Artikel: Neuer Ersatzverkehr nach Brückenhavarie in Kirchhundem
Nach der Havarie eines Brückenteils in Kirchhundem passen der Nahverkehr Westfalen-Lippe (NWL) und die Deutsche Bahn (DB) das Ersatzkonzept mit Bussen auf der Ruhr-Sieg-Strecke an. Damit reagieren Aufgabenträger und DB auf die notwendige Unterbrechung des Verkehrs an der nicht vollendeten Eisenbahnüberführung. Die DB arbeitet mit ihren Auftragnehmern auf der Baustelle parallel an einem Bergungskonzept für das havarierte Brückenteil.
Im Nahverkehr gilt vom 15. September (21.00 Uhr) bis zum 27. September 2026 (Betriebsschluss) folgendes Betriebskonzept:
Die Züge der Linie Regional-Express 34 fallen auf ihrem gesamten Laufweg aus. Die Züge der Linie Regionalbahn 91 verkehren nicht zwischen Letmathe und Welschen Ennest.
Auf diesem Abschnitt fährt ein Ersatzverkehr mit Bussen.
Zusätzlich fährt zwischen Hagen und Siegen ein Schnellbus ohne Zwischenhalt.
Für die Reisenden bedeutet das Konzept: Sie können ihre Ziele entlang der Ruhr-Sieg-Strecke weiterhin erreichen, müssen dafür aber auf Busse umsteigen und längere Fahrzeiten einkalkulieren. Der Schnellbus Hagen–Siegen schafft eine durchgehende Verbindung ohne Zwischenhalt. Dieser Schnellbus ist bereits am frühen Dienstagmorgen ab Betriebsbeginn unterwegs und sorgt für eine beschleunigte Verbindung für die Fahrgäste. Zwischen Letmathe und Welschen Ennest fahren Busse alle von der Sperrung betroffenen Orte an.
Die Details zu den einzelnen Linien sind bei zuginfo.nrw abrufbar. Die Fahrplananpassungen hinterlegen die beteiligten Verkehrsunternehmen in den digitalen Auskunftsmedien, z.B. im DB Navigator. Außerdem werden die Details über Aushänge an den Bahnsteigen bekannt gegeben. Erforderliche Ersatzmaßnahmen für den Zeitraum ab dem 28.09. befinden sich noch in Planung.
Für die entstehenden Unannehmlichkeiten bitten wir unsere Fahrgäste um Entschuldigung.
Weiteres Vorgehen auf der Baustelle in Kirchhundem
Aktuell stimmen die Fachleute der DB InfraGO mit den beauftragten Unternehmen auf der Baustelle das Bergungskonzept für das havarierte Brückenteil ab. Einzelheiten zum Zeitplan und zur technischen Umsetzung teilen wir zu gegebener Zeit mit.
Sobald das Brückenteil wieder in der ursprünglichen Herstelllage ist, wird es umfassend vermessen und untersucht. Auf Basis dieses Prüfergebnisses kann entschieden werden, welche Schritte zur Vollendung der Eisenbahnüberführung notwendig sind. Nach Einschätzung der Fachleute wird die Vermessung des Brückenteils etwa zwei Wochen dauern.