Artikel: Mehr als 10.000 Stimmen: 18 Gemeinden als Namenspaten der MoselLux-Züge ausgezeichnet
Mit einer offiziellen Urkundenübergabe im DB Regio Werk Trier haben heute Silke Janser, Vorsitzende der Regionalleitung DB Regio Mitte, Markus Wolf, Staatssekretär für Verkehr und Mobilität im Innenministerium Rheinland-Pfalz, Thorsten Müller, Verbandsdirektor des Zweckverbands Schienenpersonennahverkehr Rheinland-Pfalz Nord (SPNV-Nord), sowie Landrätin Julia Gieseking, die an diesem Tag den Verbandsvorsteher des SPNV-Nord vertrat, 18 rheinland-pfälzische Kommunen als Namenspaten der neuen FLIRT 3 XL-Triebfahrzeuge ausgezeichnet. Die Züge fahren seit Dezember 2025 auf den Regionalbahnlinien RB 81 und RB 82 zwischen Trier, Koblenz und Perl-Schengen.
Gut zwei Monate lang hatten der SPNV-Nord und DB Regio Mitte die Bürger:innen aus 37 rheinland-pfälzischen Orts- und Stadtteilen entlang der Mosel aufgerufen, ihre Stimme für ihren Ort abzugeben. Mehr als 10.000 Stimmen wurden beim Wettbewerb unter dem Motto „Dein Ort. Dein Zug. Deine Stimme.“ abgegeben.
Die ersten drei Plätze im Abstimmungswettbewerb belegten Moselkern, Neef und Pommern. Bei diesen drei war das Verhältnis von abgegebenen Stimmen zu Einwohnerzahl mit Abstand am besten. Weitere Namensgeber der Triebfahrzeuge sind in alphabetischer Reihe Bengel, Bullay, Ediger-Eller, Hatzenport, Kattenes, Klotten, Lehmen, Löf, Müden, Oberbillig, Temmels, Treis-Karden, Ürzig, Wasserliesch und Wellen.
Als besonderen Höhepunkt beim Abschlussevent am 19. August 2026 im DB Regio Werk Trier taufte Josef Weckbecker, Bürgermeister der Ortsgemeinde Moselkern, seinen mobilen Botschafter – das Fahrzeug 3428 018 – live vor Ort auf den Namen „Moselkern“. Name und Wappen der Gemeinde sind auf beiden Seiten an den Zugenden angebracht – als sichtbares Zeichen der Verbundenheit mit dem modernen Regionalbahnverkehr an der Mosel.
Die Kennzeichnung der restlichen Fahrzeuge mit den Namen und Wappen der weiteren 17 Sieger-Gemeinden erfolgt in den kommenden Wochen schrittweise im Rahmen der planmäßigen Boxenstopps im DB Regio Werk Trier. Jeder neue Zug legt jährlich rund 170.000 Kilometer entlang der Moselstrecke zurück und befördert dabei im Schnitt etwa 210.000 Reisende.
