Korridorsanierung Obertraubling–Passau kommt planmäßig voran

Zum Inhalt springen

Nachfolgend finden Sie die häufigsten Fragen und unsere Antworten darauf.

Ich suche einen Kontakt zur regionalen Pressestelle.

Anbei finden sie unsere Ansprechpartner vor Ort aufgeführt.

Ende des Expander-Inhaltes
Wo finde ich Informationen zur S-Bahn München?

Informationen zur S-Bahn München finden Sie auf der Website der S-Bahn München.

Ende des Expander-Inhaltes
Ich habe im Zug Gepäck vergessen. Was nun?

Im Zug oder Bahnhof verloren oder gefunden? Der Fundservice der Deutschen Bahn hilft weiter.

Ende des Expander-Inhaltes
Ich benötige Unterstützung bei meiner Reiseplanung

Informationen und Fragen zu Produkten, Angeboten und Services rund um den Personenverkehr finden Sie bahn.de.

Ende des Expander-Inhaltes
Interessieren Sie sich für einen Job bei der Deutschen Bahn?

Die Deutsche Bahn bietet eine Vielzahl an attraktiven Arbeitsplätzen und für jeden den passenden Einstieg. In unserem Karriereportal werden sowohl Schüler, Studenten, Direkteinsteiger als auch Berufserfahrene fündig.

Ende des Expander-Inhaltes
05. August 2026, 13:00 Uhr
Straubing
Positives Zwischenfazit nach rund siebeneinhalb Wochen Bauzeit • Erster Bauabschnitt termingerecht freigegeben • Ersatzverkehr nach anfänglichen Herausforderungen stabilisiert • Spezialmaschine erneuert Gleise effizient und präzise

Die Korridorsanierung Obertraubling–Passau kommt weiter voran. Bei einem Baustellentermin in Straubing haben sich Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter und der Parlamentarische Staatssekretär Ulrich Lange gemeinsam mit Vertreter:innen der Deutschen Bahn (DB) ein Bild von den laufenden Arbeiten gemacht. Im Mittelpunkt standen die Baumaßnahmen in Straubing und der Einsatz eines rund 152 Meter langen Umbauzuges, der Bahngleise sicher, schnell und präzise in einem durchgehenden Arbeitsprozess erneuert. 

Eröffnung Korridorsanierung Straubing
Eröffnung Korridorsanierung Straubing
Quelle: Deutsche Bahn AG - Thomas Kiewning
Projektleiterin Aslihan Gebhart erläuterte (von links) dem DB-Konzernbevollmächtigten für den Freistaat Bayern, Christoph Kraller, Ulrich Lange (Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr) sowie Bayerns Verkehrsminister Christian Bernreiter den Baufortschritt bei der Korridorsanierung Obertraubling - Passau. Foto: Deutsche Bahn AG/Tom Kiewning

 

Ulrich Lange, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr: „Die Sanierung des Korridors Obertraubling - Passau ist nicht nur für Bayern und Deutschland wichtig, sondern auch international von großer Bedeutung. Wenn hier etwas nicht rund läuft, spürt man dies in halb Europa. Deshalb freut es mich sehr, dass diese Sanierung im Zeitrahmen liegt. Die Bahn und die Industrie leisten hier bislang wirklich großes. Zudem können wir mit dem hier angewendeten Sperrkonzept die Belastungen für die Nutzerinnen und Nutzer, besonders des Schienengüterverkehrs, erheblich reduzieren. Es bleibt hier noch viel zu schaffen, aber wir sind auf dem richtigen Weg.“

Christian Bernreiter, Bayerischer Staatsminister für Wohnen, Bau und Verkehr: „Die Strecke Obertraubling – Passau ist eine zentrale Verkehrsachse in Ostbayern und darüber hinaus: Die Hochleistungskorridor-Sanierung stellt damit die Weichen, dass die Verbindung auch zukünftig ihre wichtige Funktion als Achse im Herzen Europas erfüllen kann! Die dafür nötige Vollsperrung ist aber auch hart für alle, die auf die Bahn angewiesen sind: Die DB InfraGO, BEG, Eisenbahnverkehrsunternehmen und die Busunternehmen haben für die Zeit einen Ersatzverkehr für die ausfallenden Züge des Schienenpersonennahverkehrs organisiert. Der Freistaat unterstützt hier mit erheblichen Mitteln. Ich danke allen, die so die Auswirkungen abfedern.“

