No Page Title

Zum Inhalt springen

Nachfolgend finden Sie die häufigsten Fragen und unsere Antworten darauf.

Wie beantrage ich eine Drehgenehmigung?

Die Beschreibung finden Sie in unserem Bereich "Service & Recherche" hier.

Ende des Expander-Inhaltes
Ich suche eine Kontakt zur regionalen Pressestelle.

Anbei finden sie unsere Ansprechpartner vor Ort aufgeführt.

Ende des Expander-Inhaltes
Wie gelange ich an geeignetes Bildmaterial?

In unserem Mediaportal und der DB Mediathek finden Sie jedem Bedarf entsprechendes Material für ihre journalistischen Arbeiten.

Ende des Expander-Inhaltes
29. Januar 2026, 12:00 Uhr
München
Im Münchner Werk Steinhausen wird ein Zug via 5G aus der Distanz gesteuert • Deutschlandweit großes Potenzial für schnellere Abläufe bei Rangierfahrten und für stabileren Betrieb • Rollout abhängig von Finanzierung

Erstmals rangiert auf dem Werksgelände in München-Steinhausen eine ferngesteuerte S-Bahn. Der Lokführer bewegt sie von einem Bedienplatz im Gebäude aus. Im Betrieb kann diese Innovation Laufwege ersparen und die Abläufe im Rangierbetrieb beschleunigen. So könnten Fahrzeuge schneller wieder in den Einsatz für Fahrgäste gehen und zu einem verlässlichen Betrieb beitragen.

Die Tests mit einem umgerüsteten Fahrzeug der Baureihe 423 liefern wichtige Grundlagen und Erkenntnisse für die weitere Entwicklung der Technik, für die Zulassung und die Anwendung von Remote Train Operation (RTO) im alltäglichen Rangierbetrieb. Das mögliche Anwendungsfeld ist groß: Deutschlandweit sind rund 400 S-Bahnen der Baureihe 423 im Einsatz und der technische Ansatz wäre auf weitere Baureihen übertragbar.

Die DB hat für die Ausrüstung des Testfahrzeugs mit innovativer Technik des Zugherstellers Alstom und für den führerstandsähnlichen Bedienplatz rund eine Million Euro investiert. Dabei entstand für die notwendige Datenübertragung in Echtzeit außerdem ein eigenes 5G-Campus-Netz.

Demonstration von Remote Train Operation bei der S-Bahn München
Demonstration von Remote Train Operation bei der S-Bahn München
Quelle: Deutsche Bahn AG / Thomas Kiewning
Bei der Demonstration des Testbetriebs von "Remote Train Operation" in München-Steinhausen: DB-Konzernbevollmächtigter und S-Bahn-Chef Heiko Büttner, Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter und DB-Konzernvorstand Regionalverkehr Harmen van Zijderveld

Harmen van Zijderveld, DB-Konzernvorstand Regionalverkehr: „Züge per Fernsteuerung zu rangieren, kann unsere Mitarbeitenden entlasten und die Abläufe in unseren Werken erheblich beschleunigen. In nur vier Monaten haben wir das Testsystem auf die Schiene gebracht: vom lokalen 5G‑Netz bis zum Bedienplatz und der Technik im Zug. Damit beweisen wir, dass technische Innovationen auch mit bestehenden Fahrzeugen realisierbar sind.“

Christian Bernreiter, Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr: „Innovationen wie die ferngesteuerte S-Bahn zeigen, wie Digitalisierung den Bahnverkehr leistungsfähiger und zuverlässiger machen kann. Ich freue mich über das Engagement der S-Bahn München – das geht Hand in Hand mit dem Einsatz des Freistaats für den bayerischen Schienenverkehr. Durch den Test werden hier in München wichtige Grundlagen gelegt und wertvolle Erkenntnisse für einen möglichen Rollout in der Zukunft gewonnen. Mit dieser erstmals in Bayern zum Einsatz kommenden Technologie könnten in Zukunft viele Rangierarbeiten von einem zentralen Arbeitsplatz effizient durchgeführt werden.“

