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S-Bahn Stuttgart

Informationen zur S-Bahn Stuttgart

Schnell, sicher und komfortabel bringt die S-Bahn Stuttgart jeden ans Ziel.

Seit der Betriebsaufnahme der S-Bahn im Jahr 1978 steuert und betreibt die Deutsche Bahn AG die S-Bahn Stuttgart, kompetent und zuverlässig. Seit 2002 ist die S-Bahn innerhalb der DB Regio AG eine eigene Einheit.

Im modernen Betriebswerk stehen die Fahrzeuge täglich auf dem Prüfstand und werden von oben bis unten durchgecheckt.

Im Werk in Plochingen stehen die Räder nie still. Rund um die Uhr arbeiten Mitarbeiter in drei Schichten daran, dass die S-Bahn Fahrzeuge im Betrieb ihre volle Leistung bringen. 


Werk in Plochingen

Folgende  Informationen wurden zum Thema S-Bahn Stuttgart veröffentlicht:

Reduzierung der direkt beeinflussbaren Verspätungsursachen um
19 Prozent • Baustellen beeinflussen auch 2017 die Werte

(Stuttgart, 10. Februar 2017)  Trotz zahlreicher Baustellen und gestiegener externer Einflüsse durch Dritte konnten die wesentlichen Qualitätswerte der S-Bahn Stuttgart im Jahr 2016 nahezu auf dem Vorjahresniveau gehalten werden. Die von der S-Bahn im eigenen Zuständigkeitsbereich beeinflussbaren Verspätungsursachen wurden sogar um 19 Prozent reduziert. „Wir haben viele Projekte angestoßen, wie etwa die Optimierung der Türsteuerung, die die Zahl der Fahrzeugstörungen reduziert haben“, sagte Dr. Dirk Rothenstein, Vorsitzender der S-Bahn Stuttgart, heute in Stuttgart. „Dies zeigt, dass unsere Maßnahmen, die wir gemeinsam mit dem Aufgabenträger in den vergangenen Jahren vereinbart haben, greifen und zu messbaren Verbesserungen führen.“

Die objektiv gemessene 3-Minuten-Pünktlichkeit während der Gesamt-Verkehrszeit liegt gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert bei 88,3 Prozent (2015: 88,5 Prozent; Zielwert: 94,5 Prozent). In der 6-Minuten-Pünktlichkeit liegt der Wert bei 96,6 Prozent (2015: 96,7; Zielwert: 98,0 Prozent).

In der Nebenverkehrszeit (9.30 bis 15.30 Uhr und ab 19.30 Uhr) stieg der Pünktlichkeitswert bei den Verspätungen kleiner drei Minuten auf 92,2 Prozent (2015: 92,0 Prozent, Ziel: 96,0 Prozent), bei weniger als sechs Minuten von 97,6 auf 97,7 Prozent und verfehlte damit nur knapp die Zielmarke von 98 Prozent. In der Hauptverkehrszeit haben sich dagegen die Werte leicht verschlechtert. Sie betrugen bei den Verspätungen unter drei Minuten 79,6 Prozent (2015: 80,8 Prozent, Ziel: 91,5 Prozent) und bei unter sechs Minuten 94,2 Prozent (2015: 94,7 Prozent, Ziel: 98,0 Prozent). Die subjektive Kundenzufriedenheit für die Pünktlichkeit bleibt nach wie vor auf einem Wert von 3,2 (Zielwert: 2,5).

Gründe für die nicht zufriedenstellende Pünktlichkeit sieht die S-Bahn Stuttgart einerseits in den starken Bautätigkeiten auf den Gleisen in der Region und zum anderen im Anstieg der durch Dritte verursachten Störungen des Bahnbetriebs. „Auch wenn Baustellen Einschränkungen für die Fahrgäste bedeuten: Die Baumaßnahmen sind wichtig und wir wollen sie auch, denn dadurch wird die Infrastruktur im Bereich der S-Bahn Stuttgart erneuert“, so Dr. Rothenstein.

Wegen der geringeren Leistungsfähigkeit der Infrastruktur im Bereich von Baustellen muss in vielen Fällen das planmäßige Zugangebot reduziert werden. Über die geänderten Fahrpläne während der Bauzeit können sich die Fahrgäste schon im Vorfeld informieren und auf alternative Reisemöglichkeiten ausweichen.

