüdischer Menschen aus Ungarn im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau • Album diente im ersten Frankfurter Ausschwitz-Prozess als wichtiges Beweisstück • DB Museum bietet kostenfreie Rundgänge zur Ausstellung an

Das DB Museum zeigt ab dem 25. Januar 2026 eine kleine Ausstellung zum sogenannten Auschwitz-Album. Es gilt als das einzige erhaltene fotografische Zeugnis für den Ablauf des Massenmords im Vernichtungslager Auschwitz-Birkenau durch das nationalsozialistische Regime. Die Fotos wurden von Angehörigen der SS 1944 erstellt und zeigen in erschütternder Deutlichkeit die Ankunft deportierter jüdischer Menschen aus Ungarn an der berüchtigten Rampe in Auschwitz-Birkenau. Warum das Album angelegt wurde, ist unklar.

Der Weg des Albums in die Gedenkstätte Yad Vashem

Durch Zufall wurde das Album von der jüdischen Gefangenen Lilly Jacob nach der Befreiung des Konzentrationslagers Mittelbau-Dora 1945 in einem verlassenen Quartier der SS-Wachmannschaft gefunden und für die Nachwelt gesichert. Es umfasst 56 Seiten mit 193 Fotos. Das Album diente im ersten Frankfurter Auschwitz-Prozess als wichtiges Beweisstück. 1980 übergab Lilly Jacob das Album an die Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem. 1999 wurde es digitalisiert; aus dem Material fertigte die Ausstellungsabteilung der Gedenkstätte eine kleine Schau, die auch online zur Verfügung steht.

„Denkmal für die Deportierten“ in Yad Vashem

In Yad Vashem erinnert ein Denkmal an die Millionen von Jüdinnen und Juden, die von überall in Europa unter unmenschlichen Bedingungen in die Vernichtungslager transportiert wurden. Dort erwartete sie in den meisten Fällen der Tod. Im Jahr 2024 wurde das Denkmal restauriert, dessen zentrales Element ein originaler gedeckter Reichsbahn-Güterwagen ist. Die Deutsche Bahn, die das Restaurierungsprojekt unterstützte, und die Gedenkstätte Yad Vashem nahmen die Restaurierung zum Anlass, Material des Auschwitz-Albums für eine kleine Ausstellung in der DB Akademie in Potsdam aufzubereiten. Diese wandert nun ins DB Museum, ergänzt durch einen Film, der die Restaurierung des Denkmals dokumentiert.

Kostenfreie Führungen durch die Ausstellung

Die Ausstellung wird vom 25. Januar bis zum 26. April 2026 im DB Museum präsentiert. Anlässlich des „Internationalen Tag des Gedenkens an die Opfer des Holocaust“ bietet das Museum am Sonntag, 25. Januar 2026 zwei kostenlose Führungen (13 und 14 Uhr) an. Ab dem 8. Februar findet zudem jeden Sonntag (13:30 Uhr) ein kostenloser Rundgang statt.

Das DB Museum Nürnberg ist geöffnet von Mittwoch bis Sonntag. Der reguläre Eintritt beträgt 10 Euro.

Deutsche Bahn Stiftung und DB Museum

Das DB Museum ist das älteste Eisenbahnmuseum der Welt. Unter dem Dach der Deutsche Bahn Stiftung bewahrt es das historische Erbe der Eisenbahn in Deutschland. Die Deutsche Bahn Stiftung wurde 2013 als gemeinnützige GmbH von der Deutschen Bahn AG gegründet und ist deutschlandweit in den Schwerpunkten Bildung, Integration und Ehrenamt aktiv. 

Mehr unter www.dbmuseum.de und www.deutschebahnstfitung.de

16. Januar 2026, 08:00 Uhr
Berlin
Neue Probe BahnCard 25 und 50 Gold zu den Winterspielen Milano Cortina • Gewinnt Deutschland eine Goldmedaille, reisen am nächsten Tag alle mit der Aktions-BahnCard gratis • Erhältlich vom 16. Januar bis 5. Februar ab 19,90 Euro

Die Deutsche Bahn bietet anlässlich der Winterspiele Milano Cortina eine ganz besondere Aktions-BahnCard an: Bei jeder Goldmedaille für Deutschland können Besitzer der neuen Probe BahnCard Gold am jeweils nächsten Tag alle Fernverkehrszüge der Deutschen Bahn deutschlandweit kostenlos nutzen. Die Probe BahnCard Gold gilt dann als Ticket. Doch auch wenn die deutsche Mannschaft mal nicht gewinnt, kann man mit der BahnCard sparen: Sie gewährt ganz regulär 25 Prozent auf alle Super Spar- und Sparpreise und 25 bzw. 50 Prozent Rabatt auf alle Flexpreise auf dem deutschen Streckennetz.

Erhältlich ist die Probe BahnCard Gold vom 16. Januar bis zum 5. Februar. Es gibt sie als Probe BahnCard 25 Gold für 19,90 Euro (2. Klasse) bzw. 39,90 (1. Klasse) und als Probe BahnCard 50 Gold für 76,90 (2. Klasse) bzw. 152 Euro (1. Klasse). Die Probe BahnCard Gold hat eine Gültigkeit von drei Monaten und läuft danach – wenn sie nicht gekündigt wird – in ein reguläres Abo über. Sie kann über bahn.de, die App DB Navigator oder im Reisezentrum erworben werden.

Begleitet wird die Probe BahnCard Gold von einem TV-Spot, der für Wintersport-Fans eine besondere Überraschung bereithält: Die Helden vergangener olympischer Winterspiele können hier entdeckt werden. Legenden wie Markus Wasmeier (Ski Alpin), Sven Hannawald (Skispringen), Viktoria Rebensburg (Ski Alpin), Kati Wilhelm (Biathlon), Martina Ertl (Ski Alpin), Gerd Schönfelder (Para-Ski Alpin) oder André Lange (Bob) sind im ICE unterwegs. Zusammen bringen sie 27 Olympia-Goldmedaillen mit. Zu sehen gibt es den Spot unter anderem bei YouTube.

Weitere Informationen zum Aktionsangebot: bahn.de/bcgold

13. Januar 2026, 10:00 Uhr
Berlin
Erstmals Szenarien für den Einsatz der neuen Technologie in ganz Deutschland berechnet • Größter Nutzen bei flächendeckendem Einsatz von Shuttles und Bussen • Bis zu 50 Prozent weniger Wartezeit für Fahrgäste • Elf Prozent weniger Straßenverkehrsbelastung

Autonom fahrende Shuttles und Busse können Deutschlands öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) auf ein neues Qualitätsniveau heben. Das zeigt eine Studie im Auftrag von DB Regio, der Regionalverkehrssparte der Deutschen Bahn. Flächendeckend eingesetzt würde autonomes Fahren das Angebot für die Fahrgäste verbessern, die Verkehrsbelastung in Städten reduzieren und ländliche Gegenden besser anbinden.

Die Studie „Autonomes Fahren – Schlüssel für die Mobilität von morgen“ untersucht erstmals anhand von detaillierten Szenarien für das Jahr 2045, wie autonomes Fahren maximalen Nutzen für die Menschen in Deutschland entfalten kann. Erstellt wurde die Studie in Zusammenarbeit mit dem Software- und Verkehrsplanungs-Unternehmen ioki, dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT), dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und der Prognos AG. Ein Expertenbeirat hat die Studie begleitet.

Frederik Ley, Vorstand Straße bei DB Regio: „Autonomes Fahren wird kommen. Die Technologie und die Gesetze für die Anwendung im ÖPNV sind da. Den größten Nutzen können wir daraus ziehen, wenn wir den ÖPNV grundlegend weiterentwickeln und das Angebot ausbauen – mit autonomen Shuttles, optimierten Buslinien und einer Verknüpfung zum Zug. Damit verbessern wir die Lebensqualität und die Mobilität in Städten und auf dem Land.“ 

Knut Ringat, Vizepräsident des Verbands Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV) und Geschäftsführer des Rhein-Main-Verkehrsverbunds (RMV): „Autonomes Fahren ist kein Selbstzweck. Es ist eine große Chance, den ÖPNV als Rückgrat sozialer Teilhabe effizienter, stärker und attraktiver für Fahrgäste zu machen. Jetzt geht es darum, das in der Praxis für städtische und vor allem auch ländliche Räume zu erproben, und zwar mit Modellregionen für autonomes Fahren im ÖPNV. Der RMV ist bereit, auf diesem Weg weiterhin gemeinsam mit seinen Partnern voranzugehen und aktiv mitzugestalten.“

Prof. Meike Jipp, Bereichsvorständin für Energie und Verkehr des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR): „Autonomes Fahren ist mehr als Technik – es ist eine Chance, Mobilität effizient und wirtschaftlich nachhaltig zu gestalten. Unser Forschungsansatz geht davon aus, dass Mobilität nicht rational, sondern tief verwurzelt in Routinen und Emotionen ist. Menschen verändern ihre Gewohnheiten nur, wenn das neue Angebot verlässlich, attraktiv und in ihr Alltagsleben passt. Das Daseinsvorsorge-Szenario zeigt: Mit einem integrierten, flächendeckenden ÖPNV-System schaffen wir nicht nur mehr Lebensqualität – wir stärken auch die deutsche Wirtschaft. Durch die Etablierung eines europäischen Marktes für autonome Mobilität entstehen neue, hochwertige Arbeitsplätze und Wertschöpfung. Die Zukunft der Mobilität beginnt in den Köpfen der Menschen.“

Autonomes Fahren kann die Qualität im ÖPNV massiv verbessern
Die Grafik zeigt, wie autonomes Fahren die Qualität im öffentlichen Nahverkehr verbessern kann. Sie vergleicht verschiedene Szenarien (Status quo, Basis-, Wettbewerb- und Daseinsvorsorge-Szenario) in Metropole, Stadt und Land anhand von Kriterien wie Zeit von Wunsch bis Einstieg, Fahrzeit im Vergleich zum Pkw, Entfernung zur Haltestelle und Anzahl der Umstiege. Im Vergleich zum jetzigen Status quo führen die Szenarien mit autonomem Fahren zu kürzeren Wartezeiten, schnelleren Fahrten im Vergleich zum Pkw, geringeren Entfernungen zur nächsten Haltestelle und weniger Umstiegen. Die genauen Zahlen finden Sie im PDF-Dokument, das als Download in der rechten Spalte oder am Ende der Seite zur Verfügung gestellt wird.
Autonomes Fahren kann die Qualität im ÖPNV massiv verbessern
Quelle: Deutsche Bahn AG

Laut der Studie bringt es kaum Vorteile, wenn die Technologie nur dazu genutzt wird, das vorhandene Angebot an Bussen autonom fahren zu lassen. Auch privatwirtschaftlich betriebene Robotaxis bringen kaum Verbesserung, im Gegenteil: Der Verkehr würde in Metropolen um bis zu 40 Prozent zunehmen, und im ländlichen Raum würde das Mobilitätsangebot nicht verbessert.

Den größten Nutzen brächte autonomes Fahren laut Studie dann, wenn es in den ÖPNV integriert, dieser zusätzlich ausgebaut und anders strukturiert wird. Eine zentrale Rolle in diesem für 2045 berechneten Szenario spielen selbstfahrende Shuttles. Sie bringen Fahrgäste entweder direkt ans Ziel oder sind Zubringer zum Zug und zu optimierten Buslinien, die schneller und direkter unterwegs sind als heute.

Wären rund eine Million autonome Shuttles und Busse unterwegs, lägen die durchschnittlichen Wartezeiten der Fahrgäste bis zum Einstieg bei 5 Minuten in Metropolen und bei 13 Minuten im ländlichen Raum. Letzteres wäre 50 Prozent kürzer als aktuell. Die Reisezeiten entsprächen nahezu denen des Pkw und wären in Metropolen teilweise sogar kürzer.

Mit einem derartigen Angebot würden der Studie zufolge mehr Menschen auf ein eigenes Auto verzichten und auf den ÖPNV umsteigen: Der Anteil an der gesamten Verkehrsleistung, die öffentliche Verkehrsmittel erbringen, würde sich auf 35 Prozent mehr als verdoppeln.

Für die Gesellschaft wäre der potenzielle Gewinn im Vergleich zur heutigen Situation enorm: Die Belastung durch den Straßenverkehr würde in Städten und Metropolen um bis zu 11 Prozent sinken. Gleichzeitig könnte die öffentliche Hand ihre Zuschüsse zum ÖPNV trotz des massiv ausgebauten Angebots um 20 Prozent reduzieren. Möglich wird dies durch technologische Effizienzgewinne und stärkere Nutzerfinanzierung. Autofahrende würden 2045 beim Umstieg auf den ÖPNV durchschnittlich 170 Euro pro Monat sparen.

13. Januar 2026, 09:00 Uhr
Berlin
Viele beliebte Strecken zum kleinen Preis • Tickets einfach online, mobil und im Reisezentrum buchbar • Zusätzlich sparen mit BahnCard

Die Deutsche Bahn (DB) startet im Fernverkehr mit einer Super Sparpreis Aktion in das neue Jahr. Fahrgäste können vom 13. bis 15. Januar 2026 Schnäppchentickets ab 8,99 Euro für viele beliebte mittellange Strecken buchen – mit BahnCard sogar noch 25 Prozent günstiger. Und das für Reisen vom 13. Januar bis 31. März 2026. Die Tickets sind auf bahn.de, im DB Navigator und vor Ort im Reisezentrum erhältlich.

Ab 8,99 Euro sind Kund:innen zum Beispiel auf diesen Topstrecken unterwegs:

  • Berlin-Hamburg
  • Frankfurt-Köln
  • Hamburg-Hannover
  • München-Nürnberg
  • Düsseldorf-Frankfurt

Auf kurzen Strecken sind Super Sparpreis-Tickets auch während des Aktionszeitraums wie gewohnt bereits ab 6,99 Euro erhältlich.

08. Januar 2026, 15:00 Uhr
Berlin
In Auftaktrunde Forderungen besprochen und Fahrplan abgesteckt • Streiks bis Ende Februar ausgeschlossen • DB-Personalvorstand Martin Seiler: „Guter Start in gegenseitigem Respekt“

Die Deutsche Bahn (DB) und die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer (GDL) haben heute mit den Tarifverhandlungen begonnen. Der erste Termin im Berliner Hauptbahnhof war konstruktiv und sachlich, DB-Personalvorstand Martin Seiler sprach im Nachgang von einem „guten Start in gegenseitigem Respekt“.

Wie zum Auftakt von Tarifverhandlungen üblich, wurden die Forderungen der Gewerkschaft besprochen sowie der weitere Fahrplan abgesteckt. In den nächsten zwei Monaten haben DB und GDL insgesamt 14 Verhandlungstage vereinbart. Bis 28. Februar gilt Friedenspflicht, Streiks sind ausgeschlossen.

Martin Seiler betonte, dass die DB einen „fairen und tragfähigen Abschluss am Tisch“ erreichen will. Gerade die Leistung der operativen Mitarbeitenden müsse angesichts schwieriger Bedingungen gewürdigt werden.

Der nächste Verhandlungstermin ist der 22. Januar. Mehr Informationen auf www.deutschebahn.com/tarif

28. Dezember 2025, 08:00 Uhr
Berlin
Bauvolumen in Oberbau-Gewerken über Vorjahr: 2.065 Weichen erneuert, 2.173 km Gleise gebaut • 950 Bahnhöfe modernisiert und 60 moderne Stellwerke errichtet • DB InfraGO-Vorstandsvorsitzender Philipp Nagl: Fahren und Bauen bleibt große Herausforderung

Für 2025 bilanziert DB InfraGO ein gegenüber Vorjahr weiter gestiegenes Bauvolumen zur Sanierung des Schienennetzes in Deutschland. Auf rund 26.000 Baustellen wurde in den zurückliegenden Monaten planmäßig gebaut - zur Sanierung zahlreicher Strecken und Anlagen, zur Modernisierung von Bahnhöfen sowie zur Erneuerung von Leit- und Sicherungstechnik.

2025 standen dem gemeinwohlorientierten Infrastrukturbereich der Deutschen Bahn dafür mehr als 19 Milliarden Euro zur Verfügung. Zu den größten Vorhaben zählt die laufende Korridorsanierung der Strecke Hamburg-Berlin, die Inbetriebnahme der Dresdner Bahn/Anhalter Bahn sowie die Wiederinbetriebnahme der bei der Flut 2021 zerstörten Ahrtalbahn.

Dr. Philipp Nagl, Vorstandsvorsitzender der DB InfraGO AG: „Wir konnten in diesem Jahr ein riesiges Bauvolumen umsetzen, haben erfolgreich große Projekte und auch viele kleine Maßnahmen fertiggestellt. Das ist eine enorme Leistung unseres InfraGO-Teams. Für 2026 haben wir die Planungs- und Finanzierungssicherheit, um die Sanierung weiter kraftvoll vorantreiben zu können.  Zentrale Herausforderung bleibt ‚Fahren und Bauen‘ übereinander zu bekommen. Wir gehen von 28.000 Baustellen aus und einer mindestens gleichbleibenden Betriebsleistung in Höhe von über einer Milliarde Trassenkilometern. Zu Ende 2025 sind 530 Eisenbahnunternehmen, Operateure und Verlader im deutschen Netz unterwegs – der Rekord steht auch für die Attraktivität des Bahnverkehrs.“   

Zum Jahresende lässt sich prognostizieren, dass bei den Investitionen im Gesamtnetz des Fahrwegs die Mengen in einigen Gewerken des Oberbaus gegenüber Vorjahr steigen werden. Auch bei den Bahnhöfen liegen Modernisierungsaufkommen und Inbetriebnahmen über jenen des Jahres 2024.

Vorläufige Bilanz 2025 in Zahlen (Bestandsnetz und Bedarfsplan):

  • 2.065 Weichen sind erneuert – das ist ein Plus von 2,6 Prozent. 
  • Im Gleisbau liegt die Menge mit 2.173 km leicht über dem Niveau von 2024 und 2023.  
  • 288 km erneuerte Oberleitung sind ein leichter Rückgang (minus 2 Prozent) gegenüber 2024. 
  • Bei den Eisenbahn-Brücken werden in Summe 2025 rund 40.000 Quadratmeter in Betrieb genommen. Das sind 27 Prozent qm weniger als im Vorjahr, da 2024 flächenmäßig größere Brücken gebaut wurden.  
  • Ein Erfolg: 2025 werden 60 neue Stellwerke in Betrieb genommen (in den vergangenen Jahren lag die Zahl bei 40). Nicht erreicht wurde die Inbetriebnahme des neuen Stellwerks in Köln Hbf. 4.025 Stelleinheiten wurden 2025 insgesamt erneuert. 
  • Bei der Ausrüstung mit ETCS ist die Streckenlänge im Netz auf insgesamt 683 Kilometer angewachsen; 157 Kilometer kamen 2025 hinzu.
  • Rund 950 der insgesamt 5.700 Bahnhöfe in ganz Deutschland hat die DB InfraGO 2025 modernisiert. Wo möglich werden Stationen aus einem Guss – also Verkehrsstation, Gebäude und Umfeld gemeinsam – geplant und erneuert. Über 100 Bahnhöfe sind nach diesen Standards ausgebaut worden. 
  • Zu Ende 2025 sind rund 8.000 neue Mitarbeitende an Bord, darunter über 3.600 neue Kolleg:innen in den wichtigen Hauptberufsgruppen Bauprojekt-/Bauüberwacher und Fahrweginstandhaltung. Im Betrieb konnten die Qualifizierungskapazitäten erhöht werden. 2.100 neue Fachkräfte haben die Qualifizierung zur Zugverkehrssteuerer:in begonnen. Die leistungswirksame Personalbedarfsdeckungsquote in den Stellwerken liegt bei 99,0 Prozent (Stand November).

Die Projekte 2025:

Korridorsanierung Hamburg-Berlin

Neuer Inhalt (2)
Neuer Inhalt (2)

Fünf Monate nach Start der Arbeiten auf der 270 km langen Strecke ist der Oberbau erneuert. Das sind 165 Kilometer Gleise und 249 Weichen sowie 5 Kilometer Schallschutzwände. Dazu kommen neue Weichenverbindungen und Überleitstellen sowie entsprechend angepasste Oberleitungen. In den kommenden Monaten wird die Leit- und Sicherungstechnik modernisiert. Bis Ende April 2026 werden auch die Arbeiten an den 28 Bahnhöfen entlang der Strecke abgeschlossen. Dazu gehören Bahnsteigverlängerungen, Bahnsteigerhöhungen für einen stufenlosen Einstieg in den Zug, längere Bahnsteigdächer und Wegeleitsysteme für Menschen mit Sehbeeinträchtigungen.

Weitere Bauvorhaben 2025

 

Bahnhöfe

Insgesamt hat die DB InfraGO im Jahr 2025 rund 950 ihrer 5.700 Bahnhöfe in ganz Deutschland modernisiert. Die DB InfraGO geht bei der Sanierung und Modernisierung neue Wege: Die Stationen werden wo möglich aus einem Guss – also Verkehrsstation, Gebäude und Umfeld gemeinsam – geplant und modernisiert, so zum Beispiel in Bad Bentheim, Hamburg-Ottensen, Dortmund-Marten, Langenau, Bad Salzungen, Halberstadt, Dresden Plauen, Oberkotzau, Beelitz-Heilstätten, Bad St Peter-Ording, Nievern, Darmstadt-Lichtwiese und Bubach. Dazu bindet die DB InfraGO Städte und Gemeinden eng ein. Eigens dafür hat sie 2024 die Kompetenzstelle Bahnhofsvorplatz und Anschlussmobilität gegründet. Städte und Gemeinden, denen meist große Anteile der Vorplätze gehören, können hier bei Bedarf eine Beratung zur Umsetzung und Finanzierung erhalten, um gemeinsam ein attraktives Bahnhofsumfeld zu entwickeln.

Eindrücke aus den Regionen:

  von 12
Ende des Sliders

Kleine und mittlere Maßnahmen

Zu den Projekten zählen Überleitmöglichkeiten, zusätzliche Signale und Gleiswechselbetriebe oder neue Bahnsteige. Das Programm zielt darauf, schnell positive Effekte auf die Kapazität und Pünktlichkeit für Reisende und Güterverkehrskunden zu erreichen. Finanziert werden die Vorhaben im Wesentlichen über das Klimaschutzpaket des Bundes und Eigenmittel der DB. 2025 wurden mehr als 30 dieser Vorhaben fertig, darunter:

Neue Leit- und Sicherungstechnik

16. Dezember 2025, 10:15 Uhr
Berlin
Erneuerung von Gleisen, Weichen sowie Schallschutzwänden weitgehend abgeschlossen • 740 Kilometer Kabel für Anschluss von Anlagen an neue Stellwerkstechnik erforderlich • Fortlaufende Anpassung des Ersatzverkehrs an die Nachfrage

Rund fünf Monate nach dem Start der Generalsanierung auf der Bahnstrecke Hamburg–Berlin steht die erste Bauphase planmäßig vor dem Abschluss. Mehr als 1.000 Mitarbeitende der DB InfraGO und der beteiligten Bauunternehmen haben seit 1. August mit bis zu 140 Baumaschinen vor allem den sogenannten Oberbau erneuert: 164 km Gleise, 241 Weichen, 5 km Schallschutzwände, 270 Signale, 25 km Oberleitung und 12 Bahnsteige. Damit ist das geplante Bausoll für den Oberbau bereits erfüllt. Für mehr Flexibilität im Betrieb sowie alternative Fahrtmöglichkeiten bei Störungen hat die DB InfraGO außerdem neue Weichenverbindungen und Überleitstellen gebaut und die Oberleitungen entsprechend angepasst. In der nächsten Bauphase steht nun neben den Bahnhöfen die Signal- und Stellwerkstechnik im Fokus.

Dr. Philipp Nagl, Vorstandsvorsitzender der DB InfraGO AG: „Mit dem Abschluss der Oberbauarbeiten geht die Generalsanierung der Strecke Hamburg–Berlin in ihre nächste wichtige Phase. Eine moderne Leit- und Sicherungstechnik wird diese wichtige Verbindung langfristig stabiler, leistungsfähiger und zukunftsfest machen. In den kommenden Monaten gilt es nun, mehr als 1.000 einzelne technische Anlagen mit der rundum erneuerten Stellwerkstechnik zu verbinden. Unser Team hat dabei gemeinsam mit den Herstellern also noch einige Herausforderungen vor sich.“

Infografik zum Baufortschritt der Generalsanierung Hamburg–Berlin mit Kennzahlen.
Infografik zum Baufortschritt der Generalsanierung Hamburg–Berlin mit Kennzahlen.
Quelle: DB AG

Die Grafik zeigt den aktuellen Baufortschritt der Strecke Hamburg–Berlin: Schon 99 % der Gleise, 97 % der Weichen und 95 % der Schallschutzwände sind fertig. Täglich sind über 1.000 Mitarbeitende, 120 Baumaschinen und 170 Ersatzbusse im Einsatz, um einen planmäßigen Ablauf zu sichern.

Insgesamt 740 Kilometer Kabel verbinden künftig die verschiedenen neuen Komponenten der Strecke mit den 27 Stellwerken. Dazu zählen u.a. 678 Signale, 224 Weichenantriebe und die sogenannten Achszähler, die melden, ob ein Streckenabschnitt frei oder noch belegt ist. Nachdem die Kabel und Adern mit den richtigen Anschlüssen in den Kabelschränken verbunden sind, erfolgt ein mehrstufiger Prüf- und Abnahmeprozess.

Parallel zu den Arbeiten an der Leit- und Sicherungstechnik erfolgen in den kommenden Monaten umfangreiche Arbeiten an 28 Bahnhöfen entlang der gesamten Strecke. Dazu gehören, je nach Station, unter anderem Bahnsteigverlängerungen, Bahnsteigerhöhungen für einen stufenlosen Einstieg in den Zug, längere Bahnsteigdächer und Wegeleitsysteme für Menschen mit Sehbeeinträchtigungen. 20 der 28 Bahnhöfe sollen dabei ganzheitlich zu Zukunftsbahnhöfen entwickelt werden – durch neu gestaltete Personenunterführungen, durchgängige Gestaltungskonzepte sowie mehr Sitz- und Wartemöglichkeiten und bessere Parkmöglichkeiten für Fahrräder.

Seit dem Baustart am 1. August sorgt ein umfangreiches Verkehrskonzept dafür, dass Reisende im Fern- und Regionalverkehr weiterhin ihre Ziele erreichen. Die direkten Fernzüge der DB und anderer Eisenbahnunternehmen zwischen Hamburg und Berlin werden über Uelzen und Stendal umgeleitet. Mehrere Nahverkehrslinien waren im Vorfeld gemeinsam mit den zuständigen Aufgabenträgern und Verkehrsunternehmen umgeplant worden. Als Ersatz für entfallende Zugverbindungen im Nahverkehr sind täglich mehr als 170 Busse des Betreibers ecoVista auf mehr als 25 Linien im Einsatz. Fahrgäste können auf einer Live-Map die Fahrt ihres Busses verfolgen.

Auf Basis der Rückmeldungen von den Verkehrsunternehmen hat die DB InfraGO seit dem Baustart eine Vielzahl von Verbesserungen umgesetzt. Dazu gehören Sanitärcontainer an insgesamt sechs Standorten und eine angepasste Wegeleitung durch z.B. zusätzliche Schilder. Darüber hinaus wurden in Wittenberge Flächen gepflastert, damit die seit Ende November versetzte Haltestelle auch barrierefrei zugänglich ist.In Abstimmung mit den Aufgabenträgern wird das Ersatzverkehrsangebot fortlaufend an die Nachfrage angepasst. So sind im Land Brandenburg Leistungen der Linie X4 auf die Linie R verschoben worden. Das Angebot auf den Linien C2, X8 und X9 wurde ausgeweitet bzw. auf weniger stark nachgefragten Linien in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern leicht reduziert.

Die Bahnstrecke zwischen Hamburg und Berlin ist 278 Kilometer lang, das entspricht etwa dem Vierfachen der Riedbahn zwischen Frankfurt/Main und Mannheim, die die DB im vergangenen Jahr als ersten Korridor gebündelt erneuert und modernisiert hatte. Mit täglich rund 470 Zügen des Regional-, Fern- und Güterverkehrs gilt die Strecke Hamburg–Berlin als hochbelastet. Die Generalsanierung wird am 30. April planmäßig abgeschlossen. 

Hinweis für Redaktionen: Aktuelles Bildmaterial von der Generalsanierung der Strecke Hamburg–Berlin finden Sie in der DB Mediathek. Umfassende Informationen zum Projekt, einen Baustellen-Blog sowie den Link zum WhatsApp-Kanal mit regelmäßigen Updates erhalten Sie unter www.db.de/hamburg-berlin. Unter https://generalsanierung.db-ersatzverkehr.de/ersatzverkehr/Generalsanierungen/Hamburg-Berlin sind alle Informationen rund um den Ersatzverkehr gebündelt. 

14. Dezember 2025, 12:45 Uhr
Freiburg
Vier Gleise für einen robusten und leistungsfähigen Bahnbetrieb • 67 Kilometer der Rheintalbahn mit 250 km/h befahrbar • Umfassender Lärmschutz für Anwohnende

Mit dem Fahrplanwechsel hat die Deutsche Bahn (DB) die Neubaustrecke zwischen Müllheim im Markgräflerland und Auggen pünktlich in Betrieb genommen. Der Abschnitt liegt auf der stark befahrenen europäischen Verkehrsachse zwischen Rotterdam, Köln, Basel und Genua und wird täglich von rund 300 Zügen genutzt. Um die steigende Nachfrage zu bewältigen, erweitert die DB die Rheintalbahn zwischen Karlsruhe und Basel schrittweise auf vier Gleise. Die zwei zusätzlichen Gleise entlasten die hoch belastete Rheintalbahn, erhöhen die Stabilität im Betrieb und schaffen die Voraussetzung für schnellere Fernverkehrsverbindungen.

Gesamtprojektleiter Philipp Langefeld: „Mit der heutigen Inbetriebnahme setzen wir ein klares Zeichen: Das Großprojekt Karlsruhe–Basel macht große Schritte nach vorn. Mit den jetzt zusätzlichen sechs Gleiskilometern sind nun rund 67 Kilometer der Rheintalbahn zwischen Karlsruhe und Basel viergleisig ausgebaut und mit 250 km/h befahrbar. Und Ende nächsten Jahres folgt der Bereich des Tunnel Rastatt mit weiteren 16 Kilometern. Sobald die Rheintalbahn komplett ausgebaut ist, wird sie den Bahnverkehr deutschlandweit spürbar beschleunigen.“

In sechs Jahren Bauzeit hat die Deutsche Bahn zwischen Müllheim und Auggen zwei neue Gleise errichtet, die bestehenden Gleise erneuert und verlegt, zwölf Brücken neu gebaut und fast acht Kilometer Schallschutzwände aufgestellt. Auch der Bahnhof Müllheim und der Haltepunkt Auggen wurden vollständig modernisiert und barrierefrei ausgebaut. Für einen reibungslosen Betrieb sorgen zudem ein neues elektronisches Stellwerk (ESTW) sowie neun neu installierte Weichen.

Eine besondere Herausforderung bestand darin, sämtliche Arbeiten bei laufendem Zugbetrieb durchzuführen. Auf der stark frequentierten Rheintalbahn sind längere Gleissperrungen kaum möglich – erlaubt sind in der Regel nur kurze Nacht- und Wochenendfenster. „In den vergangenen sechs Jahren mussten wir die Strecke mehrfach an langen Wochenenden sperren, um besonders anspruchsvolle Bauaufgaben zu bewältigen“, erklärt Langefeld. „Dazu zählten etwa das Einfliegen von Oberleitungsmasten per Helikopter oder der Einbau neuer Weichen zwischen Rheintalbahn und Neubaustrecke. Für die Geduld der Fahrgäste während dieser Zeit bedanken wir uns herzlich.“

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie unter www.karlsruhe-basel.de

In den sozialen Netzwerken unter:Facebook http://www.facebook.com/karlsruhebasel, www.facebook.com/tunnelrastatt undInstagram www.instagram.com/karlsruhebasel (@karlsruhebasel) oder www.instagram.com/tunnelrastatt (@tunnelrastatt) 

14. Dezember 2025, 11:00 Uhr
Berlin
Fernverkehrsangebot zwischen den Nachbarländern wächst im Fahrplan 2026 um 50 Prozent • vier Direktzüge täglich zwischen Leipzig, Breslau und Krakau • zwei Züge davon bis/von Przemysl • 3,5 Stunden Fahrzeit nach Breslau, 7 Stunden bis Krakau

Ab heute sind Leipzig und Südpolen erstmals mit Eurocity (EC)-Zügen direkt auf der Schiene miteinander verbunden. Die Deutsche Bahn (DB) und die polnische PKP Intercity (PKP IC) bieten mit dem ab heute gültigen Fahrplan 2026 die komplett neu eingeführte Verbindung Leipzig–Breslau–Krakau mit zwei EC-Zügen pro Tag und Richtung in Kooperation an. Eine tägliche Verbindung führt dabei bis Przemysl an der polnisch-ukrainischen Grenze. Die wirtschaftlichen und kulturellen Zentren Südpolens sowie die polnisch-ukrainische Grenzstadt Przemysl erhalten mit der neuen Direktverbindung erstmals eine schnelle Anbindung aus der bzw. in die Mitte Deutschlands.

Auch das sächsische Riesa und Hoyerswerda sowie die brandenburgischen Städte Elsterwerda und Ruhland profitieren als Haltebahnhöfe von dem neuen Angebot. Das Fernzugangebot zwischen Deutschland und Polen wächst um 50 Prozent auf 34 EC-Fahrten täglich.

Michael Peterson, DB-Vorstand Personenfernverkehr: „Immer mehr Menschen fahren auch über nationale Grenzen hinweg Bahn. Auf die gestiegene Nachfrage nach Verbindungen zwischen Deutschland und unserem Nachbarland Polen reagieren wir mit einem deutlichen Ausbau des Eisenbahnverkehrs. Die neuen Direktverbindungen in die wirtschaftsstarken Regionen Südpolens und an die Grenze zur Ukraine sind gleichermaßen politisch wie wirtschaftlich und touristisch bedeutend.“

Janusz Malinowski, Vorstandsvorsitzender der PKP Intercity: „Die Zahl der Passagiere, die mit unseren Zügen nach Deutschland reisen, steigt von Jahr zu Jahr, daher erweitern wir das internationale Angebot nach Westen. Neben noch häufiger am Tag verkehrenden Zügen nach Berlin schaffen wir auch neue Verbindungen in andere deutsche Städte. Wir freuen uns, dass wir unseren Reisenden die Fahrt bis nach Leipzig ermöglichen können.“

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder: „Das neue Fernverkehrsangebot stärkt die gute Nachbarschaft zwischen Deutschland und Polen. Es ermöglicht noch mehr Menschen, das Nachbarland klimafreundlich per Bahn zu entdecken – ein Erfolg jahrzehntelanger gemeinsamer Investitionen in die grenzüberschreitende Infrastruktur. Allein auf deutscher Seite wurden dafür mehr als 1,1 Milliarden Euro investiert. Auch die Bedrohungslage in Europa zeigt, wie wichtig der grenzüberschreitende Bahnverkehr ist – neben den kulturellen und wirtschaftlichen Vorteilen gewinnt die verteidigungspolitische Notwendigkeit an Bedeutung.“

Thomas Dienberg, Bürgermeister für Stadtentwicklung und Bau in Leipzig: „Für Leipzig ist dies ein sehr schöner Tag, denn die neue Eurocity-Verbindung schafft nach vielen Jahren wieder eine Direktverbindung zu unserer Partnerstadt Krakau und stärkt damit die internationale Anbindung Leipzigs an Polen.“

Quelle: DB AG

Tickets für Reisen nach bzw. von Polen sind bereits sechs Monate im Voraus, z.B. mit dem Super Sparpreis Europa ab 18,99 Euro erhältlich. Bei Buchung einer Fahrkarte wird automatisch eine kostenfreie Sitzplatzreservierung mit gebucht. Im innerdeutschen Abschnitt ist keine Reservierung erforderlich.

Die Züge mit modernisierten Eurocity-Wagen der PKP IC und jeweils mehr als 300 Sitzplätzen starten in Leipzig Hauptbahnhof um 10:55 Uhr und 14:55 Uhr. Fahrgäste erreichen Breslau in dreieinhalb Stunden und Krakau in sieben Stunden entspannt, klimafreundlich und ohne Umstieg im Eurocity von DB und PKP IC. Der morgendliche EC fährt auch weiter bis Przemysl an die ukrainische Grenze, wo Anschlüsse nach und von Kiew bestehen. Der EC aus Krakau bzw. Przemysl erreicht Leipzig um 13:04 Uhr und 17:04 Uhr.

Die neuen EC-Züge halten auch in Riesa, Elsterwerda, Ruhland und Hoyerswerda und binden so durch gute Anschlüsse an den Nahverkehr z.B. auch Chemnitz, Dresden, Görlitz, Cottbus und Berlin (inklusive BER) an die neue Fernverkehrslinie an. Für Reisende aus München, Nürnberg, Erfurt oder Frankfurt (Main) nach Breslau verkürzt sich die Reisezeit im Fernverkehr durch abgestimmte Umsteigezeiten in Leipzig um rund zwei Stunden.

Hinweis für Redaktionen: Der erste EC-Zug Richtung Krakau wird am Sonntag, den 14. Dezember, um 14.55 Uhr feierlich am Leipziger Hauptbahnhof auf die Reise geschickt.Fotos finden Sie in der Mediathek der Deutschen Bahn

13. Dezember 2025, 11:30 Uhr
Berlin
Deutsche Bahn bindet Hersteller mit langfristigen Verträgen • MAN erneut Hauptpartner für rund 95 Prozent der neuen Busse • Flottenanteil der reinen E-Busse wird systematisch ausgebaut • Komfortable Ausstattung für Fahrgäste

Die Deutsche Bahn (DB) schafft die Voraussetzungen für massive Investitionen in neue Fahrzeuge: Über Rahmenverträge mit verschiedenen Herstellern plant das Unternehmen, in den kommenden Jahren mehr als 3.000 hochmoderne Busse mit Hybrid- oder Elektroantrieb anzuschaffen. Sie werden für die Regionalverkehrstochter DB Regio AG in ganz Deutschland eingesetzt.

Die Rahmenverträge sind das Ergebnis einer europaweiten Ausschreibung, mit der die DB ihre Busflotte weiter modernisiert und elektrifiziert: Als Hauptpartner liefert das Münchner Unternehmen MAN Truck & Bus Niederflur- und Überlandbusse mit Hybrid- und Elektroantrieb; eine kleinere Flotte von E-Überlandbussen liefert der chinesische Hersteller BYD aus seiner Produktion in Ungarn. Dieses Segment macht rund fünf Prozent der erwarteten Fahrzeuge aus. Daneben schließt die DB nachrangige Rahmenverträge mit IVECO, Scania, Daimler Buses und Zhongtong, um die Verfügbarkeit neuer Fahrzeuge abzusichern.

Harmen van Zijderveld, DB-Vorstand für Regionalverkehr: „Mit den neuen Bussen kommen unsere Fahrgäste weiterhin zuverlässig, komfortabel und umweltfreundlich ans Ziel. Die langlaufenden Verträge garantieren, dass wir immer moderne Fahrzeuge haben und diese eng mit den Herstellern weiterentwickeln können. Dass der weitaus größte Anteil der Busse von einem Münchner Hersteller kommt, ist eine gute Nachricht für den Industriestandort Deutschland.“

Es ist die bislang größte Vergabe im Busbereich in der Geschichte von DB Regio. Geplant ist die Abnahme von rund 3.300 Solo- und Gelenkbussen; bei Konfiguration und Antrieb erlauben die Verträge größtmögliche Flexibilität. Im Rahmen der Verträge kann DB Regio weitere Kontingente in Anspruch nehmen, wenn das Verkehrsunternehmen zusätzliche langfristige Aufträge gewinnt. Die Rahmenverträge summieren sich auf mehr als 1 Mrd. Euro, sie haben eine Laufzeit von sechs Jahren. Die Busse sollen in den Jahren 2027 bis 2032 geliefert werden.

Mit den neuen Fahrzeugen baut DB Regio den Anteil batterie-elektrisch angetriebener Busse in der Flotte weiter aus. Daneben kommen Busse mit kraftstoffsparenden Hybridmotoren zum Einsatz, in denen ein Elektromotor beim Anfahren und Beschleunigen unterstützt und in denen beim Bremsen Energie zurückgewonnen wird. Die Fahrzeuge können außer klassischem Diesel auch alternative Kraftstoffe wie „Hydrotreated Vegetable Oils“ (HVO) tanken und erfüllen die Anforderungen der Euro6e-Norm. Für die E-Busse garantieren die Hersteller hohe Reichweiten von über 300 Kilometern ohne Nachladen über die gesamte Nutzungsdauer.

Alle Busse bieten USB-Anschlüsse an den Sitzen, sodass Fahrgäste unterwegs ihre Handys und Smartphones laden können. LEDs sorgen für eine angenehme und energiesparende Innenbeleuchtung, speziell gepolsterte Sitze für Komfort bei Fahrten über Land. Außerdem sind alle neuen Solo- und Gelenkbusse klimatisiert, die Elektrobusse haben durchgängig Klimaanlagen mit einem klimaneutralen Kältemittel und kommen ohne fossile Zusatzheizungen aus. Für zusätzliche Sicherheit im Straßenverkehr sind alle neuen Busse unter anderem mit LED-Scheinwerfern, Abbiegeassistent und Rückfahrkamera ausgerüstet.

Großen Wert hat die DB bei der Vergabe auf hohe Wirtschaftlichkeit über den gesamten Lebenszyklus gelegt: Neben den Anschaffungskosten wurden Energieverbrauch, Instandhaltungsaufwand und weitere Qualitätskriterien betrachtet. Die DB hat bei dem Verfahren im Rahmen des vergaberechtlich Zulässigen auch die Lage der Produktionsstandorte und den Umfang des Servicenetzes der Hersteller berücksichtigt. Zudem stellte die DB hohe Ansprüche an die ökologische, ökonomische und soziale Verantwortung (CSR) ihrer künftigen Lieferanten.

Mit rund 561 Millionen Fahrgästen im Jahr 2024 ist DB Regio der größte Anbieter im deutschen Busverkehr. Jeden Tag sind im Schnitt 1,5 Millionen Menschen in Deutschland mit Bussen von DB Regio unterwegs. Damit sichert DB Regio Bus öffentlichen Nahverkehr, Anschluss an die klimafreundliche Schiene und Teilhabe an Mobilität in weiten Teilen Deutschlands.

12. Dezember 2025, 15:00 Uhr
Frankfurt/Main
Regionalbahnen fahren ab Sonntag wieder zwischen Remagen und Ahrbrück • Wiederaufbau der Infrastruktur in Rekordzeit umgesetzt • 18 Kilometer Gleise, 22 Brücken, fünf Tunnel und zehn Stationen im vorgesehenen Zeitplan wiederhergestellt • Moderne Stellwerkstechnik installiert und Strecke elektrifiziert • Schulterschluss von DB, Politik, Gemeinden und Aufgabenträgern

Ab dem 14. Dezember können die Fahrgäste auf der von der Flut 2021 stark zerstörten Ahrtalbahn wieder durchgehend mit dem Zug fahren. Zwei Regionalzuglinien sind dann für die Kundinnen und Kunden unterwegs und sorgen besser als zuvor für attraktive Verbindungen weit über das Ahrtal hinaus. Die Deutsche Bahn (DB) hat dafür auf der 29 Kilometer langen, in Teilen komplett von den Wassermassen zerstörten Strecke zwischen Remagen und Ahrbrück 18 Kilometer Gleise, 22 Brücken, fünf Tunnel sowie zehn beschädigte Stationen wiederhergestellt und auf den neuesten Stand gebracht. Wo immer möglich haben die Fachkräfte die Bahnanlagen – insbesondere im Bereich der Brücken und Stützbauwerke – resilienter gegen Hochwasser errichtet. Gleichzeitig hat die DB die Strecke entlang der Ahr mit moderner Stellwerkstechnik und Oberleitungen für einen klimafreundlicheren Zugverkehr ausgestattet. Das komplexe Wiederaufbau- und Elektrifizierungsprojekt konnte im engen Schulterschluss mit dem Bund, dem Land Rheinland-Pfalz, den Gemeinden und dem SPNV Nord in nur vier Jahren realisiert werden.

Video: Wiederaufbau der Ahrtalbahn

Ende des oberhalb befindlichen Videos

Evelyn Palla, Vorsitzende des Vorstands Deutsche Bahn AG: „Die Bahn ist zurück im Ahrtal. Zwischen Remagen und Ahrbrück fahren wieder regelmäßig Züge. Damit bringen wir für die Menschen ein Stück Normalität zurück. Unsere Mitarbeitenden, die Bauteams und Partner haben nicht nur die zerstörte Infrastruktur wiederaufgebaut, sondern eine neue, bessere Ahrtalbahn geschaffen: klimaresilient, leistungsfähig, modern. Wir haben gezeigt: Gemeinsam schaffen wir Großes, wenn regionale Kompetenz, Erleichterungen bei der Planung, ein Schulterschluss aller Beteiligten und finanzielle Sicherheit zusammenkommen. So können wir das Schienennetz gemeinsam weiter voranbringen und die Bahn für die Kundinnen und Kunden besser machen.“   

Patrick Schnieder, Bundesminister für Verkehr: „Nach der schrecklichen Flutkatastrophe vor viereinhalb Jahren ist vieles schnell wiederaufgebaut worden – dank einer gemeinsamen Kraftanstrengung von Bund, Land und vor allem der tapferen und fleißigen Menschen hier vor Ort im Ahrtal. Mein Glückwunsch und mein Respekt auch für die Aufbauleistung der Bahnmitarbeiterinnen und -mitarbeiter und der beteiligten Baufirmen. Ich habe die Bilder noch vor Augen von Bahngleisen, die im Nichts endeten, Bahntrassen, die komplett weggespült waren. Heute stehen wir nicht nur an einer wiederaufgebauten, sondern mit der Elektrifizierung auch enorm aufgewerteten Strecke. Darauf haben viele gewartet – die Pendler, aber auch die Touristen.“

Alexander Schweitzer, Ministerpräsident des Landes Rheinland-Pfalz: „Mit der Wiederinbetriebnahme der Ahrtalbahn kehrt ein zentrales Stück Alltag und Zukunft in die Region zurück. Dass es gemeinsam mit der Deutschen Bahn gelungen ist, diese wichtige Verbindung in nur vier Jahren nicht nur wiederherzustellen, sondern zugleich zu modernisieren und widerstandsfähiger zu machen, ist ein Erfolg der gemeinsamen Anstrengungen von Bund, Land und Kommunen. Der Wiederaufbau zeigt, dass wir im Land fest an der Seite der Menschen im Ahrtal stehen und gemeinsam den Weg in eine stabile, verlässliche und zukunftsfähige Infrastruktur gestalten.“

Cornelia Weigand, Landrätin des Landkreises Ahrweiler: „Für uns alle kehrt heute ein wichtiges Stück Normalität ins Ahrtal zurück. Die Einwohnerinnen und Einwohner in den Ortschaften entlang der Strecke standen stets hinter dem Mammutprojekt und haben in den vergangenen viereinhalb Jahren Lärm, Baustellenverkehr sowie Straßensperrungen mit viel Langmut ertragen. Nun freuen wir uns sehr, die Inbetriebnahme unserer nachhaltigen und resilienten Ahrtalbahn feiern zu können. Die Ahrtalbahn ist ein Herzstück des öffentlichen Personennahverkehrs im Landkreis, denn sie erleichtert die Alltagsmobilität, bedeutet ein Plus an Lebensqualität und fördert auch maßgeblich die touristische Attraktivität unserer Region. Ich danke allen, die an Planung, Entscheidungsprozessen und Bauausführung mitgewirkt haben.“

Landrat Achim Hallerbach, Verbandsvorsteher SPNV Nord: „Es freut mich sehr, dass die Ahrstrecke nun wieder vollständig mit dem Zug befahrbar ist. Dass mit dem Wiederaufbau gleichzeitig die komplette Elektrifizierung der Strecke vorgenommen wurde, ist ein großer Gewinn für die Region. Mit der Neuordnung der Linien sind wir mit einem besseren Verkehrsangebot unterwegs und binden das Ahrtal besser an. Rund 20 Millionen Menschen haben nun die attraktive Möglichkeit, mit dem Zug innerhalb von maximal zwei Stunden ins Ahrtal zu kommen. Ich danke allen Beteiligten, die den klimaresilienten Wiederaufbau der Ahrtalbahn umgesetzt haben.“

Ahrtal Leistungen
18 Kilometer Gleise neu gebaut, 28.000 Schwellen, 36.000 Meter Schienen, 60.000 Tonnen Schotter, 9 Weichen, 15 Brücken neu gebaut, 7 Brücken saniert, alle Stützbauwerke und Durchlässe erneuert oder saniert, alle Bahndämme in großem Umfang wiederhergestellt, 1 ESTW-Zentrale neu gebaut in Ahrweiler, 3 ESTW-Modulgebäude in Bad Bodendorf, Dernau und Kreuzberg, 84 Signale neu aufgestellt, 19 Bahnübergänge neu gebaut, 10 Verkehrsstationen saniert oder neu gebaut, 5 Tunnel saniert und für Elektrifizierung erweitert, 885 Masten neu aufgestellt, 55 Kilometer Oberleitung neu gezogen
Ahrtal Leistungen
Quelle: Deutsche Bahn AG

Pendler:innen profitieren von besserem Angebot als vor der Flut

Ab dem 14. Dezember stehen den Fahrgästen im Ahrtal zwei Regionalbahnlinien mit einem erweiterten Angebot zur Verfügung. Die RB 30 (DB Regio) verbindet dabei im Stundentakt Ahrbrück über Remagen mit Bonn. Bis zum Sommer kommenden Jahres werden die Züge auf elektrische Fahrzeuge des Typs Talent 2 umgestellt. Darüber hinaus fährt die neu konzipierte RB 32 (Trans Regio Deutsche Regionalbahn GmbH) elektrisch mit Neufahrzeugen des Typs MIREO Smart stündlich zwischen Remagen und Ahrbrück. Alle zwei Stunden fährt die RB 32 von Remagen über Koblenz nach Boppard und zurück ins Ahrtal.

Auf dem Streckenabschnitt Walporzheim–Ahrweiler nutzen die Züge der Linie RB 32 aufgrund letzter Restarbeiten an der Oberleitung derzeit ein paralleles Gleis. Die Züge halten daher an den Stationen Ahrweiler-Markt und Ahrweiler zunächst an einem anderen Bahnsteig.

Aufgrund von Bauarbeiten für eine komplexe Stützwand, die in Heimersheim für zusätzlichen Hochwasserschutz sorgt, fährt bis Sommer 2026 zunächst die RB 30 bis Ahrbrück, die RB 32 endet in Altenahr. Nach Fertigstellung der Stützwand ist für beide Züge ein Verkehr bis Ahrbrück möglich. Bis dahin werden auch die geplanten Fahrtzeiten der RB 32 angepasst und ein Umstieg in Remagen mit Bahnsteigwechsel ist für Fahrgäste Richtung Koblenz und Boppard erforderlich. Trotz dieser Zwischenlösung profitieren die Fahrgäste bereits ab Dezember von einem besseren Angebot als vor der Flut und erhalten eine weitere neue direkte Anbindung an die Mittelrheinachse.

DB_Streckenkarte_Flutkatastrophe_Übersicht
DB_Streckenkarte_Flutkatastrophe_Übersicht
Quelle: Deutsche Bahn AG

Neue Stationen für mehr Komfort und Aufenthaltsqualität

Damit die Reisenden an modernen Stationen ein- und aussteigen können, hat die DB alle zehn von der Flut zerstörten Stationen neu gebaut oder umfangreich saniert. Zudem sind die insgesamt 13 Stationen entlang der Bahnlinie von Remagen bis Ahrbrück Mitte Dezember bis auf Bahnsteig 2 in Ahrweiler-Markt vollständig barrierefrei. Dank weiterer Verbesserungen wie Wetterschutzhäusern, modernen dynamischen Schriftanzeigern und neuer Wegeleitung profitieren die Kundinnen und Kunden ab Fahrplanwechsel insgesamt von höherem Komfort und mehr Aufenthaltsqualität.

Im Zuge des Wiederaufbaus der Ahrtalstrecke haben die Planer auf Wunsch der Gemeinden Heimersheim, Lohrsdorf und Dernau die Haltepunkte so verlegt, dass sie von den Reisenden besser genutzt werden können. Gemeinsam mit SPNV Nord und dem Ahrtal-Tourismus Bad Neuenahr-Ahrweiler e.V. hat die DB außerdem ein Konzept zur Förderung der regionalen Identität des Ahrtals an allen 13 Stationen entlang der Strecke umgesetzt. Auf speziellen Stelen finden Interessierte Wissenswertes über die Geschichte und Ausflugziele.

Ahrtal Ausbau Stationen
Ahrtal Ausbau Stationen
Quelle: Deutsche Bahn AG

Moderne resiliente Schieneninfrastruktur für verlässlichen Verkehr

Die Flutkatastrophe im Sommer 2021 hatte die Ahrstrecke teilweise komplett zerstört. Der erste Abschnitt von Remagen bis Walporzheim ist bereits seit Ende 2021 wieder in Betrieb. Auf den letzten 14 Kilometern zwischen Walporzheim und Ahrbrück kam der Wiederaufbau der Ahrstrecke einem Neubau gleich. Parallel haben die Bauteams die Elektrifizierung der gesamten Ahrtalbahn vorangetrieben. 80 Mastfundamente und 55 Kilometer Oberleitung wurden dabei entlang der Strecke installiert. Zudem hat die DB 84 neue Signale aufgestellt sowie 19 Bahnübergänge technisch erneuert und an das neue elektronische Stellwerk (ESTW) in Ahrweiler angeschlossen. Dieses moderne Stellwerk ist seit September 2023 in Betrieb und ersetzt vier mechanische Stellwerke aus den 1950er Jahren.

Generell hat die DB die Infrastruktur an der Ahr so gestaltet, dass sie künftig widerstandsfähiger gegenüber extremen Wetterereignissen ist. Dazu gehören Brückenkonstruktionen ohne Mittelpfeiler in der Ahr, die bei einem potenziellen Hochwasser möglichst wenig Angriffsfläche bieten.

Ahrtal Brücken
Ahrtal Brücken
Quelle: Deutsche Bahn AG

Der Wiederaufbau im Rekordtempo war neben der engen partnerschaftlichen Zusammenarbeit aller Beteiligten vor allem durch gesetzliche Ausnahmeregelungen in den Flutgebieten möglich. So galten zum Beispiel vereinfachte Bedingungen bei Planrecht und Vergabe. Die finanziellen Mittel für den Wiederaufbau stellt der Bund bereit. Die Elektrifizierung der Ahrtalbahn finanziert das Land Rheinland-Pfalz gemeinsam mit dem Bund und der DB. Das Investitionsvolumen betrug insgesamt rund 590 Millionen Euro.

Weitere Informationen und aktuelle Bilder unter: www.ahrstrecke.de sowie in der Mediathek der Deutschen Bahn.

11. Dezember 2025, 12:00 Uhr
Berlin
Abschnitt Berlin Südkreuz–Blankenfelde geht in Betrieb • Kürzere Fahrzeiten durch zwei neue Gleise und Oberleitungen • Weiterer Meilenstein für den Ausbau des europäischen Güterverkehrskorridors • Anhalter Bahn mit neuen Gleisen und Weichen

Die Deutsche Bahn (DB) hat eines der wichtigsten Bauvorhaben pünktlich zum Fahrplanwechsel abgeschlossen: Ab 14. Dezember rollt der Verkehr wieder über die Dresdner Bahn und erstmals fahren auch Regional- und Fernverkehrszüge von Berlin Richtung Süden über diese mit zwei neuen Gleisen und Oberleitung wiederaufgebaute Strecke. Durch die direkte Linienführung über die Dresdner Bahn kann die Fahrzeit der Flughafenexpresslinie (FEX) ab Berlin Hbf zum Flughafen BER von bisher 39 Minuten auf etwa 23 Minuten nahezu halbiert werden. Fernverkehrsreisende können künftig Dresden und Prag rund 10 Minuten schneller erreichen.

