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Ende des Expander-Inhaltes
15. September 2026, 09:00 Uhr
Berlin
Gedenktafel für getöteten DB-Mitarbeitenden Serkan Çalar • Test von Tonaufzeichnungen bei Bodycams ab Oktober • Verbesserte Schutzausrüstung • Bundesweites Alkoholkonsumverbot am Bahnhof

Rund sieben Monate ist der gewaltsame und tödliche Angriff auf den DB-Mitarbeitenden Serkan Çalar in einem Regionalzug her. Am Freitag, den 18. September, gedenken ihm Familie, Freunde und DB-Mitarbeitende im Beisein von Bahnchefin Evelyn Palla und Bundesverkehrsminister Steffen Bilger anlässlich des „Tags des Respekts“. Sie richten eine Gedenktafel in der Nähe seiner Arbeitsstätte am Mannheimer Hauptbahnhof ein.

DB-Personalvorstand Martin Seiler: „Die Nachricht vom Tod Serkans hat uns alle tief erschüttert. Sein Tod darf nicht vergessen werden. Er verpflichtet uns, unsere Mitarbeitenden und Fahrgäste bestmöglich zu schützen. Viele Kolleginnen und Kollegen haben uns gesagt, wie sehr sie dieses Ereignis bewegt. Wir hören ihnen genau zu, nehmen ihre Sorgen ernst und arbeiten konsequent daran, die Sicherheit vor Ort weiter zu stärken – das zeigen die zahlreichen Maßnahmen, die wir auf den Weg gebracht haben." Die Deutsche Bahn hat die Maßnahmen zum Schutz ihrer Mitarbeitenden in den vergangenen Monaten deutlich ausgebaut: Die DB stärkt ihre Mitarbeitenden mit sicherheitsorientierten Personalkonzepten und verbesserter Schutzausrüstung 

Ausrüstung mit Bodycams und Schulungen:

  • Alle Mitarbeitenden mit Kundenkontakt können eine Bodycam tragen. Über 90 Prozent der Mitarbeitenden bei DB Regio haben eine Bodycam-Schulung erhalten. Im Fernverkehr und den Personenbahnhöfen hat die DB die Bodycam im Sommer eingeführt. 
  • DB Regio Mitte testet die Tonaufzeichnungen bei den Bodycams ab dem 5. Oktober mit dem Ziel eines zeitnahen konzernweiten Rollouts.  
  • Für alle DB-Mitarbeitenden mit Kundenkontakt sind Deeskalationsschulungen verpflichtend. DB Regio bietet zusätzlich ein Modul für „Selbstbehauptung im Zug“, DB Fernverkehr ein „Selbstschutztraining“ an.  

Verbesserte Schutzausrüstung:  

  • DB Sicherheit testet den Einsatz von Schutzhelmen bei der Mobilen Unterstützungsgruppe (MUG) bis Ende 2026. Diese unterstützt bei besonderen Sicherheitslagen in Bahnhöfen und Zügen. 
  • Seit Juli testen Kundenbetreuer:innen bei DB Regio das Tragen stichhemmender Westen unter der Unternehmensbekleidung. 

Pilotprojekte mit Aufgabenträgern zur verstärkten Besetzung: 

  • DB Regio erprobt bis Ende 2026 auf ausgewählten Strecken die Doppelbesetzung von Kundenbetreuer:innen sowie den Einsatz von Teams bestehend aus einer Kundenbetreuer:in und einer Sicherheitskraft. 
  • DB Regio pilotiert den Einsatz von Prüfgruppen, bei denen sechs bis acht Kundenbetreuer:innen gemeinsam Vollkontrollen in den Zügen vornehmen.  

Die DB schafft ein sicheres Umfeld für Mitarbeitende und Fahrgäste

  • Bundesweites Alkoholkonsum-Verbot: Die neue Regel wird bis zum 15. Oktober 2026 schrittweise an bundesweit 5.400 Bahnhöfen der DB umgesetzt. Modellprojekte haben gezeigt, dass das Verbot dazu beiträgt, Gewaltkriminalität, Konflikte und Auseinandersetzungen unter Alkoholeinfluss zu verringern. Damit erhöht die DB die Sicherheit an Bahnhöfen.  
  • Einführung der Video-Security-Cloud: Die Bundespolizei soll bundesweit einheitlichen digitalen Zugriff auf Live- und aufgezeichnete Videodaten aus ausgewählten Zügen von DB Regio erhalten. Das unterstützt die Beweissicherung und schnelle Strafverfolgung.   
  • Neue GemeinsamSicher-App: DB-Mitarbeitende können ab 18. September freiwillig über die GemeinsamSicher-App die Kolleg:innen in den Zügen von DB Regio unterstützen, bis Hilfe von DB Sicherheit und Polizei kommt. Der Rollout im Fernverkehr ist in Vorbereitung.   
  • Respektkampagne #mehrachtung: BMV, VDV und DB haben im Mai 2026 die bundesweite Respektkampagne #mehrachtung für mehr Rücksicht, mehr Anstand und mehr Respekt gegenüber dem Bahnpersonal ins Leben gerufen. Mehr Informationen gibt es hier. 
  • Stärkung des strafrechtlichen Schutzes: Die DB hat sich ausdrücklich für den Gesetzentwurf ausgesprochen, der die Stärkung des strafrechtlichen Schutzes für Mitarbeitende im öffentlichen Personenverkehr vorsieht. Angriffe auf DB-Mitarbeitende könnten damit besser geahndet werden.   

Hinweis für Redaktionen: Fotos zum Thema „Sicherheit bei der DB“ finden Sie hier