In der Bewertung der Informationen im Regelfall verbesserte sich die S-Bahn Stuttgart und erreichte 2016 den Zielwert von 2,5 (2015: 2,6). Für die Informationen im Verspätungsfall vergaben die Kunden auch 2016 den Wert von 3,1 (Ziel: 2,5). Die Zielwerte der übrigen Qualitätskriterien wurden dagegen komplett erfüllt. So stieg die objektiv gemessene Sauberkeit der Fahrzeuge auf 95,9 Prozent (2015: 95,6, Ziel: 92,0), die subjektive Bewertung blieb unverändert bei 2,4 (Ziel: 2,5). Die Sicherheit im Zug wurde mit 2,0 bewertet (2015: 1,9, Ziel: 2,5), die Schadensfreiheit der Züge mit 2,2 (2015: 2,1, Ziel: 2,5).

Baustellen 2017

In diesem Jahr stehen wieder zahlreiche Baustellen auf dem Plan. „In drei zeitlichen Abschnitten während der Schulferien wird beispielsweise die Gäubahn zwischen Böblingen und Herrenberg über mehrere Wochen für die Streckenerneuerung komplett gesperrt“, erläuterte Siegmund Freitag, Leiter Produktionsplanung der S-Bahn Stuttgart. Für diese Zeiten wird ein Schienenersatzverkehr organisiert. Darüber hinaus wird es in Stuttgart-Untertürkheim an mehreren Wochenenden Streckensperrungen mit Auswirkungen auf den S-Bahn- und den Regionalverkehr geben. Und in Stuttgart-Feuerbach werden an voraussichtlich elf Wochenenden die Gleise wegen umfangreicher Bauarbeiten im Zuge von Stuttgart 21 nur eingeschränkt zur Verfügung stehen.

 


S-Bahn schnürt pralles Innovationspaket: Test neuer Displays in Fahrzeugscheiben • Aktuelle Infos dank der Pendler-App „DB Streckenagent“ • Kundenfeedback schnell erfassen dank Railmate • Zeitplan für die Ausstattung der S-Bahnen mit WLAN steht

(Stuttgart, 25. Juli 2017) Die S-Bahn Stuttgart will bei der Information ihrer Fahrgäste innovative Wege gehen. „Wir wollen unsere Kunden mit Qualität und Service überzeugen - daher setzen wir auf Chancen, die sich durch die Digitalisierung bieten“, sagt Dr. Dirk Rothenstein, Vorsitzender der S-Bahn Stuttgart, und fügt hinzu: „Wir als S-Bahn wollen unseren Fahrgästen innovative und moderne Mobilität anbieten.“

Rothenstein hatte zuletzt im Verkehrsausschuss des Verbands Region Stuttgart in Aussicht gestellt, die Information der Fahrgäste - insbesondere bei Unregelmäßigkeiten - zu verbessern. Hierzu testet die S-Bahn jetzt Displays in den Seitenscheiben der Fahrzeuge. Ziel ist zu erproben, wie später neue Informationen zur aktuellen Fahrt schnell und auch schnell sichtbar übermittelt werden können. „Wir erhoffen uns durch die neue Technik, dass wir Fahrgäste schnell und flexibel informieren können - und das mit hoher Effizienz“, so der Chef der S-Bahn. Zunächst werden in einem Fahrzeug der Baureihe 423 zwei Seitenscheibendisplays installiert.

Neue App gegen Warte-Frust: DB Streckenagent informiert Pendler und bietet Alternativen

Auf den Seitenscheibendisplays sollen in Zukunft insbesondere auch aktuelle Informationen aus dem DB Streckenagenten angezeigt werden. Der DB Streckenagent ist eine App, die Bahn-Kunden im Störfall per Push-Nachricht individuell über die aktuelle Situation und mögliche Alternativen informiert: top-aktuell, proaktiv und transparent.

Installation von Seitenscheibendisplays


Die App hilft, wenn es weh tut - aus Kundensicht dann, wenn der reguläre Fahrplan nicht mehr stimmt. Der Kunde abonniert seine persönlichen

Verbindungen, die er vom Streckenagenten einmalig oder über einen längeren

Zeitpunkt überwachen lassen möchte. Im Fall einer Störung auf seinen Linien

bekommt er per Push-Nachricht aktuelle Meldungen auf sein Smartphone oder

Tablet. Das Besondere: Der Fahrgast erhält solange Updates, bis die Störung entweder behoben ist oder eine Reisealternative angeboten wurde. Somit kann

er Wartezeiten besser einkalkulieren.

„Wir wollen den DB Streckenagenten im Netz der S-Bahn Stuttgart zu der Pendler- und Vielfahrer-App entwickeln. Unsere Fahrgäste erwarten bei Störungen zu Recht schnelle, zuverlässige Infos auch über Ursachen und Auswirkungen“, sagt Dr. Dirk Rothenstein. Dazu hat die S-Bahn Stuttgart insgesamt vier Mitarbeiter eingestellt, sogenannte Fahrgastinformationsmanager, die bei Störgeschehen die Kunden unmittelbar informieren. Einer von Ihnen ist Daniel Bauer.

