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06. Februar 2026, 12:00 Uhr
Nürnberg
DB bündelt bis zum 10. Juli umfangreiches Bauprogramm an der Strecke und an den Bahnhöfen • Fahrgäste bleiben dank eines umfassenden Verkehrskonzepts mobil • Umleitungen im Fern- und Güterverkehr • Ersatzbusse und Kapazitätsverstärkungen für ausfallende Regionalzüge

Die DB InfraGO beginnt mit der Generalsanierung der wichtigen Bahnstrecke Nürnberg – Regensburg. Gerd-Dietrich Bolte, Vorstand für Infrastrukturplanung und -projekte der DB InfraGO, der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr, Ulrich Lange, und der Bayerische Verkehrsminister Christian Bernreiter haben heute Mittag in Neumarkt (Oberpfalz) auf einer der rund 60 Baustelleneinrichtungsflächen das offizielle Startsignal gegeben. In den Abendstunden schaltet das Bauteam die Oberleitungen auf der Strecke ab und die fünfmonatige Bauphase in Form einer Vollsperrung beginnt. Züge des Fern- und Güterverkehrs werden umgeleitet, für die ausfallenden Regionalzüge sind hochwertige Ersatzbusse im Einsatz, zudem werden im Regionalverkehr auf einer alternativen Bahnverbindung von Nürnberg nach Regensburg die Kapazitäten erhöht. Zeitgleich beginnt auch die Generalsanierung der Bahnstrecke Hagen – Wuppertal – Köln in Nordrhein-Westfalen.

Start der Generalsanierung, Gruppenbild vor Baggern
v.l.n.r.: Christian Bernreiter, Bayerischer Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr, Ulrich Lange, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und Gerd-Dietrich Bolte, Vorstand für Infrastrukturplanung und -projekte der DB InfraGO.
Start der Generalsanierung, Gruppenbild vor Baggern
Quelle: Deutsche Bahn AG / Thomas Kiewning
v.l.n.r.: Christian Bernreiter, Bayerischer Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr, Ulrich Lange, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und Gerd-Dietrich Bolte, Vorstand für Infrastrukturplanung und -projekte der DB InfraGO.

Gerd-Dietrich Bolte, Vorstand für Infrastrukturplanung und -projekte der DB InfraGO: „Mit der Generalsanierung des Bahnkorridors Nürnberg – Regenburg bündeln wir auf einer der wichtigsten Bahnstrecken in Bayern ein ambitioniertes Bauvolumen. Wir erneuern Gleise, Weichen, Leit- und Sicherungstechnik sowie Oberleitung in großem Umfang. Auch die 20 Bahnhöfe entlang der Strecke packen wir an. Fahrgäste können sich hier künftig auf moderne und attraktive Stationen freuen. Für unsere Bauteams und die betroffenen Reisenden werden die kommenden Monate ein Kraftakt. Ich bin mir jedoch sicher: Auch diese Generalsanierung wird sich lohnen! Sie sorgt dafür, dass die Infrastruktur auf unseren hoch belasteten Strecken robuster wird und der Zugverkehr deutlich störungsfreier durch Deutschland rollen kann.“  

Ulrich Lange, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr: „Heute startet die erste von sieben Korridorsanierung in Bayern. Ich habe mich nach Amtsübergabe sehr für eine Anpassung des Sanierungskonzepts eingesetzt. Denn uns allen ist bewusst, dass die mit den Bauarbeiten einhergehenden Sperrungen den Fahrgästen insbesondere im Nahverkehr, aber auch den Güterverkehrskunden viel Geduld abverlangen. Auch bei den kommenden Sanierungen werden wir die Bedürfnisse der Menschen wieder in den Vordergrund stellen. Das hatte man beim alten Konzept aus dem Auge verloren. Mit den so angepassten Korridorsanierungen insgesamt und dem Start der heutigen Korridorsanierung Nürnberg-Regensburg wird das Schienennetz in Bayern ertüchtigt, um es pünktlicher und zuverlässiger zu machen. Damit der Schienenverkehr den Erwartungen, die die Menschen in unserem Land zurecht an die öffentliche Infrastruktur haben, wieder mehr entspricht.“