Mit einer Sonderzugfahrt von Berlin Südkreuz zum Flughafen Berlin Brandenburg (BER) nahmen Philipp Nagl, Vorsitzender des Vorstands DB InfraGO AG, und Patrick Schnieder, Bundesminister für Verkehr, Ute Bonde, Berliner Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt, Detlef Tabbert, Brandenburger Minister für Infrastruktur und Landesplanung sowie Regina Kraushaar, Staatsministerin für Infrastruktur und Landesentwicklung des Freistaats Sachsen die Dresdner Bahn für ein verbessertes Bahnangebot in Betrieb.

Neuer Inhalt (2)
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Grafik: Der Streckenverlauf der Dresdner Bahn

Patrick Schnieder: „Durch den Ausbau der Dresdner Bahn profitiert die Hauptstadtregion von einer schnelleren Anbindung an den Flughafen BER, einer besseren Anbindung des Regionalverkehrs aber auch der internationalen Verkehre Richtung Südosteuropa. Herzlichen Dank an alle, die an diesem Projekt mitgewirkt haben. Der heutige Tag beweist, dass auch scheinbar unendliche Geschichten ein gutes Ende finden können. Er zeigt aber auch, dass wir beim Planen und Bauen dringend schneller werden müssen. Eine entsprechende Initiative habe ich bereits aufs Gleis gesetzt. Denn von Ausbauvorhaben wie diesem profitieren Menschen und Wirtschaft enorm – in den Regionen und weit darüber hinaus.“

Philipp Nagl: „Dieses wichtige Ausbauprojekt zeigt, wie wir mit neuer und verbesserter Infrastruktur das Angebot auf der Schiene für Reisende und Kund:innen im Güterverkehr ausweiten können. Zudem entlasten zusätzliche Gleise den gesamten Berliner Bahnknoten, was sich ebenfalls positiv auf die Stabilität des Zugverkehrs auswirken wird. Zusammen mit der umfangreichen Modernisierung der Anhalter Bahn, die nun ebenfalls pünktlich abgeschlossen ist, haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine Mammutaufgabe erfolgreich geschafft.“

Ute Bonde: „Ich möchte mich bei allen bedanken, die die Dresdner Bahn als Weg zur BER-Anbindung aus ihrem Dornröschenschlaf wecken. Der Flughafenexpress und die damit möglichen Verbesserungen auf anderen Strecken bringen uns in dieser Sache ein gutes Stück weiter. Die längliche Umleitung über Gesundbrunnen und Ostkreuz kann nun entfallen, die Fahrzeit ab Hauptbahnhof sinkt von ca. 38 Minuten auf nun 23 Minuten. Der Flughafenexpress bindet die wichtigen Umsteigeknoten Hauptbahnhof, Potsdamer Platz und Südkreuz an. Fast alle Berlinerinnen und Berliner werden von den Reisezeitverkürzungen profitieren. Mit Entfall der Interimsanbindung des BER werden Kapazitäten für weitere Verbesserungen frei: Eine neue Direktverbindung von Hohenschönhausen, Lichtenberg, Ostkreuz und Schöneweide zum BER fährt auf den Linien RB24 und RB32 zweimal pro Stunde. Damit stärken wir die Anbindung des BER aus den östlichen Bezirken Berlins.“

Detlef Tabbert: „Die Inbetriebnahme der Dresdner Bahn ist ein Meilenstein für den Schienenverkehr in Brandenburg. Durch die neuen Fernbahngleise ab Blankenfelde werden Pendler aus Teltow-Fläming, Dahme-Spreewald und dem Süden schneller in die Hauptstadtregion und zum Flughafen BER kommen. Gleichzeitig stärken wir den europäischen Güterverkehrskorridor und schaffen mehr Kapazitäten für ein stabiles, klimafreundliches Bahnangebot – von Mahlow über Lübbenau bis Elsterwerda.“

Regina Kraushaar: „Es ist geschafft! Mit der neuen Dresdner Bahn schließen wir eine zentrale Lücke im deutschen Schienennetz. Die Dresdner Bahn macht die Wege zwischen den Metropolen leichter und gibt unseren Wirtschaftsräumen starke Impulse. Und nicht zuletzt zeigt sie, dass wir den Ausbau moderner, schneller Schieneninfrastruktur gemeinsam umsetzen können. Ein nächstes wichtiges Projekt steht in den Startlöchern: Nun muss auch die Neubaustrecke Dresden–Prag mit dem Erzgebirgstunnel aufs sprichwörtliche Gleis gesetzt werden.“

Östlich der bestehenden S-Bahn-Trasse entstanden auf 16 Kilometer Länge zwei neue elektrifizierte Fernbahn-Gleise. Die DB hat zudem alle neun Bahnübergänge durch Eisenbahn- oder Straßenüberführungen ersetzt. Die gesamte Strecke wurde mit Elektronischer Stellwerkstechnik ausgerüstet. Im Berliner Stadtgebiet, zwischen Südkreuz und Lichtenrade, können nun Züge schneller mit einer Geschwindigkeit von bis zu 160 km/h fahren, ab Landesgrenze Berlin/Brandenburg sogar 200 km/h. Insgesamt haben DB, Bund und Länder rund 1,1 Mrd. Euro investiert.

Im Oktober 2017 hatten die vorbereitenden Arbeiten begonnen. Am 5. Februar 2019 war offizieller Beginn der Bauarbeiten. Die Dresdner Bahn existiert bereits seit 1875. Sie beginnt südlich des Bahnhofs Berlin Südkreuz, wo die Strecke von der Anhalter Bahn abzweigt. Die Dresdner Bahn führt über die Berliner Ortsteile Marienfelde und Lichtenrade zur Stadtgrenze, von dort weiter über Mahlow und Blankenfelde in Richtung Dresden. Sie ist Teil des europäischen Güterverkehrskorridors 7, der die strategisch wichtigen Häfen der Nord- und Ostsee mit dem Schwarzen Meer und dem Mittelmeer verbindet.

Während der letzten Monate hat die DB InfraGO auch die Anhalter Bahn zwischen Berlin Südkreuz und Bitterfeld überholt. Sie hat 33 neue Weichen eingebaut und weitere 59 Weichen instandgesetzt. Knapp 100 Kilometer Gleise wurden vollständig erneuert, weitere 38 Kilometer saniert. Ab 14. Dezember 2025 ist wieder freie Fahrt für die Züge zwischen Berlin und Leipzig/Halle. 

Bildunterschrift: Minister für Infrastruktur Brandenburg Detlef Tabbert, Berliner Senatorin für Mobilität und Verkehr Ute Bonde, Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder, Vorsitzender des Vorstands DB InfraGO Philipp Nagl, Staatsministerin für Infrastruktur des Freistaats Sachsen Regina Kraushaar

11. Dezember 2025, 10:30 Uhr
Berlin
Auftakt zum Umbaujahr 2026: DB-Chefin Evelyn Palla bringt neue Konzernstruktur zum 1. Januar auf den Weg • Vorstand und Zentrale werden schlanker, schneller, kundenfreundlicher • dezentrale Entscheidungen und unternehmerisches Handeln auf allen Ebenen – 50 Prozent weniger Top-Führungskräfte • Sofortprogramme für mehr Qualität kurz vor dem Start • DB investiert rund 140 Millionen Euro für besseres Kundenerlebnis • Evelyn Palla: „Ein Weg der vielen kleinen Schritte.“

DB-Chefin Evelyn Palla setzt den Neustart der DB konsequent um: Zehn Wochen nach Amtsantritt der neuen Vorstandsvorsitzenden hat der Aufsichtsrat der Deutschen Bahn AG gestern das Konzept zum Umbau des Konzerns begrüßt. Zum 1. Januar 2026 etabliert Palla eine neue Konzernstruktur mit weniger Ressorts, weniger Einheiten und weniger Führungskräften. Weitere Umbauphasen folgen bis Ende 2026. Ziel des Neustarts Bahn ist eine deutlich leistungsfähigere und damit kundenfreundlichere DB, bei der Entscheidungen nah am Geschäft und damit nah an Kundinnen und Kunden getroffen werden. Darüber hinaus startet die DB Anfang 2026 schnell wirksame Sofortprogramme, die die Information für Reisende, die Sauberkeit und die Sicherheit spürbar verbessern werden. Allein dafür nimmt die DB 2026 mehr als 140 Millionen Euro zusätzlich in die Hand.

„Eine bessere Bahn braucht einen konsequenten Neustart und ein radikales Umdenken auf allen Ebenen. Ich freue mich sehr über den Rückenwind durch den Aufsichtsrat“, sagte Evelyn Palla bei der Vorstellung ihrer Pläne. Das bedeute eine konsequente Dezentralisierung von Aufgaben und mehr unternehmerisches Handeln. Der Fokus liege als Erstes darauf, schlanker, schneller und kundenorientierter zu werden. Palla: „Wir geben der DB ein neues Bauprinzip für mehr Nähe zum Geschäft.“ Der Weg zurück zur Verlässlichkeit sei ein Weg der vielen kleinen Schritte: „Mit drei Sofortprogrammen sorgen wir schon 2026 für ein besseres Reiseerlebnis. Unsere Kundinnen und Kunden werden spüren: Bei der Bahn tut sich etwas.“ Die Modernisierung der Schieneninfrastruktur und damit eine deutlich bessere Pünktlichkeit seien eine längere Wegstrecke.

Mit dem Plan für den Neustart des Konzerns setzt die DB einen wichtigen Teil der Agenda für zufriedene Kunden auf der Schiene von Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder um. Der Minister hatte diese am 22. September 2025 in Berlin vorgestellt.

Die neue Konzernstruktur ordnet Verantwortlichkeiten klarer zu, verschlankt Strukturen und Arbeits- und Entscheidungswege. Folgende Eckpunkte sind ab Januar 2026 in Kraft:

  • Verkleinerung des Konzernvorstands: Der Konzernvorstand hat nur noch sechs Vorstandsressorts. Die zwei Vorstandsressorts Technik/Digitalisierung und Infrastruktur werden aufgelöst. Mit einer klaren Trennung der gemeinwohlorientierten DB InfraGO AG von den rein wettbewerblichen Geschäften sorgt die DB für die Entflechtung im Sinne des Bundes.
  • Verschlankung der Aufbauorganisation: Auf den Ebenen unterhalb des Konzernvorstands fallen viele Funktionen und Abteilungen weg. So streicht die DB eine komplette Zwischenebene zwischen Vorstand und erster Führungsebene. Zudem reduziert sie die erste Führungsebene von heute 43 auf künftig 22 Organisationseinheiten und damit die Anzahl der Führungskräfte deutlich.
  • Reduzierung des Overheads: Der Personalabbau in der Konzernleitung wird fortgesetzt. Konkrete Zielgrößen werden im Laufe des kommenden Jahres erarbeitet. Die DB bietet den betroffenen Mitarbeitenden über den internen konzernweiten Arbeitsmarkt neue Tätigkeiten an.
  • Straffung von Strukturen in den Geschäften: DB Fernverkehr und DB Regio verschlanken ebenfalls ihre Entscheidungsstrukturen. Die eigenständigen Marketingressorts in den jeweiligen Vorständen werden aufgelöst und auf andere Ressorts verteilt.
  • Neuer DB InfraGO-Vorstand: Um der Mammutaufgabe der Modernisierung der Schieneninfrastruktur besser gerecht zu werden, wird auch bei der gemeinwohlorientierten DB InfraGO AG die Zahl der Vorstände von acht auf sechs reduziert. Künftig liegen Fahren und Bauen wieder in einem einzigen Vorstandsressort – auch regional wird es Verantwortliche geben, die Sperrpausen und Betrieb optimal im Sinne aller Verkehrsunternehmen auf der Schiene aufeinander abstimmen.
  • Qualitätssteuerung als Chefinnen-Sache: Direkt bei der DB-Vorstandsvorsitzenden gibt es künftig eine Funktion zur „Steuerung der Qualität“. Um den Neustart der DB hin zu mehr Unternehmertum vor Ort zu erreichen, etabliert die DB ein neues Steuerungssystem für Qualität und Wirtschaftlichkeit auf allen Ebenen. Statt nach einem umfangreichen übergeordneten Programm mit breitem Kennzahlenset zu steuern, wird die Verantwortung für die Qualitäts- und Wirtschaftlichkeitsziele direkt in der Liniensteuerung der Geschäftsfelder verankert.

Auch die internen Dienstleister, wie Vertrieb oder Fahrzeuginstandhaltung, richtet die DB zukünftig konsequenter an den Bedürfnissen der Geschäftsfelder aus.

Sofortprogramme für die Reisenden

Im Jahr 2026 startet die DB drei Sofortprogramme, damit die Kundinnen und Kunden rasch von einem besseren Reiseerlebnis profitieren. In den ersten Monaten des neuen Jahres werden DB Fernverkehr und DB InfraGO konkrete Projekte zur Qualitätsverbesserung direkt und spürbar umsetzen. Dabei geht es um mehr Komfort in den Zügen des Fernverkehrs, eine bessere Kundenkommunikation sowie mehr Sicherheit und Sauberkeit an Bahnhöfen. Die DB setzt beispielsweise mobile Reinigungsteams ein und intensiviert so die Reinigung vor und während der Zugfahrt. Reisende müssen sich zudem auf eine funktionierende Bordgastronomie und Toiletten verlassen können.

09. Dezember 2025, 06:00 Uhr
Berlin
Neuer ICE-Halbstundentakt, neue ICE-Direktzüge, neuer barrierefreier ICE L • deutlich mehr Fernzüge verbinden Europas Metropolen • Ticketpreise bleiben stabil – internationale Fahrten jetzt direkt buchbar

Mehr Angebote auf besonders nachgefragten Strecken bietet die Deutsche Bahn (DB) mit dem neuen Fahrplan 2026, der ab Sonntag (14. Dezember) gilt. 21 Städte im ICE-Netz bekommen einen Halbstundentakt. Das sind etwa doppelt so viele wie bisher. Die Fernzüge fahren damit ähnlich regelmäßig wie die S-Bahn. Zusätzliche ICE-Sprinter sorgen auf noch mehr Verbindungen für besonders schnelle Reisezeiten.

Das Fahrtenangebot des Fernverkehrs bleibt insgesamt stabil auf dem hohen Niveau des Vorjahres. Angesichts des umfangreichen Sanierungsbedarfs mit zahlreichen Baustellen im Schienennetz bleibt die Herausforderung an einen verlässlichen Betrieb groß. Die hochmoderne ICE-Flotte – die zum Fahrplan 2026 um den neuen ICE L erweitert wird – bietet jedoch gute Voraussetzungen, das Angebot dort auszuweiten, wo eine hohe Nachfrage besteht. Einige besonders schwach genutzte Fahrten mit nur wenigen Fahrgästen können aus wirtschaftlichen Gründen jedoch nicht mehr angeboten werden.

ICE-Angebot wird strukturierter

Der neue Fahrplan 2026 macht einiges einfacher: Auf den wichtigsten ICE-Linien werden Start- und Zielbahnhöfe, Zwischenhalte, Fahrplantakte und eingesetzte Baureihen vereinheitlicht. Dadurch verändern sich vereinzelt Direktverbindungen. Das Ziel: Das System wird weniger komplex, damit verlässlicher und insgesamt stabiler.

Die Ticketpreise bleiben zum neuen Fahrplan 2026 stabil. Die Deutsche Bahn verzichtet auf eine Preiserhöhung. 

ICE-Sprinter-Netz mit neuem Rekord

Das beliebte ICE-Sprinter-Angebot, bei dem besonders schnelle Fahrten mit nur wenigen oder gar keinen Zwischenhalten angeboten werden, wächst. In nur 4:45 Stunden Rekordzeit ist ab 18. Dezember ein neuer ICE-Sprinter zwischen Berlin und Stuttgart unterwegs – die Zeitersparnis liegt bei über einer Stunde. Einen Zwischenstopp gibt es nur in Nürnberg.

Mit insgesamt 14 neuen Sprinter-Verbindungen kommen auf den Nord-Süd-Achsen auch zwischen Hamburg–Frankfurt (Main) und Berlin–München weitere schnelle Fahrten hinzu. Baubedingt geht ein Teil der neuen Verbindungen erst im Verlauf der ersten Woche des neuen Fahrplans in Betrieb. 

Halbstundentakt mit attraktiven Anschlussverbindungen

Der stark erweiterte ICE-Halbstundentakt macht beispielsweise Fahrten zwischen Hamburg, Hannover und Kassel, zwischen Berlin, Halle und Erfurt sowie zwischen Erfurt, Nürnberg und München attraktiver. In diesem Zusammenhang entstehen durch Verschiebung von Abfahrts- und Ankunftszeiten auch neue attraktive Anschlüsse, z.B. zweistündlich in Nürnberg für Verbindungen zwischen Stuttgart und Berlin sowie in Erfurt für Fahrten zwischen München und Dresden. Dabei verkürzt sich die Reisezeit um bis zu 30 Minuten.

ICE L – der erste barrierefreie Hochgeschwindigkeitszug im Fahrgasteinsatz

Mit dem neuen Fahrplan 2026 beginnt die Einführungsphase für den ICE L. Zwischen Berlin und Köln haben Fahrgäste erstmals die Gelegenheit, die Vorzüge des jüngsten Mitglieds der ICE-Familie zu testen. Der Ein- und Ausstieg ist komplett stufenlos – ein Pluspunkt für Reisende mit körperlichen Einschränkungen, Familien mit Kindern und Fahrgästen mit Fahrrädern und Gepäck. Ab Mai fährt der ICE L dann zwischen Berlin, Hamburg und Westerland (Sylt), ab Mitte Juli geht es auch von NRW und Frankfurt (Main) auf Deutschlands nördlichste Insel sowie von NRW nach Oberstdorf. 

Internationaler Fernverkehr boomt neue Direktverbindungen in neun europäische Länder

Bahnfahren liegt auch europaweit im Trend. In Zusammenarbeit mit ihren Partnerbahnen bietet die DB im Verlauf des Jahres rund 40 neue bzw. verlängerte grenzüberschreitende Fahrten täglich an, z.B. nach Belgien, Dänemark, Polen und Tschechien.

Zwischen Deutschland und Polen nimmt am Sonntag die neue Eurocity-Linie zwischen Leipzig, Breslau und Krakau bzw. Przemysl den Verkehr auf – jeweils mit passenden Anschlüssen z.B. von/nach Frankfurt (Main). Ab Mai 2026 startet die durchgehende Verbindung Prag–Kopenhagen über Dresden, Berlin und Hamburg. U.a. neue und verbesserte Infrastruktur sorgt für eine 40 Minuten schnellere Fahrzeit zwischen Hamburg und Prag. Erstmals gibt es ab September 2026 vier tägliche ICE-Verbindungen zwischen Köln und Antwerpen über den Flughafen Brüssel, der damit neu einen Anschluss an das ICE-Netz erhält.

Der tägliche ICE von Berlin nach Paris fährt ab Sonntag über Halle (Saale), Erfurt Frankfurt (Main) Hauptbahnhof sowie Mannheim in die französische Hauptstadt. Fahrgäste aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen profitieren von der guten Erreichbarkeit des beliebten Zuges.

Internationaler Ticketkauf deutlich einfacher und komfortabler

Während die grenzüberschreitende Fahrt im Fernzug längst ein Kinderspiel ist, gestaltete sich der Ticketkauf in der Vergangenheit oftmals komplizierter. Die europäischen Bahnen sind mittlerweile einen großen Schritt vorangekommen, die Buchungswege zu vereinfachen: Neben Tickets für Fernverkehrszüge der ÖBB und SBB können Kundinnen und Kunden auch viele innerfranzösische TGV-Verbindungen sowie Fahrkarten mit dem Eurostar direkt auf bahn.de oder im DB Navigator buchen. Dazu gehören auch Tickets von Frankfurt nach London oder von Paris nach Marseille. Auch die durch Deutschland führenden Nachtzüge der ÖBB sind über die digitalen DB-Vertriebskanäle erhältlich. Weitere europäische Bahnen sind in Kürze verfügbar.

Bis Ende 2026 wird die DB Tickets aller großer Bahnen der Nachbarländer direkt über bahn.de und die App DB Navigator anbieten. Die technische Basis hierfür schafft OSDM (Open Sales and Distribution Model): ein neuer Standard für den Datenaustausch zwischen den europäischen Bahnen und Ticketverkäufern. OSDM bietet zahlreiche Vorteile für die Kundinnen und Kunden: Sie erhalten direkt eine übersichtliche Preisauskunft für die angezeigten Verbindungen, inklusive Sparangebote der Auslandsbahnen. Zudem können gebuchte Tickets bequem im DB-Kundenkonto eingesehen und verwaltet werden.

Generalsanierungen der Infrastruktur werden fortgesetzt

Noch bis Ende April kommenden Jahres läuft die Generalsanierung der Bahnstrecke Hamburg–Berlin. In dieser Zeit wird der ICE-Verkehr zwischen beiden Städten umgeleitet. Mit bis zu 65 täglichen Fahrten – davon 36 direkt und im Stundentakt – gibt es trotz verlängerter Fahrzeit von rund 45 Minuten weiter ein gutes Angebot. Weitere Baumaßnahmen sind von Februar bis Juli auf der Wupperstrecke zwischen Hagen und Köln geplant. Von Februar bis Dezember kommt es zu baubedingten Einschränkungen zwischen Nürnberg und Passau. An der rechten Rheinstrecke zwischen Köln und Frankfurt wird zwischen Juli und Dezember gebaut. Die geänderten Fahrpläne sind größtenteils bereits in die Auskunftsmedien eingearbeitet.

Fahrplan 2026 – alle Verbindungen im Netz verfügbar

Die neuen Verbindungen des Fahrplans 2026 sind bereits in der Fahrplanauskunft auf bahn.de und im DB Navigator abrufbar. Tickets sind bis zu zwölf Monate im Voraus buchbar. Nationale Angebote wie der Super Sparpreis, der Sparpreis und der Flexpreis können noch für die kommenden Festtage rund um Weihnachten und den Jahreswechsel, aber auch schon für Ostern und Pfingsten, die Schulferien und andere planbare Ereignisse gebucht werden. Tickets ins Ausland sind bis zu sechs Monate vor Reisebeginn erhältlich.

Informationen und Tickets gibt es auf bahn.de und im DB Navigator sowie inDB Reisezentren und DB Agenturen.

08. Dezember 2025, 11:00 Uhr
Berlin/Hamburg
DB und Blue Elephant Energy schließen zwei umfangreiche Stromlieferverträge • Neue Großsolarparks gehen bis 2027 in Betrieb • Liefermenge an DB reicht jährlich für rund 14 Millionen ICE-Kilometer

Die Deutsche Bahn (DB) erhöht ihren Ökostromanteil weiter. Dafür hat die Konzerntochter DB Energie mit der Blue Elephant Energy GmbH (BEE) zwei langfristige Stromlieferverträge, sogenannte Power Purchase Agreements (PPA), über insgesamt rund 2,5 Terrawattstunden (TWh) Solarstrom abgeschlossen. Geliefert wird der Solarstrom von zwei Großsolarparks aus Bayern und Baden-Württemberg, die bis Mitte 2027 in Betrieb gehen. Mit der Abnahme eines Großteils der Stromerzeugung aus den beiden Anlagen kann die DB jährlich rund 14 Millionen ICE-Kilometer zurücklegen. Durch eine Vertragslaufzeit von bis zu 13 Jahren ermöglicht die DB die Realisierung beider Großprojekte und leistet zugleich einen bedeutenden Beitrag für die klimafreundliche Energieversorgung der Bahn.

Die beiden neuen Solarparks produzieren insgesamt jährlich mehr als 300 Gigawattstunden (GWh) Strom. Mit einer Leistung von 266 Megawatt Peak (MWp) wird der Solarpark Schafhöfen in Bayern nach Fertigstellung der zweitgrößte Solarpark Deutschlands sein. Dafür werden bis 2027 auf einer Fläche von mehr als 300 Fußballfeldern rund 370.000 Solarmodule installiert. Die eigens auf der Fläche realisierte Umspannwerksinfrastruktur und der gleichzeitig geplante Batteriespeicher gewährleisten dabei eine effiziente Netzanbindung. Mit 53 MWp wird der Solarpark Aulendorf zu den größten Solarparks in Baden-Württemberg zählen.

Florian Reuter, Geschäftsführer der DB Energie GmbH: „Wir machen Bahnfahren in Deutschland immer klimafreundlicher. Mit täglich rund 15.000 Zugfahrten auf dem elektrifizierten Schienennetz sind wir als Deutsche Bahn eine der größten Ökostromverbraucherinnen Deutschlands und Treiberin der Energiewende in Deutschland. Unser Ziel ist klar: Wir wollen bis 2040 klimaneutral werden. Mit langfristigen Ökostromverträgen wie diesen ermöglichen wir den Bau großer Solarparks und stärken so den Ausbau erneuerbarer Energien in Deutschland. Zudem können wir den Solarstrom, der sich derzeit durch die niedrigsten Stromerzeugungskosten auszeichnet, durch die Kombination mit Batteriespeichern künftig noch deutlich flexibler nutzen – so kommen wir dem Ziel einer klimaneutralen Bahn Schritt für Schritt näher und stellen gleichzeitig Versorgungssicherheit und Wirtschaftlichkeit sicher.“

Felix Goedhart, Gründer und CEO der Blue Elephant Energy GmbH: „Wir freuen uns sehr über das Vertrauen von DB Energie in unsere Projekte. Die Vereinbarungen stellen einen wichtigen Meilenstein für unser weiteres Wachstum in Deutschland dar und tragen wesentlich dazu bei, die Energieversorgung langfristig und verlässlich zu dekarbonisieren. Gleichzeitig stärken wir unsere Rolle als Projektentwickler und festigen unser Profil als ganzheitlicher Partner für Grünstrom – sei es mit Photovoltaik, Wind oder Batteriespeicher-Systemen. Die kurze Entwicklungszeit von drei Jahren bis zur Baureife beweist: Deutschland kann es. Deutschlandgeschwindigkeit ist möglich, wenn alle Projektbeteiligten vor Ort an einem Strang ziehen. Unser besonderer Dank geht daher auch an die beiden Gemeinden. Die geplante Ergänzung der Solarparks um Batteriespeicher wird den Projekten künftig ermöglichen, zusätzlichen Mehrwert für die Versorgungssicherheit und Flexibilität im Stromsystem zu leisten.“

Die Deutsche Bahn deckt aktuell rund 70 Prozent des DB-Bahnstroms mit erneuerbaren Energien und liegt damit über dem öffentlichen Grünstrommix von derzeit rund 59 Prozent. Seit Anfang 2025 werden alle Bahnhöfe, Instandhaltungswerke, Bürogebäude und Anlagen in Deutschland, die von DB Energie beliefert werden, vollständig mit Ökostrom versorgt. Reisende im DB-Fernverkehr sind bereits seit 2018 innerhalb Deutschlands mit 100 Prozent Ökostrom unterwegs. Der grüne Strom der DB stammt aus einem immer breiter werdenden Portfolio: Die Hochsee-Windparks Nordsee-Ost, He Dreiht, Trianel Borkum sowie Amrumbank-West, Festland-Windparks und Photovoltaik-Parks in ganz Deutschland liefern Ökostrom an die DB. Seit dem vergangenen Jahr wird das Portfolio zudem mit Batteriespeichern ergänzt - die beiden ersten gehen im kommenden Jahr in Walsum und Beckum in Betrieb.

Über DB Energie GmbH:

DB Energie leistet mit ihrer Entwicklung und Bereitstellung von Energie-Infrastruktur einen wichtigen Beitrag zur Energiewende der Deutschen Bahn. Das Tochterunternehmen der Deutschen Bahn bietet in Deutschland Eisenbahnverkehrsunternehmen eine zuverlässige und nachhaltige Energieversorgung. Als Netzbetreiberin bewirtschaftet DB Energie das mehr als 7.900 Kilometer lange 16,7-Hertz-Bahnstromnetz, geschlossene 50-Hertz-Verteilernetze sowie die Gleichstromversorgungsanlagen der S-Bahnen Berlin und Hamburg. Bis 2038 wird der gesamte DB-Bahnstrom – rund sieben Terawattstunden pro Jahr – zu 100 Prozent grün sein.

Über Blue Elephant Energy GmbH:

Blue Elephant Energy entwickelt, erwirbt und betreibt Solar- und Windparks (onshore) sowie Batteriespeicherlösungen mit einem Fokus auf den europäischen Markt. Seit der Gründung im Jahr 2016 hat sich BEE als führender unabhängiger Energieerzeuger (IPP) etabliert und verfügt über eine installierte Leistung von 1,73 GW und eine weitere Projektpipeline von 9,5 GW. Mit einer umfangreichen, technologieübergreifenden Projektpipeline und tiefgehender Erfahrung entlang der gesamten Wertschöpfungskette treibt BEE ihr dynamisches Wachstum konsequent voran.

04. Dezember 2025, 12:30 Uhr
Berlin/London
DB und Eurostar legen mit MoU den Grundstein für erste Hochgeschwindigkeitsverbindung • Großes Potenzial für neue Direktverbindungen – politisches Handeln unerlässlich • Neue Verbindung zwischen London und Deutschland für Anfang der 2030er Jahre geplant

Die Deutsche Bahn (DB) und Eurostar gehen den nächsten Schritt auf dem Weg zu einer direkten Hochgeschwindigkeitsverbindung zwischen Deutschland und London.

In einer jetzt unterzeichneten Absichtserklärung (Memorandum of Understanding, MoU) kündigen beide Unternehmen an, Optionen für ein gemeinsames Fernverkehrsangebot zwischen London und deutschen Großstädten wie Köln und Frankfurt auszuloten.

Eurostar wird sein Know-how im Bereich der Bahnreisen durch den Tunnel unter dem Ärmelkanal beisteuern, während die DB ihre Kompetenz als Netzanbieter einbringt, der deutschlandweit präsent ist. Der Start der neuen Direktverbindung, bei der die neuen doppelstöckigen Celestia-Züge von Eurostar zum Einsatz kämen, ist für die frühen 2030er Jahre geplant. Hierfür müssen jedoch die erforderlichen technischen, betrieblichen und rechtlichen Voraussetzungen erfüllt sein.

Michael Peterson, DB-Vorstand Personenfernverkehr: „Europa wächst auf der Schiene immer enger zusammen. In Zusammenarbeit mit Eurostar wollen wir auch Deutschland und das Vereinigte Königreich mit Hochgeschwindigkeit näher zusammenbringen. Wir sind von dem großen Potenzial einer solchen Direktverbindung überzeugt. Das Projekt zeigt aber auch, dass neue grenzüberschreitende Fernverkehrsangebote aufgrund der komplexen Rahmenbedingungen oft nur durch Partnerschaften wie diese möglich sind.“

Gwendoline Cazenave, CEO Eurostar: „Wir freuen uns sehr, diese Partnerschaft mit der DB zu starten. Dies ist ein großer Schritt, um das Reisen zwischen London und Deutschland nachhaltiger und leichter zu gestalten. Indem wir unser Know-how bei Bahnreisen durch den Kanaltunnel und unsere neue Flotte mit der starken Präsenz der DB in Deutschland kombinieren, schaffen wir ein ganz neues Maß an Verbindungen und Komfort für unsere Kunden. Diese Partnerschaft wird dazu beitragen, das Wachstum von Eurostar weiter voranzutreiben und uns unserem Ziel näherbringen, 30 Millionen Fahrgäste über unser Netz zu befördern.“

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder: „Mit dieser Initiative setzen wir ein starkes Zeichen für die Zukunft des europäischen Bahnverkehrs. In einer eigens für dieses Projekt gegründeten Task Force arbeiten wir bereits mit Hochdruck an den rechtlichen, infrastrukturellen und politischen Voraussetzungen für diese neue Verbindung. Ich begrüße es sehr, dass die beteiligten Unternehmen diesen Faden nun aufnehmen. Ich bin mir sicher, dieses Projekt wird ein großer Gewinn für alle Bahnreisenden in ganz Europa.“

Heidi Alexander, britische Verkehrsministerin: „Diese Partnerschaft zwischen Eurostar und der Deutschen Bahn hat das Potenzial, den grenzüberschreitenden Bahnverkehr in Europa für kommende Generationen zu verändern. Nach konstruktiven Gesprächen mit meinem deutschen Amtskollegen im Sommer beschleunigen wir nun unsere Pläne. Es geht darum, die Art und Weise, wie Millionen Menschen zwischen unseren beiden Ländern reisen, grundlegend zu verändern. Eine direkte Bahnverbindung wird Arbeitsplätze schaffen, wichtige Handelsbeziehungen stärken und eine Verbindung ermöglichen, die internationales Reisen noch einfacher und umweltfreundlicher macht.“

Ziele der geplanten Zusammenarbeit:

  • Schaffen eines direkten Fernverkehrsangebots auf der Schiene zwischen dem Vereinigten Königreich und Deutschland. Dessen Durchführung durch einzelne Bahnunternehmen gilt als äußerst schwierig. Gemeinsame Partnerschaften sind daher entscheidend.
  • Verbesserte Verbindungen für Reisende zwischen London und Deutschland mit einem größeren Angebot, mehr Komfort und einer Verbindung von Stadtzentrum zu Stadtzentrum, die so eine nachhaltige Alternative zum Fliegen bieten.
  • Nutzen des Fachwissens und der Ressourcen von DB und Eurostar zum beiderseitigen Vorteil und zur Bereitstellung besserer Lösungen für die Kunden. Gemeinsam werden DB und Eurostar mögliche Fahrpläne entwickeln und Terminaleinrichtungen untersuchen, die internationale Grenz- und Sicherheitskontrollen ermöglichen.

DB und Eurostar begrüßen die starke politische Unterstützung für eine künftige Direktverbindung zwischen dem Vereinigten Königreich und Deutschland. Diese spiegelt sich insbesondere in dem am 17. Juli vom deutschen Bundeskanzler und dem britischen Premierminister unterzeichneten Vertrag über Freundschaft und bilaterale Zusammenarbeit wider. Als eine Maßnahme aus diesem Vertrag haben die Ministerien beider Länder eine Task Force eingerichtet, die die politischen Herausforderungen für eine Direktverbindung zwischen Deutschland und London gemeinsam angehen soll – insbesondere im Hinblick auf die Einreiseformalitäten und die erforderliche Infrastruktur sowie zwischenstaatliche Vereinbarungen.

03. Dezember 2025, 18:45 Uhr
Berlin
Dr. Imke Kellner wird Vorständin für das neue Ressort Fahrweg • Dr. Katja Hüske als Vorständin für das Ressort Personenbahnhöfe bestellt • Gerd-Dietrich Bolte wird Vorstand Infrastrukturplanung und -projekte • Ralf Thieme übernimmt Personalressort • Dr. Philipp Nagl und Jens Bergmann bleiben in ihren Vorstandsfunktionen

In seiner heutigen Sitzung hat der Aufsichtsrat einer neuen Organisationsstruktur der DB InfraGO AG zum 1. Januar 2026 mit sechs statt acht Vorstandsressorts zugestimmt und neue Vorstandsmitglieder bestellt.

Dr. Imke Kellner übernimmt als Vorständin das neue Ressort Fahrweg. Die promovierte Maschinenbau-Ingenieurin wechselte 2023 zur DB InfraGO und leitete seitdem das Anlagen- und Instandhaltungsmanagement Ost. Sie war zuvor jahrelang im produktionstechnischen Bereich unter anderem als Werkleiterin und Geschäftsführerin tätig.  

Als Vorständin des Ressorts Personenbahnhöfe wurde Dr. Katja Hüske berufen. Derzeit ist sie in Personalunion Leiterin Grundsätze Infrastrukturplanung und -projekte und Leiterin Infrastrukturprojekte Nord. In ihren mehr als 20 Jahren bei der Deutschen Bahn war sie in verschiedenen Funktionen und Geschäftsbereichen, u. a. bei der DB ProjektBau GmbH und der DB Engineering und Consulting, tätig. 

Sie folgt auf Ralf Thieme, der das Ressort Personal übernimmt. Vor seiner Berufung als Vorstand Personenbahnhöfe in der DB InfraGO AG verantwortete er vier Jahre das Personalressort bei der DB Station&Service AG. Er ist seit 2002 bei der DB und war in verschiedenen Funktionen im Personalbereich tätig. Er tritt die Nachfolge von Heinz Siegmund an, der Ende des Jahres in den Ruhestand eintritt. 

Gerd-Dietrich Bolte wird Vorstand Infrastrukturplanung und -projekte. Bolte ist seit 1996 in verschiedenen leitenden Funktionen im DB-Konzern tätig, u.a. als Leiter Investitionscontrolling und als Bereichsleiter Projektmanagement und CIO bei der DB ProjektBau GmbH. In den letzten zehn Jahren verantwortete er Großprojekte und Infrastrukturprojekte in der Region Mitte. 

Dr. Philipp Nagl als Vorstandsvorsitzender der DB InfraGO AG und Jens Bergmann als Vorstand Finanzen/Controlling bleiben in ihren bisherigen Funktionen.  

„Wir bauen eine bessere Bahn. Mit diesem Ziel sind wir angetreten, um ein Unternehmen zu gestalten, das den hohen Anforderungen an eine leistungsfähige Infrastruktur, moderne Anlagen, attraktive Bahnhöfe und einen zuverlässigen Betrieb gerecht wird. Mit der Neuaufstellung machen wir einen weiteren Schritt hin zu einer starken Organisation: mit einer schlanken Führungsstruktur, mehr unternehmerischer Verantwortung vor Ort und klarer Zuständigkeit für unsere Produkte in den jeweiligen Ressorts“, so Dr. Philipp Nagl, Vorstandsvorsitzender der DB InfraGO. „Herzlich danken möchte ich den bisherigen Vorständen Heike Junge-Latz, Dr. Christian Gruß, Klaus Müller und Heinz Siegmund. Sie haben unschätzbare Beiträge zur Weiterentwicklung unseres Unternehmens geleistet.“

03. Dezember 2025, 09:30 Uhr
Minden
Kooperation zwischen Technischer Hochschule Ostwestfalen-Lippe, Hochschule Bielefeld, Universität Bielefeld und DB Systemtechnik treibt innovative Lösungen im Bereich automatisiertes Fahren voran • Bundesverkehrsministerium fördert das Projekt mit rund 11,5 Millionen Euro

Ein wichtiger Schritt für weitere Digitalisierung und Automatisierung im Schienenverkehr: In Minden entsteht bis 2027 ein Innovationslabor für automatisiertes Fahren. Dort entwickeln, testen und erproben die Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe (TH OWL), die Hochschule Bielefeld, die Universität Bielefeld und die DB Systemtechnik zukünftig gemeinsam innovative Lösungen und Technologien für das voll- und teilautomatisierte Fahren von Zügen.

Im Innovationslabor sollen künftig automatisierte, reproduzierbare und realitätsnahe Tests durchgeführt werden, die die Qualifizierung und Zulassung verschiedener Perzeptionssysteme (z.B. Sensorsysteme) ermöglichen. Diese Systeme sind die Grundlage für den automatisierten Zugbetrieb, denn sie sind beispielsweise für die Überwachung des Fahrwegs und der Fahrgastströme verantwortlich. Die Hochschulen bringen dabei wichtiges Know-how zu Steuerungs-, Sensorik- und Automatisierungstechnologien ein. Die DB Systemtechnik verfügt über umfassende Erfahrung im Bahnbetrieb und in der Fahrzeugtechnik.

Um die entsprechenden Systeme umfangreich zu testen, wird das Innovationslabor mit Forschungs- und Versuchsanlagen ausgestattet, mit denen u.a. realistische Bewegungen von Fahrgästen, Fahrrädern oder Tieren simuliert werden. Zudem können auch unterschiedliche Umgebungs- und Wettersituationen nachgeahmt werden. Dazu gehören Schneefall, Nebel, Regen oder verschiedene Lichtverhältnisse. Gemeinsames Ziel ist es, eine Plattform zu schaffen, die einen langfristigen Wissenstransfer und innovative Projekte ermöglicht.

Setzen auf den Bau des Innovationslabors für das automatisierte Fahren: Vertreter:innen von Hochschulen und DB Systemtechnik
Setzen auf den Bau des Innovationslabors für das automatisierte Fahren: Vertreter:innen von Hochschulen und DB Systemtechnik
Quelle: Deutsche Bahn AG / Thore Arendt
Setzen auf den Bau des Innovationslabors für das automatisierte Fahren: Beginnend von rechts ist Prof. Dr. Jürgen Krahl (TH OWL), Prof. Dr. Anant Patel (HSBI), Dr. Hiie-Mai Unger (DB Systemtechnik) und Prof. Dr. Reinhold Decker (Uni Bielefeld). (Copyright: DB AG/Thore Arendt)

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Dr. Hiie-Mai Unger, Vorsitzende der Geschäftsführung der DB Systemtechnik: „Klar ist: Wir brauchen mehr Digitalisierung und Automatisierung auf der Schiene, um den zukünftigen Herausforderungen im Bahnverkehr erfolgreich zu begegnen. Mit dem Innovationslabor schaffen wir mit starken Partnern einen gemeinsamen Raum für Praxis und Wissenschaft. Hier bündeln wir unser Know-how, um sichere, innovative und praxisnahe Lösungen für das automatisierte Fahren zu entwickeln und zu testen.“

Professor Dr. Jürgen Krahl, Präsident Technische Hochschule Ostwestfalen-Lippe: „Automatisiertes Fahren ist ein wichtiges Zukunftsfeld der nachhaltigen Mobilität. Es kann nur im Verbund von Wirtschaft und Wissenschaft gedeihen. Die TH OWL bringt sich mit ihrer ganzen Kompetenz ins Innovationslabor Minden ein und ist dankbar, dabei starke Partner an ihrer Seite zu wissen.“

Professorin Dr. Ingeborg Schramm-Wölk, Präsidentin der Hochschule Bielefeld: „Das Innovationslabor eröffnet uns einzigartige Möglichkeiten: Erstmals können wir unsere Systeme unter vollständig reproduzierbaren Bedingungen entwickeln und testen. Die Erprobung von Innovationen, direkt am realen Bahnsystem, trifft den Kern anwendungsorientierter Forschung an der HSBI. So entstehen industrienahe Forschungsprojekte, durch die die Zukunft der Mobilität, insbesondere der Bahn, maßgeblich mitgestaltet wird.“

Professorin Dr. Angelika Epple, Rektorin der Universität Bielefeld: „Die Bahnsysteme der Zukunft haben das Potenzial, intelligenter, flexibler und nachhaltiger zu werden. Automatisiertes Fahren kann dazu maßgeblich beitragen, wenn die Technologien unter allen Umgebungs- und Wetterbedingungen verlässlich arbeiten. In diesem Projekt bringen unsere Forschenden jüngste Entwicklungen zur maschinellen Wahrnehmung und intelligenten Steuerung ein. Vielversprechende Anwendungen wie autonome Bahnübergänge, automatisiertes Ein- und Aussteigen oder Outdoor-Roboter können hier entwickelt und getestet werden. Die Stärke dieses Verbunds liegt darin, dass wissenschaftliche Innovation und Wissen aus der Praxis zusammenkommen.“Das Projekt „TestingATO - Bau eines Innovationslabors zum automatisierten Fahren“ wird im Rahmen des „Deutschen Zentrums Mobilität der Zukunft“ (DZM) vom Bundesministerium für Verkehr (BMV) mit rund 11,5 Millionen Euro gefördert. Gebaut wird das Innovationslabor am Mindener Standort der DB Systemtechnik, die auch die Errichtung der Infrastruktur übernimmt. Die Technische Hochschule OWL, die Hochschule Bielefeld und die Universität Bielefeld beschaffen und installieren je eine Versuchsanlage.

Über „Deutsches Zentrum Mobilität der Zukunft“:

Im DZM sollen Kompetenzen aus Wissenschaft, Wirtschaft, Gesellschaft und öffentlicher Verwaltung gebündelt werden und an vier Forschungs- und Innovationsstandorten einen Beitrag zur Mobilitätsforschung leisten. Die im DZM geförderten Projekte sollen digitale Innovationen für Mobilitätslösungen unterstützen, Forschungsprojekte übergreifend vernetzen, einen Beitrag zum Klimaschutz liefern sowie zur nachhaltigen Mobilität, zur Sicherung der technologischen Souveränität und zur Nutzung der Potenziale der Digitalisierung beitragen.

Der RailCampus OWL in Minden, als einer der Projektstandorte widmet sich zukünftigen Mobilitätssystemen, die sich durch zunehmend automatisierte und digitalisierte Verkehre auszeichnen; in diesem Zusammenhang wird eine Forschungs- und Testinfrastruktur für alternative schienengebundene Fahrzeuge aufgebaut.

30. November 2025, 10:00 Uhr
Berlin
Buchungen sechs Prozent über Vorjahr • Wichtige Bauprojekte pünktlich vor Feiertagen fertig • DB empfiehlt Sitzplatzreservierung, Bestpreissuche sowie Nutzung der Auslastungsanzeige • Schon Weihnachten: Neue Sprinter-Angebote und Halbstunden-ICE-Verbindungen

Die hohe Nachfrage nach Bahntickets hält weiter an: Aktuell liegen die Buchungen für Fahrten rund um das Weihnachtsfest rund sechs Prozent über dem Vorjahresniveau. Da Heiligabend in diesem Jahr auf einem Mittwoch fällt, verteilen sich die Hauptreisetage gut auf den Zeitraum vom Donnerstag, den 18. Dezember, bis zum Dienstag, den 23. Dezember. Auch in diesem Jahr ist in den ICE- und IC-Zügen rund um Weihnachten genügend Platz: Die Deutsche Bahn (DB) hat in den letzten Jahren das Sitzplatzangebot deutlich erhöht. Ermöglicht haben das auch die vielen neuen, modernen Fahrzeuge in der ICE-Flotte. Zum Fahrplanwechsel baut die DB zudem das Sprinter-Netz weiter aus und bietet zwischen 21 Städten einen Halbstundentakt an. Gleichzeitig verzichtet die DB zum Fahrplanwechsel auf Preiserhöhungen. Dank dieser Maßnahmen sind trotz der hohen Nachfrage für den gesamten Weihnachtszeitraum und Silvester noch viele günstige Super Sparpreise erhältlich, selbst auf den Top-Relationen. Am einfachsten lassen sich die Schnäppchentickets über die Bestpreissuche auf bahn.de und in der App DB Navigator finden. Dort werden die besten Angebote zur ausgewählten Verbindung besonders hervorgehoben.

Reduziertes Bauen und zusätzliches Personal

Rund um die Feiertage werden die Bautätigkeiten jahreszeitbedingt auf dem Streckennetz auf ein Minimum heruntergefahren. Zudem werden wichtige Bauprojekte zum Fahrplanwechsel und damit auch pünktlich vor den Feiertagen fertig, zum Beispiel:

  • Ausbau der Dresdner Bahn zwischen Berlin Südkreuz und Blankenfelde: Der Flughafen BER, Dresden und Prag sind von Berlin aus schneller und komfortabler erreichbar. Zudem entlastet der Ausbau den Knoten Berlin.
  • Instandhaltung und Modernisierung der Anhalter Bahn zwischen Berlin Hbf, Berlin Südkreuz und Bitterfeld: Neue Weichen und Gleise ermöglichen freie Fahrt von Berlin nach Leipzig/Halle.
  • Wiederaufbau und Elektrifizierung der Ahrtalbahn sowie barrierefreier Ausbau der Stationen

Für einen möglichst reibungslosen Weihnachtsverkehr setzt die DB an den großen Bahnhöfen zudem mehr Servicepersonal und zusätzliche Reisendenlenker ein.

Tipps der DB für entspanntes Reisen zu Weihnachten

  • Günstige Tickets lassen sich am schnellsten mit der Bestpreissuche auf bahn.de oder in der App DB Navigator finden.
  • Gerade rund um die Feiertage empfiehlt die DB allen Fahrgästen, die mit einem Ticket ohne Zugbindung reisen, sich vor der Fahrt über die Auslastungsanzeige auf bahn.de und in der App DB Navigator zu informieren. Die Auslastungsanzeige zeigt an, wie stark nachgefragt einzelne Züge sind.
  • Noch wenig ausgelastete und damit in der Regel preiswertere Verbindungen gibt es vor allem abseits der Hauptreisezeiten – also eher in den Tagesrandzeiten am frühen Morgen und späteren Abend.
  • In jedem Falle ist es ratsam, einen Sitzplatz zu reservieren.
  • Um die Reise passend zu den eigenen, individuellen Bedürfnissen zu planen, kann die Umsteigezeit in der Reiseauskunft angepasst werden. Das ist gerade für Familien mit kleinen Kindern oder Menschen mit eingeschränkter Mobilität ein wichtiger Tipp.
  • Wer mit schwerem Gepäck reist: Mit dem Gepäckservice können Koffer separat verschickt werden.

Schon zu Weihnachten: Highlights des neuen Fahrplans

  • ICE-Züge verbinden jetzt 21 Städte Deutschlands im Halbstundentakt.
  • Das ICE-Sprinter-Netz wird ausgebaut – mit Rekordfahrzeit zwischen Stuttgart und Berlin.
  • Die DB erweitert ihr internationales Angebot und bietet zusätzliche Direktverbindungen in neun europäische Länder an.
  • Auf den wichtigsten ICE-Linien vereinheitlicht die DB – wo immer es möglich ist – Start- und Zielbahnhöfe, Zwischenhalte und Fahrplantakte für mehr Fahrplanstabilität.
  • Mit dem Fahrplanwechsel feiert der neue ICE L Premiere. Erste Einsätze sind zwischen Berlin und Köln vorgesehen, ab Mitte 2026 wird er auch auf den Verbindungen nach Westerland (Sylt) sowie zwischen Dortmund und Oberstdorf im Einsatz sein.

Der neue Fahrplan gilt ab 14. Dezember 2025. Alle Details gibt es hier: deutschebahn.com/fahrplan.

28. November 2025, 16:15 Uhr
Berlin

Im Rahmen der konzernweiten Verschlankung der Strukturen hat die DB Fernverkehr AG beschlossen, zum 1. Februar 2026 das Ressort Marketing und Vertrieb aufzulösen. Die Aufgaben werden in das Ressort des Vorstandsvorsitzenden Michael Peterson integriert. Stefanie Berk wird daher Ende des Jahres ihr Vorstandsmandat im Fernverkehr niederlegen und die DB verlassen.

Michael Peterson, DB-Vorstand Personenfernverkehr: „Stefanie Berk trat ihr Amt im März 2020 an – mitten in der Corona-Epidemie. Mit ihrem klaren Kundenfokus trug sie maßgeblich zur Erholung des Fernverkehrs nach der Pandemie bei. Sie stellte das Angebot des Fernverkehrs auf solide wirtschaftliche Füße, führte zahlreiche Serviceverbesserungen ein und trieb die Digitalisierung des Vertriebs konsequent voran. Ich bin Stefanie Berk für ihren großartigen Einsatz dankbar und wünsche ihr für ihre berufliche Zukunft alles Gute.“

Stefanie Berk: „Marketing und Vertrieb im Fernverkehr sind heute wesentlich digitaler und moderner als vor sechs Jahren. Zusammen mit einem starken Team haben wir Kurs gehalten. Tausend Dank an die große Eisenbahnerfamilie, zu der ich fast sechs Jahre gehören durfte. Die Begegnungen mit den Menschen, die täglich für eine bessere Bahn kämpfen, werde ich am meisten vermissen.“

27. November 2025, 16:30 Uhr
Frankfurt/Main
Der Aufsichtsrat bestellt zwei neue Mitglieder • Nicole Berlin leitet den Bereich Schienenverkehr • Frederik Ley übernimmt das Geschäft von Regio Straße

Der Aufsichtsrat der DB Regio AG hat in seiner heutigen Sitzung zwei neue Vorstände berufen. Zum 1. Januar 2026 übernimmt Nicole Berlin das Ressort Regio Schiene. Frederik Ley wird zeitgleich Vorstand im Ressort Regio Straße. Beide wurden für drei Jahre berufen.

Die bisherigen Vorstandsmitglieder Arne Schneemann (Regio Straße) und Jan Schilling (Marketing) wechseln in die Konzernleitung der Deutschen Bahn. Das Ressort Marketing wird im Rahmen der konzernweiten Verschlankung der Strukturen zum 1. Januar aufgelöst. Die Aufgaben werden in die bestehenden Vorstandsbereiche integriert.

Harmen van Zijderveld, Vorstandsvorsitzender von DB Regio: „Mit Nicole Berlin und Frederik Ley kommen zwei Menschen in den Vorstand mit einer ausgeprägten Expertise im ÖPNV, die Regio in den vergangenen Jahren in zentraler und regionaler Rolle vorangebracht haben. Sie sind Teamplayer mit klarem Kompass – und genau die Richtigen, um unsere Straße- und Schiene-Teams weiter zu stärken. Arne Schneemann und Jan Schilling haben Regio in herausfordernden Jahren geprägt. Arne hat mit seinem Team unser Straße-Geschäft wirtschaftlich stabilisiert und in eine neue Phase geführt. Jan hat mit seinem Team unsere Marke geschärft, das Deutschlandticket vorangetrieben und wichtige Brücken zu Verbänden und Aufgabenträgern gebaut. Dafür danke ich ihnen sehr.“

Nicole Berlin (57) hat Betriebswirtschaftslehre studiert und kam direkt nach ihrem Studium zur Deutschen Bahn. Zuletzt war sie Vorsitzende der Regionalleitung Nord von DB Regio Schiene. In dieser Funktion steuerte sie den Betrieb in Bremen, Niedersachsen, Hamburg und Schleswig-Holstein.

Frederik Ley (53) ist Volkswirt und seit mehr als 20 Jahren bei der Deutschen Bahn. In den vergangenen Jahren führte er die Regionalleitung von DB Regio Schiene NRW. Davor war er in verschiedenen Führungs-, Betriebs- und Steuerungsfunktionen bei DB Regio im Schiene- und Straße-Geschäft tätig.

26. November 2025, 15:00 Uhr
Berlin
Enge Zusammenarbeit zwischen der Deutschen Bahn und der Bundespolizei ist starke Basis für Sicherheit in Zügen und Bahnhöfen

Mehr Sicherheit und hohe Aufenthaltsqualität an Bahnhöfen und in Zügen sind zentrale Ziele der gemeinsamen Arbeit der Deutschen Bahn und der Bundespolizei. Seit dem Jahr 2000 sind das Verkehrsunternehmen und die Sicherheitsbehörde in einer Ordnungspartnerschaft verbunden. Zum 25-jährigen Jubiläum schauen die Partner auf eine starke Bilanz und neue Herausforderungen. Im Rahmen eines Forums unterzeichneten Staatssekretär Hans-Georg Engelke, BMI, und Dr. Patrick Hennies, Sicherheitschef der DB, die Vereinbarung zur Weiterentwicklung der Kooperation.

Hans-Georg Engelke, Staatssekretär im Bundesministerium des Inneren: „Ich bin sehr dankbar über die lange und bewährte Zusammenarbeit, die wir nun fortschreiben, um gemeinsam die Sicherheit und das Sicherheitsgefühl an den Bahnhöfen weiter zu stärken. Gerade im Bereich neuer Technologien, wie der Videoüberwachung, hat sich die Zusammenarbeit und der konsequente Ausbau äußerst bewährt. Bis zum Ende des Jahres 2024 haben die Deutsche Bahn AG und die Bundespolizei dafür gesorgt, dass sich die Zahl der Kameras gegenüber 2012 fast verdoppelt hat. Dadurch konnte die Anzahl aufgeklärter Straftaten mittels Videoüberwachung seit 2019 mehr als verdreifacht werden. Diesen erfolgreichen Weg beim Ausbau der Videoüberwachung werden wir gemeinsam fortsetzen.“

Patrick Hennies, Leiter der Konzernsicherheit der DB: „Sicherheit steht für uns an erster Stelle! In unserer starken Partnerschaft setzen wir auf Präsenz in Bahnhöfen und Zügen sowie den Schutz des Systems Bahn, seiner Kunden und Mitarbeitenden. Einen besonderen Fokus haben wir auf unsere Infrastruktur und die Anwendung neuer Technologien.“

Thomas Plank, Vizepräsident des Bundespolizeipräsidiums: „Wir sind Sicherheit - auch im Bahnverkehr! Mit der Fortschreibung unserer innovativen Partnerschaft ist der Grundstein gelegt, damit wir auch zukünftig den Herausforderungen der sich wandelnden Sicherheitslage erfolgreich begegnen können.“

Ein Beispiel für die besondere Form der Zusammenarbeit ist das Sicherheitszentrum Bahn, in dem Mitarbeitende der DB und Beamte der Bundespolizei rund um die Uhr gemeinsam den Überblick über Lage und Ereignisse haben, Informationen analysieren und gemeinsam Entscheidungen im Sinne der Sicherheit treffen. Ob Staatsbesuch, Eingriffe Außenstehender in den Bahnbetrieb, Großveranstaltungen oder Bundesliga-Wochenende: Ziel ist maximale Sicherheit für alle. Expertenteams werten gemeinsam Daten aus, planen Sicherheitsmaßnahmen und entwickeln auf Basis aktueller Erkenntnisse gemeinsame Sicherheits- und Einsatzkonzepte.