Aymeric Sarrazin, President Digital & Integrated Systems, Alstom: „Diese Technologie bringt den Führerstand zum Betreiber in der Leitzentrale und vereinfacht jede einzelne Bewegung im Depot. Wir schätzen die Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn und ihr Vertrauen, diesen ersten Testeinsatz mit uns umzusetzen.“

Demonstration von Remote Train Operation bei der S-Bahn München
Demonstration von Remote Train Operation bei der S-Bahn München
Quelle: Deutsche Bahn AG / Thomas Kiewning
Bei der Demonstration des Testbetriebs von "Remote Train Operation" in München-Steinhausen.

Auf dem Werksgelände in München Steinhausen zählt die S-Bahn täglich rund 350 Rangierbewegungen: Die Fahrzeuge werden zur Reinigung oder in die Werkshalle rangiert und für den Betrieb bereitgestellt. Diese Fahrten könnten künftig über 5G-Verbindungen aus der Ferne gesteuert werden. In Güterbahnhöfen steuern Rangierlokführer:innen Grundfunktionen ihrer Loks schon heute per Funk, während sie selbst an der Spitze eines geschobenen Zuges stehen.

Der Testbetrieb in Steinhausen setzt mit einer umfassenden 5G-basierten Steuerung aus größerer Distanz jetzt aber neue Maßstäbe in Deutschland. Das Fahrzeug lässt sich aus der Ferne nicht nur bewegen, die Mitarbeitenden können auch Türen schließen, die Beleuchtung einschalten oder Warnsignale abgeben. Große Displays zeigen am originalgetreuen Steuerpult Livebilder der Fahrt, während der Zug draußen komplett ferngesteuert fährt. Zusätzlich ist im Rahmen des Testbetriebs eine ortsunabhängige Steuerung per Tablet möglich.

Ob und wann RTO ausgerollt wird, hängt nun von der Finanzierung und eventuellen Fördermitteln für die weitere Entwicklung und Zulassung der Technik ab. Die für RTO benötigten Komponenten sind schon heute auf dem Markt verfügbar, eine Nachrüstung wäre technisch relativ schnell möglich: Finanzierung und Zulassung vorausgesetzt könnte der Rollout in München schon 2028 beginnen – noch vor der Digitalisierung der Infrastruktur.

Das Remote Operation Center ( © ALSTOM SA 2026. Alle Rechte vorbehalten I Flexi Desk I Advanced & Creative Design | ALSTOM™)

Fotos der Demonstration sind in der DB Mediathek abrufbar: https://mediathek.deutschebahn.com/marsDB/ko/de/8609596

13. Oktober 2025, 11:30 Uhr
Nürnberg
Umleitungen im Fern- und Güterverkehr • Ersatzbusse für die Fahrgäste im Regionalverkehr • Mehr als 90 Busse auf acht Linien binden entfallende Nahverkehrshalte an

Die Generalsanierung der Strecke Nürnberg–Regensburg vom 6. Februar (21 Uhr) bis 10. Juli 2026 führt zu Änderungen im Regional- und Fernverkehr in Bayern. Ab dem 15. Oktober sind auf www.bahn.de sowie in der App DB Navigator die Fahrplandaten abrufbar, so dass sich Reisende über mögliche Verbindungen informieren können. Einen ausführlichen Überblick bietet auch eine eigene Internetseite zum Ersatzverkehr: www.bahn.de/ersatzverkehr-nürnberg-regensburg.   

Im Fernverkehr wird bis 13. Juni ein Teil der sonst mindestens zweistündlichen ICE-Züge zwischen Nürnberg und Regensburg über Ingolstadt umgeleitet. Die Fahrzeit verlängert sich um rund eine Stunde. Zusätzlich wird eine ICE-Fahrt je Tag und Richtung von München über Landshut, Regensburg und Passau nach Wien fahren. Alle weiteren Züge beginnen/enden bereits in Nürnberg. Für Reisen zwischen Deutschland und Österreich stehen weiterhin auch die zweistündlichen Züge zwischen München und Wien via Salzburg zur Verfügung. In Regensburg, Passau und Plattling ist das Fernverkehrsangebot in dieser Phase reduziert, in Straubing können vorübergehend keine Fernzüge halten. 