Christian Bernreiter, Bayerischer Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr: „Fahrgäste, Unternehmen und Politik wünschen sich auch in Bayern eine zuverlässigere, modernere und leistungsfähigere Bahn. Mit dem größten Sanierungsprojekt in der jüngeren bayerischen Eisenbahngeschichte starten jetzt auch im Freistaat die Korridorsanierungen. Das ist ein Lackmustest für die weiteren folgenden Großsperrungen der DB dieser Art. Bauarbeiten dieser Dimension sind für alle Beteiligten und Betroffenen maximal herausfordernd. Es muss alles darangesetzt werden, die Belastungen sowohl für die Fahrgäste als auch die Anwohner und die Wirtschaft so gering wie möglich zu halten.“

Hohes Bauvolumen auf der Strecke Nürnberg – Regensburg

Die rund 88 Kilometer lange Bahnstrecke zwischen Nürnberg und Regensburg gehört mit über 350 Zügen täglich zu den verkehrsreichsten Strecken in Bayern. Die Strecke ist ein wichtiger Bestandteil der europäischen Verkehrsachse Rhein-Donau und ist gleichzeitig ein überaus wichtiger Baustein der Bahnverkehre von und nach Österreich. Die Strecke gilt als hochbelastet, die Infrastruktur ist teilweise veraltet und sehr störanfällig. Während der Sanierung werden die pünktlichkeitsrelevanten Gewerke wie Gleise und Oberleitungen umfangreich erneuert. Ziel der fünfmonatigen Bauphase ist es, die Bahnstrecke langfristig widerstandsfähiger und stabiler zu machen. Störungen und Verspätungen sollen sich so deutlich reduzieren.

Dafür setzt die DB InfraGO zwischen Nürnberg und Regensburg – nach Abschluss aller Detailplanungen – auf die Erneuerung oder umfassende Instandhaltung von 96 Kilometern Gleise, 74 Weichen und 81 Kilometern Oberleitung inklusive Fahrdraht, Maste, Gründungen und Verstärkerleitung. Für mehr Flexibilität bei Störungen auf der Strecke entstehen zwei zusätzliche Weichenverbindungen (Überleitstellen), eine weitere wird baulich vorbereitet. Hinzu kommt die Sanierung der Bahndämme bei Deining und Pölling sowie einer Brücke bei Burgthann. Die Leit- und Sicherungstechnik wird modernisiert und der Einbau des modernen Zugbeeinflussungssystems ETCS vorbereitet. Die Innenanlagen von acht Stellwerken werden dafür erneuert. Darüber hinaus profitieren die Fahrgäste von attraktiveren Stationen. Die DB modernisiert alle 20 Bahnhöfe zwischen Feucht und Regensburg-Prüfening nach einem ganzheitlichen und klaren Qualitätsstandard. Der barrierefreie Ausbau steht dabei im Fokus.

Infografik
Infografik
Quelle: DB InfraGO

Umfangreiches Busangebot und Umleitungen im Fern- und Güterverkehr

Während der Bauarbeiten vom 6. Februar (21 Uhr) bis 10. Juli ist auf der Strecke kein Zugverkehr möglich. Die Fahrgäste bleiben aber dank eines umfassenden Verkehrskonzepts, das die DB InfraGO gemeinsam mit der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) und den Eisenbahnverkehrsunternehmen vor Ort erarbeitet hat, mobil. Der Ersatzverkehr umfasst den Korridor zwischen Nürnberg Hauptbahnhof und Regensburg Hauptbahnhof sowie die Umleiterstrecken Neustadt (Donau) – Regensburg und Landshut – Plattling. Die S-Bahn-Linie S2 von Altdorf nach Nürnberg über Feucht ist von der Sperrung nicht betroffen. Lediglich an Wochenenden nachts fahren auch hier Ersatzbusse.

