Deutsche Bahn

Deutschland braucht eine starke Schiene: Für das Klima. Für die Menschen. Für die Wirtschaft. Für Europa.

DB bekennt sich mit neuer Strategie zu ihrer Verantwortung für Klima und Gesellschaft • Mehr Mitarbeiter, mehr Züge, mehr Verkehr auf der Schiene • Jetzt gemeinsamer Kraftakt von DB, Branche und Politik vonnöten

Mit ihrer neuen Strategie „Starke Schiene“ setzt die DB voll auf Wachstum im Personen- und Güterverkehr und den Ausbau der Kapazitäten. Denn Deutschland wird seine Klimaziele nur erreichen, wenn es im kommenden Jahrzehnt gelingt, massiv Verkehr auf die Schiene zu verlagern. 

Die DB wird zweistellige Milliardenbeträge in neue Züge investieren und die Betriebsleistung auf dem Netz um 30 Prozent steigern. Die Anzahl der Reisenden im Fernverkehr soll sich auf mehr als 260 Millionen pro Jahr verdoppeln. Zudem stellt der Konzern allein in den nächsten Jahren über 100.000 neue Mitarbeiter ein. Statt heute 20 Millionen sollen künftig täglich 40 Millionen Menschen die Bahnhöfe der DB nutzen. Und bereits im Jahr 2038 wird das Unternehmen zu 100 Prozent mit Strom aus erneuerbaren Energien fahren. Unter dem Strich werden mehr Züge, mehr Trassen und mehr Mitarbeiter die klimafreundliche Schiene pünktlicher, moderner und damit deutlich wettbewerbsfähiger machen. 

Durch mehr Verbindungen und einen höheren Takt schafft die DB einen klaren Mehrwert für die Kunden. Das gelingt auch durch den verstärkten Einsatz digitaler Technologien, die einen mühelosen Wechsel zwischen Verkehrsmitteln einfach, schnell und bequem ermöglichen.

Ende des vergangenen Jahres hatte der DB-Vorstand mit der „Agenda für eine bessere Bahn“ begonnen, zusätzliche Kapazitäten zu schaffen, Qualität und Pünktlichkeit zu erhöhen und die Kundenzufriedenheit zu verbessern. Mit der neuen Dachstrategie „Starke Schiene“ wird jetzt ein größerer Rahmen geschaffen, der deutlich macht, wofür der DB-Konzern steht und welche Richtung zukünftig verfolgt wird. Mit der neuen Strategie werden zentrale verkehrs- und klimapolitische Ziele der Bundesregierung in Angriff genommen.

Um die ehrgeizigen Vorhaben zu realisieren, ist ein gemeinsamer Kraftakt der Deutschen Bahn, der gesamten Branche und der Politik vonnöten.

Darum braucht Deutschland eine starke Schiene:

FÜR DAS KLIMA

  • Eine Reduktion des CO2-Ausstoßes um 10,5 Mio Tonnen jährlich durch Verlagerung von Verkehr auf die Schiene.

FÜR DIE MENSCHEN

  • Eine Verdopplung der Passagierzahlen im Schienenpersonenfernverkehr. Täglich fünf Millionen PKW-Fahrten und 14.000 Flugreisen weniger in Deutschland.

FÜR DIE WIRTSCHAFT

  • Wachstum des Modalanteils des Schienengüterverkehrs von 18 auf 25 Prozent. Das entspricht 13 Millionen weniger Lkw-Fahrten pro Jahr auf deutschen Straßen.

FÜR EUROPA

  • Eine Verwirklichung der europäischen Vernetzung durch die „Starke Schiene“.


So wird die starke Schiene umgesetzt: 

Fernverkehr

Eines der wichtigsten Ziele für die nächsten Jahre ist ein dichterer Takt im Fernverkehr: Bis 2030 sollen rund 30 deutsche Metropolen zweimal stündlich direkt miteinander verbunden sein. Nachbar-Metropolen innerhalb Europas werden im Stundentakt erreicht. Weitere sieben Millionen Menschen und damit dann mehr als 80 Prozent der Bevölkerung erhalten Zugang zum Fernverkehrsnetz durch die Anbindung von kleinen und mittleren Städten mindestens im Zweistundentakt.