Änderungen im Regionalverkehr  

Für den Nahverkehr ergeben sich durch die Sperrung zwischen Nürnberg und Regensburg umfangreiche Änderungen für die Linien S3 (aktuell S1), RE 22, RE 50 und RB 51. Diese Linien werden jeweils mit Ersatzbussen bedient. Die Busse sind zur leichten Orientierung an den gleichen Nummern wie die Zuglinien zu erkennen. Es verkehren pro Linie mehrere Busse pro Stunde, zur Hauptverkehrszeit werden ebenso Verstärkerbusse eingesetzt. Zusätzlich gibt es schnelle Expressbusse, die über die Autobahn fahren. Die Haltestellen für den Ersatzverkehr sind dank Wegweisern in der Farbe Verkehrspurpur gut zu finden. Die Zuglinie RE 40 zwischen Nürnberg über Schwandorf nach Regensburg als Alternativroute auf der Schiene wird mit zusätzlichem Platzangebot verstärkt. 

Darüber hinaus wird es auch für Verkehre auf einzelnen angrenzenden Strecken zwischen Neustadt (Donau) und Regensburg sowie Landshut und Plattling Ersatzverkehr geben. Auf diesen Linien muss der Zugverkehr aufgrund von Umleitungen von Güterzügen ausgedünnt werden. Busse ersetzen die ausfallenden Züge, sodass die Fahrgäste weiterhin stündlich Reisemöglichkeiten haben. Mehr Informationen zum Ersatzkonzept für den Regionalverkehr finden sich in der Pressemitteilung der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) unter folgendem Link: https://beg.bahnland-bayern.de/de/pressemitteilungen/Generalsanierung-Nuernberg-Regensburg-BEG-veroeffentlicht-Ersatzkonzept-fuer-Regionalverkehr 

Als Ersatz für Zugverbindungen im Nahverkehr, die wegen der Bauarbeiten nicht angeboten werden können, kommen entlang der gesamten Strecke Nürnberg –Regensburg sowie auf den angrenzenden Umleiterstrecken in Spitzenzeiten über 90 Busse zum Einsatz. Diese verkehren auf insgesamt acht Linien und legen täglich über 45.000 Kilometer zurück.  

Für die Ersatzverkehre während der Generalsanierungen hat die DB in Abstimmung mit den im Nahverkehr zuständigen Aufgabenträgern einheitliche Qualitätsvorgaben sowie ein konsistentes Erscheinungsbild in der Farbe Verkehrspurpur definiert. Diese Standards kommen aktuell bei der Generalsanierung der Strecke zwischen Hamburg und Berlin zur Anwendung und greifen auch für die Ersatzverkehre auf der Strecke Nürnberg – Regensburg. Dazu gehören unter anderem neuwertige und barrierefrei zugängliche Fahrzeuge, die ausreichend Stauraum für Gepäck bieten, über WLAN sowie zum Teil über Toiletten an Bord verfügen. 