Für den Nahverkehr ergeben sich umfangreiche Änderungen auf den Linien S3, RE 22, RE 50 und RB 51 zwischen Nürnberg und Regensburg, außerdem auf den Linien RB 17/RE 18 und RE 3. Die Linien werden jeweils mit Ersatzbussen bedient. Zur Hauptverkehrszeit werden Verstärkerbusse eingesetzt. Als Ersatz für Züge im Nahverkehr kommen entlang der gesamten Strecke Nürnberg – Regensburg sowie auf den angrenzenden Umleiterstrecken in Spitzenzeiten über 90 Busse zum Einsatz. Diese verkehren auf acht Linien und legen täglich über 45.000 Kilometer zurück. Der zwischen Nürnberg und Regensburg via Schwandorf verkehrende RE 40 wird verstärkt, ebenso die im Zweistundentakt verbleibenden Züge auf den Linien RB 17 und RE 3. Die genauen An- und Abfahrtszeiten der Züge und Busse sind in den elektronischen Auskunftsmedien enthalten. Fahrgäste können die Fahrten der Ersatzbusse zudem online über eine LiveMap einsehen.

Für die Ersatzverkehre während der Generalsanierungen hat die DB in Abstimmung mit den im Nahverkehr zuständigen Aufgabenträgern einheitliche Qualitätsvorgaben sowie ein konsistentes Erscheinungsbild in der Farbe Verkehrspurpur definiert. Dazu gehören unter anderem neuwertige und barrierefrei zugängliche Fahrzeuge, die über WLAN und digitale Anzeiger für Echtzeitinformationen sowie zum Teil über Toiletten an Bord verfügen. 

Im Fernverkehr wird bis 13. Juni ein Teil der ICE-Züge zwischen Nürnberg und Regensburg über Ingolstadt und die Donautalbahn umgeleitet. Die Fahrzeit verlängert sich um rund eine Stunde. Zusätzlich wird eine ICE-Fahrt je Tag und Richtung von München über Landshut, Regensburg und Passau nach Wien fahren. Für Reisen zwischen Deutschland und Österreich stehen weiterhin auch die zweistündlichen Züge zwischen München und Wien via Salzburg zur Verfügung. In Regensburg, Passau und Plattling ist das Fernverkehrsangebot in dieser Phase reduziert, in Straubing können keine Fernzüge halten. Ab 14. Juni gibt es wegen des Starts der Generalsanierung Regensburg – Passau weitere Einschränkungen im Fernverkehr zwischen Nürnberg, Regensburg, Passau und Wien. Die Fahrpläne im Fernverkehr sind bereits angepasst.

Hinweis für Redaktionen:

05. Februar 2026, 10:15 Uhr
München
Interimsstation entsteht am südlichen Bahnhofsausgang • Leistungsfähiger Betrieb des Hauptbahnhofs während der nächsten Bauschritte • Weitere Bau-Highlights 2026: Baubeginn für die U9 • Tunnelbau des Großprojekts geht in neue Phase

Die DB InfraGO hat heute den Baufahrplan 2026 für die 2. Stammstrecke vorgestellt. Demnach rückt der Münchner Hauptbahnhof als zentraler Bau- und Verkehrsknotenpunkt in den Fokus. Ab März 2026 beginnt am südlichen Bahnhofsausgang der Bau eines fünfgeschossigen Gebäudes, das ab Mitte 2027 und für die nächsten zehn Jahre zentrale Funktionen des Hauptbahnhofs übernimmt – darunter das Reisezentrum, Schließfächer, das Fundbüro sowie weitere Service- und Betriebsbereiche. Die DB investiert rund 20 Millionen Euro in den Bau.

