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Dresden

Neubaustrecke Dresden–Prag: DB stellt zwei Varianten für Deutschlands längsten Eisenbahntunnel vor

Deutsche Bahn prüft eine Teil- und eine Volltunnelvariante für neue Strecke durch das Erzgebirge • Projekt schafft eine Alternative zum Elbtal und ermöglicht mehr Verkehr auf der klimafreundlichen Schiene • Auswahl erfolgt nach objektiven Kriterien • Vorzugsvariante soll Ende 2024 feststehen

Die Planungen für die Neubaustrecke zwischen Dresden und Prag nehmen konkrete Formen an: Die Deutsche Bahn (DB) hat in Dresden eine Teil- und eine Volltunnelvariante für den Bau von Deutschlands längstem Eisenbahntunnel zwischen Heidenau und dem tschechischen Verkehrsknoten Ústí nad Labem vorgestellt. Die Teiltunnelvariante sieht einen 2,5 Kilometer langen Tunnel ab Heidenau und einen etwa 27 Kilometer langen grenzüberschreitenden Tunnel durch das Erzgebirge vor. Eine Brücke über das Seidewitztal soll die beiden Bauwerke miteinander verbinden. Die Volltunnelvariante startet ebenfalls in Heidenau und verläuft über eine Länge von 30,4 Kilometern nach Tschechien. Hierfür untersucht die DB auch die Möglichkeit einer zwei- und einer viergleisigen Einbindung der Strecke in Heidenau.

„Die bisherige Strecke im Elbtal hat die Grenzen ihrer Kapazität erreicht. Die neue Verbindung bietet künftig eine hochwassersichere Alternative und schafft die Voraussetzungen mehr Verkehr von der Straße auf die klimafreundliche Schiene zu verlagern. Mit der Verbindung verkürzen sich die Reisezeiten für unsere Kund:innen, aber auch der Güterverkehr profitiert deutlich von kürzeren Transportzeiten. Die Metropolen Dresden und Prag liegen dann nur noch etwa eine Stunde auseinander. Die Neubaustrecke verknüpft die internationalen Verkehrsnetze und verbindet die wichtigen Nord- und Ostseehäfen mit dem Schwarzen Meer und dem Mittelmeer. Nun gilt es eine Vorzugsvariante zu ermitteln. Durch die gute Zusammenarbeit mit der Region haben wir dafür wichtige Anhaltspunkte gewonnen“, sagt der DB-Projektleiter Kay Müller.

Die Vorzugsvariante soll Ende 2024 feststehen. Dafür untersucht die DB die beiden Varianten gleichberechtigt: Fachexpert:innen vergleichen sie anhand konkreter Kriterien, die die DB gemeinsam mit Umweltplaner:innen und den Teilnehmer:innen des Dialogforums erarbeitet hat. Die Vorzugsvariante wird im Rahmen der parlamentarischen Befassung in den Deutschen Bundestag eingebracht, der über die Finanzierung und Umsetzung entscheidet.

Weitere Informationsmöglichkeiten:

Ein digitaler Infomarkt beantwortet auf einen Blick Fragen zur Findung und zum Verlauf der Trassen:  http://infomarkt.neubaustrecke-dresden-prag.de

Bei einem digitalen Bürgerdialog erklärt der Projektleiter Kay Müller am 30.11, ab 18 Uhr live den Prozess der Trassenfindung. Im Anschluss können alle Interessierten ihre Fragen stellen:
https://www.db-buergerdialog.de/dresden-prag

Die Webseite Bahnprojekt Neubaustrecke Dresden–Prag findet sich unter: https://neubaustrecke-dresden-prag.de/