DB-Mitarbeiter halten Deutschland mobil

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#Schienenhelden

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DB-Mitarbeiter halten Deutschland mobil

Zugbegleiter, Kundenbetreuer und Fahrdienstleiter geben alles, damit die Züge weiter rollen. 

Wie gehen die DB-Mitarbeiter mit der Corona-Pandemie um? Wie hat sich ihr Arbeitsalltag verändert? Wir zeigen einige Mitarbeiter der DB, wie sie jeden Tag die Bahn am Laufen halten. 


„Die Leute bedanken sich bei uns“

Diana Hartwig ist Kundenbetreuerin im Nahverkehr bei DB Regio Nordost – auch während der Corona-Pandemie geht sie trotz allem gerne zur Arbeit.

Hartwig: „Man ist sich des täglichen Risikos schon bewusst, dem man hier ausgesetzt ist. Jeder Fahrgast geht ja auch anders damit um. Manche sind sehr ängstlich und halten sehr viel Abstand, andere eher weniger.“ 
„Die Leute bedanken sich bei uns, dass wir wirklich jeden Tag fahren – weil sie einfach keine andere Möglichkeit haben zur Arbeit zu kommen.“ 
„Die Helden in der Krise sind für mich alle, die arbeiten. Alle, die Deutschland – sage ich mal – am Laufen halten. Ob wir das sind, ob es das Krankenhauspersonal ist, ob es Ärzte sind, Busfahrer, Zugfahrer oder Verkäufer – das sind alles für mich Helden des Alltags.“ 


„Die Pendler bleiben ganz entspannt.“

Regine Saß ist als Kundenbetreuerin mit dem Regionalexpress auf der Marschbahn zwischen Hamburg und Westerland/Sylt unterwegs.

Saß: „Ich stehe dem Coronavirus mit Respekt gegenüber. Wir stecken als Zugbegleiter mittendrin. Vor allem die Pendler wirken noch ziemlich entspannt. Sie sagen uns auch immer wieder, dass sie hoffen, dass wir noch lange weiterfahren. Manche unter ihnen sind auch nach wie vor zum Scherzen aufgelegt.“

„Man merkt, dass viele zu Hause bleiben und von da arbeiten. Aus Hamburg hatte ich auf einer Tour nach Westerland zunächst noch etwa 15 Reisende, ab Itzehoe waren es nur noch sieben.“

„Mein Motto ist: Immer in der eigenen Mitte bleiben. Wenn man versucht, ausgeglichen zu bleiben und eine positive Einstellung hat, kann man auch besser gesund bleiben. Und das ist ja derzeit das Wichtigste. Es ist nun eben Achtsamkeit gefragt – ob beruflich oder privat.“


„Wir müssen zusammenhalten und eine Bahn-Familie leben.“ 

Michel Müllenmeister ist Fahrdienstleiter bei DB Netz und arbeitet im Raum Koblenz in mehreren Stellwerken.

Müllenmeister: „Wir führen den Bahnbetrieb so weiter, wie wir es schon immer gemacht haben. Wir besitzen im Raum Koblenz mehrere Stellwerke, viele werden alleine bedient, manche auch mit mehreren Kollegen gemeinsam.“

„Wir leiten die Züge solange wir können gemäß Fahrplan, dahin wo sie hingehören und packen gerade jetzt in dieser schweren Zeit, egal ob Fahrdienstleiter, Lokführer oder Fachkräfte der Instandhaltung, mit an. Denn gemeinsam leisten wir einen wichtigen Beitrag für die Logistik und den Transport von Menschen, aber auch von Gütern, die für unsere Grundversorgung oder unser Gesundheitswesen wichtig sind.“

„Meine Arbeit als Fahrdienstleiter hat sich durch die Ausbreitung des Virus kaum verändert. Doch die Wichtigkeit unserer einzelnen Funktionen im Betrieb und das Ineinandergreifen mehrerer Berufe, sodass unsere Züge fahren können, werden mir in dieser Zeit besonders bewusst. Wir müssen, gerade jetzt, zusammenhalten und eine Bahn-Familie leben.“


„Mit Zusammenhalt und Spaß dem Coronavirus trotzen.“

Chesney Sticcotti arbeitet bei DB Fernverkehr in Frankfurt am Main als Zugbegleiter.

Sticcotti: „Als Zugbegleiter hat das Virus auch mich und meinen Job bei der Bahn verändert. Bislang sind weniger Fahrgäste unterwegs, doch wir müssen auch für die wenigen, die reisen, da sein und ein offenes Ohr haben.“

„Manchmal müssen wir Kunden beruhigen, wenn diese aufgrund der Situation nervös werden. Da helfen wir natürlich, wo es möglich ist. Mit einem kühlen Kopf lässt sich jede Situation bewältigen. Das Coronavirus hat, sofern man das sagen kann, doch auch etwas Gutes.
Die Kolleginnen und Kollegen achten sehr aufeinander und sind noch hilfsbereiter als sie es bisher ohnehin schon waren. Der Zusammenhalt untereinander ist auf alle Fälle da, gerade jetzt sehen wir zu, dass wir uns gegenseitig unterstützen und nicht gegeneinander arbeiten. Da macht es auch wieder unter erschwerten Umständen Spaß zu arbeiten.“


„Die Hauptgefahr in unserem Bereich ist jetzt die Gefahr der Ansteckung“ 

Robert ist für DB Sicherheit am Berliner Ostbahnhof unterwegs – auch trotz geringerem Reisendenaufkommen sind er und seine Kolleginnen und Kollegen weiter im Einsatz.

Robert: „Es ist natürlich eine außergewöhnliche Situation, die man so vorher auch noch nie kennengelernt hat.“

„Die Hauptgefahr in unserem Bereich ist jetzt die Gefahr der Ansteckung.“ 

„Man zieht aber auch das Positive aus der Situation: Es wird viel öfter jetzt auch ‚Danke‘ gesagt, was man vorher so nicht erlebt hat.“