„Der Interimsbahnhof ist der Schlüssel für alles, was jetzt folgt. Er ist ein vollwertiges Bahnhofsgebäude auf Zeit und hält den Betrieb stabil, während wir den neuen Hauptbahnhof und die 2. Stammstrecke weiterbauen“, sagt Gesamtprojektleiter Kai Kruschinski. 

Interimsbahnhof
Interimsbahnhof
Quelle: DB InfraGO
Interimsbahnhof - Quelle DB InfraGO

Weitere Arbeiten am Hauptbahnhof beinhalten den Abbruch des nördlichen Randbaus des Starnberger Flügelbahnhofs. Zudem wird die bisherige Baugrube am Zentralen Abgang nach Westen erweitert. Dort entsteht das Vorhaltebauwerk für die künftige U-Bahn-Linie U9, die das bestehende U-Bahn-Netz entlasten soll.

Am Hauptbahnhof und am Marienhof entstehen in mehr als 40 Metern Tiefe die künftig tiefsten Stationen Deutschlands. Am Marienhof wurde der tiefste Punkt der Baugrube bereits erreicht. 2026 startet der Bau der endgültigen Station mit den Innenwänden beginnend auf der Bahnsteigebene. Im Spätsommer dieses Jahres wird auch am Hauptbahnhof die maximale Aushubtiefe von 45 Meter erreicht. Anschließend erfolgt auch hier der Stationsausbau von unten nach oben.

Eine neue Phase erreicht das Großprojekt auch beim Tunnelbau. Ab September kommt erstmals eine der großen Tunnelbohrmaschinen zum Einsatz. Sie bohrt den Erkundungs- und Rettungsstollen zwischen Donnersbergerbrücke und Marienhof. Die 178 Meter lange und 700 Tonnen schwere Bohrmaschine wird derzeit bei der Herrenknecht AG in Schwanau gefertigt. Ab Juni wird sie nach München geliefert und am Tunnelportal an der Donnersbergerbrücke aufgebaut. Der maschinelle Vortrieb beginnt im Herbst. Die Maschine liefert wichtige Erkenntnisse zum Baugrund und bereitet so den späteren Bau der beiden Verkehrstunnel optimal vor. Deren Vortrieb ist ab 2028 geplant.

Auch entlang der Strecke gehen die Arbeiten voran. In Laim geht Gleis 2 mit einer neuen Bahnsteigkante in Betrieb. Am Ostbahnhof starten Spezialtiefbauarbeiten für die neue unterirdische Station sowie die Arbeiten für den Ausgangspunkt der vom Osten startenden Tunnelbohrmaschinen. Zudem ist der Baubeginn der Querung an der Berg-am-Laim-Straße vorgesehen.

Mit der 2. Stammstrecke stärken DB, Bund, Freistaat und die Landeshauptstadt München den öffentlichen Nahverkehr. Das Projekt erhöht die Kapazität der S-Bahn, verbessert die Betriebsstabilität und schafft Raum für weiteres Wachstum. Die Inbetriebnahme ist derzeit für den Zeitraum zwischen 2035 und 2037 geplant.

29. Januar 2026, 12:00 Uhr
München
Im Münchner Werk Steinhausen wird ein Zug via 5G aus der Distanz gesteuert • Deutschlandweit großes Potenzial für schnellere Abläufe bei Rangierfahrten und für stabileren Betrieb • Rollout abhängig von Finanzierung

Erstmals rangiert auf dem Werksgelände in München-Steinhausen eine ferngesteuerte S-Bahn. Der Lokführer bewegt sie von einem Bedienplatz im Gebäude aus. Im Betrieb kann diese Innovation Laufwege ersparen und die Abläufe im Rangierbetrieb beschleunigen. So könnten Fahrzeuge schneller wieder in den Einsatz für Fahrgäste gehen und zu einem verlässlichen Betrieb beitragen.

