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Leipzig

Rund 4,5 Kilometer aktiver Lärmschutz in Markranstädt und Großlehna

Sechs Lärmschutzwände schützen die Anwohner:innen vor Schienenlärm • Investition von rund 7,8 Millionen Euro

Die Deutsche Bahn (DB) baut in Markranstädt und Großlehna sechs neue Lärmschutzwände mit einer Gesamtlänge von 4.517 Metern. Durch die Wände werden die Anwohner:innen in rund 622 Wohneinheiten entlang der Strecke vom Lärm der vorbeifahrenden Züge entlastet. Die Lärmschutzmaßnahmen sind Teil des Programms „Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen der Eisenbahnen des Bundes“. In Markranstädt und Großlehna investiert der Bund insgesamt rund 7,8 Millionen Euro. Allein 7,6 Million Euro für die Lärmschutzwände.

„Wir wollen die Menschen vor Schienenlärm schützen und die Akzeptanz für die Schiene erhöhen. Gemeinsam mit der Deutschen Bahn unternehmen wir deshalb alles, um die Zahl der vom Schienenlärm betroffenen Anwohnerinnen und Anwohner bis 2030 um die Hälfte zu verringern. Ich freue mich, dass es nun auch dank unseres Lärmsanierungsprogramms in Markranstädt und Großlehna für viele Menschen deutlich leiser wird“, so Michael Theurer, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Digitales und Verkehr und Beauftragter der Bundesregierung für den Schienenverkehr.

Martin Walden, Konzernbevollmächtigter für die Länder Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen: „Die Anwohnerinnen und Anwohner in Markranstädt und Großlehna werden spürbar von den Schallschutzwänden profitieren. Dort, wo die Wände bereits stehen, ist es bereits deutlich leiser. Aber nicht nur die Häuser in der ersten Reihe, sondern auch die weiter hinten liegenden Wohneinheiten entlasten wir und statten einige zusätzlich mit passiven Schallschutzmaßnahmen aus.

Nadine Stitterich, Bürgermeisterin der Stadt Markranstädt: „Ich freue mich sehr und bin froh, dass die Deutsche Bahn den Schutz der Bürgerinnen und Bürger vor Schienenlärm ernst nimmt. Dank des Bundesprogramms zur Lärmsanierung werden in Markranstädt und Großlehna viele Menschen entlastet. Mit den Lärmschutzwänden entlang der Bahnlinie ist ein erster wesentlicher Schritt getan. Als Nächstes gilt es, die Lärmsituation entlang der Bundesstraße 87 und 186 zu verbessern. Kurzfristig ist unser Ziel, wieder ein Tempolimit von 30 Kilometern pro Stunde in der Ortslage auf unseren Bundesstraßen zu erreichen.“

Neben dem aktiven Lärmschutz durch die Schallschutzwände können insgesamt rund 300 Wohneinheiten mit passivem Schallschutz, wie speziellen Fenstern und Lüftern, ausgestattet werden.

Über das Programm „Lärmsanierung an bestehenden Schienenwegen des Bundes“

Seit 1999 besteht das freiwillige Lärmsanierungsprogramm des Bundes. Damit wurde die finanzielle Möglichkeit geschaffen, Schallschutzmaßnahmen auch entlang vorhandener Schienenwege umzusetzen. Seit dem Start des Programms haben Bund und Bahn bis einschließlich 2021 über 1,75 Milliarden Euro in die Lärmsanierung von 2.100 Kilometern Schienenstrecke und rund 65.500 Wohneinheiten investiert. Allein im Jahr 2021 wurden rund 150 Millionen Euro ausgegeben.

Weitere Informationen zur Lärmsanierung sind im Internet abrufbar unter www.laermsanierung.deutschebahn.com



Daten & Fakten

Aktiver Schallschutz

Maßnahme:

Länge der Lärmschutzwände (LSW): 4.517 Meter

LSW Leipziger Straße: Leipziger Straße bis Weststraße, 1.485 m Länge

LSW Heidestraße: Ziegelstraße, 380 m Länge

LSW Ziegelstraße: Ziegelstraße bis Schkeuditzer Straße, 580 m Länge

LSW Westsiedlung: Weststraße, 682 m Länge

LSW Merseburger Straße: Rudolf-Breitscheid-Straße bis

Merseburger Straße, 918 m Länge

LSW Siedlerstraße: Siedlerstraße bis Bahnhofstraße, 472 m Länge

Bauzeit:

2022 bis Ende 2023

Investition:

rund 7,6 Millionen Euro


Passiver Schallschutz

Umfang:

Förderung von schalldämmenden Fenstern und Lüftern in ca. 300 Wohneinheiten

Umsetzung:

Im Anschluss

Investition:

rund 200.000 Euro