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Leipzig

Am 3. Juli großes Bahnhofsfest am oberen Bahnhof in Plauen auf dem Vorplatz


Am kommenden Sonntag (3. Juli) veranstaltet die Deutsche Bahn (DB) in Plauen ein großes Bahnhofsfest. Dabei verwandelt sich der Vorplatz des oberen Bahnhofs in ein Festgelände. „Anlässlich des Stadtjubiläums ‚Plauen900‘ wollen wir den Bahnhof mit seinem besonderen Empfangsgebäude von einer anderen Seite zeigen. Von 10 bis 18 Uhr bieten wir unseren Gästen ein abwechslungsreiches Programm für die ganze Familie“, erläutert Ute Stuhr, Leiterin des Bahnhofsmanagements Chemnitz. Bei einer spannenden Versteigerung werden viele Fundsachen die Besitzer wechseln. Ein Clown unterhält die Kinder und eine Musikshow die Erwachsenen. Die Feuerwehr, die Bundespolizei und zahlreiche Vereine werden das Bahnhofsfest bereichern. Für das leibliche Wohl der großen und kleinen Gäste wird gesorgt.

Nachdem Steffen Zenner, Oberbürgermeister der Stadt Plauen, und Bahnhofsmanagerin Ute Stuhr um 10 Uhr das Bahnhofsfest eröffnet haben, wird um 10.15 Uhr auf Bahnsteig 6 ein Triebwagen der MRB auf den Namen „Plauen“ getauft. Um 10.30 Uhr folgt mit der Fundsachen- und Fahrradversteigerung der nächste Höhepunkt. Dabei werden liegengebliebene, vergessene Gegenstände und Fahrräder, die den vormaligen Besitzern nicht zurückgegeben werden konnten, meistbietend versteigert: Markenbekleidung, digitale Kameras, Handys, Laptops, MP3-Player, Musikinstrumente, Spielekonsolen, Spielzeug, Schmuck und Fahrräder kommen „unter den Hammer“. Darunter sind auch Koffer und Taschen, die mit Kleidung und Reiseutensilien gefüllt sind. Nachmittags werden typische Bahnberufe vorgestellt und die Bundespolizei zeigt, wie man sich vor Taschendiebstählen schützt. Zwischendurch gibt es Unterhaltungseinlagen mit Musik, Tanz und Clown Friedolin.    

„Wir wollen mit diesem Bahnhofsfest auch zeigen, was sich im Bahnhof in den vergangenen Monaten getan hat“, betont Ute Stuhr. Besonders beliebt sind die beiden aus den Bildergeschichten von Erich Ohser (1903–1944) bekannten „Vater und Sohn“-Skulpturen. In der Empfangshalle des oberen Bahnhofs sind die beiden passend mit Schaffnermütze und Abfahrtskelle ausstaffiert. Neue Sitzmöbel im skandinavischen Stil machen das Warten für die Reisenden in der Bahnhofshalle angenehmer. Pflanzkübel werten den Wartebereich auf. Acht bepflanzte Hochbeete sowie Sitzbänke laden künftig auch vor dem Bahnhof zum Verweilen ein.

Bund und DB investierten in diese Maßnahmen über 100.000 Euro. „Gut angelegtes Geld, um den Bahnhof für unsere Reisenden angenehmer und freundlicher zu gestalten“, ist Ute Stuhr überzeugt. „Doch das soll nur der Anfang sein. Gemeinsam mit der Stadt und Interessierten wollen wir dem Bahnhof wieder mehr Leben einhauchen, um seiner Bedeutung als vogtländischem Verkehrsknotenpunkt gerecht zu werden.“ Das 1970 bis 1973 errichtete Bahnhofsgebäude steht unter Denkmalschutz und folgte dem 1848 errichteten Vorgängerbau, welcher 1945 im Bombenhagel zerstört wurde. Die ersten Züge fuhren am 20.11.1848 Richtung Hof; mit Fertigstellung der Göltzschtal- und Elstertalbrücke erhielt Plauen 1851 Anschluss nach Leipzig und Dresden.