Die Tests mit einem umgerüsteten Fahrzeug der Baureihe 423 liefern wichtige Grundlagen und Erkenntnisse für die weitere Entwicklung der Technik, für die Zulassung und die Anwendung von Remote Train Operation (RTO) im alltäglichen Rangierbetrieb. Das mögliche Anwendungsfeld ist groß: Deutschlandweit sind rund 400 S-Bahnen der Baureihe 423 im Einsatz und der technische Ansatz wäre auf weitere Baureihen übertragbar.

Die DB hat für die Ausrüstung des Testfahrzeugs mit innovativer Technik des Zugherstellers Alstom und für den führerstandsähnlichen Bedienplatz rund eine Million Euro investiert. Dabei entstand für die notwendige Datenübertragung in Echtzeit außerdem ein eigenes 5G-Campus-Netz.

Demonstration von Remote Train Operation bei der S-Bahn München
Demonstration von Remote Train Operation bei der S-Bahn München
Quelle: Deutsche Bahn AG / Thomas Kiewning
Bei der Demonstration des Testbetriebs von "Remote Train Operation" in München-Steinhausen: DB-Konzernbevollmächtigter und S-Bahn-Chef Heiko Büttner, Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter und DB-Konzernvorstand Regionalverkehr Harmen van Zijderveld

Harmen van Zijderveld, DB-Konzernvorstand Regionalverkehr: „Züge per Fernsteuerung zu rangieren, kann unsere Mitarbeitenden entlasten und die Abläufe in unseren Werken erheblich beschleunigen. In nur vier Monaten haben wir das Testsystem auf die Schiene gebracht: vom lokalen 5G‑Netz bis zum Bedienplatz und der Technik im Zug. Damit beweisen wir, dass technische Innovationen auch mit bestehenden Fahrzeugen realisierbar sind.“

Christian Bernreiter, Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr: „Innovationen wie die ferngesteuerte S-Bahn zeigen, wie Digitalisierung den Bahnverkehr leistungsfähiger und zuverlässiger machen kann. Ich freue mich über das Engagement der S-Bahn München – das geht Hand in Hand mit dem Einsatz des Freistaats für den bayerischen Schienenverkehr. Durch den Test werden hier in München wichtige Grundlagen gelegt und wertvolle Erkenntnisse für einen möglichen Rollout in der Zukunft gewonnen. Mit dieser erstmals in Bayern zum Einsatz kommenden Technologie könnten in Zukunft viele Rangierarbeiten von einem zentralen Arbeitsplatz effizient durchgeführt werden.“

Aymeric Sarrazin, President Digital & Integrated Systems, Alstom: „Diese Technologie bringt den Führerstand zum Betreiber in der Leitzentrale und vereinfacht jede einzelne Bewegung im Depot. Wir schätzen die Zusammenarbeit mit der Deutschen Bahn und ihr Vertrauen, diesen ersten Testeinsatz mit uns umzusetzen.“

Demonstration von Remote Train Operation bei der S-Bahn München
Demonstration von Remote Train Operation bei der S-Bahn München
Quelle: Deutsche Bahn AG / Thomas Kiewning
Bei der Demonstration des Testbetriebs von "Remote Train Operation" in München-Steinhausen.

Auf dem Werksgelände in München Steinhausen zählt die S-Bahn täglich rund 350 Rangierbewegungen: Die Fahrzeuge werden zur Reinigung oder in die Werkshalle rangiert und für den Betrieb bereitgestellt. Diese Fahrten könnten künftig über 5G-Verbindungen aus der Ferne gesteuert werden. In Güterbahnhöfen steuern Rangierlokführer:innen Grundfunktionen ihrer Loks schon heute per Funk, während sie selbst an der Spitze eines geschobenen Zuges stehen.

