Artikel: Bahnübergangsschließung Münster-Sudmühle: Bürger:innen können Planungsunterlagen aktuell einsehen
Wichtiger Meilenstein für das Bahnprojekt rund um die Schließung zweier Bahnübergänge in Münster-Sudmühle: Nachdem das Projektteam erst im Mai 2026 die Planungsunterlagen für das Bauvorhaben beim Eisenbahn-Bundesamt (EBA) eingereicht hat, läuft nun bereits die Offenlage der Unterlagen.
Die Unterlagen sind noch bis Montag, 5. Oktober 2026 online im zentralen UVP-Portal des Bundes einsehbar. Bis Freitag, 16. Oktober können betroffene Bürger:innen, Unternehmen, Organisationen oder andere juristische Personen, sowie anerkannte Umwelt- und Naturschutzvereinigungen Einwände gegen die Planungen erheben. Träger:innen öffentlicher Belange können ihre Stellungnahmen zum Projekt bis einschließlich Donnerstag, 3. Dezember 2026, online abgeben.
Die Einwendungen sind elektronisch über das Antrags- und Beteiligungsportal des Bundes für Verkehr und Offshore-Vorhaben zu erheben. Es ist ebenso möglich, Einwendungen per E-Mail an Kanzlei-Sb1-esn-kln@eba.bund.de zu richten.
Das EBA wird die Einwände prüfen, zwischen allen Interessen abwägen und entsprechende Lösungen erarbeiten. Erst mit Abschluss dieses Prozesses wird der Planfeststellungsbeschluss erlassen und damit das Baurecht erteilt.
Auf Verlangen von Beteiligten kann die Anhörungsbehörde eine leicht zu erreichende Zugangsmöglichkeit zur Verfügung stellen. Betroffene können sich hierfür während der Dauer der Veröffentlichung schriftlich an das Eisenbahn-Bundesamt, Außenstelle Essen (Hachestraße 61, 45127 Essen) oder per Mail an Kanzlei-Sb1-esn-kln@eba.bund.de wenden.
Das Projekt im Überblick
In Münster-Sudmühle plant die DB InfraGO den Bau einer neuen Straßenüberführung. Hierfür entfallen zukünftig die beiden Bahnübergänge „Sudmühlenstraße“ und „Mariendorfer Straße“. Hintergrund ist die Verlängerung eines Überholgleises für Güterzüge, damit schnellere Personenzüge langsame Güterzüge besser überholen können. So lassen sich Kapazitätsengpässe verringern und der Bahnbetrieb insgesamt stabiler organisieren. Die Planungen werden eng mit der Stadt Münster abgestimmt.
Die Anpassungen in Münster-Sudmühle sind Teil des bundesweiten Programms „740 Meter-Netz“. Ziel ist es, längere Güterzüge häufiger und geordnet überholen zu können, ohne den Personenverkehr auszubremsen. Damit reduziert die DB InfraGO Verspätungen und schafft zusätzliche Kapazitäten im Netz, wovon nach Abschluss der Arbeiten sowohl Güterzüge als auch Reisende im Personenverkehr profitieren.
Weitere Informationen finden Interessierte online unter https://bahnknoten-koeln.deutschebahn.com/db/muenster-sudmuehle-bahnuebergaenge-740-meter-netz.html