Infografik Streckenagent

Fahrgastinformationsmanager Bauer: „Was für uns zählt: zufriedene Fahrgäste“

Das sagt Bauer über seine Aufgaben: „Im Netz der S-Bahn Stuttgart sind täglich bis zu 400.000 Fahrgäste unterwegs, die sich darauf verlassen, dass ihre Reisekette funktioniert und sie pünktlich ans Ziel kommen. Wenn das nicht gelingt, ist es unser Anspruch, dem Kunden die bestmögliche Information zu bieten und den Zeitverlust so gering wie möglich zu halten. Das ist in unserem Netz, in dem sich die S-Bahn mehr als die Hälfte der Strecken mit anderen Verkehrsunternehmen teilt, eine besondere Herausforderung. Und das ist quasi Fluch und Segen zugleich, denn einerseits wirken sich Störungen von dem einen Unternehmen auf das andere aus, andererseits können wir dem Fahrgast in vielen Fällen hierdurch gute Fahrtalternativen anbieten - auch mit Bussen und Stadtbahnen. Deswegen sitzen wir Fahrgastinformationsmanager der S-Bahn im unmittelbaren Umfeld zu den Disponenten in der Leitstelle, die den Bahnverkehr regeln und überwachen. Wir fangen dort direkt und schnell - sozusagen live - alle Informationen ab. Wir bekommen mit, wenn der Fahrplan nicht mehr eingehalten werden kann, warum das so ist und was als nächstes passieren wird. Diese Infos geben wir dem Fahrgast so schnell wie möglich weiter. Wir wollen, dass sich die Kunden von uns gut informiert fühlen. Verlässliche Informationen erhöhen die Zufriedenheit unserer Fahrgäste - und das ist es, was zählt.“

Fahrgastinformationsmanager Daniel Bauer am Arbeitsplatz

Fünf Gründe, warum der DB Streckenagent eine Muss-ich-haben-App ist

  • Individuell: Der Fahrgast abonniert seine persönlichen Strecken und Uhrzeiten, zu denen die App individuelle Daten aufbereitet. Das ist in Deutschland bislang einzigartig.
  • Proaktiv: Im Störfall erhält der Fahrgast Informationen und Updates zu seinen Verbindungen als Sofortnachricht auf sein Smartphone.
  • Informativ: Der Fahrgast wird über Verspätungen, zu den Gründen des Störfalles, Ersatzverkehren, Baustellen und zu Alternativrouten informiert.
  • Umfangreich: Die App umfasst S-Bahnen, Nah- und Fernverkehrszüge. Der Kunde erhält also Informationen durch die ganze Reisekette hinweg.
  • Komfortabel: Der Fahrgast erhält über die App automatisch Updates und kann mögliche Wartezeiten rechtzeitig einkalkulieren.

Railmate - schnelles Kundenfeedback über QR-Codes in den Zügen

Zur Steigerung der Zufriedenheit ihrer Kunden setzt die S-Bahn auf weitere moderne Technik. „Wir wollen die Pendler und Vielfahrer für die S-Bahn und für innovative Mobilität begeistern“, sagt Dr. Dirk Rothenstein. Und er ergänzt: „Mit dem Analysesystem Railmate können wir jetzt Kundenfeedback kontinuierlich, schnell und fahrzeugbezogen erfassen.“ Die aktuellen Kundenfeedbackerhebungen werden bereits erfolgreich bei der Deutschen Bahn im Fernverkehr genutzt. Über so genannte QR-Codes können die Fahrgäste während der Fahrt über ihr Smartphone Eindrücke, Kritik, Lob und weitere Erfahrungen zu ihrer Reise mit der S-Bahn Stuttgart abgeben. Die Erfassung des Feedbacks erfolgt anonym.

Die Daten versetzen die S-Bahn Stuttgart neu in die Lage, schneller auf Unregelmäßigkeiten zu reagieren. Meldet zum Beispiel ein Fahrgast einen Schaden an der Fahrzeugausstattung, so kann das mobile Werkstattauto zum Ort der nächsten längeren Fahrzeugabstellung gesteuert werden. Der Prozess zur Mängelbeseitigung kann dadurch enorm beschleunigt werden. Darüber hinaus können auch Stimmungsbilder gewonnen werden, die Aufschluss darüber geben, ob Heizung und Klimaanlagen in der Fahrzeugen richtig eingestellt waren, ob die Fahrgäste ausreichend informiert wurden, ob die Sauberkeit ansprechend war und wo gegebenenfalls nachjustiert werden muss.