Christoph Kraller, DB-Konzernbevollmächtigter für den Freistaat Bayern: „Mit den Korridorsanierungen machen wir die Schieneninfrastruktur auch in Bayern Schritt für Schritt leistungsfähiger und robuster. Dass die Sanierung zwischen Obertraubling und Passau trotz täglicher Herausforderungen aktuell im Zeit- und Ablaufplan liegt, ist vor allem dem großen Engagement der Projektbeteiligten und der Kolleg:innen vor Ort zu verdanken. Sie leisten auch bei täglichen Herausforderungen der Baustelle hervorragende Arbeit. Dafür möchte ich herzlich Danke sagen.“

Nach rund siebeneinhalb Wochen Bauzeit zieht die Deutsche Bahn ein positives Zwischenfazit. Aktuell befindet sich die Sanierung im Zeit- und Ablaufplan. Mit der termingerechten Freigabe des ersten Bauabschnitts am 10. Juli 2026 wurde ein wichtiger Meilenstein erreicht. Der Abschnitt Passau–Plattling ist wieder für den Güterverkehr nutzbar. 

Die bisherige Bauleistung zeigt die Dimension des Projekts: Seit Beginn der Korridorsanierung wurden unter anderem rund 20 Kilometer Gleise verbaut, 34 Weichen neu eingebaut und 175 Oberleitungsmasten errichtet. Hinzu kommen anspruchsvolle Spezialarbeiten: rund 47.000 Kubikmeter Suspension wurden im Fräs-Misch-Injektionsverfahren an der Moorstelle eingebracht, 650 Anker an der Löwenwand gebohrt sowie erste Signalausleger und -brücken gestellt. In Straubing wurde zudem eine neue Brücke erfolgreich eingeschoben. Parallel laufen Arbeiten an mehreren Stationen, darunter der Einbau von zwei Personenunterführungen in Radldorf und Osterhofen. Hinzu kommen neue Überleitstellen, modernisierte Leit- und Sicherungstechnik und damit die Vorbereitung für den Einbau des modernen Zugbeeinflussungssystems ETCS sowie Arbeiten an acht Bahnhöfen. Der Ersatzverkehr mit Bussen zwischen Obertraubling und Passau hat sich nach anfänglichen Herausforderungen stabilisiert. Zu Beginn hatte es unter anderem Einschränkungen bei der Fahrgastinformation und einzelne Fahrtausfälle gegeben. Diese Punkte wurden aufgearbeitet; die Lage ist inzwischen wieder stabil. 

Bei der Korridorsanierung kommen zahlreiche Spezialmaschinen zum Einsatz, wie der heute in Straubing gezeigte Umbauzug der Firma Schweerbau. Die Gleisbaumaschine bündelt auf rund 152 Metern Länge mehrere Arbeitsschritte, die bei herkömmlichen Bauverfahren häufig durch verschiedene Maschinen und Arbeitstrupps erledigt werden müssten. Die Maschine nimmt alte Schwellen und Schienen auf, bereitet das Gleisbett vor und baut neue Schwellen und Schienen in einem durchgehenden Arbeitsprozess ein. Anschließend folgen Stopf- und Richtarbeiten, damit das Gleis wieder die erforderliche Qualität und Lage erreicht.

Mit der Korridorsanierung Obertraubling–Passau erneuert die DB InfraGO bis 12. Dezember eine der wichtigsten Bahnverbindungen in Ostbayern umfassend – der zweite große Sanierungskorridor der DB in Bayern in diesem Jahr. Die Strecke Nürnberg–Regensburg wurde von Februar an umfangreich modernisiert. Am 31. Juli konnte die rundum erneuerte Infrastruktur und damit der erste Abschnitt der Gesamtstrecke Nürnberg–Passau wieder in Betrieb genommen werden. In den ersten Betriebstagen ist der Zugverkehr dort nahezu störungsfrei wieder angelaufen. 

Umbauzug
Umbauzug
Quelle: Deutsche Bahn AG - Thomas Kiewning