Auch für Bahnkunden und Bahnhofsbesucher ist die Partnerschaft sichtbar: An immer mehr Bahnhöfen gehen Beamte der Bundespolizei und Sicherheitskräfte der DB zusammen auf Streife. Auch dabei steht die Kombination aus hoheitlichen Befugnissen der Bundespolizei und dem Hausrecht der DB für das gemeinsame Ziel Sicherheit.

Bei der Kriminalitätsbekämpfung erzielten die DB und die Bundespolizei große Fortschritte im konsequenten Ausbau und der Modernisierung von Videotechnik. Bis Ende 2024 wurden 143 Bahnhöfe zusätzlich mit modernster Videotechnik ausgestattet. Insgesamt liefern deutschlandweit an rund 1.000 Bahnhöfen Kameras Bilder an die Bundespolizei. Damit konnte die Bundespolizei beachtliche Erfolge bei der Aufklärung von Straftaten und der Erhellung des Dunkelfeldes erzielen. Gemeinsam arbeiten die Partner am Ausbau weiterer Verkehrsstationen mit Videotechnik nach den Ausstattungsempfehlungen der Bundespolizei.

Ein weiterer Baustein ist das gemeinsame Forschungsvorhaben Sicherheitsbahnhof, bei dem die DB und die Bundespolizei mit wissenschaftlicher Begleitung neue Sicherheitstechnologien erforschen und erproben. Im Mittelpunkt steht die Steigerung der Sicherheit der Bahnhofsnutzenden und der Schutz der kritischen Infrastruktur Bahn. Ziel ist es, Gefahren, insbesondere in zeitkritischen Situationen, zuverlässig und frühzeitig zu erkennen, um proaktiv handeln und Schäden verhindern zu können.

Neue Technologien wie Künstliche Intelligenz oder Drohnensysteme sind Chance und Herausforderung zugleich: Sie eröffnen innovative Möglichkeiten für moderne Sicherheitsstrategien, stellen die Ordnungspartner jedoch auch vor die Aufgabe, deren missbräuchlichen Einsatz zum Nachteil der Bahn wirksam zu unterbinden. Daher gewinnt die Beschäftigung mit neuen Technologien zunehmend an Bedeutung und erfordert ebenso gemeinsame und verantwortungsvolle Aufmerksamkeit gegenüber aktuellen Risiken.

Am Ende waren sich die Partner einig: Das Unterzeichnen der Vereinbarung ist ein Symbol für die ohnehin bereits enge, vertrauensvolle und vielschichtige Zusammenarbeit. Das erklärte gemeinsame Ziel ist, dass Reisen mit dem Verkehrsmittel Bahn für alle Nutzerinnen und Nutzer nachhaltig sicherer gestaltet wird. Diese besondere Partnerschaft wird sich den Herausforderungen der Zukunft gemeinsam stellen und daran weiterwachsen.

Hinweis an die Redaktionen:

Bildmaterial kann ab ca. 18 Uhr in der DB Mediathek abgerufen werden.

Weiterführende Links:

http://sicherheitsbahnhof.bahnhof.de/www.deutschebahn.com/sicherheithttps://bundespolizei.de/unsere-aufgaben/bahnpolizei

25. November 2025, 12:15 Uhr
Berlin
3D-Druck bringt Züge schneller zurück aufs Gleis • Bereits über 200.000 Bauteile aus dem 3D-Drucker im Einsatz • Mehr als 20 Millionen Euro durch schnelle und effiziente Verfügbarkeit von Ersatzteilen eingespart

Seit 2015 setzt die Deutsche Bahn auf 3D-Druck. Was mit einfachen Ersatzteilen wie einem Kleiderhaken aus Kunststoff begann, hat sich inzwischen zu einer Auswahl von über 200.000 Teilen für mehr als 1.000 Anwendungen entwickelt. Das Verfahren ermöglicht eine schnelle und effiziente Beschaffung von Ersatzteilen und hat bereits mehr als 20 Millionen Euro eingespart.

Deutsche Bahn (DB) weltweit führend im 3D-Druck bei den Bahnunternehmen

Mit dem 3D-Druck produziert die DB insbesondere Ersatzteile für die Instandhaltung von Zügen und Lokomotiven. Dabei reicht die Bandbreite von kleinen Kunststoffteilen bis hin zu echten Schwergewichten aus Metall wie etwa einem 540 Kilogramm schweren Getriebegehäuse. Die Komponenten werden nach Bedarf produziert und stehen durch die innovative Technologie schnell in der benötigten Menge zur Verfügung. Das spart Lagerkosten und Logistikfläche, verkürzt Lieferzeiten und schafft Unabhängigkeit.

Grundlage dafür ist das Digitale Warenlager der DB – eine zentrale Datenbank für technische Zeichnungen von Ersatzteilen. Aktuell umfasst es über 1.000 virtuelle Modelle. Damit leistet der 3D-Druck einen wichtigen Beitrag zu Wirtschaftlichkeit und Nachhaltigkeit der DB: Züge und Lokomotiven können schneller repariert und langfristig weiterbetrieben werden. Gerade dann, wenn Hersteller oder Zulieferer wichtige Ersatzteile nicht liefern können oder gar nicht mehr produzieren. 3D-Druck hilft in solchen Fällen schnell und unkompliziert.

Stefanie Brickwede, Leiterin Konzernprojekt 3D-Druck: „Mit Hilfe von 3D-Druck können wir benötigte Ersatzteile buchstäblich auf Knopfdruck zur Verfügung stellen. Davon profitieren unsere Kund:innen, denn wir bringen Züge dadurch schneller wieder zurück auf die Strecke. Gleichzeitig unterstützen wir unsere Mitarbeitenden, die effizienter arbeiten können.“

Kleines Teil, großer Effekt: Auch beim neuen ICE L kommt ein 3D-gedrucktes Hilfsmittel zum Einsatz. Eine gelbe Schablone hilft Mitarbeitenden, Piktogramme passgenau anzukleben, an denen Fahrgäste sich im Zug orientieren können – zum Beispiel die Kennzeichnung der BahnBonus-Bereiche oder die QR-Codes fürs Kundenfeedback. Mithilfe der Schablone funktioniert das Kleben deutlich schneller, einfacher und damit auch günstiger.

Bei der Herstellung der Bauteile greift die DB auf eigene Drucker und ihr Partnernetzwerk zurück. 2016 hat der Konzern das Netzwerk "Mobility goes Additive" ins Leben gerufen. Mehr als 140 Unternehmen – von Anwendern, Druckmaschinenherstellern und Druckdienstleistern über Universitäten bis hin zu Startups – arbeiten zusammen, um Innovationen gemeinsam voranzutreiben. Zum Einsatz kommen verschiedene Druckverfahren, darunter unter anderem die Materialextrusion, das Pulverbett-Verfahren oder Binder-Jetting.

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Ende des Sliders

3D-Druck in Zahlen

  • Die DB nutzt seit zehn Jahren die Vorteile des 3D-Drucks.
  • Seit 2015 wurden über 200.000 Bauteile für mehr als 1.000 verschiedene Anwendungen 3D-gedruckt. Dazu gehören zum Beispiel ein 540 Kilogramm schweres Getriebegehäuse, Handlaufschilder mit Blindenschrift, Tablet-Halter, Bohrschablonen, Abdeckungen oder Mantelhaken.
  • Die DB nutzt insgesamt zwölf verschiedene 3D-Druckverfahren, darunter mit Metall, Kunststoff und Sand.
  • Die schnelle und effiziente Beschaffung von Ersatzteilen hat bereits mehr als 20 Millionen Euro eingespart.

19. November 2025, 11:00 Uhr
Nürnberg
Ab 2026 bleibt das DB Museum Nürnberg auch dienstags geschlossen • Einschränkungen zudem bei den Nutzungszeiten von Bibliothek und Archiv • Museumspädagogische Angebote des Museums für Kommunikation Nürnberg können weiterhin am Dienstagvormittag gebucht werden

Das DB Museum Nürnberg passt ab dem 12. Januar 2026 seine Öffnungszeiten an: Künftig bleibt das Museum montags und dienstags geschlossen. Auch die Nutzungszeiten von Bibliothek und Archiv werden um ein Drittel reduziert. Mit diesen Änderungen reagiert das Museum auf das strukturelle Sanierungsprogramm der Deutschen Bahn AG, welches auch Auswirkungen auf die Deutsche Bahn Stiftung hat. Nach einem umfangreichen Prüfungsprozess wurden Maßnahmen für alle Museumsstandorte beschlossen, ohne damit den Kernauftrag des Museums zu gefährden, die deutsche Eisenbahngeschichte zu bewahren.

Dr. Oliver Götze, Direktor DB Museum: „Als großes Technik- und Verkehrsmuseum fällt uns die Einführung eines weiteren Schließtages sehr schwer. Wir haben jedoch alle Möglichkeiten sorgfältig geprüft und uns schließlich für den besuchsschwachen Dienstag als zweiten Schließtag entschieden. Neben Kostenersparnissen ermöglicht uns die längere Ruhephase, unsere Ressourcen gezielter für Wartung und Angebotsentwicklung einzusetzen und unser vielfältiges Angebot trotz Umstrukturierungen auf hohem Niveau zu sichern.“

Das Museum für Kommunikation Nürnberg, das sich im selben Gebäude befindet, wird künftig ebenfalls am Wochenanfang zwei Tage geschlossen sein. Dort bleiben allerdings am Dienstagvormittag Führungen, Workshops und der Besuch des Escape Rooms für Schulklassen buchbar.

Jährlich besuchen rund 175.000 Gäste aus der ganzen Welt das DB Museum in Nürnberg. Über den Museumsbetrieb hinaus erfüllt das Museum den gemeinnützigen Zweck der zentralen Erschließung, Sammlung, Darstellung und Vermittlung der Geschichte des Eisenbahnwesens in Deutschland.

Deutsche Bahn Stiftung und DB Museum

Das DB Museum ist das älteste Eisenbahnmuseum der Welt. Unter dem Dach der Deutsche Bahn Stiftung bewahrt es das historische Erbe der Eisenbahn in Deutschland. Die Deutsche Bahn Stiftung wurde 2013 als gemeinnützige GmbH von der Deutschen Bahn AG gegründet und ist deutschlandweit in den Schwerpunkten Bildung, Integration und Ehrenamt aktiv. Mehr unter www.dbmuseum.de und www.deutschebahnstiftung.de.

05. November 2025, 10:00 Uhr
Berlin/Hayange
Saarstahl Rail beliefert DB mit 1.000 Tonnen grünem Stahl • Grüner Stahl wird mit neuer Technologie produziert und verursacht bis zu 70 Prozent weniger CO2e-Emissionen

Die Deutsche Bahn (DB) kauft erstmals Schienen aus „grünem Stahl“ ein. Dafür hat DB InfraGO mit Saarstahl Rail einen Liefervertrag über rund 1.000 Tonnen klimafreundlich produzierter Schienen abgeschlossen. Die erste Lieferung umfasst Schienen, die in Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und im Saarland verbaut werden. Insgesamt entsprechen die rund 1.000 Tonnen Stahl rund 22 Schienenkilometern.

Mit dieser Kooperation setzen beide Unternehmen ein wichtiges Zeichen für nachhaltige Lieferketten und Kreislaufwirtschaft in der Bahnindustrie. Der grüne Stahl von Saarstahl Rail wird im französischen Werk Saarstahl Ascoval hergestellt. Das Werk stellt Stahl nicht über die traditionelle Hochofenroute unter dem Einsatz von Eisenerz und Kohle her, sondern verwendet die sogenannte Elektrolichtbogenofen-Technologie, um aus Altschienen und Schrott neuen Stahl zu produzieren. Im Vergleich zu Schienen, die über traditionelle Hochöfen produziert werden, fallen in Elektrolichtbogenöfen bis zu 70 Prozent weniger CO2e-Emissionen an. Bei 1.000 Tonnen grünem Stahl beträgt die CO2e-Einsparung rund 1.800 Tonnen.

Philipp Nagl, Vorstandsvorsitzender DB InfraGO AG: „Mit dem Einsatz von emissionsreduziertem Stahl leisten wir einen wichtigen Beitrag, um auch unsere Baumaterialien und Beschaffungsprozesse in der Bahninfrastruktur noch nachhaltiger zu gestalten. Gemeinsam mit Saarstahl Rail zeigen wir in diesem Pilotprojekt, dass klimafreundliches Bauen und heimische Wertschöpfung Hand in Hand gehen können. Darüber hinaus stärken wir Leitmärkte für emissionsreduzierte Baustoffe. So gestalten wir eine Infrastruktur, die dauerhaft nachhaltig und wirtschaftlich Bestand hat.“

Jonathan Weber, Vorstand Transformation Saarstahl und verantwortlicher Vorstand für Saarstahl Rail: „Es ist ein starkes Signal für nachhaltiges Bauen, dass die Deutsche Bahn beim Ausbau der Bahninfrastruktur auf die CO2-arm hergestellte Schiene von Saarstahl Rail setzt. Die grüne Schiene hat sich damit im internationalen Bahnsektor als wichtiger Baustein für das Gelingen der Mobilitätswende etabliert. Ein Vorbild für den Einsatz emissionsreduzierter Materialien in anderen Branchen.“

Die Schiene ist schon heute der klimafreundlichste motorisierte Verkehrsträger. Die Deutsche Bahn will bis 2040 klimaneutral werden und hat sich verpflichtet, ihre Treibhausgasemissionen über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg auf „Net-Zero“ zu reduzieren. Mit Blick auf die aktuell drängendsten Herausforderungen durch den Klimawandel fokussiert sich die DB bei ihrer ökologischen Transformation auf die fünf Handlungsfelder Klimaresilienz, Klimaschutz, Ressourcenschutz, Umweltschutz und Lärmschutz. Gleichzeitig investiert die DB in den kommenden Jahren massiv in eine zuverlässige Infrastruktur. Da bereits heute rund 50 Prozent der Scope-3-Emissionen der Deutschen Bahn, also indirekte Treibhausgasemissionen aus der vor- und nachgelagerten Wertschöpfungskette, auf Bautätigkeiten entfallen, setzt die DB auf emissionsreduzierte Baustoffe und erprobt den Einsatz von grünem Stahl und grünem Beton.

Über DB InfraGO

Die DB InfraGO AG ist die gemeinwohlorientierte Infrastrukturgesellschaft der Deutschen Bahn AG. Mit mehr als 68.000 Mitarbeitenden ist sie für das rund 33.400 Kilometer lange Streckennetz inklusive aller betriebsnotwendigen Anlagen und 5.400 Bahnhöfe verantwortlich. Die DB InfraGO AG ist in die Geschäftsbereiche Fahrweg und Personenbahnhöfe untergliedert. Der Geschäftsbereich Fahrweg ist der größte Eisenbahninfrastrukturanbieter Europas mit jährlich mehr als 1.100 Mio. gefahrenen Trassenkilometer auf den Gleisen in Deutschland. Der Geschäftsbereich Personenbahnhöfe vereint neben der Entwicklung, dem Bau und dem Betrieb von Bahnhöfen auch vielfältige mobilitätsorientierte Dienstleistungen am Bahnhof und zählt zudem zu Deutschlands größten Gewerbevermietern.

Über Saarstahl Rail

Saarstahl Rail, eine Tochter der Saarstahl-Gruppe mit Sitz in Hayange, Frankreich, produziert hochwertige Schienenprodukte basierend auf CO2-reduziertem Stahl und treibt so die ökologische Mobilitätswende erfolgreich voran. Die Geschichte des Standortes Hayange reicht bis ins Jahr 1892 zurück. Die erste Schiene wurde 1897 hergestellt. 2021 wurde der Standort in die SHS/Saarstahl-Gruppe integriert. Das Produktportfolio von Saarstahl Rail umfasst insgesamt über 100 Schienenprofile, die in 25 Stahlsorten mit einer Länge von bis zu 108 m geliefert werden können. Alternative Längen sind genauso möglich. Der CO2-reduzierte Stahl wird von Saarstahl Ascoval geliefert.

Weitere Informationen: www.saarstahl-rail.com

31. Oktober 2025, 10:00 Uhr
Berlin
Alle Kund:innen mit BahnCard 25 und 50 können im November bis zu vier weitere Mitreisenden rabattiert mitnehmen

Im November können alle Besitzer:innen einer BahnCard 25 oder 50 bis zu vier Mitreisenden mit ihrem BahnCard-Rabatt mitnehmen. Das heißt: Alle Reisenden erhalten 25 bzw. 50 Prozent Rabatt auf alle Flexpreise und 25 Prozent Rabatt auf alle Sparpreise (ausgenommen City-Ticket).

Die BahnCard-Aktion gilt für Reisen im November, die vom 1. bis 30. November gebucht werden. Die Tickets mit BahnCard-Rabatt sind über alle DB-Vertriebswege – also in den DB Reisezentren und DB Agenturen sowie über bahn.de und die App DB Navigator – erhältlich.

So können Kund:innen das Angebot bei der Online-Buchung nutzen:

  1. Gewünschte Strecke eingeben
  2. Reisende auswählen: Bis zu 5 Reisende mit BahnCard 25 oder 50 Ermäßigung in derselben Klasse angeben
  3. Verbindung und Angebot auswählen
  4. Gemeinsam fahren und sparen

Das ist noch wichtig: Die Buchung der Fahrt muss für alle Reisende im selben Buchungsschritt erfolgen. Zudem müssen alle Reisende gemeinsam fahren, da der BahnCard-Inhaber bei der Kontrolle im Zug seine BahnCard für alle Mitreisenden vorzeigen muss.

Je nachdem, für welche Klasse die BahnCard des Inhabenden gilt, ist das Angebot sowohl für die 2. als auch für die 1. Klasse nutzbar. Weitere Informationen rund um die Aktion gibt es hier: bahn.de/bc25-50mitfahraktion 

30. Oktober 2025, 17:15 Uhr
Berlin
Aufsichtsrat bestellt drei neue Vorstände • Karin Dohm wird neue Finanzvorständin • Harmen van Zijderveld übernimmt den Regionalverkehr • Neuer Güterverkehrsvorstand wird Bernhard Osburg • Dr. Sigrid Nikutta verlässt die DB • Infrastrukturvorstand Berthold Huber scheidet aus

Der Aufsichtsrat der DB AG hat in seiner heutigen außerordentlichen Sitzung drei neue Vorstände berufen. Nach dem CEO-Wechsel zu Evelyn Palla vor vier Wochen ist damit die Neuaufstellung des Konzernvorstands beschlossen.

Harmen van Zijderveld übernimmt die Aufgabe des Vorstands Regionalverkehr zum 1. November 2025. Der 50-Jährige verantwortete zuletzt im Vorstand der DB Regio das Ressort Regio Schiene. Die frühere Finanzvorständin bei Continental und der Hornbach Gruppe, Karin Dohm wechselt zum 1. Dezember 2025 an die Spitze des Finanzressorts der Deutschen Bahn. Das Vorstandsressort Güterverkehr und damit die DB Cargo verantwortet ab 15. November der 57-jährige Stahlmanager Bernhard Osburg.

Aufsichtsratsvorsitzender Werner Gatzer: „Die Deutsche Bahn steht vor einem einschneidenden Neuanfang. Mit Karin Dohm, Harmen van Zijderveld und Bernhard Osburg gewinnen wir Persönlichkeiten, die Tempo machen und die zum geplanten Aufbruch passende Expertise mitbringen.“

Evelyn Palla, Vorstandsvorsitzende der Deutschen Bahn AG: „Ich freue mich sehr darauf, gemeinsam mit dem neuen Vorstandsteam den Neustart der Deutschen Bahn entschlossen voranzutreiben. Mit Karin Dohm, Harmen van Zijderveld und Bernhard Osburg gewinnen wir erfahrene und verantwortungsstarke Führungspersönlichkeiten, die genau das Umsetzungsvermögen und die Zukunftsorientierung mitbringen, die wir jetzt benötigen.“

Karin Dohm hat in den vergangenen Jahren bei der Hornbach Gruppe das CFO-Ressort inklusive Planning & Controlling, Accounting, Tax, Unternehmensfinanzierung und Treasury, Compliance, Datenschutz, interne Revision und Investor Relations verantwortet. Davor war die 53-jährige Volkswirtin, als Wirtschaftsprüferin und Steuerberaterin zahlreiche Jahre in verschiedenen globalen Leitungsfunktionen bei der Deutschen Bank und im Beratungs- und Prüfungsgeschäft als Partnerin bei Deloitte tätig.

Harmen van Zijderveld ist seit mehr als 20 Jahren in verschiedenen Positionen bei der DB tätig, zunächst als Teamleiter in der Konzernentwicklung. Über diverse Leitungsfunktionen in der Geschäftsentwicklung, dem Angebotsmanagement und der Verkehrsleitung bei DB Fernverkehr kam er als Leiter zurück in die Konzernentwicklung. Seit Februar 2024 war er bei der DB Regio im Vorstand für das Ressort Schiene zuständig. Der gebürtige Niederländer ist Vater von drei Kindern.

Bernhard Osburg war zuletzt (2020 – 2024) Vorstandsvorsitzender von Thyssenkrupp Steel und zuvor über 20 Jahre in der Stahlbranche in verschiedenen Führungspositionen tätig. Der Diplom-Ingenieur verantwortete bei Thyssenkrupp Steel u. a. den Vertrieb des Stahlunternehmens und den Verkauf von Geschäftsbereichen. Osburg setzte zudem beim Duisburger Unternehmen Programme zur Umstrukturierung sowie Kostensenkung um und hat insbesondere die Transformation zu einer nachhaltigen Stahlproduktion vorangetrieben.

Die neuen Vorstände Karin Dohm, Harmen van Zijderveld und Bernhard Osburg

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Dr. Sigrid Evelyn Nikutta, Vorstand für Güterverkehr der DB AG und Vorstandsvorsitzende der DB Cargo AG, wird zum Jahresende die Deutsche Bahn im gegenseitigen Einvernehmen verlassen. Zum 15. November 2025 übergibt sie die Geschäfte an ihren Nachfolger und wird einen reibungslosen Übergang gestalten. 

Dr. Nikutta trat im Januar 2020 in einer der schwierigsten Phasen für die DB Cargo ihr Amt an. Sie steuerte die DB Cargo sicher durch die Corona-Zeit und machte deutlich, welche zentrale Rolle der Schienengüterverkehr für die Versorgungssicherheit Europas spielt. Dank ihres persönlichen Einsatzes ist DB Cargo verlässlicher Partner der Bundeswehr und Nato. Innerhalb weniger Tage initiierte Dr. Nikutta eine Schienenbrücke in die Ukraine. Im Zuge der laufenden Sanierung hat sie mittelständische Strukturen und klare Ergebnisverantwortung etabliert. Der von ihr eingeschlagene Kurs zeigt schon in 2025 seine Wirkung: Bis auf den Einzelwagenverkehr sind alle Bereiche profitabel.  

Der Vorsitzende des Aufsichtsrats Werner Gatzer: „Ich danke Frau Dr. Nikutta für ihre außerordentliche Leistung. Gerade in etablierten Strukturen ist Veränderung herausfordernd. Dr. Sigrid Nikutta hat gezeigt, dass Transformation machbar ist. Gemeinsam haben wir uns für einen personellen Neuanfang entschieden. Auch im Namen meiner Kollegen im Aufsichtsrat möchte ich Dr. Sigrid Nikutta für ihren Einsatz für die DB AG danken.“

Abschied von Berthold Huber

In der heutigen Gremiensitzung wurde ebenfalls Berthold Huber, Vorstand Infrastruktur, verabschiedet. Der 62-jährige scheidet nach 28 Jahren bei der DB zu Ende Oktober aus dem Unternehmen aus. Anlass ist die Neustrukturierung des Konzernvorstands der DB AG. Huber hat in den letzten drei Jahrzehnten an verschiedenen Stellen des Unternehmens maßgeblich erfolgreiche Weichenstellungen vorgenommen. Zuletzt hat er richtungsweisend die gemeinwohlorientierte Infrastruktursparte DB InfraGO etabliert und damit zusammen mit der Politik und den Arbeitnehmervertretern einen der größten Paradigmenwechsel seit der Bahnreform 1994 umgesetzt.   

Aufsichtsratsvorsitzender Werner Gatzer: „Jahrzehntelang hat sich Berthold Huber wie kaum ein anderer in verschiedenen Funktionen für die DB mit großem Engagement und viel Herzblut für eine bessere Bahn eingesetzt. Für Huber waren vom ersten Tag an die Eisenbahnerinnen und Eisenbahner immer der größte Schatz des Unternehmens. Wir bedanken uns für die langjährige vertrauensvolle Zusammenarbeit.“

Die Bilder der neuen Vorständ:innen finden sie in der Mediathek.

30. Oktober 2025, 11:00 Uhr
Berlin
Rund 30 Millionen ICE-Reisende zwischen Deutschland und den Niederlanden seit dem Jahr 2000 • 25.000 zusätzliche Sparpreise anlässlich des Jubiläums • Ab 1. November ist die Linie zwischen Berlin und Amsterdam komplett auf ICE 3neo umgestellt • Mehr Zuverlässigkeit und Komfort für die Kunden

Ein Vierteljahrhundert ICE-Verkehr zwischen Deutschland und den Niederlanden: Deutsche Bahn (DB) und NS International feierten heute das 25-jährige Bestehen der deutsch-niederländischen Kooperation mit einer gemeinsamen Veranstaltung im niederländischen Amersfoort.

Das klimafreundliche Reisen mit der Bahn zwischen Deutschland und den Niederlanden erfreut sich großer Beliebtheit: Rund 30 Millionen Fahrgäste waren seit dem Start der Verkehre im November 2000 im ICE zwischen beiden Ländern unterwegs. Das Jubiläum begehen die Partner mit einer Ticketaktion: 25.000 zusätzliche Sparpreise und Supersparpreise Europa ab 19,99 Euro sind bis Mitte November für Fahrten zwischen Deutschland und den Niederlanden erhältlich.

Stefanie Berk, Vorständin Marketing & Vertrieb DB Fernverkehr: „30 Millionen Fahrgäste in 25 Jahren ICE-Verkehr zwischen den beiden Nachbarländern zeigen: Klimafreundliches Bahnfahren auch über Landesgrenzen hinweg ist immer häufiger die erste Wahl. Mit modernsten Fahrzeugen wie dem ICE 3neo, der nun auch zwischen den Hauptstädten Berlin und Amsterdam verkehrt, wird Reisen innerhalb Europas für unsere Fahrgäste noch komfortabler und geben dem boomenden internationalen Fernverkehr so einen weiteren Schub.“

Heike Luiten, Direktorin NS International: „Diese neuen Züge sind für Reisende ein großer Fortschritt in Sachen Komfort und Zuverlässigkeit. In jüngster Vergangenheit kam es bei Zugreisenden wiederholt zu Beeinträchtigungen aufgrund von Störungen an älteren Zügen. Wir freuen uns darauf, Reisende an Bord willkommen zu heißen und sie nachhaltig und komfortabel an ihr Ziel zu bringen. Mit der Einführung der ICE-Züge nach Berlin markieren wir gleichzeitig einen besonderen Moment: Seit 25 Jahren verbindet der ICE die Niederlande und Deutschland. Alle Züge der Tagesverbindungen von den Niederlanden nach Deutschland werden nun mit dem ICE gefahren, sodass wir neben der Strecke nach Frankfurt und München nun auch alle Züge nach Berlin mit dem ICE anbieten.“

Anfang November 2000 startete eine Direktverbindung des „ICE International“ zwischen Köln und Amsterdam. Durch den Einsatz von mehrsystemfähigen ICE-Zügen, die mit den unterschiedlichen Strom- und Signalsystemen in beiden Ländern kompatibel waren, entfiel der bisher notwendige, zeitaufwändige Lokwechsel an der Grenze in Emmerich. Der erste ICE zwischen Amsterdam und Frankfurt fuhr bereits im Dezember 2002 über die damals neue Hochgeschwindigkeitsstrecke Köln-Rhein/Main. Die Fahrtzeit zwischen Frankfurt und Amsterdam sank unter vier Stunden – 80 Minuten schneller als zuvor. Seitdem entwickelte sich der grenzüberschreitende Fernverkehr zwischen den beiden Nachbarländern äußerst positiv: Zwischen Frankfurt und Amsterdam fahren die Züge mittlerweile bis zu acht Mal am Tag pro Richtung im Zweistundentakt.

Hinzu kamen im Laufe der Jahre weitere ICE-Verbindungen: Amsterdam ist heute unter anderem von Frankfurt/Main, Köln, Düsseldorf, München, Stuttgart sowie neu Berlin und Hannover direkt mit dem ICE erreichbar.

Fahrzeugseitig folgte im Juni 2024 pünktlich zum Start der Fußball-EM ein weiterer Meilenstein im internationalen Fernverkehr: Die DB setzte in die Niederlande und nach Belgien auf Verbindungen von/nach Frankfurt (Main) erstmals das neueste Flaggschiff der ICE-Flotte ein: den ICE 3neo. Die modernsten und innovativsten Züge der DB ersetzten damit schrittweise die störanfällig gewordene Vorgängerbaureihe. Der ICE 3neo zeichnet sich durch eine besonders hohe Zuverlässigkeit aus: Fahrzeugbedingte Zugausfälle konnten seit dem Einsatz dieses Zuges auf den Verbindungen Frankfurt–Brüssel und Frankfurt–Amsterdam deutlich reduziert werden.

Zwischen Berlin und Amsterdam erfolgt die Umstellung auf den modernen ICE 3neo schrittweise: Am 24. September fuhr erstmals der ICE zwischen Berlin und Amsterdam. Seit Mitte Oktober werden bereits zwei Drittel der Verbindungen mit ICE-Komfort angeboten. Ab 1. November verkehren alle Direktzüge dieser Strecke als ICE und ersetzen vollständig die in die Jahre gekommenen Intercity-Züge. Die Verbindung Berlin–Amsterdam verkehrt je Richtung sechs Mal täglich im Zweistundentakt in rund sechs Stunden Fahrzeit. Zusätzlich fährt ein Zug pro Tag und Richtung zwischen Hannover und Amsterdam.

Alle ICE halten zudem in Osnabrück, wo beispielsweise per Umstieg auch Bremen und Hamburg komfortabel angebunden sind.

Fotos von der Veranstaltung finden Sie hier in der DB-Mediathek.

26. Oktober 2025, 11:00 Uhr
Berlin
Fokus auf operativen Berufen • rund 1.000 angehende Zugverkehrssteuernde, rund 850 Lokführer:innen • Übernahmegarantie gilt nach wie vor

Die Deutsche Bahn (DB) sucht tausende junge Macherinnen und Macher: Für 2026 stellt der Konzern bundesweit rund 5.200 neue Azubis und Dual Studierende ein. Für die Nachwuchskräfte gilt bei erfolgreichem Abschluss nach wie vor eine Übernahmegarantie innerhalb des Unternehmens. Bewerbungen für den Start im Herbst nächsten Jahres sind bereits möglich. Stellenausschreibungen sind unter www.deutschebahn.com/karriere zu finden.

Bei den Ausbildungsberufen liegt der Fokus auf operativen Berufen im direkten Eisenbahnbetrieb. Die DB bildet rund 1.000 junge Menschen zu Zugverkehrssteuernden (früher „Fahrdienstleiter:innen“) aus, rund 850 zu Lokführer:innen. Weitere rund 1.000 Ausbildungsplätze entfallen auf den Bereich der Infrastruktur-Instandhaltung (z.B. Elektroniker:innen, Mechatroniker:innen, Gleisbauer:innen), rund 700 Plätze auf den Bereich der technischen Wartung von Zügen (z.B. Elektroniker:innen, Mechatroniker:innen). Insgesamt gibt es bei der DB 50 verschiedene Ausbildungsberufe und 25 duale Studiengänge.

„Auch in Zeiten der Veränderung legen wir größten Wert auf unsere Nachwuchskräfte. Sie sichern die nachhaltige Zukunft unseres Unternehmens“, sagt DB-Personalvorstand Martin Seiler. „Wir bieten den jungen Menschen neben einer erstklassigen Ausbildung auch einen unbefristeten Arbeitsvertrag, wenn sie den Abschluss geschafft haben.“

Hinweis an Redaktionen: Bildmaterial finden Sie in unserer Mediathek.

20. Oktober 2025, 12:30 Uhr
München
Mehr als vier Milliarden Euro für Erneuerung von rund 500 Kilometer Gleisen und über 200 Weichen sowie Neu- und Ausbau in ganz Bayern im nächsten Jahr

Zusätzlich zu den 2025 bereits umgesetzten Sanierungsmaßnahmen im Werdenfels-Netz und in der Oberpfalz wird die DB InfraGO im kommenden Jahr rund 500 Kilometer Gleise und über 200 Weichen in Bayern erneuern. Davon profitieren unter anderem die Münchner S-Bahn mit zusätzlichen Sanierungsmaßnahmen auf den Linien S2, S4 und S7 sowie das Allgäu-Netz.

Dr. Philipp Nagl, Vorstandsvorsitzender DB InfraGO AG: „Für diese Arbeiten investiert die DB InfraGO rund 10 Prozent zusätzlich in Bayern. Zusammen mit den Generalsanierungen sowie dem Neu- und Ausbauprogramm für Strecken und Bahnhöfe fließen damit 2026 über vier Milliarden Euro in die Schieneninfrastruktur Bayerns. Wir wissen, dass die vielen Baustellen im nächsten Jahr den Reisenden viel Geduld abnötigen werden und bitten um Verständnis. Gleichzeitig wollen wir dauerhafte Einschränkungen im Bahnbetrieb möglichst vermeiden. Diese Zusatzmaßnahmen sind durch die stabile Finanzierungssituation aus dem Sondervermögen Infrastruktur und Klimaneutralität möglich.“

Christian Bernreiter, Bayerischer Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr: „Es ist eine gute Nachricht, wenn die DB mehr Geld ins bayerische Schienennetz steckt. Es ist auch bitter nötig! Die Bahn muss bei den Neubauprojekten vorankommen und dringend in die Instandhaltung und Sanierung der Infrastruktur investieren. Entscheidend wird sein, dass dabei nicht nur die Hochleistungskorridore im Fokus stehen. Genauso wichtig sind Fortschritte bei weit gediehenen Projekten wie der Elektrifizierung der Franken-Sachsen-Magistrale und generell bei den Nebenstrecken im ländlichen Raum. Die Bundesregierung hat mit dem Sondervermögen die richtigen Weichen gestellt. Ich freue mich, wenn die Bahn damit nun die Baustellen in Bayern angeht!“

17. Oktober 2025, 11:00 Uhr
Berlin
Einfach einsteigen: ICE L setzt neuen Standard bei Komfort • Erster Fahrgasteinsatz ab Mitte Dezember 2025 zwischen Berlin und Köln

Die Deutsche Bahn (DB) hat heute den ersten Hochgeschwindigkeitszug mit stufenlosem Einstieg in Deutschland vorgestellt. Mit Neuerungen wie mobilfunkdurchlässigen Scheiben, einem überarbeiteten Innendesign sowie verbesserten Sitzen ist der ICE L der erste Baustein für die Umsetzung der "Agenda für zufriedene Kunden auf der Schiene".

Evelyn Palla, Vorstandsvorsitzende der DB AG, Dr. Michael Peterson, DB-Vorstand Personenfernverkehr, Patrick Schnieder, Bundesminister für Verkehr, und Carlos de Palacio y Oriol, Executive Chairman des spanischen Herstellers Talgo, stellten den neuen ICE L heute in Berlin Ostbahnhof der Öffentlichkeit vor.

Patrick Schnieder, Bundesminister für Verkehr und Evelyn Palla, Vorstandsvorsitzende der DB AG
Patrick Schnieder, Bundesminister für Verkehr und Evelyn Palla, Vorstandsvorsitzende der DB AG
Quelle: Deutsche Bahn AG / Oliver Lang
Patrick Schnieder, Bundesminister für Verkehr und Evelyn Palla, Vorstandsvorsitzende der DB AG mit DB-Mitarbeitenden bei der Präsentation des neuen ICE L

Evelyn Palla: „Wir wollen die Menschen mit unseren Zügen begeistern. Mit dem neuen ICE L setzen wir ganz klar auf mehr Komfort und Zuverlässigkeit für unsere Fahrgäste. Jeder neue Zug zahlt auf einen stabilen Betrieb ein. Deshalb haben wir unsere Flotte in den letzten Jahren konsequent modernisiert und viele neue Hochgeschwindigkeitszüge beschafft.“

Patrick Schnieder: „Ich habe von Anfang an klar gemacht, dass der Kunde auf der Schiene wieder König sein muss. Dafür ist dieser Zug ein perfektes Beispiel: Vom stufenlosen Zugang über das familienfreundliche Platzangebot bis hin zum verbesserten Mobilfunkempfang bringt die neue ICE-Generation viele spürbare Verbesserungen für die Reisenden. Wer modernisiert, verbessert nicht nur die Technik, sondern gleichzeitig das Reiseerlebnis für Millionen Menschen. Das gilt für die Infrastruktur genauso wie für die Züge.“

Carlos de Palacio y Oriol: „Heute beginnt ein neues Kapitel in unserer Beziehung mit der DB. Ich kann versichern, dass wir all unsere Kraft und Ressourcen mit Priorität darauf verwenden werden, ein enger, effizienter, loyaler und zuverlässiger Partner zu sein. All dies, damit der Betrieb der von Talgo gebauten ICE L in der unmittelbaren Zukunft ein Erfolg wird. Es handelt sich um niederflurige Züge, welche auf der gesamten Zuglänge einen stufenlosen Einstieg ermöglichen. Dadurch erfüllen sie auf clevere Weise die neuen Anforderungen an nachhaltige Mobilität.“

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Hoher Fahrgastkomfort

Neben dem stufenlosen Einstieg verfügt der ICE L über zahlreiche Ausstattungsmerkmale für verbesserten Reisekomfort:

  • Das neue Innenraumdesign mit neuen Farben und Materialien sorgt zusammen mit den kürzeren Wagen im ICE L für ein angenehmes, wohnliches Raumgefühl. Hinzu kommt eine tageszeitabhängige Lichtsteuerung.
  • Die 562 verbauten Sitze sind eine echte Neuentwicklung, bei der mehr als 1.600 Testpersonen involviert waren. Die Sitze verfügen an allen Plätzen über Steckdosen sowie bei den Reihensitzen über Klapptische und Tablethalter.
  • Die Fensterscheiben des ICE L lassen Mobilfunksignale direkt und ohne Umwege über Repeater in das Wageninnere. Diese Technologie sorgt für deutlich verbesserten Mobilfunkempfang im Zug.
  • Neue Reservierungsanzeigen mit farbigen LED-Leuchten informieren auf einen Blick über reservierte und freie Sitzplätze.
  • Für Reisende im Rollstuhl bietet der ICE L zusätzlich zum stufenlosen Einstieg eine breitere Tür sowie elektrisch höhenverstellbare Tische an den Rollstuhlplätzen.
  • Familienfreundlichkeit wird beim ICE L ebenfalls großgeschrieben. Mit 46 Plätzen bietet der Zug den größten Familienbereich in der gesamten ICE-Flotte. Hinzu kommen neun Plätze im Kleinkindabteil und damit so viele wie in keinem anderen ICE.

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Einsatz des ICE L ab Mitte Dezember

Der neue Zug wird ab Fahrplanwechsel am 14. Dezember 2025 zunächst schrittweise innerdeutsch eingesetzt. Die ersten Fahrten finden zwischen Berlin und Köln statt (ICE 1548, Abfahrt Berlin Hauptbahnhof 7.10 Uhr, und ICE 1055, Abfahrt Köln Hauptbahnhof 15.36 Uhr). Ab 1. Mai 2026 wird der ICE L zwischen Berlin, Hamburg und Westerland (Sylt) und damit erstmals auf einer touristischen Verbindung fahren. Ab 11. Juli erfolgt dann der Einsatz auf weiteren touristischen Verbindungen von Frankfurt (Main) über Gießen sowie von Köln über Münster nach Westerland (Sylt). Von Dortmund nach Oberstdorf geht es dann ebenfalls mit dem ICE L. Perspektivisch fährt der Zug auch nach Amsterdam, Kopenhagen und Wien, sobald alle hierfür notwendigen Voraussetzungen vorliegen.

Grafik: Hier fährt der ICE L

Hinweis an die Redaktionen:

Bild- und Videomaterial vom neuen Zug finden Sie unter: mediathek.deutschebahn.com. Weiteres Fotomaterial von der Premierenveranstaltung wird fortlaufend aktualisiert.

14. Oktober 2025, 15:00 Uhr
Aach (Baden-Württemberg)
Feierliche Eröffnung des EnBW-Solarparks in Aach / encore | DB, ein Corporate Startup der DB Bahnbau Gruppe, liefert Batteriespeicher mit E-Fahrzeug-Akkus

Im Landkreis Konstanz (Baden-Württemberg) hat die EnBW in Aach feierlich einen Solarpark eröffnet. Die Anlage kann mit ihren 14,2 Megawatt installierter Leistung jährlich so viel Strom erzeugen wie rund 5.500 Haushalte in diesem Zeitraum verbrauchen (3-Personenhaushalte mit durchschnittlich 2.900 Kilowattstunden Verbrauch). Der Solarpark ist seit September 2025 in Betrieb. Das Besondere an der Anlage: Vor Ort wird aktuell ein Batteriespeicher mit Fahrzeug-Akkus installiert, den das DB-Startup encore | DB liefert. Der Speicher besteht aus 360 Modulen. Das entspricht der Anzahl von Modulen, die in rund 40 Fahrzeugen zum Einsatz kommt. Durch diese Akkus lässt sich die Einspeisung des Stroms aus dem Solarpark flexibler gestalten.

E-Fahrzeug-Batterien machen Stromeinspeisung aus Solarpark flexibler

„Dieser Speicher ist ein schönes Beispiel dafür, wie Mobilitätswende und die Transformation des Energiesystems Hand in Hand gehen“, erklärt Arnim Wauschkuhn, Leiter Batteriespeicherlösungen bei der EnBW. Er ergänzt: „Mit dem Hochlauf der E-Mobilität werden immer mehr Fahrzeug-Akkus produziert und es kommen immer mehr leistungsstarke Batteriespeicher in den Umlauf. Und diese Batterien können wir auch für stationäre Speicher nutzen. Das spart wertvolle Ressourcen und ermöglicht gleichzeitig die Nutzung von Solarstrom auch bei geringer Sonneneinstrahlung oder nachts.“

Markus Egerer, Geschäftsführer der DB Bahnbau Gruppe, erklärt: „Batteriespeicher sind ein zentraler Baustein für die Energiewende. Mit unseren Systemen aus überschüssigen E-Auto-Batterien verbinden wir Nachhaltigkeit mit Innovation und zeigen, dass wir Verantwortung für Umwelt und Gesellschaft übernehmen.“

Wichtiger Beitrag der Gemeinde, Menschen vor Ort können sich am Solarpark beteiligen

Für Aachs Bürgermeister Manfred Ossola ist die Eröffnungsfeier am Solarpark ein schöner Moment: „Aach leistet damit nicht nur einen wichtigen Beitrag zur Energieerzeugung der Zukunft – bei uns kann man auch sehen, wie wir dafür die vorhandenen Ressourcen und Potenziale optimal nutzen.“ Die Einwohnerinnen und Einwohner aus den Gemeinden Aach, Eigeltingen und Volkertshausen haben zudem die Möglichkeit, sich über ein sogenanntes Nachrangdarlehen finanziell am Erfolg des Solarparks zu beteiligen.

Effiziente Nutzung verwendeter Ressourcen durch Einsatz von E-Auto-Akkus

Gemeinsam kommen die E-Auto-Akkus auf eine Kapazität von 2,34 Megawattstunden und haben eine Leistung von rund 810 Kilowatt. Zur Einordnung: Damit lässt sich rechnerisch etwa drei Stunden lang der Strombedarf von rund 2.400 Haushalten decken. Der Speicher ist dabei so gebaut, dass er sowohl mit gebrauchten als auch mit neuen E-Auto-Akkus betrieben werden kann. Aktuell werden hier ungenutzte, neuwertige Batteriemodule eingesetzt, die im Rahmen von Überproduktionen hergestellt wurden, aber noch nicht in Fahrzeugen verbaut waren. Durch diesen Einsatz als sogenannte „Second Chance“-Module erhöht sich ebenfalls die Ressourceneffizienz – es müssen keine zusätzlichen Rohstoffe für die verwendeten Akkus abgebaut werden. Mit dem weiteren Hochlauf der E-Mobilität werden zukünftig auch verstärkt Module aus gebrauchten Fahrzeugen zur Verfügung stehen. Sie können dann im Speicher in Aach im Rahmen eines regulären Austauschs verwendet werden.

Batteriespeicher als Standard an EnBW-Solarparks

Seit 2023 plant die EnBW ihre neuen Solarparks standardmäßig mit Batteriespeicher. Durch den Einsatz von Speichern lässt sich die Einspeisung aus den Solarparks besser am Bedarf im Stromnetz ausrichten und der vorhandene Netzverknüpfungspunkt optimal nutzen. Zudem helfen die Speicher dabei, den Eigenbedarf der Anlagen auch bei Nacht zu decken.

Informationen zur Bürgerbeteiligung 

Alle relevanten Informationen zur Beteiligungsmöglichkeit für die Bürgerinnen und Bürger bietet die EnBW hier: https://buergerbeteiligung.enbw.com/spaach

Über die EnBW Energie Baden-Württemberg AG 

Mit rund 30.000 Mitarbeiter*innen ist die EnBW eines der größten Energieunternehmen in Deutschland und Europa. Sie versorgt rund 5,5 Millionen Kund*innen mit Energie und ist auf allen Wertschöpfungsstufen von der Erzeugung über den Handel bis hin zum Netzbetrieb und den Vertrieb von Strom, Wärme und Gas aktiv. Dieses Alleinstellungsmerkmal steht auch im Mittelpunkt der aktuellen Markenkampagne „Unsere Energie Bewegt Was“, mit der das Unternehmen deutschlandweit für eine zukunftsweisende und effiziente Energieinfrastruktur sowie clevere, innovative Energielösungen für Menschen, Mitarbeitende und Kommunen wirbt. Im Zuge der Neuausrichtung vom klassischen Energieversorger zum nachhaltigen Infrastrukturunternehmen sind der Ausbau der erneuerbaren Energien sowie der Verteil- und Transportnetze für Strom, Gas und Wasserstoff Eckpfeiler der EnBW-Wachstumsstrategie und Schwerpunkt der Investitionen. Bis 2030 plant die EnBW bis zu 50 Milliarden Euro zu investieren, rund 85 Prozent davon in Deutschland. Bis dahin soll rund 80 Prozent des EnBW-Erzeugungsportfolios aus erneuerbaren Energien bestehen, der Ausstieg aus der Kohle wird bis Ende 2028 angestrebt, sofern die Rahmenbedingungen es zulassen. Dies sind zentrale Meilensteine auf dem Weg zur Klimaneutralität des Unternehmens im Jahr 2035. Unsere Energie Bewegt Was

Über die DB Bahnbau Gruppe GmbH

Die DB Bahnbau Gruppe GmbH ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der Deutschen Bahn AG und zählt zu den führenden Anbietern für Bau, Instandhaltung und Modernisierung der Eisenbahninfrastruktur in Deutschland. Mit über 4.000 Mitarbeiter:innen und rund 700 Instandhaltungsfahrzeugen werden die Planung, Erstellung und Instandhaltung von Infrastrukturanlagen, insbesondere der Eisenbahninfrastruktur und Eisenbahnverkehrsleistungen, erbracht. Als innovativer Partner im DB-Konzern treibt sie zudem innovative Technologien und alternative Energiesysteme voran – von der Entwicklung moderner Ladeinfrastruktur über den Einsatz von Brennstoffzellen bis hin zu Batteriespeicherlösungen.

Über encore | DB

Das Corporate Startup encore | DB, das Batteriespeicher aus Modulen der Elektromobilität herstellt, orchestriert als Full-Service Dienstleister den gesamten Prozess: von der Beschaffung der Batterien über die Fertigung bis zur Inbetriebnahme und Instandhaltung der nachhaltigen Batteriespeicher. Die einzelnen Module werden dabei zunächst auf ihre Funktion getestet und anschließend neu zusammengestellt. Die nachhaltigen Batteriespeicher können Energie aus Solar-, Wind- oder Wasserkraft speichern und je nach Nutzung viele Jahre im Einsatz sein. 

14. Oktober 2025, 10:00 Uhr
Berlin
Tickets 12 Monate im Voraus buchbar • Sparpreisaktion vom 17. bis 21. Oktober

Buchungsstart bei der Deutschen Bahn (DB): Ab morgen können Zugfahrten für das neue Fahrplanjahr einschließlich der Reisen rund um die Weihnachtsfeiertage über alle Buchungskanäle der DB gekauft werden. Die gute Nachricht dabei: Die Preise für Flextickets, die Einstiegspreise für Super Spar- und Sparpreise sowie die Preise für die BahnCards werden nicht steigen. Mehr noch: Vom 17. bis 21. Oktober bietet die DB anlässlich des Buchungsstarts 12 Prozent Rabatt auf alle nationalen Super Spar- und Sparpreistickets. Buchbar sind die Tickets mit Rabatt über bahn.de und die App DB Navigator.

Stefanie Berk, Vorständin Marketing und Vertrieb DB Fernverkehr: „Der neue Fahrplan bietet viele Verbesserungen für unsere Reisenden. Und mit dem Verzicht auf Preiserhöhungen und mit einer tollen Sparpreisaktion stellen wir sicher, dass das ICE-Fahren auch weiterhin so günstig ist wie bisher. Dank der Vorkaufsfrist von 12 Monaten können sich unsere Kundinnen und Kunden jetzt schon Bahntickets für die Feiertage und Ferien im kommenden Jahr sichern – und das zum Frühbucher-Schnäppchenpreis.“

DB-Konzernsprecher Achim Stauß mit Spartipps zum Fahrplanwechsel:

Ende des oberhalb befindlichen Videos

Download des Videos im Querformat (16:9) / Download des Videos im Hochformat (9:16)

Highlights des neuen Fahrplans

  • ICE-Züge verbinden jetzt 21 Städte Deutschlands im Halbstundentakt.
  • Das ICE-Sprinter-Netz wird ausgebaut – mit Rekordfahrzeit zwischen Stuttgart und Berlin.
  • Die DB erweitert ihr internationales Angebot und bietet zusätzliche Direktverbindungen in neun europäische Länder an.
  • Auf den wichtigsten ICE-Linien vereinheitlicht die DB – wo immer es möglich ist – Start- und Zielbahnhöfe, Zwischenhalte und Fahrplantakte für mehr Fahrplanstabilität.
  • Mit dem Fahrplanwechsel feiert der neue ICE L Premiere. Erste Einsätze sind zwischen Berlin und Köln vorgesehen, ab Mitte 2026 wird er auch auf den Verbindungen nach Westerland (Sylt) sowie zwischen Dortmund und Oberstdorf im Einsatz sein.

Der neue Fahrplan gilt ab 14. Dezember 2025. Alle Details gibt es hier: deutschebahn.com/fahrplan

09. Oktober 2025, 11:30 Uhr
Berlin
Evelyn Palla besetzt Spitze von Kommunikation und Marketing der Deutschen Bahn AG neu • Jens-Oliver Voß wird mit sofortiger Wirkung Leiter Kommunikation und Marketing

Die Deutsche Bahn vollzieht mit der neuen Bahnchefin Evelyn Palla einen Neustart. Als eine ihrer ersten Initiativen besetzt Palla die Spitze von Kommunikation und Marketing neu und macht Jens-Oliver Voß mit sofortiger Wirkung zum Leiter Kommunikation und Marketing.

„Der Neustart der Bahn ist auch eine kommunikative Aufgabe“, betont Evelyn Palla. „Kommunikation ist über die Maßen entscheidend für das Vertrauen unserer Kundinnen und Kunden sowie den Stolz, Teil dieser Bahn zu sein.“

Quelle: DB AG / Heye Jensen

Mit Jens-Oliver Voß übernimmt ein ausgewiesener Kommunikationsexperte die Verantwortung. Voß bringt langjährige Erfahrung aus Journalismus und Unternehmenskommunikation mit und ist seit 2005 in verschiedenen Positionen bei der DB tätig.

Die Deutsche Bahn dankt Nicole Mommsen ausdrücklich für ihre Arbeit. Nicole Mommsen wird das Unternehmen im gegenseitigen Einvernehmen verlassen.  In den vergangenen zwei Jahren hat sie den Bereich neu ausgerichtet, modernisiert und einen strategisch-offensiven Kommunikationsansatz verankert. Die integrierten Kampagnen rund um die Generalsanierung der Riedbahn und die Vertriebsoffensive Switch tragen maßgeblich ihre Handschrift.

DB Vorstandsvorsitzende Evelyn Palla: „Ich habe Nicole Mommsen in den vergangenen zwei Jahren als professionelle Kommunikatorin kennen und schätzen gelernt, die den Bereich Kommunikation und Marketing mit Entschlossenheit neu ausgerichtet und messbare Ergebnisse geliefert hat. Dafür möchte ich mich auch im Namen des gesamten Vorstandsteams herzlich bei ihr bedanken. Gleichzeitig haben wir uns entschlossen, den Neustart bei der DB mit Blick auf die anstehenden Veränderungen auch mit einem Wechsel in der Kommunikation zu untermauern. Wir wünschen Nicole Mommsen für ihre weitere berufliche Zukunft alles Gute.“

Mit der neuen Aufstellung unterstreicht die Deutsche Bahn: Der kommunikative Neustart ist Teil des umfassenden Modernisierungs- und Reformkurses, den Evelyn Palla vorantreibt.

„Mit Evelyn Palla steht eine Bahnchefin mit klaren Zielen an der Spitze: weniger Bürokratie, schnellere Entscheidungen, mehr Kundenorientierung - und das wird sich auch in unserer täglichen Arbeit bei Kommunikation und Marketing widerspiegeln“, so Voß.

08. Oktober 2025, 12:15 Uhr
Berlin/Frankfurt am Main
Schauspielerin Anke Engelke als ICE-Zugchefin Tina • Episoden erzählen Geschichten aus dem Alltag des Zugpersonals mit einem Augenzwinkern • Start der Webserie am 8. Oktober auf dem YouTube-Kanal der DB

Im Hauptbahnhof in Frankfurt/Main wurde heute die neue Webserie der Deutschen Bahn (DB) „Boah, Bahn! Wir sitzen alle im selben Zug.“ vorgestellt. „Boah, Bahn!” ist die erste fiktionale Webserie von der Deutschen Bahn über die Deutsche Bahn. In kurzen Episoden werden humorvoll und mit einem Augenzwinkern Geschichten aus dem Alltag in den Zügen erzählt. Die neue Webserie geht heute mit den ersten beiden Folgen auf dem DB-YouTube-Kanal online. Morgen, am 9. Oktober werden weitere vier 3-4-minütige Episoden erscheinen. Die Serie wird auch auf dem Instagram- und TikTok-Kanal der DB zu sehen sein.

Dr. Michael Peterson, DB-Vorstand Personenfernverkehr: „Wir freuen uns sehr über diese Webserie mit Anke Engelke in der Hauptrolle. „Boah, Bahn!“ ist eine humorvolle Liebeserklärung an die Mitarbeitenden der DB. Sie spricht damit ganz vielen unserer Fahrgäste aus dem Herzen. Mit ihrem engagierten und leidenschaftlichen Handeln sind unsere Mitarbeitenden tolle Gastgeber – trotz der oft widrigen Umstände! Die Serie drückt unser aller Wertschätzung für sie aus!“

Anke Engelke: „Hammer, dass ich sowohl durch das Praktikum als auch durch die Dreharbeiten ins Herz der Deutschen Bahn gucken durfte. Selten so ein tolles Abenteuer bei der Arbeit erlebt: Dreharbeiten mit Cast, Team und Kompars:innen in fahrenden Zügen – Herausforderung und Riesenspaß zugleich. Danke, Universum, für ein 1a-Team und Riesenvertrauen auf allen Seiten.“

In der Serie meistert Zugchefin Tina (gespielt von Anke Engelke) gemeinsam mit ihrem Team, der Zugbegleiterin Katy (Chenoa North-Harder), Lukas (Yannik Heckmann) sowie Bordbistro-Stewart Serdar (Mücahit Altun) den teilweise turbulenten Alltag im ICE. Mit Liebe zum Job, mit Humor und Teamgeist begleiten Tina und ihre Crew ihre Fahrgäste auf der Reise quer durch Deutschland, stellen sich allen Herausforderungen und halten trotz aller Widrigkeiten stets zusammen.

