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17. Juni 2026, 15:32 Uhr
Kirchenlaibach
Umfangreiche Arbeiten abgeschlossen • Barrierefreier Zugang zu den Bahnsteigen durch neue Aufzüge • Investitionen in Höhe von rund 11,8 Millionen Euro 

Der barrierefreie Ausbau des Bahnhofs Kirchenlaibach ist erfolgreich abgeschlossen. Mit der Fertigstellung steht den Reisenden nun ein rundum modernisierter und vollständig barrierefreier Bahnhof zur Verfügung. Im Rahmen der Förderinitiative zur Attraktivitätssteigerung und Barrierefreiheit von Bahnhöfen (FABB 1) wurden insgesamt rund 11,8 Millionen Euro in die Umbaumaßnahme investiert. Die Finanzierung erfolgte mit Mitteln des Bundes, des Freistaats Bayern und der Deutschen Bahn (DB). In den Gesamtkosten enthalten ist ebenfalls eine zusätzliche Treppenanlage, die von der Gemeinde Speichersdorf beauftragt und finanziert wurde. 

Kirchlicher Segen und Eröffnung des barrierefrei umgebauten Bahnhofs Kirchenlaibach
Kirchlicher Segen und Eröffnung des barrierefrei umgebauten Bahnhofs Kirchenlaibach
Quelle: Deutsche Bahn AG/Maja Moritz
Freuten sich über den kirchlichen Segen für den modernisierten Bahnhof Kirchenlaibach: Esther Heckmann (Regionalbereichsleiterin Personenbahnhöfe Bayern bei der DB InfraGO AG, zweite von links), Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter (mitte) und Erster Bürgermeister Christian Porsch.

Ulrich Lange, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr: „Barrierefreiheit ist kein Zusatz, sondern Voraussetzung dafür, dass Bahnfahren für alle Menschen funktioniert – im Alltag, auf dem Weg zur Arbeit, zur Schule oder in der Freizeit. Mit dem rundum erneuerten Bahnhof Kirchenlaibach zeigen Bund, Freistaat, Gemeinde und Deutsche Bahn gemeinsam: Wir investieren nicht nur in große Knoten, sondern ganz konkret in die Mobilität der Menschen vor Ort. Rund 11,8 Millionen Euro sind hier gut angelegtes Geld – für moderne Bahnsteige, neue Aufzüge, bessere Orientierung und einen Bahnhof, der Speichersdorf und die gesamte Region spürbar stärkt.“

Christian Bernreiter, Bayerischer Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr:„Viele Fahrgäste sind beim Zugfahren auf Barrierefreiheit angewiesen. In erster Linie sind es Menschen mit Mobilitätseinschränkung, ältere Menschen und Familien mit Kinderwagen, aber auch Fahrgäste mit schwerem Gepäck. Es freut mich sehr, dass wir nun auch in Kirchenlaibach vorankommen. Als Staatsregierung liegt es uns sehr am Herzen, überall im Freistaat Barrieren abzubauen. Deswegen stellen wir jährlich bis zu 50 Millionen Euro freiwillig dafür zur Verfügung. Damit leisten wir einen wichtigen Beitrag zu einem attraktiven Bahnverkehr für alle!“

Esther Heckmann, Regionalbereichsleiterin Personenbahnhöfe Bayern DB InfraGO AG:„Wir möchten, dass mehr Menschen Bahn fahren. Dafür machen wir unsere Bahnhöfe attraktiver und komfortabler – so auch in Kirchenlaibach. Ob im Rollstuhl, mit Kinderwagen oder Fahrrad: Der Bahnhof ist nun für alle gleichermaßen nutzbar – ein großer Gewinn für die gesamte Region.“