Nach und nach werden alle Fahrzeuge der S-Bahn Stuttgart mit den QR-Codes  ausgestattet. Die Ausstattung erfolgt seit Anfang Juni.

Zeitplan für die Ausstattung der S-Bahnen mit WLAN steht

Der Verband Region Stuttgart hat die Weichen gestellt und die Finanzierung gesichert. Alle Fahrzeuge der S-Bahn werden mit WLAN ausgestattet. Das Investitionsvolumen beträgt fast fünf Millionen Euro. Die S-Bahn Stuttgart wird zum Schrittmacher für moderne Mobilität in der Region.

Für die Ausrüstung der S-Bahnen ist folgender Fahrplan vorgesehen:

  • 60 Fahrzeuge der Baureihe 423: von Herbst 2017 bis Sommer 2018
  • Erstes Fahrzeug im fahrplanmäßigen Einsatz: Herbst 2017
  • Fahrzeug der Baureihe 426: Sommer 2018
  • 97 Fahrzeuge der Baureihe 430: von Sommer 2018 bis Sommer 2019
  • Ausrüstung der gesamten Flotte abgeschlossen: Sommer 2019

 

Techniker Georgios Denikouros montiert WLAN-Ausrüstung in der S-Bahn

Mit dem 2016 gestarteten Qualitätsprogramm „Zukunft Bahn" wird die DB Qualität, Pünktlichkeit und Kundenorientierung nachhaltig verbessern. Ihre Kunden will die DB mit Sauberkeit und Komfort in den Bahnhöfen, pünktlicheren Zügen, zuverlässiger Kundeninformation und komfortablen Fahrzeugen als sympathischer Dienstleister überzeugen. Auch ihre internen Prozesse - von schnelleren Entscheidungen bis zu hierarchiefreier Zusammenarbeit – sind Bestandteile des Qualitätsprogramms. Strategisches Ziel des mehrjährigen Programms ist es, über eine bessere Qualität der Kundenangebote den wirtschaftlichen Erfolg zu steigern.

 

Weitere Infos zum Qualitätsprogramm „Zukunft Bahn“ unter: http://www.deutschebahn.com/de/Digitalisierung/zukunft_bahn.html


Erste S-Bahnen mit WLAN ausgerüstet  • Infotainment-Portal will auch innovative Mobilitätslösungen anbieten

(Stuttgart, 24. Oktober 2017) Die S-Bahn Stuttgart geht online! Gemeinsam mit dem Besteller Verband Region Stuttgart wird heute in Plochingen eins von bisher vier mit WLAN ausgerüsteten Fahrzeugen vorgestellt und damit den Fahrgästen das Startsignal für kostenloses Internet-Surfen in der S-Bahn gegeben. Die Fahrzeuge werden ab sofort auf den S-Bahn-Linien S4, S5 und S6/S60 eingesetzt.

„Gerade für Pendler bietet WLAN in S-Bahnen die Möglichkeit, den Arbeitstag langsam beginnen oder ausklingen zu lassen. Das bringt einen enormen Wettbewerbsvorteil gegenüber dem Auto“, sagt Regionaldirektorin Dr. Nicola Schelling vom Verband Region Stuttgart. Doch das Auto hole auf. „Deshalb sind wir dabei, weitere Anwendungen für Digitalisierung im Sinne eines noch attraktiveren S-Bahn-Verkehrs ins Auge zu fassen“, führt sie mit Verweis auf die laufenden Untersuchungen zur elektronischen Signalisierung ETCS aus. 

Dr. Dirk Rothenstein, Vorsitzender der S-Bahn Stuttgart, stimmt mit der Regionaldirektorin überein: „Wir wollen, dass unsere Fahrgäste moderne Mobilität mit der S-Bahn verbinden. Durch das WLAN in den Fahrzeugen können wir digitale Anwendungen, die für unsere Kunden während und nach der Fahrt nützlich sind, noch gezielter einsetzen. “

Der Verband Region Stuttgart und die S-Bahn Stuttgart investieren für die Technik sowie für den Betrieb, der zunächst auf sechs Jahre angelegt ist, gemeinsam insgesamt fast fünf Millionen Euro.

Zeitplan für die Ausstattung der S-Bahnen mit WLAN

Die WLAN-Ausrüstung der gesamten S-Bahn-Fahrzeugflotte mit über 150 S-Bahnen soll im Sommer 2019 abgeschlossen werden. Zunächst werden bis Sommer 2018 die 60 Fahrzeuge der Baureihe 423, die auf den Linien S4, S5 und S6/S60 eingesetzt werden, und der 426er, der auf der sogenannten Schusterbahn zwischen Stuttgart-Untertürkheim und Kornwestheim verkehrt, ausgestattet. Daran schließt dann die Ausstattung der 97 Züge der Baureihe 430 an, die auf den Linien S1, S2 und S3 fahren. Darüber hinaus erhalten auch die vier Dieseltriebzüge, die auf der Teckbahn eingesetzt werden, die WLAN-Ausstattung.

