Deutsche Bahn
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DB auf Kurs zur Klimaneutralität bis 2050

Ökostrom-Anteil im Bahnstrom wächst rasant: 80 Prozent bis 2030 • 15 größte Bahnhöfe in Deutschland seit Januar grün

Die Bahn ist der klimafreundlichste Verkehrsträger. Diesen Umweltvorteil baut die DB konsequent aus und schärft dabei von Jahr zu Jahr weiter ihre Zielsetzungen. Bis 2030 peilt das Unternehmen die Halbierung der spezifischen CO₂-Emissionen über alle weltweiten Verkehre im Vergleich zu 2006 an. 2050 wird die Deutsche Bahn klimaneutral.


Dr. Lutz, DB-Vorstandsvorsitzender: "Die Schiene ist elementar für den Klimaschutz in Deutschland.“

Bis 2030 soll der Anteil an erneuerbaren Energien im DB-Bahnstrommix auf 80 Prozent ansteigen. Bereits 2018 speiste das Unternehmen 57 Prozent Ökostrom in das Netz ein. Seit dem 1. Januar 2018 sind alle Reisenden im DB Fernverkehr mit 100 Prozent Ökostrom unterwegs.

Mehr Ökostrom und weniger CO2 – darauf zielt auch das Angebot „EcoPlus“ von DB Cargo. Kunden können ihre Transporte auf der Schiene mit Strom aus 100 Prozent erneuerbaren Energien durchführen lassen. DB Cargo und auch DB Regio werden in den nächsten Jahren in ihren Bereichen weiter in Ökostrom investieren.

Die DB ist heute der größte Ökostromverbraucher in Deutschland.  In den kommenden Jahren wird das Unternehmen rund 50 Millionen Euro zusätzlich in den aktiven Klimaschutz investieren. 

DB-Vorstandsvorsitzender Dr. Richard Lutz: „Wir verbessern kontinuierlich die eigenen Prozesse und unterstützen unsere Kunden im Personenverkehr und im Güterverkehr dabei, ihren CO₂-Fußabdruck weiter zu verringern. Ich bin fest davon überzeugt: Als umweltfreundlichster Verkehrsträger ist die Schiene heute und in Zukunft elementar für besseren Klimaschutz in Deutschland. Als DB nehmen wir den Auftrag an, das System Schiene stark und attraktiv zu machen.

DB-Bahnstrommix

Erneuerbare Energie im DB-Bahnstrommix









Die 15 größten Bahnhöfe sind grün
DB Station&Service baut den Anteil erneuerbarer Energie aus: Schon heute werden die 15 meist frequentierten Verkehrsstationen in Deutschland mit Ökostrom versorgt. Rund 4,26 Millionen Menschen besuchen täglich diese 15 Bahnhöfe, darunter sechs Stationen in Berlin, die Hauptbahnhöfe von Hamburg, Köln und Frankfurt (Main) sowie in München die Stationen Hauptbahnhof und Marienplatz.

Lärmschutz: 85 Prozent der Cargo-Flotte auf leisen Sohlen


Ein leiser Güterverkehr ist eine Grundvoraussetzung für die Verlagerung von der Straße auf die klimafreundliche Schiene. Ein zentrales Unternehmensziel ist daher die Reduzierung des Schienenverkehrslärms, die auf zwei Säulen fußt: 

  • Die Umrüstung von Güterwagen auf so genannte Flüsterbremsen.
  • Die Lärmsanierung an Strecken – mit Schutzwänden und Schallschutzfenstern.

Parallel werden neue Techniken an Fahrzeugen und an den Gleisen entwickelt, die künftig noch besser gegen Schienenlärm schützen werden.

Bund und Deutsche Bahn haben seit 1999 – in den zurückliegenden 20 Jahren - über 1,4 Milliarden Euro in Schallschutzwände und Lärmschutzmaßnahmen in Wohnungen investiert.

Schwerpunkte bei der Lärmsanierung

Allein 2018 wurden rund 100 Millionen Euro in Lärmschutz an den bestehen Strecken investiert. 45 Kilometer Schallschutzwände wurden 2018 errichtet und über 2.200 Wohnungen mit Lärmschutzmaßnahmen ausgestattet. An rund 1.800 Streckenkilometern ist es seit Beginn des Freiwilligen Lärmsanierungsprogramm des Bundes für die Anwohner ruhiger geworden. 60.600 Wohnungen haben von Lärmschutzmaßnahmen profitiert.

Derzeit rollen bei der Deutschen Bahn bereits 85 Prozent der Gesamtflotte von DB Cargo auf leisen Sohlen durch Deutschland. Konkret heißt das, rund 53.000 DB-Güterwagen sind aktuell mit der sogenannten Flüsterbremse umgerüstet. Rund 10 Dezibel weniger Lärm geht so vom vorbeifahrenden Zug aus. Dies entspricht einer Halbierung des wahrgenommenen Rollgeräusches.



Andreas Gehlhaar, Leiter Umwelt und Lärmschutzbeauftragter der DB

„Im Mittelpunkt unserer Strategie für mehr Lärmschutz steht die Entlastung der Menschen, die entlang der Strecken leben. Deshalb werden wir unser Versprechen einlösen und bis 2020 den Lärm an Bahnstrecken halbieren. Das ist gleichzeitig ein aktiver Beitrag für den Klimaschutz. In Deutschland soll mehr Verkehr auf die umweltfreundliche Schiene, und dafür brauchen wir die Akzeptanz der Menschen“ 

Andreas Gehlhaar, 
Leiter Umwelt & Lärmschutzbeauftragter der DB


Maßnahmen zum Lärmschutz


Arten- und Naturschutz

Hunderte seltener Tierarten leben entlang von Gleisen und DB-Anlagen, da sie andernorts keinen Lebensraum mehr finden. Die Deutsche Bahn engagiert sich, um diese Artenvielfalt zu schützen, indem sie beim Bau oder Betrieb von Bahnanlagen den Eingriff in die Natur so gering wie möglich hält. Umweltexperten der DB kümmern sich um Zauneidechsen, Schlingnattern, Fledermäuse, Kraniche, Wildpferde oder Wildbienen.

Wildnis Bahn: Der Arten- und Naturschutz bei der DB

Infografik zum Download:


Klimastudie bestätigt: DB muss sich gegen Klimawandel wappnen

Ergebnisse der Studie des Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung im Überblick:

  • Die Zahl der Witterungsextreme nimmt zu. 
  • Stürme verschieben sich teils in die grünere Jahreszeit. Bäume sind dann noch belaubt und bieten mehr Angriffsfläche.
  • Mehr Starkregen in Teilen Deutschlands. Infolgedessen kann es häufiger zu Hochwassern oder zum Unterspülen von Bahndämmen kommen.
  • Hitze nimmt zu, Kälte und Schnee werden weniger.

Die DB reagiert auf die Studienergebnisse mit einer 5-Punkte-Strategie:

  • Vegetationsmanagement
  • Hitzeresistente Fahrzeuge
  • Widerstandsfähige Technik
  • Sicherungen gegen Starkregen
  • Weniger CO2-Emissionen