Christian Porsch, Erster Bürgermeister der Gemeinde Speichersdorf:„Wir sind dem Bund, dem Freistaat Bayern und der Deutschen Bahn sehr dankbar, dass mit dem barrierefreien Ausbau unseres Bahnhofs nun ein lang ersehnter Wunsch unserer Bürgerinnen und Bürger sowie des Gemeinderates in Erfüllung gegangen ist. Der Bahnhof Kirchenlaibach ist als Knotenbahnhof ein Ort, an dem sich Wege kreuzen und an dem viele Pendlerinnen und Pendler aus der ganzen Region Tag für Tag ein-, um- oder aussteigen. Die Barrierefreiheit ist dabei ein wichtiger Faktor für Menschen mit Behinderung, Eltern mit Kinderwägen oder Menschen mit Einschränkungen. In unserem Leitbild steht, dass wir eine inklusive Gemeinde werden wollen. Mit dem barrierefreien Ausbau des Bahnhofs ist dafür ein weiterer wichtiger Meilenstein erreicht worden.“In den vergangenen Monaten hat die DB InfraGO die bestehenden Bahnsteige schrittweise zurückgebaut und neu errichtet. Der neue Hausbahnsteig an Gleis 1 verfügt nun über eine Bahnsteighöhe von 55 Zentimetern über Schienenoberkante, eine spätere Anpassung auf 76 Zentimeter wurde bereits planerisch berücksichtigt. Die Mittelbahnsteige an den Gleisen 2/3 sowie 4/5 wurden mit einer Höhe von 76 Zentimetern über Schienenoberkante neu errichtet.Die umgebauten Bahnsteige sind an den Fußgängersteg der Gemeinde Speichersdorf angebunden und über Treppen sowie neue Aufzüge barrierefrei erreichbar. Der Hausbahnsteig ist zudem über den Bahnhofsvorplatz stufenfrei an den öffentlichen Raum angebunden. Die frühere Personenunterführung wurde zurückgebaut und verfüllt.

Neue Wetterschutzhäuser und verbesserte Fahrgastinformationsanzeiger ergänzen die modernisierte Bahnsteigausstattung. Darüber hinaus wurden die elektrischen Anlagen einschließlich der Beleuchtung auf den neusten Stand der Technik gebracht.

Ein modernes Wegeleitsystem mit taktilen Elementen erleichtert den Fahrgästen künftig die Orientierung am Bahnhof.

Weitere Verbesserungen im Gemeindegebiet SpeichersdorfParallel zu den Arbeiten am Bahnhof Kirchenlaibach wurde im vergangenen Jahr die Station Haidenaab-Göppmannsbühl im Gemeindegebiet Speichersdorf modernisiert. Dort wurden die beiden Bahnsteige erneuert. Die Gesamtkosten für diese Maßnahme lagen bei rund 3,9 Millionen Euro. Zusätzlich finanzierte die Gemeinde Speichersdorf an einem Bahnsteig eine barrierefreie Rampe zum Gleis 2, um beide Bahnsteige vollständig barrierefrei an das öffentliche Wegenetz anzubinden.

12. Juni 2026, 11:15 Uhr
Passau
Schlüsselstrecke Ostbayerns wird binnen sechs Monaten umfassend saniert • Änderungen im Regional-, Fern- und Güterverkehr • Rund 90 Ersatzbusse täglich im Einsatz 

Die DB InfraGO startet am 14. Juni 2026 die Korridorsanierung der Strecke Obertraubling – Passau. Bis zum 12. Dezember erneuert die DB InfraGO eine der wichtigsten Bahnverbindungen in Ostbayern umfassend und modernisiert acht Bahnhöfe entlang der Strecke. Nach Nürnberg – Regensburg ist Obertraubling – Passau der zweite große Sanierungskorridor der DB in Bayern in diesem Jahr.

Die Strecke verbindet den Großraum Regensburg mit Niederbayern, bindet unter anderem Straubing, Plattling und Passau an und ist zugleich eine wichtige internationale Achse Richtung Österreich. Mit einem Gesamtinvestitionsvolumen von rund 1,3 Milliarden Euro inklusive Risikopuffer zählt die Korridorsanierung zu den größten Infrastrukturprojekten Bayerns in diesem Jahr.