Der Testbetrieb in Steinhausen setzt mit einer umfassenden 5G-basierten Steuerung aus größerer Distanz jetzt aber neue Maßstäbe in Deutschland. Das Fahrzeug lässt sich aus der Ferne nicht nur bewegen, die Mitarbeitenden können auch Türen schließen, die Beleuchtung einschalten oder Warnsignale abgeben. Große Displays zeigen am originalgetreuen Steuerpult Livebilder der Fahrt, während der Zug draußen komplett ferngesteuert fährt. Zusätzlich ist im Rahmen des Testbetriebs eine ortsunabhängige Steuerung per Tablet möglich.

Ob und wann RTO ausgerollt wird, hängt nun von der Finanzierung und eventuellen Fördermitteln für die weitere Entwicklung und Zulassung der Technik ab. Die für RTO benötigten Komponenten sind schon heute auf dem Markt verfügbar, eine Nachrüstung wäre technisch relativ schnell möglich: Finanzierung und Zulassung vorausgesetzt könnte der Rollout in München schon 2028 beginnen – noch vor der Digitalisierung der Infrastruktur.

Das Remote Operation Center ( © ALSTOM SA 2026. Alle Rechte vorbehalten I Flexi Desk I Advanced & Creative Design | ALSTOM™)

Fotos der Demonstration sind in der DB Mediathek abrufbar: https://mediathek.deutschebahn.com/marsDB/ko/de/8609596

20. Januar 2026, 11:45 Uhr
Marktoberdorf
Barrierefreier Ausbau des Bahnhofs Marktoberdorf mit Inbetriebnahme der Aufzüge jetzt vollständig abgeschlossen • Neuer Haltepunkt Marktoberdorf Nord am Netz • Investitionen von insgesamt rund 16,7 Millionen Euro durch Bund, Freistaat Bayern, DB und Stadt

Im Raum Marktoberdorf sind Ende 2025 zwei wichtige Meilensteine für die umweltfreundliche Mobilität vor Ort erreicht worden. Mit der erfolgreichen Inbetriebnahme der Aufzüge am Bahnhof konnte der dortige barrierefreie Ausbau jetzt vollständig abgeschlossen werden. Zusätzlich ging Mitte Dezember auch die neue Station Marktoberdorf Nord ans Netz. Gemeinsam haben Bund, Freistaat Bayern, Deutsche Bahn und die Stadt Marktoberdorf insgesamt rund 16,7 Millionen Euro in die zukunftsweisenden Bauprojekte investiert. Beim Umbau des Bahnhofs Marktoberdorf wurden seit April 2024 die bestehenden Bahnsteige vollständig zurückgebaut und durch zwei neue, barrierefreie Außenbahnsteige an Gleis 1 und Gleis 3 ersetzt. Fahrgäste erreichen den Bahnsteig an Gleis 1 über einen ebenerdigen Zugang und eine kurze Rampe, während eine neu gebaute Personenunterführung mit Aufzügen den Weg zum Bahnsteig an Gleis 3 erleichtert. Für einen erhöhten Komfort bei jedem Wetter sorgen neue Überdachungen und Wetterschutzeinrichtungen am Bahnhof. Ergänzend sind neue Sitzgelegenheiten, eine verbesserte Beleuchtung sowie ein modernes Informations- und Wegeleitsystem entstanden, das die Orientierung und Information am Bahnhof erheblich erleichtert. Ganz neu gebaut wurde der Haltepunkt Marktoberdorf Nord. Bereits seit dem Fahrplanwechsel am 14. Dezember halten dort mindestens stündlich Regionalzüge aus und in Richtung München und Augsburg. Die DB InfraGO errichtete die Station in nur rund sechs Monaten Bauzeit. Über Rampen ist der Haltepunkt ebenfalls barrierefrei nutzbar. In den nächsten Wochen folgen noch Restarbeiten vor Ort. Ulrich Lange, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr: „Heute ist ein Tag des Feierns für die Stadt Marktoberdorf und die gesamte Region: Die Verkehrsstation Marktoberdorf wurde vollständig barrierefrei umgestaltet und somit fit für die Zukunft gemacht. Hier können nun Systemkreuzungen der Züge mit gleichzeitiger Einfahrt stattfinden, um den neuen zusätzlichen Halt in Markoberdorf Nord und einen zuverlässigen Stundentakt auf der gesamten Relation Buchloe – Füssen zu ermöglichen.“ Bayerns Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr, Christian Bernreiter, vor Ort vertreten von Amtschef Dr. Thomas Gruber: „Unser Ziel ist eine Mobilität, die niemanden ausschließt. Mit der offiziellen Inbetriebnahme des nunmehr barrierefreien Bahnhofs in Marktoberdorf gehen wir heute wieder einen wichtigen Schritt. Um den Ausbau barrierefreier Stationen voranzutreiben, stellt der Freistaat freiwillig jährlich bis zu 50 Millionen Euro zur Verfügung. Mit Erfolg: Mittlerweile können rund 82 Prozent der Fahrgäste ohne bauliche Hindernisse an Bahnhöfen reisen.“Heiko Büttner, DB-Konzernbevollmächtigter für den Freistaat Bayern: „Wir möchten, dass mehr Menschen Bahn fahren. Dafür machen wir unsere Bahnhöfe attraktiver und komfortabler – so auch in Marktoberdorf. Ob im Rollstuhl, mit Kinderwagen oder Fahrrad: Der Bahnhof ist nun für alle gleichermaßen nutzbar. Zusätzlich ist mit dem Haltepunkt Marktoberdorf Nord noch ein weiterer Zugang zur umweltfreundlichen Schiene entstanden – ein Gewinn für die gesamte Region.“Dr. Wolfgang Hell, Erster Bürgermeister der Stadt Marktoberdorf: „Gemeinsam mit dem im Bau befindlichen Busbahnhof und Park&Ride für Radfahrer und PKW haben wir dann eine zukunftsweisende ‚Mobilitätsdrehscheibe‘.“