Die Webserie wurde von der wtf GmbH, einem Jointventure der btf/ bildundtonfabrik & Elastique. produziert. Regie führte Arne Feldhusen.

Zu sehen gibt es die Episoden hier: youtube.com/c/DeutscheBahnKonzern/shorts

Hinweis an die Redaktionen:

Fotomaterial von der Pressekonferenz steht ab 13 Uhr hier in der DB Mediathek zur Verfügung.

26. September 2025, 10:00 Uhr
Berlin
Neue Sprinter-Verbindungen mit attraktiven Fahrzeiten • deutlich mehr Europaverbindungen • erster Einsatz des ICE L • internationale Fahrten einfacher buchbar

Mehr Städte als je zuvor sind seit 14. Dezember im Halbstundentakt an den Fernverkehr der Deutschen Bahn (DB) angebunden. Seitdem gilt der neue Fahrplan und mit ihm zahlreiche Verbesserungen für die Fahrgäste der DB.

DB-Vorstand Personenfernverkehr Michael Peterson: „Die Menschen wollen Bahn fahren. Wo jetzt schon viele Fahrgäste unterwegs sind, bieten wir im neuen Fahrplan noch mehr Zugfahrten an. Wir bauen unseren Fahrplan mit Blick auf Nachfrage und Kapazität auf dem Schienennetz gezielt aus. Wir freuen uns, trotz der vielen zusätzlichen Baustellen das Angebotsvolumen auch 2026 konstant hoch auf dem Rekordniveau des Vorjahrs halten zu können.“

Der Fahrplan 2026 im Überblick:

Fast so regelmäßig wie die S-Bahn: ICE-Züge verbinden noch mehr Städte Deutschlands im Halbstundentakt

Mit 21 angeschlossenen Städten verdoppelt sich der bisherige Umfang nahezu. Das Streckennetz, auf dem etwa alle halbe Stunde ein Hochgeschwindigkeitszug fährt, wächst von 900 auf 2.300 Kilometer. Dies gilt unter anderem für Verbindungen zwischen Hamburg, Hannover und Kassel oder auch Erfurt, Halle und Berlin. Mit der Verdoppelung der Halbstundentakt-Städte unterstreicht die DB ihr Ziel, ein attraktives Verkehrsangebot für ganz Deutschland auf die Schiene zu bringen.

ICE-Sprinter-Netz wird ausgebaut – Rekordfahrzeit zwischen Stuttgart und Berlin

Mit 14 neuen besonders schnellen ICE-Fahrten werden die Nord-Süd-Achsen Hamburg–Frankfurt (Main) und Berlin–München verstärkt. Über eine Stunde schneller als bisher ist der neue Sprinter Berlin–Stuttgart über Nürnberg mit rund 4:45 Stunden Fahrzeit – eine Rekordfahrzeit zwischen diesen Metropolregionen.

Internationaler Fernverkehr boomt die DB erweitert ihr Angebot und bietet zusätzliche Direktverbindungen in neun europäische Länder an

Ob beispielsweise Belgien, Tschechien, Dänemark, Polen oder Schweiz – mit grenzüberschreitend rund 40 neuen bzw. verlängerten Fahrten täglich wächst die Auswahl kräftig. Zwischen Deutschland und Polen nimmt die neue Eurocity-Linie zwischen Leipzig und Krakau den Verkehr auf – jeweils mit passenden Anschlüssen z.B. von/nach Frankfurt (Main). Auch die Verbindungen in die Schweiz werden weiter verbessert. So gibt es künftig mehr schnelle ICE-Direktverbindungen aus Nordrhein-Westfalen weiter in die Schweiz hinein, direkt bis Zürich oder Chur. Ganz neu angebunden wird Brig – sowohl aus Nordrhein-Westfalen als auch in Richtung Berlin.

Ab Mai 2026 startet die durchgehende Verbindung Prag–Kopenhagen über Dresden, Berlin und Hamburg. Dadurch fahren je nach Saison auch bis zu vier zusätzliche Züge täglich zwischen Hamburg und Kopenhagen. Und erstmals gibt es ab September 2026 vier tägliche ICE-Verbindungen zwischen Köln und Antwerpen über den Flughafen Brüssel, der damit neu einen Anschluss an das ICE-Netz erhält.

Der Plan für mehr Fahrplanstabilität: ICE-Verkehr wird systematischer

Auf den wichtigsten ICE-Linien vereinheitlicht die DB – wo immer es möglich ist – Start- und Zielbahnhöfe, Zwischenhalte und Fahrplantakte. Auch sollen möglichst alle Fahrten der Linien jeweils mit derselben ICE-Baureihe erfolgen. Das System wird so weniger komplex, damit verlässlicher und der Bahnbetrieb insgesamt stabiler. Das Grundprinzip entspricht dem von S-Bahn-Systemen. Dadurch ändern sich vereinzelt Direktverbindungen. Zum Beispiel erhält die Landeshauptstadt Kiel statt vieler unsystematischer Einzelverbindungen nun ein systematisch zweistündliches Taktangebot in Richtung Hannover, Frankfurt und Stuttgart.

Außerdem verzichtet die DB weitestgehend darauf, einen aus zwei Fahrzeugen bestehenden ICE an einem bestimmten Bahnhof zu teilen bzw. die beiden Teile zusammenzuführen. Solche sogenannten Flügelkonzepte ermöglichen zwar mehr Direktverbindungen, sind aber verspätungsanfällig.

Weiterhin großes Fernzugangebot auch in der Fläche

Neben den wichtigen Ausweitungen des Fernverkehrs steht die Deutsche Bahn weiterhin zu einer guten Fernverkehrsanbindung auch außerhalb der großen Städte. Gleichzeitig nutzen die Kunden hier verstärkt den oft ähnlich schnellen, aber günstigeren Nahverkehr – vor allem mit dem Deutschlandticket. Einige sehr schwach nachgefragte Züge kann die DB angesichts der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen mit hohen Kostensteigerungen daher nicht mehr anbieten. Dies betrifft extrem schwach ausgelastete Verbindungen, bei denen teilweise nur zehn Prozent der Sitzplätze belegt sind, etwa zwischen Leipzig und Nürnberg über Jena. Dort wird die Fahrtenanzahl pro Richtung von fünf auf zwei reduziert.

Das jüngste Mitglied der ICE-Flotte hat Premiere: Der ICE L geht an den Start

Mit dem Fahrplanwechsel feiert der neue ICE L Premiere. Erste Einsätze sind zwischen Berlin und Köln vorgesehen. Dann haben Fahrgäste erstmals Gelegenheit, die Vorzüge des neuen Mitglieds der ICE-Familie zu testen. Ab 1. Mai 2026, nach Abschluss der Generalsanierung der Strecke Hamburg–Berlin, fährt der ICE L nach Westerland (Sylt), ab Mitte Juli auch auf den Verbindungen von Köln und Frankfurt nach Westerland sowie zwischen Dortmund und Oberstdorf. Damit kommen auf diesen touristisch bedeutsamen Verbindungen künftig barrierefrei zugängliche Fernzüge auf die Schiene.

Auch die europäischen Nachbarbahnen setzen auf vielen Verbindungen von und nach Deutschland neue Hochgeschwindigkeitszüge ein. Neben den tschechischen ComfortJet kommen im neuen Fahrplanjahr ab Hamburg die mit dem ICE L vergleichbaren dänischen Talgo-Züge sowie der schweizerische Giruno hinzu. Damit gibt es auf nahezu allen wichtigen Reiserouten jeweils landestypischen ICE-Komfort, der Lust auf noch mehr Reisen durch Europa mit der Bahn macht.

Von Frankfurt nach London: Neuerungen beim vereinfachten internationalen Ticketkauf

Neue und zusätzliche grenzüberschreitende Verbindungen machen das Bahnfahren in Europa immer attraktiver. Doch auch das Buchen von Tickets für internationale Bahnreisen ist inzwischen deutlich einfacher und komfortabler.

Nun ist der nächste Meilenstein erreicht: Neben Tickets für Fernverkehrszüge der ÖBB und SBB können Kundinnen und Kunden ab sofort auch viele innerfranzösische TGV-Verbindungen sowie Fahrkarten mit dem Eurostar direkt auf bahn.de oder im DB Navigator buchen. Konkret können Reisende beispielsweise Fahrkarten von Frankfurt nach London oder von Paris nach Marseille mit dem TGV erwerben. Auch die durch Deutschland führenden Nachtzüge der ÖBB sind nun ganz komfortabel über die gewohnten, digitalen DB-Vertriebskanäle erhältlich. Weitere europäische Bahnen sind in Kürze verfügbar.

Bis Ende 2026 wird die DB Tickets aller großer Bahnen der Nachbarländer direkt über bahn.de und die App DB Navigator anbieten. Die technische Basis hierfür schafft OSDM (Open Sales and Distribution Model): ein neuer Standard für den Datenaustausch zwischen den europäischen Bahnen und Ticketverkäufern. OSDM bietet zahlreiche Vorteile für die Kundinnen und Kunden: Sie erhalten direkt eine übersichtliche Preisauskunft für die angezeigten Verbindungen, inklusive Sparangebote der Auslandsbahnen. Zudem können gebuchte Tickets bequem im DB-Kundenkonto eingesehen und verwaltet werden.

Generalsanierungen der Infrastruktur werden fortgesetzt

Noch bis Ende April kommenden Jahres läuft die Generalsanierung der Bahnstrecke Hamburg–Berlin. In dieser Zeit wird der ICE-Verkehr zwischen beiden Städten umgeleitet. Mit bis zu 65 täglichen Fahrten – davon 36 direkt und im Stundentakt – gibt es trotz verlängerter Fahrzeit von rund 45 Minuten weiter ein gutes Angebot. Weitere Baumaßnahmen sind von Februar bis Juli auf der Wupperstrecke zwischen Hagen und Köln geplant. Von Februar bis Dezember kommt es zu baubedingten Einschränkungen zwischen Nürnberg und Passau. An der rechten Rheinstrecke zwischen Köln und Frankfurt wird zwischen Juli und Dezember gebaut. Die geänderten Fahrpläne sind bereits in die Auskunftsmedien eingearbeitet.

Buchungsstart für den neuen Fahrplan

Seit 15. Oktober sind die neuen Verbindungen in der Fahrplanauskunft auf bahn.de und im DB Navigator abrufbar. Seitdem läuft auch der Verkauf der Fahrkarten – diese können bis zu zwölf Monate im Voraus gebucht werden. Nationale Angebote wie der Super Sparpreis, der Sparpreis und der Flexpreis können damit z.B. bereits für die kommenden Festtage wie Weihnachten, Ostern und Pfingsten, die Schulferien und andere planbare Ereignisse gebucht werden. Tickets ins Ausland sind bis zu sechs Monate vor Reisebeginn erhältlich.

Informationen und Tickets gibt es auf bahn.de und im DB Navigator sowie inDB Reisezentren und DB Agenturen.

23. September 2025, 11:15 Uhr
Berlin
Evelyn Palla tritt Amt der Vorstandsvorsitzenden zum 1. Oktober 2025 als Nachfolgerin von Dr. Richard Lutz an • AR-Vorsitzender Werner Gatzer: „Mit Evelyn Palla gelingt der Neustart.“

Der Aufsichtsrat der Deutschen Bahn AG hat in seiner heutigen Sitzung Evelyn Palla zur neuen Vorstandsvorsitzenden mit Wirkung zum 1. Oktober 2025 berufen. Der bisherige Vorstandsvorsitzende Dr. Richard Lutz scheidet im gegenseitigen Einvernehmen zum 30. September 2025 aus dem Unternehmen aus.

Der Aufsichtsratsvorsitzende Werner Gatzer erklärte in Berlin: „Evelyn Palla hat mit herausragenden operativen und strategischen Fähigkeiten in führenden europäischen Konzernen und seit 2019 auch bei der Deutschen Bahn bewiesen, dass sie Transformationsprojekte erfolgreich umsetzen kann. Das Geschäftsfeld DB Regio AG hat sie aus schwierigsten in ruhige Fahrwasser geführt – gemeinsam mit allen Beteiligten und vor allem mit den Kolleginnen und Kollegen, die jeden Tag für Millionen Kundinnen und Kunden im Einsatz sind. Wir sind fest davon überzeugt, dass der DB mit Evelyn Palla an der Spitze ein erfolgreicher Neustart gelingen und die vom Bundesverkehrsministerium vorgestellte Agenda für zufriedene Kunden auf der Schiene zügig umgesetzt werden kann.“

Aufsichtsratschef Werner Gatzer dankte Richard Lutz für seine langjährige Arbeit für die DB: „Richard Lutz hat die Geschicke des Konzerns seit mehr als 30 Jahren zunächst als Controller und Finanzvorstand und seit 2017 als Vorstandsvorsitzender entscheidend geprägt. Die von ihm umgesetzte Strategie der Starken Schiene hat einen wichtigen Beitrag zur verkehrspolitischen Wende in Deutschland geleistet und den Kolleginnen und Kollegen der DB Orientierung in Zeiten extremer betrieblicher Herausforderungen gegeben. Mit dem Sanierungsprogramm S3 hat er darüber hinaus im vergangenen Jahr die Sanierung des Konzerns in den drei Dimensionen Infrastruktur, Betrieb und Wirtschaftlichkeit eingeleitet und sichtbare erste Erfolge erzielt. Ich bedanke mich im Namen des gesamten Aufsichtsrats für die Verdienste, die Richard Lutz für die DB geleistet hat.“  

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder, der Aufsichtsratsvorsitzende Werner Gatzer und der noch amtierende Vorstandsvorsitzende Richard Lutz hatten sich am 14. August 2025 einvernehmlich verständigt, den Vertrag des Vorstandsvorsitzenden vorzeitig zu beenden. Es wurde vereinbart, dass Richard Lutz bis zur Regelung der Nachfolge weiterhin geschäftsführend zur Verfügung steht.

Evelyn Palla, Vorstandsvorsitzende Deutsche Bahn AG
Evelyn Palla, Vorstandsvorsitzende Deutsche Bahn AG
Quelle: Deutsche Bahn AG / Stefan Wildhirt
Evelyn Palla, Vorstandsvorsitzende Deutsche Bahn AG

Evelyn Palla, Jahrgang 1973, startete ihre berufliche Laufbahn 1997 bei der Infineon Technologies AG. Ab 2003 war die gebürtige Südtirolerin bei der E.ON AG in München, Köln und Mailand tätig. 2011 wechselte sie zu den Österreichischen Bundesbahnen nach Wien. Dort war sie ab 2015 als Vorstand der ÖBB Personenverkehr AG für den Regionalverkehr zuständig. Zudem bekleidete sie ab 2015 das Amt der Aufsichtsratsvorsitzenden der ÖBB Postbus AG. Im Februar 2019 wechselte Evelyn Palla zur Deutschen Bahn und trat ihre neue Funktion als Finanzvorstand der DB Fernverkehr AG an. Im Juli 2022 wurde Evelyn Palla zum Vorstand für Regionalverkehr der Deutschen Bahn AG berufen.

23. September 2025, 11:00 Uhr
Saarbrücken
Das Saarland und die DB starten Modellregion für integrierte Alltagsmobilität • Leihräder und E-Scooter ab sofort auch im DB Navigator auffindbar • Neue Angebote ergänzen künftiges S-Bahn-Netz

Mit dem Nahverkehr von Tür zu Tür, ohne auf das eigene Auto angewiesen zu sein – das ist das Ziel der „Modellregion für Integrierte Mobilität im Saarland“, die das saarländische Ministerium für Umwelt, Klima, Mobilität, Agrar und Verbraucherschutz (MUKMAV) und die Deutsche Bahn (DB) heute in Saarbrücken offiziell eröffnet haben.

Den Anfang machen neue Leihstationen für Fahrräder und E-Scooter an der Universität des Saarlandes in Saarbrücken sowie an den Bahnhöfen Dudweiler und Scheidt. Diese Mobilitätsangebote ergänzen das gut ausgebaute Schienennetz im Saarland, das bis Ende 2026 zu einem S-Bahn-Netz so erweitert wird, dass wichtige Linien in einem 20-Minuten-Takt fahren werden. Stück für Stück werden an weiteren Standorten neue Mobilitätsangebote dazukommen. Dazu können neben Leihrädern, On-Demand-Verkehren oder gesicherten Fahrradabstellanlagen auch Plus- oder Expressbuslinien gehören.

Jan Schilling, Vorstand DB Regio: „Egal ob ins Büro, zur Uni oder zum Einkauf – alltägliche Wege müssen komfortabel ohne eigenes Auto möglich sein. Das ist unser Ansatz einer nahtlosen Mobilität – physisch und digital: Wir vernetzen Bahn, Leihräder und E-Scooter und wollen künftig auch Expressbusse und On-Demand-Verkehre integrieren. Möglich ist ein solcher Ansatz nur gemeinsam. Und daher ist es so wertvoll, dass das Saarland mit uns als DB, unseren Partnern und den Kommunen gemeinsam an einem Strang zieht. Nach SMILE24 in Schleswig-Holstein ist das Saarland die nächste Region, in der wir als DB unsere Expertise einbringen und gemeinsam mit unseren Partnern wichtige Erkenntnisse gewinnen können.“

Sebastian Thul, Staatssekretär MUKMAV: „Gerade im Autoland Saarland brauchen wir attraktive Alternativen, die den ÖPNV sinnvoll ergänzen. Sharing-Fahrzeuge wie Fahrräder und E-Scooter schaffen genau diese Flexibilität für die letzte Meile und ermöglichen so nahtlose Reiseketten. Solche Angebote sind ein Schlüssel für mehr nachhaltige Mobilität, weil sie es den Menschen erleichtern, für ihre täglichen Wege auf umweltfreundliche Verkehrsmittel umzusteigen.“

Patrick Berberich, Baudezernent Saarbrücken: „Die neuen Sharing-Angebote sind ein wichtiger Baustein für eine moderne Mobilität in unserer Stadt. Mit dem neuen Angebot schaffen wir die nötige Infrastruktur vor Ort und leisten damit einen wichtigen Beitrag. Als Landeshauptstadt ist es uns wichtig, dass umweltschonende Angebote wie diese für alle Bürger und Gäste einfach zu nutzen sind und gut sichtbar im öffentlichen Raum verankert werden.“

Prof. Dr. Raimund Seidel, Vizepräsident für nachhaltige Entwicklung uns Strategie an der Universität des Saarlandes: „Die Universität des Saarlandes begrüßt dieses Projekt. Die Umsetzung des Reallabors steht im Einklang mit unseren Bestrebungen, den Campus nachhaltig, autoarm und lebenswerter zu gestalten. Gleichzeitig verbessert das Angebot die Anbindung an die Universität und schafft mehr Flexibilität für Studierende und Mitarbeitende.“

Tobias Griesmeier, Head of Regulatory Affairs Dott: „Wir begrüßen die Einrichtung von neuen Sharingstationen ausdrücklich und freuen uns auf den Start dieses Projektes. Rund die Hälfte unserer Nutzer verbinden schon heute eine e-Scooter-Fahrt mit dem ÖPNV. Wir erhoffen uns von den neuen Stationen eine bessere Sichtbarkeit von alternativen Mobilitätsmöglichkeiten und eine verstärkte Nutzung des Umweltverbundes.Passend dazu hat die App DB Navigator kürzlich ein praktisches Update erhalten. In der unteren Leiste der App finden Nutzer:innen den Button „Umgebung“ und können so Sharing-Dienste wie Leihräder und E-Scooter direkt in der App finden. Das Feature steht bundesweit zur Verfügung.

Auf der InnoTrans 2024 unterzeichneten das Saarland und die DB einen Letter of Intent, der die Einrichtung der Modellregion im Saarland mit verschiedenen „Reallaboren“ vorsieht. Im vergangenen Jahr ist das Bundesland daher in den Austausch mit vielen Kommunen getreten, um zu prüfen, welches Angebot das passende für den jeweiligen Bahnhof ist.

Vom 23. September bis 15. Oktober zeigt eine Ausstellung im Reisezentrum in Saarbrücken Fortschritte und Ziele des Projekts. Hier können sich Interessierte kostenfrei über die Zusammenarbeit der Partner informieren. Außerdem ist im Reisezentrum die digitale Verkaufsassistenz Kiana ausgestellt. Kiana funktioniert per Spracheingabe und kann KI-basiert das passende Ticket für Fahrgäste finden.

Über DB RegioDB Regio ist der größte Anbieter von öffentlichem Personennahverkehr in Deutschland. Das Tochterunternehmen der Deutschen Bahn betreibt mit rund 42.000 Mitarbeitenden bundesweit Zug- und Busverbindungen. Zudem zählen die Metropol-S-Bahnen in Berlin, Hamburg, München, Rhein-Main und Stuttgart zu DB Regio. Im ländlichen Raum ergänzt DB Regio die bestehenden Verbindungen durch eine wachsende Zahl an On-Demand-Verkehren. Leistungen im Nahverkehr werden in Deutschland per Gesetz von Bundesländern und Kommunen koordiniert.

In der Modellregion „SMILE24“ an der Schlei-Region in Schleswig-Holstein betreibt die DB-Tochter Autokraft unter Federführung der örtlichen Aufgabenträger die Busverkehre und On-Demand-Verkehre der Region. SMILE24 ist Ostern 2024 gestartet und bietet Reisenden rund um die Uhr Zugang zum ÖPNV.

Über das Saarland

Die Umsetzung der nachhaltigen Mobilitätsstrategie des Saarlandes erfolgt insbesondere auf Basis der Richtlinien zur nachhaltigen Mobilität (RL-NMOB). Es werden zum Beispiel die Einführung von On-Demand-Verkehren, der barrierefreie Ausbau von Haltestellen, die Errichtung von Mobilitätsstationen sowie verschiedene Maßnahmen im Bereich Radverkehr gefördert. Derzeit wird im Saarland zudem partizipativ ein Klimaschutzkonzept erarbeitet, das für den Bereich Verkehr und Mobilität ambitionierte Ziele und Maßnahmen enthält.

20. September 2025, 13:00 Uhr
Waldshut
DB beginnt mit Bauarbeiten zwischen Basel und Erzingen • Fahrgäste profitieren von verbessertem Angebot im Nahverkehr, barrierefreien Stationen und neuen Haltepunkten • Projekt weiter im Zeitplan und soll bis Dezember 2027 abgeschlossen sein

Die Weichen für den Ausbau und die Elektrifizierung der Hochrheinbahn sind gestellt. In Waldshut haben die Hauptbauarbeiten begonnen. Ziel des Gesamtprojekts ist ein deutlich verbessertes Verkehrsangebot auf der Hochrheinstrecke zwischen Basel und Erzingen. Die Fahrgäste profitieren künftig von mehr Verbindungen zwischen Südbaden, Bodensee und der Nord- und Ostschweiz. Regionalbahnen sollen ab dem Fahrplanwechsel im Dezember 2027 nahezu halbstündlich fahren und werden ins Linienkonzept der trinationalen S-Bahn Basel eingebunden. Zusätzlich zum stündlichen Regionalexpress können Fahrgäste den neuen Hochrhein-Bodensee-Express nutzen, der alle zwei Stunden, in der Hauptverkehrszeit stündlich, von Basel Bad Bf über Waldshut und Konstanz nach St. Gallen/Herisau unterwegs sein wird. Dank der neuen elektrischen Züge wird es für Anwohner:innen entlang der Strecke künftig leiser.

Vertreter:innen aus Politik und Verwaltung, von der Deutschen Bahn (DB) und den beteiligten Partnern und Bauunternehmen feierten heute in Waldshut den Auftakt.

Berthold Huber, Vorstand Infrastruktur der DB AG: „Leistungsfähiger, zuverlässiger, umweltfreundlicher: Mit dem Ausbau und der Elektrifizierung der Hochrheinbahn machen wir die Bahn zwischen Deutschland und der Schweiz deutlich attraktiver. Die Grenzregion kann sich auf ein dichteres Netz, mehr Verbindungen und eine höhere Qualität freuen. Das kommt Pendlern und Besuchern gleichermaßen entgegen. Besonders freut mich, dass wir bei diesem anspruchsvollen Projekt voll im Zeitplan liegen.“

Christa Hostettler, Direktorin des Bundesamts für Verkehr: „Die Hochrheinbahn ist weit mehr als ein Infrastrukturprojekt. Sie ist ein Symbol für das, was möglich ist, wenn wir über Grenzen hinweg denken und handeln. Die Bahn wird Menschen zusammenbringen – Pendlerinnen und Pendler, Familien, Unternehmen – und damit auch unsere gemeinsamen Werte und Ziele stärken.“

Winfried Hermann, Verkehrsminister des Landes Baden-Württemberg: „Das Land will bis 2030 die Fahrgastzahlen des öffentlichen Verkehrs im Vergleich zu 2010 verdoppeln und die Emissionen im Verkehr um mindestens 55 Prozent senken. Der Ausbau und die Elektrifizierung der Hochrheinbahn bringen den Fahrgästen viele Vorteile: Das Fahrplanangebot wird deutlich ausgeweitet und die alten Dieselzüge werden durch neue, komfortable und emissionsfreie Fahrzeuge mit mehr Platz abgelöst.“

Esther Keller, Regierungsrätin des Kantons Basel-Stadt und Vorsteherin des Bau- und Verkehrsdepartements: „Eine attraktive S-Bahn ist entscheidend für unser Dreiland. Sei es für Menschen, die pendeln, oder für die Freizeit: Nur mit einem zeitgemässen Bahnangebot können wir den Druck auf die Strassen reduzieren und die Lebensqualität in den Städten und Dörfern erhöhen.“

Marion Dammann, Landrätin des Landkreises Lörrach: "Für den Landkreis Lörrach ist der Ausbau und die Elektrifizierung der Hochrheinbahn ein Meilenstein, der unsere Vernetzung im Dreiländereck nochmals stärkt. Mit neuen, barrierefreien Haltepunkten wie in Rheinfelden-Warmbach und der engeren Einbeziehung der trinationalen S-Bahn Basel machen wir den Nahverkehr in unserer Region attraktiver und umweltfreundlicher."

Dr. Martin Kistler, Landrat des Landkreises Waldshut: „Der Ausbau und die Elektrifizierung der Hochrheinbahn und das künftige Angebot wird unserer Region einen weiteren Schub verleihen - davon bin ich fest überzeugt. Wir werden attraktiver, besser erreichbar und vor allem schneller, bequemer und entspannter zur Arbeit und zur Schule kommen.“

Bis Dezember 2027 errichtet die DB auf der 75 Kilometer langen Strecke zwischen Basel Badischer Bahnhof und Erzingen (Baden) 130 Kilometer Oberleitung. Dafür werden 1.600 Masten aufgestellt. Parallel werden die Stationen Tiengen (Hochrhein) und Lauchringen zu sogenannten Kreuzungsbahnhöfen ausgebaut, sodass dort künftig auf dem eingleisigen Abschnitt zwischen Waldshut und Erzingen Züge aneinander vorbeifahren können. Für mehr Komfort und einen stufenfreien Ein- und Ausstieg in die Züge sorgt der barrierefreie Ausbau der 17 Stationen entlang der Strecke. Außerdem kommen drei neue Haltepunkte in Rheinfelden-Warmbach, Bad Säckingen-Wallbach und Waldshut-West hinzu. Waldshut bekommt eine neue Weichenverbindung nach Koblenz (CH); der Bahnhof wird zudem grundlegend umgebaut.

19. September 2025, 13:00 Uhr
Nürnberg/Bamberg
DB InfraGO schließt Arbeiten im letzten Bauabschnitt Altendorf – Strullendorf erfolgreich ab • Mehr Stabilität und Pünktlichkeit im Regionalverkehr und auf der Schnellfahrstrecke München – Berlin • Lärmschutzwände und barrierefreie Stationen • Bund, Freistaat Bayern, Kommunen und DB investieren rund zwei Milliarden Euro

Die DB InfraGO hat den viergleisigen Ausbau der Strecke zwischen Nürnberg und südlich von Bamberg erfolgreich abgeschlossen. Der Abschnitt gehört zur Schnellfahrstrecke München – Berlin und zählt mit durchschnittlich 350 Zügen pro Tag zu den meistbefahrenen Strecken in Bayern. Bund, Freistaat Bayern, Kommunen und DB investierten rund zwei Milliarden Euro in den Ausbau der Gleise und Anlagen in dem 52 Kilometer langen Abschnitt. Damit ist ein weiterer Teil des Verkehrsprojekts Deutsche Einheit (VDE 8.1) fertiggestellt.

Zwischen Altendorf und Strullendorf hat die DB zuletzt seit 2021 unter anderem 40 Kilometer neue Gleise und 45 Kilometer Oberleitungen gebaut und neue Lärmschutzwände errichtet. Die Bahnsteige an den Stationen Hirschaid und Strullendorf sind barrierefrei erreichbar, ab Herbst auch an der Station Buttenheim.

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder: „Der Schienenverkehr ist heute ein Stück besser und attraktiver geworden. Ich danke den Reisenden, Pendlern und Gütertransporteuren für ihre Geduld während der Bauarbeiten. Aber ich glaube die Geduld hat sich gelohnt. Denn hier ist mit 1,44 Milliarden Euro Bundesmitteln etwas entstanden, wovon Menschen und Wirtschaft profitieren – in dieser Region und weit darüber hinaus. Als Teil des Verkehrsprojekts Deutsche Einheit Nummer 8, ist es eines der bedeutendsten Infrastrukturprojekte unseres Landes. Der Ausbau dieses 52 Kilometer langen Abschnitts ist daher weit mehr als ein regionales Projekt und technisches Upgrade. Er ist ein Schlüsselelement für ein leistungsfähiges, zuverlässiges Bahnnetz überall in Deutschland.“

Dr. Philipp Nagl, Vorstandsvorsitzender DB InfraGO AG: „Mit der Inbetriebnahme des letzten Bauabschnitts haben wir einen Meilenstein erreicht: Der viergleisige Ausbau ermöglicht mehr Stabilität und pünktlichere Züge, da die schnellen von den langsameren Verkehren getrennt werden können. Davon profitieren die Fahrgäste im Regional- und S-Bahnverkehr genauso wie die Reisenden in den Fernzügen. In der Erfolgsgeschichte der Schnellfahrstrecke München – Berlin zeigt sich beispielhaft, dass neu- und ausgebaute Strecken ein ganz wesentlicher Hebel für die Modernisierung und Kapazitätserweiterung des Bahnnetzes sind. Und: Unser Projektteam hat den Ausbau im Zeitrahmen abgeschlossen. Dafür und für die Geduld der Anwohnenden und Fahrgäste möchte ich herzlich Danke sagen.“

Christian Bernreiter, Bayerischer Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr: „Der viergleisige Ausbau der Strecke zwischen Altendorf und Strullendorf passt perfekt zum heutigen ‚Tag der Schiene‘. Wir feiern nicht nur die Fertigstellung eines Bauabschnitts nach vier Jahren Bauzeit. Der Lückenschluss hier ist Symbol für unsere Anstrengungen, die Schiene in Deutschland leistungsfähig, modern und zukunftsfest zu machen. Mit jedem Meter Gleis, den wir bauen, bringen wir Menschen näher zusammen und unser Land weiter nach vorn. Damit sind wir aber noch lange nicht am Ziel. Die Lücken bei Bamberg und Fürth müssen noch geschlossen und allgemein die Streckengeschwindigkeit erhöht werden. Ich appelliere deshalb an den Bund, weiter an der Strecke dranzubleiben. Der Ausbau muss weitergehen!“

Der viergleisige Ausbau hat schrittweise Verbesserungen für die Fahrgäste im Nah- und Fernverkehr ermöglicht: So fährt der Franken-Thüringen-Express in dem Abschnitt Nürnberg–Bamberg bereits seit Dezember 2023 täglich von 5 bis 22 Uhr im 30-Minuten-Takt in beiden Richtungen. Zudem verknüpft seit Juni 2024 der mit bis zu 190 km/h schnellste länderverbindende Regionalzug Deutschlands die fränkische Metropole Nürnberg mit der thüringischen Landeshauptstadt Erfurt in nur 1 Stunde 53 Minuten. Fahrgäste der S-Bahn Nürnberg profitieren seit 2024 vom neuen S-Bahn-Haltepunkt Forchheim Nord und bereits seit 2023 von zwölf zusätzlichen S-Bahn-Verbindungen zwischen Forchheim und Erlangen.

Auch im ICE-Verkehr ist das Angebot stetig erweitert worden. Auf der Strecke München – Berlin sind zwischen Nürnberg und Erfurt inzwischen täglich 31 ICE-Züge je Richtung unterwegs, rund die Hälfte davon sind Sprinter. Davon profitiert auch die Region: In Bamberg halten pro Tag rund 30 ICE-Züge und verbinden die Stadt direkt mit Berlin, Hamburg oder München. 2024 nutzten im Vergleich zum Fahrplanjahr 2017, bevor die neue Schnellfahrstrecke München – Berlin eröffnet wurde, dreieinhalb Mal so viele Fahrgäste die ICE-Verbindung zwischen den beiden Städten. Der Marktanteil der Bahn zwischen Isar und Spree beträgt im Vergleich aller Verkehrsmittel heute rund 70 Prozent.

Für eine zukunftsfähige Infrastruktur wird der Bahnausbau in der Region auch in den nächsten Jahren weitergehen. So laufen aktuell die Planungen für einen Güterzugtunnel in Fürth, den S-Bahn-Ausbau Fürth–Eltersdorf sowie die Erweiterung des Bahnknotens Bamberg.

Der Bahnausbau Nürnberg–Bamberg ist ein Projekt für den Deutschlandtakt. Weitere Informationen zum Deutschlandtakt unter: www.deutschlandtakt.de.

Hinweis für Redaktionen:

Fotomotive von den Bauarbeiten, der fertigen Strecke und der Inbetriebnahmefeier stehen zum Download in der Mediathek zur Verfügung: https://mediathek.deutschebahn.com/marsDB/ko/de/8360567. Weitere Informationen zum Projekt: www.bahnausbau-nuernberg-bamberg.de.

15. September 2025, 13:00 Uhr
Cottbus
Neue Logistikstelle für das Verladen zwischen Lkw und Güterzügen in Betrieb genommen • Task Force Bahnstandort Cottbus trifft sich zum siebten Mal • Woidke: „Ausbau des Verkehrsknotens Cottbus zentrale Rolle für wirtschaftliche Entwicklung der Lausitz“ 

Unternehmen aus Cottbus und der Lausitz können ihre Lieferungen künftig noch leichter über die umweltfreundliche Schiene abwickeln: Beim Heizkraftwerk im Osten von Cottbus ist heute eine neue Logistikstelle der DB InfraGO für das Verladen zwischen Last- und Güterwagen offiziell in Betrieb genommen worden. Das „grüne Licht“ für die neue Verladestation gaben Brandenburgs Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke, Dr. Daniela Gerd tom Markotten, DB-Vorständin für Digitalisierung und Technik, Jens Warnken, Präsident der Industrie- und Handelskammer Cottbus, und Dr. Imke Kellner, Leiterin Anlagen- und Instandhaltungsmanagement Ost der DB InfraGO. Zuvor hatte sich die Task Force Bahnstandort Cottbus unter Leitung von Woidke und Gerd tom Markotten zu ihrer siebten Sitzung getroffen.

Dr. Dietmar Woidke, Ministerpräsident des Landes Brandenburg: „Unsere gemeinsame Task Force setzt Maßstäbe für den Strukturwandel in der Lausitz. Hier greifen alle Räder ineinander und wir machen Tempo für Cottbus, die Lausitz und Brandenburg. Der Ausbau des Verkehrsknotens Cottbus spielt eine zentrale Rolle für die wirtschaftliche Entwicklung der Lausitz. Mit der zielgerichteten Zusammenarbeit zwischen Deutscher Bahn, Bund, Land und weiteren Partnern beschleunigen wir die Prozesse und machen den Fortschritt sichtbar – heute mit der Übergabe der Logistikstelle beim Heizkraftwerk. Gleichzeitig schreitet der Bau der großen Halle 1 des ICE-Instandhaltungswerkes der Deutschen Bahn planmäßig voran. Für das neue Werk Cottbus sind bereits mehr als 550 Beschäftigte neu eingestellt worden, darunter viele Auszubildende.“ 

Dr. Daniela Gerd tom Markotten, DB-Vorständin für Digitalisierung und Technik: „Einen neuen Zugang zum Bahnnetz zu eröffnen, ist immer eine besondere Freude! Mit dem neuen Umschlagplatz für Güter bieten wir Unternehmen aus Cottbus und der Lausitz einen attraktiven Zugang zum umweltfreundlichen Güterverkehr auf der Schiene in Deutschland und Europa. Das ist gut für die Region, entlastet unsere Straßen und nützt der Umwelt. Dass wir durch die enge Zusammenarbeit und das große Engagement aller Beteiligten die neue Logistikstelle schon vor dem Fahrplanwechsel im Dezember 2026 startbereit haben, freut mich besonders. Dieses Rekordtempo, mit dem auch unser neues Bahnwerk wächst, tut uns allen gut!“

Jens Warnken, Präsident der Industrie- und Handelskammer Cottbus: „Mit der neuen Ladestelle in Cottbus schaffen wir einen notwendigen Umschlagpunkt für Unternehmen in der Lausitz. Sie ermöglicht Eisenbahnverkehrsunternehmen, einzelne Wagen flexibel anzubinden und daraus nachhaltige Transportketten zu entwickeln – das bietet den Unternehmen mehr Planungssicherheit sowie umweltfreundliche Transportmöglichkeiten.“

Informationen aus der Sitzung der Task Force Bahnstandort Cottbus

Ausbildung als Zukunftsinvestition

Die Brandenburgische Technische Universität Cottbus-Senftenberg (BTU) wird mit der Studienrichtung Schieneninfrastruktur einen neuen Schwerpunkt im Bachelorstudiengang Bauingenieurwesen etablieren. In enger Kooperation mit der DB, dem Eisenbahn-Bundesamt, Planungsbüros und Unternehmen der Bauwirtschaft wird ein praxisnahes und zukunftsorientiertes Studienangebot realisiert und damit ein weiteres Ausrufezeichen für die Fachkräfteausbildung vor Ort gesetzt.

Fortschritte bei Infrastrukturprojekten

Der Ausbau der Infrastruktur in der Lausitz geht weiter voran: Mit der in Kürze zu erwartenden Freigabe einer Anpassungsvereinbarung durch das Bundesministerium der Finanzen (BMF) kann der fristgerechte zweigleisige Ausbau der Bahnstrecke Lübbenau–Cottbus in Angriff genommen werden. Ziel bleibt die Inbetriebnahme des zweiten Gleises bis Ende 2027. Auch der Ausbau des Bahnknotens Königs Wusterhausen wird fortgesetzt. Damit wird auf der wichtigen Verbindungsstrecke zwischen Berlin und der Lausitz ein Halbstundentakt möglich.

Weitere Änderungsvereinbarungen zu Schienenprojekten im Rahmen des Strukturstärkungsgesetzes liegen bereits vor. Die Task Force erwartet, dass diese mit dem Beschluss des neuen Bundeshaushaltes zügig freigegeben werden. Woidke warb auch für diese Lausitzer Schienenprojekte um ein hohes Tempo bei der Planung, Finanzierung und Umsetzung. 

Güterverkehr und regionale Wirtschaft im Blick

Die neue Logistikstelle am Heizkraftwerk Cottbus bietet Unternehmen aus Cottbus und der Lausitz einen einfachen und attraktiven Zugang zum Güterverkehr auf der Schiene. Der neue, zeitgemäße Umschlagplatz ist notwendig, weil sein Vorgänger für den Gleisanschluss des neuen Werks der DB in Cottbus Platz machen muss. Der neue Standort beim Heizkraftwerk bietet Unternehmen nun zeitgemäße Bedingungen zum Umladen von und auf die umweltfreundliche Schiene – mit einer breiten Rampe und ausreichend Platz zum Wenden und Rangieren auch mit großen Lkw. Zusätzlich wurden auf dem Gelände Lagerflächen geschaffen, diese Möglichkeit gab es am bisherigen Standort nicht. Im Angebot der DB Cargo ersetzt die neue Logistikstelle ihren Vorgänger in Cottbus zum Fahrplanwechsel im Dezember 2026. 

Mit der Logistikstelle wurden am neuen Standort beim Heizkraftwerk weitere Gleise verlegt. Damit können hier künftig auch Züge rangiert und abgestellt werden. Das ist ein wichtiger Beitrag zu Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit im Zugverkehr. Erstmals in Cottbus steht jetzt auch eine Abstellmöglichkeit für bis zu 740 Meter lange Güterzüge zur Verfügung. Dabei wurde auch der Lärmschutz im Bereich des Heizkraftwerks noch einmal verbessert.

Hinweis an Redaktionen:

Bildmaterial zum Thema finden Sie hier in der DB-Mediathek.

12. September 2025, 08:30 Uhr
Berlin
Flexpreis Young vom 15. September bis 14. Oktober erhältlich • Für alle zwischen 15 und 26 Jahre • 20 Prozent günstiger als der reguläre Flexpreis, zusätzlich BahnCard-Rabatt • Für Reisen bis zum 13. Dezember

Die Deutsche Bahn (DB) bietet erstmalig einen Flexpreis speziell für junge Reisende unter 27 Jahren an. Der Flexpreis Young ist 20 Prozent günstiger als der reguläre Flexpreis – bei gleichen Vorteilen. So können Reisende mit diesem Angebot ohne Zugbindung flexibel alle ICE- und Intercity-Züge auf ihrer Strecke am Reisetag nutzen. Und wenn sich die Reise doch mal verschiebt, lässt sich das Ticket bis einen Tag vor dem ersten Geltungstag kostenfrei stornieren.

Auch bei diesem Angebot gibt es zusätzlich einen BahnCard-Rabatt. Mit der My BahnCard 25 erhalten junge Reisende 25 Prozent Rabatt auf den Flexpreis Young. Besonders günstig wird das Reisen mit der My BahnCard 50. Mit ihr lassen sich sogar 50 Prozent zusätzlich sparen. Noch bis zum 13. Dezember gibt es die My BahnCard 50 zum Aktionspreis von 49,99 Euro statt 79,90 Euro (2. Klasse).

Der Flexpreis Young ist vom 15. September bis 14. Oktober buchbar und gilt für Reisen bis zum 13. Dezember 2025. Buchbar sind die Tickets mit 20 Prozent Rabatt online über bahn.de und mobil in der App DB Navigator. Wichtig dabei: im Auswahlmenü „Reisende“ die Altersgruppe „15-26“ angeben – dann werden nicht nur der Flexpreis Young, sondern auch der Spar- und Super Sparpreis Young angezeigt. Weitere Informationen zum Flexpreis Young finden Sie unter bahn.de/flexpreis-young

09. September 2025, 09:30 Uhr
Berlin
Überarbeitung berücksichtigt Ressourcen der Industrie und Tragfähigkeit der Fahrplankonzepte • Kompensation bei Trassenpreisen ab dem kommenden Jahr angestrebt

Bei der Generalsanierung hochbelasteter Streckenabschnitte im Schienennetz bleibt die Deutsche Bahn (DB) auf Kurs. Das Bundesministerium für Verkehr (BMV) hat dem von der DB InfraGO AG mit Eisenbahnverkehrsunternehmen, Verbänden und Bundesländern überarbeiteten Zeitplan zugestimmt. Damit setzt die DB die in der Koalitionsvereinbarung vorgesehene Anpassung der Sanierungszeiträume an die Laufzeit des Sondervermögens Infrastruktur und Klimaneutralität um. Zudem wurden die Rückmeldungen der Branche, u.a. zur Stabilität von Umleitungsverkehren, sowie die Ressourcen der Bahn- und Bauindustrie berücksichtigt.

Der Präsident des Bundesverbands SchienenNahverkehr, Thomas Prechtl, zum neuen Zeitplan: „Wenn das System Eisenbahn als Ganzes funktionieren soll, müssen alle Räder ineinandergreifen. Das heißt, dass auch die Interessen aller Beteiligten und die Auswirkungen aller größeren Bau- und Instandhaltungsmaßnahmen insgesamt koordiniert und konzeptionell berücksichtigt werden müssen. Es muss zudem gewährleistet werden, dass auch baureife und weitgehend ausgeplante Neu- und Ausbaumaßnahmen umgesetzt werden können. 70% der Züge in Deutschland sind Teil des Schienenpersonennahverkehrs. Die Auswirkungen der aktuellen Generalsanierung Hamburg-Berlin sind selbst in Frankfurt am Main noch spürbar. Es ist dringend geboten, ein der Daseinsvorsorge und der Bedeutung für den Wirtschaftsstandort entsprechend angemessenes SPNV-Angebot und dessen integrierte Verknüpfung mit dem ÖPNV insgesamt aufrecht zu erhalten. Wir sind darum froh, mit dieser breit abgestimmten Abfolge der Generalsanierungen im ganzen Land nun Planungssicherheit für die nächsten zehn Jahre zu haben. Jetzt gilt es, dass bei jeder monatelangen Streckensperrung durch das neue eisenbahnbetrieblich orientierte Streckenlayout auch spürbare Verbesserungen im Angebot für die Fahrgäste herauskommen.“

In die mehrstufige Diskussion mit der Bahn- und Baubranche zum Sanierungskonzept im Juni und Juli sind auch zentrale Erkenntnisse aus dem Pilotprojekt Riedbahn eingeflossen. So wurde die Anzahl parallellaufender Sanierungen pro Jahr auf hochbelasteten Strecken im Vergleich zu den ursprünglichen Planungen reduziert.

Gleichzeitig strebt die DB InfraGO AG ab 2026 bei den Trassenpreisen Erleichterungen für die Eisenbahnverkehrsunternehmen an, deren Züge wegen der Korridorsanierungen auf Umleitungsstrecken längere Wege zurücklegen müssen. Für diese Verkehre sollen keine höheren Kosten entstehen als auf dem regulären Weg. Für jede Umleitungsstrecke ist ein vorab definierter, prozentualer Entgeltnachlass vorgesehen, der in den Infrastrukturnutzungsbedingungen der DB InfraGO AG veröffentlicht wird. Diese Art der Kompensation erfordert eine Zustimmung der Bundesnetzagentur. Mit einer Entscheidung der Behörde ist frühestens im November zu rechnen.

Im kommenden Jahr werden planmäßig die Generalsanierungen der Korridore Hagen–Wuppertal–Köln, Nürnberg–Regensburg, Obertraubling–Passau und Troisdorf–Unkel/Unkel–Wiesbaden durchgeführt. Die Bauleistungen sind bereits vergeben. Für das Jahr 2027 ist die gebündelte Erneuerung und Modernisierung der Korridore Rosenheim–Salzburg, Lehrte–Berlin, Bremerhaven–Bremen und Fulda–Hanau vorgesehen. Die Planungen berücksichtigen Wechselwirkungen mit anderen Baumaßnahmen und Abstimmungen mit Partnerbahnen. Mit den Eisenbahnverkehrsunternehmen und den für den Nahverkehr zuständigen Aufgabenträgern wurden Umleitungskonzepte umfassend erörtert. Entsprechende Fahrpläne werden aktuell im Detail ausgearbeitet. Zudem hat die DB InfraGO AG bereits Unternehmen gebunden, die in den Jahren 2026 und 2027 die erforderlichen Leistungen im Schienenersatzverkehr erbringen.

Für die Jahre ab 2028 wurden folgende Generalsanierungen eingeplant:

2028

Köln–Koblenz/Koblenz–Mainz

München–Rosenheim

Hagen–Unna–Hamm

Lübeck–Hamburg

2029

Hamburg–Hannover

Würzburg–Ansbach–Treuchtlingen

Forbach–Ludwigshafen

Aachen–Köln

2030

Stuttgart–Ulm

Stendal–Magdeburg

Uelzen–Stendal

Frankfurt–Heidelberg

2031

Mannheim–Karlsruhe

Lehrte–Groß Gleidingen

Bremen–Hamburg

Würzburg–Nürnberg 

2032

Bebra–Erfurt

Bebra–Fulda

Münster–Recklinghausen

Weddel–Magdeburg 

2033

Bremen–Osnabrück

Osnabrück–Münster

Hamm–Düsseldorf–Köln

2034

Bremen/Rotenburg–Wunstorf

Kassel–Friedberg

Ulm–Augsburg

2036

Flensburg–Hamburg

2035

Minden–Wunstorf

Nordstemmen–Göttingen

Im Rahmen der Korridorsanierungen bündelt die DB InfraGO AG alle erforderlichen Arbeiten, um den Zustand von Infrastruktur und Bahnhöfen innerhalb weniger Monate gewerkeübergreifend zu verbessern. Auf diese Weise können Synergien genutzt, schnelle Verbesserungen erzielt und die Einschränkungen für Reisende und Güterverkehrsunternehmen im Vergleich zum Bauen bei laufendem Zugbetrieb begrenzt werden. Pilotprojekt war im vergangenen Jahr die Riedbahn zwischen Frankfurt/Main und Mannheim, auf der die DB innerhalb von fünf Monaten zahlreiche Bauarbeiten gebündelt hatte. Die Strecke ist seit Mitte Dezember vergangenen Jahres planmäßig wieder in Betrieb. Seit diesem Jahr laufen die umfassende Erneuerung und Modernisierung der Strecken Hamburg–Berlin sowie Emmerich-Oberhausen.

08. September 2025, 14:00 Uhr
München
Besucher:innen können das Design der neuen Züge live erleben • Barrierefreiheit und digitale Fahrgastinformation auf neuem Level • Innenraumgestaltung ermöglicht schnellen Ein- und Ausstieg • Kostenlose Besichtigung vom 9. bis 14. September auf dem Königsplatz

Während der IAA Mobility können Besucher:innen auf dem Münchner Königsplatz kostenlos in die S-Bahn der Zukunft einsteigen: Der Freistaat Bayern, die Deutsche Bahn und Siemens präsentieren erstmals ein begehbares Modell der neuen S-Bahn-Fahrzeuggeneration, die ab Ende 2028 in und um München unterwegs sein wird. Auf 22 Metern im Maßstab 1:1 sind Design, Ausstattung und Fahrgastinformation der XXL-S-Bahn für jeden erfahrbar.

Evelyn Palla, Vorständin Regionalverkehr der Deutschen Bahn AG: „So sieht die Zukunft des öffentlichen Verkehrs aus: Auf über 200 Metern Länge bieten die neuen S-Bahnen mehr Platz und mehr Komfort. Sie sind so gestaltet, dass Fahrgäste schneller einsteigen können und der Betrieb damit zuverlässiger wird. Zusammen mit Aufgabenträger und Hersteller setzen wir hier den Maßstab für ein ganz neues Reiseerlebnis. Das Projekt zeigt, dass sich die Mobilität der Zukunft nur gemeinsam gestalten lässt – und das passt hervorragend zur IAA, an der wir uns als DB genau unter diesem Motto beteiligen. Denn Alltagsmobilität ist mehr als Autofahren.“

Ministerpräsident Dr. Markus Söder: „Mobilität der Zukunft: Die neue S-Bahn im weiß-blauen Bayern-Design wird unsere modernste S-Bahn. Siemens Mobility ist ein echter Hingucker „Made in Bavaria“ gelungen. Sie bietet mehr Komfort und mehr Kapazität: Der rund 200 Meter lange Zug hat Platz für 1.800 Fahrgäste und ist mit modernster Technik und hohem Komfort ausgestattet. Bayern wächst und wächst, deshalb brauchen wir einen leistungsfähigen ÖPNV. Der Freistaat hat unter anderem bereits über eine Mrd. Euro in die zweite Stammstrecke investiert. In Verbindung mit dem neuen digitalen Stellwerk am Ostbahnhof hoffen wir, dass mehr Pünktlichkeit und Zuverlässigkeit im ÖPNV Einzug halten. Nur so können wir mehr Menschen von einem Umstieg überzeugen. Immerhin soll eine XXL-S-Bahn 1.500 Autos ersetzen. Wünsche allzeit gute, sichere und pünktliche Fahrt!“

Christian Bernreiter, Bayerns Verkehrsminister: „Das S-Bahn-Mock-up ist ein richtiger Appetitmacher auf die neue Ära im Nahverkehr rund um die bayerische Landeshauptstadt. Gemeinsam mit der DB und Siemens wächst da etwas äußerst Funktionales und Vorzeigenswertes heran. Besonders freut mich, dass die Fahrgäste schon bei der Entwicklung mitgestaltet haben und nun erleben, wie ihre Ideen in die Realität umgesetzt wurden. Die IAA Mobility ist die passsende Plattform, um diese kommende Innovation erstmals für Fahrgäste, Bahninteressierte und Designliebhaber erlebbar zu machen.“

Dr. Roland Busch, CEO Siemens AG: „Die neue S‑Bahn ist Münchens Taktgeber der Zukunft: höchst verlässlich im Betrieb, intuitiv für das Personal, komfortabel für alle Fahrgäste. Von der virtuellen Entwicklung bis zum automatisierten Betrieb bringt sie digitale Intelligenz auf die Schiene. Das gelingt im Verbund mit DB, dem Freistaat Bayern und der Stadt München – und durch die Kompetenz unserer Standorte in Allach, Erlangen und Krefeld, die zu den modernsten Zugwerken und Entwicklungszentren Europas zählen. Damit leisten wir nicht nur einen wichtigen Beitrag zur Verkehrswende, sondern verwirklichen unser Versprechen der 'Made for Germany'-Initiative, Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit in Deutschland voranzubringen.“

Quelle: Deutsche Bahn AG / Thomas Kiewning
Präsentieren das begehbare Modell der neuen S-Bahn für München: Dr. Roland Busch, CEO Siemens AG, Dr. Markus Söder, Bayerischer Ministerpräsident, Christian Bernreiter, Bayerns Verkehrsminister, Evelyn Palla, Vorständin Regionalverkehr der Deutschen Bahn AG und Heiko Büttner, Münchener S-Bahn-Chef und DB-Konzernbevollmächtigter für den Freistaat Bayern

Intelligente Gestaltung für mehr Komfort und Zuverlässigkeit  

Außen prägen das S-Bahn-Logo mit Rautenmuster sowie die Farben Weiß und „Bahnland Bayern“-Blau das Design. Innen ergänzen gelbe Akzente und Naturtöne das Spektrum. Mit der tageszeitabhängigen Beleuchtung entsteht ein heller, moderner Innenraum, ausgestattet mit robusten und nachhaltigen Materialien. Für mehr Komfort sorgen ein größerer Sitzabstand, USB-C-Steckdosen, mobilfunkdurchlässige Scheiben, WLAN und eine leistungsstarke Klimaanlage, ausgelegt für bis zu 45 Grad Außentemperatur.

Klar gekennzeichnete Bereiche für Rollstühle, Kinderwagen und Fahrräder und großzügige Einstiegsbereiche sorgen für mehr Pünktlichkeit: Die Fahrgäste können sich mit Bodenmarkierungen schneller orientieren und verteilen. Dazu tragen auch die fünf großen Mehrzweckbereiche bei, deren Kapazität sich mit 80 automatisch verriegelbaren Klappsitzen flexibel anpassen lässt. Moderne Kameratechnik hilft dabei, dass der Zug an den Bahnhöfen schneller abgefertigt werden kann.

Neue Maßstäbe bei der Barrierefreiheit setzen breite, stufenfreie Wagenübergänge sowie Rollstuhlplätze mit Displays auf Augenhöhe, die über Aufzugsstatus und Bahnsteighöhe informieren. Fahrgäste mit Hörgeräten können sich für Ansagen per Bluetooth verbinden. Tastbare Piktogramme, Brailleschrift, akustische Signale und eine kontrastreiche Gestaltung komplettieren die Barrierefreiheit.

168 Displays machen die Fahrgastinformation erstmals komplett digital – vom Netzplan über den Fahrtverlauf bis zur Position von Aufzügen und Ausgängen am nächsten Bahnsteig. Außen sorgt ein LED-Band in der Farbe der jeweiligen S-Bahn-Linie für schnelle Orientierung am Bahnsteig.

Für die Gestaltung haben Freistaat und DB gemeinsam mit der Designagentur Neomind Fahrgäste befragt, Tests durchgeführt und mit Politik, Fahrgast- und Interessenverbänden gesprochen. So entstand ein Fahrzeug, das unterschiedlichste Bedürfnisse optimal zusammenführt.