Techniker Georgios Denikouros montiert WLAN-Ausrüstung in der S-Bahn


Projektleiter Scharmach: „Rund 40 Kilometer Kabel für alle Fahrzeuge.“

Roman Scharmach leitet bei der S-Bahn Stuttgart das Projekt WLAN-Einbau. „Für die Ausstattung eines Fahrzeugs mit WLAN planen wir rund drei Arbeitstage ein. So schaffen wir bis zu zwei S-Bahnen in der Woche“, sagt Scharmach. Als die fünf wichtigsten Bauteile pro Fahrzeug zählt Scharmach auf:

  • Den Box-PC bestehend aus Rechner, Router, Modem und Festplatte, auf der unter anderem das Informationsangebot und die Unterhaltungselemente für die User hinterlegt sind
  • Drei Access-Points mit je einer Innenantenne, die die Signale der Endgeräte der Kunden an den Router übermitteln
  • Zwei Außenantennen unter anderem zur Verbindung mit dem Mobilfunk
  • etwa 260 Meter Leitungen für Datenfluss, Stromversorgung und Antennenanschluss
  • 24 verschiedene Steckanschlüsse

Projektleiter Roman Scharmach, Projekt WLAN-Einbau

"Wenn wir im kommenden Sommer alle 423er mit WLAN ausgestattet haben, dann haben wir rund neun Kilometer Stromversorgungsleitungen, fünf Kilometer Datenleitungen und zwei Kilometer Antennenleitungen verlegt. Für die Gesamtflotte sind das am Ende über 40 Kilometer Kabel “, fasst der Projektleiter Scharmach den WLAN-Einbau zusammen.

Das für das WLAN zugrunde liegende IT-System wurde von der DB Fahrzeuginstandhaltung unter dem Produktnamen Colibri (steht für „Coach Link for Broadband Information Exchange“) entwickelt. Die Produktangebote Colibris sind in einem eigenen Netzwerk verbunden. Die Entwicklung innovativer Produktlösungen ist damit unabhängig von dem Fahrzeug, in dem sie eingesetzt wird. Darüber hinaus bietet das System genügend Speicherkapazitäten für Informationsangebote und Unterhaltungselemente, auf die die Nutzer permanent störungsfrei zugreifen können. Die Leistungsfähigkeit des Systems bei hohen Nutzerzahlen wurde vorab in der S-Bahn-Werkstatt in Plochingen in einem speziellen WLAN-Bus getestet, der mit komponentengleicher Ausrüstung ausgestattet ist. Über WLAN hinaus bietet Colibri hinaus auch weitere Module wie zum Beispiel im Bereich der Fahrzeugdiagnose.

WLAN-Bus

Auf das WLAN, fertig, los! - Wie sich Fahrgäste mit dem WLAN verbinden

Die Verbindung mit dem WLAN ist einfach: am mobilen Endgerät WLAN aktivieren, das Netzwerk „Wifi@DB“ auswählen und die Nutzungsbedingungen akzeptieren. Noch einfacher wird das Verbinden mit der App „Wifi@DB Regio“, die aus den bekannten Stores kostenfrei heruntergeladen werden kann.

In den mit WLAN ausgerüsteten S-Bahnen sind entsprechende Banner angebracht, auf denen der Verbindungsvorgang Schritt für Schritt beschrieben wird. Darüber hinaus sind die Fahrzeuge außen mit dem bekannten WLAN-Symbol gekennzeichnet.

Gemeinsames Portal mit regionalen Informationen und Unterhaltung

Für die Fahrgäste der S-Bahn Stuttgart bieten die S-Bahn Stuttgart und der Verband Region Stuttgart ein gemeinsames Portal mit regionalem Schwerpunkt an. „Auf den Speicherplatten des IT-Systems haben wir ein umfangreiches Informationsangebot und zahlreiche Unterhaltungselemente abgelegt. Dadurch haben die Fahrgäste unabhängig von der Mobilfunkausleuchtung ein störungsfreies und permanentes Angebot“, sagt Dr. Dirk Rothenstein. Für Pendler- und Vielfahrer sind die Newsfeeds regionaler Medien zusammengefasst. Im Bewegtbild gibt es die Tagesschau in 100 Sekunden. Darüber hinaus informiert die S-Bahn über die aktuelle Betriebslage. Für Ausflugs- und Freizeitreisen gibt es Tipps zu Veranstaltungen und Zielen, die mit der S-Bahn gut zu erreichen sind. Das Portal wird abgerundet durch  Unterhaltungselemente – wie Spiele und Quiz - für Erwachsene sowie Kinder. Es stehen außerdem Informationen rund um den Verband Region Stuttgart sowie dessen Imagefilm zur Verfügung.

