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Stuttgart

Stuttgart: DB und FAIRTIQ erleichtern Fahrgästen Bus und Bahn fahren im VVS

Stuttgart hat bundesweit erste Metropolen-S-Bahn, die ihren Fahrgästen Check-in/Check-out ermöglicht • Bus und Bahn fahren nur mit einfachem Wischen auf dem Smartphone

Die Deutsche Bahn und das Schweizer Start-up FAIRTIQ erleichtern Kund:innen im Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart (VVS) ab sofort das Bus und Bahn fahren. Dafür bietet die Mobility Stuttgart App der S-Bahn Stuttgart neu eine Check-in/Check-out-Funktion. Dank dieses Services starten und beenden Fahrgäste die Fahrt mit Bus und Bahn jeweils mit einem einfachen Wischen auf ihrem Smartphone. Die App berechnet darauf die Kosten für die zurückgelegte Strecke. Die Technologie dazu stammt von FAIRTIQ, die zeitgleich mit ihrer FAIRTIQ App im Gebiet des VVS starten. Beide Apps garantieren den besten Preis. Die Kosten mehrerer Einzelfahrten an einem Tag – auch über mehrere Tarifzonen hinweg – überschreiten den Preis einer entsprechenden VVS-Tageskarte nicht.

Damit können Fahrgäste den ÖPNV in der Region Stuttgart mit weiteren starken Preisvorteilen nutzen. „Das 9-Euro-Ticket hat bestätigt: Wir gewinnen neue Kund:innen, wenn der Zugang zu Bus und Bahn unkompliziert einfach ist. Stuttgart ist bundesweit die erste Metropolen-S-Bahn, die ihren Fahrgästen das simple Check-in/Check-out ermöglicht. Zusammen mit den Angeboten vernetzter Mobilität gibt die Mobility Stuttgart App wichtige Impulse für die Verkehrswende“, sagt Dirk Rothenstein, Vorsitzender der Geschäftsführung der S-Bahn Stuttgart.

Die Einfachheit hebt auch der Geschäftsführer der Verkehrs- und Tarifverbund Stuttgart GmbH, Horst Stammler, hervor: „Ein Wisch genügt. Man muss sich um keine Zonengrenzen kümmern und sich auch nicht zwischen den verschiedenen Ticketangeboten entscheiden. Mit unserem Pilotprojekt, das wir mit FAIRTIQ im letzten Jahr erfolgreich abgeschlossen haben, haben wir bewiesen, dass das Check-in-Check-out-System im VVS hervorragend funktioniert. Ich freue mich sehr, dass es nun mit der DB in den Echtbetrieb überführt wird.“

„Der Service aus unserer erfolgreichen und preisgekrönten Technologie richtet sich an alle Nutzerinnen und Nutzer des ÖPNV, die sich nicht binden möchten und flexibleres Fahren genießen“, erklärt Gian-Mattia Schucan, CEO von FAIRTIQ. Vorteil für alle, die die FAIRTIQ App nutzen: Über das gesamte VVS-Gebiet hinaus lassen sich bereits öffentliche Verkehrsmittel in vielen Regionen Deutschlands nutzen – darunter mit Freiburg im Breisgau, Karlsruhe und Lörrach drei weitere Regionen in Baden-Württemberg sowie in ganz Nordrhein-Westfalen.

Für die Check-in/Check-out-Funktion kooperiert FAIRTIQ mit der DB-Tochter Mobimeo, auf deren Mobility-as-a-Service-Plattform die Mobility Stuttgart App basiert. Die Mobility Stuttgart App zeigt den Nutzer:innen auf ihrem Smartphone nicht nur die schnellste Verbindung mit Bus und Bahn an, sondern auch sinnvolle Alternativen von Sharing-Anbietern. Das sind aktuell die E-Scooter von Voi und TIER. Im Zuge der Modernisierung der App-Plattform werden auch die Fahrräder und Pedelecs von RegioRadStuttgart, die Autos von SHARE NOW und die Roller von Stella wieder integriert. Auf Wunsch navigiert die App dann auch Autofahrer:innen wieder zu Parkplätzen an Bahnstationen und Haltestellen.

Über Mobimeo

Die Mobimeo GmbH (Mobimeo) entwickelt eine Mobility-as-a-Service-Plattform (MaaS) für die Mobilität von morgen. Als Partner von Verkehrsunternehmen und -verbünden sowie weiteren Mobilitätsanbietern verknüpft Mobimeo bestehende öffentliche Verkehrsmittel sowie Sharing- und On-Demand-Optionen. Das Angebot für Mobilitätsanbieter sind leistungsstarke digitale Produkte: Apps, die auf der Plattform von Mobimeo aufbauen, überzeugen durch ihr Design und ihre Benutzerfreundlichkeit bei Routensuche, Buchung, Bezahlung und Informationen zum Fahrtverlauf. Sie bieten den Nutzer:innen multimodale, personalisierte und anlassbezogene Vorschläge, um auf dem besten Weg an ihr Ziel zu kommen. Das Ergebnis ist ein attraktives und entspanntes Fahrerlebnis für Millionen von Menschen im öffentlichen Nahverkehr - unabhängig von privaten Autos.

Das Unternehmen wurde 2018 von der Deutschen Bahn AG gegründet. Im Jahr 2020 hat Mobimeo einen Teil der moovel Group GmbH (moovel) übernommen, der Mobilitätsplattformen für Kommunen und Verkehrsverbünde entwickelt (B2B/B2G-Softwarelösungen). Mobimeo ist damit zu einem der größten Plattformentwickler für Mobility-as-a-Service-Anwendungen (MaaS) in Europa geworden.

Über FAIRTIQ

FAIRTIQ ist ein innovatives Schweizer Start-up aus Bern mit dem Ziel, Reisen mit dem öffentlichen Verkehr so leicht wie möglich zu machen. Die von FAIRTIQ entwickelte und betriebene, gebührenfreie und nach strengen Qualitätskriterien akkreditierte Ticketing-App & -Technologie kann bereits für den gesamten öffentlichen Verkehr in der Schweiz und in Liechtenstein sowie in Teilen Deutschlands, Österreichs und Frankreichs genutzt werden. Über 120 motivierte Mitarbeitende kümmern sich um den Betrieb und die stete Weiterentwicklung des Produkts. Mit über 68 Millionen Fahrten insgesamt ist FAIRTIQ die weltweit erfolgreichste Check-in/Check-out-Lösung, verfügbar für iPhone und Android. Die

Partner von FAIRTIQ sind Transportunternehmen und Verbünde in der Schweiz,

Deutschland, Frankreich, Österreich und Liechtenstein. Die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) nutzen die von FAIRTIQ betriebene Technologie in ihrer eigenen App unter dem Namen Easy Ride, und auch die österreichischen Bundesbahnen (ÖBB) werden zukünftig die FAIRTIQ-Technologie in ihrer App nutzen. In Dänemark und Belgien laufen Pilotbetriebe.

Über den VVS

Der VVS koordiniert das ÖPNV-Angebot in der Region Stuttgart. Er ist verantwortlich für die Weiterentwicklung des Gemeinschaftstarifes, der von allen Verkehrsunternehmen im Verbundgebiet angewendet wird. Bereits seit 2012 gibt es ein Handyticket im VVS. Mittlerweile wird jedes dritte Ticket im VVS bereits per Handy gekauft. In den Jahren 2020/21 hat der VVS gemeinsam mit FAIRTIQ ein Pilotprojekt für ein Check-in-Check-out-System in der Region Stuttgart durchgeführt. Dieses Pilotprojekt wird nun von der Deutschen Bahn in einen Echtbetrieb überführt.