Innenansicht XXL-S-Bahn
Innenansicht XXL-S-Bahn
Quelle: Deutsche Bahn AG / Thomas Kiewning
Innenansicht des begehbaren Modells der XXL-S-Bahn

Modernste Technik für mehr Zuverlässigkeit

Die neuen Züge sind innovativer, digitaler und vernetzter als je zuvor: Ein Fokus liegt auf minimalen Lebenszyklus-Kosten durch höchste Energieeffizienz, minimierte Wartungskosten und optimierte Betriebs-Unterstützung. So haben die S-Bahnen eine hohe Anzahl von redundanten Komponenten und sind mit dem System Railigent X ausgestattet, das höchste Verfügbarkeit der Züge gewährleistet. Railigent X ist Teil der offenen, digitalen Business-Plattform Siemens Xcelerator, die Kunden eine einfachere, schnellere und besser skalierbare digitale Transformation ermöglicht. Software-Updates müssen außerdem nicht mehr zeitraubend manuell im Werk aufgespielt werden, sondern erreichen die Züge im Rahmen der Wartung per sicherer Online-Verbindung.

Siemens Mobility stattet alle Fahrzeuge mit dem europäischen Zugsicherungssystem ETCS von Siemens Mobility und Automatic Train Operation (ATO) sowie einem Train Integrity Monitoring System (TIMS) aus. Das ETCS der Fahrzeuge vereint modernste, zuverlässige Technologie, geringere Wartungskosten durch Standardisierung und bringt Interoperabilität in das Münchner Schienennetz, das die DB ab 2030 digitalisieren und mit ETCS-Streckenausrüstung ausstatten will. Durch die Integration von ATO over ETCS sind die neuen S-Bahnen fit für den Schienenverkehr der Zukunft.

Das Modell auf der IAA Mobility erleben

Das Modell steht auf dem Open Space der IAA Mobility auf dem Münchner Königsplatz zwischen den Propyläen und der Glyptothek, direkt neben der DB-Initiative „Zukunft Nahverkehr“. Interessierte können es während der IAA Mobility von 11 bis 21 Uhr (Sonntag: 10 bis 17 Uhr) kostenlos besichtigen. Der Innenraum ist mit Führungen zugänglich, zu denen man sich vor Ort anmelden kann. Bis zur Inbetriebnahme der neuen S-Bahnen wird das Modell nahe des künftigen S-Bahn-Werks in Pasing-Langwied stehen. Dort wird es weiteren Tests dienen, um Ende 2028 ein perfekt gestaltetes Fahrzeug in den Einsatz schicken zu können.

Faktenblatt: XXL-Züge für die S-Bahn München

Zahlen, Daten und Fakten zum Neufahrzeug

Länge

202,2 Meter

Breite

3 Meter

Gewicht

365t

Antriebsleistung

7,8 MW

Höchstgeschwindigkeit

160 km/h

Wagen

13 Wagen

Achsen

28 Achsen

Sitzplätze

480  

Kapazität

1.820 Personen

Fahrgastinfo-Displays

168 (106 innen, 62 außen)

Anzahl Einstiegstüren

62 (31 je Fahrzeugseite)

Baureihennummer

ET 1420

Zahlen, Daten und Fakten zum begehbaren Modell auf der IAA Mobility 

  • Maßstabsgetreues Modell für Tests und Präsentationen, mit originalen und nachgebildeten Komponenten, die später durch Originalteile ersetzt werden.
  • Rund 22 Meter lang, 3 Meter breit und 26 Tonnen schwer. Gefertigt überwiegend aus Holz von Zech und Waibel Modellbau in Neuss.
  • Ab 2026 unweit des künftigen S-Bahn-Werks in Pasing-Langwied beheimatet.

Außen- und Innendesign

  • Außen dominieren Lichtgrau und „Bahnland Bayern“-Blau. Türen und Fensterband kontrastreich in Schwarzgrau. Großes S-Bahn-Logo mit Rautenmuster an den Zugspitzen. Rollstuhl- und Mehrzweckbereiche von weitem erkennbar blau markiert.
  • Innen: Blautöne auch bei den Sitzen, ergänzt um gelbe Akzente und warme Naturtöne. Nutzungsbereiche mit Farbflächen, Piktogrammen und Intarsien gekennzeichnet. Visuelle Abgrenzungen dienen der besseren Fahrgastlenkung.
  • Ausstattung mit nachhaltigen, robusten und reinigungsfreundlichen Materialien, unter anderem für Polster, Bodenbeläge und Oberflächen.
  • Entwickelt mit dem Designbüro Neomind basierend auf Evaluierung der Bestandsflotte mit Fahrgastbefragungen, Tests und Stakeholderdialogen.

Ausstattung und Komfort

  • Unterschiedliche Bereiche mit insgesamt bis zu 480 Sitzplätzen:
    • Zwei Familien- und Gruppenbereiche an den Zugenden (48 Sitzplätze).
    • Klassische 3er- und 4er-Sitzbereiche mit 352 gepolsterten Stoffsitzen und über 15 cm mehr Abstand für viel Beinfreiheit, ausgestattet mit Ablageflächen und je zwei USB-C-Steckdosen (65 Watt).
    • Fünf über den Zug verteilte Mehrzweckwagen mit 80 automatisch verriegelbaren Klappsitzen bieten situativ passend mehr Sitzplätze oder mehr Stauraum – etwa für bis zu 40 Fahrräder. Drei Türen je Wagenseite ermöglichen schnellen Ein- und Ausstieg mit Fahrrädern und Gepäck.
  • 62 Türen mit 1,40 m Breite – etwa 20 cm mehr als bisher – und großzügige Einstiegsbereiche für eine bessere Fahrgastverteilung und mehr Pünktlichkeit.
  • Beleuchtung passt Helligkeit und Lichtfarbe tageszeitabhängig an und sorgt so für eine angenehme Aufenthaltsqualität.
  • Jederzeit online mit kostenlosem WLAN und mobilfunkdurchlässigen Scheiben.
  • Klimaanlage mit umweltfreundlichen Kältemitteln für bis zu 45°C Außentemperatur.

Barrierefreiheit

  • Die Züge erfüllen alle derzeit geltenden Anforderungen an die Barrierefreiheit. Bereits bei der Konzeption wurde dafür mit Verbänden zusammengearbeitet.
  • Spezielle Rollstuhlplätze im ersten und letzten Wagen mit gepolsterter Rück- und Seitenwand, Ablage, USB-C-Steckdose und Taster für Hilferuf und Ausstiegswunsch. Ein eigenes Display auf Augenhöhe informiert über Aufzugsstatus und Bahnsteighöhe der nächsten Station. Die Türen der Rollstuhlbereiche haben Schiebetritte zur Spaltüberbrückung.
  • Hörgeschädigte können das Hörgerät per Bluetooth verbinden und verpassen so keine Ansage mehr. Die Infodisplays im Zug sind von jeder Sitzposition sichtbar.  
  • Tastbare Piktogramme, Bedienelemente mit Brailleschrift, kontrastreiche Gestaltung von Böden, Sitzen und Haltestangen, Markierungen von Türen und Sitzreihen sowie akustische Signale komplettieren die Barrierefreiheit.

Fahrgastinformation

  • Durchgehendes LED-Band über den Fenstern leuchtet außen in der Linienfarbe – ein digitales Leitelement zur besseren Orientierung.
  • Gut verständliche Text-to-Speech-Ansagen, auch selektiv in ausgewählten Zugteilen.
  • 168 Displays für Echtzeitinformationen:
    • 106 Displays im Inneren (u.a. über Türen, an der Decke oder in Übergängen) zeigen Fahrtverlauf, Störungsinfos, Netzpläne, Bahnsteige und Fahrgast-TV.
    • 62 Außendisplays für Liniennummer, Fahrtziel, Zwischenhalte und Türstatus. Auch Infos zur Auslastung sind möglich.  
  • Über-Tür-Displays im Inneren zeigen die eigene Position im Zug und den Bahnsteig des nächsten Halts. So finden Fahrgäste schneller den Weg.

Technik, Innovation und Nachhaltigkeit

  • Die neuen Züge sind innovativer, digitaler und vernetzter als je zuvor:
  • Fokus liegt auf minimalen Lebenszyklus-Kosten durch höchste Energieeffizienz, minimierte Wartungskosten und optimierte Betriebs-Unterstützung.
  • Dazu zählen der Einsatz von SiC-Halbleitern, ein innovatives Antriebssystem sowie ein effizienter Trocken-Transformator im Zusammenspiel mit einer intelligenten Steuerungssoftware. Die Leichtbauweise der S-Bahnen und ihre aerodynamische Gestaltung sorgen zusätzlich für einen geringeren Energiebedarf.
  • Die Züge haben eine hohe Anzahl von redundanten Komponenten und sind mit dem System Railigent X ausgestattet, das zustandsbasierte und vorausschauende Wartung der Züge ermöglicht und höchste Verfügbarkeit der Züge gewährleitstet.
  • Moderne Diagnosesysteme erfassen während der Fahrt fortwährend den Status relevanter Komponenten wie etwa der Türsteuerung, der Klimaanlage etc. Die gewonnenen Daten werden verarbeitet und die wesentlichen Informationen für den Betrieb der Flotte dann direkt an Leitstellen und Werke übertragen. So können Züge rechtzeitig aus dem Betrieb genommen werden und die Instandhaltung zielgerichteter und effizienter geplant werden.
  • Jederzeit aktuelle Software
    • durch langfristigen Softwarepflegevertrag bis 2034.
    • Siemens Mobility und DB können so gemeinsam die Fahrzeug-IT zukunftssicher weiterentwickeln.
    • Software-Updates müssen außerdem nicht mehr zeitintensiv manuell im Werk aufgespielt werden, sondern erreichen die Züge im Rahmen der Wartung per sicherer Online-Verbindung.
  • Zugsicherungssystem, das fit für Zukunft ist
    • Fahrzeuge werden mit europäischem Zugsicherungssystem ETCS (European Train Control System), Automatic Train Operation (ATO) sowie einem Train Integrity Monitoring System ausgestattet.
    • Durch Integration von ATO over ETCS sind neue S-Bahnen fit für Schienenverkehr der Zukunft.
  • Aus Bayern, für Bayern
  • In Bayern arbeiten rund 51.500 Menschen für Siemens, davon rund 27.300 in Fertigung, 9.000 in Forschung und Entwicklung sowie ca. 15.300 in Vertrieb und Verwaltung. 
  • An den neuen S-Bahn-Zügen für München sind die Standorte München, Erlangen, Nürnberg und Luhe-Wildenau mit den Bereichen Forschung und Entwicklung, Engineering und Komponenten maßgeblich beteiligt.

Hinweis an die Redaktionen: Gegebenenfalls werden im Laufe des Nachmittags noch weitere Zitate in der Presseinformation ergänzt. Fotomaterial vom Modell und den Redner:innen erhalten Sie im Laufe des Nachmittags unter folgendem Link: https://mediathek.deutschebahn.com/marsDB/ko/de/8347764

07. September 2025, 11:00 Uhr
Berlin
Anonymisierte Fahrrad-Daten unterstützen Kommunen bei der Verkehrsplanung

Die App DB Rad+ der Deutschen Bahn (DB) ist ab sofort in ganz Deutschland verfügbar. Fahrradfahrer:innen können nun bundesweit ihre anonymisierten Mobilitätsdaten spenden und ihre Kommunen bei der Verbesserung der Fahrradinfrastruktur vor Ort unterstützen. Für die gesammelten Kilometer gibt es Prämien, wie beispielsweise Gutscheine von namhaften Online-Shops oder einen Kaffee am Bahnhof.

Ralf Thieme, Vorstand Personenbahnhöfe der DB InfraGO: „Wir wollen Menschen davon überzeugen, nachhaltig unterwegs zu sein. Bahn und Fahrrad sind dafür die perfekte Kombination. Deshalb schauen wir insbesondere an unseren Zukunftsbahnhöfen, wie wir die klimafreundliche Anreise zum Zug fördern können. Die Prämien unserer App DB Rad+ sollen Anreiz sein, häufiger das Rad zu nutzen. Und die gespendeten Daten der Nutzenden helfen uns, dort Fahrradparkplätze und Abstellanlagen zu schaffen, wo der Bedarf besonders groß ist.“

Dr. Anjes Tjarks, Senator der Hamburger Behörde für Verkehr und Mobilitätswende: „Mit der bundesweiten Verfügbarkeit von DB Rad+ schaffen wir eine wertvolle Grundlage für die Mobilitätswende, das hat die Erprobung in den Partnerstädten gezeigt. Die anonymisierten Daten der Radfahrer und Radfahrerinnen helfen uns, die Fahrradinfrastruktur gezielt dort auszubauen, wo sie am dringendsten benötigt wird. Das Fahrrad ist dabei ein zentraler Bestandteil des modernen Mobilitätsmixes – besonders in Verbindung mit Bus und Bahn. So machen wir Radfahren noch attraktiver und setzen einen wichtigen Baustein für eine klimafreundliche, aktive und lebenswerte Stadt.“

Dr. Caroline Lodemann, politische Bundesgeschäftsführerin des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs: „Aus dem ADFC-Fahrradklima-Test wissen wir, dass die Deutschen recht unzufrieden mit den Infrastrukturen fürs Radfahren sind. An vielen Stellen fehlen jedoch Daten, um den Ausbau von Radwegen und Fahrradparkplätzen zielgerichtet anzugehen. Hier kann die Fahrrad-App der DB gute Dienste leisten. Frische Nutzungsdaten sind für eine fahrradfreundliche Verkehrsplanung viel wert.“ 

In den kooperierenden Partnerkommunen haben Nutzer:innen von DB Rad+ bislang 35 Millionen Fahrradkilometer gesammelt. Die mit der App erhobenen Daten werden in der Freien und Hansestadt Hamburg unter anderem zur strategischen Standortbestimmung von Radzählstationen herangezogen. In Berlin wiederum nutzt die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt die App, um die Akzeptanz neuer Infrastrukturen zu bewerten: So zeigen die Daten von DB Rad+ beispielsweise, dass die Einrichtung von geschützten Radfahrstreifen zu einer deutlichen Zunahme an Radfahrenden auf der Strecke führt.

Über ein speziell entwickeltes Analysetool erhalten Städte und Gemeinden detaillierte Einblicke – von Verkehrsströmen und Nutzungshäufigkeiten einzelner Straßenabschnitte bis hin zu Abbiegeverhalten an Kreuzungen. Auf dieser Basis können Kommunen nicht nur neue Infrastruktur gezielt planen, sondern auch die Wirksamkeit bereits umgesetzter Maßnahmen evaluieren.

So funktioniert die App

Bei eingeschaltetem GPS und aktivierter App erkennt das System, dass sich Nutzer:innen auf einem Fahrrad fortbewegen. Die App zählt und speichert die gefahrenen Kilometer und errechnet daraus ein Kilometerguthaben. Teilnehmende lösen über die Bezahlen-Funktion der App das Kilometer-Guthaben direkt bei den Partner:innen ein. Die App ist sowohl mit iOS- als auch Android-Betriebssystemen nutzbar und steht kostenlos zum Download bereit. Eine Registrierung ist nicht nötig. Nähere Infos unter diesem Link: bahnhof.de/radplus

Mehr Infos zu FahrradthemenUm die klimafreundliche Kombination aus Fahrrad und Bahn noch komfortabler für Reisende zu machen, baut die DB an ihren Bahnhöfen die Services rund ums Rad weiter aus. Kommunen unterstützt sie dabei u.a. mit der Bike+Ride-Offensive, der Infostelle Fahrradparken oder der Kompetenzstelle Bahnhofsvorplatz und Anschlussmobilität. Mehr Informationen dazu unter folgendem Link: bahnhof.de/fahrradDownload-Links

iOS: https://apps.apple.com/de/app/db-rad/id1513321374Android: https://play.google.com/store/apps/details?id=de.deutschebahn.radplus&hl=de

05. September 2025, 11:00 Uhr
Berlin
Bauarbeiten gehen planmäßig voran • Hohe Verlässlichkeit im Ersatzverkehr • Nachbesserungen an Haltestellen sorgen für mehr Komfort beim Umstieg auf Busse

Gut vier Wochen nach dem Start der Generalsanierung auf der Strecke Hamburg–Berlin zieht die DB InfraGO eine erste Zwischenbilanz zu den Umleitungs- und Ersatzverkehren. Die Bauarbeiten auf der mehr als 270 Kilometer langen Verbindung zwischen den beiden größten deutschen Metropolen gehen planmäßig voran. Währenddessen sorgt ein umfangreiches Verkehrskonzept dafür, dass Reisende im Fern- und Regionalverkehr mobil bleiben. Die direkten Fernzüge der DB und anderer Eisenbahnunternehmen zwischen Hamburg und Berlin werden über Uelzen und Stendal umgeleitet. Die Fahrtzeit verlängert sich um etwa 45 Minuten. Das bereits bei früheren Baumaßnahmen erprobte Umleitungskonzept für den Fernverkehr bewährt sich auch aktuell.  

Nahverkehrslinien waren im Vorfeld gemeinsam mit den zuständigen Aufgabenträgern und Verkehrsunternehmen umgeplant worden. So sind beispielsweise weiterhin direkte Fahrten zwischen Schwerin und Berlin (RE 85) möglich oder es können Züge mit höherer Sitzplatzkapazität angeboten werden, wie zwischen Lübeck und Bad Kleinen (RE 2). In den ersten Wochen kam es auf den genannten Linien u.a. aufgrund der hohen Auslastung der Infrastruktur sowie eines hohen Aufkommens an Reisenden teilweise zu Einschränkungen und Verspätungen. Inzwischen wirken aber die von den Verkehrsunternehmen gemeinsam mit den Aufgabenträgern und der DB InfraGO eingeleiteten Gegensteuerungsmaßnahmen.

Als Ersatz für entfallende Zugverbindungen im Nahverkehr sind täglich mehr als 173 Busse des Betreibers ecoVista im Einsatz. Etwa 500 Fahrer:innen wurden dafür eingestellt. Der Ersatzverkehr auf insgesamt 28 Linien in sechs Bundesländern verläuft seit dem Baustart am 1. August verlässlich und stabil. Fahrgäste können auf einer Live-Map die Fahrt ihres Busses verfolgen. Die regionalen Verkehrsverbünde, die DB InfraGO sowie die ecoVista haben die Auslastung und Taktung der Busse stetig im Blick. Auf Grundlage der erhobenen Fahrgastzahlen kann nach dem Ende der Sommerferien in Berlin, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern, Hamburg und Schleswig-Holstein entschieden werden, ob Anpassungen erforderlich sind. Für den Beginn der Schülerverkehre stehen zudem Personalreserven bereit.

Die DB InfraGO und ecoVista haben auf die Hinweise von Fahrgästen und Gemeinden in den ersten vier Wochen reagiert. So wurden an den Haltestellen, je nach den örtlichen Gegebenheiten, zusätzliche Wetterschutzhäuser sowie mehr Sitzbänke aufgestellt und fehlende Fahrplanaushänge ergänzt. Am Bahnhof Dallgow-Döberitz werden zusätzliche Abstellmöglichkeiten für Fahrräder geschaffen, an anderen Stationen die Wegeleitung optimiert. Zudem stellt die DB InfraGO bis 18. September in Quitzow, Kyritz Bürgerpark, Bad Kleinen, Boizenburg und Wustermark Sanitärcontainer mit Toiletten auf. Ein besonderes Augenmerk liegt darüber hinaus auf der Sauberkeit der Haltestellen. Die Reinigungskonzepte für jeden Standort wurden nochmals überprüft und bedarfsgerecht angepasst.

Die pro Tag durchschnittlich bis zu 100 Güterzüge, die regulär zwischen Hamburg und Berlin verkehren, werden ebenfalls umgeleitet. Die Umleitungsstrecken hatte die DB InfraGO vorab auf die zusätzlichen Verkehre vorbereitet und alle planbaren Arbeiten vorgezogen. Inspektionen und bei Bedarf Instandsetzung der Infrastruktur finden in der Regel in vorab koordinierten Zeitfenstern statt. In Einzelfällen können dennoch kurzfristig Instandhaltungsarbeiten erforderlich sein, die keinen Aufschub dulden. Die Verkehre werden in diesen Fällen durch die Netzleitzentrale gesteuert, die mit den betroffenen Verkehrsunternehmen im regelmäßigen Austausch steht.

Für die Belieferung der zehn Unternehmen mit Gleisanschluss entlang der Strecke Hamburg–Berlin hatte die DB InfraGO im Vorfeld der Generalsanierung individuelle Lösungen erarbeitet. Die Betriebe können in der Regel innerhalb vorab definierter, nächtlicher Zeitfenster die erforderlichen Züge in ihr Unternehmen fahren. Die sogenannten Bedienfahrten haben bislang weitgehend reibungslos funktioniert, sodass es zu keinen Unterbrechungen in den Lieferketten gekommen ist.

Hinweis für Redaktionen: Aktuelles Bildmaterial von der Generalsanierung der Strecke Hamburg–Berlin finden Sie in der DB Mediathek. Umfassende Informationen zum Projekt, einen Baustellen-Blog sowie den Link zum WhatsApp-Kanal mit regelmäßigen Updates erhalten Sie unter www.db.de/hamburg-berlin. Unter www.generalsanierung.db-ersatzverkehr.de sind alle Informationen rund um den Ersatzverkehr gebündelt. 

04. September 2025, 13:30 Uhr
Berlin
Ab 24. September bis 13. Dezember: Knapp drei Monate Vollsperrung zwischen Berlin Südkreuz und Bitterfeld erforderlich • Fernzüge zwischen Berlin und München werden umgeleitet, betroffene Nahverkehrslinien in Brandenburg, Sachsen-Anhalt sowie Sachsen zumeist durch Busse ersetzt

Die DB InfraGO führt auf der Anhalter Bahn zwischen Berlin Südkreuz und Bitterfeld vom 24. September bis 13. Dezember planmäßig umfangreiche Bauarbeiten durch. Die bereits Anfang des Jahres angekündigten Arbeiten auf dem 130 Kilometer langen Abschnitt der ICE-Strecke Berlin-Leipzig/Halle (Saale)-Erfurt-München umfassen den Einbau von 33 neuen Weichen, weitere 59 Weichen werden instandgesetzt. Knapp 100 Kilometer Gleise werden vollständig erneuert, weitere 38 Kilometer saniert. Nach Abschluss der komplex gebündelt ausgeführten Bauarbeiten zum Fahrplanwechsel im Dezember gilt die Strecke damit für drei Jahre als baufrei.

Die anstehende Bauphase war bereits 2024 vorbereitet worden: 10 Weichen und 19 Kilometer Gleise sind im Streckenabschnitt Bitterfeld–Lutherstadt Wittenberg erneuert worden; weitere 20 Kilometer neue Gleise und 15 Weichen kommen jetzt hinzu. In Berlin wird innerhalb der Sperrpause ab 24. Oktober parallel ein weiteres Vorhaben ausgeführt: die Anbindung der neuen Dresdner Bahn.

Das hohe Bauvolumen, die aufwändige und komplexe Baustellenlogistik und die Koordination der Bauabläufe machen eine Totalsperrung der Strecke für den Bahnbetrieb im Nah- und Fernverkehr unausweichlich. Die Deutsche Bahn bittet alle Bahnreisenden und Kunden um Verständnis für die Einschränkungen.

Fernzüge zwischen Berlin und München fahren weiterhin mindestens stündlich, werden jedoch umgeleitet. Zwischen Leipzig bzw. Halle (Saale) und Berlin verlängert sich die Fahrzeit um 45 bis 60 Minuten. Das Fernverkehrsangebot zwischen Frankfurt und Berlin über Kassel bleibt unverändert. Direktverbindungen zwischen Frankfurt–Erfurt–Berlin entfallen während der Bauarbeiten. In Berlin werden die Fernzüge nicht über den Bahnhof Südkreuz geführt, sondern teilweise über Berlin Ostkreuz. Dadurch kommt es zu Ausfällen im Nahverkehr auf der Berliner Stadtbahn. Lutherstadt Wittenberg entfällt als Halt im Fernverkehr.    

Im Nahverkehr werden mehrere Linien in Brandenburg und Sachsen-Anhalt durch Busse ersetzt. Das betrifft die Linien RE3, RE4, RE8, RB24, RB32, RB 33 sowie die S-Bahn-Linien S2 und S8 im Abschnitt Bitterfeld–Lutherstadt Wittenberg. Auf einigen Abschnitten fahren neben den regulären Bussen auch Express-Busse mit zusätzlichen Halten.

Weitere Informationen: bahn.de, bahn.de/baustellen, DB Navigator, VBB.

04. September 2025, 10:00 Uhr
Berlin
Kostenfreie Erlebniswelt „Zukunft Nahverkehr“ am Königsplatz in der Münchner Innenstadt • Premiere: DB präsentiert begehbares Modell der künftigen Münchner XXL-S-Bahn • Bühnenprogramm während der gesamten IAA Mobility

Die Initiative „Zukunft Nahverkehr“ (ZNV) der Deutschen Bahn holt den öffentlichen Personennahverkehr buchstäblich auf die IAA Mobility nach München. Die vier großen Buchstaben Ö, P, N und V schmücken in der kommenden Woche den Königsplatz der Münchner Innenstadt. Mit dieser Installation ist die DB Teil des kostenfrei zugänglichen Open Space der Messe IAA Mobility.

Evelyn Palla, Vorständin Regionalverkehr Deutsche Bahn AG: „Alltagsmobilität ist mehr als Autofahren. Je besser der öffentliche Nahverkehr ist, desto besser wird die Lebensqualität – in der Stadt und auf dem Land. Mit unseren autonomen On-Demand-Shuttles oder der neuen XXL-S-Bahn für München zeigen wir auf der Automobilmesse, wie die Zukunft des öffentlichen Verkehrs aussieht. Wir möchten unseren Fahrgästen ein Mobilitätsangebot machen, auf das sie sich vom ersten bis zum letzten Kilometer verlassen können. Davon können sich alle kostenlos auf dem Münchner Königsplatz selbst überzeugen.“

In der ZNV-Erlebniswelt in München erfahren Besucher:innen interaktiv, wie der ÖPNV sie künftig mit per App buchbaren Shuttles oder auch mit autonomen Fahrzeugen direkt ans Ziel bringt. Außerdem zeigt der „Future Mobility Simulator“, wie Städte aussehen könnten, wenn sie konsequent aus der Perspektive eines besseren ÖPNV gedacht werden.

Ein weiteres Highlight auf dem Königsplatz: Der Freistaat, Siemens und die S-Bahn München stellen vor Ort erstmals ein begehbares Modell der neuen XXL-S-Bahn vor – die ersten Fahrzeuge sollen ab Ende 2028 im Einsatz sein. Das Modell zeigt einen Teil des Neufahrzeugs im Maßstab 1:1 und macht das Außendesign und die Innenausstattung des Neufahrzeugs erlebbar.

Das Bühnenprogramm und Paneldiskussionen auf dem ZNV-Gelände sind kostenfrei zugänglich. Der Stand öffnet am 9. September um 11 Uhr seine Tore und ist bis zum 14. September von 11–21 Uhr (am 14. September von 10–17 Uhr) geöffnet.

Das gesamte Bühnenprogramm ist online einsehbar. So gibt es beispielsweise ein Gespräch zwischen dem Geschäftsführer des Verbands Deutscher Automobilindustrie (VDA), Andreas Rade, und Jan Schilling, Marketing-Vorstand von DB Regio. Die Initiative ZNV stellt den Mobilitätsreport 2025 mit vielen Daten und Fakten zum ÖPNV vor. Besucher:innen können sich zudem über autonomes Fahren, den ÖPNV auf dem Land oder die Verkehrswende allgemein informieren.

Über die ZNV: DB Regio hat die Initiative Zukunft Nahverkehr (ZNV) ins Leben gerufen. Die ZNV ist eine Kommunikationsinitiative für (mehr) öffentliche Mobilität. Sie bringt den öffentlichen Personennahverkehr mit Gesellschaft und Politik zusammen, um gemeinsam an Konzepten und Lösungen für eine bessere Mobilität zu arbeiten und innovativen Ideen und Vordenker:innen eine Plattform zu bieten. Mobilität ist ein Grundbedürfnis – und der öffentliche Nahverkehr das wichtigste Vehikel, um dieses zu erfüllen.

Weitere Informationen zur ZNV finden Sie unter: www.zukunftnahverkehr.de/iaa

02. September 2025, 11:30 Uhr
Darmstadt/Berlin
Das bestehende Gebiet des Pilotprojekts KIRA vergrößert sich um den Darmstädter Norden • Nach drei Monaten Betrieb mehr als 1.000 zugelassene Testnutzerinnen und Testnutzer • Fahrten werden als komfortabel und sicher bewertet

Drei Monate nach dem Start hat das Pionierprojekt KIRA von Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) und Deutscher Bahn (DB) seinen vollen Umfang erreicht: Fahrgäste können die Shuttles nicht nur in der Stadt Langen und der Gemeinde Egelsbach im Kreis Offenbach nutzen, sondern auch in nördlichen und westlichen Stadtteilen von Darmstadt. Mit der Erweiterung des Betriebsbereichs sind die sechs selbstfahrenden Fahrzeuge erstmals in einer Großstadt unterwegs. Zu den zentralen Orten in Darmstadt, die angefahren werden, zählen der Hauptbahnhof, die Pallaswiesenstraße im Johannesviertel und das Nordbad/der Bürgerpark. Auch Fahrten zwischen Langen, Egelsbach und Darmstadt sind möglich.

Seit dem Start der Testfahrten in Langen und Egelsbach Ende Mai dieses Jahres sind mehr als 1.000 registrierte Interessentinnen und Interessenten als Nutzerinnen und Nutzer im Pilotprojekt zugelassen. Die Passagiere, die bisher mit einem der Shuttles gefahren sind, bewerten ihre Fahrt im Durchschnitt mit 4,5 von 5 möglichen Punkten. In den ersten drei Monaten des Projekts haben die Fahrzeuge im Durchschnitt mehr als eine Fahrt pro Stunde absolviert (Betriebszeiten sind Mittwoch bis Freitag, 9:30 bis 15:30 Uhr). Seit Beginn der ersten Testfahrten durch Langen und Egelsbach im Juni 2024 und durch Darmstadt im Juni 2025 kamen bei den insgesamt sechs Shuttles mehr als 60.000 Kilometer zusammen. Die am meisten nachgefragten Haltepunkte für das Shuttle sind die Bahnhöfe in Langen und Egelsbach.

Wer mit KIRA fahren möchte und angemeldet ist, kann Fahrten im gesamten Betriebsgebiet On-Demand, also auf Wunsch, über die projekteigene KIRA-App buchen. Je nach Nutzungsverhalten und entsprechend freien Plätzen in den Fahrzeugen werden sukzessive weitere Interessentinnen und Interessenten zugelassen.

Prof. Knut Ringat, Vorsitzender der Geschäftsführung Rhein-Main-Verkehrsverbund: „Das KIRA-Bediengebiet wächst mit Darmstadt nicht nur räumlich, sondern verknüpft nun auf direktem Weg den ländlicheren Raum mit der Großstadt. So ist für angemeldete Passagiere mit KIRA beispielsweise die direkte Fahrt zwischen dem Darmstädter Hauptbahnhof und der Gemeinde Egelsbach im Kreis Offenbach möglich. Damit testen wir in unserem Pilotprojekt, wie wir öffentliche Mobilität perspektivisch überall und jederzeit verfügbar machen können. Genau das ist ein essenzieller Bestandteil unserer Vision für autonome Fahrzeuge im öffentlichen Nahverkehr.“

Dr. Arne Schneemann, Vorstand DB Regio Straße: „Das Projekt KIRA hat schon jetzt wichtige Erkenntnisse gebracht, wie wir den ÖPNV durch die intelligente Verknüpfung verschiedener Verkehrsmittel flexibler und besser machen können. Daneben sammeln wir wertvolle Erfahrungen im Betrieb autonomer Fahrzeuge. Die positiven Bewertungen der Testfahrten zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind.“

Hanno Benz, Oberbürgermeister der Stadt Darmstadt: „Ich freue mich, dass diese autonome Technologie auf Darmstädter Straßen eingesetzt wird: Darmstadt zählt hier zu den ersten Städten deutschlandweit. Autonome Fahrtangebote, wie sie im Pilotprojekt KIRA erprobt werden, binden Bürgerinnen und Bürger auch aus den weiter von der Innenstadt gelegenen Stadtteilen und aus dem Umkreis an das Stadtzentrum und den Hauptbahnhof an. Angebote wie diese ermöglichen in der nahen Zukunft eine bessere soziale Teilhabe aller Menschen unabhängig von den Lebensumständen und der individuellen Mobilität.“

KIRA steht für „KI-basierter Regelbetrieb autonomer On-Demand-Verkehre“ und ist das erste Projekt in Deutschland, das autonomes Fahren auf Level 4 mit Passagieren und für den öffentlichen Nahverkehr (ÖPNV) testet. Betreiberin der autonomen Fahrzeuge ist die DB Regio Bus Mitte. Das DB-Unternehmen ioki stellt die Software für Buchung und Routenplanung; ioki integriert auch die Softwarekomponenten der verschiedenen Technologiepartner. Als weiterer Partner stellt Mobileye die Selbstfahrtechnologie, HD-Karten sowie spezialisierte Sensorik zur Verfügung.

Der Testbetrieb findet in enger Abstimmung mit den lokalen Partnern HEAG mobilo GmbH sowie der Kreisverkehrsgesellschaft Offenbach statt und ist zunächst bis Ende 2025 angesetzt. Eine Verlängerung ist geplant. Das zukunftsweisende Pilot- und Forschungsprojekt KIRA wird vom Bundesministerium für Verkehr (BMV) mit insgesamt rund 2,2 Millionen Euro sowie vom Land Hessen finanziell unterstützt. Forschungspartner des Projekts sind das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und der Verband Deutscher Verkehrsunternehmen (VDV).Die Möglichkeit sich für Testfahrten zu registrieren und Informationen rund um das Projekt und die Technologie gibt es unter www.kira-autonom.de.Bildmaterial zu diesem Projekt finden Sie in unserer DB-Mediathek.

01. September 2025, 14:30 Uhr
Berlin
Schadhafte Betonschwellen waren Ursache des tragischen Unfalls • DB geht gegen pflichtwidriges Verhalten der damals Betriebs- und Management-Verantwortlichen vor • InfraGO-Chef Nagl: „Die Lehren aus dem vorliegenden Untersuchungsbericht werden wir ohne Abstriche umsetzen.“

Die unabhängige interne Untersuchung, die die Deutsche Bahn (DB) im Nachgang des tragischen Zugunfalls mit fünf Toten und 72 Verletzten am 3. Juni 2022 in Garmisch-Partenkirchen beauftragt hat, ist abgeschlossen. Damals entgleiste ein Regionalexpress zwischen den Bahnhöfen Garmisch-Partenkirchen und Farchant auf der Höhe von Burgrain. Unfallursächlich waren schadhafte Betonschwellen. Die Betonschwellen wiesen aufgrund von chemischen Reaktionen im Inneren des Stahlbetonkerns keine ausreichende Tragfähigkeit mehr auf.

Während der letzten drei Jahre hat die Anwaltskanzlei Gleiss Lutz umfassend und objektiv die Unfallursachen analysiert und die Verantwortlichkeiten über alle Ebenen hinweg aufgeklärt. Dafür wurden unter anderem Interviews mit mehr als sechzig Personen geführt und rund 10 Millionen Datenpunkte systematisch ausgewertet. Nun liegt der DB ein vertraulicher Abschlussbericht vor. Die DB kooperiert weiterhin vollumfänglich mit sämtlichen untersuchenden Behörden.

Gleiss Lutz kommt zu dem Ergebnis, dass der Zugunfall vermeidbar war. Der Unfall war die unmittelbare Folge regel- und pflichtwidrigen Verhaltens des vor Ort tätigen betrieblichen Personals. Gleichzeitig hat die damalige DB Netz nur unzureichend auf die auf mehreren Ebenen in der Organisation vorliegenden umfangreichen Erkenntnisse zu geschädigten Betonschwellen reagiert und den Unfall hierdurch ermöglicht. Dies schließt damals ressortverantwortliche Vorstandsmitglieder ein.

Philipp Nagl, Vorstandsvorsitzender der DB InfraGO: „Dieses Ergebnis ist erschütternd und macht uns betroffen. Ich kann den Hinterbliebenen und Leidtragenden des Unfalls aber versichern, dass wir bereits umfassende Konsequenzen gezogen haben und noch ziehen werden. Dazu gehören Maßnahmen gegen alle pflichtwidrig handelnden Personen sowie Vorkehrungen, die wir zur Verhinderung von künftigem Fehlverhalten auf allen Ebenen eingeführt haben und noch einführen werden.“ Darüber hinaus wird die DB InfraGO Ersatzansprüche gegen ehemalige Vorstandsmitglieder geltend machen.

Gleiss Lutz hat darüber hinaus in einem strukturierten Verfahren die tieferliegenden systemischen Ursachen analysiert, die zu dem Unfall geführt haben. Dies umfasst insbesondere organisatorische, prozessuale und kulturelle Defizite. Daraus abgeleitet hat die DB ein umfassendes Projekt aufgesetzt, um diese systematisch und nachhaltig abzuarbeiten. Einige Defizite hat die DB bereits während der laufenden Untersuchung abgestellt. Beispielsweise durch folgende Maßnahmen:

  • Mit einem umfassenden Schwellenaustauschprogramm ersetzt die DB alle potenziell risikobehafteten Schwellen präventiv. Ein Großteil wurde bereits entfernt – bis heute rund zwei Millionen Betonschwellen. Das Schwellenaustauschprogramm trägt erheblich zur künftigen Sicherheit und Verlässlichkeit des Netzes bei.
  • Die wissenschaftlich-technischen Erkenntnisse hat die DB laufend berücksichtigt und in eine verschärfte Richtlinie zur Bewertung von Fehlern an Betonschwellen in ihr Regelwerk überführt.
  • Zudem hat die DB umfangreiche Schulungs- und Sensibilisierungsmaßnahmen durchgeführt, um die erforderliche Risikosensitivität auf allen Ebenen herzustellen. Die Schulungsmaßnahmen werden künftig weitergeführt und noch erweitert.
  • Darüber hinaus hat der Vorstand der DB InfraGO proaktiv und vorsorglich prüfen lassen, ob auch in weiteren Infrastrukturbereichen ähnliche Herausforderungen wie bei Betonschwellen bestehen. Alle unmittelbaren Handlungsfelder wurden abgearbeitet.

Für das zukunftsgerichtete weitere Vorgehen zur Beseitigung der festgestellten Defizite hat die DB ein Projekt eingerichtet, das bis vsl. Ende 2027 abgeschlossen sein wird. Es umfasst insbesondere:

  • Organisatorische Maßnahmen zur Stärkung der Sicherheitsarchitektur (Berichtslinien, Kontrollkonzepte);
  • Weiterentwicklung von Prozessen, Richtlinien und Unterstützungssystemen einschließlich Wissensmanagement und Informationsfluss mit dem Ziel einer ganzheitlichen Risikosteuerung;
  • sowie Kultur- und Sensibilisierungsmaßnahmen zur Stärkung der Sicherheitskultur.

Die Maßnahmen sind nicht auf den Bereich der Betonschwelle beschränkt, sondern grundsätzlich gewerkübergreifend. Gleiss Lutz wird im Rahmen eines freiwilligen Monitorings die Umsetzung der sogenannten Remediationsmaßnahmen begleiten, um die effiziente und nachhaltige Beseitigung der festgestellten Defizite sicherzustellen. Philipp Nagl: „Die Lehren aus dem vorliegenden Untersuchungsbericht werden wir ohne Abstriche umsetzen.“

01. September 2025, 07:00 Uhr
Berlin
Probe BahnCard 25 zum unschlagbar günstigen Preis • Verkaufszeitraum 2. bis 30. September • Ab 9,99 Euro in der 2. Klasse statt regulär 19,90 Euro

Die Deutsche Bahn (DB) macht allen BahnCard-Neukund:innen ein besonderes Schnäppchenangebot: Vom 2. bis 30. September gibt es die Probe BahnCard 25 für 9,99 Euro in der 2. Klasse bzw. 19,99 Euro in der 1. Klasse. Die Probe BahnCard 50 ist in der 2. Klasse für 39,99 Euro und in der 1. Klasse für 79,99 Euro erhältlich.

Mit dieser Aktion setzt die DB ein klares Zeichen für preisgünstige Bahnreisen. Mit der BahnCard 25 erhalten Reisende 25 Prozent Rabatt auf alle Flex-, Spar- und Super Sparpreise. So rechnet sich die Probe BahnCard 25 für die 2. Klasse bereits ab einem Ticketwert von 40 Euro. Mit der BahnCard 50 profitieren Kund:innen von 50 Prozent Rabatt auf jedes Flexpreis-Ticket, auf Sparpreis-Angebote gibt es 25 Prozent. Aktuell besitzen 4,7 Millionen Menschen eine BahnCard.

Die Probe BahnCard gilt für drei Monate ab dem 1. Geltungstag und kann bis zu sechs Monate im Voraus gekauft werden. Der Starttermin ist von den Kund:innen innerhalb dieser sechs Monate frei wählbar. Die Probe BahnCard geht automatisch in ein BahnCard-Abo über, sofern sie nicht gekündigt wird. Die Kündigungsfrist beträgt 4 Wochen. Erhältlich ist das Angebot über alle bekannten Vertriebswege wie z.B. bahn.de, DB Navigator, DB Reisezentren und DB Agenturen.

Alle Rabatte im Überblick:

  • Probe BahnCard 25 in der 2. Klasse: 9,99 Euro statt 19,90 Euro
  • Probe BahnCard 25 in der 1. Klasse: 19,99 Euro statt 39,90 Euro
  • Probe BahnCard 50 in der 2. Klasse: 39,99 Euro statt 76,90 Euro
  • Probe BahnCard 50 in der 1. Klasse: 79,99 Euro statt 152 Euro

Weitere Informationen zur Probe BahnCard gibt es auf bahn.de/probebahncard-aktion.

28. August 2025, 10:00 Uhr
Berlin
Einstellungsziel trotz engen Arbeitsmarkts erreicht • starke Investition in künftige operative Kräfte • rund 1.000 angehende Zugverkehrssteuernde • 50 Ausbildungsberufe und 25 duale Studiengänge

Die Deutsche Bahn (DB) setzt ihren Investitionskurs in den Nachwuchs auch 2025 fort: Rund 5.700 neue Auszubildende und dual Studierende starten diesen Herbst bei der DB. Trotz großer Herausforderungen am Arbeitsmarkt wird der Konzern damit sein erklärtes Einstellungsziel im Bereich der Nachwuchskräfte erreichen. In 50 Ausbildungsberufen und 25 dualen Studiengängen bietet die DB jungen Talenten vielfältige Möglichkeiten. Die offiziellen Begrüßungsveranstaltungen finden am 1. September bundesweit an acht Standorten statt.

DB-Personalvorstand Martin Seiler: „Wir sind stolz darauf, dass sich so viele junge Talente für die DB als Arbeitgeberin entschieden haben. Das bestätigt: Die DB ist auch für die junge Generation eine besonders attraktive Arbeitgeberin. Mein Dank gilt unseren Kolleginnen und Kollegen in der Personalgewinnung, die Tag für Tag mit großem Engagement für uns begeistern. Unser Anspruch ist es, Nachwuchskräften beste Ausbildungsbedingungen und langfristige Perspektiven zu bieten – denn ihre Motivation und ihr Einsatz sind entscheidend für den nachhaltigen Erfolg der DB.“

Die Auszubildenden profitieren von einer hochqualitativen Ausbildung, die unter anderem in bundesweit 33 modernen Ausbildungszentren stattfindet. Sie erhalten eine intensive Betreuung mit vielfältigen Austauschformaten und individueller Lernunterstützung. Die Auszubildenden und Studierenden werden zudem mit hochwertigen digitalen Endgeräten ausgestattet. Attraktive Zusatzleistungen wie Fahrvergünstigungen und Mietkostenzuschüsse runden das Angebot ab.

Die meisten der neuen Azubis bildet die DB zu Zugverkehrssteuernden aus (rund 1.000). Diese arbeiten auf Stellwerken, wo sie Weichen und Signale stellen und so die Züge durchs Schienennetz navigieren. Das zeigt, dass die Maßnahmen zur Gewinnung dieser dringend benötigten Kräfte wirken. Auf Platz zwei und drei stehen die Berufe Lokführer:in (mehr als 800) und Elektroniker:in in der Betriebstechnik (rund 800). Beim dualen Studium führen das Bauingenieurwesen (rund 100), die Elektrotechnik (rund 90) und das Bahningenieurwesen (rund 70).Mit mehr als 15.000 Nachwuchskräften ist die DB einer der größten Ausbildungsbetriebe im Land.

Nachwuchskräfte für ihre operativen Berufe zu gewinnen, ist auch während des Sanierungsprogramms S3 erklärtes Ziel der DB. Mit S3 soll der Konzern pünktlicher, verlässlicher und profitabler werden. Dazu muss das notwendige Personal für das operative Eisenbahngeschäft zur Verfügung stehen. Insgesamt will der Konzern in diesem Jahr mehr als 20.000 neue Mitarbeitende an Bord holen.

Um den Herausforderungen auf einem historisch engen Arbeitsmarkt zu begegnen und junge Menschen gezielt anzusprechen, arbeitet die Personalgewinnung auch in diesem Jahr mit innovativen Maßnahmen: In der virtuellen 3D-Welt und ihren interaktiv gestalteten Räumen auf experience.db.jobs können Interessierte in die vielfältigen DB-Berufe eintauchen und diese ausprobieren. So bekommen sie auf spielerische Weise ein besseres Gefühl dafür, welcher Job am besten zu ihnen passt.

Zudem hat die DB ihre Zusammenarbeit mit Schulen bundesweit weiter ausgebaut, um noch mehr Schüler:innen für sich zu gewinnen. Inzwischen liegt die Anzahl an Schulkooperationen bei über 770. Mithilfe von mittlerweile 22 sogenannten Community Recruiter:innen macht die DB auch in ländlichen Regionen an Schulen und in Vereinen auf sich aufmerksam. Auch bietet der Konzern eine hohe Anzahl an Schülerpraktika an. An Hochschulen hat die DB ihre Präsenz von 100 auf rund 150 Standorte ausgeweitet, um neben Studierenden gezielt auch Studienaussteigende anzusprechen. Mit innovativen Veranstaltungsformaten sowie dem neuen studienbegleitenden Programm „DB Bahn:Klasse!“ erhalten Studierende direkt auf dem Campus praxisnahe Einblicke und Möglichkeiten für ihren Jobeinstieg.

Auch für das kommende Ausbildungsjahr sind bereits zahlreiche Plätze ausgeschrieben. Bewerbungen sind sowohl online als auch per Chatbot und per Spracheingabe in rund vier Minuten möglich. Stellenausschreibungen und Bewerbungstipps für Nachwuchskräfte sind auf db.jobs verfügbar.

Für alle, die noch berufliche Orientierung und Vorbereitung auf eine Berufsausbildung oder einen Jobeinstieg brauchen, eignet sich das DB-Programm „Chance Plus“. Mehr Informationen unter: https://db.jobs/de-de/dein-einstieg/chance-plus

Hinweis für Redaktionen: Azubi-Fotos finden Sie hier.

27. August 2025, 09:15 Uhr
Berlin
Neuer Direktzug von Leipzig über Breslau und Krakau nach Przemysl • Zweistundentakt für Reisende zwischen den Hauptstädten Berlin und Warschau • Ab Dezember 17 tägliche Verbindungen

Ab Dezember sind deutlich mehr Züge zwischen Deutschland und Polen unterwegs. Die Deutsche Bahn (DB) und die polnische PKP Intercity (PKP) stocken das Fernverkehrsangebot zwischen den Nachbarländern um über 50 Prozent auf. Reisenden stehen künftig 17 statt aktuell elf direkte Verbindungen (jeweils Hin- und Rückfahrt) zur Verfügung. DB und PKP reagieren damit auf die deutlich gestiegene Nachfrage nach Reisen zwischen den beiden Nachbarländern. Mit einem weiteren und damit siebten Zugpaar können Fahrgäste künftig im Zweistundentakt zwischen den beiden Hauptstädten Berlin und Warschau reisen.

„Der internationale Fernverkehr boomt. Wir wollen auch den Eisenbahnverkehr zwischen Deutschland und Polen deutlich ausbauen. Die neuen Bahnverbindungen in die wirtschaftsstarken Regionen Südpolens und an die Grenze zur Ukraine sind wirtschaftlich wie auch politisch von großer Relevanz“, sagt Michael Peterson, DB-Vorstand Personenfernverkehr.

„Der Bahnverkehr schafft immer stärkere Verbindungen zwischen europäischen Städten. Als größter Personenbeförderer im Schienenfernverkehr in Polen freut es die PKP Intercity, dazu einen Beitrag zu leisten. Wir beobachten großes Interesse an den Direktverbindungen nach und von Berlin. Wir rechnen damit, dass auch die weiteren Destinationen bei unseren Passagieren ähnlich beliebt sein werden“, so Janusz Malinowski, CEO der PKP IC.

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Quelle: Deutsche Bahn AG

Komplett neu eingeführt wird die Verbindung Leipzig–Breslau–Krakau mit zwei Zügen pro Tag und Richtung. Ein Zug beginnt bzw. endet dabei in Przemysl an der polnisch-ukrainischen Grenze. Damit erhalten die wirtschaftlichen und kulturellen Zentren Südpolens sowie die polnisch-ukrainische Grenzstadt Przemysl erstmals eine schnelle Anbindung aus der bzw. in die Mitte Deutschlands. Auch für Reisende aus München, Nürnberg oder Frankfurt (Main) nach Breslau verkürzt sich die Reisezeit durch abgestimmte Umsteigezeiten in Leipzig um rund zwei Stunden. Über Zwischenhalte in Nordsachsen werden auch Chemnitz und Dresden optimal an die neue Fernverkehrsstrecke angebunden.

Geplant ist zudem ein neuer täglicher Eurocity über Nacht zwischen Berlin und Przemysl über Breslau und Krakau sowie zwischen Berlin und Chelm über Lodz und Warschau. Damit wird eine zweite Grenzstadt zur Ukraine direkt angebunden. Auch der bestehende Nachtzug München–Warschau („Chopin“) erhält zusätzliche Wagen, die künftig neu zwischen München, Krakau und Przemysl verkehren. Damit entsteht auch eine direkte Verbindung zwischen Süddeutschland und dem Süden Polens.

Die Aufnahme der neuen Verbindungen erfolgt zum Fahrplanwechsel am 14. Dezember 2025. Die Reisezeit von Leipzig nach Breslau beträgt nur rund dreieinhalb Stunden. Auf der rund 570 Kilometer langen Strecke zwischen Berlin und Warschau sind Reisende gut fünf Stunden entspannt, klimafreundlich und ohne Umstieg im Eurocity von DB und PKP IC unterwegs.

26. August 2025, 11:00 Uhr
Halle (Saale)
Lok-Mitfahrten über das Museumsgelände • buntes Familienprogramm mit Kindermusik, Riesenseifenblasen und vielem mehr • Festprogramm zum regulären Museumseintritt

Auch in diesem Jahr feiert das DB Museum Halle (Saale) am Samstag, 30. August 2025 wieder sein traditionelles Familienfest. Dank der Unterstützung zahlreicher Ehrenamtlicher dürfen sich kleine und große Eisenbahnfans auf ein abwechslungsreiches Programm mit Musik, Zauberer, Mitmach-Aktionen und vielen Lokomotiven zum Bestaunen und Anfassen freuen. Von 10 bis 17 Uhr verwandelt sich der historische Lokschuppen IV, in dem das DB Museum Halle beheimatet ist, in eine Eisenbahn-Erlebniswelt für Jung und Alt.

Museumsdirektor Dr. Oliver Götze: „Unsere Sommerfeste in Koblenz und Halle sind seit vielen Jahren feste Größen im Veranstaltungskalender des DB Museums. In Halle bieten wir auch 2025 wieder ein unterhaltsames und abwechslungsreiches Fest-Programm für die ganze Familie an – und das erstmals zum regulären Museumseintritt. Für nur 6 Euro können so zwei Erwachsene mit bis zu vier Kindern einen ganzen Tag lang Eisenbahnleidenschaft pur genießen.“

Kinder-Musik, Clowns und Riesenseifenblasen

Für Kinder und Familien hat das Sommerfest in diesem Jahr besonders viele Attraktionen zu bieten. Brock´s Wing Klapp und Musikclown Riesibisi sorgen den ganzen Tag über für Stimmung und Schwung, Zauberer Handoni begeistert mit seinen faszinierenden Tricks und Clown-Dame Filotta, seit vielen Jahren feste Größe auf dem Sommerfest, bringt mit ihren Luftballontieren, Schminkkünsten und Riesenseifenblasen Kinderaugen zum Leuchten. Zudem dreht die LGB-Modellbahn ihre Runden und in der Kreativwerkstatt können bunte Lok-Bilder gestaltet werden.

Mitfahrten auf kleinen Zügen und großen Loks

Ein besonderes Highlight des diesjährigen Familienfests sind die Mitfahrten auf dem Führerstand der Lokomotive 243 002-3, eine Mehrzwecklok der Deutschen Reichsbahn der ehemaligen DDR. Museumsgäste können sich dabei wie echte Lokführerinnen und Lokführer fühlen und das Gelände aus einer ganz neuen Perspektive betrachten. Zudem dreht eine kleine Mitfahr-Eisenbahn ihre Runden über den Museumshof und die Führerstände vieler Lokomotiven sind geöffnet und werden von ehrenamtlichen Mitarbeitenden bis ins Detail erklärt.

Über den gesamten Tag verteilt werden außerdem Fahrzeuge auf der Drehscheibe präsentiert. Die historischen Lokomotiven werden so zum perfekten Fotomotiv und können von allen Seiten bestaunt werden. Fachkundige Erläuterungen runden die Vorstellung ab und ermöglichen einen Einblick in die Geschichte der Deutschen Reichsbahn der DDR.

Verkaufsstände und gastronomische Angebote

Erstmalig wird es in diesem Jahr einen antiquarischen Bücherstand mit Eisenbahnfachliteratur geben, an dem besondere Raritäten zu kleinen Preisen erworben werden können. Am Modellbahn-Verkaufsstand kommen außerdem alle Modellbahn-Fans auf ihre Kosten.

Die Fleischerei Ludwig versorgt die Festgäste mit Getränken und Deftigem vom Grill und die Bäckerei König verkauft Kaffee, Kuchen und süßes Gebäck.

Ticketpreise und Service-Hinweise

Familien (zwei Erwachsene und bis zu vier Kinder) zahlen nur 6 Euro, das Erwachsenenticket gibt es für 3 Euro.

Datum: Samstag, 30. August 2025

Öffnungszeiten: 10 bis 17 Uhr

Eintritt: Erwachsene 3 Euro / Kinder (6 bis 17 Jahre) 1,50 Euro / Familien (zwei Erwachsene und bis zu vier Kinder) 6 Euro

Für Führerstandsmitfahrten und die Mitfahr-Eisenbahnen werden zusätzliche Tickets benötigt, die ausschließlich vor Ort erworben werden können.

Alle Programmpunkte und Informationen ohne Gewähr. Tagesaktuelle Programmänderungen und Informationen unter dbmuseum.de/halle

Deutsche Bahn Stiftung und DB Museum

Die Deutsche Bahn Stiftung wurde 2013 als gemeinnützige GmbH von der Deutschen Bahn AG gegründet und ist deutschlandweit in den Schwerpunkten Bildung, Integration und Ehrenamt aktiv. Mit dem DB Museum und seinen Standorten in Nürnberg, Koblenz und Halle (Saale) gehört zudem das weltweit älteste Eisenbahnmuseum zur Stiftung. Mit seinem umfangreichen Angebot und einer Fülle an Exponaten bewahrt es das historische Erbe der Eisenbahn in Deutschland und stärkt den Bildungsschwerpunkt der Stiftung.

Mehr unter:  dbmuseum.de und deutschebahnstiftung.de

22. August 2025, 16:00 Uhr
Regensburg
47 Kilometer Gleise, 28 Weichen und 7 Bahnübergänge innerhalb von knapp 10 Wochen erneuert • Personenzüge fahren ab morgen wieder • Sanierte Strecke ist wichtig für Umleitungen während der Generalsanierungen in Bayern 2026

Die DB InfraGO hat die Sanierung der Bahnstrecke Regensburg–Schwandorf erfolgreich und exakt nach Zeitplan abgeschlossen. Seit heute Nacht rollen Bau- und Transportzüge bereits wieder. Ab morgen, 23. August 2025, fahren wieder Personenzüge zwischen Regensburg und Schwandorf.

