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Hamburg

Mit Fahrgästen entwickelt: Neue digitale Informationswelt bei der S-Bahn Hamburg

Zu jedem Zeitpunkt das passende Informationsangebot • Hamburg, Bund und Deutsche Bahn investieren insgesamt 15 Millionen Euro • S-Bahn Hamburg setzt neue Inneneinrichtungen aus dem IdeenzugCity um • Innovationen zum ITS-Kongress erlebbar

Das Informationsangebot der S-Bahn Hamburg wird schneller verfügbar, umfassender und digitaler. Vor und während der S-Bahn-Fahrt werden Fahrgäste ab sofort noch besser und individueller mit Informationen versorgt. Im Digitalcampus Hammerbrooklyn hat die S-Bahn heute die neu entwickelten Informationskanäle in Zügen, an Bahnhöfen und für das Smartphone vorgestellt. 

Weitere Verbesserungen für Fahrgäste der S-Bahn lieferte die Deutsche Bahn (DB) mit der Vorstellung des „Ideenzug-S-Bahn Hamburg“. In einem Zug, der bereits mit Technik der Digitalen S-Bahn ausgestattet ist, erleben Fahrgäste zum ITS-Kongress zusätzliche Informationsangebote und neu gestaltete flexible Inneneinrichtungen. Die Entwicklungen stammen vom IdeenzugCity, mit dem die DB innovative Lösungen speziell für den Bahnverkehr in Metropolregionen entwickelt hat. 

Dr. Anjes Tjarks, Senator für Verkehr und Mobilitätswende: „Der öffentliche Nahverkehr ist das Rückgrat der Mobilitätswende und in der ganzen Stadt arbeiten wir mit Hochdruck am Hamburg-Takt und am Ausbau des Angebots. Mit neuen Linien alleine ist es aber nicht getan, zusätzlich brauchen wir ein intuitives, digitales Informationsangebot. Wir wollen Hamburg zur digitalen Modellstadt machen, in der die Nutzung der öffentlichen Verkehrsmittel noch einfacher, attraktiver und planbarer wird. Das digitale Informationssystem ist ein Gewinn für die Mobilitätswende, von der alle Menschen in Hamburg direkt profitieren.“ 

Kay Uwe Arnecke, Geschäftsführer S-Bahn Hamburg: „Mit den neuen Kanälen informieren wir unsere Fahrgäste zu jedem Zeitpunkt der Fahrt noch besser. Von Anfang an haben wir die Fahrgäste in die Entwicklung der neuen Formate mit einbezogen. Mit dem Ideenzug machen wir die S-Bahn der Zukunft anfassbar und zeigen innovative Lösungen für mehr Information, Kapazität und Komfort.“     

Anna-Theresa Korbutt, Geschäftsführerin HVV: „Wir brauchen solche Innovationen im HVV, um noch mehr Menschen für den öffentlichen Nahverkehr zu begeistern. Klar ist: Informationen müssen im gesamten Verbund für die Fahrgäste verfügbar sein. Ein gutes Beispiel ist das Fahrgastfernsehen mit dem Störungsticker, das bereits heute einheitlich im gesamten Schnellbahnnetz funktioniert.“ 


Die Innovationen in der Übersicht

Der „Ideenzug S-Bahn Hamburg“ macht die Zukunft für Fahrgäste erlebbar. Großformatige Displays bieten Echtzeit-Informationen zu Anschlüssen und alternative Verbindungen. Beim Halt im Bahnhof zeigen Bildschirme über den Türen abhängig von der Position des Zugs den schnellsten Weg zum Bahnhofsausgang. Flexible Stehlounges und zusätzliche Sitze in den Viererabteilen ermöglichen mehr Kapazität, insbesondere zu Stoßzeiten. Eine Co-Working-Area mit Arbeitstheke, Wlan und Stromanschlüssen bietet mehr Komfort für schnelle Erledigungen während der Fahrt. Die Innovationen basieren auf dem IdeenzugCity, den die DB in diesem Jahr entwickelt hat. 

Der Hightech-Zug (1:1-Modell einer S-Bahn) ist ein Angebot für Besteller und Betreiber im Nahverkehr, um die Qualität und Kapazität auf der klimafreundlichen Schiene weiter deutlich zu erhöhen. Mehrere Module aus dem IdeenzugCity setzt die S-Bahn Hamburg jetzt um.   

Auf der Digitalen Streckennetzkarte des S- und U-Bahnplans werden Baustellen und Einschränkungen visuell dargestellt und alternative Verbindungen angezeigt. 

Die digitalen Informationen zum tagesaktuellen Bahnbetrieb sind bereits auf den Infoscreens in den Tunnelstationen und auf den Screens im Ideenzug live geschaltet. Künftig werden sie auch über Smartphone, den Zuganzeigern und im Fahrgast-TV verfügbar sein. 

Ansagen werden künftig direkt aus der Betriebszentrale in die Züge der S-Bahn eingesprochen. Dabei können sowohl einzelne Züge, als auch die Züge einer ganzen Linie auf einmal mit Ansagen versorgt werden. 

Fahrgäste bekommen dadurch schnell individuell die sie betreffenden Informationen aus erster Hand. Gleichzeitig werden die Informationen auch als Text in der Störungsticker-Zeile auf dem Bildschirm im Fahrgastfernsehen eingeblendet. Ab Jahresbeginn 2022 stattet die S-Bahn die Züge mit der Technik aus.  

An den Bahnhöfen im Hamburger S-Bahn-Netz nimmt die DB aktuell neue Zuganzeiger in Betrieb. Die Anzeigen bieten dank der großformatigen Displays mehr Informationen auf einen Blick und eine verbesserte Darstellung. Die Geräte zeigen Folgezüge permanent an und stellen beispielsweise die Linienbezeichnung farbig dar.

Sonderinformationen wie Fahrplanänderungen sind einfacher lesbar, weil sie vollständig und nicht mehr als Lauftext eingeblendet werden. Bereits jetzt sind alle Bahnhöfe im Citybereich und auf der Strecke bis Bergedorf ausgerüstet. Inklusive der Zugvoranzeiger investieren der Bund und die Deutsche Bahn gemeinsam rund zehn Millionen Euro in die neue Technik. 

Im Eingangsbereich der S-Bahn-Stationen informiert die DB Fahrgäste auf den neuen, großen Displays über die nächsten abfahrenden Züge.

Zugleich erleichtert die Bahn damit die Orientierung zum Fahrstuhl und der richtigen Bahnsteigseite. Beim Verlassen des Bahnhofs erhalten die Fahrgäste außerdem Informationen zu den nächsten HVV-Verbindungen und Hinweise zur StadtRad-Station oder der nächsten Bushaltestelle. Bereits jetzt sind die Bahnhöfe Dammtor, Hammerbrook, Bergedorf und Pinneberg mit den Voranzeigern ausgestattet. 

Der digitale Assistent liefert am Computer oder Smartphone schnelle Antworten zu alltäglichen Fragen, beispielsweise zu Verbindungen oder der Verfügbarkeit von Aufzügen. Den neuen Chatbot entwickelt die S-Bahn kontinuierlich weiter. Dank künstlicher Intelligenz lernt der digitale Assistent stetig dazu, damit er immer mehr Antworten auf die Fragen der Fahrgäste geben kann.