Generalsanierung: neue Gleise, Weichen und attraktivere Bahnhöfe 

Bei der Generalsanierung zwischen Februar und Juli 2026 erneuert die DB zwischen Nürnberg und Regensburg unter anderem über 80 Kilometer Gleise, rund 40 Weichen und circa 90 Kilometer Oberleitungen. Hinzu kommt die Sanierung eines Bahndamms bei Deining sowie einer Brücke bei Burgthann. Die Leit- und Sicherungstechnik wird modernisiert und der Einbau des modernen Zugbeeinflussungssystems ETCS vorbereitet. Darüber hinaus profitieren die Fahrgäste nach der Generalsanierung von attraktiven Stationen. Die DB modernisiert alle 20 Bahnhöfe zwischen Feucht und Regensburg-Prüfening nach einem ganzheitlichen und klaren Qualitätsstandard mit attraktiver Gestaltung. Dabei steht unter anderem der barrierefreie Ausbau im Fokus. Ziel der fünfmonatigen Bauphase ist es, die hochbelastete Eisenbahnstrecke langfristig stabiler und widerstandsfähiger zu machen. Störungen und damit einhergehende Verspätungen sollen sich so deutlich reduzieren. Vom 14. Juni bis 11. Dezember 2026 steht dann die Generalsanierung der Strecke Obertraubling – Passau an. Dazu laufen die Vorbereitungen. 

Infomobil tourt entlang der Strecke 

Ab dem 20. Oktober tourt ein Infomobil entlang der Strecke zwischen Nürnberg und Regensburg und macht an zahlreichen Stationen Halt. Dort können sich Interessierte über die geplanten Baumaßnahmen und das Verkehrskonzept informieren. Weitere Informationen gibt es hier: www.deutschebahn.com/generalsanierung-bayern.  

20. Januar 2026, 11:45 Uhr
Marktoberdorf
Barrierefreier Ausbau des Bahnhofs Marktoberdorf mit Inbetriebnahme der Aufzüge jetzt vollständig abgeschlossen • Neuer Haltepunkt Marktoberdorf Nord am Netz • Investitionen von insgesamt rund 16,7 Millionen Euro durch Bund, Freistaat Bayern, DB und Stadt

Im Raum Marktoberdorf sind Ende 2025 zwei wichtige Meilensteine für die umweltfreundliche Mobilität vor Ort erreicht worden. Mit der erfolgreichen Inbetriebnahme der Aufzüge am Bahnhof konnte der dortige barrierefreie Ausbau jetzt vollständig abgeschlossen werden. Zusätzlich ging Mitte Dezember auch die neue Station Marktoberdorf Nord ans Netz. Gemeinsam haben Bund, Freistaat Bayern, Deutsche Bahn und die Stadt Marktoberdorf insgesamt rund 16,7 Millionen Euro in die zukunftsweisenden Bauprojekte investiert. Beim Umbau des Bahnhofs Marktoberdorf wurden seit April 2024 die bestehenden Bahnsteige vollständig zurückgebaut und durch zwei neue, barrierefreie Außenbahnsteige an Gleis 1 und Gleis 3 ersetzt. Fahrgäste erreichen den Bahnsteig an Gleis 1 über einen ebenerdigen Zugang und eine kurze Rampe, während eine neu gebaute Personenunterführung mit Aufzügen den Weg zum Bahnsteig an Gleis 3 erleichtert. Für einen erhöhten Komfort bei jedem Wetter sorgen neue Überdachungen und Wetterschutzeinrichtungen am Bahnhof. Ergänzend sind neue Sitzgelegenheiten, eine verbesserte Beleuchtung sowie ein modernes Informations- und Wegeleitsystem entstanden, das die Orientierung und Information am Bahnhof erheblich erleichtert. Ganz neu gebaut wurde der Haltepunkt Marktoberdorf Nord. Bereits seit dem Fahrplanwechsel am 14. Dezember halten dort mindestens stündlich Regionalzüge aus und in Richtung München und Augsburg. Die DB InfraGO errichtete die Station in nur rund sechs Monaten Bauzeit. Über Rampen ist der Haltepunkt ebenfalls barrierefrei nutzbar. In den nächsten Wochen folgen noch Restarbeiten vor Ort. Ulrich Lange, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr: „Heute ist ein Tag des Feierns für die Stadt Marktoberdorf und die gesamte Region: Die Verkehrsstation Marktoberdorf wurde vollständig barrierefrei umgestaltet und somit fit für die Zukunft gemacht. Hier können nun Systemkreuzungen der Züge mit gleichzeitiger Einfahrt stattfinden, um den neuen zusätzlichen Halt in Markoberdorf Nord und einen zuverlässigen Stundentakt auf der gesamten Relation Buchloe – Füssen zu ermöglichen.“ Bayerns Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr, Christian Bernreiter, vor Ort vertreten von Amtschef Dr. Thomas Gruber: „Unser Ziel ist eine Mobilität, die niemanden ausschließt. Mit der offiziellen Inbetriebnahme des nunmehr barrierefreien Bahnhofs in Marktoberdorf gehen wir heute wieder einen wichtigen Schritt. Um den Ausbau barrierefreier Stationen voranzutreiben, stellt der Freistaat freiwillig jährlich bis zu 50 Millionen Euro zur Verfügung. Mit Erfolg: Mittlerweile können rund 82 Prozent der Fahrgäste ohne bauliche Hindernisse an Bahnhöfen reisen.“Heiko Büttner, DB-Konzernbevollmächtigter für den Freistaat Bayern: „Wir möchten, dass mehr Menschen Bahn fahren. Dafür machen wir unsere Bahnhöfe attraktiver und komfortabler – so auch in Marktoberdorf. Ob im Rollstuhl, mit Kinderwagen oder Fahrrad: Der Bahnhof ist nun für alle gleichermaßen nutzbar. Zusätzlich ist mit dem Haltepunkt Marktoberdorf Nord noch ein weiterer Zugang zur umweltfreundlichen Schiene entstanden – ein Gewinn für die gesamte Region.“Dr. Wolfgang Hell, Erster Bürgermeister der Stadt Marktoberdorf: „Gemeinsam mit dem im Bau befindlichen Busbahnhof und Park&Ride für Radfahrer und PKW haben wir dann eine zukunftsweisende ‚Mobilitätsdrehscheibe‘.“