Seit dem 15. Juni wurden auf der Strecke insgesamt 47 Kilometer Gleise und 28 Weichen erneuert sowie sieben Bahnübergänge modernisiert. Dafür haben mehrere Bauteams rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche gearbeitet. Hightech und Großmaschinen mit bis zu 1.000 Metern Länge kamen zum Einsatz, ebenso Zweiwegebagger, Schienenkran und Stopfmaschinen.

Insgesamt investiert die DB rund 127 Millionen Euro in die Sanierung der Bahnstrecke Regensburg–Weiden. Diese Strecke wird bei der 2026 anstehenden Generalsanierung der Korridore Nürnberg–Regensburg und Obertraubling–Passau auch als Umleitungsstrecke dienen. Der Abschnitt Regensburg–Schwandorf in der Oberpfalz ist ein erster großer Teil in dem Vorhaben.

DrPhilipp NaglVorstandsvorsitzender der DB InfraGO AG: „In nur knapp zehn Wochen haben unsere Mitarbeitenden gemeinsam mit den beteiligten Partnern fast 50 Kilometer Gleise saniert. Damit ist die Infrastruktur auf der Strecke zwischen Regensburg und Schwandorf in einem guten Zustand für den Nahverkehr und gut vorbereitet für das zusätzliche Verkehrsaufkommen während der Generalsanierungen in Bayern im kommenden Jahr. Dafür gilt allen Beteiligten mein herzlicher Dank – insbesondere auch der BEG und den Eisenbahnverkehrsunternehmen, die für einen stabilen Ersatzverkehr während der Bauarbeiten gesorgt haben.“

Am 23. August startet die nächste Etappe der Sanierung. Bis zum 14. September werden zwischen Irrenlohe und Weiden 15 Weichen und zehn Kilometer Gleis erneuert. Der Abschnitt Schwandorf–Schwarzenfeld folgt vom 26. September bis 10. Oktober mit sechs Kilometern Gleis und einer Weiche. DB Regio und die Länderbahn haben – wie bereits für die Streckensperrung zwischen Regensburg und Schwandorf – auch für die Sperrungen auf den weiteren Abschnitten ein Ersatzkonzept entwickelt. Informationen erhalten die Fahrgäste über die Auskunftssysteme, etwa über die DB Navigator App.

20. August 2025, 09:30 Uhr
Berlin
Jetzt schnell sein: Verkaufszeitraum 21. bis 23. August • 20 Prozent auf alle Sparpreise für Fahrten am Dienstag und Mittwoch • Für Reisen bis zum 10. Dezember • Buchbar über bahn.de oder in der App DB Navigator

Spätsommer-Schnäppchen bei der Deutschen Bahn (DB): Wer dienstags oder mittwochs Bahnfahren möchte, bekommt nochmal 20 Prozent Rabatt zusätzlich auf alle innerdeutschen Super Spar- und Sparpreistickets. Für diese nachfrageärmeren Reisetage sind Fahrten in den ICE- und Intercity-Zügen dann bereits ab 14,39 Euro erhältlich – und zwar bundesweit. Auf kurzen Strecken sind Reisende bereits ab 5,59 € unterwegs. Kund:innen mit einer BahnCard 25 oder 50 erhalten bei diesem Angebot zusätzlich den gewohnten BahnCard-Rabatt von 25 Prozent.

Mit der für bestimmte Wochentage gültigen Aktion ermöglicht die DB nicht nur besonders preiswertes Reisen mit der Bahn, sondern setzt auch zusätzliche Anreize, sich für einen nachfrageärmeren Reisetag zu entscheiden. So kann die Nachfrage noch besser auf die einzelnen Wochentage verteilt und eine gleichmäßigere Auslastung erreicht werden.

Das Angebot ist vom 21. bis 23. August buchbar und gilt für Reisen bis zum 10. Dezember 2025. Es ist für alle nationalen Spar- und Super Sparpreise erhältlich - inklusive des (Super) Sparpreis Young, (Super) Sparpreis Senioren sowie des Sparpreis Business für die Geschäftskund:innen im bahn.business-Programm. Buchbar sind die Tickets mit 20 Prozent Rabatt online über bahn.de und mobil in der App DB Navigator.

20. August 2025, 09:00 Uhr
Berlin
Plattform öffnet sich für Branchenlösungen in Medien, Mobilität, Maschinenbau und Finanzen • Helaba wird strategischer Partner • Offizielle GmbH-Gründung mit neuer Doppelspitze • Erste produktive Anwendung

Schwarz Digits und die Deutsche Bahn haben den nächsten Meilenstein im Aufbau einer europäischen Daten- und KI-Plattform erreicht: Mit der offiziellen Gründung der DataHub Europe GmbH und einer erfahrenen Doppelspitze startet das Joint Venture nun in die operative Phase. Ziel ist es, einen sicheren, rechtskonformen und souveränen Datenraum für Unternehmen, öffentliche Einrichtungen und Forschung zu schaffen, ergänzt um leistungsfähige Werkzeuge für die Entwicklung und den Betrieb von KI-Anwendungen.

Dr. Daniela Gerd tom Markotten, Vorständin Digitalisierung und Technik bei der Deutschen Bahn: „Der DataHub Europe ist für die Deutsche Bahn ein weiterer wichtiger Baustein, um eigene KI-Projekte – von der präventiven Instandhaltung über die Energieoptimierung bis zur Qualitätssicherung – schneller, skalierbar und dabei rechtssicher in den Betrieb zu bringen.“

Christian Müller, Co-CEO von Schwarz Digits: „Mit dem DataHub Europe schaffen wir eine europäische Alternative zu Plattformanbietern, die unsere Werte nicht teilen. Wir ermöglichen KI-Innovation in einem souveränen, DSGVO-konformen Rahmen – mit Rechenzentren und Cloud-Infrastruktur in Europa.“

Leistungsportfolio und strategischer Ausblick

Nach der formellen Freigabe durch die EU-Behörden im Juli wird die Plattform ein modulares Leistungsportfolio bieten. Kernbestandteil ist ein hochsicherer Datenraum, der Unternehmen und Organisationen einen DSGVO-konformen Datenaustausch ermöglicht. Ergänzend dazu bietet die Data & AI Workbench eine umfassende digitale Infrastruktur: Sie agiert als „digitale Werkzeugkiste“ und stellt gemeinsame Standards, spezialisierte Toolsets, Expertenwissen und skalierbare Rechenressourcen bereit, mit denen KI-Projekte effizient entwickelt, getestet und produktiv umgesetzt werden können. Ziel ist es, Innovationszyklen zu beschleunigen, Entwicklungskosten zu reduzieren und datenbasierte Kooperationen zwischen Wirtschaft, Forschung und öffentlicher Verwaltung zu fördern. Ein Marktplatz für kuratierte Datenprodukte ergänzt das Angebot, erleichtert die Wiederverwendung von Daten und eröffnet neue datengetriebene Geschäftsmodelle.

Im nächsten Schritt ist geplant, den Ansatz gezielt auf bestimmte Branchen auszurichten, um deren spezifische Anforderungen besser zu erfüllen – zum Beispiel in den Bereichen Medien, Mobilität, Maschinenbau und Finanzwesen. Die Wertschöpfungsketten dieser Sektoren profitieren besonders stark von Datensouveränität und Sicherheitsstandards.

Helaba als neuer Partner

Die Helaba (Landesbank Hessen-Thüringen) wird strategischer Partner im DataHub-Europe-Ökosystem. Ziel der Zusammenarbeit ist es, Lösungen zu entwickeln, die die digitale Souveränität im Finanzsektor stärken und europäische Werte und Standards fördern. Geplant sind insbesondere KI-gestützte, branchenspezifische Anwendungen und digitale Marktplatzlösungen, basierend auf Open-Source-Technologien, transparenten Prozessen und strenger Einhaltung europäischer Datenschutz- und Sicherheitsstandards.

Co-Geschäftsführer zur Doppelspitze ernannt

Zu Co-Geschäftsführern der DataHub Europe GmbH wurden Eicko Schulz-Hanssen und Dr. Julian Kopmann ernannt.

Schulz-Hanssen bringt langjährige Führungserfahrungen im Bereich Software, Vertrieb und Dienstleistungen mit. Er begann seine Karriere bei der SAP mit den Schwerpunkten Vertrieb und Management. Als Geschäftsführer eines Sportengagements des SAP-Gründers Dietmar Hopp fungierte er zusätzlich als langjähriges Präsidiumsmitglied eines Sportverbandes. Seinen Einstieg in die KI-Welt vollzog er zuletzt als Senior Advisory Consultant bei Aleph Alpha.

Kopmann, promovierter Betriebswirt (TU Berlin), ist ausgewiesener Experte für digitale Transformation. Bei der Deutschen Bahn war er als Manager in den Bereichen Data & AI Governance sowie in der AI Factory tätig, wo er datengetriebene Strategien und KI-Initiativen maßgeblich vorantrieb. Zuvor war er Chief Product Officer bei Mobimeo und bekleidete Management- und Steuerungspositionen bei Bombardier Transportation und KPMG. Dort vertiefte er seine Expertise in Produktentwicklung, Digitalisierung und Transformationsprojekten.

Erster Use-Case „AuditGPT“ im Produktivbetrieb

AuditGPT, ein KI-gestützter digitaler Prüfassistent, der Mitarbeitende in der Revision bei der Erstellung von Prüfberichten unterstützt, steht exemplarisch für das Geschäftsmodell des DataHub Europe. Die Lösung ist nach einer erfolgreichen Pilotphase nun produktiv bei Schwarz Digits und der Deutschen Bahn im Einsatz. Sie entlastet Teams, beschleunigt Prozesse und arbeitet in einem sicheren, DSGVO-konformen Umfeld. Im Rahmen des Joint Ventures wird AuditGPT im nächsten Schritt zu einer marktfähigen Anwendung weiterentwickelt.

Die strategische Kontrolle der DataHub Europe GmbH übernimmt ein fünfköpfiger Beirat mit je zwei Vertreter:innen der Gründungspartner sowie einem unabhängigen Mitglied. Mit Hauptsitz in Heilbronn, einem wachsenden KI-Standort, und einer Zweigstelle in Berlin als Brücke zu Politik, Verwaltung und KI-Community verbindet DataHub Europe technologische Exzellenz mit strategischer Vernetzung.

Weitere Informationen und Ansprechpartner zum DataHub Europe finden Sie hier.

19. August 2025, 10:00 Uhr
Berlin
DB rekrutiert und fördert Gamer:innen • Kombination aus Karriere und sportlichem Wettkampf auf Weltklasseniveau • bereits 1.500 Bewerbungen seit Start der Initiative • DB wirbt anlässlich der Gamescom für Jobs

Um insbesondere junge Talente der digital-affinen Generation Z für sich zu begeistern, setzt die Deutsche Bahn (DB) bei ihrer Suche nach Nachwuchskräften auf Gaming und Esports. Die DB möchte in diesem Jahr rund 20.000 neue Kolleg:innen in operativen Berufen einstellen, darunter weit mehr als 5.000 Nachwuchskräfte.

Kernstück der Gaming-Strategie ist das „DB Esports-Stipendium“, das die DB seit 2022 in Kooperation mit der esports player foundation (epf) jährlich vergibt. Es richtet sich an Nachwuchskräfte der DB InfraGO AG, die neben ihrer Ausbildung bzw. dualem Studium auch ambitionierte Gamer:innen sind. Insbesondere Berufsfelder wie Zugverkehrssteuerung, Gleisbau, Elektrotechnik oder Mechatronik profitieren von den Fertigkeiten aus dem Esports-Bereich. Die Stipendiat:innen erhalten Coachings, um ihre spielerischen Fähigkeiten sowie ihr Wissen in den Bereichen Sportpsychologie und Ernährung zu erweitern. Der Konzern bietet seinen Nachwuchskräften neben der beruflichen Karriere damit ein zweites Standbein im sportlichen Wettkampf mit Computerspielen. Schon 42 Stipendiat:innen hat die DB gefördert und rund 1.500 Bewerbungen über ihre Gaming-bezogenen Kanäle seit Start der Initiative verzeichnet.

Heinz Siegmund, Vorstand Personal DB InfraGO AG: „Mit DB-Gaming verbinden wir Leidenschaft mit Perspektive – denn wer Teamgeist, Strategie und Ausdauer zeigt, ist bei uns genau richtig. Im Esports werden Fähigkeiten wie technisches Verständnis, Stressresistenz, Multitasking und präzise Kommunikation trainiert. Das sind genau die Stärken, die wir für unsere Berufe suchen. Somit sind Gamerinnen und Gamer für unsere technischen und operativen Berufsfelder wie geschaffen!“

Julius Althoff, Geschäftsführer esports player foundation: „Gaming und Esports sind nicht nur Teil der Jugendkultur, sondern eröffnen auch vielfältige Karrierechancen. Mit dem DB Esports-Stipendium setzt die DB weiterhin international einzigartige Maßstäbe in der Förderung von Esportlerinnen und Esportlern. Mehrere Talente haben inzwischen den Sprung in die höchsten nationalen Ligen geschafft und absolvieren parallel ihre Ausbildung bei der DB. Die Erweiterung des Engagements auf die Gaming-Community zeigt, wie glaubwürdig und zukunftsorientiert junge Menschen begleitet werden.“

Mit ihrer Präsenz in der Gaming-Welt positioniert sich die DB als moderne und innovative Arbeitgeberin, die die Lebenswelt ihrer Zielgruppe versteht. Neben den Esports-Formaten investiert sie verstärkt in eine zielgruppengerechte Kommunikation zur Ansprache potenzieller Bewerber:innen. Dabei arbeitet sie unter anderem eng mit namhaften Influencer:innen auf ihren Social Media-Kanälen zusammen. Auch anlässlich der anstehenden Gamescom, der weltweit größten Messe für Computer- und Videospiele, wird die DB mit einem Stand am Kölner Hauptbahnhof vertreten sein. Esports ist außerdem Teil des offiziellen Betriebssportangebots der DB. Über eine eigene Discord-Community mit weit über 1.000 Mitgliedern werden Turniere organisiert, Events koordiniert und Austausch gefördert. Mehr Informationen dazu finden Sie hier: db.jobs/gaming.

Nachwuchskräfte für ihre operativen Berufe zu gewinnen, ist auch während des Sanierungsprogramms S3 erklärtes Ziel der DB. Mit S3 soll der Konzern Schritt für und Schritt zurück auf Kurs kommen und damit pünktlicher, verlässlicher und profitabler werden. Dazu muss das notwendige Personal für das operative Eisenbahngeschäft zur Verfügung stehen.

Über die esports player foundationDie esports player foundation bringt das Know-how aus der traditionellen Sportförderung in den Computersport (Esports). Sie fördert junge und etablierte Talente durch finanzielle Unterstützung, Professionalisierung des Trainings und umfassende Beratung in rechtlichen Dingen und gesundheitlichen Fragen. Ferner unterstützt die Foundation bei der Sicherung eines erfolgreichen Berufslebens nach der Esports-Karriere. Finanziert wird die epf durch das Engagement der Landesregierung Nordrhein-Westfalen und zahlreiche Wirtschaftspartner. Weitere Informationen auf www.esportsplayerfoundation.org

Über die DB InfraGO AG

Die DB InfraGO AG ist die gemeinwohlorientierte Infrastrukturgesellschaft der Deutschen Bahn AG. Sie wurde am 27. Dezember 2023 gegründet und ist aus der Zusammenführung der bisherigen DB Netz AG und DB Station&Service AG hervorgegangen. Mit mehr als 60.000 Mitarbeitenden ist die DB InfraGO AG für das rund 33.400 Kilometer lange Schienennetz sowie rund 5.400 Bahnhöfe verantwortlich. Täglich verkehren über 50.000 Züge auf der Infrastruktur der DB InfraGO. Die Gesellschaft verfolgt den Zweck, die Eisenbahninfrastruktur in Deutschland als Wirtschaftsunternehmen unter besonderer Berücksichtigung gemeinwohlorientierter Ziele zu betreiben. Dabei stehen Qualität, Kapazität und Kundenorientierung im Mittelpunkt. Ziel ist es, die Resilienz des Systems Schiene zu stärken und einen nachhaltigen Beitrag zur Verkehrsverlagerung auf die Schiene zu leisten. Weitere Informationen auf www.dbinfrago.com.

12. August 2025, 09:00 Uhr
Berlin

Eineinhalb Wochen nach Beginn der Generalsanierung der Strecke Hamburg–Berlin zieht die Deutsche Bahn (DB) eine erste positive Zwischenbilanz zum ICE-Verkehr zwischen beiden Städten.

„Das Umleitungskonzept, das sich bereits bei früheren Baumaßnahmen bewährt hat, funktioniert“, sagt Stefanie Berk, Vorständin Marketing und Vertrieb DB Fernverkehr. Dabei verbinden jede Stunde lange ICE 4-Züge mit 830 Sitzplätzen die beiden Metropolen weiterhin direkt und umsteigefrei. Während der Generalsanierung profitieren auch Lüneburg, Uelzen, Salzwedel und Stendal von zusätzlichen attraktiven ICE-Verbindungen.

Die um etwa 45 Minuten längere Fahrzeit ist in der Fahrplanauskunft im DB Navigator und auf bahn.de berücksichtigt. Fahrgäste konnten diese für ihre Reise entsprechend einplanen. „Wir danken allen Reisenden für ihr Verständnis und ihre Geduld“, so Stefanie Berk.

Insgesamt zeigten sich die Kundinnen und Kunden in den ersten zehn Tagen gut über das aktuelle Reiseangebot informiert. Wie erwartet gab es keine Kapazitätsprobleme. Mit bis zu 65 täglichen Verbindungen, davon 36 direkt, bleibt das Fahrtenangebot attraktiv. Von Innenstadt zu Innenstadt ist die umsteigefreie Reise mit der Bahn in rund zweieinhalb Stunden zudem weiterhin schneller als mit dem PKW. Für die gleiche Strecke mit dem Auto gibt Google Maps eine Fahrzeit von über drei Stunden an. Während der Generalsanierung gibt es weiterhin günstige Preise für Fahrten zwischen den beiden Städten: Tickets sind ab 14,99 Euro erhältlich.

11. August 2025, 12:30 Uhr
Berlin
ICE L setzt neue Standards bei Barrierefreiheit und Komfort • Ab Mitte Dezember 2025 für die Fahrgäste im Einsatz • Zug-Vorstellung Mitte Oktober in Berlin

Der ICE L hat die Zulassung für den Betrieb in Deutschland erhalten. Darüber hat der Hersteller Talgo heute die Deutsche Bahn (DB) informiert. Damit kann der neue Fernverkehrszug wie zuletzt geplant Ende des Jahres in den Fahrgasteinsatz gehen. Die DB wird den ersten ICE L am 17. Oktober in Berlin der Öffentlichkeit vorstellen. Insgesamt wird die DB in diesem Jahr vier neue ICE L in Dienst stellen können.

Die neuen Züge kommen schrittweise ab Fahrplanwechsel Mitte Dezember 2025 zunächst innerdeutsch zwischen Berlin und Köln zum Einsatz. Die Einführung des neuen Zuges hat sich aufgrund von Lieferschwierigkeiten beim Hersteller Talgo und Verzögerungen im Test- und Zulassungsverfahren verspätet.

Wesentliche Neuerungen des ICE L umfassen:

  • Stufenloser Einstieg: Erstmals können Fahrgäste der DB einen Hochgeschwindigkeitszug ohne Stufen oder Hublift betreten. Dies erleichtert den Zustieg insbesondere mit großen Koffern, Rollstuhl, Fahrrad oder Kinderwagen.
  • Neues Innendesign: Die neue Innenraumgestaltung mit wohnlichen Materialen und tageszeitabhängiger Lichtsteuerung sorgen zusammen mit der kürzeren Wagenlänge des ICE L für ein angenehmes Raumgefühl.
  • Mobilfunkdurchlässige Scheiben: Die Fensterscheiben des ICE L lassen Mobilfunksignale direkt und ohne Umwege über Repeater in das Wageninnere. Diese Technologie sorgt für deutlich verbesserten Mobilfunkempfang im Zug.
  • Verbesserte Sitze: 1.600 Proband:innen halfen bei der Auswahl und ausführliche Erprobung der neuen Sitze. Die Erkenntnisse sind in die Weiterentwicklung von Ergonomie, Design und Sitzkomfort eingeflossen. Jeder Sitzplatz verfügt unter anderem auch über einen großzügigen Klapptisch sowie Tablet- bzw. Handyhalterung.

07. August 2025, 13:30 Uhr
Berlin
KI-basiert zum passenden Ticket • schnellerer Service in den Stoßzeiten • Sprachmodell erfragt im direkten Dialog alle relevanten Informationen • Kiana bundesweit erstmals an einem Bahnhof im Einsatz

(Berlin, 7. August 2025) Dank künstlicher Intelligenz (KI) können Fahrgäste am Flughafenbahnhof BER jetzt schnell, einfach und ganz ohne Tarifkenntnisse das passende Bahnticket finden. Möglich macht das die virtuelle Assistenz „Kiana“ der Deutschen Bahn (DB), die Carmen Maria Parrino, Geschäftsführerin Nahverkehr DB Vertrieb, Berlins Verkehrssenatorin Ute Bonde, Brandenburgs Verkehrsminister Detlef Tabbert und die Vorsitzende der Geschäftsführung des BER, Aletta von Massenbach, heute vorgestellt haben. Kiana ist ein Pilotprojekt und kommt im Rahmen eines Testbetriebs zum ersten Mal an einem Bahnhof zum Einsatz.

Carmen Maria Parrino, Geschäftsführerin Nahverkehr bei DB Vertrieb: „Mit Kiana nutzen wir künstliche Intelligenz genau da, wo sie echten Mehrwert für die Fahrgäste schafft: in der Beratung vor Ort. Kiana ergänzt den klassischen Schalterverkauf und spricht neun Sprachen. Der Flughafen als internationale Drehscheibe ist also der perfekte Ort für das Pilotprojekt. Unser Plan ist, die smarte Beratung mit Kiana künftig auch an weiteren Bahnhöfen zu etablieren.“

Detlef Tabbert, Minister für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg: „Die KI-gestützte virtuelle Assistenz soll hier am BER schrittweise erprobt und verbessert werden. Im Vordergrund sollte dabei immer die Kunden- und Nutzerfreundlichkeit stehen. Künstliche Intelligenz kann helfen, Kundenberatung unabhängig von Öffnungszeiten zu gewährleisten. Dies stärkt den ÖPNV, entlastet in der Folge die Umwelt und bringt im Idealfall noch mehr Menschen dazu, den ÖPNV zu nutzen. Insofern bin ich gespannt auf die ersten Ergebnisse zur Nutzung und zur Akzeptanz von Kiana.“

Ute Bonde, Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt: „Mit der virtuellen Reiseberaterin Kiana am Flughafen BER bieten wir Reisenden einen unkomplizierten Zugang zu aktuellen Zugverbindungen und Mobilitätsangeboten in Berlin und darüber hinaus. Reisende erhalten vor Ort verlässliche Auskünfte zu Fahrplänen, Anschlüssen und Reisezielen im Bahnverkehr. Mit diesem neuen digitalen Angebot verbessern wir die Servicequalität und tragen zu einem effizienteren und kundenorientierteren Verkehrsangebot in der Hauptstadtregion bei.“

Aletta von Massenbach, Vorsitzende der Geschäftsführung Flughafen BER: „Den Flughafen Berlin Brandenburg nutzen täglich zwischen 70.000 und 95.000 nationale und internationale Reisegäste. Gut die Hälfte davon nutzen die Bahn. Am BER setzen wir auf eine Reihe von digitalen Innovationen, um die Abläufe so effizient und wie möglich für unsere Passagiere zu gestalten. Wir freuen uns, dass Kiana in Zukunft als mehrsprachige KI-Assistentin zu einer einfachen An- und Abreise beitragen wird.“

So funktioniert die DB-KI-Assistenz „Kiana“

Kiana ist eine intelligente virtuelle Reiseberaterin auf einem großen Display, ausgestattet mit Touchscreen, Lautsprecher und Mikrofon. Reisende können direkt mit Kiana sprechen und mündlich Fahrtziel, Anzahl der Reisenden und weitere Daten angeben. Kiana hilft dann schnell und unkompliziert, die beste Verbindung und das passende Ticket zu finden. Dabei nutzt sie erweiterte Sprachmodelle, sogenannte Large Language Models, und kann so die Wünsche der Reisenden besonders gut verstehen, natürlich mit ihnen interagieren und gezielt nachfragen. Sucht ein Fahrgast etwa nach einem Ticket für seine Großmutter, erkundigt sich Kiana nach dem Alter um anschließend ein günstiges Senior:innen-Ticket zu empfehlen. Kiana erfragt also aktiv alle Informationen, die für eine bestmögliche Beratung notwendig sind. Am Ende führt ein QR-Code direkt zur Ticketbuchung in der DB Navigator App oder auf bahn.de.

Ziel des Pilotprojektes ist, herauszufinden, inwieweit Reisende die KI zur Information nutzen und wie verlässlich die Sprachmodelle in diesem Bereich funktionieren. Die DB entwickelt die eingesetzte Software dabei fortlaufend weiter, um den Service zu verbessern und Wartezeiten in den Stoßzeiten zu verringern. Je nach Erfahrungen beim Testbetrieb soll Kiana im Rahmen des Pilotprojekts an weiteren Standorten eingesetzt werden. So können noch mehr Reisende den Komfort und die Effizienz der digitalen Reiseplanung nutzen.

Kiana befindet sich in der Zwischenebene des Terminal 1 des Flughafens BER (Ebene U1) unweit des Zugangs zu den Gleisen 3 und 4. Im Rahmen des Testbetriebs kann Kiana an Wochentagen von 9 bis 15 Uhr ausprobiert werden.

Hinweis für Redaktionen: Fotos des heutigen Pressetermins finden Sie im Laufe des Nachmittags in der DB Mediathek. 

02. August 2025, 12:00 Uhr
Berlin/Hamburg
Fernzüge werden zwischen Hamburg und Berlin seit gestern Abend umgeleitet • Ersatzverkehr mit Bussen ist sehr stabil angelaufen • 170 Busse auf 28 Linien im Einsatz

Die Generalsanierung der mehr als 270 Kilometer langen Bahnstrecke zwischen Hamburg und Berlin ist planmäßig angelaufen. Am Freitagabend um 21 Uhr konnten die Bauteams damit beginnen, die Oberleitung abzuschalten und zu erden. Als letzter planmäßiger Zug fuhr eine Regionalbahn der Linie RB 14 über die Strecke, der um 20:56 Uhr pünktlich in Berlin-Spandau eintraf. In der Nacht wurden die Stellwerke außer Betrieb genommen. Nun werden Kabel und Weichenantriebe demontiert und Magnete zum Steuern der Signale abgenommen. Bauzüge bringen tonnenweise Schienen, Schwellen und Schotter von den etwa 130 Baustellenflächen entlang der Strecke an die Orte, wo das Material benötigt wird.

Fahrgäste im Regional- und Fernverkehr erreichen während der neunmonatigen Bauphase weiterhin alle Ziele und Bahnhöfe, allerdings mit längeren Reisezeiten. Fernzüge der DB und anderer Verkehrsunternehmen werden zwischen Hamburg und Berlin seit gestern Abend über Stendal und Uelzen umgeleitet. Der Verkehr läuft planmäßig und stabil. Weiterhin bietet die DB insgesamt täglich bis zu 65 ICE-Fahrten zwischen Hamburg und Berlin an – davon 35 direkt. Ergänzend besteht die Möglichkeit, mit Umstieg über Hannover zu reisen. Für Reisende im Regionalverkehr von Hamburg in Richtung Ostseeküste setzt die DB auf der Linie RE 2 seit heute zwischen Lübeck und Bad Kleinen Doppelstockzüge mit höherer Sitzplatzkapazität ein.

Für entfallende Zugverbindungen im Nahverkehr gibt es ein umfassendes Ersatzangebot mit mehr als 170 Bussen, die bereits seit Freitagfrüh, 4 Uhr im Einsatz sind. Die Fahrzeuge des Betreibers ecoVista verkehren auf 28 Linien und legen pro Tag insgesamt bis zu 86.000 Kilometer zurück. Der Ersatzverkehr ist sehr stabil angelaufen, die zahlreichen Testfahrten haben sich bewährt. Mitarbeitende der DB und der Aufgabenträger sind heute und in den kommenden Tagen gemeinsam mit dem Management der ecoVista unterwegs, um Hinweise aufzunehmen und nachzusteuern, wo es erforderlich ist.

Die DB empfiehlt allen Reisenden, sich vor ihrer Fahrt zu informieren. Alle Abfahrts- und Ankunftszeiten – auch der Busse im Ersatzverkehr – sind in der Reiseauskunft auf www.bahn.de, in der App DB Navigator oder den Apps der Verkehrsverbünde hinterlegt. In einer Livemap können Fahrgäste die Position der Busse in Echtzeit verfolgen und sich per Klick in die Karte, über Abfahrten und Ankünfte an ihrer jeweiligen Haltestelle informieren.

02. August 2025, 06:00 Uhr
Düsseldorf
Die Deutsche Bahn hat die Schäden an der Infrastruktur zwischen Duisburg und Düsseldorf erfolgreich behoben. Bis in die Nacht haben rund 30 Fachleute der DB an der Reparatur der Kabel gearbeitet.

Die Deutsche Bahn hat die Schäden an der Infrastruktur zwischen Duisburg und Düsseldorf erfolgreich behoben. Bis in die Nacht haben rund 30 Fachleute der DB an der Reparatur der Kabel gearbeitet. Insgesamt musste das Team fünf Kabel mit jeweils einer Länge von rund 20 Metern erneuern. Am späten Abend waren die Kabel wiederhergestellt. Nach den abschließenden Probefahrten konnte die Strecke wieder freigegeben werden. Seit dem frühen Morgen fahren die ersten Züge zwischen Duisburg und Düsseldorf wieder regulär. Der Schienenersatzverkehr ist nicht mehr nötig. Es kann allerdings nach der langen Unterbrechung anfangs noch zu einzelnen Verzögerungen im Zugverkehr kommen.

Die Reparaturen waren nach einem Brandanschlag auf Infrastrukturanlagen der DB an zwei unterschiedlichen Stellen notwendig geworden. Dies führte zu erheblichen Einschränkungen im Fern- und Regionalverkehr. Täglich mehrere hundert Züge, die über diesen Abschnitt durch das Ruhrgebiet fahren, waren betroffen. Einige Zügen wurden umgeleitet, andere endeten vorzeitig. Die Auswirkungen des Brandanschlags haben zehntausende Reisende zu spüren bekommen - Pendlerinnen und Pendler genauso wie Urlaubsreisende, beispielsweise auf ihrer Anreise zum Flughafen Düsseldorf.

Der erste Schaden war bereits am Donnerstagmorgen aufgefallen. Nach den Ermittlungen der Behörden starteten die Reparaturarbeiten. Kurz vor Abschluss der Reparaturen in der Nacht zu Freitag hatten Mitarbeitende einen zweiten Schaden entdeckt. Seit Freitagmittag liefen die Kabelarbeiten, die nun letzte Nacht erfolgreich beendet werden konnten.

Die Deutsche Bahn dankt allen Reisenden für ihr Verständnis und ihre Geduld.

Am Freitagabend hat es einen weiteren Kabelbrand an einer Bahnstrecke in Höhe Webau, einem Ortsteil der Stadt Hohenmölsen in Sachsen-Anhalt, gegeben. Ersten Ermittlungen zufolge liegt auch diesem Kabelbrand eine Brandstiftung zugrunde. Es handelt sich um eine Güterverkehrsstrecke für Kohletransporte.

01. August 2025, 10:00 Uhr
Berlin/Hamburg
Bauteams bündeln alle Arbeiten an Strecke und Bahnhöfen • Fern- und Güterzüge fahren auf Umleitungsstrecken • Umfassendes Ersatzangebot für Reisende im Regionalverkehr mit Bussen auf 28 Linien

Die Deutsche Bahn (DB) beginnt mit der umfassenden Erneuerung und Modernisierung der Strecke zwischen Hamburg und Berlin. Dr. Philipp Nagl, Vorstandsvorsitzender der DB InfraGO und der Parlamentarische Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr, Ulrich Lange, geben heute Vormittag in Ludwigslust auf einer von rund 130 Baustellenflächen das offizielle Startsignal. In den Abendstunden schaltet das Bauteam die Oberleitungen auf der Strecke ab und die neunmonatige Bauphase beginnt. Züge des Fern- und Güterverkehrs fahren bis 30. April kommenden Jahres auf Umleitungsstrecken. Als Ersatz für Zugverbindungen im Nahverkehr, die während der Bauphase nicht angeboten werden können, kommen mehr als 170 Busse zum Einsatz.

Dr. Philipp Nagl, Vorstandsvorsitzender der DB InfraGO: „Neue Gleise und Weichen, moderne Signal- und Stellwerkstechnik sowie attraktivere Bahnhöfe: Wir machen Deutschlands wichtigste Städte-Direktverbindung zum Stabilitätsanker für einen zuverlässigen Eisenbahnverkehr. Nach der erfolgreichen Generalsanierung der Riedbahn folgt nun die Strecke Hamburg–Berlin. Mit dem Konzept der gebündelten Erneuerung und Modernisierung leisten wir in der Infrastruktur einen wichtigen Beitrag zum Sanierungsprogramm S3, das die Bahn Schritt für Schritt zurück auf Kurs bringen wird. Uns ist bewusst, dass wir Fahrgästen und Unternehmen viel Geduld abverlangen. Aber ich bin überzeugt davon, dass sich dieser Kraftakt für alle auszahlt.“  

Start der Generalsanierung der Verbindung zwischen Hamburg und Berlin
Im Bild v.l.n.r.: Martin Bill, Staatsrat der Behörde für Verkehr und Mobilitätswende in Hamburg Susanne Henckel, Staatssekretärin für Verkehr und Arbeit im Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus des Landes Schleswig-Holstein Ute Bonde, Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt des Landes Berlin Ulrich Lange, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Verkehr Dr. Philipp Nagl, Vorstandsvorsitzender der DB InfraGO Detlef Tabbert, Minister für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg Ines Jesse, Staatssekretärin im Landesministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit des Landes Mecklenburg-Vorpommern
Start der Generalsanierung der Verbindung zwischen Hamburg und Berlin
Quelle: Deutsche Bahn AG / Oliver Lang

Ulrich Lange, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr: „Nach dem Pilotprojekt Riedbahn wird die Sanierung der Strecke Hamburg–Berlin zum Gradmesser für das Korridorsanierungskonzept. Bei aller Notwendigkeit der Sanierung des Netzes dürfen wir nie vergessen, für wen wir das Ganze machen: Die Vollsperrung verlangt den Pendlerinnen und Pendlern und auch den Güterverkehrskunden viel ab. Die Erwartungen an einen funktionierenden Ersatz- bzw. Umleitungsverkehr und anschließend weitestgehende Baufreiheit sind daher zu Recht hoch. Ich bin der festen Überzeugung, dass wir das enorme Baupensum der kommenden Jahre nur erfolgreich abarbeiten und die Schiene insgesamt verbessern können, wenn die Sanierungen nicht zu Lasten des Flächennetzes gehen und wir die Menschen in den betroffenen Regionen nicht im Regen stehen lassen. Wir werden daher in enger Abstimmung mit der Branche und den betroffenen Regionen das Konzept noch einmal anpassen, um den Mobilitätsbedürfnissen von Wirtschaft und Bevölkerung auch während der Bauphasen gerecht zu werden.“

Ute Bonde, Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt des Landes Berlin: „Die Bahnstrecke Berlin–Hamburg ist eine der bedeutendsten Strecken Deutschlands, sowohl im Fernverkehr als auch als wichtige Pendlerachse im Stadt-Umland. Gemeinsam mit dem VBB und dem Land Brandenburg haben wir intensiv an der Ausgestaltung des Ersatzverkehrskonzepts in der Hauptstadtregion gearbeitet. So kann bspw. durch die Anbindung der Ersatzbusse an die Lehrter Bahn auf zusätzliche Busse auf den ohnehin stark ausgelasteten Straßen in Berlin verzichtet werden, wodurch Fahrzeitersparnisse erzielt werden sollen. Mit der neunmonatigen Totalsperrung der 278 km langen Strecke kommen natürlich trotzdem einschneidende Einschränkungen auf die Fahrgäste zu. Umso mehr erwarte ich, dass nach der Generalsanierung ein deutlich stabilerer Betrieb mit weniger Verspätungen Realität wird.“

Detlef Tabbert, Minister für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg: „Die Generalsanierung der Strecke Hamburg–Berlin ist ein bundesweit bedeutendes Infrastrukturprojekt. Als Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung in Brandenburg begrüßen wir das Ziel, die Betriebsqualität und Zuverlässigkeit dieser zentralen Bahnverbindung zu erhöhen. Die intensive Planung und die enge Abstimmung mit allen beteiligten Ländern und Akteuren waren im Vorfeld ein wichtiger Schritt, um die Auswirkungen des Vorhabens möglichst gering zu halten. Vor diesem Hintergrund bin ich besonders dankbar, dass es uns vor wenigen Tagen gemeinsam gelungen ist, mit einer zusätzlichen Buslinie die Verbindung des Wittenberger Raumes via Stendal mit Berlin herzustellen und die Folgen für Berufspendlerinnen und -pendler etwas abzufedern. Es gilt nun, den Betrieb des Schienenersatzverkehrs in der Region insgesamt aufmerksam zu beobachten und nachzujustieren, wo es erforderlich sein sollte.“

Ines Jesse, Staatssekretärin im Landesministerium für Wirtschaft, Infrastruktur, Tourismus und Arbeit des Landes Mecklenburg-Vorpommern: „Die Generalsanierung ist eine Maßnahme des Bundes zur Modernisierung der Schieneninfrastruktur. Die Investition in die Infrastruktur ist notwendig – die Auswirkungen der Baumaßnahmen auf die Menschen und unsere Wirtschaft müssen dabei aber immer im Fokus bleiben. Für die Generalsanierung braucht es also verlässliche Konzepte, bestmögliche Koordination und einen Zeitplan, der eingehalten wird: Die Einschränkungen für Pendlerinnen und Pendler und alle anderen Reisenden müssen so gering wie möglich bleiben. Dafür setzt sich Mecklenburg-Vorpommern ein – und dabei muss der Bund seiner Verantwortung gerecht werden.“

Susanne Henckel, Staatssekretärin für Verkehr und Arbeit im Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus des Landes Schleswig-Holstein: „Die Sanierung des Korridors Hamburg–Berlin ist ein zentraler Schritt, um die Qualität und Zuverlässigkeit im Bahnverkehr zu verbessern und die Schiene zukunftsfähig zu machen – im Sinne unserer Fahrgäste, unserer Wirtschaft und unserer Klimaziele. Für den Erfolg des Vorhabens ist es aus unserer Sicht daher entscheidend, dass alle geplanten Verbesserungen nun konsequent umgesetzt werden und der Ersatzverkehr gleichzeitig zuverlässig organisiert und kommuniziert wird.“

Martin Bill, Staatsrat der Behörde für Verkehr und Mobilitätswende in Hamburg: „Die Bahnverbindung Hamburg–Berlin ist eine echte Erfolgsgeschichte! Es ist heute kaum denkbar, dass es früher Linienflüge zwischen beiden Städten gab. Die Generalsanierung ist ein notwendiger Kraftakt für ein leistungsfähiges und zukunftssicheres Bahnnetz. Dabei haben wir das Konzept des Schienenersatzverkehrs bewusst neu gedacht – mit schnellen Anschlüssen an U- und S-Bahn, und zwar nicht nur am Hauptbahnhof, sondern schon an der Landesgrenze, zum Beispiel in Wandsbek und nahe Glinde. So holen wir für die Reisenden das mögliche Maximum raus.“

Kurz erklärt: Die Generalsanierung Hamburg-Berlin in 60 Sekunden

Ende des oberhalb befindlichen Videos

Download: Die Generalsanierung Hamburg-Berlin in 60 Sekunden

Umfangreiches Baupensum an Infrastruktur und Bahnhöfen

Die Bahnstrecke zwischen Hamburg und Berlin ist 278 Kilometer lang, das entspricht etwa dem Vierfachen der Riedbahn zwischen Frankfurt/Main und Mannheim, die die DB im vergangenen Jahr als ersten Korridor gebündelt erneuert und modernisiert hatte. Mit täglich rund 470 Zügen des Regional-, Fern- und Güterverkehrs gilt die Strecke Hamburg–Berlin als hochbelastet.

Während der neunmonatigen Bauarbeiten erneuert das gemeinwohlorientierte Infrastrukturunternehmen der Deutschen Bahn, die DB InfraGO, insgesamt mehr als 165 Kilometer Gleise und fast 250 Weichen. Außerdem wird die sogenannte feste Fahrbahn im Abschnitt zwischen Wittenberge und Dergenthin durch einen Schotteroberbau ersetzt. Sechs neue sogenannte Überleitstellen schaffen künftig mehr Stabilität und Flexibilität im Betrieb, da künftig schnellere Züge des Personenverkehrs langsamere Güterzüge überholen können. Zudem erneuert die DB die Leit- und Sicherungstechnik, errichtet sechs neue, moderne Stellwerke und modernisiert 19 weitere. Damit werden Stellwerke und Achszähltechnik für den künftigen Einsatz des europäischen Zugbeeinflussungssystems ETCS vorbereitet. Im Bereich Wohltorf/Aumühle werden darüber hinaus knapp fünf Kilometer Lärmschutzwände saniert und in enger Abstimmung mit den betroffenen Kommunen neugestaltet.

Infografik: Ersatzverkehr für Regionalzüge auf der Strecke Hamburg–Berlin
Infografik: Ersatzverkehr für Regionalzüge auf der Strecke Hamburg–Berlin
Quelle: Deutsche Bahn AG

Für Pendler:innen werden 28 Bahnhöfe entlang der Strecke modernisiert und attraktiver gestaltet. Geplant sind – je nach Station – unter anderem Bahnsteigverlängerungen, Bahnsteigerhöhungen für einen stufenlosen Einstieg in den Zug, längere Bahnsteigdächer und Wegeleitsysteme für Menschen mit Sehbeeinträchtigungen. 20 der 28 Bahnhöfe sollen dabei ganzheitlich zu Zukunftsbahnhöfen entwickelt werden – durch neu gestaltete Personenunterführungen, durchgängige Gestaltungskonzepte sowie mehr Sitz- und Wartemöglichkeiten und bessere Parkmöglichkeiten für Fahrräder.

Darüber hinaus nutzt die DB InfraGO die Bauphase, um Funkmasten für den künftigen Bahnfunk FRMCS (Future Rail Mobile Communication System) aufzubauen. Die Masten sollen gleichzeitig den öffentlichen Mobilfunknetzbetreibern zugänglich gemacht werden, um langfristig Mobilfunk mit Gigabit-Datenraten im Zug anbieten zu können.

Zunächst starten die Arbeiten an Gleisen, Weichen und Überleitverbindungen, parallel und anschließend erfolgen die Modernisierungsarbeiten an den Bahnhöfen. Danach nimmt die DB InfraGO den Austausch und die Erneuerung der Signal- und Stellwerkstechnik vor, um die Anlagen im kommenden Frühjahr nach sorgfältigen Abnahmeprüfungen zum 30. April 2026 wieder in Betrieb zu nehmen.

Infografik: Die Generalsanierung Hamuburg-Berlin auf einen Blick
Infografik: Die Generalsanierung Hamuburg-Berlin auf einen Blick
Quelle: Deutsche Bahn AG

Umleitungen im Fern- und Regionalverkehr sowie umfangreiches Busangebot

Fernzüge fahren während der Bauarbeiten weiterhin zwischen Hamburg und Berlin. Die Verbindung bleibt hinsichtlich Zugdichte, Fahrzeit und Preis attraktiv. Mit bis zu 65 täglichen ICE-Fahrten – davon 36 direkt – bietet die DB Fernverkehr zwischen den beiden größten Städten Deutschlands durchgehend ein verlässliches Angebot: stündlich mit umsteigefreien Direktverbindungen, meist als lange ICE 4-Züge für bis zu 830 Reisende.

Wie bei vorherigen Baumaßnahmen, fahren die Direktzüge über Uelzen und Stendal. Die Fahrzeit zwischen Hamburg und Berlin verlängert sich um ca. 45 Minuten. Die Fernzüge halten auch in Salzwedel und Stendal und meist stündlich wechselnd zusätzlich in Lüneburg bzw. Uelzen. Zwischen Wittenberge bzw. Ludwigslust und Hamburg verkehren zum Start der Generalsanierung direkte Ersatzbusse (IC-Busse). Als Ersatz für Zugverbindungen im Nahverkehr, die wegen der Bauarbeiten nicht angeboten werden können, werden in Spitzenzeiten entlang der gesamten Strecke Hamburg–Berlin über 170 Busse zum Einsatz kommen. Diese verkehren auf insgesamt 28 Linien und legen täglich bis zu 86.000 Kilometer zurück. Die Nahverkehrslinien wurden gemeinsam mit den zuständigen Aufgabenträgern und Verkehrsunternehmen umgeplant, um beispielsweise weiterhin direkte Fahrten zwischen Schwerin und Berlin (RE 85) oder Züge mit höherer Sitzplatzkapazität anbieten zu können, wie zwischen Lübeck und Bad Kleinen (RE 2).

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Güterzüge zwischen Hamburg und Berlin werden zum Teil ebenfalls über Uelzen und Stendal umgeleitet. Weiterhin sind jedoch auch Umleitungen über Rotenburg (Wümme) und Verden (Aller) vorgesehen. Diese werden im weiteren Fahrtverlauf über Hannover und Magdeburg in Richtung Berlin geleitet. Güterzüge aus Richtung Rostock können über Neustrelitz in Richtung Berlin geführt werden. Die Erreichbarkeit der deutschen Seehäfen für Güterverkehre auf der Schiene ist somit auch während der Bauarbeiten gewährleistet. Für die betroffenen Unternehmen mit Gleisanschluss wurden individuelle Lösungen erarbeitet.

Die Generalsanierung der Strecke Hamburg–Berlin ist ein zentraler Baustein des Sanierungsprogramms S3, mit dem die Deutsche Bahn in den nächsten drei Jahren die Sanierung der Infrastruktur, des Betriebs und der Wirtschaftlichkeit vorantreibt, um die Qualität der Eisenbahn in Deutschland substanziell zu verbessern. Mit der Riedbahn, der Strecke zwischen Frankfurt und Mannheim, hat die Deutsche Bahn die erste Generalsanierung im Dezember 2024 erfolgreich abgeschlossen. Seitdem haben sich die infrastrukturbedingten Störungen dort um mehr als 60 Prozent gegenüber dem Vorjahr reduziert. Die Pünktlichkeit im Regional- und Fernverkehr verbesserte sich spürbar.

Für eine bessere Bahn und pünktlichere Züge
Für eine bessere Bahn und pünktlichere Züge
Quelle: Deutsche Bahn AG

Hinweise für Redaktionen: 

31. Juli 2025, 10:45 Uhr
Berlin
DB-Konzern schließt erstes Halbjahr 2025 mit EBIT von minus 239 Millionen Euro ab • Verluste um 986 Millionen Euro verringert • Umsatz erhöht • Störanfällige Infrastruktur belastet Pünktlichkeit vor allem im Fernverkehr • Investitionen weiter auf hohem Niveau • Verwaltung erheblich verschlankt

Die Deutsche Bahn hat im ersten Halbjahr 2025 ihren Sanierungskurs fortgesetzt und ihren operativen Verlust (EBIT, bereinigt) im Vergleich zu den ersten sechs Monaten 2024 deutlich um fast eine Milliarde Euro verringert. Dazu beigetragen haben unter anderem, dass der Bund Vorleistungen der DB für Instandhaltung der Infrastruktur übernommen hat, aber auch strikte Kostendisziplin in allen DB-Eisenbahnverkehrsunternehmen sowie eine erhebliche Verschlankung der Verwaltung.

Das Konzernergebnis nach Ertragssteuern betrug minus 760 Millionen Euro (erstes Halbjahr 2024: minus 1,6 Milliarden Euro). Rechnet man positive Einmaleffekte im Wesentlichen aus dem Schenker-Verkauf hinzu, ergibt sich ein Ergebnis nach Steuern von 6,9 Milliarden Euro. Der bereinigte Konzern-Umsatz stieg um 3,4 Prozent auf 13,3 Milliarden Euro. Aufgrund der störanfälligen Infrastruktur, der hohen Zahl zusätzlich notwendiger Baustellen und der infolgedessen weiterhin schlechten Pünktlichkeit blieb der Umsatz insgesamt unter den Erwartungen. 63,4 Prozent aller Fernverkehrszüge kamen im ersten Halbjahr 2025 pünktlich ans Ziel (erstes Halbjahr 2024: 62,7 Prozent).

Die Nachfrage blieb hoch. Rund 943 Millionen Reisende fuhren im ersten Halbjahr 2025 mit den Zügen der DB (1. Halbjahr 2024: rund 919 Millionen Reisende). Die Verkehrsleistung im Schienenpersonenverkehr stieg auf 41,9 Milliarden Personenkilometer – ein Plus von knapp vier Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.

Alle Zahlen zum ersten Halbjahr 2025 beziehen sich – sofern nicht anders gekennzeichnet – auf die DB ohne die im April verkaufte Logistik-Tochter DB Schenker.

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Bahnchef Lutz: Bei Wirtschaftlichkeit deutlich vorangekommen

Nach der erfolgreichen Veräußerung von DB Schenker konzentriert sich der DB-Konzern noch stärker auf sein Kerngeschäft. Zur strukturellen Sanierung von Infrastruktur, Betrieb und Wirtschaftlichkeit bis 2027 setzt die DB seit der zweiten Jahreshälfte 2024 das Gesamtprogramm S3 um. Ziel ist es, die Leistungsfähigkeit der Schiene wiederherzustellen und die Bahn zuverlässiger, pünktlicher und profitabler zu machen.

„Bei unserem Sanierungsprogramm S3 haben wir vor allem im Bereich Wirtschaftlichkeit große Fortschritte gemacht. Der DB-Konzern steht heute finanziell auf wesentlich stabileren Füßen als noch zu Beginn des Jahres. Unsere strikte Kostendisziplin zahlt sich aus. Wir kommen Schritt für Schritt voran“, sagte DB-Vorstandsvorsitzender Richard Lutz.

„Bei unserem Sanierungsprogramm S3 haben wir vor allem im Bereich Wirtschaftlichkeit große Fortschritte gemacht. Der DB-Konzern steht heute finanziell auf wesentlich stabileren Füßen als noch zu Beginn des Jahres. Unsere strikte Kostendisziplin zahlt sich aus. Wir kommen Schritt für Schritt voran.“

Dr. Richard Lutz, Vorstandsvorsitzender Deutsche Bahn AG

So hat die DB mit einer Ausgabensteuerung im ersten Halbjahr 2025 rund 100 Millionen Euro Sachaufwand im Vergleich zu den ersten sechs Monaten 2024 eingespart und konsequent Personal vor allem in der Verwaltung abgebaut. Die Erlöse aus dem Schenker-Verkauf sind vollständig im DB-Konzern verblieben und wurden wie geplant vorrangig für den Schuldenabbau verwendet. Dadurch sind die Netto-Finanzschulden der DB im Vergleich zum 31. Dezember 2024 um 10,5 Milliarden Euro auf rund 22 Milliarden Euro gesunken.

Die wirtschaftliche Sanierung werde aber nicht ohne die grundlegende Erneuerung und Modernisierung des Netzes und die Stabilisierung des Betriebs gelingen. Das zeigt die Generalsanierung der Riedbahn, die vor einem Jahr begonnen und im Dezember 2024 planmäßig abgeschlossen wurde. Die infrastrukturbedingten Störungen auf der Strecke zwischen Frankfurt/Main und Mannheim konnten bereits in den ersten sechs Monaten nach Inbetriebnahme um 60 Prozent verringert werden. Der Zustand der Anlagen hat sich deutlich verbessert von der Schulnote 3,7 auf 2,2, bei pünktlichkeitsrelevanten Gewerken sogar von 4,2 auf 1,5. 

Gleichzeitig hat die Infrastruktur-Tochter DB InfraGO im ersten Halbjahr 2025 40 alte Stellwerke ersetzt und damit 14 mehr als geplant. Auch die Langsamfahrstellen wurden im Vergleich zum Vorjahr deutlich reduziert auf im Durchschnitt 70 weniger pro Tag. DB InfraGO hat bis Ende Juni mit 157 Bahnhöfen zudem 16 Stationen mehr modernisiert als ursprünglich vorgesehen.

„Wir sehen, dass wir die geplanten Baumengen ins Gleis bringen. Aber es bleibt viel zu tun. Gerade im hochbelasteten Kernnetz ist fast jede zweite Anlage, die für Betrieb und Pünktlichkeit relevant ist, erneuerungsbedürftig und damit viel zu störanfällig. Deshalb ergreifen wir weitere Maßnahmen, um gegenzusteuern und die Pünktlichkeit zu verbessern“, betonte Lutz.

„Wir sehen, dass wir die geplanten Baumengen ins Gleis bringen. Aber es bleibt viel zu tun. Gerade im hochbelasteten Kernnetz ist fast jede zweite Anlage, die für Betrieb und Pünktlichkeit relevant ist, erneuerungsbedürftig und damit viel zu störanfällig. Deshalb ergreifen wir weitere Maßnahmen, um gegenzusteuern und die Pünktlichkeit zu verbessern.“

Dr. Richard Lutz, Vorstandsvorsitzender Deutsche Bahn AG

Zu dem Maßnahmenpaket der DB InfraGO gehören unter anderem rund 350 Millionen Euro mehr für die Instandhaltung der Infrastruktur sowie weitere Investitionen für die Erneuerung von Anlagen. Damit will die DB InfraGO rund 1.000 zusätzliche Verbesserungen in der Infrastruktur in diesem Jahr umsetzen – zum Beispiel vorgezogene Sanierungen von Umleiterstrecken für geplante Baustellen.

Fahren und Bauen sollen insgesamt besser harmonisiert werden, um baubedingte Beeinträchtigungen für die Fahrgäste und Verkehrsunternehmen so gering wie möglich zu halten. Dafür will die DB InfraGO auch Prozesse überarbeiten und anpassen – etwa Baufahrpläne in großen Knoten wie Frankfurt/Main und Köln. Für das Gesamtjahr 2025 hält die DB an ihrem Ziel fest, eine Pünktlichkeit von mindestens 65 Prozent im Fernverkehr zu erreichen.

Die gemeinwohlorientierte DB InfraGO hat gemeinsam mit dem Bund im ersten Halbjahr 2025 weiter auf hohem Niveau in die Schieneninfrastruktur investiert. Insgesamt lagen die Investitionen sogar leicht über den Rekordzahlen der ersten sechs Monate 2024.

Die Brutto-Investitionen im Systemverbund Bahn betrugen in den ersten sechs Monaten 2025 rund 7,3 Milliarden Euro. Das sind 349 Millionen Euro über dem Spitzenwert des ersten Halbjahres 2024. Die eigenfinanzierten Netto-Investitionen – ohne die Eigenkapitalerhöhungen des Bundes – sind leicht auf rund 1,8 Milliarden Euro zurückgegangen. Hintergrund ist, dass der Bund höhere Anteile an den insgesamt gestiegenen Investitionen in die Infrastruktur übernommen hat.

Das erste Halbjahr 2025 in Bildern

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Entwicklungen im Kerngeschäft

Die Betriebsleistung auf dem Schienennetz erhöhte sich im ersten Halbjahr 2025 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um rund ein Prozent auf rund 554 Millionen Trassenkilometer. Der Umsatz von DB InfraGO liegt mit 4,3 Milliarden Euro rund 232 Millionen Euro über dem ersten Halbjahr 2024. Das operative Ergebnis (EBIT, bereinigt) von DB InfraGO (im ersten Halbjahr 2025: minus 204 Millionen Euro) hat sich deutlich verbessert, wird aber vor allem durch Planabweichungen in der Bundeshaushaltsfinanzierung in Höhe von minus 283 Millionen Euro belastet. Grund dafür sind teilweise verzögerte Auszahlungen von Aufwandsförderung für die Instandhaltung. Diese wurde im ersten Halbjahr 2025 von Vorleistungen der DB auf Regelzahlungen durch den Bund umgestellt.