Ulrich Lange, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr: „In Berlin wissen wir, wie wichtig die Strecke Obertraubling–Passau für Ostbayern, Niederbayern und die Verbindung nach Österreich ist. Mit dieser Korridorsanierung packen wir hier eines der zentralen Infrastrukturprojekte im Freistaat Bayern an: Gleise, Weichen, Oberleitungen, Stellwerke und Bahnhöfe werden gebündelt erneuert. Das bedeutet während der Bauzeit aber auch Einschränkungen für Fahrgäste und Wirtschaft. Klar ist jedoch: Wer eine leistungsfähige, verlässliche Bahn will, muss jetzt entschlossen modernisieren. Am Ende profitieren die Menschen in der Region, der Wirtschaftsstandort Bayern und ganz Deutschland.“

Christian Bernreiter, Bayerischer Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr: „Die Sanierung der wichtigen Bahnstrecke zwischen Regensburg und Passau ist alternativlos, allerdings bereits die zweite große Belastung binnen kürzester Zeit für Fahrgäste, Streckenanrainer und Wirtschaft im ostbayerischen Raum. Der Freistaat Bayern ermöglicht der DB diese wichtige Baumaßnahme mit Fahrplananpassungen im bayerischen SPNV-Netz, und zudem stellen wir mit umfassenden Ersatzverkehren sicher, dass die Mobilität in Niederbayern und im Großraum Regensburg auch während der Sperrung bestehen bleibt. Die bisherigen Eindrücke aus dem aktuellen Projekt zwischen Nürnberg und Regensburg stimmen mich zuversichtlich. Denn zum einen bringt die DB die Strecke zeitgerecht auf Vordermann, und zum anderen läuft der Ersatzverkehr dort weitgehend reibungslos und wird gut angenommen. Und im nächsten Jahr werden wir von den Verbesserungen durch die beiden Korridorsanierungen profitieren.“

Gerd-Dietrich Bolte, Vorstand Infrastrukturplanung und -projekte DB InfraGO: „Die Strecke Obertraubling–Passau hält Ostbayern auf der Schiene zusammen und ist auch für den Güterverehr und den Verkehr in Richtung Österreich wichtig. Mit der Korridorsanierung bündeln wir Arbeiten an Gleisen, Weichen, Oberleitungen, Stellwerken und Bahnhöfen und machen die Infrastruktur damit grundlegend robuster. Das ist während der Bauzeit eine Herausforderung, aber eine Investition, von der die gesamte Region langfristig profitieren wird.“

Bei der Korridorsanierung baut und erneuert die DB rund 120 Kilometer Gleise, mehr als 140 Weichen und etwa 90 Kilometer Oberleitungen oder setzt diese instand. Hinzu kommen neue Überleitstellen, modernisierte Leit- und Sicherungstechnik und damit die Vorbereitung für den Einbau des modernen Zugbeeinflussungssystems ETCS sowie Arbeiten an acht Bahnhöfen. An den Stationen steht unter anderem der barrierefreie Ausbau im Fokus; dafür werden zum Beispiel mehrere Bahnsteige erhöht. Die noch bestehenden Relais-Stellwerke entlang der Strecke werden durch moderne elektronische Stellwerkstechnik ersetzt. In Sandbach und Vilshofen wird die neue Technik baulich bis Ende 2026 fertiggestellt; die Inbetriebnahme erfolgt nachgelagert 2027. Dafür ist voraussichtlich nochmals eine Sperrung von maximal zwei Wochen erforderlich. Um die Sperrung für den Güterverkehr verträglicher zu gestalten, wurde ein Konzept mit Wechsel zwischen eingleisiger Sperrung und Vollsperrung im Abschnitt Passau – Plattling erarbeitet. Damit verbunden ist auch die spätere Inbetriebnahme der beiden Stellwerke. 

Während der Bauarbeiten kommt es zu umfangreichen Änderungen im Regional-, Fern- und Güterverkehr. Im Nahverkehr ist ein leistungsfähiger Ersatzverkehr mit rund 90 Bussen auf sechs Linien eingerichtet.