Eröffnung barrierfrei ausgebauter Bahnhof Marktoberdorf
Eröffneten symbolischen den barrierefrei ausgebauten Bahnhof Marktoberdorf (von hinten links.): Dr. Thomas Gruber (Amtschef des Bayerischen Staatsministeriums für Wohnen, Bau und Verkehr), Bernhard Pohl (Mitglied des Bayerischen Landtags), Stephan Stracke (Mitglied des Bundestages), Ulrich Lange (Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr), Andreas Kaufmann (Mitglied des Bayerischen Landtags), Heiko Büttner (DB-Konzernbevollmächtigter für den Freistaat Bayern), Dr. Wolfgang Hell (Erster Bürgermeister der Stadt Marktoberdorf), Maria Rita Zinnecker (Landrätin Ostallgäu) sowie Waltraud Joa (vorne, Behindertenbeauftragte der Stadt Marktoberdorf).
Eröffnung barrierfrei ausgebauter Bahnhof Marktoberdorf
Quelle: Deutsche Bahn / Kathrin Kratzer

Eröffneten symbolischen den barrierefrei ausgebauten Bahnhof Marktoberdorf (von hinten links.): Dr. Thomas Gruber (Amtschef des Bayerischen Staatsministeriums für Wohnen, Bau und Verkehr), Bernhard Pohl (Mitglied des Bayerischen Landtags), Stephan Stracke (Mitglied des Bundestages), Ulrich Lange (Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr), Andreas Kaufmann (Mitglied des Bayerischen Landtags), Heiko Büttner (DB-Konzernbevollmächtigter für den Freistaat Bayern), Dr. Wolfgang Hell (Erster Bürgermeister der Stadt Marktoberdorf), Maria Rita Zinnecker (Landrätin Ostallgäu) sowie Waltraud Joa (vorne, Behindertenbeauftragte der Stadt Marktoberdorf).

