Wettbewerbskennzahlen 2020/2021

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Der Bahntower in Berlin, Potsdamer Platz - mit Blick auf den Reichstag

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Wettbewerbskennzahlen 2020/2021


Der Bericht zeigt auf, wie sich die Verkehrsmärkte entwickelt haben, beleuchtet den Wettbewerb und liefert Daten zur Umwelt- und Klimabilanz. Hier einige Auszüge:

  • Corona-Pandemie dominiert Verkehrsentwicklung
    2020 hatten alle Verkehrsträger in Deutschland sinkende Verkehrsleistungen zu verzeichnen. Besonders betroffen war der Personenverkehr. Hier betrug der Rückgang 17%. Im Güterverkehr lag das Minus bei 3,7%.
  • Öffentlicher Personenverkehr verliert Marktanteile
    Kontakt- und Reisebeschränkungen zur Eindämmung der Pandemie und das Bedürfnis nach sozialer Distanzierung haben vor allem den öffentlichen Verkehr belastet. Größter Verlierer war der innerdeutsche Luftverkehr. Sein Marktanteil sank 2020 auf 0,3% (2019: 0,9%). Der öffentliche Straßenpersonenverkehr erreichte einen Anteil von 5% (2019: 6,5%), die Schiene von 6,3% (2019: 9,3%). Der motorisierte Individualverkehr steigerte seinen Marktanteil um 5,1 Prozentpunkte auf 88,4%.
  • Straßengüterverkehr verbessert Wettbewerbsposition
    Bei insgesamt rückläufigen Verkehrsleistungen im Güterverkehrsmarkt (-3,7%) konnte die Straße 2020 ihren Marktanteil auf 72,7% ausbauen (2019: 71,6%). Der Marktanteil der Schiene sank auf 17,9% (2019: 18,5%). Neben der negativen Wirtschaftsentwicklung war die Binnenschifffahrt 2020 erneut von Niedrigwasser betroffen. Ihr Marktanteil fiel auf 6,9% (2019: 7,3%).
  • Intramodaler Wettbewerb weiter dynamisch
    2020 konnten die Wettbewerber der DB ihren Marktanteil im Schienenpersonennahverkehr auf geschätzt 39% der bestellten Zugkilometer erhöhen (2019: 36%). Im Schienengüterverkehr lag der Marktanteil der Wettbewerber mit 56,7% leicht unter dem Vorjahreswert von 56,8%. Die Betriebsleistung aller Bahnen auf dem Schienennetz der DB sank 2020 um 2,2% auf 1.066 Millionen Trassenkilometer. Mit etwa 385 Millionen Trassenkilometern stieg der Anteil der konzernexternen Bahnen auf 36,2% (2019: 33,8%).
  • 2021 wieder Wachstum  
    2021 – mit zunehmendem Impffortschritt und im Zuge der wirtschaftlichen Erholung -wachsen die Verkehrsleistungen wieder. Schätzungen gehen für den Schienenpersonenverkehr von rund 1,5% Zuwachs aus, für den motorisierten Individualverkehr von rund 7%. Im Güterverkehr liegt das prognostizierte Wachstum für die Schiene mit rund 7,5% über dem der Straße (rund 5%). Die Verkehrsleistung im Schienenpersonenverkehr wird voraussichtlich 2023 wieder auf Vorkrisenniveau liegen. Im Schienengüterverkehr könnte der Vorkrisenwert bereits 2021 erreicht werden.
  • Schiene ist Garant für Klimaschutz
    2021 hat die EU ihr Ziel zur Treibhausgasreduzierung bis 2030 von 40% auf 55% angehoben (gegenüber 1990). In Deutschland heißt das neue Klimaziel 65% Reduktion (vorher: 55%). Weniger als 0,5% der verkehrsbedingten Treibhausgasemissionen in der EU entfallen auf den Schienenverkehr. Die Verkehrsverlagerung auf die grüne Schiene bleibt daher eine wesentliche Maßnahme auf dem Weg zur Klimaneutralität. Die DB wird bereits 2040 klimaneutral – 10 Jahre früher als bisher geplant.