Die Verkehrsleistung von DB Fernverkehr liegt mit 21,9 Milliarden Personenkilometern rund fünf Prozent über dem ersten Halbjahr 2024. Noch nie sind Reisende in den ersten sechs Monaten eines Jahres so viele Kilometer mit den Fernverkehrszügen der DB gefahren. Zugleich waren insbesondere Geschäftsreisende aufgrund der angespannten betrieblichen Lage, vor allem verursacht durch die störanfällige Infrastruktur, zurückhaltend beim Umstieg auf die Schiene. Deshalb blieb DB Fernverkehr beim Umsatz trotz Verbesserungen von 6,1 Prozent unter den Erwartungen.

Die meisten Reisenden bringen aber Verständnis für die aktuelle Situation in der Infrastruktur auf. So ist die Kundenzufriedenheit trotz der Belastungen im Bahnalltag leicht gestiegen auf die Schulnote 2,5 (im Vorjahr: 2,7) – vor allem dank der Leistungen der Mitarbeitenden an Bord der Züge.

Mit strikten Einsparungen auf der Kostenseite hat sich das bereinigte EBIT bei der DB Fernverkehr im Vergleich zu den ersten sechs Monaten 2024 erheblich um rund 173 Millionen Euro verbessert. DB Fernverkehr schrieb mit minus 59 Millionen Euro in der ersten Jahreshälfte 2025 zwar weiter Verluste (im ersten Halbjahr 2024: minus 232 Millionen Euro), übertraf die Planungen aber deutlich.

Das erste Halbjahr 2025 in Bildern

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Ende des Sliders

DB Regio liegt bei der Verkehrsleistung in den ersten sechs Monaten 2025 mit rund 23 Milliarden Personenkilometern zwei Prozent über dem ersten Halbjahr 2024 und auf Planniveau. Beim Umsatz steigerte sich DB Regio insgesamt im Vergleich zum ersten Halbjahr 2024 um rund sieben Prozent und schaffte dabei auch nach Abzug von Streik-Effekten aus dem Vorjahr Verbesserungen im dreistelligen Millionenbereich – etwa durch Nachverhandlungen von Verkehrsverträgen.

Beim operativen Ergebnis ist DB Regio im ersten Halbjahr 2025 die Trendwende gelungen: Mit klarem Fokus auf unternehmerisches Handeln vor Ort erreichte die DB-Nahverkehrstochter nach Verlusten in den ersten sechs Monaten 2024 im ersten Halbjahr 2025 mit 103 Millionen Euro einen operativen Gewinn (EBIT, bereinigt) im dreistelligen Millionenbereich.

Die Güterverkehrstochter DB Cargo setzte ihre Transformation fort. DB Cargo transportierte im ersten Halbjahr 2025 rund 83 Millionen Tonnen Güter klimafreundlich auf der Schiene – 10 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Das lag unter anderem an der weiterhin schwachen Konjunktur. Zudem hat DB Cargo auf dem Weg zur Profitabilität bewusst unrentable Verkehrsverträge beendet.

Der Umsatz von DB Cargo sank im ersten Halbjahr 2025 um rund neun Prozent auf 2,5 Milliarden Euro (im ersten Halbjahr 2024: 2,8 Milliarden Euro). DB Cargo verbesserte das operative Ergebnis in den ersten sechs Monaten 2025 erheblich um 165 Millionen Euro auf minus 96 Millionen Euro.

Vorstand Seiler: Bei Verschlankung Ziele übererfüllt

Personalvorstand Martin Seiler, der kommissarisch auch für das vakante Finanzressort verantwortlich ist, sagte, die DB habe beim Personalabbau im Systemverbund Bahn geliefert: „Für das Jahr 2025 haben wir uns im Rahmen des S3-Programms vorgenommen, den Personalbestand auf rund 208.000 Vollzeitpersonale zu senken. Mit Stand Ende Juni sind wir bereits bei 205.000 Vollzeitpersonalen angekommen. Damit haben wir unser Ziel von 2.000 Vollzeitpersonalen bereits zum Halbjahr übererfüllt.“ Der Fokus lag mit mehr als der Hälfte des Personalabbaus auf der Verschlankung von Verwaltung und Vertrieb. 

„Für das Jahr 2025 haben wir uns im Rahmen des S3-Programms vorgenommen, den Personalbestand auf rund 208.000 Vollzeitpersonale zu senken. Mit Stand Ende Juni sind wir bereits bei 205.000 Vollzeitpersonalen angekommen. Damit haben wir unser Ziel von 2.000 Vollzeitpersonalen bereits zum Halbjahr übererfüllt.“

Martin Seiler, DB-Vorstand Personal, Recht und Finanzen

Die DB folgt einem festen Plan: Mit mehr Standardisieren, Automatisieren und Digitalisieren reduziert sie ihren Personalbedarf im Rahmen des Sanierungsprogramms S3 bis 2027 um mehr als 10.000 Vollzeitpersonale. Damit stellt sie sich auch auf den Fachkräftemangel ein.

Seiler betonte: „Klar ist: Wir sind beidhändig unterwegs. Wir sparen an der einen Stelle und stellen an anderer Stelle weiterhin massiv ein, nämlich beim operativen Personal.“ So setzt die DB in betrieblichen Berufen etwa in Stellwerken, Zügen oder im Bahnbau die Rekrutierung mit voller Kraft fort – und holt hier 2025 insgesamt mehr als 20.000 Mitarbeitende an Bord, darunter im Systemverbund Bahn rund 5.700 Nachwuchskräfte.

Ausblick

In allen drei Bereichen des Sanierungsprogramms S3 – Infrastruktur, Betrieb und Wirtschaftlichkeit – treibt die DB in der zweiten Jahreshälfte ihre konkreten Projekte weiter voran.

Infrastruktur: Ab dem zweiten Halbjahr 2025 arbeitet die DB InfraGO mit Hochdruck daran, die Generalsanierung der Strecke Berlin–Hamburg mit Start am 1. August effizient und pünktlich umzusetzen. Zugleich werden die nächsten Korridorsanierungen vorbereitet und wie im Koalitionsvertrag vorgesehen eine zeitliche Streckung bis 2036 geprüft. Parallel erneuert die DB InfraGO in der zweiten Jahreshälfte 2025 im gesamten Netz weiter Anlagen, Stellwerke und Bahnhöfe.

Betrieb: Um die betriebliche Qualität und Pünktlichkeit zu erhöhen, verbessert die DB InfraGO das Zusammenspiel von Fahren und Bauen unter anderem mit in den Fahrplan eingeplanten, festen Zeitfenstern für Instandhaltungsarbeiten. Dadurch soll die Zahl der von Baustellen betroffenen Züge bis zum Jahresende weiter sinken. Der Fernverkehr setzt die Verjüngung seiner Flotte fort.

Wirtschaftlichkeit: Die drei DB-Eisenbahnverkehrsunternehmen fokussieren sich mit Kostendisziplin und strukturellen Veränderungen weiter auf die Verbesserung ihrer Ergebnisse. Nach DB Regio will auch DB Fernverkehr operativ schwarze Zahlen erreichen. DB Cargo muss spätestens bis Ende 2026 profitabel werden – auch um Auflagen der EU-Kommission zu erfüllen.   

Für das Gesamtjahr 2025 bleibt der DB-Konzern bei seiner Prognose vom März. Beim operativen Ergebnis strebt die DB etwas mehr als eine schwarze Null an. Der Umsatz soll auf über 27 Milliarden Euro steigen.

Die DB wird weiter auf hohem Niveau investieren, vor allem in die Schieneninfrastruktur. Die Brutto-Investitionen gemeinsam mit dem Bund sollen für das Gesamtjahr 2025 mehr als 20 Milliarden Euro betragen. Die eigenfinanzierten Netto-Investitionen steigen voraussichtlich auf mehr als sechs Milliarden Euro.

Alle Prognosen sind unter anderem abhängig von der Entwicklung der betrieblichen Lage sowie vom Zufluss von Bundesmitteln, insbesondere aus der Trassenpreis- und Instandhaltungsförderung.

Hinweis für Redaktionen

23. Juli 2025, 11:30 Uhr
Erlebniswelt „Zukunft Nahverkehr“ rund um den öffentlichen Personennahverkehr am Königsplatz in der Münchner Innenstadt • Premiere: Freistaat Bayern und DB präsentieren begehbares Mockup der künftigen Münchner XXL-S-Bahn

Die IAA MOBILITY und Zukunft Nahverkehr (ZNV), eine Initiative für mehr öffentliche Mobilität der Deutschen Bahn (DB), vertiefen ihre Partnerschaft: Nach der ersten Kooperation 2023 ist die DB auf der IAA MOBILITY in München erstmals mit einem großen Stand am Königsplatz vertreten. Unter dem Motto „Mobilität geht nur gemeinsam“ setzen beide Partner ein Zeichen für eine zukunftsfähige Mobilität, die auf ein starkes Miteinander und eine enge Vernetzung der Verkehrsträger setzt.

Hildegard Müller, Präsidentin des Verbandes der Automobilindustrie: „Die IAA MOBILITY steht für ein enges Zusammenspiel unterschiedlicher Verkehrsträger, für Synergien, die nachhaltige Lösungen für die Zukunft ermöglichen. Die erneute und vertiefte Zusammenarbeit mit der Initiative Zukunft Nahverkehr und der Deutschen Bahn ist ein Beispiel dafür. Sie zeigt, wie durch innovative Technologien und intelligente Vernetzung die klimaneutrale und digitale Mobilität von morgen gemeinsam gestaltet werden kann. Wir freuen uns, dass wir zusammen mit der Zukunft Nahverkehr und der Deutschen Bahn das Thema ÖPNV auf der IAA MOBILITY ausbauen können.“ 

Richard Lutz, Vorstandsvorsitzender Deutsche Bahn AG: „Ein zukunftsfähiger ÖPNV verknüpft Bahnen und Busse intelligent mit Sharing- und individuellen Mobilitätslösungen und richtet sich konsequent an den Bedürfnissen der Menschen aus. Auf der IAA MOBILTY in München zeigen wir, wie wir uns gemeinsam mit unseren Partnern für die Zukunft aufstellen. Klar ist: Mobilität geht nur gemeinsam!“

Die Partnerschaft ist ein wichtiger Schritt, um unterschiedliche Perspektiven und Bedürfnisse zu einem funktionierenden Gesamtsystem zu verbinden. Kein Gegeneinander der Verkehrsträger, sondern ein intelligentes und zukunftsausgerichtetes Miteinander. Als global bedeutendes Mobilitätsevent fokussiert sich die IAA MOBILITY auf die Bedeutung und Weiterentwicklung der individuellen Mobilität. Ihre gesellschaftliche Relevanz ist unbestritten, wie auch der neue IAA MOBILITY Trend Index von Anfang Juli 2025 belegt: Für 96 Prozent der Menschen in Deutschland ist die individuelle Mobilität im Alltag ein zentrales Anliegen.

Vernetzte Mobilität bringt spürbare Vorteile für jeden

Ob Auto, Fahrrad oder ÖPNV - die IAA MOBILITY steht als weltweit größte Plattform für Mobilität, Nachhaltigkeit und technologische Innovationen für die gesamte Vielfalt des Mobilitäts-Ökosystems. Die ZNV gibt für alle Interessierten dabei einen Einblick in die Welt des öffentlichen Personennahverkehrs. Besucherinnen und Besucher können sich vor Ort über Lösungen für die Mobilität der Zukunft informieren. Zentraler Bestandteil dabei sind Konzepte für integrierte Mobilitätslösungen, das heißt komplette Reiseketten von Haustür zu Haustür mit Leihrädern, digitalen Lösungen, Carsharing oder per App buchbaren autonomen Shuttles. Der ZNV-Stand mit seinem bunten Bühnenprogramm bringt verschiedene Verkehrsträger zusammen und bietet zudem Platz für Mitaussteller aus der Mobilitäts-Branche.

Premiere auf der IAA MOBILITY: Neue Münchner S-Bahn erstmals erlebbar

Ein Highlight der DB-Präsentation auf der IAA MOBILITY: Der Freistaat und die S-Bahn München stellen vor Ort erstmals ein Mockup der neuen XXL-S-Bahn vor – die ersten Fahrzeuge sollen ab Ende 2028 im Einsatz sein. Das begehbare Modell zeigt einen Teil des Neufahrzeugs im Maßstab 1:1 und macht so das Außendesign und die Innenausstattung des Neufahrzeugs erlebbar.

IAA MOBILITY 2025: Das größte Mobilitätsevent der Welt

Die IAA MOBILITY 2025 findet vom 9. bis 14. September 2025 in München statt und bietet unter dem Motto „It’s All About Mobility“ einen einzigartigen Rahmen, um die wichtigsten und drängendsten Themen der Mobilität der Zukunft zu diskutieren und zu erleben. 

Für Fachbesucher ist die Veranstaltung auf dem Gelände der Messe München vom 9. bis 12. September geöffnet. Hier bieten der IAA Summit und die IAA Conference die Möglichkeit, führende Innovatoren und Vordenker der Branche zu treffen und spannende Diskussionen über die neuesten Entwicklungen in der Mobilität der Zukunft zu erleben. Am 8. September findet der Pressetag auf dem Messegelände statt. In der Münchner Innenstadt bietet der IAA Open Space gleichzeitig vom 9. bis 14. September sowohl Fachbesuchern als auch der interessierten Öffentlichkeit ein einzigartiges Mobilitätsspektakel. Hier präsentieren ebenfalls zahlreiche Aussteller ihre neuesten Entwicklungen – von E-Autos über Fahrräder bis hin zu Smart City Lösungen – inklusive der Möglichkeit, im Rahmen der IAA Experience die neuesten Fahrzeuge und Mobilitätslösungen hautnah zu testen. Der IAA Open Space ist kostenlos und frei zugänglich für alle. Fachbesucher-Tickets für den IAA Summit inklusive der IAA Conference können hier erworben werden.

Über die ZNV: DB Regio hat die Initiative Zukunft Nahverkehr (ZNV) ins Leben gerufen. Die ZNV ist eine Kommunikationsinitiative für (mehr) öffentliche Mobilität. Sie bringt den öffentlichen Personennahverkehr mit Gesellschaft und Politik zusammen, um gemeinsam an Konzepten und Lösungen für eine bessere Mobilität zu arbeiten und innovativen Ideen und Vordenker:innen eine Plattform zu bieten. Mobilität ist ein Grundbedürfnis – und der öffentliche Nahverkehr das wichtigste Vehikel, um dieses zu erfüllen.

Weitere Informationen zur ZNV finden Sie unter: www.zukunftnahverkehr.de/iaa

18. Juli 2025, 17:00 Uhr
Stuttgart
Auch Fernbahnhof am Flughafen und Abstellbahnhof Untertürkheim gehen 2026 in Betrieb • Viele Reisende profitieren von neuen Direktverbindungen und kürzeren Reisezeiten • DB-Infrastrukturvorstand Huber: „S21 ist vom Start weg ein Gewinn für viele Reisende“ • Alter Kopfbahnhof geht Mitte 2027 endgültig vom Netz • Konsens im Lenkungskreis über neues Inbetriebnahmekonzept

Die Deutsche Bahn nimmt den künftigen Stuttgarter Hauptbahnhof und weite Teile des neuen Stuttgarter Bahnknotens im Dezember 2026 mit digitaler Technik in Betrieb: Alle Züge des Fernverkehrs – mit Ausnahme der Gäubahn – und rund die Hälfte des Regionalverkehrs fahren dann über den neuen Durchgangsbahnhof. Gleichzeitig werden der Fernbahnhof am Flughafen sowie der Abstellbahnhof in Untertürkheim eröffnet. Ferner kann über die Große und Kleine Wendlinger Kurve der Schienenverkehr aus und in Richtung Tübingen/Reutlingen in den künftigen Stuttgarter Bahnknoten eingebunden werden. Auch die digitale Leit- und Sicherungstechnik im Stuttgarter Bestandsnetz in den Bereichen Untertürkheim, Bad Cannstatt, Münster und Hafen wird dann zur Verfügung stehen. Das haben die Stuttgart-21-Projektpartner im heutigen Lenkungskreis bekräftigt. Viele Reisende profitieren so von Dezember 2026 an von neuen Direktverbindungen und kürzeren Reisezeiten.

Berthold Huber, Vorstand Infrastruktur der Deutschen Bahn AG: „Stuttgart 21 ist vom Start weg ein Gewinn für viele Reisende in der Region, in Baden-Württemberg und weit darüber hinaus. Stuttgart 21 steht für die Verkehrswende im Südwesten. Dafür müssen wir unseren Fahrgästen im Zuge der hochkomplexen Inbetriebnahme noch einmal einige Unannehmlichkeiten zumuten. Gemeinsam mit den Projektpartnern ist es jedoch gelungen, diese Beeinträchtigungen so gering wie möglich zu halten. Für die große Unterstützung der Projektpartner und für die große Geduld unserer Reisenden möchte ich mich daher ausdrücklich bedanken.“

Das bisher für die Inbetriebnahme des Digitalen Knotens Stuttgart vorgesehene Inbetriebnahmekonzept hätte 2026 einen sehr großen Bedarf an sich teilweise überlagernden Streckensperrungen erfordert. Deshalb hatten die S21-Projektpartner in der Lenkungskreissitzung im Mai 2025 vereinbart, das Inbetriebnahmekonzept gemeinsam zu überprüfen, um die Beeinträchtigungen für die Fahrgäste so weit wie möglich zu verringern.

Alter Kopfbahnhof geht Mitte 2027 endgültig außer Betrieb

Als Ergebnis dieser Überprüfung hat die DB den Projektpartnern vorgeschlagen, dass der bestehende Kopfbahnhof noch bis zur Eröffnung der verlängerten S-Bahn-Stammstrecke über die Station Mittnachtstraße im Sommer 2027 in Betrieb bleibt und die Gäubahn noch bis März 2027 über die Panoramabahn zum Kopfbahnhof geführt werden kann. Mit der voraussichtlich im November 2027 abgeschlossenen Einbindung der Regionalgleise von der neuen Neckarbrücke in den Westkopf des Bahnhofs Bad Cannstatt wird Stuttgart 21 mit Ausnahme der Führung der Gäubahn über den Flughafen vollständig in Betrieb sein.

Das neue Inbetriebnahmekonzept reduziert die Einschränkungen für Bahnreisende deutlich und wurde von den S21-Projektpartnern begrüßt.

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Quelle: DB AG

Fahrzeitverkürzungen im Fernverkehr ab Dezember 2026 (Beispiele)

  • Stuttgart Hbf–Ulm Hbf (ICE): 28 Minuten statt heute (über Schnellfahrstrecke Wendlingen–Ulm) 43 Minuten
  • Mannheim Hbf–Ulm Hbf: 1 Stunde 8 Minuten statt heute (über Schnellfahrstrecke Wendlingen–Ulm) 1 Stunde 27 Minuten
  • Karlsruhe Hbf–Ulm Hbf: 1 Stunde 7 Minuten statt heute (über Schnellfahrstrecke Wendlingen–Ulm) 1 Stunde 29 Minuten
  • Stuttgart Hbf–München Hbf: 1 Stunde 40 Minuten statt heute (über Schnellfahrstrecke) 1 Stunde 58 Minuten
  • Frankfurt Hbf–München Hbf: 3 Stunden 1 Minute statt heute (über Würzburg) 3 Stunden 12 Minuten

Fahrzeitverkürzungen im Regionalverkehr ab Dezember 2026 (Beispiele)

  • Stuttgart Hbf–Ulm Hbf (RE): 41 Minuten statt heute 1 Stunde 4 Minuten
  • Stuttgart Hbf–Stuttgart Flughafen: 6 Minuten statt heute 27 Minuten
  • Ulm Hbf–Stuttgart Flughafen: 28 Minuten statt heute (mit Bus) 58 Minuten (neue Direktverbindung)
  • Reutlingen Hbf–Stuttgart Flughafen: 27 Minuten statt heute (mit Bus) 47 Minuten (neue Direktverbindung)
  • Filderstadt–Ulm Hbf: 1 Stunde 3 Minuten statt heute (mit Bus) 1 Stunde 19 Minuten
  • Friedrichshafen Stadt–Stuttgart Flughafen: 1 Stunde 38 Minuten statt heute (mit Bus) 2 Stunden 24 Minuten (neue Direktverbindung)
  • Nürtingen–Stuttgart Hbf: 19 Minuten statt heute 30 Minuten
  • Heilbronn–Stuttgart Flughafen: 48 Minuten statt heute 1 Stunde 25 Minuten (neue Direktverbindung)

Alle genannten Reisezeiten sind vorbehaltlich der endgültigen Gestaltung des Fahrplans 2027. Reisende profitieren bereits seit der Inbetriebnahme der Schnellfahrstrecke Wendlingen–Ulm im Dezember 2022 von rund 15 Minuten Fahrzeitverkürzung auf der Relation Stuttgart–Ulm.

Streckensperrungen

Für die Inbetriebnahme des neu geordneten Stuttgarter Bahnknotens sind sowohl 2026 als auch 2027 größere Sperrungen von Bahnhöfen und Teilstrecken notwendig.

  • Im Sommer 2026 kommt es neben der Sperrung der S-Bahn-Stammstrecke insbesondere im Bereich Stuttgart-Untertürkheim und Bad Cannstatt zu Einschränkungen für Reisende.
  • 2027 ist es dank der gemeinsam mit den Projektpartnern vereinbarten Verlagerung von Sperrpausen möglich, während der Sperrungen viele Verbindungen bereits über den neuen Durchgangsbahnhof zu führen. Somit besteht über den geplanten Schienenersatzverkehr hinaus ein zusätzliches Angebot an Alternativen auf der Schiene.
  • Im Frühjahr 2027 werden die digitalisierten Bestandsstrecken Stuttgart-Vaihingen–Filderstadt sowie Stuttgart-Vaihingen–Böblingen in Betrieb genommen. Für die dafür notwendigen Baumaßnahmen werden die genannten Strecken für vier Wochen gesperrt.
  • Im Juli 2027 wird die Verlängerung der digitalisierten S-Bahn-Stammstrecke mit der neuen Station Mittnachtstraße in und aus Richtung Stuttgart Nord, Richtung Bad Cannstatt und Hauptbahnhof (tief) in Betrieb genommen. Für die dafür notwendigen Baumaßnahmen wird deshalb die S-Bahn-Stammstrecke zwischen Stuttgart-Vaihingen und Hauptbahnhof im Frühjahr 2027 für insgesamt zwölf Wochen gesperrt; in diesem Zeitraum liegen sowohl die Oster- als auch die Pfingstferien. Während der Stammstreckensperrung im Frühjahr 2027 steht u.a. für den S-Bahn-Verkehr der alte Kopfbahnhof noch zur Verfügung. In Stuttgart-Vaihingen besteht außer dem vorgesehenen Schienenersatzverkehr auch eine Bahnverbindung zum S21-Hauptbahnhof mit Umstieg am Flughafen in den Regionalverkehr.
  • 2027 werden in Bad Cannstatt nacheinander die S-Bahn-Gleise sowie die Regionalverkehrsgleise an den neuen Bahnknoten angebunden. Dafür werden am Bahnhof Bad Cannstatt im ersten Halbjahr zunächst die Gleise 1 bis 4 der S-Bahn und im Anschluss die Gleise 5 bis 8 des Regionalverkehrs bis November 2027 gesperrt. Von Dezember 2026 an können die Züge des Fernverkehrs und viele Züge des Regionalverkehrs bereits über den S21-Hauptbahnhof geführt werden, dadurch werden Kapazitäten frei, die sowohl für die S-Bahn als auch für den Nahverkehr genutzt werden können.

Gemeinsame Taskforce der Projektpartner arbeitet weiter

Die Bahn erarbeitet gemeinsam mit allen Beteiligten in der weiterhin bestehenden Taskforce die konkreten Fahrplankonzepte für die 2026 und 2027 notwendigen Streckensperrungen. Die Angebote des Schienenersatzverkehrs werden auch mit Bussen und Stadtbahnen der Stuttgarter Straßenbahnen AG unterstützt. Erste Untersuchungen des Verkehrswissenschaftlichen Instituts Stuttgart (VWI), das die Arbeit der Taskforce unterstützt, belegen die grundsätzliche Machbarkeit der bauzeitlichen Verkehrskonzepte. Während der Baumaßnahmen werden Reisende zu den bestehenden Leistungen und Ersatzangeboten auch von Reisendenlenkern informiert.

17. Juli 2025, 11:00 Uhr
Regensburg
Neues Container-Depot mit Anbindung an das von der DB-Tochter DUSS betriebene Umschlagterminal im Osten Regensburgs • Meilenstein für die Entwicklung des Güterverkehrsstandorts Regensburg

Die DB Cargo AG und die Stadt Regensburg haben sich auf eine neue Lösung zur Errichtung eines Container-Depots im Osten der Stadt verständigt. Statt auf dem ursprünglich vorgesehenen Gelände im Industriegebiet Ost entsteht das neue Depot nun auf dem bisherigen Standort der TRANSA Spedition GmbH, einer 100-prozentigen Tochter von DB Cargo, am Regensburger Ostbahnhof.

Die Entscheidung markiert einen wichtigen Meilenstein für die Entwicklung des Güterverkehrsstandorts Regensburg. Ziel ist es, mehrere Außenflächen in einem zentralen Depot zu bündeln und damit die Verkehrsbelastung in den umliegenden Stadtquartieren zu reduzieren. Das künftige Depot wird für Lagerung, Wartung, Reparatur und Verwaltung von Containern genutzt – direkt angebunden an das von der DB-Tochter DUSS betriebene Umschlagterminal.

„Container-Depots sind entscheidend für den internationalen Schienengüterverkehr. Die TRANSA-Fläche bietet aufgrund ihrer Lage am Verkehrsknotenpunkt Ostbahnhof ideale Voraussetzungen für eine schnelle und wirtschaftliche Realisierung des Projekts“, sagt Dr. Sigrid Nikutta, Vorstand Güterverkehr der Deutschen Bahn AG und Vorstandsvorsitzende der DB Cargo AG. Darüber hinaus ermögliche die TRANSA-Fläche eine schnellere und kostengünstigere Umsetzung des Projekts. „Wir haben uns daher gemeinsam mit der Stadt Regensburg entschieden, diese Variante vorrangig weiter zu verfolgen. Mit dem neuen Container-Depot können wir unseren Kunden in der Region auch zukünftig eine verlässliche Schienenanbindung anbieten. Ich danke Frau Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer und der Stadtverwaltung für das gemeinsame Ringen um eine gute Lösung“, so Sigrid Nikutta.

Die TRANSA Spedition GmbH stellt ihren Betrieb am Ostbahnhof zum 30. September 2025 ein. Sie wird aber weiterhin mit einem kompetenten Vertriebsmitarbeiter vor Ort präsent sein. Multimodale Verkehre und Lager-Geschäfte für die Region können weiterhin über die TRANSA im modernen Railport Nürnberg angeboten werden. DB Cargo wird das Areal anschließend als neues Container-Depot weiterentwickeln. Teile des Geländes werden bereits heute zur Lagerung von Leercontainern genutzt. Die unmittelbare Nähe zum Terminal und zur öffentlichen Eisenbahninfrastruktur erlaubt eine zügige Inbetriebnahme nach Abschluss der erforderlichen Genehmigungen.

Oberbürgermeisterin Gertrud Maltz-Schwarzfischer betont: „Die Einigung zeigt erneut, dass Stadt und Wirtschaft auch in herausfordernden Zeiten unter sich dynamisch entwickelnden Rahmenbedingungen verlässliche Partner sind und bleiben. Selbstverständlich wird die Stadt Regensburg die DB Cargo AG bei der Aktivierung der bisherigen TRANSA-Fläche für das Container-Depot nach Kräften unterstützen. Mit der jetzt verkündeten Entscheidung der DB Cargo AG eröffnen sich für den Wirtschaftsstandort Regensburg in zweierlei Hinsicht gute Lösungen und Perspektiven: Zum einen erfährt die TRANSA-Fläche als künftiger Standort für das Container-Depot eine attraktive Nachnutzung zum Wohle der verladenden Wirtschaft in unserer Region. Zum anderen hat die Stadt die Planung richtigerweise vorhabenunabhängig aufgesetzt und über den Bebauungsplans Nr. 215-I am Ostbahnhof auf einer Fläche von rund 120.000 Quadratmetern ein hochwertiges und attraktives Industriegebiet mit hervorragender Erschließung über Straße und Gleis ausgewiesen. Der Bebauungsplan und das Baurecht bleiben somit bestehen, was kürzlich vom Verwaltungsgerichtshof in München in der abgewiesenen Normenkontrollklage bestätigt wurde. Es bieten sich damit neue Chancen für den Wirtschaftsstandort Regensburg. In Zeiten eines gerade im gewerblichen Bereich knappen Flächenportfolios ergeben sich hier in unmittelbarer Nähe zum Güterverkehrszentrum sowie dem Industrie- und Gewerbegebiet an der Siemensstraße attraktive Aussichten für eine zukunftsfähige gewerbliche Weiterentwicklung.“

10. Juli 2025, 11:00 Uhr
Berlin
DB investiert 200 Millionen in Ausbau des internationalen Fernverkehrs • Bis zu 32 ICE 3neo-Züge werden für Polen und Frankreich ausgerüstet • Auftrag geht an Siemens Mobility

Die Deutsche Bahn (DB) stockt ihre Investitionen in den internationalen Fernverkehr deutlich auf. Dafür wird der ICE 3neo sein internationales Einsatzgebiet ausweiten. Bis zu 32 Züge werden technisch so angepasst, dass sie auch in Polen und Frankreich fahren können. Erstmals kann der ICE damit von Berlin nach Warschau fahren. Hierfür hat die DB jetzt den Hersteller Siemens Mobility beauftragt. Bislang wird der ICE 3neo innerdeutsch sowie auf den grenzüberschreitenden Verbindungen von Frankfurt/Main nach Brüssel und Amsterdam eingesetzt. Die länderspezifischen Anpassungen erfolgen während der Fertigung der Züge im Siemens-Werk Krefeld. Insgesamt rechnet die DB mit einem mehrjährigen Produktions- und Zulassungsverfahren. Sobald die nationalen Zulassungen vorliegen, kann der ICE 3neo dann zwischen Deutschland und den Nachbarländern Frankreich und Polen sowie weiterhin in Belgien und in den Niederlanden für die Fahrgäste im Einsatz sein.

Dr. Michael Peterson, DB-Vorstand Personenfernverkehr: „Wir wollen zukünftig auch Berlin und Warschau mit dem ICE verbinden. Dafür machen wir den ICE 3neo noch internationaler und investieren zusätzliche 200 Millionen Euro in die Zulassung unseres Flaggschiffs für Polen und Frankreich. Wir investieren damit weiter in das Zusammenwachsen Europas auf der Schiene. Der Boom im internationalen Fernverkehr zeigt, dass unsere Wachstumsstrategie richtig ist. Das volle Potenzial im europaweiten Fernverkehr heben wir, wenn jetzt auch die richtigen infrastrukturellen Weichenstellungen erfolgen.“

Michael Peter, CEO Siemens Mobility: „Grenzüberschreitende Mobilität ist ein entscheidender Schlüssel für ein stärker vernetztes Europa. Mit unseren länderspezifischen Ausstattungen wird der ICE 3neo optimal an die Signaltechnik und Infrastruktur in den jeweiligen Ländern angepasst. Dadurch ermöglichen wir künftig nicht nur eine Direktverbindung von Berlin nach Warschau, sondern auch Verbindungen nach Frankreich – schnell, komfortabel und klimafreundlich. Das ist ein starkes Signal für den internationalen Schienenverkehr und ein Vertrauensbeweis in unsere Technologie. Wir freuen uns, mit unserer Erfahrung, Innovationskraft und in enger Partnerschaft mit der Deutschen Bahn dazu beizutragen, Europa auf der Schiene noch enger zusammenzubringen.“

Ulrich Lange, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr: „Mit der Erweiterung des ICE 3neo erhält der grenzüberschreitende Verkehr nach Paris und Warschau einen echten Schub – dank technischem Know-how und den notwendigen Investitionen. Die Stärke Europas liegt auch in einem attraktiven Schienenverkehr, der Menschen miteinander verbindet und den gemeinsamen europäischen Markt belebt. Wir unterstützen diesen wichtigen Schritt zur Vertiefung der freundschaftlichen Zusammenarbeit mit Frankreich und Polen ausdrücklich – ganz im Sinne des Koalitionsvertrags.“

Siemens Mobility wird die bis zu 32 ICE 3neo mit entsprechenden Komponenten ausrüsten, damit die Züge mit der Signaltechnik und den Strecken in Polen und Frankreich kompatibel sind. Erste zugelassene Fahrzeuge werden für das Jahr 2031 erwartet. Dem gehen intensive Test- und Zulassungsfahrten voraus. Deshalb wird auch der Lieferplan für einen Teil der Züge angepasst, der sich dann bis 2032 erstreckt.

Insgesamt hat die DB 90 ICE 3neo bei Siemens Mobility bestellt, von denen bereits 29 ausgeliefert sind. Der erste Zug ging im November 2022 in den Fahrgasteinsatz. Im Juni 2024 hat der ICE 3neo ältere ICE-Züge auf den grenzüberschreitenden Verbindungen von Frankfurt nach Amsterdam und Brüssel ersetzt. Seitdem konnte die DB die fahrzeugbedingten Zugausfälle auf diesen internationalen Verbindungen deutlich reduzieren.

Die Fahrgäste mögen den ICE 3neo. Im Vergleich aller ICE-Baureihen werden Komfort und Design von den Fahrgästen bei Fahrten mit dem modernsten und innovativsten Zug der DB auf der Spitzenposition bewertet.

Im Oktober 2023 feierte das neue ICE-Innendesign im ICE 3neo seine Premiere. Es zeichnet sich durch zahlreiche Neuerungen aus: Die neuen Sitze sind als persönlicher Rückzugsort konzipiert und bieten mit besseren Verstellmöglichkeiten noch mehr Komfort. Eine harmonische Formgebung, moderne Materialien wie Holzdekor und Bezüge aus hochwertigem Stoffgewebe in nuancierten Farben prägen das neue Erscheinungsbild.

Seit einigen Monaten sind die ersten ICE 3neo mit weiteren Verbesserungen für die Reisenden im Einsatz:

  • In der 1. Klasse gibt es jetzt eine induktive Lademöglichkeit für Smartphones.
  • Das neue Eiche-Holzdekor an Sitzen und Wänden sowie eine Ambiente-Fußbodenbeleuchtung machen die Züge noch wohnlicher.
  • Auf den Toiletten lässt sich jetzt der Abfallbehälter berührungslos öffnen (zusätzlich zu berührungslosen Seifen-/Desinfektionsmittelspender und der WC-Spülung).
  • Im Universal-WC gibt es einen Baby-/Kleinkindsitz, der den Toilettenbesuch für alleinreisende Elternteile erleichtert.

10. Juli 2025, 10:00 Uhr
Frankfurt
Weiteres Vorgehen soll Ressourcen der Industrie und Tragfähigkeit von Fahrplankonzepten während der Sanierung stärker berücksichtigen • Bund entscheidet über finale Eintaktung für die Korridore

In Frankfurt a. M. haben gestern die Eisenbahnverkehrsunternehmen, Verbände und Vertreter der Bundesländer mit der DB InfraGO AG den Austausch über die Generalsanierungen auf wichtigen Korridoren im Land fortgeführt. Ziel des Dialogs ist es, die zeitliche Abfolge der Sanierung von hochbelasteten Streckenabschnitten auf insgesamt rund 4.000 Kilometern Länge zu überprüfen und fortzuschreiben. Wie es die Koalitionsvereinbarung vorsieht, wird der Zeitraum an die Laufzeit des Sondervermögens angepasst. Die endgültige Entscheidung über die zeitliche Reihung für die weiteren Korridorsanierungen bis 2036 trifft der Bund.

Planungen 2026 und 2027 auf Kurs  Für 2026 und 2027 bleibt es aufgrund der weit fortgeschrittenen Bau- und Fahrplanungen bei der ursprünglichen Abfolge der Projekte. So sind die Auftragsvergaben an die Industrie weitestgehend erfolgt. Mit den Eisenbahnverkehrsunternehmen wurden die Umleitungskonzepte bereits umfassend erörtert, und entsprechende Fahrpläne werden derzeit im Detail ausgearbeitet. 2026 werden die Strecken Hagen–Wuppertal–Köln, Nürnberg–Regensburg, Obertraubling–Passau und Troisdorf–Wiesbaden saniert.

2027 soll auf den Korridoren Rosenheim–Salzburg, Lehrte–Berlin, Bremerhaven–Bremen und Fulda–Hanau gebündelt erneuert und modernisiert werden. Die Planungen berücksichtigen die Wechselwirkungen mit anderen Baumaßnahmen, die laufenden Abstimmungen mit Partnerbahnen sowie Planungsfortschritte innerhalb der Projekte. Die Korridorsanierungen Lübeck–Hamburg und Frankfurt–Heidelberg werden in die Folgejahre verschoben. 2027 wird damit in vergleichbarem Umfang saniert wie 2026.

Ab 2028 Anpassungen im Zeitplan bis 2036Ab 2028 soll der neue, gemeinsam entwickelte Zeitplan greifen. Die überarbeitete Planung ist das Ergebnis aus Rückmeldungen der Eisenbahnverkehrsunternehmen, u.a. zur Stabilität von Umleitungsverkehren. Zentrale Erkenntnisse aus dem Pilotprojekt Riedbahn und aus der Vorbereitung der kommenden Korridorsanierungen fließen ebenfalls in die Diskussion mit ein. Die Anzahl parallellaufender Maßnahmen pro Jahr wird damit reduziert. Auch die Bahnbaubranche hatte in diesem Zusammenhang auf begrenzte Ressourcen hingewiesen. 

Für das Jahr 2028 wurde die Sanierung der Korridore Köln–Mainz, München–Rosenheim, Hagen–Unna–Hamm sowie Lübeck–Hamburg vorgeschlagen.

Die bisherige Planung für die Korridorsanierungen 2026 sowie die angepasste Projektabfolge ab 2027 wird in den nächsten Wochen mit dem Bundesministerium für Verkehr (BMV) abgestimmt. Ziel ist es, zur Erfüllung der europäischen Vorgaben Mitte August die Eisenbahnverkehrsunternehmen und weitere Zugangsberechtigte formal über die Aktualisierung der Planungen für 2028 sowie die baubedingten Kapazitätseinschränkungen im Schienennetz für 2029 zu informieren.

Im Rahmen der Generalsanierungen bündelt die DB alle erforderlichen Maßnahmen, um den Zustand von Infrastruktur und Bahnhöfen innerhalb weniger Monate gewerkeübergreifend zu verbessern. Auf diese Weise können Synergien genutzt, schnelle Verbesserungen erzielt und die Einschränkungen für Reisende und Güterverkehrsunternehmen im Vergleich zum Bauen bei laufendem Zugbetrieb begrenzt werden. Pilotprojekt war im vergangenen Jahr die Riedbahn zwischen Frankfurt/Main und Mannheim, auf der die DB innerhalb von fünf Monaten zahlreiche Bauarbeiten gebündelt hatte. Die Strecke ist seit 15. Dezember 2024 planmäßig wieder in Betrieb. Ab 1. August startet die umfassende Erneuerung und Modernisierung der Strecke Hamburg–Berlin.

07. Juli 2025, 10:00 Uhr
Berlin
Neue Direktverbindung: Kooperation von DB, DSB und ČD • Verbindung zwischen drei europäischen Hauptstädten • Aufnahme der Verbindungen am 1. Mai 2026 geplant

Fahrgäste können mit der Bahn bald ohne Umsteigen von Prag über Berlin nach Kopenhagen fahren. Das ist ein weiterer Schub für den boomenden internationalen Fernverkehr. Für die neue Direktverbindung kooperieren Deutsche Bahn (DB), DSB (Dänische Staatsbahn) und ČD (Tschechische Bahn). Ab 1. Mai 2026, nach Abschluss der Generalsanierung zwischen Berlin und Hamburg, wird der ComfortJet der ČD klimafreundlich die drei Hauptstädte verbinden. Als weitere Halte in Deutschland sind unter anderem Dresden und Hamburg vorgesehen.

Zwei tägliche Zugpaare (Hin- und Rückfahrt) werden ganzjährig verkehren – mit Reisezeiten von nur sieben Stunden zwischen Kopenhagen und Berlin und elf Stunden zwischen Kopenhagen und Prag. Hinzu kommt eine saisonale Nachtverbindung. Diese verkehrt bereits heute während der Sommersaison zwischen Hamburg und Kopenhagen, wird aber ab 2026 mit den neuen ComfortJet-Zügen über Berlin und Dresden bis nach Prag verlängert.

„Europa wächst auf der Schiene immer enger zusammen. Im internationalen Fernverkehr finden auch Fahrtzeiten von über vier Stunden den Zuspruch unserer Fahrgäste. Die wachsende Nachfrage bedienen wir mit weiteren attraktiven Angeboten. Unsere Wachstumsstrategie für den internationalen Fernverkehr geht voll auf“, sagt Michael Peterson, DB-Vorstand Personenfernverkehr.

Diese neue Verbindung ist das erste von insgesamt zehn von der Europäischen Kommission unterstützten Pilotprojekten zur Förderung grenzüberschreitender Bahnverbindungen. Es zählt damit zu den ausgewählten Vorhaben, mit denen die EU-Kommission Hindernisse im internationalen Schienenverkehr überwinden, die Marktbedingungen verbessern und attraktive, nachhaltige Mobilität in Europa entwickeln will. Ein weiteres Projekt ist die jüngst vorgestellte neue Direktverbindung von München nach Mailand und Rom. Erst im vergangenen Dezember hatte die DB zusammen mit der französischen SNCF die neue Direktverbindung zwischen Berlin und Paris in Betrieb genommen.

„Der Ausbau des Hochgeschwindigkeitsverkehrs, insbesondere des grenzüberschreitenden, hat für uns oberste Priorität. Diese neue Verbindung zwischen Tschechien, Deutschland und Dänemark ist ein starkes Beispiel für den Fortschritt auf diesem Weg. Und ich bin besonders stolz darauf, dass sie das erste von zehn Pilotprojekten der Europäischen Kommission ist, mit denen wir die Realisierung neuer grenzüberschreitender Bahnverbindungen unterstützen“, so Apostolos Tzitzikostas, EU-Kommissar für nachhaltigen Verkehr und Tourismus.

Kai Wegner, Regierender Bürgermeister von Berlin: „Die neue Direktverbindung der Deutschen Bahn verbindet drei europäische Hauptstädte miteinander – Prag, Berlin und Kopenhagen. Berlin wird damit als Drehscheibe in Europa gestärkt. Gleichzeitig ist die neue Bahn-Direktverbindung ein wichtiger Beitrag für eine nachhaltige Verkehrswende; noch mehr Menschen können nun umwelt- und klimafreundlich von und nach Berlin reisen.“

Als Fahrzeug kommt zwischen Prag und Kopenhagen der ComfortJet der ČD zum Einsatz. Die neuen Züge haben eine Höchstgeschwindigkeit von 230 Stundenkilometern und verfügen über 555 Sitzplätze, davon 99 in der 1. Klasse. Sie bieten ein erstklassiges Reiseerlebnis – unter anderem durch ein Bordrestaurant, mobilfunkdurchlässige Scheiben, WLAN, ein Kinderkino und verstellbare Sitze. An Bord gibt es Platz für 12 Fahrräder. Für Reisende im Rollstuhl ist der Zugang in bzw. aus dem Zug durch eine fahrzeuggebundene Einstiegshilfe (Hublift) gewährleistet.

Hinweis an Redaktionen: Passendes Bildmaterial finden Sie hier in der DB-Mediathek.

05. Juli 2025, 10:00 Uhr
Berlin
Ancona, Bordeaux, Nord- und Ostsee – die Bahn fährt hin • Zusätzliche Züge auf beliebten Verbindungen in europäische Metropolen • ICE-Sommerangebote bereits ab 6,99 Euro

Die ersten Bundesländer sind in die Schulferien gestartet. Die Deutsche Bahn (DB) bietet während der Sommersaison wöchentlich zusätzliche 100 Fernverbindungen zu beliebten touristischen Zielen in Deutschland und den europäischen Nachbarländern an. Zeitgleich bietet die DB besonders günstige Sommerangebote für verschiedene Zielgruppen.

Attraktive Urlaubsverbindungen nach Italien, Frankreich und Österreich

Zusätzliche internationale Direktzüge von Deutschland gibt es in der Sommersaison 2025 unter anderem nach Ancona an der italienischen Adria, nach Bordeaux in Frankreich und nach St. Anton in Österreich. In Zusammenarbeit mit den Bahnen der Nachbarländer kommen dabei neben dem ICE auch der französische TGV und der österreichische Railjet zum Einsatz.

Von München geht es ganz neu täglich um 9.33 Uhr über Bozen, Verona, Bologna und Rimini bis nach Ancona, mit Ankunft um 19.10 Uhr. Zurück startet der Zug um 11.30 Uhr und erreicht die bayerische Landeshauptstadt um 20.26 Uhr. Auch nach Bologna wird in diesem Sommer eine weitere Direktfahrt im Railjet der ÖBB angeboten: Mit Abfahrt in München um 15.33 Uhr nach Verona geht es täglich bis 5. Oktober weiter bis Bologna (Ankunft 22.11 Uhr), ebenso in Gegenrichtung ab Bologna um 9.52 Uhr via Verona nach München (an 16.27 Uhr).

An acht Samstagen vom 5. Juli bis 30. August fährt um 6.56 Uhr ein TGV von Frankfurt (Main) an die französische Atlantikküste, der Bordeaux um 14.35 Uhr erreicht. Die Rückfahrt beginnt um 15.56 Uhr, mit Ankunft in Frankfurt (Main) um 23.50 Uhr. Von Wiesbaden (ab 7.31 Uhr) über z. B. Mannheim (ab 8.26 Uhr), Heidelberg, Ulm und München (ab 12.24 Uhr) geht es an ausgewählten Samstagen bis 4. Oktober über Innsbruck, Landeck-Zams nach St. Anton am Arlberg (an 16 Uhr). Die Rückfahrt startet samstags um 12.13 Uhr in St. Anton und um 13.46 Uhr in Innsbruck, erreicht z.B. München um 15.47 Uhr, Heidelberg um 19.15 Uhr und endet um 20.15 Uhr in Frankfurt Hbf.

Im Kulturhauptstadtjahr: IC-Direktverbindung von Berlin nach Chemnitz

Ganz neue Direktverbindungen an Sommerwochenenden werden seit Anfang Mai zwischen Berlin und der diesjährigen Kulturhauptstadt Chemnitz angeboten: samstags und sonntags ab Berlin um 8.42 Uhr nonstop nach Chemnitz und nachmittags um 17.08 Uhr ab Chemnitz zurück nach Berlin – in attraktiver Fahrzeit von rund 2 Stunden 10 Minuten. Zwischen Berlin nach Rostock verkehren bis Anfang November freitags, samstags und sonntags je ein zusätzlicher ICE via Neustrelitz und Waren (Müritz), samstags je Richtung zwei ICE. Auch zwischen Dresden und der Ostseeküste gibt es am Wochenende zusätzliche Direktverbindungen, u.a. ein Doppelstock-IC um 8.05 (zeitweise 8.21 Uhr) ab Dresden nach Rostock bzw. bis Binz auf Rügen. In der Gegenrichtung geht es von Binz um 15.17 Uhr bzw. von Rostock um 17.21 Uhr nach Dresden.

Mehr Früh- und Spätverbindungen in europäische Metropolen

Mit zusätzlichen Fahrten in der Urlaubssaison stehen auch nach Kopenhagen, Brüssel und Prag zahlreiche zusätzliche Plätze zur Verfügung. Neue Früh- und Spätverbindungen, z. B. bis 15. September im neuen ComfortJet der tschechischen Bahn um 0:07 Uhr ab Berlin nach Prag (Ankunft 5:23 Uhr), bieten Alternativen zu besonders nachgefragten Zügen im Tagesverlauf.

Ein Tipp für Berlin-Reisende: Um alle Angebote ab und in die deutsche Hauptstadt zu entdecken, lohnt es sich dabei „BERLIN“ in Großbuchstaben in die Fahrplanauskunft einzugeben – so werden auch Abfahrten und Ankünfte von Fernzügen an anderen Bahnhöfen, wie z.B. in Lichtenberg, Ostkreuz und Gesundbrunnen mit angezeigt. Ebenfalls gut zu wissen: Stark ausgelastete Züge können Fahrgäste über die Auslastungsanzeige auf bahn.de und in der App DB Navigator erkennen. Und über die Bestpreissuche sind auch zu Ferienbeginn noch günstigere Tickets zu bekommen. Wichtig: unbedingt eine Sitzplatzreservierung buchen.

DB-Sommerangebote für jedes Budget

Die DB hat ein ganzes Bündel von Sommerangeboten geschnürt, das auf die Wünsche verschiedener Zielgruppen ausgerichtet ist: 

  • Für Kurzstrecken-Reisende: Seit Mitte Juni liegt der Einstiegspreis für den Super Sparpreis für kurze Strecken bei 6,99 Euro (vorher 9,99 Euro). Das Angebot ist mit einem BahnCard-Rabatt kombinierbar. So sind Tickets für Ausflüge in die Nachbarstädte bereits – je nach Verfügbarkeit – ab 5,24 Euro erhältlich.  
  • ICE-Flatrate für junge Spontanfahrer: Mit dem 44-Stunden-Ticket Young wird Bahnfahren für Reisende bis 26 Jahre in diesem Monat noch preiswerter und flexibler: Es gilt an allen Juli-Wochenenden für 44 Stunden - zwischen Freitag, 18 Uhr und Sonntag, 14 Uhr – für beliebig viele Fahrten 2. Klasse innerhalb Deutschlands mit ICE- und Intercity-Zügen.
  • Für „MyBahnCard“-Reisende: Damit das Reisen für junge Menschen unter 27 Jahren noch günstiger wird, ist die MyBahnCard 50 vom bis 13. Dezember deutlich preiswerter. Für die 2. Klasse ist sie bereits für 49,99 Euro statt bisher 79,90 Euro erhältlich. Damit lassen sich dann ganze 50 Prozent auf die Flexpreise und 25 Prozent auf die Sparpreise sparen. Kombiniert mit dem Super Sparpreis Young gibt es die ICE-Fahrt dann ab 9,74 Euro. 
  • Für BahnCard-Kund:innen: Noch bis zum 30. September können alle Besitzer:innen einer BahnCard 50 einen Mitreisenden mit ihrem BahnCard-Rabatt mitnehmen. Das heißt: Beide Reisenden erhalten 50 Prozent Rabatt auf alle Flexpreise und 25 Prozent Rabatt auf alle Sparpreise. So kann man schon ab der ersten gemeinsamen Reise zusammen viel sparen, beispielsweise von Frankfurt/Main nach München rund 120 Euro oder von Hamburg nach Berlin rund 100 Euro. 
  • Für Geschäftskund:innen: Den ganzen Juli über gibt es die BahnCard Business 25 Klima. Das Besondere an dieser BahnCard: Mit einem Preis von 34,99 Euro für die 2. und 49,99 Euro für die 1. Klasse liegt dieses Angebot unterhalb der Sachbezugsgrenze des geldwerten Vorteils. Damit können alle Mitarbeitenden von der Möglichkeit einer steuerbegünstigten BahnCard profitieren. 
  • Für Flexpreis-Liebhaber: Frühes Buchen lohnt sich bis zum 31. Juli noch mehr als sonst. In dieser Zeit wird bei Buchungen mehr als 28 Tage vor Abfahrt der Flexpreis rabattiert. Kund:innen sparen damit 20 Prozent im Vergleich zu einer Buchung am Tag der Abfahrt. Außerdem trägt die DB dem Bedürfnis der Flexpreis-Kund:innen nach Flexibilität Rechnung und ändert die Stornierungsbedingungen. So ist die Rückgabe von Flexpreis-Tickets ab dem 15. Juni wieder bis einen Tag vor dem ersten Geltungstag kostenfrei. Zwischenzeitlich war die Rückgabe von Flexpreis-Tickets nur bis 8 Tage vor dem ersten Geltungstag kostenfrei.  

Alle Informationen und Tickets gibt es auf bahn.de und im DB Navigator sowie in DB Reisezentren und DB Agenturen.

04. Juli 2025, 13:30 Uhr
Köln
Ziel ist europaweiter Einsatz der hochautomatisierten Technologie · automatisiertes Fahren nutzt bestehende Streckenkapazitäten besser und steigert Qualität & Energie-Effizienz · einjährige Erprobung auf niederländischer Betuweroute

Erstmals wurde in Europa eine Güterzuglokomotive für den automatisierten Regelbetrieb umgerüstet: DB Cargo hat im Werk Köln-Gremberg die erste Strecken-Lok mit modernsten Technologien für Automatic Train Operation (ATO) und Remote Train Operation (RTO) ausgestattet. Damit erreicht Europas größte Güterbahn gemeinsam mit dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) sowie den Partnern Hitachi Rail und Remoot einen wichtigen Meilenstein in einem wegweisenden Pilotprojekt. Das Ziel ist klar - ATO und RTO sollen europaweit den Güterverkehr auf der Schiene effizienter, flexibler und wettbewerbsfähiger machen.

Das Projekt ist Teil des Bundesprogramms „Zukunft Schienengüterverkehr zur Förderung von Innovationen“, mit dem das Bundesministerium für Verkehr (BMV) die Entwicklung und zeitnahe Markteinführung innovativer Technologien im Güterverkehr beschleunigen und so den Marktanteil der Schiene am Güterverkehr in Deutschland steigern möchte. In dieses Projekt flossen dabei Bundesmittel in Höhe von 18,86 Millionen Euro.

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Ende des Sliders

Ab Oktober 2025 beginnt eine einjährige Erprobungsphase auf der niederländischen Betuweroute – sie ist eine der wichtigsten und modernsten Güterverkehrsstrecken Europas. Im sogenannten ATO-Betrieb übernimmt die Lok automatisiert Beschleunigung, Fahrt, Bremsung und Halt. Sicherheit bleibt dabei oberstes Gebot: Ein/-e Lokführer/-in bleibt an Bord, ergänzt durch ein zentrales Fernüberwachungs- und Steuerungsteam. Während des Probebetriebs werden Fahrten mit verschiedenen Wagentypen und Beladungsszenarien betrachtet – von schweren Schüttgutwagen bis zu teilgefüllten Kesselwagen. Zudem wird erstmals die Kombination der Technologien ATO und RTO im offenen Netz erprobt.

Dr. Sigrid Nikutta, Vorstand Güterverkehr der Deutschen Bahn AG und Vorsitzende des Vorstands der DB Cargo AG: „Automatisierte also selbstfahrende Loks nutzen die Gleise effizienter – so schaffen wir mehr Kapazität und bessere Qualität im Schienengüterverkehr. Die Premiere dieser automatisierten Lok im Rangierbahnhof Köln-Gremberg ist ein wichtiger Schritt für die Zukunft des europäischen Gütertransports auf der Schiene.

DB Cargo und der Schienengüterverkehr sind maßgeblich für das Gelingen der Verkehrswende und somit essentiell im Kampf gegen den Klimawandel. Denn die Verlagerung von Gütern auf die Schiene ist der größte und effektivste Hebel, um CO2 zu reduzieren und unsere Straßen zu entlasten.“

Bundesminister für Verkehr Patrick Schnieder (CDU): „Innovationen sind der Motor für einen modernen, intelligenten und effizienten Schienengüterverkehr. Das automatisierte Fahren entlastet Beschäftigte und schafft gleichsam zukunftsfähige Arbeitsplätze. Genau das brauchen wir, um dem Fachkräftemangel und dem demografischen Wandel zu begegnen, der natürlich auch vor dem Schienengüterverkehr keinen Halt macht. Mit diesem Projekt leisten wir diesbezüglich Pionierarbeit für den gesamten Schienengüterverkehr in Europa.“

Die Automatisierung des Zugbetriebs wird mehr Güter von der Straße auf die Schiene verlagern – ist also ein zentraler Hebel für klimafreundliche Logistik in Europa. DB Cargo treibt damit die Digitalisierung und Automatisierung im Schienengüterverkehr konsequent voran und leistet einen wichtigen Beitrag für die Verkehrs- und Klimawende.

Hinweis für Redaktionen: Bildmaterial finden Sie zeitnah nach der Veranstaltung in der Mediathek.