19. Januar 2026, 12:00 Uhr
Dillingen
Aufzüge, eine moderne Bahnsteigausstattung sowie neue Informations- und Wegeleitsysteme sorgen für mehr Komfort für die Fahrgäste • Bund, Freistaat, DB und Stadt investierten rund 21,5 Millionen Euro

Der barrierefreie Ausbau des Bahnhofs Dillingen ist Ende 2025 bis auf wenige Restarbeiten erfolgreich abgeschlossen worden. Mit der Fertigstellung steht den Reisenden ein rundum modernisierter und vollständig barrierefreier Bahnhof zur Verfügung. Insgesamt wurden rund 21,5 Millionen Euro aus Mitteln des Bundes, des Freistaats Bayern, der Stadt Dillingen und der Deutschen Bahn investiert.Im Rahmen der umfassenden Modernisierung hat die DB sowohl den Haus- als auch den Mittelbahnsteig komplett neu gebaut und erhöht. Die Bahnsteige sind über die neue Personenunterführung dank moderner Aufzüge barrierefrei erreichbar. Auch können die Fahrgäste nun stufenfrei in die Züge einsteigen. Ein taktiles Blindenleitsystem erleichtert sehbehinderten Menschen die Orientierung. Diese zeitgemäße Bahnsteigausstattung mit einem neuen Informations- und Wegeleitsystem sowie einer Überdachung am Bahnsteig 2/3 und einem Wetterschutzhaus am Bahnsteig 1 erhöht den Komfort und die Sicherheit bei jedem Wetter.Ulrich Lange, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr: „Der vollständig barrierefreie Ausbau des Bahnhofs Dillingen zeigt, was bewegt werden kann, wenn alle Akteure trotz der vielen Unabwägbarkeiten und Verzögerungen gemeinsam anpacken. Der Bund hat dieses Vorhaben mit 13,8 Mio. Euro im Rahmen der Förderinitiative zur Attraktivitätssteigerung und Barrierefreiheit von Bahnhöfen gefördert und ermöglicht damit für viele Menschen in Dillingen mehr Selbstständigkeit und Komfort“.Bayerns Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr, Christian Bernreiter, vor Ort vertreten von Alexander Bonfig, Abteilungsleiter Schienen- und Luftverkehr: „Barrierefreiheit an Bahnhöfen ist ein zentrales Anliegen des Freistaats. Um wie hier in Dillingen das Tempo deutlich zu erhöhen, beteiligen wir uns deshalb freiwillig finanziell am Ausbau und stellen dafür jährlich bis zu 50 Millionen Euro zur Verfügung. Damit schaffen wir mehr Barrierefreiheit in Bayern und einen attraktiven Bahnverkehr für alle.“Heiko Büttner, DB-Konzernbevollmächtigter für den Freistaat Bayern: „Wir möchten, dass mehr Menschen Bahn fahren. Dafür machen wir unsere Bahnhöfe attraktiver und komfortabler – so auch in Dillingen. Ob im Rollstuhl, mit Kinderwagen oder Fahrrad: Der Bahnhof ist nun für alle gleichermaßen nutzbar – ein großer Gewinn für die gesamte Region.“Frank Kunz, Oberbürgermeister der Stadt Dillingen: „Für Dillingen als ‚Stadt der Caritas‘ ist es eine gute Nachricht, dass der schon lange von Stadt und Bürgerschaft geforderte barrierefreie Ausbau nun abgeschlossen werden konnte. Mit Überzeugung hat sich die Stadt an den Kosten beteiligt und auf diese Weise den Durchstich von der Gleismitte in Richtung Norden ermöglicht. Danken möchten wir ausdrücklich dem Parlamentarischen Staatssekretär, unserem MdB Ulrich Lange, der sich mit großem Einsatz und Erfolg für die Umsetzung und Finanzierung dieser Maßnahme stark gemacht hat. Nachdem dieser Meilenstein nun erreicht ist, erwarten wir jetzt mit Interesse die Planungen der Bahn für die Aufwertung des Dillinger Bahnhofs im angekündigten ‚Programm Zukunftsbahnhöfe‘.“  

03. Dezember 2025, 09:00 Uhr
München
Erste von sechs Tunnelbohrmaschinen bestellt • Herrenknecht liefert Hightech-Maschine für Erkundungs- und Rettungsstollen • Einsatz ab 2026 auf drei Kilometern zwischen Donnersbergerbrücke und Marienhof

Die Arbeitsgemeinschaft „Tunnel Hauptbahnhof“ hat die erste Tunnelbohrmaschine (TBM) für das Großprojekt 2. Stammstrecke München der DB InfraGO beauftragt. Damit beginnt der Übergang zum maschinellen Tunnelbau - dem Herzstück für eines der größten Infrastrukturprojekte Deutschlands.