Silke Janser, Vorsitzende der Regionalleitung DB Regio Mitte: „Die enorme Beteiligung mit mehr als 10.000 abgegebenen Stimmen zeigt eindrucksvoll, wie eng die Menschen entlang der Mosel mit ihrer Region und dem Schienenverkehr verbunden sind. Wir freuen uns sehr, dass alle unsere neuen MoselLux-Züge künftig Namen tragen und damit als rollende Botschafter für die Gemeinden unterwegs sind. Dieses große Engagement ist für uns Anerkennung und Ansporn zugleich, unseren Fahrgästen auch weiterhin ein modernes, komfortables und verlässliches Mobilitätsangebot auf der Moselstrecke zu bieten.“
Markus Wolf, Staatssekretär für Verkehr und Mobilität im Innenministerium Rheinland-Pfalz: „Die Zugnamen sind mehr als ein Schriftzug an der Außenwand eines Fahrzeugs – sie sind eine mobile Visitenkarte unserer Gemeinden. Sie schaffen Sichtbarkeit und Identifikation und machen deutlich: Unsere Orte sind Teil einer gemeinsamen, starken Region im Herzen Europas. Hier wird der europäische Gedanke jeden Tag gelebt. Ich freue mich sehr, dass die neuen MoselLux-Züge zu einer Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs im gesamten Dreiländereck beitragen. Moderne Fahrzeuge, gute Verbindungen und ein verlässlicher Nahverkehr sind entscheidend für die Mobilität der Menschen in Rheinland-Pfalz. Mit den neuen Zügen setzen wir gemeinsam ein Zeichen für einen starken ÖPNV, der Menschen und Regionen miteinander verbindet.“
Julia Gieseking, Landrätin Landkreis Vulkaneifel und Vertretung für den Verbandsvorsteher des SPNV-Nord: „Mit der Namensgebung der 18 neuen MoselLux-Züge geben wir den Fahrzeugen ein Stück Identität und tragen die Verbundenheit der Menschen mit ihrer Heimat weit über die Region hinaus. Die große Resonanz auf den Wettbewerb zeigt, wie eng die Menschen entlang der Mosel mit ihrer Region und ihrem Nahverkehr verbunden sind. Die Züge verbinden Menschen und Orte – über die Landesgrenzen hinweg bis nach Luxemburg. Wenn sie künftig den Namen ihrer Patengemeinde durch Rheinland-Pfalz, das Saarland und Luxemburg tragen, werden sie zu Botschaftern ihrer Region.“
Josef Weckbecker, Ortsbürgermeister Moselkern: „Die Freude über die gewonnene Patenschaft ist groß. Künftig ist unsere Gemeinde mit Namen und Wappen täglich auf der Moselstrecke unterwegs – als rollender Botschafter für unsere Heimat. Besonders stolz bin ich auf unsere Bürgerinnen und Bürger: Ihr großes Engagement und ihre aktive Beteiligung an der Abstimmung haben diesen Gewinn möglich gemacht und dafür sage ich herzlichen Dank“.
Thorsten Müller, Verbandsdirektor SPNV-Nord: „Die MoselLux-Züge verbinden die Gemeinden entlang der Mosel nicht nur auf der Landkarte, sondern ganz konkret im Alltag der Menschen. Sie bringen Pendlerinnen und Pendler zur Arbeit, Schülerinnen und Schüler zur Schule und Familien und Gäste zu ihren Zielen. Dass die neuen Züge nun die Namen von Moselgemeinden tragen, stärkt auch die kommunale Verbundenheit zu uns als Aufgabenträger: Unsere Arbeit der SPNV-Bestellungen ist konkret für die Menschen. Wir wollen den Mobilitätsalltag der Menschen entlang der Mosel gut gestalten.“
Neufahrzeuge seit Dezember 2025 im planmäßigen Einsatz entlang der Mosel
Seit dem Fahrplanwechsel im Dezember 2025 sind die Neufahrzeuge vom Typ FLIRT 3 XL im planmäßigen Fahrgastbetrieb auf den Regionalbahnlinien RB 81 Trier Hbf - Koblenz Hbf und RB 82 Trier Hbf – Perl-Schengen im MoselLux-Netz unterwegs. Die voll klimatisierten Fahrzeuge punkten mit Steckdosen, Videokameras, für die Kund:innen kostenfreiem WLAN sowie einem modernem Fahrgastinformationssystem. Helle Fahrgasträume sowie großzügig gestaltete Mehrzweckbereiche, welche die Mitnahme von bis zu 30 Fahrrädern sowie Rollstühlen und Kinderwagen ermöglichen, sorgen für angenehmen Reisekomfort. Mit jeweils sieben Türen je Fahrzeugseite ermöglichen die Züge einen bequemen, sicheren und schnellen Ein- oder Ausstieg. Das zwischen der ersten und letzten Tür stufenlos begehbare Fahrzeug ist in den Mittelwägen mit einem behindertengerechten sowie einem weiteren WC ausgestattet. 507 Fahrgäste finden in den vierteiligen Zügen Platz, 245 davon auf Sitzplätzen. 20 Sitzplätze mit größerem Sitzabstand befinden sich in der 1. Klasse.