Die Fahrzeugflotte des Fernverkehrs wächst auf bis zu 600 Züge. Die Kapazität erhöht sich um 100 Prozent. Für die Buchung wird die DB beispielsweise den DB Navigator ausbauen und Tür-zu-Tür-Lösungen inklusive permanenter Echtzeit-Daten anbieten. Bis 2021 wird es kostenfreies WLAN in der gesamten Fernverkehrsflotte geben. Um die Instandhaltung der gewachsenen Flotte zu bewältigen, baut die DB ihre Werke aus und setzt auch hier auf digitale Unterstützung etwa durch neue Technologien, digitale Scans der Züge sowie KI- und IoT-Lösungen.

Nahverkehr

Für die starke Schiene spielt eine starke regionale und urbane Mobilität eine wichtige Rolle. Im Nahverkehr gilt es daher, verstärkt andere Verkehrsträger einzubeziehen – etwa durch Plattformen für die gemeinsame Nutzung von Autofahrten oder das Teilen von Rollern und Scootern. Hierfür geht die DB Beteiligungen und Partnerschaften ein oder entwickelt eigene Produkte. Das DB-Unternehmen Mobimeo etwa entwickelt Technologien, um im Nahverkehr verschiedene Verkehrsträger auf einer einzigen Buchungsplattform anzubieten. Hierzu wird es kurzfristig Pilotprojekte in neun deutschen Städten geben. So sollen im Nahverkehr und ÖPNV eine Milliarde Fahrgäste zusätzlich gewonnen werden. 

Zudem wird sich die DB zukünftig auch stärker auf die Dienstleistungen für die Nahverkehrsbranche fokussieren, insbesondere bei Instandhaltung und Fahrzeug-Poolbetrieb.

Güterverkehr

Auf den wichtigsten europäischen Korridoren wird das Angebot bedeutend ausgebaut. Allein auf deutschen Schienen wird DB Cargo 70 Prozent mehr Güter transportieren – nicht zuletzt mit 300 neuen Loks.

In den Terminals des Kombinierten Verkehrs, Railports, Zugbildungsanlagen und Güterverkehrsstellen setzt die DB auf neue Technologien für effizientere und zügigere Abläufe. Digitale Plattformen erleichtern dem Kunden die Buchung von Transporten und das Nachverfolgen der Sendung.

68.000 Güterwagen werden mit intelligenter Sensorik zur Vorhersage von Störungen ausgestattet. So sollen die Aufenthaltszeiten der Züge im Werk gesenkt und gleichzeitig die Reparaturquote erhöht werden.

Schienennetz

Die DB wird gemeinsam mit der Politik massiv in den Aus- und Neubau von Strecken und Knoten investieren. Für den Güterverkehr werden zusätzliche Terminals gebaut. Mehr Kapazitäten werden auch durch die Digitalisierung des Bahnbetriebs möglich – Digitale Schiene Deutschland ist hier der entscheidende Schlüssel zum Erfolg: Die DB wird das europaweit einheitliche digitale Zugleitsystem ETCS und digitale Stellwerke in den kommenden 20 Jahren flächendeckend einführen – und so Störungen reduzieren und eine engere Taktung von Zügen sowie höhere Geschwindigkeiten ermöglichen.

Dabei wird es auch darum gehen, die Abläufe besser zu organisieren: Baustellen so bündeln, dass die Auswirkungen auf den Betrieb möglichst gering ausfallen; Geschwindigkeitsprofile der Züge so harmonisieren, dass ein höherer Durchsatz an Zügen möglich ist – dies sind nur zwei Beispiele, die viel bewirken.

Personenbahnhöfe

Im Zuge der Verkehrsverlagerung werden Bahnhöfe künftig zu Mobilitätshubs, an denen der flexible Wechsel zwischen Mobilitätsangeboten Normalität sein wird. Die Bahnhöfe werden etwa Elektro-Ladestationen für Autos, E-Scooter und Pedelecs anbieten und bis 2022 gemeinsam mit dem Bundesumweltministerium rund 100.000 neue Fahrradstellplätze zur Verfügung stellen.

Als pulsierende Zentren der Städte bündeln sie Möglichkeiten zum Essen, Einkaufen und Arbeiten unter einem Dach. Statt heute 20 Millionen sollen künftig täglich 40 Millionen Menschen die Bahnhöfe der DB nutzen.