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Vom Planen ins Bauen: Halbjahresbilanz und Ausblick der Arbeiten entlang der Betuwe-Strecke 2020

Kunden profitieren künftig von einer höheren Streckenkapazität, weniger Wartezeiten an Bahnübergängen und zusätzlichem Lärmschutz • Großer Fortschritt bereits in der ersten Jahreshälfte

Auf der Ausbaustrecke Emmerich-Oberhausen haben in diesem Jahr umfangreiche Bauarbeiten auf verschiedenen Bauabschnitten begonnen. Damit ist auf der Ausbaustrecke Emmerich-Oberhausen ein wichtiger Schritt getan: Die Deutsche Bahn ist von der Planung ins Bauen übergegangen. Mit dem im Januar erhaltenen Planfeststellungsbeschluss des Abschnitts Voerde (1.4) liegt nun Baurecht in vier von zwölf Planfeststellungsabschnitten (PFA) vor: In Oberhausen, Dinslaken, Voerde und Haldern. Damit rollen nun die Bagger auf 17 von insgesamt 73 Kilometern der Ausbaustrecke zwischen Emmerich und Oberhausen.

 „Wir bauen seit diesem Jahr gleichzeitig in vier Bauabschnitten und kommen gut voran. Das ganze Team ist hochmotiviert, denn nach der Planungs- und Genehmigungszeit geht es jetzt draußen an der Strecke richtig zur Sache“, so Stefan Ventzke, Projektleiter für die Ausbaustrecke Emmerich-Oberhausen. „Einige Verbesserungen für Anwohner und Fahrgäste sind schon während der Bauzeit spürbar: Ersatzbauwerke für Bahnübergänge sorgen für fließenden Verkehr ohne Wartezeiten an Bahnschranken. Und auch in Punkto Lärm wird für Entlastung gesorgt: Schallschutzwände und besohlte Schwellen reduzieren hörbaren Lärm sowie spürbare Erschütterungen.“

Allein in der ersten Jahreshälfte hat die DB Sondierungsarbeiten mit mehr als 6000 Bohrungen auf einer Strecke von insgesamt 17 Kilometern durchgeführt, 6.000 Meter Kabelkanäle gelegt und ein komplettes Brückenbauwerkt über die Emscher eingeschoben. In der zweiten Jahreshälfte packt die DB weiter an. Dabei liegt ein besonderer Schwerpunkt auf kundenfreundlichem Bauen. An über 260 Bautagen in 2020 wird die Strecke an nur 20 Tage voll gesperrt – so führt die DB den größten Teil der Arbeiten ohne Beeinflussung des Bahnbetriebes aus.

Bildergalerie Emmerich - Oberhausen

Rückblick erste Jahreshälfte 2020:

  • Februar 2020: Einschub einer zweiten Eisenbahnüberführung über die Emscher
  • Januar 2020: Beginn der Kampfmittelsondierungen in Dinslaken und Voerde
  • März 2020 bis Herbst 2020: Verlegung einer provisorische Kabeltrasse, zwischen dem Bahnhof Dinslaken und der Grenzstraße in Voerde
  • Mai 2020: Verlegung einer Mineralölleitung in Friedrichsfeld
  • Mai 2020: Gleisstopfarbeiten in Haldern nach erfolgten Kampfmittelsondierungen
  • Seit Mai 2020: Arbeiten an der Leit- und Sicherungstechnik und Erstellung der Bohrpfahlwände als Grundgerüst der Eisenbahnüberführung im Bereich der B58n durch Straßen.NRW.

Ausblick zweite Jahreshälfte 2020:

  • Ab Juni 2020: Kabeltiefbauarbeiten und Kampfmittelsondierungen für den im Januar 2021 geplanten Umbau der Oberleitungsanlagen in Dinslaken
  • Ab Juni 2020: Umbau der Oberleitungsanlagen für den dreigleisigen Ausbau in Haldern
  • Herbst 2020 Ermittlungen zur Förderung von passiven Schallschutzmaßnahmen an Gebäuden in Haldern
  • Herbst 2020 bis Frühjahr 2021: Fertigstellung der provisorischen Kabeltrasse zwischen dem Bahnübergang Jägerstraße und dem Bahnhof Dinslaken

Mit dem Baubeginn neuer Brücken in Haldern, Voerde und Dinslaken sowie der Umsetzung passiver Schallschutzmaßnahmen, wie der vollfinanzierte Einbau von Schallschutzfenstern in betroffenen Gebäuden, stehen für das Bauprogramm in 2021 wesentliche Eckpfeiler fest.

Der Abschnitt Emmerich – Oberhausen ist ein Teilstück des europäischen Güterverkehrkorridors von Rotterdam nach Genua. Ziel des durchgehenden dreigleisigen Ausbaus ist es, die Kapazität auf der vielbefahrenen Strecke zu erhöhen.  Weitere Informationen zur Ausbaustrecke Emmerich – Oberhausen: https://www.emmerich-oberhausen.de/