Eröffnung barrierfrei ausgebauter Bahnhof Marktoberdorf
Eröffneten symbolischen den barrierefrei ausgebauten Bahnhof Marktoberdorf (von hinten links.): Dr. Thomas Gruber (Amtschef des Bayerischen Staatsministeriums für Wohnen, Bau und Verkehr), Bernhard Pohl (Mitglied des Bayerischen Landtags), Stephan Stracke (Mitglied des Bundestages), Ulrich Lange (Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr), Andreas Kaufmann (Mitglied des Bayerischen Landtags), Heiko Büttner (DB-Konzernbevollmächtigter für den Freistaat Bayern), Dr. Wolfgang Hell (Erster Bürgermeister der Stadt Marktoberdorf), Maria Rita Zinnecker (Landrätin Ostallgäu) sowie Waltraud Joa (vorne, Behindertenbeauftragte der Stadt Marktoberdorf).
Eröffnung barrierfrei ausgebauter Bahnhof Marktoberdorf
Quelle: Deutsche Bahn / Kathrin Kratzer

Eröffneten symbolischen den barrierefrei ausgebauten Bahnhof Marktoberdorf (von hinten links.): Dr. Thomas Gruber (Amtschef des Bayerischen Staatsministeriums für Wohnen, Bau und Verkehr), Bernhard Pohl (Mitglied des Bayerischen Landtags), Stephan Stracke (Mitglied des Bundestages), Ulrich Lange (Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr), Andreas Kaufmann (Mitglied des Bayerischen Landtags), Heiko Büttner (DB-Konzernbevollmächtigter für den Freistaat Bayern), Dr. Wolfgang Hell (Erster Bürgermeister der Stadt Marktoberdorf), Maria Rita Zinnecker (Landrätin Ostallgäu) sowie Waltraud Joa (vorne, Behindertenbeauftragte der Stadt Marktoberdorf).

