Artikel: Bauarbeiten am Bahnhof Lindau-Aeschach verzögern sich
Die aktuelle Bauphase am Bahnhof Lindau-Aeschach verzögert sich. Der Grund ist, dass bei den Bauarbeiten unerwartete Schwierigkeiten aufgetreten sind. So muss das Bahnhofsgleis in Richtung Friedrichshafen kurzfristig komplett erneuert werden, da das Schotterbett, auf dem das Gleis liegt, nicht mehr stabil ist. Auch sind im Baugrund unerwartet Altfundamente entdeckt worden, die zusätzliche Arbeiten erforderlich machen. Aus diesem Grund muss der Bauablauf leider angepasst werden. Für die Fahrgäste im Nahverkehr verlängert sich der aktuelle Busersatzverkehr zwischen Lindau-Reutin und Kressbronn bis voraussichtlich Anfang Oktober. Der bestehende Ersatzverkehr wird vom 24. Juli, 21 Uhr bis 27. Juli, 6 Uhr aufgrund zusätzlicher Baumaßnahmen bis Friedrichshafen Stadt verlängert. Im Fernverkehr ist das ICE-Zugpaar zwischen Dortmund und Innsbruck via Südbahn betroffen. Die Fahrzeiten werden in der Reiseauskunft unter www.bahn.de sowie im DB Navigator täglich aktualisiert; die vollständige Aktualisierung folgt voraussichtlich am 29. Juli.
Die DB InfraGO bedauert die Verzögerung und prüft aktuell, inwieweit die Bauarbeiten beschleunigt werden können. Ziel ist es, die Auswirkungen für die Reisenden so gering wie möglich zu halten.
Am Bahnhof Lindau-Aeschach finden derzeit umfangreiche Bauarbeiten statt. Neben dem barrierefreien Ausbau wird der Bahnhof künftig auch an die Strecke nach Buchloe angebunden und damit verkehrlich besser vernetzt. An den Gleisen 11 und 12 errichtet die DB zwei neue Außenbahnsteige. Sie werden untereinander barrierefrei mit einer Personenunterführung und zwei Aufzügen erschlossen. Die neuen Bahnsteige ermöglichen mit einer Höhe von 76 Zentimetern über Schienenoberkante einen barrierefreien Zugang in die Züge.
Die gesamten Umbauarbeiten werden nach aktuellem Stand zum Fahrplanwechsel im Dezember 2027 fertiggestellt. Das Investitionsvolumen beträgt über 20 Millionen Euro.
Die DB arbeitet mit Hochdruck daran, die Baumaßnahmen schnellstmöglich abzuschließen und bittet Reisende und Anwohner:innen um Verständnis für die temporären Beeinträchtigungen.