Bilanz der Bahnreform nach 30 Jahren

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Diese Bahn bewegt Deutschland. Jeden Tag.

Eine Bahn. Verlässlich. Für alle Menschen.

Die Deutsche Bahn startet neu.

Wir machen unsere Strukturen schlanker und leistungsfähiger. Wir stärken die Macher vor Ort, die dafür sorgen, dass Züge fahren und Menschen ankommen. Erste Veränderungen sind spürbar – im Betrieb, am Bahnhof und im Zug.Nicht alles wird gleich perfekt sein. Der konsequente Weg zählt. „Neu startet heute“ steht dafür. Wir bauen eine bessere Bahn. Jeden Tag.Die Sanierung braucht Zeit. Deshalb setzen wir drei Sofortprogramme um – für mehr Sicherheit und Sauberkeit an Bahnhöfen, mehr Komfort im Fernverkehr und eine bessere Kundenkommunikation.

Mit noch saubereren Zügen und einer verlässlicheren Bordgastronomie macht die DB Zugreisen für Fahrgäste spürbar angenehmer und attraktiver. Dafür investiert der Fernverkehr der DB im Jahr 2026 zusätzlich rund 20 Millionen Euro.

Die DB informiert Kund:innen vor und während ihrer Reise zukünftig noch besser – sowohl im Zug, am Bahnhof als auch auf den digitalen Auskunftskanälen.

Für unsere Fahrgäste und Besucher:innen erhöht die DB die Sicherheit und verbessert die Sauberkeit an Top-Bahnhöfen sowie an Bahnhöfen in der Fläche. Außerdem gestaltet die DB mehr Stationen zu Zukunftsbahnhöfen um.

Im Januar 1994 trat die deutsche Bahnreform in Kraft. Sie bestimmt bis heute das öffentliche und unternehmerische Handeln im Sektor. Mit der Reform waren drei Ziele verbunden: mehr Verkehr auf die Schiene, Entlastung des Bundeshaushalts sowie die finanzielle Sanierung und Stabilisierung der Deutschen Bahn AG (DB AG). Diese Ziele wurden in weiten Teilen erreicht. Heute zeigen sich erneuter Handlungs- und Reformbedarf.

Der Verkehr auf der Schiene ist seit der Bahnreform sowohl im Schienenpersonen- als auch im Schienengüterverkehr deutlich gewachsen. Die Schiene konnte den Marktanteilsverlust der Jahrzehnte vor der Bahnreform stoppen und die Position im intermodalen Wettbewerb leicht ausbauen. Der Bundeshaushalt wurde in den ersten 20 Jahren deutlich entlastet. Seit 2015 stiegen die Zuwendungen des Bundes wieder an. Die DB AG entwickelte sich sukzessive zu einem Unternehmen mit positiven wirtschaftlichen Ergebnissen. Die unternehmerischen Investitionen der DB AG nahmen in den vergangenen Jahren zu.

Trotz richtiger ordnungspolitischer Weichenstellungen und der genannten Erfolge gab es seit der Bahnreform unzweifelhaft auch kritische Entwicklungen, die zu großem Handlungsbedarf geführt haben – insbesondere mit Blick auf den heutigen Zustand und die Qualität der Infrastruktur. Sie ist zu alt, zu störanfällig und hat in vielen Teilen zu wenig Kapazität. Die ersten rund 20 Jahre nach der Bahnreform waren von einem starken Fokus auf Effizienzsteigerungen geprägt. Daraus resultierten aus heutiger Sicht allerdings zu geringe Investitionen in die Leistungsfähigkeit und die Kapazität der Schieneninfrastruktur. Die Infrastruktur wird dem stetig wachsenden Verkehr auf der Schiene nicht gerecht. Es gibt zu wenig Robustheit, Resilienz und Kapazitätsreserven im System. Folge dieser gegenläufigen Entwicklungen sind erhebliche Qualitätsdefizite.

Vor diesem Hintergrund hat die Bundesregierung Reformen eingeleitet: Im Zentrum steht die Gemeinwohlorientierung der Infrastruktur mit der zum 1. Januar 2024 realisierten DB InfraGO AG. Damit einhergehen soll ein weitreichendes Modernisierungsprogramm für die Infrastruktur, um die Voraussetzungen für die Erreichung der verkehrspolitischen Wachstumsziele der Schiene zu schaffen. Das heißt konkret: Steigerung des Marktanteils des Schienengüterverkehrs auf 25 Prozent und Verdopplung der Verkehrsleistung im Schienenpersonenverkehr. Damit wird die Geschichte der Bahnreform erfolgreich weitergeschrieben.