Im Fernverkehr fahren ab dem 14. Juni keine Züge zwischen Nürnberg beziehungsweise Regensburg und Passau von und nach Wien. Reisende zwischen Deutschland und Österreich können alternativ Verbindungen über München nutzen. DB Fernverkehr setzt außerdem zusätzliche Züge über Mühldorf sowie über Salzburg ein und einen Ersatzbus für Passauer Fernreisende.

Die Korridorsanierung Nürnberg - Regensburg soll wie geplant am 10. Juli fertig gestellt werden. Damit ist Regensburg aus Richtung Nürnberg wieder per Zug erreichbar.

Hinweis für Redaktionen:

Aktuelles Bildmaterial finden Sie in der DB Mediathek: Korridorsanierung Obertraubling–Passau - Mediathek der Deutschen Bahn

Umfangreiche Informationen zum Ersatzverkehr stellen die BEG unter www.beg.bahnland-bayern.de/Korridorsanierung-Obertraubling-Passau sowie die DB unter www.bahn.de/ersatzverkehr-obertraubling-passau bereit.

Umfassende Informationen zum Projekt, neueste Meldungen sowie den Link zum WhatsApp-Kanal mit regelmäßigen Updates erhalten Sie unter www.bahn.de/korridorsanierung-obertraubling-passau 

 

15. Juni 2026, 13:00 Uhr
München
DB startet öffentlichen Namenswettbewerb • Einreichung bis 30. Juni möglich • Online-Voting ab Juli • Gewinner erhalten exklusive Führung zur Tunnelbohrmaschine  

Die Deutsche Bahn startet einen öffentlichen Wettbewerb zur Namensgebung der ersten Tunnelbohrmaschine der 2. Stammstrecke München. Bürger:innen können ab sofort und bis 30. Juni Vorschläge für den Namen der Maschine einreichen.

Die Tunnelbohrmaschine wird ab Mitte September 2026 den Erkundungs- und Rettungsstollen zwischen der Donnersbergerbrücke und dem Marienhof herstellen. Die Maschine ist rund 178 Meter lang, wiegt etwa 700 Tonnen und wurde speziell für die anspruchsvollen Bodenverhältnisse im Münchner Untergrund entwickelt.

Tunnelbohrmaschinen tragen traditionell weibliche Namen. Die Tradition geht auf die Heilige Barbara zurück, die als Schutzpatronin der Bergleute und Mineure gilt.

„Wir bauen die 2. Stammstrecke für die Menschen in München und der gesamten Region. Deshalb finden wir es schön, wenn die Menschen bei einem besonderen Teil dieses Projekts mitwirken und der ersten Tunnelbohrmaschine einen Namen geben können“, sagt Jörg Müller, Leiter Technik bei der 2. Stammstrecke.

Gesucht werden weibliche Namen mit Bezug zu München, Bayern, Technik, Wissenschaft oder Infrastruktur. Auch kreative Akronyme mit nachvollziehbarer Herleitung sind möglich.

Das Projektteam trifft aus den eingereichten Namensvorschlägen eine Vorauswahl von drei Namen. Über diese Finalisten können die Bürger:innen vom 13. bis 24. Juli 2026 online abstimmen. Der Gewinnername wird im Anschluss offiziell bekannt gegeben.

Die Person oder Gruppe, die den ausgewählten Namen vorgeschlagen hat, erhält eine exklusive Führung zur Tunnelbohrmaschine am Tunnelportal West – diese wird zum Tag der offenen Baustelle am Wochenende vom 12. - 13. September 2026 stattfinden. 

Webseite zur Namensgebung

Unter www.2.stammstrecke-muenchen.de/tbm kann die Öffentlichkeit ab sofort Namen vorschlagen und später über die Finalistinnen abstimmen.

Hintergrund: Tunnelbohrmaschine der 2. Stammstrecke

Die Tunnelbohrmaschine wird ab dem Tunnelportal West an der Donnersbergerbrücke eingesetzt. Sie erstellt auf rund drei Kilometern Länge den Erkundungs- und Rettungsstollen der 2. Stammstrecke.