19. Januar 2026, 12:00 Uhr
Dillingen
Aufzüge, eine moderne Bahnsteigausstattung sowie neue Informations- und Wegeleitsysteme sorgen für mehr Komfort für die Fahrgäste • Bund, Freistaat, DB und Stadt investierten rund 21,5 Millionen Euro

Der barrierefreie Ausbau des Bahnhofs Dillingen ist Ende 2025 bis auf wenige Restarbeiten erfolgreich abgeschlossen worden. Mit der Fertigstellung steht den Reisenden ein rundum modernisierter und vollständig barrierefreier Bahnhof zur Verfügung. Insgesamt wurden rund 21,5 Millionen Euro aus Mitteln des Bundes, des Freistaats Bayern, der Stadt Dillingen und der Deutschen Bahn investiert.Im Rahmen der umfassenden Modernisierung hat die DB sowohl den Haus- als auch den Mittelbahnsteig komplett neu gebaut und erhöht. Die Bahnsteige sind über die neue Personenunterführung dank moderner Aufzüge barrierefrei erreichbar. Auch können die Fahrgäste nun stufenfrei in die Züge einsteigen. Ein taktiles Blindenleitsystem erleichtert sehbehinderten Menschen die Orientierung. Diese zeitgemäße Bahnsteigausstattung mit einem neuen Informations- und Wegeleitsystem sowie einer Überdachung am Bahnsteig 2/3 und einem Wetterschutzhaus am Bahnsteig 1 erhöht den Komfort und die Sicherheit bei jedem Wetter.Ulrich Lange, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr: „Der vollständig barrierefreie Ausbau des Bahnhofs Dillingen zeigt, was bewegt werden kann, wenn alle Akteure trotz der vielen Unabwägbarkeiten und Verzögerungen gemeinsam anpacken. Der Bund hat dieses Vorhaben mit 13,8 Mio. Euro im Rahmen der Förderinitiative zur Attraktivitätssteigerung und Barrierefreiheit von Bahnhöfen gefördert und ermöglicht damit für viele Menschen in Dillingen mehr Selbstständigkeit und Komfort“.Bayerns Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr, Christian Bernreiter, vor Ort vertreten von Alexander Bonfig, Abteilungsleiter Schienen- und Luftverkehr: „Barrierefreiheit an Bahnhöfen ist ein zentrales Anliegen des Freistaats. Um wie hier in Dillingen das Tempo deutlich zu erhöhen, beteiligen wir uns deshalb freiwillig finanziell am Ausbau und stellen dafür jährlich bis zu 50 Millionen Euro zur Verfügung. Damit schaffen wir mehr Barrierefreiheit in Bayern und einen attraktiven Bahnverkehr für alle.“Heiko Büttner, DB-Konzernbevollmächtigter für den Freistaat Bayern: „Wir möchten, dass mehr Menschen Bahn fahren. Dafür machen wir unsere Bahnhöfe attraktiver und komfortabler – so auch in Dillingen. Ob im Rollstuhl, mit Kinderwagen oder Fahrrad: Der Bahnhof ist nun für alle gleichermaßen nutzbar – ein großer Gewinn für die gesamte Region.“Frank Kunz, Oberbürgermeister der Stadt Dillingen: „Für Dillingen als ‚Stadt der Caritas‘ ist es eine gute Nachricht, dass der schon lange von Stadt und Bürgerschaft geforderte barrierefreie Ausbau nun abgeschlossen werden konnte. Mit Überzeugung hat sich die Stadt an den Kosten beteiligt und auf diese Weise den Durchstich von der Gleismitte in Richtung Norden ermöglicht. Danken möchten wir ausdrücklich dem Parlamentarischen Staatssekretär, unserem MdB Ulrich Lange, der sich mit großem Einsatz und Erfolg für die Umsetzung und Finanzierung dieser Maßnahme stark gemacht hat. Nachdem dieser Meilenstein nun erreicht ist, erwarten wir jetzt mit Interesse die Planungen der Bahn für die Aufwertung des Dillinger Bahnhofs im angekündigten ‚Programm Zukunftsbahnhöfe‘.“