Artikel: Für mehr Sicherheit: DB Regio setzt künftig auch auf Prüfgruppen bei Ticketkontrollen
Ab dieser Woche kommen im Rahmen eines Pilotprojekts in der Region Rhein-Mosel-Saar erstmals Prüfgruppen bei der Ticketkontrolle zum Einsatz. Dabei nehmen sechs bis acht Mitarbeitende gemeinsam Vollkontrollen in den Zügen vor. Die Maßnahme ergänzt die bereits laufenden Pilotprojekte, bei denen Mitarbeitende bereits in Doppelbesetzung bzw. im Tandem mit einer Sicherheitsfachkraft unterwegs sind.
Silke Janser, Vorsitzende der Regionalleitung DB Regio Mitte: „Leider müssen wir feststellen, dass die Hemmschwelle für Gewalt in unserer Gesellschaft kontinuierlich sinkt. Auch auf unsere Beschäftigen nehmen die Angriffe seit Jahren zu. Insbesondere bei Fahrkartenkontrollen kommt es immer wieder zu verbalen und tätlichen Übergriffen gegen DB-Kolleg:innen. Wir tun daher alles, um die Sicherheit unserer Mitarbeitenden bei Kontrollsituationen zu erhöhen und mit der verstärkten Personalpräsenz auch brenzlige Situation besser deeskalieren zu können.“
Thorsten Müller, Verbandsdirektor SPNV-Nord: „Prüfgruppen kennt man gut aus städtischen Nahverkehrssystemen, im Bereich des SPNV ist das weniger verbreitet. Auch die Voraussetzungen dafür müssen ja passen: Wir kombinieren deswegen in dem Pilotprojekt an der Mosel die Mitarbeitende aus zwei Verkehrsverträgen von DB Regio, so dass hier diese Prüfgruppen entstehen und schnell durch viele Züge kommen. Das kommt einerseits der Sicherheit der Mitarbeitende und Fahrgäste entgegen, es sichert aber auch viel besser, dass Fahrgäste mit den richtigen Fahrscheinen reisen. Damit Züge fahren können, nehmen die SPNV-Aufgabenträger und die Länder sehr viel Geld in die Hand. Nur zusammen mit den Erlösen aus Fahrscheinen können wir diese Verkehre den Reisenden anbieten.“
Die Prüfgruppen kommen zunächst auf Zügen an der Mosel zwischen Trier und Koblenz zum Einsatz, bevor der Einsatz zu einem späteren Zeitpunkt auch auf weitere Strecken in Rheinland-Pfalz ausgeweitet wird.