Mehr Personal für mehr Qualität

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Mehr Personal für mehr Qualität

Die Deutsche Bahn setzt ihren Rekrutierungskurs auf Rekordhöhe fort. Denn zum einen geht rund die Hälfte der Belegschaft in den nächsten zehn bis zwölf Jahren in Rente. Zum anderen wächst der Konzern und stellt mehr Mitarbeiter ein, um Service und Qualität für die Kunden weiter zu verbessern. Bei ihrer Personalgewinnung setzt die DB auf viel Innovation und einen ganzheitlichen Ansatz.

Allein für 2019 plant die DB, insgesamt rund 22.000 neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an Bord zu holen, sowohl Auszubildende als auch Quereinsteiger und Menschen mit Berufserfahrung. Dazu zählen zum Beispiel über 2.000 Lokführer und 1.500 Fahrdienstleiter sowie rund 3.300 Instandhalter und 1.300 Servicekräfte in den Zügen. Sie werden an neuralgischen Punkten im Eisenbahnsystem helfen, die Qualität für die Kunden zu verbessern. Denn neben mehr Investitionen in Fahrzeuge und Infrastruktur sind auch mehr Mitarbeiter ein Schlüssel zum Erfolg der „Agenda für eine bessere Bahn“. Bereits im vergangenen Jahr hat die DB ihr Ziel erreicht, insgesamt über 24.000 neue Mitarbeiter zu rekrutieren. Einstellungen in diesem Umfang sind enorm, noch dazu auf dem aktuell sehr umkämpften Arbeitsmarkt. Aber die DB hat, auch durch die jüngsten Tarifabschlüsse, attraktive Beschäftigungsbedingungen sowie eine innovative, leistungsfähige Personalgewinnung.

Um die besten Talente zu entdecken und gewinnen, hat die DB bereits 2012 die Personalgewinnung neu organisiert. Seitdem verantwortet sie für den DB-Konzern in Deutschland die strategische Ausrichtung von Arbeitgebermarke und Rekrutierung und stellt deren operative Umsetzung sicher. Die Teams sind so organisiert, dass die Recruiter hochspezialisiert nach Zielgruppen – z.B. Digitalexperten, Ingenieure, Elektroniker oder Dual Studierende – in den Regionen präsent sind. So können sowohl die Bewerber als auch die DB-Kollegen, die Mitarbeiter einstellen wollen, optimal beraten und Stellen schnell besetzt werden.

Zur Gewinnung neuer Mitarbeiter setzt die DB auch auf innovative Formate, etwa auf Castings an Bahnhöfen und in Zügen, oder sie macht ihre Berufe mit VR-Brillen hautnah erlebbar. Im Herbst 2018 hat die DB außerdem das Anschreiben für Azubis abgeschafft, um das Bewerben einfacher zu machen. Stärken und Motivation der Kandidaten werden stattdessen vor allem im persönlichen Gespräch festgestellt. Das Ziel aller Maßnahmen: Das Bewerben bei der DB soll einfach und schneller werden, vielleicht sogar Spaß machen!

Um Menschen für den Arbeitgeber Deutsche Bahn zu begeistern, wurde im April 2017 ebenfalls die zweite große DB-Arbeitgeberkampagne „Willkommen, Du passt zu uns." in Deutschland gestartet. Mit Fernsehspots, mit Plakaten und in sozialen Netzwerken präsentiert sich die DB damit ehrlich wie nie. Das Credo: Wir sind gut, aber nicht perfekt. Die Spots zeigen ein Unternehmen im Aufbruch, mit echten Mitarbeitern, die ihren Beruf lieben, aber auch mit manchmal ungeliebten Situationen umgehen müssen. Die Kamera schwenkt zum Beispiel auch über Anzeigetafeln, auf denen „Zug fällt aus“ zu lesen ist. Gefragt sind die, die die Bahn Stück für Stück zuverlässiger und sympathischer machen wollen. Das ist bei der DB keine Frage des Alters, sondern der Haltung, Perspektiven haben Schulabgänger genauso wie Berufserfahrene über 50. Herzstück der Kampagne ist die Webseite http://www.deutschebahn.com/karriere , die nicht nur viele Berufe vorstellt, sondern auch einen Blick hinter die Kulissen der DB ermöglicht.

Mit Strategischer Personalplanung zukünftigen Nachführungsbedarf erkennen

Auf Basis von konzerneinheitlichen Standards, Methoden und ge­meinsam erarbeiteten Geschäftsszenarien werden inzwischen rund 85.000 Mitarbeiter über die Strategische Personalplanung abgedeckt. Mithilfe einer Simulationssoftware werden zukünf­tige Entwicklungen in Bezug auf Personalkapazität, Altersstruk­turen und Qualifizierungsbedarf funktionen-­, regionen-­ und geschäftsfeldspezifisch transparent gemacht. Dadurch kann die DB zielgerichtet Handlungsoptionen erarbeiten und bewerten. Der geschäftsfeldübergreifende Ansatz erlaubt einerseits einen konsolidierten Blick auf die betrachteten Mitarbeiter­gruppen und stellt andererseits sicher, dass Ergebnisse bekannt und somit für alle Geschäftsfelder nutzbar gemacht werden. Zudem lassen sich übergreifende Lösungsansätze identifizieren und Impulse für strategische Personalprogramme generieren.