„Mit der Bestellung der ersten Tunnelbohrmaschine für den Erkundungs- und Rettungsstollen gehen wir im Großprojekt 2. Stammstrecke den nächsten Schritt. Die Maschine steht für Präzision, Teamarbeit und Fortschritt – Werte, die unsere Arbeit in diesem Zukunftsprojekt prägen. Wir freuen uns, dass die Maschine bereits im Bau ist und nächstes Jahr ihre Arbeit aufnehmen wird. München bekommt damit eine neue Lebensader für eine nachhaltige Verkehrs-Infrastruktur“, sagt Gesamtprojektleiter Kai Kruschinski-Wüst.

Gefertigt wird die Maschine von der Herrenknecht AG im baden-württembergischen Werk Schwanau. Ab September 2026 soll sie in München zum Einsatz kommen und auf einer Länge von rund drei Kilometern den Erkundungs- und Rettungsstollen (ERS) zwischen der Donnersbergerbrücke und dem Marienhof herstellen. Die TBM vom Typ Mixschild ist speziell für die komplexen Bodenverhältnisse im Münchner Untergrund aus Ton, Schluff, Sand und Kies sowie die zu unterfahrenden Bauwerke und Infrastruktur konzipiert. Mit einem Durchmesser von fünf Metern, einer Länge von 178 Metern und einem Gesamtgewicht von rund 700 Tonnen gehört sie zu den leistungsstarken Spezialmaschinen im europäischen Tunnelbau.

Nach erfolgreicher Werksabnahme wird die TBM in Einzelteile zerlegt und zur Münchner Baustelle gebracht. Dort erfolgt der Wiederaufbau und die Vorbereitung für den Vortriebsstart.

Insgesamt kommen für die 2. Stammstrecke sechs TBM zum Einsatz. Sie graben von Westen und Osten jeweils zwei Verkehrstunnel sowie den Erkundungs- und Rettungsstollen, bis sie sich schließlich am Marienhof in der Innenstadt treffen. Die ersten TBMs für die Verkehrstunnel sollen voraussichtlich 2028 starten. In bergmännischer Bauweise hat das Projekt dieses Jahr bereits einen Rettungsschacht am Arnulfpark sowie einen Verbindungsstollen am Marienhof im Rohbau fertig gestellt.

Mit der 2. Stammstrecke stärken DB, Bund, Freistaat und Stadt München den Nahverkehr nachhaltig. Das Projekt erweitert die S-Bahn-Kapazität, verbessert die Pünktlichkeit und schafft die Voraussetzung, um mehr Menschen für einen umweltfreundlichen Nahverkehr zu gewinnen.

Die 2. Stammstrecke entsteht in bis zu 48 Metern Tiefe zwischen Laim und Leuchtenbergring. Zudem baut die DB fünf Bahnhöfe neu oder um, stärkt die S-Bahn-Außenäste, führt neue Regional-S-Bahn-Linien ein und verbessert die Anbindung an den Flughafen München. Die Fertigstellung ist nach aktueller Planung zwischen 2035 und 2037 vorgesehen.

Die ARGE Tunnel Hauptbahnhof besteht aus den Firmen Wayss & Freytag Ingenieurbau AG, Ed. Züblin AG, Firmengruppe Max Bögl sowie Bauer Spezialtiefbau.

Tunnelbohrmaschine

  von 4
Ende des Sliders