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Leipzig

Deutsche Bahn stärkt Besetzung der Stellwerke in Nordthüringen

Maßnahmenplan greift ab Montag, 15. August • Kurzfristige Qualifizierung von Mitarbeitenden schafft mehr Flexibilität in der Personalplanung • Weiterhin Einschränkungen auf der Strecke Erfurt–Nordhausen erforderlich

Die Deutsche Bahn (DB) zieht Konsequenzen aus den Streckensperrungen wegen nicht besetzter Stellwerke in Nordthüringen. Kurzfristige Krankmeldungen, unter anderem durch die Corona-Welle, hatten die Situation in den vergangenen Tagen verschärft. Vertretungen für die hoch spezialisierten Fachkräfte in den Stellwerken sind kurzfristig nur schwer zu organisieren. Die DB hat heute konkrete Maßnahmen vorgestellt, um den Betrieb auf mehreren Linien im Thüringer Regionalverkehr zu stabilisieren. Ziel ist es, Verlässlichkeit für Kund:innen, die betroffenen Eisenbahnverkehrsunternehmen sowie für den Freistaat Thüringen zu schaffen.

Region profitiert von bundesweiter Joboffensive der DB

Die DB wird Mitarbeiter:innen kurzfristig so qualifizieren, dass sie im Bedarfsfall flexibler auf unterschiedlichen Stellwerken eingesetzt werden können. Darüber hinaus stockt die DB ihre personellen Kapazitäten in Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen weiter auf und will in diesem Jahr insgesamt etwa 3.000 freie Stellen besetzen. Davon profitieren auch die Standorte Erfurt und Halle. Die Zahl der Auszubildenden in der Region wird ab September im Vergleich zu den Vorjahren verdoppelt. Darüber hinaus wird die DB mehr als 50 zusätzliche Quereinsteiger:innen für die Tätigkeit als Fahrdienstleiter:in ausbilden. Kurz- und mittelfristig kann dadurch wieder ein stabiler Fahrplan sichergestellt werden.

Um die kurzfristige Qualifizierung der Mitarbeitenden schnellstmöglich abzuschließen, wird die DB die Stellwerke auf der Strecke Erfurt–Nordhausen (RE 55/56) im Abschnitt zwischen Ringleben-Gebesee und Sondershausen vorübergehend nicht besetzen. Das schafft die notwendigen personellen Ressourcen für die Weiterbildung der Kolleg:innen. Im Zeitraum vom 15. bis 28. August sowie an den Wochenenden/Feiertagen 3./4. September, 10./11. September, 17./18. September, 20. September, 24./25. September sowie 1./2. Oktober verkehren deshalb keine Züge auf dem betroffenen Abschnitt. Ein Ersatzverkehr mit Bussen befindet sich in Planung.

DB stellt schnelle Information der Kund:innen sicher

Die DB bedauert die aktuellen Einschränkungen für alle Kund:innen und entschuldigt sich für die entstehenden Unannehmlichkeiten. Die aufgeführte Sperrung für den Zugverkehr sowie mögliche kurzfristige Einschränkungen werden in die elektronischen Auskunftsmedien der DB eingepflegt und sind auf www.bahn.de/aktuell abrufbar. Reisende sollten sich vor Fahrtantritt auf www.bahn.de oder in der App DB Navigator über Ihre gewünschte Verbindung informieren. Dort werden automatisch auch mögliche alternative Reisewege angezeigt.