Deutsche Bahn
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DB steigert Ökostrom bis 2030 auf 80 Prozent

Die 15 größten Bahnhöfe in Deutschland ab 2019 nur noch mit Strom aus erneuerbaren Energien

Die Bahn baut ihren Umweltvorteil bei den Verkehrsträgern weiter aus. Bis 2030 soll der Anteil an erneuerbaren Energien im DB-Bahnstrommix auf 80 Prozent ansteigen. Bereits 2018 speist das Unternehmen 57 Prozent Ökostrom in das Netz ein. Das ist ein Anstieg bei Strom aus erneuerbaren Energien gegenüber dem Vorjahr von 13 Prozent. Ursprünglich war ein Anteil von 70 Prozent Ökostrom am Bahnstrom bis 2030 geplant.

Die DB ist damit schon heute der größte Ökostromverbraucher in Deutschland.  In den kommenden Jahren wird das Unternehmen rund 50 Millionen Euro zusätzlich in den aktiven Klimaschutz investieren.

DB-Bahnstrommix

Erneuerbare Energie im DB-Bahnstrommix


Spezifischer Ausstoß der Treibhausgase wird bis 2030 mehr als halbiert
  • Seit dem 1. Januar 2018 sind alle Reisenden im DB Fernverkehr mit 100 Prozent Ökostrom unterwegs.
  • Ziel für 2030 ist die Halbierung der spezifischen CO₂-Emissionen über alle weltweiten Verkehre im Vergleich zu 2006. Das ist ein enormer Zwischenschritt zum klimaneutralen Konzern, was sich die DB für das Jahr 2050 vorgenommen hat.
  • Damit ist die Deutsche Bahn das klimafreundlichste Verkehrsunternehmen.

DB-Vorstandsvorsitzender Dr. Richard Lutz

"Wir spielen den Klimavorteil der Schiene noch stärker und ganz bewusst aus. Bahnfahren ist gelebter Klimaschutz. Kein anderes Verkehrsmittel schont die Umwelt so wirksam und nachhaltig.“
DB-Vorstandsvorsitzender Dr. Richard Lutz

Dachbotschaft





 


Ab 2019: Die 15 größten Bahnhöfe werden grün
DB Station&Service baut den Anteil erneuerbarer Energie aus: Ab Januar 2019 werden die 15 meist frequentierten Verkehrsstationen in Deutschland mit Ökostrom versorgt. Rund 4,26 Millionen Menschen besuchen täglich diese 15 Bahnhöfe, darunter sechs Stationen in Berlin, die Hauptbahnhöfe von Hamburg, Köln und Frankfurt (Main) sowie in München die Stationen Hauptbahnhof und Marienplatz.




Der ICE 4 - Das neue Öko-Flaggschiff unserer Fernverkehrsflotte

Der ICE 4 ist ein wahres Leichtgewicht. Trotz seiner 830 Sitzplätze ist der modernste ICE mit 670 Tonnen Leergewicht mehr als 100 Tonnen leichter als ein ICE 1. Damit liegt sein Energieverbrauch je Sitzplatz um bis zu 22 Prozent niedriger.

ICE 4 unterwegs auf der Schnellfahrstrecke Hannover - Fulda bei Morschen

Zudem wurde bei der Konstruktion des ICE 4 auf umweltfreundliche und recyclebare Materialien geachtet.
Zum Fahrplanwechsel in vier Wochen fährt der ICE 4 erstmals auch von Berlin auf der neuen Hochgeschwindigkeitsstrecke nach München, ebenso zwischen Berlin und Hamburg sowie auf der Schnellverbindung Köln – Frankfurt und Stuttgart. Auch zwischen Hamburg und Köln sind erste ICE 4 unterwegs. Insgesamt werden bis Jahresende 25 ICE 4-Züge im Einsatz sein. Das bedeutet mehr Platz, mehr Komfort und mehr Angebot für Reisende.


So spart die DB auch in anderen Bereichen Energie und Ressourcen:

Weniger CO₂-Emissionen – das heißt für die DB, den Energieverbrauch der Fahrzeuge kontinuierlich zu senken. Hier setzt der Konzern auf die Modernisierung. 

Beispielsweise 

  1. mit der Hybridisierung der Diesel-Flotte, 
  2. der  Ausrüstung des Netzes und von Fahrzeugen mit moderner Leit- und Sicherungstechnik (ETCS/Digitale Stellwerkstechnik), 
  3. die Entwicklung und Implementierung alternativer Antriebe. 

Die DB hat dazu bereits erste Piloten gestartet, zum Beispiel setzt sie in Würzburg und Nürnberg Hybrid-Rangierlokomotiven ein, die sowohl den Ausstoß von Treibhausgasen als auch von Luftschadstoffen deutlich reduzieren.