Die sogenannte Mixshield-Maschine wurde von der ARGE Tunnel Hauptbahnhof gemeinsam mit dem Hersteller Herrenknecht entwickelt. Zur ARGE (Arbeitsgemeinschaft) gehören die Unternehmen Wayss & Freytag Ingenieurbau AG, die Firmengruppe Max Bögl, Ed. Züblin AG sowie Bauer Spezialtiefbau. 

Mehr zur Maschine finden Sie unter 178 Meter Hightech für München: Erste Tunnelbohrmaschine der 2. Stammstrecke fertig 

Tunnelportal West an der Donnersbergerbrücke. Hier erfolgt der Aufbau der ersten Tunnelbohrmaschine der 2. Stammstrecke.
Tunnelportal West an der Donnersbergerbrücke. Hier erfolgt der Aufbau der ersten Tunnelbohrmaschine der 2. Stammstrecke.
Quelle: DB InfraGO
Tunnelportal West an der Donnersbergerbrücke. Hier erfolgt der Aufbau der ersten Tunnelbohrmaschine der 2. Stammstrecke.

11. Juni 2026, 12:30 Uhr
München
Vorbereitung auf Neufahrzeuge und wachsendes Angebot • Deutlich mehr Platz für Aus- und Fortbildung • Raum für innovative Ausbildungsformate  

Die S-Bahn München hat auf dem Werksgelände in Steinhausen ihre neu gebaute Akademie eröffnet. Ab sofort werden in dem vierstöckigen Gebäude rund 100 Auszubildende bzw. Quereinsteigende ausgebildet und rund 800 bestehende Lokführer:innen regelmäßig fortgebildet. Damit bündelt die S-Bahn die Qualifizierung ihres gesamten Fahrpersonals an einem Ort für gemeinsames Lernen in angenehmer Atmosphäre. 

S-Bahn-Chef Dr. Matthias Glaub: „München zählt zu den anspruchsvollsten Arbeitsmärkten Deutschlands. Weil wir konsequent auf Ausbildung und gute Beschäftigungsbedingungen setzen, hatten wir trotzdem in den letzten Jahren immer ausreichend Lokführer:innen für unser Angebot. Investitionen für unsere Mitarbeitenden sind also auch Investitionen in einen stabilen Betrieb. Die Akademie steht genau dafür und ist zugleich Voraussetzung für den Start der neuen XXL-S-Bahnen ab Ende 2028.“

Quelle: Deutsche Bahn AG / Thomas Kiewning
Münchens neuer S-Bahn-Chef Dr. Matthias Glaub (in der Mitte links) übergibt symbolisch den Schlüssel an Marc Hildmann (in der Mitte rechts), Leiter der neuen S-Bahn-Akademie, und an Auszubildende der S-Bahn.

Jede:r Lokführer:in muss jährlich an Fortbildungen teilnehmen und neue Mitarbeitende durchlaufen eine anspruchsvolle ein- bzw. dreijährige Ausbildung. Die Akademie schafft dafür auf mehr als 3.000 Quadratmetern Gesamtfläche gute Rahmenbedingungen für praxisorientiertes Lernen und Wissensaustausch. Das alte Ausbildungsgebäude bot schon länger nicht mehr ausreichend Platz, weshalb die S-Bahn zusätzliche Flächen anmieten und Container nutzen musste. Die Qualifizierung war dadurch auf mehrere Standorte verteilt. Der deutlich größere Neubau vereint nun alles unter einem Dach. Das verkürzt Wege und stärkt das Gemeinschaftsgefühl. 

Die Akademie spielt auch eine wichtige Rolle für die Zukunft der S-Bahn: In eineinhalb Jahren startet die Fortbildung aller Lokführer:innen für die neuen 200 Meter langen XXL-Fahrzeuge, die ab Ende 2028 nach und nach in den Einsatz gehen werden. Zwei Räume im neuen Gebäude sind für die entsprechenden Fahrsimulatoren bestimmt. Gleichzeitig wird der Personal- und Ausbildungsbedarf durch den demografischen Wandel und das wachsende Angebot mit der 2. Stammstrecke weiter steigen. 