„Wir wissen, dass die digitale Welt sehr dynamisch ist. Deshalb verfolgen wir die Möglichkeiten, die uns die Digitalisierung bietet, auch ganz genau“, sagt Rothenstein. Und er ergänzt: „Wir wollen das WLAN-Portal Zug um Zug um Services erweitern, die unseren Fahrgästen einen Mehrwert bieten. Wir haben zum Beispiel die Idee, dass sich die Kunden in Zukunft ihre Anschlussmobilität wie etwa das RegioRad über das Portal organisieren können.“ „Das entspricht voll umfänglich unseren Erwartungen“, ergänzt Dr. Nicola Schelling. „Schließlich liege der eigentliche Vorteil des Portals darin, verlässliche, aktuelle und nutzerfreundliche Informationen auf Knopfdruck zur Verfügung zu stellen.“

Regionaldirektorin Dr. Nicola Schelling und Dr. Dirk Rothenstein, Vorsitzender der S-Bahn Stuttgart


S-Bahn-Helfer

127,8 Millionen Fahrgäste 2017 - über sieben Millionen mehr Fahrgäste bei S-Bahn Stuttgart • S-Bahn-Helfer reduzieren Überschreitungen der Haltezeiten am Hauptbahnhof um etwa 20 Prozent • mehr Personal und ausgeweitete Einsatzzeiten

(Stuttgart, 13.04.2018) 127,8 Millionen Menschen sind im vergangenen Jahr mit der S-Bahn Stuttgart gefahren, über sieben Millionen mehr als in den Vorjahren.  Neuer Fahrgastrekord! „Wir freuen uns über die neue Rekordmarke. An Werktagen ist die Anzahl der Fahrgäste um rund fünf Prozent auf 420.000 gestiegen und das stellt uns bei der Betriebsqualität vor immer größere Herausforderungen“, sagt Dr. Dirk Rothenstein, Vorsitzender der S-Bahn Stuttgart.

Hintergrund: Die vorhandene Infrastruktur der S-Bahn Stuttgart ist an ihrer Kapazitätsgrenze angelangt. Auf der sogenannten Stammstrecke zwischen den Stationen Hauptbahnhof und Schwabstraße, auf der alle sechs Linien fahren, sind auch in der Hauptverkehrszeit nicht mehr als die heute 24 Züge pro Stunde und Richtung möglich. Das bedeutet eine minimale Zugfolge von 2,5 Minuten und damit auch nur eine begrenzte Zeit für das Ein- und Aussteigen. Bei der engen Taktung führt jede Zeitüberschreitung beim Halt einer S-Bahn zu Folgeverspätungen, die wiederum weitere S-Bahnen beeinträchtigen.

Stuttgart Vorreiter bei S-Bahn-Helfern

Um kürzere Haltezeiten der S-Bahnen an der Station Stuttgart Hauptbahnhof (tief) zu erreichen, plant die S-Bahn Stuttgart mit verschiedenen Maßnahmen. So gibt es dort Monitore, über die die Triebfahrzeugführer das Aus- und Einsteigen beobachten und die Türen des Zuges zentral schließen können.

Für die Fahrgäste deutlich wahrnehmbarer setzt die S-Bahn seit Dezember 2013 in der Rush-Hour die sogenannten S-Bahn-Helfer zur Reisendenlenkung ein. Die S-Bahn-Helfer sollen darauf einwirken, dass sich die Türen der Züge rechtzeitig zur Abfahrt schließen. Ihre Aufgabe ist es, die Fahrgäste möglichst gleichmäßig am Bahnsteig zu verteilen, damit alle Türen zum Einsteigen genutzt werden und sich keine unübersichtlichen Menschenknäuel an den Einstiegsbereichen bilden. Darüber hinaus sollen sie das „Nachtröpfeln“ einzelner Reisender verhindern, die immer wieder das Schließen der Türen unterbrechen und so die Abfahrt der Züge verzögern.

Der Halt am Hauptbahnhof  ist im Netz der S-Bahn die am stärksten frequentierte Station. Rund 150.000 Ein- und Aussteiger wurden dort im letzten Jahr im Schnitt pro Tag gezählt. Die Hälfte davon ist in den Hauptverkehrszeiten unterwegs. Um die Wirkung der S-Bahn-Helfer zu erhöhen, werden seit Sommer 2017 in der nachmittäglichen Hauptverkehrszeit, wenn der Verkehrsstrom aus Stuttgart abfließt, sechs zusätzliche Helfer eingesetzt. Damit können die Einsteigevorgänge an deutlich mehr Türen beschleunigt werden. Zeitgleich wurde die Einsatzzeit an Freitagen ausgeweitet, weil der Abreiseverkehr vor den Wochenenden schon früher beginnt.

