Haushaltsrisiko Bundesbahn

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Haushaltsrisiko Bundesbahn

Kurz vor den unerwarteten Ereignissen in der DDR herrschte sowohl bei der Bundesregierung als auch bei der Bundesbahn selbst Einmütigkeit darüber, dass die Behördenbahn alter Prägung keine Zukunft mehr hat. So wurde im Juli 1989 eine Regierungskommission Bundesbahn berufen, die ein Reformwerk vorlegen sollte, dass den Bund vom Haushaltsrisiko Bundesbahn befreite und die Schiene im wachsenden europäischen Binnenmarkt als Verkehrsträger wieder zukunftsfähig machte. Wie fast überall in den 90er Jahren lauteten die Antworten auf diese Herausforderungen: Deregulierung bei gleichzeitiger Schaffung neuer gesetzlicher Bedingungen, die ein marktnahes und kostenbewusstes Management ermöglichten und erzwangen. Hinzu kam die Ermöglichung freier Preisbildung und Nutzung der Strecken nach unternehmerischem Nutzenkalkül. Die Bahn sollte ihr Geld am Markt verdienen und nicht im Parlament abholen.