Das neue Gebäude beherbergt zahlreiche Unterrichtsräume, aktuell drei Fahrsimulatoren sowie Arbeitsplätze für die 37 Mitarbeitenden in der Qualifizierung. Für die Aus- und Fortbildung gibt es damit etwa doppelt so viel Platz wie bisher. Die S-Bahn München nutzt den Raum für innovative Ausbildungsformate – darunter eine große Lehr-Modellbahnanlage, ein Virtual-Reality-Raum und ein Podcast-Studio, in dem Auszubildende und Trainer:innen einen S-Bahn-eigenen Ausbildungspodcast für angehende Lokführer:innen produzieren. 

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09. Juni 2026, 16:00 Uhr
München
Die gemeinsamen Streifen aus DB Sicherheit, Bundes- und Landespolizei sowie der U-Bahnwache sind Teil des DB-Sofortprogramms für mehr Sicherheit und Sauberkeit an Bahnhöfen

Mit der Einführung der „Quattro-Streife“ setzen das Polizeipräsidium München, die Bundespolizei München, die DB Sicherheit sowie die Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) künftig auf eine noch engere und sichtbarere Zusammenarbeit speziell im Bereich des Münchner Hauptbahnhofes. Damit ist München die erste Stadt in Bayern, in der ein gemeinsames Streifenkonzept dieser Art umgesetzt wird. Bundesweit werden diese „Quattro-Streifen“ bereits erfolgreich in einigen anderen Städten praktiziert.

Der Münchner Hauptbahnhof ist mit täglich bis zu 450.000 Reisenden und Besuchern einer der bedeutendsten Verkehrsknotenpunkte Deutschlands. Die hohe Frequentierung sowie die Vielzahl unterschiedlicher Nutzungs- und Aufenthaltsformen erfordern eine enge Abstimmung aller Sicherheitsakteure vor Ort. Die gemeinsamen Streifen bestehen jeweils aus Einsatzkräften der Münchner Polizei, der Bundespolizei München und Beschäftigten der DB Sicherheit sowie der Münchner U-Bahnwache. Sie werden in ihrer Form zusätzlich zu den bereits bestehenden Streifen vor Ort fungieren. Ziel dieser Quattro-Streifen ist es, die Sicherheitslage im Bereich des Hauptbahnhofes nachhaltig zu stärken und die Zusammenarbeit der beteiligten Behörden und Unternehmen weiter auszubauen. Die Quattro-Streifen sind zudem Bestandteil des Sofortprogramms für mehr Sicherheit und Sauberkeit an Bahnhöfen der DB InfraGO Personenbahnhöfe.

Durch den gemeinsamen Einsatz sollen Kompetenzen und Erfahrungen gebündelt, sowie ein schnelleres und effektiveres Einschreiten ermöglicht werden. Die Quattro-Streife setzt auf eine enge und koordinierte Zusammenarbeit bei der Abwehr von Gefahren sowie bei der Bewältigung von Ordnungsstörungen und Bekämpfung von Straftaten im Bereich des Hauptbahnhofes und dessen Umfeldes. 

Der unmittelbare Informations- und Lageaustausch innerhalb der gemeinsamen Streifen schafft dabei ein einheitliches Lageverständnis und verbessert sowohl präventive Maßnahmen als auch die koordinierte Bewältigung aktueller Kriminalitätslagen. Gleichzeitig soll das erkennbare Auftreten der vier Partner das subjektive Sicherheitsgefühl der Reisenden, der Besucherinnen und Besucher sowie der Münchner Bevölkerung nachhaltig stärken.

Mit der Einführung der Quattro-Streife setzen die beteiligten Behörden und Unternehmen ein gemeinsames Zeichen für eine moderne, vernetzte und kooperative Sicherheitsarbeit im öffentlichen Raum. Die zugrundeliegende Kooperationsvereinbarung wurde von jeweils einem Vertreter der vier Institutionen am Dienstag, 09.06.2026 im Rahmen eines Pressetermins am Münchner Hauptbahnhof unterzeichnet.