„Wir hatten 2017 etwa 20.000 Reisende pro Werktag mehr. Dennoch gab es ein Fünftel weniger Haltezeitüberschreitungen als 2013 vor Einführung der Maßnahme“, zeigt sich Rothenstein mit dem Ergebnis weiter zufrieden. „Beim komplexen Bahnbetrieb wirkt keine Maßnahme für sich allein, sondern Effekte müssen sich gegenseitig fördern. Wir planen deshalb noch, sogenannte Haltezeitcounter einzusetzen, die unseren Lokführern anzeigen, wann die planmäßige Haltezeit abgelaufen ist und der Fahrplan Gefahr läuft, instabil zu werden “, ergänzt der Stuttgarter S-Bahn-Chef und bittet die Fahrgäste weiterhin um Unterstützung, durch schnelles Ein- und Aussteigen zur Pünktlichkeit beizutragen.

Der Einsatz der S-Bahn-Helfer hat sich in einem Umfang bewährt, dass zwischenzeitlich auch die S-Bahnen im Rhein-Main-Gebiet, Hamburg und München auf die Einstiegslotsen zurückreifen.

Zusammenarbeit mit Studitemps

In Studitemps hat die S-Bahn Stuttgart seit Mitte 2017 einen Partner gefunden, mit dem die Deutsche Bahn bereits an verschiedenen Standorten und in verschiedenen Projekten zusammenarbeitet. Studitemps ist Spezialist für die Überlassung von Studenten sowie die Vermittlung von Absolventen und Young Professionals. „Die Zusammenarbeit mit der S-Bahn Stuttgart ist ein Gewinn für alle Seiten. Die Studenten haben einen spannenden Nebenjob, der sich gut mit dem Studium in Einklang bringen lässt, während die Bahn von der hohen Motivation, den Sprachkenntnissen und der großen Servicebereitschaft der Studenten profitiert“, sagt Patrick Schumacher, Key Account Manager bei Studitemps.


Die S-Bahn-Helfer in Stuttgart in Kürze:

  • Fahrgäste S-Bahn Stuttgart 2017:

127,8 Millionen (rund 420.000 an Werktagen)

  • Anzahl Ein- und Aussteiger in Station Hauptbahnhof (tief) 2017:

rund 150.000 im Schnitt pro Tag, 50 Prozent davon in Rush-Hour

  • Start der Maßnahme:

Dezember 2013

  • Einsatzzeiten in der Rush-Hour montags bis freitags:

6.45 Uhr - 9.45 Uhr und 15.15 Uhr - 18.15 Uhr (freitags ab 13.15 Uhr)

  • Anzahl Mitarbeiter:

im Verkehrsfluss nach Stuttgart morgens sechs, im Verkehrsfluss aus Stuttgart nachmittags bis zu 12


Voller Wlan-Service im Nord-Netz

Ausstattung der Fahrzeuge für kostenloses Internet-Surfen auf den S-Bahn-Linien S4, S5 und S6/S60 abgeschlossen • komplette Flotte im Sommer 2019 umgerüstet

(Stuttgart, 22.06.2018) Die S-Bahn Stuttgart bietet ab sofort im sogenannten Nord-Netz vollen WLAN-Service. Alle 60 Fahrzeuge der Baureihe 423, die auf den S-Bahn-Linien S4, S5 und S6/S60 eingesetzt werden, sind nun für kostenloses Internet-Surfen ausgerüstet. Somit können die Fahrgäste dort jetzt in allen S-Bahnen das Online-Angebot nutzen.

„Die S-Bahn ist ein attraktives Verkehrsmittel. Das bestätigen die Rekordzahlen von knapp 128 Millionen Fahrgästen im vergangenen Jahr“, sagt Regionaldirektorin Dr. Nicola Schelling vom Verband Region Stuttgart. „Neben dem Ausbau der Kapazitäten trägt auch die Erweiterung des Service-Angebots zur Attraktivität der S-Bahn bei. Durch den WLAN-Zugang können die Fahrgäste ihre Zeit ganz entspannt zum Abruf von Informationen oder zur Unterhaltung nutzen. Deshalb investieren wir in den weiteren WLAN Ausbau bei der S-Bahn.“  