30. Juni 2025, 12:00 Uhr
Berlin
Seit Einführung Sonntagnacht: Stabiler Betrieb und zuverlässige Kundeninformation • DB InfraGO-Chef Philipp Nagl: Neues Herzstück funktioniert • Dank an alle Beteiligten

Am Wochenende hat die DB InfraGO AG eines der größten und technisch anspruchsvollsten IT-Projekte der vergangenen Jahre erfolgreich umgesetzt. Seit Sonntagmorgen ersetzt ein einheitliches digitales Leitsystem für die Disposition des Bahnbetriebs die bisherigen dezentralen Software-Systeme. Die Umstellung erfolgte im Rahmen des PRISMA-Programms (Programm Re-Design Informations-Systeme Betrieb und Modernisierung der Architektur). Die Betriebszentralen und die Netzleitzentrale arbeiten jetzt vernetzt im neuen Systemverbund; die Umstellung verlief planmäßig.

Philipp Nagl, Vorstandsvorsitzender der DB InfraGO AG: „Mit PRISMA haben wir das Herzstück der Betriebsführung erneuert: unser Dispositionssystem. Es ist dafür verantwortlich, dass Züge zuverlässig und sicher durch das Netz gesteuert werden – insbesondere bei Störungen, Verspätungen oder Baustellen. Entscheidungen zur Zugsteuerung basieren jetzt auf einem einheitlichen und netzweiten Überblick über den Zustand der Infrastruktur – in Echtzeit. Das ist ein Meilenstein der Digitalisierung des deutschen Bahnsystems, um den Bahnbetrieb in Deutschland moderner, stabiler und zukunftssicherer zu gestalten. Auch die direkte Kundeninformation wird damit zuverlässiger.

Wir danken allen Beteiligten in unseren Betriebszentralen, der Netzleitzentrale, den Fachbereichen und den IT-Teams für den engagierten Einsatz – sowohl in der intensiven technischen und organisatorischen Vorbereitung und jetzt bei der Umstellung. Auch unseren Kunden – den Eisenbahnverkehrsunternehmen – gilt der Dank dafür, dass sie sich an den Tests und Vorbereitungen beteiligt haben. Gemeinsam haben wir gezeigt: Ein solch komplexer IT-Systemwechsel ist im laufenden Bahnbetrieb erfolgreich und stabil realisierbar.“

Nach monatelanger Vorbereitung, zahlreichen Tests und Prüfungen sowie erforderlichen Schulungen wurde das Programm in der Nacht von Samstagabend auf Sonntagfrüh erfolgreich abgeschlossen. Zuvor musste das neue System eine sogenannte technische und fachliche Betriebsbereitschaftserklärung bestehen – also den Nachweis, dass es stabil läuft und alle relevanten Funktionen bereitstehen. Während der Umstellung wurden die bestehenden Systeme eng überwacht. Ein Rückfallplan stand ebenfalls bereit; dieser musste jedoch nicht aktiviert werden.

Verschiedene noch erforderliche Verbesserungen werden in den kommenden Wochen umgesetzt.

28. Juni 2025, 17:00 Uhr
Erfurt
DB und Siemens Mobility haben bei Testfahrten einen neuen Geschwindigkeitsrekord für die Strecke Erfurt–Leipzig/Halle erreicht • Fahrten liefern wichtige Erkenntnisse für die Sanierung von Schnellfahrstrecken sowie die technische Weiterentwicklung von Hochgeschwindigkeitszügen

Die Deutsche Bahn (DB) und Siemens Mobility haben mit einem ICE-Testzug auf der Schnellfahrstrecke Erfurt–Leipzig/Halle eine Geschwindigkeit von 405,0 km/h erreicht. Fahrten mit Geschwindigkeiten über 300 km/h sind sehr selten auf dem deutschen Schienennetz und werden nur zu Testzwecken durchgeführt.

Dr. Philipp Nagl, Vorstandsvorsitzender der DB InfraGO AG: „Heute ist ein ICE so schnell wie noch nie über die Strecke Erfurt–Leipzig/Halle gefahren. 405,0 km/h als neuer Höchstwert sind auch eine Bestätigung für die Leistungsfähigkeit der Infrastruktur auf dieser Schnellfahrstrecke: Nach 10 Jahren in Dauerbetrieb können wir problemlos und ohne Anpassungen mit so hohen Geschwindigkeiten fahren. Es ist eine Bestätigung dafür, dass Infrastrukturinvestitionen über Generationen hinweg die Grundlage für zuverlässige, nachhaltige und leistungsfähige Mobilität und Logistik sind. Die Testfahrten liefern uns wichtige Erkenntnisse für die Sanierung und Instandhaltung von Schnellfahrstrecken sowie die technische Weiterentwicklung von Hochgeschwindigkeitszügen und kommen somit auch den Fahrgästen zugute.“

Christian Hirte, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr: „Deutschland ist und kann Spitze! Die heutige Höchstgeschwindigkeitsfahrt belegt, dass wir in Deutschland über eine hochwertige Infrastruktur und leistungsfähige Industrie verfügen. Die dabei gewonnenen Testergebnisse werden für die DB AG bei künftigen Beschaffungen und für die Kunden von hohem Nutzen sein, so dass sie schnell, sicher und pünktlich ihr Ziel erreichen. Diese Hochgeschwindigkeitsfahrt stärkt außerdem die Stellung Deutschlands als Wirtschafts- und Exportnation.“

Thomas Graetz, Vice President High Speed and Intercity Trains, Siemens Mobility: „Die erfolgreichen Testfahrten unseres Velaro Novo Testwagens, der heute eine Geschwindigkeit von 405,0 km/h erreichte, zeigen eindrucksvoll die Leistungsfähigkeit unserer neuesten Generation von Hochgeschwindigkeitszügen. Unser Ziel war es, tiefgehende Erkenntnisse in Akustik, Aerodynamik und Fahrverhalten bei extremen Geschwindigkeiten zu sammeln – dieses Ziel haben wir heute dank der exzellenten Zusammenarbeit mit der DB InfraGO AG und DB Systemtechnik erreicht. Der Velaro Novo wird die Schienenverkehrstechnik revolutionieren, indem er neue Standards für Kapazität, Wirtschaftlichkeit und Effizienz setzt. Solche Innovationen sind der Schlüssel zu einer nachhaltigen und zukunftsorientierten Mobilität.“

Dr. Hiie-Mai Unger, Vorsitzende der Geschäftsführung der DB Systemtechnik: „Innovationen voranbringen und den Zugverkehr erfolgreich für die Zukunft aufstellen – dafür leisten wir als DB Systemtechnik mit unseren Testfahrten einen wichtigen Beitrag. Mit unserem Hochgeschwindigkeitsmesszug ,ICE-S‘ konnten wir heute viele wichtige Informationen unter anderem zu Akustik, Aerodynamik, Fahrverhalten und dem Zusammenspiel von Zug und Schiene bei sehr hohen Geschwindigkeiten sammeln. Diese Erkenntnisse helfen uns bei weiteren Streckensanierungen und dabei, den Bahnbetrieb und speziell den Hochgeschwindigkeitsverkehr weiter zu optimieren.“

Bezeugen den Geschwindigkeitsrekord (von links): Thomas Graetz, Vice President High Speed and Intercity Trains, Siemens Mobility, Dr. Philipp Nagl, Vorstandsvorsitzender der DB InfraGO AG, Christian Hirte, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr, Diana Herbstreuth, Mitglied des Deutschen Bundestages, und Dr. Hiie-Mai Unger, Vorsitzende der Geschäftsführung der DB Systemtechnik. (Copyright: DB AG/Patrick Kuschfeld)

Der ICE-S der DB Systemtechnik wird hauptsächlich für Test- und Messfahrten eingesetzt. Er dient dazu, neue Strecken zu testen, die Infrastruktur zu untersuchen und verschiedene Hochgeschwindigkeitsprüfungen durchzuführen. Um die Fahrtbedingungen auf den Hochgeschwindigkeitsstrecken präzise zu analysieren und zu optimieren, ist er mit umfangreicher Messtechnik ausgestattet. Damit spielt der ICE-S eine essenzielle Rolle bei der Weiterentwicklung und Sicherstellung der Leistungsfähigkeit des deutschen Hochgeschwindigkeitsnetzes.

Der neue Velaro Novo von Siemens Mobility ist eine konsequente Weiterentwicklung von drei Velaro-Generationen. Zahlreiche Innovationen im Detail machen den neuen Hochgeschwindigkeitszug zu einem hocheffizienten Fahrzeug, das bis zu 30 Prozent weniger Energie verbraucht und die Investitions- und Instandhaltungskosten deutlich reduziert. Gleichzeitig wurde die Sitzplatzkapazität um zehn Prozent erhöht. Der Velaro Novo ist durch zahlreiche Konfigurationsmöglichkeiten zukunftssicher und lässt sich auch noch nach Jahren im Betrieb an neue Vorstellungen und Anforderungen der Betreiber flexibel anpassen. Der Velaro Novo Testwagen mit dem Namen #seeitnovo wird seit mehreren Jahren auf dem deutschen Fernverkehrsnetz erprobt. 

Die schnellen ICE-Züge in Deutschland fahren im Regelbetrieb mit Geschwindigkeiten von bis zu 300 km/h. In Deutschland werden diese Geschwindigkeiten auf speziell dafür vorgesehenen Hochgeschwindigkeitsstrecken erreicht, wie beispielsweise zwischen Berlin und München sowie zwischen Köln und Frankfurt. Diese Strecken sind entsprechend ausgebaut, um den sicheren Betrieb bei hohen Geschwindigkeiten zu gewährleisten.

Die Strecke Erfurt–Leipzig/Halle, Teil der Verkehrsprojekte Deutsche Einheit Nr. 8 (VDE 8), wurde im Jahr 2015 in Betrieb genommen und ist für hohe Geschwindigkeiten ausgelegt. Vor den Testfahrten wurde die Strecke ausgiebig von Expert:innen geprüft. Sie befindet sich nach wie vor in einem sehr guten Zustand. Aktuell ist die Strecke bis 12. Juli für Instandhaltungsmaßnahmen und Optimierungen gesperrt. Unter anderem werden besonders instandhaltungsarme Brückenlager eingebaut, sodass die Infrastruktur der Schnellfahrstrecke weiterhin leistungsfähig und zuverlässig ist. Die Zugverkehre werden während der Sperrung auf die parallele Strecke umgeleitet. Die Umleitungen sind in den Fahrplänen eingearbeitet.

Hinweis für Redaktionen: Bildmaterial vom ICE-S während der Fahrt sowie vom Termin am Erfurter Hauptbahnhof finden Sie zeitnah in der Mediathek.

27. Juni 2025, 13:00 Uhr
Berlin
Beliebig viele Fahrten in ICE- und IC-Zügen zwischen Freitag, 18 Uhr und Sonntag, 14 Uhr • Flexibel und günstig an allen Juli-Wochenenden reisen

Die Deutsche Bahn (DB) bietet in diesem Sommer eine neue ICE-Flatrate an. Mit dem 44-Stunden-Ticket Young können Reisende bis einschließlich 26 Jahre an allen Juli-Wochenenden für 44 Stunden - zwischen Freitag, 18 Uhr und Sonntag, 14 Uhr – beliebig viele Fahrten innerhalb Deutschlands in ICE- und Intercity-Zügen machen.

Stefanie Berk, Vorständin Marketing und Vertrieb bei DB Fernverkehr: „Junge Menschen fahren gerne umweltfreundlich mit der Bahn und das auch gerne über größere Entfernungen. Für diese Zielgruppe bieten wir ein besonders günstiges Angebot an: das 44-Stunden-Ticket für 44 Euro. Mit dieser ICE-Flatrate können junge Reisende an allen Juli-Wochenenden beliebig viele Fahrten in allen Zügen des Fernverkehrs machen und so spontan, flexibel und deutschlandweit den Sommer genießen.“

Das 44-Stunden-Ticket Young ist ab dem 30. Juni bis zum 27. Juli in der App DB Navigator oder auf bahn.de buchbar. Es ist erhältlich für alle Wochenenden im Juli und gilt in der 2. Klasse.

25. Juni 2025, 09:30 Uhr
Berlin/Hamburg
Weiterentwicklung soll Ressourcen der Industrie und Stabilität von Umleitungsverkehren stärker berücksichtigen • Fortsetzung des Branchendialogs im Juli geplant

Für mehr Qualität und Pünktlichkeit im Zugverkehr treibt die DB InfraGO ihre Planungen für die Korridorsanierung auf hochbelasteten Streckenabschnitten weiter voran. Mit einem heute gestarteten Branchendialog wird die Umsetzung eines wesentlichen Punktes der Koalitionsvereinbarung vorbereitet, der die Anpassung der Korridorsanierungen an die Laufzeit des Sondervermögens festschreibt. Ziel des Dialogs mit Eisenbahnverkehrsunternehmen, Verbänden und Ländern ist es, den bisherigen Zeitplan für die Korridorsanierungen gemeinsam mit allen Beteiligten zu überprüfen und bedarfsgerechte Anpassungen abzuleiten.

Wichtige Prämissen dabei sind Rückmeldungen der Eisenbahnverkehrsunternehmen, u.a. zur Stabilität von Umleitungsverkehren, sowie die Ressourcen der Bauindustrie. Zentrale Erkenntnisse aus dem Pilotprojekt Riedbahn und aus der Vorbereitung der kommenden Korridorsanierungen fließen ebenfalls in die Diskussion mit ein. Ziel des Branchenforums ist die Erarbeitung eines angepassten Vorschlags für eine zeitliche Streckung der Korridorsanierungen bis 2035. Für den 9. Juli ist ein Folgetermin angesetzt.

Sobald die Hinweise und Positionen der Branche eingeflossen sind, wird die DB InfraGO den konsolidierten Vorschlag dem Bundesministerium für Verkehr (BMV) vorlegen, um das finale Konzept abgestimmt mit dem Bund zu verabschieden. Die neue Bundesregierung hat in ihrem Koalitionsvertrag festgeschrieben, das Sanierungskonzept fortlaufend zu überprüfen und anzupassen.

Im Rahmen der Korridorsanierungen bündelt die DB alle erforderlichen Maßnahmen, um den Zustand von Infrastruktur und Bahnhöfen innerhalb weniger Monate gewerkeübergreifend zu verbessern. Auf diese Weise können Synergien genutzt, schnelle Verbesserungen erzielt und die Einschränkungen für Reisende und Güterverkehrsunternehmen im Vergleich zum Bauen bei laufendem Zugbetrieb begrenzt werden. Pilotprojekt war im vergangenen Jahr die Riedbahn zwischen Frankfurt/Main und Mannheim, auf der die DB innerhalb von fünf Monaten zahlreiche Bauarbeiten gebündelt hatte. Die Strecke ist seit 15. Dezember 2024 planmäßig wieder in Betrieb. Ab 1. August dieses Jahres steht die umfassende Erneuerung und Modernisierung der Strecke Hamburg–Berlin an.

24. Juni 2025, 14:30 Uhr
Berlin
Neues Herangehen für bessere Bahnhöfe • DB baut mit klarem Ziel in Serie, schnell und nach neuen Standards • Im laufenden Jahr 100 Zukunftsbahnhöfe in ganz Deutschland und insgesamt Modernisierungen an 950 Bahnhöfen

DB InfraGO wird 2025 weitere 100 Bahnhöfe zu Zukunftsbahnhöfen umgestalten und entsprechend modernisieren. Damit werden Bahnhöfe aus einem Guss saniert, mit klaren und einheitlichen Qualitätsstandards. Sie sind insbesondere für Reisende attraktiv: Zukunftsbahnhöfe bieten besseren Komfort durch mehr Wetterschutz und neue Wartemöbel, eine moderne Reisendeninformation, mehr Barrierefreiheit, bessere Beleuchtung und attraktive Gestaltung sowie moderne Anschlussmobilität. Außerdem spiegeln sie regionale Identität wider. Möglich wird dies durch eine neue gesetzliche Finanzierungsregelung.

Quelle: DB AG/Christian Bedeschinski

An unseren Bahnhöfen überzeugen wir mit passender Reisendenversorgung: Von Snack- und Getränkeautomaten über Food-to-go-Angebote bis hin zu Dienstleistungsangeboten an größeren Bahnhöfen.

Quelle: DB AG/Axel Hartmann

Mit Kapazitätsmaßnahmen optimierten wir die Reisendenverteilung und stärken die Leistungsfähigkeit unserer Bahnhöfe.

Quelle: DB AG/Jörg Bönisch

Wir modernisieren Zuwegungen hell und einladend und setzen Aufenthaltsbereiche mit einem modernen Warteangebot um. Über ansprechende Materialien und angenehme Beleuchtung verbessern wir das Reiseerlebnis. Besonderer Fokus liegt auf der Pflege der historischen Bausubstanz unserer Empfangsgebäude.

An unseren Zukunftsbahnhöfen bauen wir das Angebot an überdachten und sicheren Fahrradabstellanlagen aus. Mit Angeboten wie Fahrradservicestationen stärken wir das Zusammenspiel von Rad und Bahn.

Quelle: DB AG/Christian Bedeschinski

Mit unterschiedlichem Mobiliar und ausreichend Sitzplätzen stärken wir die Aufenthaltsqualität unserer Bahnhöfe – von schlanken Lehnmöbeln für mehr Platz auf den Bahnsteigen über attraktive Warteangebote im Empfangsgebäude.

Quelle: DB AG/Axel Hartmann

Mit attraktivem Wind- und Wetterschutz schaffen wir eine verbesserte, sichere und wettergeschützte Warteatmosphäre am Bahnsteig.

Quelle: DB AG/Axel Hartmann

Wir bauen Stück für Stück die Barrierefreiheit aus.

Quelle: DB AG/SnapArt

 Wir gestalten den Bahnhof sicherer und sauberer: Dafür reinigen wir häufiger und noch zielgenauer und durch zusätzliche Bestreifung fördern wir eine sichere Atmosphäre.

Quelle: DB AG/Jörg Bönisch

Wir möchten die Qualität und das Anlagenalter der baulichen und technischen Anlagen verbessern. Bauliche Anlagen umfassen v. a. die Empfangsgebäude und Bahnsteige. Als technische Anlage verstehen wir z. B. Höhenfördertechnik, Beleuchtung und brandschutztechnische Anlagen.

Quelle: DB AG/Axel Hartmann

Mit Mobilitätshubs sorgen wir nicht nur für eine flexiblere Anschlussmobilität, sondern auch für eine bessere Übersicht der Sharing-Angebote am Bahnhof.

Quelle: DB AG/Christian Bedeschinski

Mit Dienstleistungen im Kontext des Reisebetriebs wie Service-Teams zur Kundeninformation und barrierefreiem Reisen sowie neuen Angeboten an mittleren und kleineren Bahnhöfen verbessern wir das Reiseerlebnis.

Quelle: DB AG/Christian Bedeschinski

Wir erneuern die Reisendeninformation und bauen mehr Anzeiger entlang der Wegekette durch den Bahnhof mit zusätzlichen, detaillierteren Inhalten – wie Zugauslastung und Wagenstand. Mit einer modernen Wegeleitung schaffen wir mehr Orientierung und verbessern den Reisefluss.

Quelle: DB AG/Michael Neuhaus

Gemeinsam mit Kommunen möchten wir die Vorplätze modernisieren und den Bahnhof zu einem einladenden Ort im Quartier machen. Bahnhöfe und Bahnhofsgebäude sind dabei wichtige Orte der Identifikation im Stadtbild.

Elemente der Zukunftsbahnhöfe

„Bei den Zukunftsbahnhöfen haben wir ganz neue Spielräume. Jetzt, da auch die Bahnhofsgebäude in der Förderung berücksichtigt sind, können wir Verkehrsstation, Empfangsgebäude und Umfeld gemeinsam entwickeln“, erklärt Ralf Thieme, Vorstand Personenbahnhöfe DB InfraGO. Den Nordstern - das neue zukunftsfähige Zielbild für Bahnhöfe - haben DB, Eisenbahnbundesamt und das Verkehrsministerium gemeinsam für Fahrgäste und Kund:innen entwickelt. „Bisher konnten wir durch die kleinteilige Finanzierung, die Station, Gebäude und Umfeld als Einzelelemente betrachtet, nur stückweise modernisieren. Das hieß: Immer wieder Einzelbaustellen und für Kund:innen der Eindruck, es wird nie fertig. Das ist jetzt anders. Zukunftsbahnhöfe heißt: Weg vom Stückwerk, hin zur Serienfertigung mit gleichbleibendem Qualitätsniveau für attraktive Stationen.“ 

Carmen Schwabl, Mitglied des Sektorbeirats und Sprecherin der Geschäftsführung der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen mbH (LNVG): „Zukunftsbahnhöfe zeigen, was möglich ist: moderne, kundenfreundliche Stationen als echte Mobilitätsknoten. Jetzt gilt es, diese Innovationen auch weiter voranzubringen – denn ein attraktiver Bahnverkehr braucht überall attraktive Bahnhöfe. Es ist entscheidend, dass das Bundesunternehmen DB InfraGO hierfür zeitnah mit den erforderlichen Ressourcen ausgestattet wird, damit DB InfraGO konkrete Umsetzungsschritte wie Planungen und Bauvergaben tätigen kann.“ 

Hintergrund ist das 2024 novellierte Bundesschienenwegeausbaugesetz (BSWAG). Danach sind Bahnhofsgebäude der DB nun wieder Bestandteil der neuen Finanzierungslogik. Darum geht bei der Sanierung und Modernisierung die DB InfraGO neue Wege. Zukunftsbahnhöfe werden aus einem Guss – also Verkehrsstation, Gebäude und Umfeld – geplant und modernisiert. Dazu bindet die DB Städte und Gemeinden eng ein. 

Quelle: DB AG

Infografik mit Karte: Fertiggestellte Zukunftsbahnhöfe 2024 und 2025 (Stand Mai 2025)

Eigens dafür hat die DB 2024 die Kompetenzstelle Bahnhofsvorplatz und Anschlussmobilität gegründet. Städte und Gemeinden, denen die Vorplätze zumeist gehören, bekommen hier Beratung für Umsetzung und Finanzierung, um gemeinsam für ein attraktives Bahnhofsumfeld sorgen zu können.  

Insgesamt packt die DB 2025 die Modernisierung von rund 950 ihrer 5.400 Bahnhöfe in ganz Deutschland an. Auch bei diesen Modernisierungsprojekten setzt die DB die definierten, hohen Qualitätsstandards um, die für die Zukunftsbahnhöfe entwickelt worden sind. Damit setzt die DB das hohe Modernisierungstempo fort, mit dem es 2024 erstmals gelungen ist, den Alterungsprozess der Infrastruktur zu stoppen. Die Zustandsnote für die Bahnhöfe hat sich leicht von 3,09 auf 3,03 verbessert. Diesen Trend will die DB verstetigen und den Sanierungskurs konsequent weitergehen.  

113 Stationen hat die DB InfraGO bereits 2024 zu Zukunftsbahnhöfen gemacht. In diesem Jahr tragen schon drei Dutzend Stationen das Label Zukunftsbahnhof. An weiteren Stationen wird im Laufe des Jahres gebaut – darunter an zahlreichen Bahnhöfen auf der Strecke Hamburg – Berlin im Zuge der Generalsanierung ab August 2025. Bildunterschrift Header-Foto: v.l.n.r.: Carmen Schwabl, Mitglied des Sektorbeirats und Sprecherin der Geschäftsführung der Landesnahverkehrsgesellschaft Niedersachsen mbH (LNVG), Adrian Bernhardt, Projektleiter Zukunftsbahnhof, DB InfraGO AG, Inga Schlichting, Leiterin Produkt- und Portfoliomanagement Personenbahnhöfe und Leiterin des Bereichs Vorplatz und Anschlussmobilität, Ralf Thieme, Vorstand Personenbahnhöfe DB InfraGO

Ende des oberhalb befindlichen Videos

16. Juni 2025, 11:15 Uhr
Gerolstein
20 Brücken, betroffene Stationen und 10 Kilometer Bahndamm erneuert • Gesamte Leit- und Sicherungstechnik modernisiert inklusive Bau von zwei elektronischen Stellwerken • Arbeiten für Elektrifizierung gehen weiter • Bausperrungen ab 24. August in verschiedenen Abschnitten erforderlich • Inbetriebnahme und dauerhafter Zugverkehr im Laufe des Jahres 2028

Gute Nachrichten für die Menschen in der Eifel: Knapp vier Jahre nach der Flutkatastrophe fahren seit heute erstmals wieder durchgängig Züge von Gerolstein bis Köln. Dafür hat die Deutsche Bahn (DB) im Schulterschluss mit den Ländern Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen, den Gemeinden sowie den Aufgabenträgern im Personennahverkehr die von den Wassermassen stark beschädigte Strecke zwischen Hürth-Kalscheuren und Trier wiederaufgebaut. Anlässlich des Zugstarts trafen sich Vertretende von Deutscher Bahn und Politik vor Ort am Bahnhof Gerolstein, um dieses für die Region wichtige Ereignis zu feiern und den besonderen Einsatz aller Beteiligten zu würdigen.

DB-Vorstandsvorsitzender Dr. Richard Lutz: „Heute fahren erstmals seit der schrecklichen Flutkatastrophe vor vier Jahren wieder Züge zwischen Gerolstein und Köln. Das ist ein wichtiger Meilenstein auf diesem Weg und ein echter Grund zur Freude. Zusammen mit allen Beteiligten haben wir bereits viel geschafft und Gleise, Brücken, Bahnhöfe und Stellwerkstechnik wiederhergestellt oder komplett erneuert. Das gibt uns Rückenwind für das, was nun noch vor uns liegt. Wir wissen, dass sich die Menschen hier vor Ort sehnlich wünschen, dass die Zeit des Ersatzverkehrs ein Ende hat. Wir setzen daher alles daran, mit den noch ausstehenden Arbeiten für die Elektrifizierung so schnell es geht fertig zu werden. Spätestens im Jahr 2028 profitieren die Eifel und die Region dauerhaft von einem umweltfreundlichen und attraktiven Bahnverkehr.“

Bundesminister für Verkehr Patrick Schnieder: „Unser Ziel ist es, die Zukunft der Eifelstrecke als zentrale Verkehrsachse des Personen- und Güterverkehrs mit regionaler und überregionaler Bedeutung für Mobilität, Wirtschaft und Tourismus sicherzustellen. Die heutige Wiedereröffnung des Zugverkehrs auf dem Streckenabschnitt von Gerolstein nach Köln stellt dafür einen weiteren wichtigen Schritt dar. Noch attraktiver wird die Strecke dann durch die Elektrifizierung, für die ich mich seit Jahren eingesetzt habe. Auch wenn damit noch einmal Beeinträchtigungen für die Fahrgäste in der Region einhergehen, bin ich sicher, dass sich die Geduld am Ende auszahlen wird.“

Katrin Eder, Ministerin für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität des Landes Rheinland-Pfalz: „Mit der Wiederaufnahme des durchgehenden Bahnverkehrs von Gerolstein nach Köln haben wir einen wichtigen Meilenstein erreicht. Dennoch bleibt auf der Eifelstrecke noch einiges zu tun. Die Elektrifizierung der Strecke, deren Umsetzung bereits begonnen hat, bedeutet sowohl vom Bauumfang als auch vom Finanzvolumen einen Kraftakt. Wir wissen, die Menschen in der Eifel werden einen langen Atem brauchen. Aber es wird sich lohnen: Die Elektrifizierung bietet Chancen für die Unternehmen in der Region und für die Menschen bessere und bequemere Reisezeiten.“

Jean-Paul Lickes, Direktor für Mobilität, Verkehr und Transportinfrastruktur, Erster Regierungsberater Großherzogtum Luxemburg: „Das Projekt der Erneuerung und des Ausbaus der Eifelstrecke wird zukünftig eine bessere Anbindung Luxemburgs über Trier an Köln und das weitere deutsche Bahnnetz ermöglichen.“

Verbandsvorsteher Zweckverband SchienenPersonenNahVerkehr Rheinland-Pfalz Nord Achim Hallerbach: „Als Zweckverband SPNV-Nord ist es unser Auftrag, Mobilität zu ermöglichen – verlässlich, nachhaltig und nah an den Menschen. Dass nun endlich wieder Züge auf dieser wichtigen Strecke rollen, ist ein starkes Zeichen an die Region: Ihr seid nicht abgehängt. Ihr gehört in die Mitte dieses Landes. Ich danke allen, die diesen Schritt möglich gemacht haben – für ihren langen Atem, ihre Beharrlichkeit. Und ich danke besonders den Fahrgästen in der Region – für ihre Geduld und ihr Vertrauen in den SPNV.“

Dr. Norbert Reinkober, Geschäftsführer go.Rheinland: „Ich freue mich sehr, dass wir in den von der Flutkatastrophe so stark betroffenen Gebieten die Eisenbahnstrecken so schnell modernisieren konnten, dass nun wieder Züge durch die Eifel rollen können. Der Wiederaufbau wurde zeitgleich dazu genutzt, die Strecke aufzuwerten. Das ging nur, weil alle Beteiligten partnerschaftlich und mit großem Engagement Hand in Hand gearbeitet haben. Bereits in wenigen Jahren werden hier elektrisch angetriebene Züge eingesetzt werden können. Diese werden der Qualität im Betrieb einen ordentlichen Schub verleihen und die Attraktivität der Eifelstrecke deutlich steigern.“

Infografik mit Zahlen und Daten zum Wiederaufbau der Eifelstrecke
Die Grafik präsentiert eine detaillierte Zusammenfassung des Fortschritts des Wiederaufbaus und der Elektrifizierung der Eifelstrecke bis Juni 2025. Sie fasst die in der Pressemitteilung enthaltenen Informationen über den Fortschritt der Bauarbeiten und die wesentlichen Entwicklungen auf der Strecke (Gleisarbeiten, Entwässerung, Weichen und Schotter, Brücken, Stationsmodernisierung, Sicherungstechnik und Elektrifizierung) zusammen.
Infografik mit Zahlen und Daten zum Wiederaufbau der Eifelstrecke
Quelle: Deutsche Bahn AG

Die Mitarbeitenden von DB und beauftragten Firmen stellten in den vergangenen Jahren die betroffenen Stationen, mehr als 20 Brücken und Stützbauwerke sowie 10 Kilometer Bahndamm wieder her und modernisierten auf der rund 160 Kilometer langen Strecke die gesamte Leit- und Sicherungstechnik. Für einen verlässlichen, flexiblen Bahnverkehr errichteten sie in Gerolstein und Euskirchen zwei moderne elektronische Stellwerke. Zudem haben die Bauteams für die jetzt möglichen Zugfahrten Flutschäden an 24 Bahnübergängen behoben, diese technisch erneuert und mit über 200 Signalen an die neuen Stellwerke angeschlossen. Die Züge zwischen Gerolstein und Köln können somit wieder durchgehend über die Eifelstrecke fahren. Damit reisen Fahrgäste und Besucher:innen in den touristisch stark frequentierten Sommermonaten und den Ferien komfortabel mit der Bahn.

Neben dem Wiederaufbau der Infrastruktur hat die DB im vergangenen Herbst mit den Arbeiten für die Elektrifizierung begonnen. Dafür sind abschnittsweise ab dem 24. August weitere Bausperrungen erforderlich. Ein dauerhafter durchgehender Zugverkehr auf der Eifelstrecke ist nach jetzigem Stand voraussichtlich im Verlauf des Jahres 2028 möglich. Die Elektrifizierung finanzieren die Länder Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen.

Wiederaufbau und Elektrifizierung der Strecke zwischen Hürth-Kalscheuren und Trier zahlen auf das DB-Sanierungsprogramm S3 ein. Mit diesem will die DB die Leistungsfähigkeit der Schiene wiederherstellen. Ziel ist es, das Kundenerlebnis durch eine höhere Pünktlichkeit, Verlässlichkeit und weniger Störungen deutlich zu verbessern.

Hinweis für Redaktionen:

Aktuelles Bildmaterial zum Termin in Gerolstein veröffentlicht die DB in ihrer Mediathek.Weitere Informationen unter: www.eifel-strecke.de

Bildunterschrift: Von links: Dr. Norbert Reinkober, Geschäftsführer go.Rheinland; Achim Hallerbach, Verbandsvorsteher SPNV-Rheinland-Pfalz Nord; Dr. Richard Lutz, DB-Vorstandsvorsitzender; Patrick Schnieder, Bundesverkehrsminister; Katrin Eder, Ministerin für Klimaschutz, Umwelt, Energie und Mobilität des Landes Rheinland-Pfalz; Jean-Paul Lickes, Direktor für Mobilität, Verkehr und Transportinfrastruktur und Erster Regierungsberater Großherzogtum Luxemburg.

13. Juni 2025, 10:30 Uhr
Hamburg
Fahrgäste profitieren von innovativen Ideen • Begehbares Modell der S-Bahn der Zukunft • KI-basierter Ticketverkauf dank Software „Kiana“

Die Deutsche Bahn (DB) zeigt auf dem Mobilitätskongress „UITP Summit“ in Hamburg vom 15. bis 18. Juni die Welt des modernen öffentlichen Personennahverkehrs. „Unterwegs für alle“ lautet das Motto des Standes, auf dem die DB Innovationen für den ÖPNV vorstellt. Moderne Fahrzeuge, Echtzeitauslastungsanzeigen oder der Einsatz von künstlicher Intelligenz sollen die Bedürfnisse der Reisenden noch besser erfüllen.

Die S-Bahn Hamburg präsentiert auf dem UITP Summit ein innovatives Konzept für die S-Bahn der Zukunft – den „IdeenzugUrban“ im Maßstab 1:1. Breitere Türen und eine intelligente Sitzanordnung erleichtern den Ein- und Ausstieg. Intuitive Anzeigeelemente verbessern die Orientierung, Bluetooth-Anbindungen für Hörgeräte setzen neue Maßstäbe für barrierefreie Mobilität und die Fahrgastinformation. Solarmodule auf dem Dach speisen erzeugten Strom ins Netz ein.

Darüber hinaus stellt DB Regio das Konzept „S-Bahn 2029+“ vor. Die DB hat für den S-Bahn-Betrieb in den Metropolen erstmals ein Fahrzeugkonzept entwickelt, in das Bedürfnisse der Fahrgäste und jahrzehntelange Erfahrung aus dem S-Bahn-Betrieb eingeflossen sind. Das Projekt hat das Ziel, den neuen Standard für die S-Bahn der Zukunft zu setzen. Je nach Anforderungen und Wünschen in der jeweiligen Metropole lässt sich die S-Bahn 2029+ modular anpassen.

Wie künstliche Intelligenz beim Ticketverkauf zum Einsatz kommen kann, stellt DB Vertrieb mit dem Projekt „Kiana“ vor. Kiana kann KI-basiert Tickets verkaufen und Fahrgäste beraten, und zwar rund um die Uhr – unabhängig von Öffnungszeiten und Standorten. Kiana kann sich mit den Fahrgästen verständigen und so das passende Ticket für sie anbieten. Die virtuelle Assistenz eignet sich insbesondere als Ergänzung zu regulären Reisezentren oder an Standorten, an denen es keinen Schalterverkauf gibt. Kiana spricht aktuell Deutsch und Englisch, weitere Sprachen folgen.

Der Internationale Verband für öffentliches Verkehrswesen (franz.: Union Internationale des Transports Publics, UITP) veranstaltet den UITP Summit vom 15. bis 18. Juni auf dem Messegelände in Hamburg. Zu weiteren Ausstellungsstücken des Standes der DB gehören unter anderem ein Fahrzeug des Projekts KIRA (KI-basierter Regelbetrieb autonomer On-Demand-Verkehre), das die DB mit Partnern derzeit im Rhein-Main-Gebiet im Praxisbetrieb erprobt, oder die Echtzeitauslastungsanzeige Lightgate.

Einen Überblick über alle Exponate der DB auf dem UITP Summit finden Sie unter: event.deutschebahn.com

12. Juni 2025, 07:45 Uhr
Berlin
Forschungs- und Entwicklungsprojekt „Gigabit Innovation Track XT“ (GINT XT) gestartet • Sektorübergreifendes Projekt erarbeitet Grundlagen fürs Highspeed-Internet für Bahnreisende • Erstmals gemeinsame Infrastruktur für alle vier Mobilfunknetzbetreiber

Mit kompakten Mobilfunkmasten direkt am Gleis soll Highspeed-Internet im Zug Wirklichkeit werden. Erstmals arbeiten dafür alle vier deutschen Mobilfunkanbieter gemeinsam in einem Forschungs- und Entwicklungsprojekt; es wird vom Bundesminister für Digitales und Staatsmodernisierung (BMDS) gefördert. Das Projektkonsortium bilden die Deutsche Bahn (DB), die Mobilfunkunternehmen 1&1, Deutsche Telekom, O2 Telefónica und Vodafone, der Funkmastbetreiber Vantage Towers, der Netzwerkausrüster Ericsson sowie das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und die Regio Infra Nord-Ost (RIN). GINT XT baut auf den Ergebnissen des Projekts „Gigabit Innovation Track“ (GINT) aus dem Jahr 2024 auf und erweitert sowohl den Kreis der Partner als auch die Arbeitsschwerpunkte.

Eine rund zwölf Kilometer lange Strecke der RIN in Mecklenburg-Vorpommern ist Deutschlands bislang einzige Gigabit-Teststrecke. Die bisherigen GINT-Projektpartner DB, Ericsson, O2 Telefónica und Vantage Towers hatten dort im Jahr 2024 Tests zu Gigabit-Verbindungen zwischen Zug und Land durchgeführt. Nur wenige Meter neben den Gleisen sind dort im Abstand von jeweils etwa einem Kilometer Funkmasten aufgebaut, wie sie in den kommenden Jahren für den zukünftigen Bahnfunk FRMCS (Future Railway Mobile Communication System) entlang der Bahnstrecken aufgestellt werden müssen. Diese Masten könnten auch für Mobilfunk- und Datenverbindungen für Fahrgäste genutzt werden.    

Dr. Karsten Wildberger, Bundesminister für Digitales und Staatsmodernisierung: „Highspeed-Internet in der Bahn darf kein Zukunftstraum bleiben. Für einen modernen Staat muss es selbstverständlich sein, dass die Menschen auch im Zug ohne Einschränkungen das Internet zum Arbeiten, Streamen und Telefonieren nutzen können. Damit dies gelingt, sind komplexe technische Herausforderungen zu meistern. Mit dem Projekt ,Gigabit Innovation Track XT‘ hat das Verkehrsministerium mit den beteiligten Unternehmen echte Pionierarbeit geleistet und gezeigt, was man gemeinsam erreichen kann. Das ist auch für unsere Mission das wichtigste Signal. Wenn alle an einem Strang ziehen, kommen wir auch vom Plan in die Umsetzung!“

Dr. Daniela Gerd tom Markotten, Vorständin für Digitalisierung und Technik der Deutschen Bahn AG: „Im vergangenen Jahr haben die GINT-Partner in Rekordzeit eine Teststrecke mit gleisnahen Mobilfunkmasten aufgebaut. Jetzt untersuchen erstmals alle deutschen Mobilfunkunternehmen entlang dieser Teststrecke, wie eine Gigabitversorgung gelingen kann. Denn das wollen die Menschen: Während der Bahnreise im Zug arbeiten, an Videokonferenzen teilnehmen oder telefonieren. Gemeinsam werden wir diesem Anspruch gerecht!”

Wie Highspeed-Verbindungen für Bahnreisende gelingen, erproben die Partner jetzt im Forschungs- und Entwicklungsprojekt „Gigabit Innovation Track XT“ (GINT XT). Gemeinsam wollen sie technologieoffen künftige Lösungsoptionen für schnelle und leistungsfähige Mobilfunkverbindungen für Bahnreisende ausarbeiten und verproben. Tests und Hochrechnungen von DB, Ericsson, O2 Telefónica und Vantage Towers in dem Mastenkorridor im Jahr 2024 hatten nahegelegt, dass Gigabit-Datenraten zwischen Zug und Land möglich wären, wenn dafür die 5G-Frequenzen aller Mobilfunkanbieter bei 3,6 GHz genutzt werden.

Im Forschungs- und Entwicklungsprojekt GINT XT wollen die Mobilfunkanbieter und ihre Partner jetzt erproben, wie sich Basisstationen, Software und Antennen – das sogenannte Radio Access Network (RAN) – durch alle vier Mobilfunknetzbetreiber gemeinsam nutzen lassen. Dabei setzt das Projektkonsortium auf 5G- und weitere innovative Mobilfunktechnologien. Gefunkt wird für die leistungsfähigen Datenverbindungen vorrangig im Frequenzbereich von 3,6 Gigahertz; ergänzend werden sowohl niedrigere Frequenzen mit größerer Reichweite als auch noch höhere Frequenzbereiche getestet. Auch die Verträglichkeit des öffentlichen Mobilfunks mit dem künftigen Bahnfunk FRMCS wird untersucht.

Ziel der gemeinsamen Forschung sind technische Lösungen zur Ausleuchtung der Bahnstrecke Hamburg–Berlin. Sie soll Deutschlands Innovationsstrecke für Mobilfunk mit Gigabit-Datenraten im Zug werden. Eine Absichtserklärung zur technologieoffenen Erprobung, Entwicklung und Anwendung eines Versorgungskonzepts „5G am Gleis“ hatten die Deutsche Bahn (DB), die Mobilfunkunternehmen 1&1, Deutsche Telekom, O2 Telefónica und Vodafone sowie der Bund im Oktober 2024 unterzeichnet. Die DB nutzt die anstehende Generalsanierung der Bahnstrecke, um entlang der Gleise einen Mastenkorridor und weitere Infrastruktur für FRMCS aufzubauen. FRMCS ersetzt bis 2035 europaweit den heutigen Bahnfunk GSM-R.

Masten und Versorgungscontainer sowie die Strom- und Datenleitungen, die für FRMCS errichtet werden, stellt die DB Mobilfunkunternehmen für die Erprobung und Ausleuchtung der Strecke mit Mobilfunk für die Fahrgäste bereit. Mit den Erkenntnissen aus dem Forschungs- und Entwicklungsprojekt GINT XT wird bewertet, ob die FRMCS-Infrastruktur synergetisch auch für öffentlichen Mobilfunk genutzt werden könnte. 

Hinweis für die Redaktionen:

Aktuelles Bildmaterial finden Sie in unserer DB Mediathek.

Zitate hochrangiger Vertreter:innen der Partner im Projekt GINT XT sowie weitere Informationen zu GINT XT finden Sie zum Download in der Randspalte. 

Zitatgeber:innen sind

  • Michael Martin, CEO der 1&1 Mobilfunk GmbH
  • Abdu Mudesir, Geschäftsführer Technologie der Telekom Deutschland
  • Markus Haas, CEO O2 Telefónica
  • Marcel de Groot, CEO Vodafone
  • Prof. Dr. Gert Bikker, Direktor Schienensystemtechnik am Institut für Verkehrssystemtechnik beim Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt
  • Daniel Leimbach, Geschäftsführer der Ericsson GmbH
  • Sonia Hernandez, Chief Commercial Officer der Vantage Towers AG

10. Juni 2025, 11:00 Uhr
Frankfurt/Koblenz
Rundfahrten mit historischen Nahverkehrszügen • Mitfahreisenbahnen, Fahrzeugparade und Fahrten mit dem Adler-Zug • abwechslungsreiches Programm für Kinder und Familien

Am Wochenende vom 14. und 15. Juni 2025 lädt das DB Museum in Koblenz wieder zum traditionellen Sommerfest ein. Auf dem Programm stehen unter anderem eine große Lokparade am Samstag, Fahrten mit dem Adler-Zug, eine Ausstellung mit rund 100 Fahrzeugen sowie Sonderfahrten mit dem legendären „Trans Europ Express“ (kurz TEE) – ein Muss für Eisenbahnfans!

Dr. Oliver Götze, Direktor des DB Museums: „Auch in diesem Jahr bieten wir unseren Gästen aus dem In- und Ausland ein sehr abwechslungsreiches Fest mit zahlreichen Höhepunkten für kleine und große Eisenbahnfans. Neben der Fahrzeugparade gehören die Adlerfahrten und die Rundfahrten am Sonntag zu meinen persönlichen Highlights.“

Große Fahrzeugparade mit heimischen Lokomotiven und Gastfahrzeugen

Ein erster Höhepunkt des Koblenzer Sommerfests erwartet die Gäste gleich am Samstag, 14. Juni um 14 Uhr. Bei einer rund zweistündigen Lokparade wird eine abwechslungsreiche Auswahl heimischer Fahrzeuge und Gastlokomotiven präsentiert und live kommentiert. Dabei wird es in diesem Jahr zwei kleine Überraschungen geben, die im Vorfeld nicht verraten werden. Die Auflistung der Fahrzeuge wird rechtzeitig auf der Museums-Webseite bekannt gegeben - alle Angaben sind ohne Gewähr.

Rundfahrten, Fahrten mit dem Adler-Zug und ein buntes Programm für Kinder

Neben der Fahrzeugparade bietet das Sommerfest in Koblenz ein abwechslungsreiches Programm für Eisenbahnfans, Kinder und Familien. Ein besonderes Highlight sind auch in diesem Jahr die Führerstandsmitfahrten auf verschiedenen Lokomotiven. Fahrten mit dem Adler-Zug machen Eisenbahngeschichte zudem hautnah erlebbar. Der betriebsfähige Nachbau, der im 19. Jahrhundert verschollenen Originallokomotive „Adler“, wurde 1935 anlässlich der Hundertjahrfeier der deutschen Eisenbahn angefertigt und wird auch in diesem Jahr eigens aus Nürnberg zum Sommerfest nach Koblenz gebracht.

Aufgrund der großen Nachfrage im letzten Jahr werden zudem am Sonntag, 15. Juni wieder Rundfahrten um Koblenz in historischen Nahverkehrszügen angeboten! Die zwei- bzw. dreistündigen Fahrten starten und enden im DB Museum; Tickets können direkt vor Ort erworben werden.

Auch kleine Eisenbahnfans kommen beim Sommerfest auf ihre Kosten: Das gesamte Wochenende steht Kinderschminken auf dem Programm. Eine Lokausstellung an der Drehscheibe, verschiedene Vorführungen der Modellbahn-Anlagen, Zugsimulatoren, Mitfahr-Eisenbahnen und ein vielfältiges gastronomisches Angebot runden das Programm an beiden Tagen ab.

Mit dem lokbespannten Museums-TEE zum Sommerfest nach Koblenz

TEE – die drei Buchstaben standen 30 Jahre lang für komfortables und schnelles Reisen auf der Schiene. Die luxuriösen Züge verbanden ab Ende der 1950er Jahre die wichtigsten europäischen Großstädte und ermöglichen bis heute ihren Fahrgästen eine glamouröse Reise in die Vergangenheit. Zum Sommerfest in Koblenz setzt das DB Museum einen lokbespannten TEE-Zug der 1980er Jahre ein, der entlang seiner früheren Route verkehren wird. Am Samstag, 14. Juni fährt der Sonderzug von Köln zum DB Museum nach Koblenz, am Sonntag, 15. Juni verkehrt der TEE von Aschaffenburg u.a. über Hanau, Frankfurt Süd und Mainz zum Sommerfest und zurück. Beide Fahrten sind bereits ausgebucht.

An- und Abreise mit kostenlosen Pendelzügen ab Koblenz Hauptbahnhof

An beiden Tagen pendelt zudem ein kostenloser Museums-Zug zwischen Hauptbahnhof Koblenz, Stadtmitte und DB Museum (Schönbornsluster Str. 14, 56070 Koblenz). Der Pendelzug wird aus historischen Fernverkehrswagen gebildet, um schon bei der Anreise einen stimmungsvollen Einstieg zu ermöglichen.

Auch eine Anreise mit dem ÖPNV ist möglich: Vom Bahnhof Koblenz-Lützel sind es zu Fuß zirka 2 km bis zum DB Museum. Vom Busbahnhof Koblenz Hauptbahnhof fährt die Buslinie 30 bis Rheinkaserne bzw. DB Museum. Von dort führt ein ausgeschildeter Fußweg ca. 300 m zum DB Museum. Vor Ort sind keine Parkplätze vorhanden!

Servicehinweise

Samstag, 14. Juni und Sonntag, 15. Juni 2025, jeweils von 10 bis 18 Uhr

  • Erwachsene: 6,00 Euro
  • Kinder (4 bis 17 Jahre): 3,00 Euro
  • Familienkarte: 15,00 Euro

Für Führerstandsmitfahrten, Adler-Fahrten, Rundfahrten und die Mitfahr-Eisenbahnen werden zusätzliche Tickets benötigt, die ausschließlich vor Ort erworben werden können.

Alle Programmpunkte und Informationen ohne Gewähr. Tagesaktuelle Programmänderungen und Informationen unter dbmuseum.de/sommerfest.

Deutsche Bahn Stiftung und DB Museum

Die Deutsche Bahn Stiftung wurde 2013 als gemeinnützige GmbH von der Deutschen Bahn AG gegründet und ist deutschlandweit in den Schwerpunkten Bildung, Integration und Ehrenamt aktiv. Mit dem DB Museum und seinen Standorten in Nürnberg, Koblenz und Halle (Saale) gehört zudem das weltweit älteste Eisenbahnmuseum zur Stiftung. Mit seinem umfangreichen Angebot und einer Fülle an Exponaten bewahrt es das historische Erbe der Eisenbahn in Deutschland und stärkt den Bildungsschwerpunkt der Stiftung.

Mehr unter: dbmuseum.de und deutschebahnstiftung.de

06. Juni 2025, 13:30 Uhr
Cottbus
Deutsche Bahn hat wieder einen Botschafter für Cottbus/Chóśebuz und die Lausitz in ihrer Flotte • Zweite Instandhaltungshalle wächst • „Sinnbild für den erfolgreichen Strukturwandel in der Lausitz“

Stolze 22 Jahre war ein ICE 2 der Deutschen Bahn (DB) mit Wappen und Namen der Stadt Cottbus auf Deutschlands Schienen unterwegs. Jetzt übernimmt ein hochmoderner zwölfteiliger ICE 4 der DB die Aufgabe des rollenden Botschafters für die Stadt am Rande des Spreewalds.

Regionaltypisch mit Spreewälder Gurkenwasser wurde der ICE-Triebzug 9009 im neuen Werk der DB in Cottbus/Chóśebuz getauft. Brandenburgs Ministerpräsident Dr. Dietmar Woidke, der Cottbuser Oberbürgermeister Tobias Schick, Dr. Daniela Gerd tom Markotten, DB-Vorständin für Digitalisierung und Technik, und Angelina Tantow, Fahrzeuglackiererin in Ausbildung im neuen Werk Cottbus, enthüllten gemeinsam das Stadtwappen und Schriftzug „Cottbus / Chóśebuz“. Diese sind jetzt rechts und links an beiden Spitzen des rund 350 Meter langen ICE zu sehen.

Die Zugtaufe fand im Anschluss an die Sitzung der Taskforce „Bahnstandort Cottbus“ statt, bei der die Fortschritte für den Eisenbahnverkehr in der Lausitz auf der Agenda standen. Der Bau der zweiten Instandhaltungshalle für die ICE 4-Flotte schreitet planmäßig und mit Hochdruck voran. Die zukünftigen Konturen und Ausmaße sind bereits deutlich zu erkennen, und die Halle wächst Stück für Stück weiter. Ende 2026 soll die Halle fertiggestellt sein. Einen sehr wichtigen Beitrag leisten dafür die vielen regionalen Unternehmen, die sich tatkräftig am Bau beteiligen.

Dr. Dietmar Woidke, Ministerpräsident des Landes Brandenburg: „Ein erfreulicher Anlass zur ersten Sitzung der Task Force in diesem Jahr und seit der Regierungsbildung: Ich freue mich sehr, dass ein so hochmoderner ICE 4 deutschlandweit Werbung für Cottbus macht! Die Lausitz-Metropole ist auf dem besten Weg in die Zukunft: mit dem neuen Instandhaltungswerk für den ICE 4 als ,Zugmaschine‘ für den Lausitzer Strukturwandel, der Universitätsmedizin, dem Lausitz Science Park und vielen weiteren Investitionen. Mitwachsen mit den Projekten muss auch die Verkehrsinfrastruktur. Deshalb ist es mir so wichtig, dass wir die Arbeit in der gemeinsamen Task Force in der neuen Legislaturperiode fortsetzen – für die planmäßige Fertigstellung der zweiten Halle des Bahnwerks bis Ende 2026, aber vor allem auch für die schnellstmögliche Umsetzung der Projekte im Schienenverkehr. Insbesondere die Strecke Lübbenau-Cottbus muss vordringlich weiter ausgebaut werden, damit sie wie geplant im Jahr 2027 in Betrieb genommen werden kann. Dafür setze ich mich auch bei der neuen Bundesregierung ein.“

Dr. Daniela Gerd tom Markotten, Vorständin für Digitalisierung und Technik der Deutschen Bahn: „Der ICE 4 ist komfortabler, energiesparender und digitaler als die vorherigen ICE-Generationen. Dass nun ein Zug dieser neuen Generation ,Cottbus/Chóśebuz‘ heißt, steht sinnbildlich für den erfolgreichen Strukturwandel in der Lausitz. Da alle 137 ICE 4 der DB-Flotte für die schwere Instandhaltung in die Lausitz kommen, schlägt hier das Herz des ICE 4. Deshalb trägt jetzt ein Zug dieser Baureihe den Namen unseres Werksstandorts ins Land hinaus."

Tobias Schick, Oberbürgermeister der Stadt Cottbus: „Wann wenn nicht jetzt. Wo wenn nicht hier. Wer wenn nicht wir. So heißt es in einem Liebeslied, und diese Zugtaufe ist eine Liebeserklärung an den traditionsreichen Bahnstandort hier in Cottbus/Chóśebuz. Sie macht uns stolz, und sie lässt uns weiter davon träumen, dass die ICE-Flotte künftig nicht ausschließlich zur Instandsetzung nach Cottbus/Chóśebuz kommt.“

Der ICE 4 „Cottbus/Chóśebuz“ hatte für die turnusgemäße schwere Instandhaltung, die sogenannte IS700, für rund drei Wochen in der Werkshalle gestanden. In dieser Zeit haben die Techniker:innen die Drehgestelle an allen zwölf Wagen ausgetauscht, die Klimaanlagen gewartet, Türen und Schiebetritte überprüft und nachjustiert und weitere Arbeiten erledigt.

Hinweis für Redaktionen: Aktuelles Bildmaterial finden Sie in unserer DB Mediathek.

02. Juni 2025, 11:00 Uhr
Berlin
DB gedenkt der Opfer • Zahlreiche Sicherheitsmaßnahmen seit 2022 umgesetzt

Am 3. Juni 2025 jährt sich der tragische Zugunfall in Garmisch-Partenkirchen zum dritten Mal. Die DB gedenkt der Opfer dieses Unfalls und spricht den Angehörigen sowie allen Betroffenen erneut ihr aufrichtiges Mitgefühl aus.

Seit Sommer 2022 hat die DB zahlreiche Maßnahmen umgesetzt, um die Sicherheit des Bahnverkehrs weiterhin zu gewährleisten: Mit einem umfassenden Schwellenaustauschprogramm wurde ein Großteil aller schadgeneigten Betonschwellen präventiv aus dem Netz entfernt und damit erheblich zur Sicherheit und Verlässlichkeit des Netzes beigetragen. Als Konsequenz tauschte die DB bundesweit bereits mehr als 1,7 Millionen Schwellen aus.

Die DB hat zudem einen Kreis interner und externer Expert:innen eingerichtet, um mögliche weitere präventive Maßnahmen zur Instandhaltung von Betonschwellen fortlaufend zu prüfen. Die Regularien zur Überwachung von Betonschwellen wurden fortlaufend verschärft. Erkenntnisse aus den bisherigen Inspektionen und Untersuchungen hat die DB zum Anlass genommen, um die bereits hohen Standards der bestehenden Inspektions- und Instandhaltungsprozesse auszuweiten: Demnach gelten strengere Kriterien zur Klassifizierung schadhafter Betonschwellen. Zudem finden laufend Schulungs- und Sensibilisierungsmaßnahmen statt, um das Bewusstsein für identifizierte Risiken zu stärken. Weitere Verbesserungen der Organisation und Prozesse der Instandhaltung werden derzeit erarbeitet und umgesetzt. 

Die DB hat den Zugunfall zum Anlass genommen, eine unabhängige interne Untersuchung durch eine externe Anwaltskanzlei durchzuführen. Die interne Untersuchung klärt die Hintergründe des Zugunfalls umfassend und objektiv auf und schafft die Grundlage für die Weiterentwicklung des Instandhaltungsregimes und des Unternehmens.

Nach wie vor kooperiert die DB umfassend mit den untersuchenden Behörden und nimmt deren Erkenntnisse als weitere Grundlage zur Identifikation von Verbesserungsmöglichkeiten.