Polizeivizepräsident Christian Huber (Polizeipräsidium München): „Subjektive Sicherheit zeigt sich nicht in Zahlen, sondern vor allem darin, wie sicher sich Menschen im öffentlichen Raum fühlen. Mit der Quattro-Streife setzen wir deshalb ganz bewusst auf eine sichtbare Präsenz und ein gemeinsames und geschlossenes Auftreten aller Sicherheitspartner. Gerade im Münchner Hauptbahnhof, wo unterschiedliche Zuständigkeiten aufeinandertreffen, ermöglicht die enge Zusammenarbeit ein abgestimmtes und koordiniertes Vorgehen in unterschiedlichsten Einsatzlagen. Außerdem sind wir so ganz im Besonderen für alle Anliegen jederzeit ansprechbar und können schnell reagieren. Unser gemeinsames Ziel ist es, den Menschen am Münchner Hauptbahnhof und in dessen Umfeld ein spürbares Gefühl von Sicherheit zu vermitteln.“

Leitender Polizeidirektor Steffen Quaas (Leiter Bundespolizeiinspektion München): „Der Münchner Hauptbahnhof zählt bereits heute zu den am stärksten bestreiften Orten der Stadt. Mit den gemeinsamen Quattro-Streifen gehen wir nun einen weiteren wichtigen Schritt, um die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit aller Sicherheitsakteure noch sichtbarer und wirkungsvoller zu gestalten. Die Menschen sollen sich im Bahnhof und seinem Umfeld jederzeit sicher fühlen – genau dafür bündeln wir unsere Kräfte. Die Bundespolizei hat mit vergleichbaren Kooperationen – etwa in Hamburg und Leipzig – bereits sehr gute Erfahrungen gemacht. Die enge Vernetzung von Landespolizei, Bundespolizei, Deutsche Bahn Sicherheit und U Bahn-Wache ermöglicht es, schnell, abgestimmt und lageorientiert zu handeln. Für die Reisenden bedeutet das vor allem eines: noch mehr sichtbare Präsenz und ansprechbare Sicherheitskräfte im täglichen Reiseverkehr.“

Torsten Malt (Geschäftsführer Produktion und Leiter Regionalbereich Süd bei der DB Sicherheit GmbH):„Mit den Quattro-Streifen intensivieren wir die Zusammenarbeit mit unseren Partnern, der Bundes- und Landespolizei sowie mit der U-Bahn-Wache. Ganz im Sinne unseres DB-Sofortprogramms für mehr Sicherheit und Sauberkeit an Bahnhöfen sind die gemeinsamen Streifen ein zusätzlicher Baustein, um für noch mehr Sicherheit am Bahnhof zu sorgen und auch das Sicherheitsgefühl nachhaltig zu stärken. Und die Streifen sind ein sichtbarer Beleg dafür, dass Sicherheit ein Thema ist, das uns alle gleichermaßen betrifft. DB, Polizei wie Stadt. Sicherheit ist eine gemeinsame Aufgabe.“

Rainer Cohrs (Leiter SWM-Konzernsecurity und Geschäftsführer Münchner U Bahnbewachungsgesellschaft mbH): „Die Sicherheit im öffentlichen Personenverkehr ist eine Gemeinschaftsaufgabe von Verkehrsunternehmen, Sicherheits- und Ordnungsbehörden, Politik und Verwaltung und weiteren Partnern. Dies gilt insbesondere für die zentralen Knotenpunkte, wie den Hauptbahnhof in München mit mehreren 100.000 Fahrgästen pro Tag- und seinen besonderen Herausforderungen. Gesellschaftliche Phänomene werden in und um den Hauptbahnhof als zentralem städtischen Ort besonders sichtbar. Umso wichtiger ist es, hier gemeinsam für Sicherheit und Ordnung und ein gutes Miteinander zu sorgen. Deshalb sehen wir die Quattro-Streifen als eine sehr gute Ergänzung der bisherigen Maßnahmen und der engen Zusammenarbeit mit den Sicherheitspartnern an.