Die Chancen der Digitalisierung nutzen und Service-Anwendungen für die Fahrgäste gezielter einsetzen will auch Dr. Dirk Rothenstein, Vorsitzender der S-Bahn Stuttgart. Der Chef der S-Bahn sieht sich bei der Ausstattung der Fahrzeuge mit WLAN voll und ganz im Zeitplan: „Unser Werkstattteam arbeitet weiter mit Hochdruck daran, dass die Gesamtflotte im Sommer 2019 komplett mit WLAN ausgestattet ist.“

Von den Fahrgästen wird der Service schon intensiv genutzt. Im Mai 2018 haben sich knapp 340.000 mobile Endgeräte, deren Nutzer den Allgemeinen Geschäftsbedingungen zustimmten, mit dem WLAN in der S-Bahn verbunden. In dem Zeitraum waren bis zu 56 Fahrzeuge mit der entsprechenden WLAN-Technik ausgerüstet. Dazu zählt auch der elektrische Triebwagen, den die S-Bahn auf der Schusterbahn zwischen Untertürkheim und Kornwestheim einsetzt. Der Verband Region Stuttgart und die S-Bahn Stuttgart investieren für die Technik sowie für den Betrieb, der zunächst auf sechs Jahre angelegt ist, gemeinsam fast fünf Millionen Euro.

16 Kilometer Kabel verlegt

Roman Scharmach leitet bei der S-Bahn Stuttgart das Projekt WLAN-Einbau. „Für den Online-Service in unseren Zügen haben wir bis heute rund neun Kilometer Stromversorgungsleitungen, fünf Kilometer Datenleitungen und zwei Kilometer Antennenleitungen verlegt“, zählt der Projektleiter auf. Zum Vergleich: Die Kabellänge von 16 Kilometern entspräche der Länge von 237 aneinander gekuppelten S-Bahn-Fahrzeugen.

Projektleiter Roman Scharmach, Projekt WLAN-Einbau


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  • Ein Box-PC bestehend aus Rechner, Router, Modem und Festplatte, auf der unter anderem das Informationsangebot und die Unterhaltungselemente für die User hinterlegt sind
  • Drei Access-Points mit je einer Innenantenne, die die Signale der Endgeräte der Kunden an den Router übermitteln
  • Zwei Außenantennen unter anderem zur Verbindung mit dem Mobilfunk
  • Etwa 260 Meter Leitungen für Datenfluss, Stromversorgung und Antennenanschluss
  • 24 verschiedene Steckanschlüsse

Fahrplan für das nächste Jahr

Bis zum Sommer des nächsten Jahres stehen nun die 97 Fahrzeuge der Baureihe 430 an, die auf den Linien S1, S2 und S3 fahren. „Für die Ausstattung eines Fahrzeugs mit WLAN planen wir auch hier rund drei Arbeitstage ein. So schaffen wir bis zu zwei S-Bahnen in der Woche. Um den ehrgeizigen Zeitplan einhalten zu können, haben wir schon einmal vorgearbeitet und bereits parallel einen 430er sozusagen als Musterfahrzeug umgerüstet“, sagt Scharmach. Darüber hinaus erhalten auch noch die vier Dieseltriebzüge, die auf der kleinen Teckbahn eingesetzt werden, die WLAN-Ausstattung.

Auf das WLAN, fertig, los! - Wie sich Fahrgäste mit dem WLAN verbinden

Die Verbindung mit dem WLAN ist einfach: am mobilen Endgerät WLAN aktivieren, das Netzwerk „Wifi@DB“ auswählen und die Nutzungsbedingungen akzeptieren. Noch einfacher wird das Verbinden mit der App „Wifi@DB Regio“, die aus den bekannten Stores kostenfrei heruntergeladen werden kann.

In den mit WLAN ausgerüsteten S-Bahnen sind entsprechende Banner angebracht, auf denen der Verbindungsvorgang Schritt für Schritt beschrieben wird. Darüber hinaus sind die Fahrzeuge außen mit dem bekannten WLAN-Symbol gekennzeichnet.

Gemeinsames Portal mit regionalen Informationen und Unterhaltung

Auf den Speicherplatten des IT-Systems haben die S-Bahn Stuttgart und der Verband Region Stuttgart ein gemeinsames Portal hinterlegt. Die Fahrgäste finden dort ein umfangreiches Informationsangebot und zahlreiche Unterhaltungselemente mit regionalem Schwerpunkt. Dadurch haben die Fahrgäste unabhängig von der Mobilfunkausleuchtung ein störungsfreies und permanentes Angebot. Bis zum nächsten Sommer, wenn die komplette Fahrzeugflotte mit WLAN ausgestattet ist, soll auch das Portal weiterentwickelt werden und den Fahrgästen weiteren Mehrwert bieten