Von der ersten Skizze über das Mockup hin zum fertigen Zug 

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Von der ersten Skizze über das Mockup hin zum fertigen Zug 

Die DB-Produkt- und Design-Expert:innen aus den Teams von Joachim Schneider und Bruno Scheffler arbeiten seit Ende 2019 an der Entwicklung des neuen ICE-Designs: Unterstützt wurde die DB von den renommierten Zugexpert:innen der Designagentur nose aus Zürich. 

„Die Wahl der Materialien ist eine Entscheidung für Jahrzehnte. Entsprechend lang und aufwändig war der Weg dahin“, sagt Joachim Schneider. Dabei konnte das Team nicht einfach auf Katalogware zurückgreifen. Vielmehr war der Auswahlprozess eine Art Maßschneiderei, um die Materialien zu finden, die dem Ideal am nächsten kommen. Allein für die Sitze wurden rund 200 Stoffmuster von sieben Herstellern gesichtet. In einem elfmonatigen Entwicklungsprozess wurden die Materialien umfassend auf Herz und Nieren getestet. Insbesondere die Sitzbezüge sind vielfältigen Belastungen ausgesetzt und müssen daher hohe Standards erfüllen – ob Abrieb, Lichtbeständigkeit, Reinigungsergebnisse oder Feuerfestigkeit. Dazu wurden mit einem externen Prüfinstitut zahlreiche Tests durchgeführt. So wurden die Stoffe mit Kaffee, Schokolade, Handcreme oder Filzstift verschmutzt, um zu prüfen, ob und wie gut sich die Flecken wieder entfernen lassen. Spezielle Apparaturen malträtierten Probesitze rund um die Uhr, um eine langjährige Nutzung durch zehntausende Fahrgäste zu simulieren. Täglich nutzen im Schnitt vier Reisende einen Sitzplatz im ICE – macht 1.500 Mal Platz nehmen im Jahr.