ICE 4 - Das neue Flaggschiff
Seit Dezember 2017 ist der ICE 4, das neue Flaggschiff des Fernverkehrs, auf den Schienen unterwegs. Er weist mit seinen Powercars ein neuartiges Antriebskonzept auf und verfügt über eine innovative Klimaanlage mit redundantem Kältekreislauf. Durch verbesserte Aerodynamik und neu konstruierte innengelagerte Drehgestelle erreicht der ICE 4 gegenüber dem ICE 1 eine deutliche Energie- und Gewichtseinsparung.

DB Schenker, der Logistikbereich der DB, wird seine Treibhausgasemissionen zwischen 2006 und 2030 um 40 Prozent reduzieren. Zusätzlich wird der Konzern in der internationalen Logistik trotz einer angestrebten deutlichen Leistungssteigerung treibhausgasneutral wachsen. Zugute kommt hier, dass DB Schenker alle Verkehrsmittel verknüpfen kann – ob zu Lande, zu Wasser oder in der Luft.

Mehr Ökostrom und weniger CO2 – darauf zielt auch das Angebot „EcoPlus“ von DB Cargo. Kunden können ihre Transporte auf der Schiene mit Strom aus 100 Prozent erneuerbaren Energien durchführen lassen. DB Cargo und auch DB Regio werden in den nächsten Jahren in ihren Bereichen weiter in Ökostrom investieren. 

Weitere Informationen: 

http://www.deutschebahn.com/de/nachhaltigkeit/umweltvorreiter/aktuelle_umweltthemen/
15337128/ecotransit.html

Das ist grün. Unter diesem Motto stellt die DB seit über einem Jahr kompakt die gesamte Bandbreite und Vielfalt ihrer Umweltprojekte vor - vom Ökostrom der Fernverkehrszüge, über Recyclingprojekte, moderne Lärmschutztechnologien bis hin zu zahlreichen Artenschutzmaßnahmen für Bienen oder Falken.

Aktuell gibt es über 140 Projekte. Wo es möglich ist, werden sie sichtbar mit einem Signet markiert. Dieses zeigt eine Zahl und eine entsprechende Botschaft, die den umweltfreundlichen Aspekt beschreibt. Der ICE fährt beispielsweise unter dem Signet „Nr. 01 – Unterwegs mit Ökostrom.“. Der grüne Bahnhof erhält das Signet „Nr. 06 – Volle Energie. Null CO2. Der grüne Bahnhof.“

Weitere Beispiele: 
http://www.deutschebahn.com/gruen

Lärmschutz ist Umweltschutz

Ein leiser Güterverkehr ist eine Grundvoraussetzung für die Verlagerung von der Straße auf die klimafreundliche Schiene. Ein zentrales Unternehmensziel ist daher die Reduzierung des Schienenverkehrslärms, die auf zwei Säulen fußt: 

  • Die Umrüstung von Güterwagen auf so genannte Flüsterbremsen.
  • Die Lärmsanierung an Strecken – mit Schutzwänden und Schallschutzfenstern.

Parallel werden neue Techniken an Fahrzeugen und an den Gleisen entwickelt, die künftig noch besser gegen Schienenlärm schützen werden.

Andreas Gehlhaar, Leiter Umwelt und Lärmschutzbeauftragter der DB

 


„Wir wollen mehr Verkehr auf die grüne Schiene bringen – als aktiven Beitrag zum Klimaschutz. Dafür brauchen wir die Akzeptanz der Menschen vor Ort. Auch deshalb werden wir unser Versprechen einlösen, den Schienenlärm bis 2020 zu halbieren.“ 

Andreas Gehlhaar, 
Leiter Umwelt & Lärmschutzbeauftragter der DB



Maßnahmen zum Lärmschutz


Arten- und Naturschutz

Hunderte seltener Tierarten leben entlang von Gleisen und DB-Anlagen, da sie andernorts keinen Lebensraum mehr finden. Die Deutsche Bahn engagiert sich, um diese Artenvielfalt zu schützen, indem sie beim Bau oder Betrieb von Bahnanlagen den Eingriff in die Natur so gering wie möglich hält. Umweltexperten der DB kümmern sich um Zauneidechsen, Schlingnattern, Fledermäuse, Kraniche, Wildpferde oder Wildbienen.

Wildnis Bahn: Der Arten- und Naturschutz bei der DB

Infografik zum Download:


Klimastudie bestätigt: DB muss sich gegen Klimawandel wappnen

Ergebnisse der Studie des Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung im Überblick:

  • Die Zahl der Witterungsextreme nimmt zu. 
  • Stürme verschieben sich teils in die grünere Jahreszeit. Bäume sind dann noch belaubt und bieten mehr Angriffsfläche.
  • Mehr Starkregen in Teilen Deutschlands. Infolgedessen kann es häufiger zu Hochwassern oder zum Unterspülen von Bahndämmen kommen.
  • Hitze nimmt zu, Kälte und Schnee werden weniger.

Die DB reagiert auf die Studienergebnisse mit einer 5-Punkte-Strategie:

  • Vegetationsmanagement
  • Hitzeresistente Fahrzeuge
  • Widerstandsfähige Technik
  • Sicherungen gegen Starkregen
  • Weniger CO2-Emissionen